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Baiersbronner Seensteig

Der Baiersbronner Seensteig führt durch eine unverwechselbare Landschaft um die gesamte Gemarkung von Baiersbronn, vorbei an zahlreichen Karen, beeindruckenden Zeugen der letzten Eiszeit:

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Weihermiß

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Weiher

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Kar am Osthang des Gaiskopfs

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Ruhesteinloch

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Pommersloch beim Dreifürstenstein

Der Streckenverlauf wurde auf Basis der Originaltour der Baiersbronn Tourismus zu einer Rundwanderung mit Start/Ziel am Bahnhof Baiersbronn angepasst. Bei den Karseen wurde, wo möglich, eine Umrundung der Seen ergänzt.

Tourenverlauf:

Baiersbronn – SankenbachseeWeihermiß – Kniebis – EllbachseeWeiher – Mitteltal – Zuflucht – Buhlbachsee – Lotharpfad – Schurkopf – Kar am Osthang des Gaisbergs – Schliffkopf – Vogelskopf – Ruhesteinloch – Ruhestein – Wildsee – Darmstädter Hütte – Schwarzkopf – Mummelsee – Hornisgrinde – Biberkessel – Dreifürstenstein Pommersloch – Tanzplatz – Langeck – Blindsee – Hohekopf – Schurmsee – Schönmünzach – Huzenbacher See – Tonbach – Rinkenkopf – Baiersbronn.

(Kar mit See, Kar ohne See)

Der Seensteig ist offiziell in fünf Tagesetappen unterteilt:

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E
E

Etappe 3

Alle Etappenorte sind leicht mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar.

Sportliche Wanderer können den Steig auch in weniger als fünf Tagen erwandern. Auf der Tour erlebt der Wanderer viele Besonderheiten des Schwarzwaldes: unterschiedlichste Waldformen wie Misch- und Bannwald, Karseen und Wasserfälle, Grinden und der Nationalpark Schwarzwald.

Schwarzwald Tourismus GmbH

Die offizielle Tourenbeschreibung.

Besenfeld: Auf den Spuren von Wilhelm Hauff

Die Rundwanderung startet in Besenfeld, einem Ortsteil von Seewald. Ein erster Aussichtspunkt oberhalb des Ortes ermöglicht einen Blick auf Besenfeld, in das Murgtal, zur Hornisgrinde – dem höchsten Berg im Norschwarzwald und bei guter Sicht auch bis zur Schwäbischen Alb.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts stand mitten im Wald das Wirtshaus „Oberes Neuhaus“ (1781 – 1803), um das sich einige Räubergeschichten rankten. Diese dienten dem Dichter Wilhelm Hauff als Vorlage für seine Erzählung „Das Wirtshaus im Spessart“. Bei Ausgrabungen fand man noch Reste eines Kachelofens, Tonscherben von Essgeschirr und Fensterglas – sie können im Rathaus „Sonne“ in Besenfeld besichtigt werden. Etwa 50 m dahinter konnte ein Brunnen teilweise freigelegt werden.

Zur gleichen Zeit stand in der Nähe einer der größten Kohlenmeiler im nördlichen Schwarzwald. Ein Nachbau erinnert an die Tradition der Köhler, deren beschwerliche und wenig angesehene Arbeit Wilhelm Hauff zum Thema seines Märchens „Das kalte Herz“ machte.

Zum Waldgewerbe zählte auch die Flößerei. So wurde der Kaltenbachsee um das Jahr 1780 für die Scheitholzflößerei angelegt und um 1813 als Schwellsee mit Schwellwerk in Stein ausgebaut. Über den Kaltenbach wurde das Kleinholz weiter zur Enz getriftet. Für den nötigen Vortrieb musste daher ein großer Wasserspeicher errichtet werden. Der Wasserablauf mit einem markanten Rundbogen unterhalb des Schwelldamms ist noch sehr gut erhalten.

Wie die Enz wurde auch die Nagold bis Anfang des 20. Jahrhunderts für die Trift von Baumstämmen genutzt. Ihre als Nagoldursprung bezeichnete Quelle liegt am Wanderweg beim Seewalder Ortsteil Urnagold.

Textquelle: Schwarzwaldverein

Schon gewusst?

  • Wilhelm Hauff (1802 – 1827) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik, geboren und gestorben in Stuttgart. Er gehörte zum Kreise der Schwäbischen Dichterschule.
  • Seine kurze literarische Schaffensperiode begann 1825 mit der Veröffentlichung einiger Novellen (Memoiren des Satan, Othello) sowie seines ersten Märchenalmanachs. Hauffs Märchen fallen in die spätromantische Literaturphase. 
  • Er veröffentlichte zwischen 1825 und 1827 Märchen in drei Sammlungen. Der dritte Band, der „Märchen-Almanach auf das Jahr 1828„,  enthält vier Beiträge, die durch eine Rahmenerzählung namens „Das Wirtshaus im Spessart“ verbunden sind.
  • Vier Reisende erzählen sich in einem Wirtshaus im Spessart nachts Geschichten um nicht einzuschlafen, da sie den Überfall einer Räuberbande befürchten.
    • Ein Zirkelschmied erzählt „Die Sage vom Hirschgulden“
    • ein Student das Märchen „Das kalte Herz“,
    • ein Jäger das Märchen „Saids Schicksale“ und
    • ein Goldschmied die Sage „Die Höhle von Steenfoll“.
  • Die Schwarzwaldsage „Das kalte Herz“ ist wohl die bekannteste der Sagen. Die Geschichte vom hilfreichen Glasmännlein und dem teuflischen Holländer Michel, an den der arme Köhler Peter Munk aus dem Schwarzwald sein Herz verkauft, war nicht nur für Kinder gedacht.

Textquelle: Wikipedia

Wikipedia

Das Leben und Werk des Wilhelm Hauff.

Feldberg: Feldbergsteig

Der Premiumwanderweg Feldbergsteig führt auf Pfaden mit vielen Aussichtspunkten durch eines der schönsten Naturschutzgebiete Deutschlands mit subalpinem Charakter. Am Weg laden mehrere Hütten zur Einkehr ein.

Im Haus der Natur am Ausgangspunkt wird der Feldbergsteig ausführlich vorgestellt, z. B. in einer 3D-Diashow.

Von hier führt er steil auf den Seebuck hinauf, dann auf einem Panoramaweg weiter zum Feldberggipfel. Bei geeigneter Witterung reicht die Sicht bis zu den Alpen und Vogesen. Der Abstieg führt vorbei an der St. Wilhelmer Hütte, der Zastler Hütte und der Baldenweger Hütte. Bis zum Raimartihof verläuft der Steig auf schmalen abenteuerlichen Pfaden. Ein besonders Naturerlebnis ist der folgende Feldsee unterhalb der steil aufragenden Felswände des Feldbergmassivs. Durch einen Bannwald gelangt man zurück zum Ausgangspunkt.

Wegbeschreibung

Die traditionelle Wanderroute führt vom Haus der Natur (Feldberg) zunächst in einem steilen Aufstieg zum Bismarckdenkmal (1.450 m) auf dem Seebuck – alternativ  bequem mit der Feldbergbahn (Kabinenbahn) zu erreichen. Hier bietet sich ein überwältigender Rundblick auf den Schwarzwald, die Alpen und Vogesen. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf den steil unterhalb liegenden Feldsee. Wer möchte, kann den nahe gelegenen Feldbergturm (Aussichtsplattform) besuchen.

Auf dem Höhenrücken geht es weiter durch den Grüblesattel zum Feldberggipfel (1.493 m). Das nächste Ziel ist die St. Wilhelmer Hütte, die höchstgelegene Almhütte des Schwarzwaldes. Ein romantischer Pfad führt zur Zastler Hütte; es folgt ein kurzer Aufstieg zur Baldenweger Hütte (tolle Aussichtslage).

Danach beginnt der eigentliche „Steig“: über schmale Pfade und kleine Hängebrücken geht es durch den Seewald weiter zu einem der ältesten Höfe des Hochschwarzwaldes, dem Raimartihof. Von dort ist es nicht weit zum idyllisch gelegenen Feldsee (Karsee 1.116 m). Der Karl-Egon-Weg führt durch ein Bannwaldgebiet bergauf zurück zum Ausgangspunkt.

Ein ganz besonderes Naturerlebnis vermittelt der „Hosentaschen-Ranger“:

Amüsante Videobotschaften, mit dem Feldberg-Ranger Achim Laber in der Hauptrolle, überraschen an 12 Wegpunkten entlang der Route des Feldberg-Steigs mit Wissenswertem und Kuriosem zu Flora, Fauna und Geschichte des größten Naturschutzgebiets in Baden-Württemberg.

Den Hosentaschen-Ranger kann man beim Wegbetreiber als App kostenlos herunter laden.

Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Webseite des Wegbetreibers.

Feldbergpass: Wasserfallsteig

Der ca. 12 Kilometer lange Weg führt vom Feldbergpass zur Wiesequelle und von dort über den Hebelweg hinab nach Fahl zum Fahler Wasserfall und schließlich bis nach Todtnauberg zum Todtnauer Wasserfall.

Und Wasser ist nicht nur bei den Wasserfällen zu erleben, auf weiten Strecken wird man von einem wildromantischen Bach begleitet. Abwechslungsreicher Wald und eine schöne Wiesenlandschaft sind weitere Merkmale dieses Weges, einige Aussichten runden das Wandererlebnis ab.

Der Wasserfallsteig ist zwar ein Streckenweg, aber durch gute stündliche Busverbindungen kommt man problemlos wieder nach Todtnau, bzw. an den jeweiligen Ausgangspunkt zurück.

Der Weg liegt in verschiedenen Schutzgebieten: Biosphärengebiet „Schwarzwald“, FFH-Gebiet „Hochschwarzwald um den Feldberg und Bernauer Hochtal“ (Natura 2000), Vogelschutzgebiet „Südschwarzwald“ (Natura 2000) und NSG „Feldberg“.

Schon gewusst?

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Fahler Wasserfall

Das Wasser des „Fahler Wasserfalls“ fällt 50m zu Tal.

Das Quellgebiet des Rotenbachs liegt am 1386 m hohen Stübenwasen. Der Rotenbach mündet in Fahl in die Wiese und später in den Rhein.

 

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Todtnauer Wasserfall

Das Wasser des „Todtnauer Wasserfalls“ fällt 97 Meter zu Tal.

Das Quellgebiet des Stübenbaches liegt am 1.386 Meter hohen Stübenwasen.

Deutsches Wanderinstitut

Der Premiumwanderweg „Wasserfallsteig“.

Gernsbach: Sagenweg

Rund um Gernsbach sowie und im gesamten Murgtal findet sich ein reicher Schatz an Sagen und Geschichten, die sich mit der Herkunft der Flur- und Ortsnamen beschäftigen. Sie geben aber auch einen Hinweis darauf, wie sich die Menschen in früherer Zeit Natur- und Himmelserscheinungen erklärten.

Der Sagenweg führt in den steilen Hängen des Murgtales über verschiedene Stationen, an denen Sagen und Geschichten aus der Region vermittelt werden. Da sind

  • der Grafensprung mit Blick auf die Murg
  • das Schloss Eberstein
  • eine Erzgrube

und einiges mehr.

Markiert mit dem Symbol eines Teufelchens ist dieser Weg auch für das Wandern mit Kindern zu empfehlen. Aufgrund der erheblichen Steigungen sollte man schon etwas Kondition mitbringen.

Charakteristisch sind seine vielen schmalen Pfade, die die einzelnen Stationen miteinander verbinden. Damit ist der Weg allerdings auch nicht für Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer geeignet

Die Stationen

An dieser Stelle soll sich in früherer Zeit die Klause eines Einsiedlers befunden haben. Eines Nachts klopfte ein „junges, hübsches Weib in einem feingewobenen Gewande“ an seine Hütte und bat um Zutritt, aber nur wenn er das Kreuz entferne. Der Klausner geriet in Versuchung. Plötzlich erscholl aus einer nahen Eiche der helle Silberton eines Glöckchens, und das verführerische Bild der jungen Frau verschwand. Aus Dankbarkeit errichtete der Einsiedler eine Kapelle. Die heutige Kapelle erbaute Großherzog Leopold von Baden 1852.

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Eine alte Geschichte besagt, dass vor langer, langer Zeit ein Engel Gottes auf diesem Felsen erschien, um die Bewohner des Tals, die vom Teufel in Bann gezogen waren, wieder auf den rechten Weg zu führen. Er predigte von einem herausragenden Felsen nahe der Burg der Ebersteiner. Darüber ärgerte sich der Teufel sehr, und er schwang sich wutschnaubend ins hohe Gebirge. Dort warf er mit schweren Steinblöcken um sich. Sein Rumoren war so laut, daß die Worte der Wahrheit, die der Engel verkündete, nicht mehr zu hören waren. Doch den Einzug des Christentums ins Murgtal konnte er damit nicht verhindern, nur die Namen Engelskanzel und Teufelsmühle künden noch heute von diesen uralten Zeiten.

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Die Menschen im Mittelalter glaubten, dass an diesem Platz besondere Kräfte wirkten und erzählten von seltsamen Erlebnissen. Der Platz vor dem alten Brunnen soll auch zu geselligen Treffen gedient haben. Eine Geschichte erzählt von dem Grafen von Eberstein, der von der Straße hier herunter gestürzt sein soll. Er behauptete, ein Geist sei ihm erschienen. Dieser habe ihm das Pferd scheu gemacht und ihn abgeworfen. Aber vielleicht war er zuvor zu lange im Wirtshaus gesessen und konnte sich nicht mehr richtig auf dem Pferd halten?

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Der Dichter August Kopisch verewigte die Sage um den Grafensprung in einem bekannten Gedicht:

“Die Württemberger schlossen ihn ein:
Was tat Wolf Eberstein?
Er ritt von der Burg
hinab an die Murg
zum steilsten Rand der Felsenwand.

Da war die Welt von Feinden rein,
da sprengt er in die Murg hinein:
erhalte Gott Dich, Eberstein.
So kecke Flucht bringt keine Schmach,
die Feinde selber jauchzen nach.
Er kam herab ohn´ Ungemach.
Fort ritt er dann, frei war der Mann.
Seh´ einer, ob er´s auch so kann.”

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Reich ist der Sagenschatz rund um Schloss Eberstein und das daraus stammende Grafengeschlecht der Ebersteiner. Da gibt es Helden wie den wagemutigen Wolf von Eberstein, den Klosterstifter Bertold oder den liebestollen Wolfheiner.

Überliefert ist auch die Sage, wie die Ebersteiner zu ihrem Wappen kamen. Nach dem Überbringen einer wichtigen Botschaft des Kaisers nach Rom erhielt der Graf von Eberstein vom Papst eine Rose aus glänzendem Gold. Als der Graf auf sein Schloss zurückkam, erwachte die Rose zum Leben und gedieh prächtig. So fand die Rose Eingang in sein Wappen.

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Aus alten Geschichten ist überliefert, dass hier der Eingang zu einem unterirdischen Palast der Erdmännlein sei, die im Innern des Gernsbergs einen großen Gold- und Silberschatz hüten. In vielfältigen Varianten sind die Geschichten der hier beheimateten Zwerge überliefert. So sei einst eine Hebamme von den Zwergen mit einem Taler entlohnt worden, der dafür sorgte, dass ihr niemals das Geld ausging.

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Bei der schönen Aussicht drängt sich ein Blick in den nahe gelegenen Rockertwald auf der gegenüberliegenden Murgseite geradezu auf.

Diesen Blick genoss auch in fernen Zeiten die Gräfin von Eberstein. Sie wollte unbedingt diesen Wald besitzen und versuchte, sich diesen mit einer List anzueignen.

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agsdi-file-pdf

Gernsbach

Flyer „Gernsbacher Sagenweg“

Webseite Gernsbacher Sagenweg

Alles und noch viel mehr über den „Gernsbacher Sagenweg“.

Glasträgerweg

Auf Spurensuche der Schweizerträger

Die Wegstrecke

Der Glasträgerweg ist ein ca. 140 Kilometer langer Themenweg von Todtnau-Aftersteg über den Feldberg, Schluchsee, St. Blasien, Todtmoos und weiter über den Hotzenwald nach Herrischried und Rickenbach bis Laufenburg am Hochrhein.

Der Weg wurde im Zeitraum 2000 – 2001 durch eine private Initiative errichtet.

Der Glasträgerweg ist offiziell in neun Tagesetappen unterteilt:

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Etappe 1

Aftersteg – Stübenwasen – Feldberg – ÄuleVon Baiersbronn bis Mitteltal.

22 km

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Etappe 2

Äule – Altglashütten – Lenzkirch 

16 km

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Etappe 3

Lenzkirch – Glashütte – Sommerau

14 km

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Etappe 4

Sommerau – Rothaus – Seebrugg – Blasiwald

12 km

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Etappe 5

Blasiwald – Muchenland – St. Blasien

15 km

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Etappe 6

St. Blasien – Bernau – Todtmoos

25 km

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Etappe 7

Todtmoos – Herrischried

13 km

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Etappe 8

Herrischried – (Hütten) – Rickenbach

11 km

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Etappe 9

Rickenbach – Wieladingen – Laufenburg

12 km

Begleitbuch

Ausführliche Informationen über den Glasträgerweg und die Glasherstellung im südlichen Schwarzwald enthält das offizielle Begleitbuch:

„Der Glasträgerweg. Auf den Spuren der Glasträger durch den Schwarzwald“, 132 Seiten, Schillinger Verlag Freiburg, 2001 (Herausgeber: Planungsteam Glasträgerweg, c/o Landratsamt Waldshut). – Hinweis: Beim Landratsamt Waldshut sind noch geringe Restbestände des Buches erhältlich (Stand: Februar 2021).

Streckenführung

Bei der Festlegung der Wegstrecke hattte sich das Planungsteam vorwiegend an den Wegweisern des Schwarzwaldvereins orientiert (blaue Raute). Das Wegsystem des Schwarzwaldvereins wurde ab 2000 jedoch sukzessive neu ausgeschildert.

  • Die gelbe Raute markiert beispielsweise örtliche Wanderwege.
  • Die blaue Raute markiert regionale Wanderwege, die bekannte Orte und Landschaften verbinden und das Wegenetz der Fernwanderwege ergänzt.

Der Glasträgerweg verläuft nicht durchgehend auf historischen Strecken der Glasträger, weil sich diese aufgrund der periodischen Verlegung der Glashütten änderten. Im Begleitbuch werden bei jeder Etappe auch alternative Streckenvarianten oder auch diverse Abstecher beschrieben, so dass die Tour auch länger ausgestaltet werden kann.

Entscheidend bei der Konzeption war vielmehr der Gedanke, Standorte ehemaliger Glashütten zu verbinden und dabei zudem das Leben der Glasträger nachvollziehbar werden zu lassen.

Zu beachten

Der in der Karte dargestellte Streckenverlauf wurde anhand der Beschreibungen im Begleitbuch, aber auf Basis des neuen Wanderstreckennetzes rekonstruiert. Abweichungen zur Original-Wegführung sind möglich. Unabhängig davon sollte bei einer sorgfältigen Vorbereitung einer erlebnisreichen und informativen Tour aber nichts im Wege stehen.

Der Glasträgerweg wird heute – offenbar aus Desinteresse der Anliegerkommunen – nicht mehr als Gesamtweg touristisch beworben und dadurch – mutmaßlich – auch nicht mehr gewartet. Der Streckenzustand und die Qualität/Vollständigkeit der Beschilderung sind mir nicht bekannt. Mittelfristig ist offenbar eine Reaktivierung geplant. Wer daran glaubt muss warten ….

Schon immer fasziniert von den alten Waldberufen der Harzer, Köhler, Flößer und Holzhauer wollte Frank J. Ebner, Berufsberater aus Waldshut, als leidenschaftlicher Wanderer in innerer Verbundenheit zu seiner Heimat, einen eigenen Beitrag zum Gedenken an einen alten, aber in der Bevölkerung wenig bekannten traditionellen Berufsstand leisten.

Die Faszination um das geheimnisvolle Schwarzwaldglas und die schillernde Figur des Glasträgers weckten in ihm den Wunsch, mit einem prallgefüllten Rucksack bepackt die ehem. Standorte der Schwarzwälder Glashütten aufzusuchen. Es mangelte aber an weiterführenden Erklärungen zur Entstehung des Glases, der Geschichte der Hütten, des Trägerwesens und Informationen zu den jeweiligen Regionen.

Und so entstand die Idee des Glasträgerweges:

„Durch fundierte, abwechslungsreich aufbereitete Informationen soll der Wanderer ein bedeutendes Kapitel Schwarzwaldgeschichte erleben. Auf einer Tour durch die schönsten Gegenden des Südschwarzwaldes sollte der Weg zu den ehemaligen Glashütten, aber auch zu den heutigen Glasmachern führen, wo es noch etwas zu sehen geben würde“.

Ebner konnte spontan zwei regionale Glasexperten und einen Historiker für das Projekt begeistern. Unterstützt durch weitere Interessenten aus der Region bildete sich bald das „Planungsteam Glasträgerweg“, das mit Unterstützung der beteiligten Gemeinden die Planung und Umsetzung des Glasträgerweges ehrenamtlich umsetzte. Die Hauptaufgaben waren:

  • Ausarbeitung des Wegverlaufs
  • Bestückung von Schauvitrinen in Gaststätten
  • Erstellung Infotafeltexte
  • Erstellung von Rekonstruktionen
  • Ausgestaltung von Glas(träger)abteilungen in Museen
  • Erstellung Begleitbuch

Vor dem Hintergrund, das touristische Wanderangebot im Südschwarzwald zu erweitern, wurde das Projekt durch die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach und Waldshut und die EU-Gemeinschaftsinitiative Leader II finanziert.

Gründungen

Die ersten Glashütten im südlichen Schwarzwald wurden im 13. Jahrhundert gegründet. Die urkundlich nachweisbar ersten Glashütten waren die Gründungen der Glashütten und Hütten bei Altenschwand. Vom 14. bis 16. Jahrhundert folgten weitere Gründungen im gesamten Schwarzwald.

Wo nicht geflößt werden konnte waren die Glashütten die einzigen Abnehmer von Holz, da dieses in großen Mengen benötigt wurde. Insgesamt sind im südlichen Schwarzwald mindestens 90 Glashütten bzw. Glashüttenstandorte nachgewiesen (im gesamten Schwarzwald mindestens 192).

Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Hüttenstandortes waren neben Wasser v.a. reichliche Holz- und auch Sandvorkommen.

Glasherstellung

Zur Glasherstellung wurden benötigt:

  • 60 Gewichtsanteile (GT) Kieselsäure (Sand/Quarz)
  • 30 GT Pottasche
  • 10 GT Kalk oder Kalkstein

Das Holz wurde nicht nur zur Befeuerung des Ofens benötigt, sondern in erster Linie zur Herstellung von Pottasche, die erforderlich war, um die Schmelztemperatur des Sandes von ca. 1.700 °C auf etwa 900 °C bis 1.100°C herabzusetzen. Den Kalk benötigte man als Stabilisator.

Das Waldglas war durch Verunreinigungen des Rohstoffs Sand mit unterschiedlichsten Metalloxiden in der Regel grün, bräunlich oder leicht grau gefärbt. Als man in Venedig herausgefunden hatte, dass man die ungewollte Grünfärbung mit Manganverbindungen (Braunstein), der „Glasmacherseife“, verhindern konnte, begann der Siegeszug des „gewaschenen“ Glases – auch im Schwarzwald. Schon 1516 unterscheidet man das „luter glas“ (lauteres, geläutertes, reines, farbloses Glas) im Gegensatz zum „geferbt glas“, was sich dann auch in der Unterscheidung zwischen dem „edleren Tafelglas“ zum „einfacheren“ Waldglas niederschlägt. Braunstein ist die Sammelbezeichnung für Mangan-Minerale und synthetisch hergestellte Manganoxide mit einer ungefähren Zusammensetzung von MnO1,7 bis MnO2. Der Name Braunstein stammt aus dem Mittelalter, er ist auf die braune Farbe zurückzuführen, die man beim Glasieren von Tonwaren mit Manganoxiden erhält. Braunstein wurde im Schwarzwald beispielsweise bei Gremmelsbach oder in der Grube Rappenloch bei Eisenbach im Hochschwarzwald, ca. 6 km NE von Titisee-Neustadt gefördert.

Herkunft der Rohstoffe:

Bei der Glasherstellung wurden weitgehend einheimische Rohstoffe verwendet. Als Quarz-Rohstoff dienten Milchquarz aus dem Kristallin des Schwarzwaldes oder meist tertiäre Quarzsande aus den Randgebieten des Schwarzwaldes. Alpine Gerölle aus den Moränen und Rheinschottern sowie Feuerstein kamen seltener zum Einsatz.

Der Kalkstein konnte ebenfalls aus den Randgebieten des Schwarzwaldes (Vorbergzone, Neckargebiet, Schwäbische Alb) beschafft werden.

Holzverbrauch:

Für die Herstellung von 100 kg Glas wurden anfänglich 200 m³ (!) Holz benötigt, später waren es noch knapp über 100 m³. Bei einem Jahresholzverbrauch von 5.000 bis 7.000 Ster pro Glashüttenstandort war der zugeteilte Wald oft in einem Zeitraum von 10 bis 20 Jahren gerodet und die Hütte musste dem Wald nachziehen.

Hüttenplatz

An einem Hüttenplatz befanden sich mehrere Öfen: Zur Vorbereitung, zum Vorheizen (Fritten) und zum Kühlen.

An einem Ofen arbeiteten meist 8 bis 10 Glasbläser, mit je zwei bis drei Gehilfen. Der Glasofen wurde gemeinsam befeuert, aber jeder Glasmacher hatte seinen eigenen Glashafen, aus dem er das Glas für seine Produkte entnahm. Dazu kamen Schürer, die für das Feuer der Schmelze zu sorgen hatten, Pottaschemacher, Träger in der Hütte, Holzfäller und Fuhrleute.

Niedergang

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bestanden nur noch wenige Glashütten im Schwarzwald. Die letzten Hütten im Nordschwarzwald schlossen in den 1870er und 1880er Jahren, Äule schloss 1878, lediglich die Hütte Wolterdingen rettete sich noch knapp in das nächste Jahrhundert, um 1905 dann aber auch zu schließen.

Gründe für das Ende der vorindustriellen Glashütten im Schwarzwald waren v.a.

  • Holzmangel
  • steigende Holzpreise durch konkurrierende Industrien, v.a. Eisenwerke
  • neue Ofentechniken (Befeuerung mit Steinkohle)
  • Ersatz der Pottasche durch industriell hergestelltes Soda (Wegfall Standortfaktor Wald)
  • ungünstige Lage
  • Konkurrenz durch hochwertige Waren aus Böhmen, Schlesien etc.

Spurensuche

Welche Spuren der einstigen Glasproduktion im Südschwarzwald sind heute noch zu erkennen? Zahlreiche Familien- und Orts-/Gewannnamen weisen noch heute auf die frühere Glasherstellung im Schwarzwald hin.

Der Glasträgerweg soll helfen solche Spuren zu entdecken, v.a. soll er aber die Erinnerung an dieses alte Handwerk erhalten.

Als im ausgehenden Mittelalter die ersten Glashütten im südlichen Schwarzwald entstanden musste auch sichergestellt sein, dass die Waren von den meist abgelegenen Glashütten zum Abnehmer gelangten.

Erste Belege

Aus dem Umkreis der Glashütten von Kandern und Wambach (Kreis Lörrach) findet man aus dem 16. Jahrhundert erste Belege für die Existenz Schwarzwälder Glasträger, die aus dem Unterelsass eingewandert waren.

 

Aufgabe

Es lag an den Glasträgern, die zerbrechlichen Waren sicher zu den Abnehmern zu bringen. Dazu besaßen sie „Truckhen“, „Krätzen“, „Grätzen“ oder „Krätten“, also Rückentragen, die bis über den Kopf reichten und so ausreichend Stauraum boten.

Mit Rückentrage und  schwerem Eisenstock, Geldkatze und einem Messer zogen die Glasträger über mehrere Jahrhunderte über den Schwarzwald zu ihren Niederlassungen und Kunden. Kräftige, willensstarke „Wälder“, die auf unzähligen Fußmärschen – teilweise bis jenseits der Alpen – den damit verbundenen Strapazen, Entbehrungen und Gefahren von Überfällen und Naturgewalten trotzen mussten. Hinzu kam die  Unsicherheit des geschäftlichen Erfolgs.

 

Wagentransport

Als in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Glaswaren erstmals mit dem Pferdefuhrwerk transportiert wurden, konnten fortan größere Mengen Glas und auch andere Waren wie Strohhüte, Holz- und Haushaltswaren verkauft werden. Verdienst und Prestige der Glasträger stiegen.

 

Handelsgesellschaften

In diese Zeit fällt auch die Bildung einer ersten Genossenschaft der Glasträger, die „große Compagnie“, die den Vertrieb der Waren straffer und effektiver als zuvor organisierte. Zahlreiche Niederlassungen, Geschäfte und Lager erleichterten es den Glasträgern nun, außerhalb der Schwarzwälder Heimat ihren Handel zu führen.

Um 1740 teilte sich die große Kompanie in einzelne Handelsbezirke, so entstanden die

  • Pfälzerträger mit einem Absatzgebiet über das Kinzigtal bis in die Ortenau und weiter bis Karlsruhe, Mannheim und Darmstadt
  • Elsassträger mit einem Absatzgebiet vom Elsass und Sundgau bis nach Lothringen
  • Württembergerträger mit einem Absatzgebiet im gesamten Herzogtum, später Königreich, Württemberg
  • Schwabenträger mit einem Absatzgebiet im Bodenseeraum und Oberschwaben
  • Schweizerträger mit einem Absatzgebiet von Äule über den südlichen Schwarzwald und Hotzenwald bis zum Hochrhein und in die  Schweiz

 

Ehrenkodex

Vor dem Hintergrund einer fast ganzjährigen Trennung der Glasträger von ihren Familien versuchten die einzelnen Glasträgerkompanien durch strenge moralische Grundsätze ein sparsames Leben zu fördern und die Gefahr zu verringern, dass der Glasträger unterwegs dem Vergnügen nachging, während zuhause Frau und Kinder auf ihn warteten.

Den Mitgliedern der Pfälzer Kompanie wurde 1782 „alles Spillen, Tantzen, Vollsaufen, Kegeln, Billiar, Comedi, alle schlechten Gesellschaften bei Nacht“ bei empfindlichen Strafen verboten.

Ähnliche Einschränkungen stellten auch die übrigen Kompanien für ihre Mitglieder auf (z.B. „nächtliches Umherschwärmen“ sowie „Tabakrauchen in Magazinen und Läden“).