Hubquelle (36°C)

Ottersweier-Hub

Die Hubquelle liegt auf dem früheren Gelände des Hubbades, heute Pflege- und Betreuungszentrum „Hub“ des Klinikums Mittelbaden.

Die Thermalquellen „in der Hub“ entstanden mutmaßlich aufgrund tektonischer Bewegungen bei einem Erdbeben um 1470.

Im Brunnenhaus läuft das Wasser in einen Trinkbrunnentrog aus rotem Sandstein. Früher wurde das Wasser über Deicheln ins Badehaus geleitet.

 

Der Anfang der 2020er Jahre noch vorhandene Doppelauslauf im Brunnenhaus wurde zwischenzeitlich durch ein schmuckloses Edelstahlrohr getauscht.

 

Das 36°C warme Thermalwasser tritt, artesisch gespannt, aus einer 44 m tiefen Bohrung hinter dem Gebäude frei bis an die Oberfläche auf, also ohne Pumpenbetrieb.

Foto: Brunnenbohrung hinter dem Brunnenhaus Hubquelle (Juni 2023)

Das kostbare Wasser wird heute leider nicht mehr genutzt.

Der Überlauf aus dem Trinkbrunnen verschwindet direkt in einen Straßengully vor dem Brunnenhaus in die Kanalisation.

Foto: Auslauf Thermalwasser in den Straßengully vor dem Brunnenhaus Hubquelle (März 2024)

Tschüß und Adé.

Heilwasser für die inneren Organe

Natrium:    653 mg/l

Calcium:    225 mg/l

Chlorid:     1.002 mg/l

Sulfat:       479 mg/l

Fluorid:     2,92 mg/l

Lithium:    4,59 mg/l

Kalium:     35,5 mg/l

Arsen:       0,08 mg/l

Das Bad Hub (Hubbad oder „die Hub“)

Die Hub ist seit 1475 urkundlich als Bad nachgewiesen.

Der erste Badbesitzer war Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (1425-1476). Die von ihm ausgestellte Badeordnung ist eine der erste Badeordnungen in Deutschland überhaupt.

1722 erwirbt die badische Markgräfin Sibylla Augusta, die Ehefrau des „Türkenlouis“. Das Bad Hub wurde so Privatbesitz des Hauses Baden.

1810 kauft Friedrich Gottfried Kampmann (1771-1844) aus Straßburg das Bad Hub und lässt es im folgenden Jahr von Friedrich Weinbrenner (1766-1826) völlig neu gestalten.

 

Weinbrennerhaus

Das nach ihm benannte Weinbrennerhaus (1811) ist das bedeutendste Gebäude der Hub. Es bildet eine vierflügelige Anlage im klassizistischen Stil mit einem Innenhof.

In den 70 Fremdenzimmern konnten im Sommer über 100 Kurgäste aufgenommen werden.

Nachdem der Badebetrieb nach 1870 zum Erliegen kam, wurde 1873 von den Großkreisen Karlsruhe und Baden in der Hub eine Kreispflegeanstalt eingerichtet.

2006 wurde das Weinbrennerhaus von der Stiftung Hub übernommen, nach alten Plänen grundlegend saniert und zum Palliativzentrum umgebaut.

Foto: Weinbrennerhaus des ehem. Hubbades (Februar 2026)

Eine weiterer Thermalbrunnen in der Hub befindet sich im Innenhof des Weinbrennerhauses mit seinen klösterlich anmutenden Kreuzgängen.

Foto: Thermalwasser-Trinkbrunnen im Innenhof des Weinbrennerhauses (Juni 2023)

Diesem Ambiente angemessen läuft das Thermalwasser hier aus einen kunstvoll gestalteten gusseisernen Trinkbrunnen.

Der Zweiröhrenbrunnen aus dem 18. Jahrhundert steht direkt vor dem Eingang zum ehemaligen Kursaal. Seit der Umwidmung des Hubbades zu einem Pflegeheim (1873) befindet sich in diesem Gebäudetrakt eine Kirche.

 

Das Thermalwasser läuft in einem – im doppelten Sinne – gesunden Strahl in zwei kleine runde Becken.

Foto: Thermalwasser-Trinkbrunnen im Innenhof des Weinbrennerhauses (Juni 2023)

Erbauer des Brunnens ist laut Aufschrift das

 

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