„Die Bäume haben in diesem torfigten Boden meist ein zerkümmertes Ansehen, besonders in der Nähe des Mumelsees. Sein Bord ist, wie das Ufer der Lethe, öd und abgeschieden – die Fichten und Tannen ringsum senken ihre Häupter zur Erde, und sterben schon in ihrer Jugend hin. Kein Laut unterbricht die ewige Stille, nur daß tief unten im Thal melancholisch ein Quell murmelt. Immer unbewegt ist der schwarzbeschattete Spiegel des Wassers, das nahe am Ufer mit Torf bedeckt ist, und auf welchem die gelbe Seerose (Nymphea luthea) ihre breiten Blätter entfaltet. Auch blüht hier das Sonnenthau (Dunsera rotundifolia), das Wollgraß (Eriophorum vaginatum) und die Torfbinse (Scirpus cespitosus). Es ist hier der Aufenthalt der Betrachtung, der Wehmuth und der Dichtung.

Das Romantische knüpft sich immer an die seltenern Erscheinungen in der Natur. Von diesem See leben in dem Munde der umwohnenden Landleute eine Menge Sagen. Ehemals war er, ihren Erzählungen nach, von Seefräulein bewohnt, die in jener guten alten Zeit gar freundlich mit ihren Nachbarn umgingen…“