Seite wählen

Wer die Geologische Wanderung Bärschwil macht, macht sich auf eine Reise in die Vergangenheit. In schönster Landschaft lernt man hier die Entstehung des Faltenjuras kennen, wandelt über einstigen Meeresgrund, erhält Einblick in die Geologie der Umgebung, ihre Zusammensetzung aus Gestein, Kalk und Ton und erfährt Spannendes über die Bedeutung der Quellen ebenso wie über den Gipsabbau und das Kalkbrennen in früheren Zeiten.

Die Geologische Wanderung führt, gut ausgeschildert und fern von befahrenen Strassen, rund um Bärschwil, wo sich die Vorbourg-Falte vor Millionen von Jahren bei der Bildung des Juras über die Bueberg-Falte schob.

Die Wegweiser sind blau und tragen das Logo des Lehrpfades.

Der Lehrpfad beginnt bei der Postauto-Haltestelle Hölzlirank (beim Dorfteil Wiler) und führt im grossen Bogen über Wasserberg, Vögeli und Fringeli zum Dorf und von dort zur Station Bärschwil. Zum Teil benutzt er das wiederhergestellte Trassee der ehemaligen Gipsbahn.

An fünfzehn Stationen wird auf farbig gestalteten Informationstafeln auf geologische Besonderheiten am jeweiligen Standort hingewiesen.

Bärschwil eignet sich hervorragen für einen erdwissenschaftlichen Lehrpfad. Die hiesige Jurafalte, das sogenannte Vorbourg-Gewölbe, ist im halbklusartigen Talkessel von einer Bärschwil exemplarisch angeschnitten. Es tritt eine breite Palette verschiedenartigster Gesteine der Trias- und Jurazeit zutage.

Vom Hölzlirank steigt ein Mergelweg durch den Wald steil auf. Nach der Bürgergemeindehütte, bei Station 2, kann man alternativ zum Planetenweg Liesberg weiterwandern. Die Geologische Wanderung führt weiter bis zum Hof Wasserberg, wo man sich verpflegen und die wunderschöne Aussicht geniessen kann. Nach dem Hof Wasserberg gibt es entweder die Möglichkeit rechts die Kretenwanderung Retenberg abzulaufen oder dem geologischen Wanderweg bis zum Vögeli zu folgen, wo man Versteinerungen findet. Beim Oberfringeli vorbei beginnt der Abstieg Richtung Bärschwil. Dorf führt der Weg zurück zum Hölzlirank oder zum Bahnhof Bärschwil (ausser Betrieb, nur Postautohaltestelle).

Kalköfen Stritteren

Entlang der Wanderung lohnt sich ein Abstecher zu den Kalköfen Stritteren.

Die Infotafeln
Hölzlirank
Einführung, Untergrund, Gesteinsarten
Roti Flue
Varians-Schichten, Landschaft, Kalk und Wasser
Wasserberg
Oberer Malm, Jurafaltung, Quellwasser
Misteli
Kreislauf der Steine, Entwässerung, Panorama
Vögeli
Versteinerungen, Facies, Gesteine im Hang
Fringeli
Ton, Rutschungen, Oxford-Tone
Falchriedberg
Gebirgsbau, Hauptrogenstein
Hasel
Land und Meer, Leitversteinerungen, Entstehung des Lebens
Chriechbaumen
Gipskeuper, Gipsentstehung, Wasserversorgung
Mettlen
Rhät und Lias, Panorama, Boden
Schulhaus
Amanz Gressly (1814-1865)
Rote Brücke
Gipsbahn, Bohnerzformation, Eisengewinnung
Buechloch
Halbfenster von Bärschwil, Sinter, Eiszeiten
Schmelzi
Steine- und Erdenindustrie, Glasherstellung
Birs
Gebirgsbildung, Tongrube, Talgrundwasser

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Bärschwil

Geologische Wanderung: Die Informationstafeln entlang des Weges

agsdi-file-pdf

Bärschwil

Faltblatt „Geologische Wanderung Bärschgwil“