Seite wählen

Übersicht

Geotop-Lehrpfad Lindle

Geotop-Lehrpfad Kühstein

Geotop-Lehrpfad Klosterberg

Geotop-Lehrpfad Kalvarienberg Wörnitzstein

Geotop-Lehrpfad Kalvarienberg Gosheim

Geotop-Lehrpfad Glaubenberg

7-Hügel-Weg

Die Entstehung des Rieskraters

Geotop-Lehrpfad Lindle

Der Geopark-Lehrpfad durch das Erlebnis-Geotop Lindle offenbart geologische, naturkundliche und besiedlungsgeschichtliche Besonderheiten des Rieses.

13 Informationstafeln begegnen den Besuchern auf dem Rundweg. Zudem bieten eine Aussichtsplattform, ein Turm und fünf weitere Aussichtspunkte bei guter Wetterlage eine herrliche Sicht über das Steinbruchgelände, in den Rieskessel und auf die Riesränder.

Alternativ können Lehrpfad-Besucher auch eine kürzere Variante mit 1,8 km Länge wählen.

Geotop-Lehrpfad Kühstein

Die Geotope Kühstein liegen in der sogenannten Megablockzone des südlichen Rieskraterrandes.

Acht Ereignistafeln entlang des zugehörigen Lehrpfades zeigen die Prozesse des Meteoriteneinschlags vor 14,5 Millionen Jahren.

Am Buchberg eröffnet sich ein großartiges Panorama auf das Ries und seinen Inneren und Äußeren Kraterrand. Ein Panoramafoto des Dorfvereines Mönchsdeggingen e.V. und der Gemeinde erläutert die Aussicht. Zudem werden entlang des Rundweges die Geologie, naturkundliche und besiedlungsgeschichtliche Besonderheiten des Rieses wie auch von Mönchsdeggingen auf Ereignistafeln veranschaulicht.

Geotop-Lehrpfad Klosterberg

Entlang des Geopark Lehrpfads werden auf sieben Tafeln geologische, naturkundliche und kulturhistorische Besonderheiten veranschaulicht.

Beim Genuss des Ausblicks über die Kraterlandschaft vom Hahnberg aus informiert ein Panoramafoto mit Erläuterungen.

Die Aufschlüsse in den Geotopen Klosterberg, Maihingen, gewähren Einblicke in den tiefen geologischen Untergrund der Region: Hier, am nordwestlichen Rand des Primärkraters, treten Gesteine aus dem kristallinen Grundgebirge zutage.

Der Lehrpfad führt durch das landschaftlich herrliche Mauchtal zu den beiden ehemaligen Kristallin-Steinbrüchen Langenmühle I und II und weiter zum Steinbruch Hahnberg, wo ein fossiles Algenriff des ehemaligen Rieskrater-Sees aufgeschlossen ist.

Geotop-Lehrpfad Kalvarienberg Wörnitzstein

Das Geotop Kalvarienberg Wörnitzstein liegt mitten im geologischen Trümmerfeld. Hier sind die beim Meteoriteneinschlag ausgeschleuderten Gesteinsbrocken als sogenannte Bunte Trümmermassen niedergegangen.

Auf vier Infotafeln entlang des zugehörigen Lehrpfads werden der erhebliche Einfluss der Auswurfmassen auf die Umgestaltung der Landschaft sowie naturkundliche und besiedlungsgeschichtliche Besonderheiten erläutert.

Vom Sendenberg aus bietet sich eine schöne Aussicht ins Donautal mit Donauwörth, dem Schellenberg und dem Kloster Heilig Kreuz, sowie ins Wörnitztal, auf Ebermergen, die Rauhe Bürg und den Großen Hühnerberg.

Geotop-Lehrpfad Kalvarienberg Gosheim

Das Geotop Kalvarienberg bei Gosheim bietet Einblicke in die „Ries-Tektonik“ am östlichen Kraterrand.

Östlich von Gosheim gelegen, im Übergang des Rieskraters zur Monheimer Alb, in der sogenannten Megablockzone zwischen Innerem Kraterring und Äußerem Kraterrand, erklären entlang des zugehörigen Lehrpfads sieben Ereignistafeln geologische und naturkundliche Phänomene. Zwei Sitzgruppen laden zwischendurch zu einer Vesper und zum Verweilen ein.

Ein kulturgeschichtliches Highlight ist der Kreuzweg aus dem 19. Jhd., der vorbei an einer Kapelle wieder zum Startpunkt des Geopark-Lehrpfads führt. 

Geotop-Lehrpfad Glaubenberg

Das Geotop Glaubenberg liegt in einer ausgeprägten Hügelkette (Megablock-Zone) zwischen Innerem Kraterring und Äußerem Kraterrand, südlich von Großsorheim, nahe der Stadt Harburg.

Vier Ereignistafeln entlang des zugehörigen Lehrpfades zeigen die Prozesse des Meteoriteneinschlags vor 14,5 Millionen Jahren.

Kalkige Relikte des ehemaligen Rieskratersees, Sande eines ehemaligen Flusslaufs oder mächtige Gesteinsschollen verbildlichen die „Biographie“ des Rieses. Ein Panoramablick lädt zum Genuss des Ausblicks über die Kraterlandschaft ein.

7-Hügel-Weg

Der Rundwanderweg verknüpft geologische, archäologische und kulturhistorische Besonderheiten. Durch die Wegführung, die sieben markante Erhebungen des südöstlichen Rieses berührt, bieten sich immer wieder Rundblicke über den gesamten Meteoritenkrater.

Sieben Ereignistafeln informieren über Geologie, Besiedlungsgeschichte und frühere Nutzung der Landschaft entlang des Weges.

Die Entstehung des Rieskraters

Vor 14,5 Millionen Jahren rast ein etwa 1 km großer kosmischer Körper (Asteroid), begleitet von einem 150 m großen Trabanten, auf die Erde zu. Beide schlagen mit einer Geschwindigkeit von über 70.000 km/h auf der Albhochfläche ein und erzeugen zwei Krater mit Durchmessern von 24 km und 4 km:

Das „Nördlinger Ries“ und das „Steinheimer Becken„.

Bei Drücken von mehreren Millionen bar und Temperaturen über 20.000˚C verdampfen der Asteroid und Teile der Gesteine  bzw. werden aufgeschmolzen. Eine Druckfront (Stoßwelle) bewegt sich mit Überschallgeschwindigkeit durch das tiefere Gestein, verändert es und führt durch eine Schockmetamorphose zur Bildung von Hochdruckmineralen wie Coesit und Stishovit (Quarz) sowie Diamant (Kohlenstoff).

In den ersten Sekunden nach dem Einschlag entsteht eine über 4 km tiefe Kraterhohlform. Die ausgeschleuderten Gesteinsmassen bilden bis in eine Entfernung von 50 km eine geschlossene Auswurfsdecke (Bunte Trümmermassen). Zeitgleich schießt eine heiße Glutwolke über dem Krater in die hohe Atmosphäre. Der tiefe Krater besteht nur wenige Sekunden.

Im Kraterboden werden die kristallinen Gesteine des Grundgebirges freigelegt, der Kraterboden wölbt sich auf. Gleichzeitig brechen vom übersteilen Kraterrand Gesteinsschollen ab und vergrößern dadurch den Krater, der ursprüngliche Kraterrand wir immer undeutlicher, der Krater sebst verflacht.

Nach wenigen Minuten sind alle Gesteinsbewegungen beendet. Die Glutwolke kollabiert und lagert mehrere 100 m mächtige heiße Gesteinsmassen im Krater und auch in isolierten Bereichen außerhalb des Kraters ab (Suevit).

Im Umkreis von 100 km oder mehr war alles pflanzliche und tierische Leben bereits durch die enorme Druck- und Hitzewelle ausgelöscht worden.

Ries-See

Im Krater selbst bildete sich ein abflussloser See, der sog. Ries-See, der überwiegend von Niederschlägen innerhalb des Kraters und seiner nächsten Umgebung gespeist wurde.

Direkt nach dem Impaktereignis füllte sich der Krater zunächst durch sintflutartige Regenfälle. Im Becken sammelten sich mächtige Schlamm- und Schuttströme aus zusammengeschwemmten Gesteinstrümmern der Auswurfmassen. Der aus den gelösten Mineralstoffen der Riestrümmermassen stammende Salzgehalt im See wird durch Niederschläge nur langsam verdünnt, so dass über längere Zeit ein Salz-(Soda-)See bestand.

Ursprünglich reichten die Ablagerungen des Ries-Sees mehr als 100 m über die heutige Riesebene. Der Krater war spätestens ab dem Obermiozän weitgehend aufgefüllt. Erst durch die Erosion während des Eiszeitalters wurde die heutige Kraterform wieder sichtbar.

Mehr erfahren …