Glottertal: Entdeckerpfad Urgraben

Glottertal: Entdeckerpfad Urgraben

Ein spannend gestalteter Themenweg mit einer bequemen Kernrunde in der Talsohle und mehreren Wegvarianten. Die Tour auf dem Entdeckerpfad führt in viele aktuelle und historische Themenwelten des Glottertales.

Bitte beachten:  An der Wegstrecke finden Sie keine Text- bzw. Info-Tafeln. Die Informationen dazu gibt es in einem handlichen Booklet. Diese ist in der Tourist-Info bzw. den Infokästen am Abzweig zur Urgrabenvariante oder hier zum Download erhältlich. Bitte laden Sie die Broschüre schon am Start der Wanderung auf ihr Smartphone herunter, da die Internetverbindung auf der Urgraben-Variante streckenweise nicht ausreichend ist.

Der Wassergraben, der Geschichte schrieb

Glottertal an der Grenze zum Spätmittelalter

Wir schreiben das Jahr 1250 und im Tal hat die Jagd auf Bodenschätze begonnen. Die reichen Vorkommen an Blei-Silbererzen wecken Begehrlichkeiten bei den Grafen von Freiburg. Schon bald avancieren die Bergwerke im Glottertal zu den wichtigsten Silberminen der adeligen Herrscher.

Der lieblichen Schwarzwaldlandschaft drückt der Bergbau unweigerlich seinen Stempel auf. Die steilen Hänge im Bereich des heutigen Freibades, am Eichberg und im Lauterbachtal (das Gebiet zwischen Rehaklinik Glotterbad und Luser) bis hin zum Suggental, sind mit Stollen und Schächten regelrecht durchlöchert. Enorme Mengen Erdreich und Gestein werden ans Tageslicht gefördert und zu beachtlichen Halden aufgetürmt.

An einigen Stellen dringt der Bergbau bis unter die Talsohle vor. Und das bedeutet für die sowieso schon hart schuftenden Bergleute eine zusätzliche Plackerei. Muss doch das Grundwasser eimerweise und mühsam hoch ans Tageslicht geschleppt werden. Abhilfe ist gefragt und so reift die Idee zum Bau eines ebenso kühnen wie technisch anspruchsvollen Projekts: Die Konstruktion einer kilometerlangen Wasserleitung, heute bekannt als Urgraben.

Das Zuführen weiterer Wassermengen – es war notwendig um das Problem des Grundwassers in den Bergwerkstollen in den Griff zu bekommen – mag aus heutiger Sicht paradox erscheinen. Bei genauerer Betrachtung ergab es jedoch zur damaligen Zeit absolut Sinn. Der Urgraben versorgte eine eigens konstruierte Maschine mit Energie in Form von so genanntem Aufschlagwasser. Das mühsame Wasserschöpfen unter Tage gehörte fortan der Vergangenheit an.

Entlang der Urgraben-Variante des Entdeckerpfads lässt sich das historische Technikdenkmal in Form charakteristischer Landmarken und Geländeformen hautnah nacherleben. Und auch weitere Zeugnisse des Bergbaus sind im Glottertal bis heute präsent und flankieren den Streckenverlauf.

Textquelle: Booklet „Der Urgraben“, Tourist-Information Glottertal

 

Wegstationen
1: Schweizer Käse unter Tage

Lange Stollen und tiefe Schächte

Nach jahrzehntelangem Bergbau sind die Flanken des Kandel von zahlreichen Hohlräumen durchzogen. Die Arbeit der Bergleute fand unter Tage statt, tief im Inneren der steilen Berghänge – eine staubige und schweißtreibende Angelegenheit, vor Blicken weitgehend verborgen. Doch wer die Spuren an der Erdoberfläche zu deuten weiß, der findet auch heute noch eindrucksvolle Zeugnisse des Bergbaus. Denn immer wieder obsiegt Schwerkraft über Statik und bauliches Geschick, stürzen Stollen und Schächte in sich zusammen.

Dem Fahrer eines Unimogs bescherte dieses Phänomen einst ein Erlebnis mit Tiefgang – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Boden unter den Reifen seines Unimogs gab plötzlich nach und es tat sich ein Tagesbruch auf. Das an Front und Heck montierte Forstgerät verhakte sich am Rand der Grube und verhinderte zum Glück Schlimmeres. Der ausgebesserte Asphalt erinnert noch heute an diesen Bergschaden.

Gleich oberhalb dieses Standorts fällt außerdem eine große Vertiefung im Boden auf. Diese sogenannte Schachtpinge ist ebenfalls ein Gruß aus der Glottertäler Unterwelt. Entstanden ist sie durch das Einstürzen eines 100 Meter tiefen Bergbauschachts und dem anschließenden Nachsacken von großen Mengen Erdreich.

Textquelle: Booklet „Der Urgraben“, Tourist-Information Glottertal

2: Ein rustikaler Baumarkt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen die Bauarbeiten am Glottertäler Sanatorium. Die Errichtung von Alexanderbau und Carlsbau bescherte dem Glottertal gleich zwei Großbaustellen mit einem enormen Bedarf an Rohstoffen wie Holz und Stein. Eine Fahrt mit dem LKW in den nächsten Baustoffhandel war zu dieser Zeit keine Option. Und so bedienten sich die Bauherren regionaler Ressourcen und kurzer Lieferwege. Die Rohstoffe wurden möglichst nah an der Baustelle gewonnen und dort auch weiter verarbeitet. Um ökologische Aspekte ging es damals weniger. Das Vorgehen sparte vielmehr Zeit und Geld.

Einer der vielen Steinbrüche in der Umgebung ist an diesem Standort noch gut im Landschaftsbild zu erkennen.

Textquelle: Booklet „Der Urgraben“, Tourist-Information Glottertal

3: Der Fischbrunnenstollen

Ein geheimnisvoller Eingang in die Unterwelt. Im diffusen Licht ist ein Stollen auszumachen, der tief hineinführt in den Berg. Er durchquert taubes Gestein, also einen Bereich im Erdinneren, in dem keine wertvollen Bodenschätze zu erwarten sind. Trotzdem wurde dieser Stollen, genannt Fischbrunnenstollen, mit großer Mühe in den Felsen getrieben. Ein Vorhaben, das seinerzeit so aufwendig war, dass diese Art von Stollen auch als Erbstollen bezeichnet wird. Gemeint sind damit Stollen, die die Arbeit von Generationen erforderten und sich oft erst nach vielen Jahren rentierten.

Wozu also dieser immense Aufwand, die Schufterei und Gefahr beim Anlegen des Stollens? Antworten auf diese Frage finden sich weiter oben im Inneren des Berges. Um dort die wertvollen Blei- Silbererze abzubauen, galt es zunächst die Umgebung trockenzulegen. Und diese Funktion kam dem Fischbrunnenstollen zu. Er entwässerte die weiter oben liegenden mittelalterlichen Bergwerke. Ab der Sekunde des Durchschlags flossen die Bergwässer beständig ab und mussten nicht mehr aufwendig und kräftezehrend an die Erdoberfläche gehoben werden.

Der Fischbrunnenstollen wurde aus Sicherheitsgründen mit einem Gitter versehen. Man verpasst dennoch nichts, denn der Stollen ist nach einigen Metern eingebrochen und damit unpassierbar.

Textquelle: Booklet „Der Urgraben“, Tourist-Information Glottertal

4: Hier geht`s um Kohle

Eine topfebene Fläche mitten im Berghang? Genau, hier waren Menschen am Werk. Und zwar nicht erst gestern, sondern bereits vor etwa 800 Jahren. Die Bergleute arbeiteten sich damals tief in die Flanke des Kandel vor. Kubikmeter für Kubikmeter wurde das Gestein durch Stollen ans Tageslicht befördert und schließlich zu Halden aufgetürmt.

Im Glottertal lassen sich zahlreiche dieser menschengemachten Hügel in der Landschaft beobachten. Von einer Erhebung ist an dieser Stelle jedoch nichts mehr zu sehen, denn die Bergbauhalde wurde später eingeebnet und als Standort für einen Kohlemeiler genutzt. Passiert ist das frühestens 100 Jahre nach der Entstehung der Halde, denn Holz zum Verkohlen war bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts Mangelware. Ein radikaler Kahlschlag hatte den Wald verschwinden lassen und das Landschaftsbild im Glottertal fundamental verändert.

Textquelle: Booklet „Der Urgraben“, Tourist-Information Glottertal

5: Schicht im Schacht

Die Bergbautechnik hat sich weiterentwickelt, aber das Grundprinzip ist bis heute dasselbe geblieben. Eine Lagerstätte unter Tage wird entweder mittels eines horizontal verlaufenden Stollens oder durch einen senkrechten Schacht erschlossen. Doch kein Bauwerk ist für die Ewigkeit und so stürzen aufgelassene Bergwerke mit der Zeit ein. Fällt ein Schacht in sich zusammen, so entsteht an der Erdoberfläche eine Mulde in Form einer Schachtpinge, wie sie an diesem Standort zu sehen ist.

Mit offenen Augen lassen sich weitere Relikte einer längst vergangenen Zeit entdecken. In Richtung Tal zeigt sich eine vorgelagerte Halde, bestehend aus gefördertem Gesteinsmaterial.

Auf dem weiteren Weg bergauf fällt der Blick auf kleine weiße Steinchen. Es sind Reste der alten Bergbauhalden, bestehend aus dem abgebauten Barytgang. War der Baryt damals noch ein wertloses Abfallprodukt, so ist er heute ein begehrter Rohstoff. Ironischerweise findet der aus der Tiefe des Erdreichs geförderte Baryt ausgerechnet als Zusatzstoff für Tiefbohrtechniken Verwendung.

Textquelle: Booklet „Der Urgraben“, Tourist-Information Glottertal

6: Wasser marsch!

Lange Jahre endete der Urgraben an diesem Standort und das Wasser floss von hier aus direkt den Bergwerken zu. Als der legendäre Kanal im Jahr 1284 schließlich zum Suggental hin erweitert wurde, bedurfte es einer regelbaren Wasserverteilung.

Die Lösung war der Bau eines Verteilerbeckens genau an dieser Stelle. Mit beachtlichen 25 x 15 Metern wies die Konstruktion die Maße eines kleinen Schwimmbades aus. Eindeutig nachgewiesene Ablagerungen bestätigen dies. In Richtung Tal befindet sich der mächtige Erddamm.

Zu sehen ist davon heute nicht mehr viel und es bedarf einiger Fantasie, sich ein solch gewaltiges Wasserbecken an dieser Stelle vorzustellen. Teile der ehemaligen Anlage werden mittlerweile vom Forstweg überlagert und auch die anderen Bereiche des Verteilerbeckens sind über die Jahrhunderte mehr und mehr verlandet und versandet.

Textquelle: Booklet „Der Urgraben“, Tourist-Information Glottertal

7: Durchbruch der Technik

Der Verlauf des Urgrabens war kein Wunschkonzert! Vielmehr hatten sich die Erbauer im Mittelalter an Wasserangebot und -nachfrage zu orientieren. Wo war das kostbare Nass verfügbar und wo wurde es am dringendsten benötigt? Die Antworten auf diese Fragen waren maßgeblich für den Verlauf des Urgrabens auf seinen 22 Kilometern Länge.

Aber auch die Launen der Natur galt es dabei auf der Rechnung zu haben. An diesem Standort führt der heutige Wanderweg exakt auf der Trasse des ehemaligen Wassergrabens – und dieser musste damals kunstvoll um die Felsvorsprünge herumgeführt werden. Das Gestein wurde dafür von Bergleuten fachmännisch bearbeitet um das Wasser hindurchfließen zu lassen. So ist auch heute noch eindrucksvoll zu erkennen, dass die Breite des Urgrabens maximal einen halben Meter betrug.

Textquelle: Booklet „Der Urgraben“, Tourist-Information Glottertal

Infomaterialien

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Entdeckerpfad Urgraben

Booklet „Der Urgraben“

Sulzburg: Bergbaupfad im Sulzbachtal

NEU seit dem 24. Mai 2023

Die Tour ersetzt die frühere „Bergbaugeschichtliche Wanderung“.

Bei einer Wanderung auf dem Bergbaupfad mit seinen 15 Stationen kann man die Geschichte des über 1.000-jährigen Silberbergbaus im Sulzbachtal entdecken.

Der römische, mittelalterliche und neuzeitliche Bergbau auf Silbererz hat hier viele beeindruckende Spuren im Gelände hinterlassen, die man auf dem Bergbaupfad erwandern kann.

Auch die seit 993 bestehende Klosterkirche St. Cyriak und die ehemalige mittelalterliche Burg auf dem Schlossberg stehen vermutlich in Zusammenhang mit den Bergbautätigkeiten im Sulzbachtal.

Im Jahre 847 wird im Sulzbachtal erstmals eine Siedlung namens „Sulzibergenheim“ genannt. Bereits in der ältesten Urkunde zum Silberbergbau im Schwarzwald aus dem Jahr 1028 werden Silbergruben im Sulzburger Tal erwähnt.

Um das Jahr 1283 wurde Sulzburg durch die Herren von Üsenburg zur Stadt erhoben. Das Wappen der Stadt Sulzburg aus dem Jahr 1283 zeigt eine Bergbaudarstellung und ist das älteste deutsche Stadtsiegel, das den Bergbau thematisiert.

Durch archäologische Ausgrabungen von 1987 bis 1995 im Sulzburger Tal – durchgeführt von der Universität Freiburg im Rahmen des Forschungsprojektes zum Bergbau im Südschwarzwald – ist dieses Bergbaurevier sehr gut erforscht.

Textquelle: Faltblatt „Bergbaupfad im Sulzbachtal“.

Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Sulzburg am 15.06.2023. VIELEN DANK.

Wegstationen
Station 1: Start am Marktplatz
Station 2: Klosterkirche St. Cyriak
Station 3: Bergbau im Sulzbachtal
Station 4: Die Burg auf dem Schlossberg
Station 5: Holzwirtschaft / Holzriese
Station 6: Entstehung der Erzgänge
Station 7: Krebsgrund-Erzgang / Stollen
Station 8: Schachtpinge / Stollen & Schächte
Station 9: Der Riester-Erzgang
Station 10: Wasserwirtschaft / Hangkanal
Station 11: Die Bergleutesiedlung "Geißmättle"
Station 12: Der Riesterstollen
Station 13: Erzaufbereitung & Verhüttung
Station 14: Kobaltgrube "Gottes Segen"
Station 15: Verhau am Himmelslehre-Erzgang

Infomaterialien

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Sulzburg

Faltblatt „Bergbaupfad im Sulzbachtal“

Textquellen

Faltblatt „Bergbaupfad im Sulzbachtal“

Ramsbeck: Bergbauwanderweg

Die Tour gibt dem Besucher die Gelegenheit, auf einem Wanderweg die Geschichte des Ramsbecker Bergbaus nachzuvollziehen.

Erfahren Sie während dieser Wanderung alles über die Erzförderung, die Erzaufbereitung und die Verhüttung.

An den jeweils markanten Punkten sind insgesamt 41 reich bebilderte Tafeln aufgestellt. Sie informieren in Text und Bild bzw. erläutern noch vorhandene Baudenkmale, Gebäude, Stollen, Flächen und Relikte.

Im Wald des Bastenberges locken der hochmittelalterliche Venetianerstollen, Pingen im Wald und der Kamin der Bleihütte.

Am Nachbau eines Pochwerkes lernt ihr die Aufbereitung und der Verhüttung kennen.

Auf dem Dörnberg entdeckt ihr die Halden und die Heilige Barbara.

Immer wieder genießt ihr wundervolle Aussichten auf das Valmetal und den Ort. Zahlreiche Bänke laden unterwegs zur Rast ein. Der Weg kann auch in Etappen abgekürzt werden.

Wegbeschreibung

Der Startpunkt der Wanderung befindet sich direkt gegenüber dem Bergbaumuseum. Von dort aus folgen Sie der Beschilderung „Berbauwanderweg“. Der Weg ist sehr gut gekennzeichnet.

Zahlreiche Bänke und Tische laden zur Rast ein. Sie können auch drei Teilstrecken gehen (siehe Karte).

Alle Strecken führen durch den Ortsmittelpunkt von Ramsbeck. Im Bereich Werdern gibt es zwei Streckenteile, die eine Ergänzung bieten. Den Weg bei den Halden Aufbereitung (Willibald) können wir erst später offiziell ausweisen. Der Grund ist, dass noch Arbeiten des ehemaligen Grubenbetreibers durchgeführt werden.

(Stand: September 2022)

Wegstationen

Inhalte der Tafeln finden Sie auf der folgenden Webseite: Förderverein Sauerländer Besucherbergwerk Bestwig-Ramsbeck e.V.

Station 1: Start am Bergbaumusem
Station 2: Deutscher Türstock
Station 3: Als das "Bähnchen" noch durchs Valmetal fuhr
Station 4: "Altes Krankenhaus"
Station 5: Die Petrus-Kirche - eine der ältesten evangelischen Kirchen im Hochsauerland
Station 6: Ortsmittelpunkt von Ramsbeck mit ehemaligen Aufbereitungsanlagen
Station 7: Ziegenweiden der Ramsbecker Bergleute
Station 8: Gedenkkreuz für die verunglückten Bergleute
Station 9: Montanarchäologie am Bastenberg
Station 10: Montanarchäologie im Bastenberg
Station 11: Kamin der ehemaligen Blei- und Metallhütte mit Rauchabzugskanal
Station 12: Pingen und Pingenzüge - Spuren historischen Bergbaus
Station 13: Aus der Ramsbecker Ortsgeschichte mit Blick auf den Ort
Station 14: Doppelzügiger Rauchabzugskanal
Station 15: Der Josephus-Stollen
Station 16: Fledermäuse in den Ramsbecker Stollen
Station 17: Die Ramsbecker Hütte
Station 18: Modell eines Pochwerks zur Aufbereitung der Erze
Station 19: Pochjungen auf dem Bastenberg
Station 20: Der Bergbau in Ramsbeck um die Mitte des 19. Jahrhunderts
Station 21: Die so genannte Wasserburg
Station 22: Die Industrieanlagen "auf dem Werdern"
Station 23: Ehemalige Siedlung der Hüttenarbeiter
Station 24: Der Bremsberg
Station 25: Aufbereitungsbetrieb am Dörnberg
Station 26: Willibaldstollen IV
Station 27: Die heilige Barbara - Schutzpatronin der Bergleute
Station 28: Erzaufbereitungsanlage "Willibald"
Station 29: "Erzengel" am Leseband - Frauenarbeit im Bergbau
Station 30: Willibaldstollen III
Station 31: Das Steigerlied
Station 32: Die Willibaldhalde (FFH - Gelände)
Station 33: Bergarbeiterkolonie Andreasberg
Station 34: Der Bergeteich oberhalb der Aufbereitung "Willibald"
Station 35: Entwässerung der Willibaldhalde
Station 36: Blick auf die Siedlung "Am Eickhagen"
Station 37: Die kath. Pfarrkirche St. Margaretha
Station 38: Die Ramsbecker Mühle
Station 39: Die erste Ramsbecker Apotheke und das Kaufhaus der Familie Marcus
Station 40: Das St. Josephs - Krankenhaus"
Station 41: Die ehemalige Verladestation der Erzkonzentrate

Infomaterialien

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Borkener Braunkohle-Rundweg

Übersichtskarte der verschiedenen Touren

Borken: Braunkohle-Rundweg

Mit dem Rad oder zu Fuß auf den Spuren der Bergbaugeschichte rund um Borken (Hessen). Der Rad- und Wanderweg verknüpft die Standorte des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseums mit der Bergbaufolgelandschaft und ist

Der Borkener Braunkohle-Rundweg führt durch zehn Stadtteile und die Kernstadt sowie vorbei an den 20 früheren Bergbaubetrieben, dem Braunkohlekraftwerk und den verschiedenen Standorten des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseums.

Es bieten sich vielfältige Möglichkeiten, die zum Radfahren, Wandern, aber auch zum kennen lernen der wunderschönen Landschaft um Borken mit ihren zahlreichen Sachzeugen aus der „Braunkohlezeit“ einladen.

Der Weg kann auch in vier Abschnitten zurückgelegt werden, so dass auch kürzere Touren zwischen 10 km und 15 km möglich sind (Rote, Blaue, Gelbe und Grüne Route). Die Routenbeschreibungen der kürzeren Routen finden Sie auf der Webseite der Stadt Borken.

Infomaterialien

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Borkener Braunkohle-Rundweg

Übersichtskarte der verschiedenen Touren

Goldhausen: Goldspur Eisenberg

Auf den Spuren der Goldsucher

Seit dem Mittelalter versuchten Goldgräber und Glücksritter dem  Eisenberg das begehrte Edelmetall zu entlocken. Zwanzig Kilometer Schächte und Stollen trieben Sie in mühevoller Handarbeit in den Berg.

Folgen Sie den Spuren der Goldgräber auf der Goldspur Eisenberg und lassen Sie sich auf dem Rundweg zu den spannensten Stellen führen, wo nach Gold-, Eisen- und Kupfererz geschürft wurde.

Die Goldspur Eisenberg ist mehr als nur ein Lehrpfad. Sie dokumentiert mit 11 bzw. 16 Stationen eindrucksvoll die montanhistorischen Spuren Deutschlands reichster Goldlagerstätte. Die Goldspur ist in zwei eigenständige Abschnitte untergliedert, die separat voneinander, aber auch nacheinander erwandert werden können.

Der Startpunkt der Goldspur Eisenberg ist der Wanderparkplatz am südlichen Ortsrand von Goldhausen.

Zwei Abschnitte

Die Goldspur ist in zwei eigenständige Abschnitte untergliedert, die separat voneinander erwandert werden können.

Rundweg R 1

Der 1. Rundweg (R1) beschreibt anhand von 11 Informationsstationen die wichtigsten Spuren der Goldgräber in Goldhausen und um die Burgruine Eisenberg mit Georg-Viktor-Turm auf dem Gipfel des Eisenbergs. Diese erste Spur hat eine Länge von ca. 3,3 km. Für die Begehung sollte man rund 2 Stunden einplanen. Startpunkt ist der Wanderparkplatz am südlichen Ortsrand von Goldhausen.

Außerdem gibt es noch die Außenstation Nr. 12 (mit Parkplatz) etwa 500 m nordwestlich von Goldhausen am Wassertretbecken.

Rundweg R 2

Der 2. Rundweg (R2) der Goldspur verläuft südöstlich auf dem Eisenberg und führt am Unteren-Tiefe-Tal-Stollen (dem Besucherstollen), an Waschhalden, am Steinbruch sowie weiteren Spuren der Goldgräber vorbei. Diese Außenzone richtet sich an Besucher, die mehr Zeit mitbringen, die Kernzone des Lehrpfades bereits begangen haben oder einfach weitere Informationen wünschen. Die Punkte dieses Abschnittes sind mit Buchstaben versehen. Diese so genannte Außenzone kann in einem Zeitraum von ca. 3 Std. begangen werden. Dieser Rundgang beginnt ebenfalls am Wanderparkplatz (Station 1).

Wegstationen Rundweg R 1
Station 1: Start der Goldspur-Eisenberg

Auf den Spuren der Goldsucher – noch sichtbar: das Waschhaldenfeld.

Station 2: Weltweite Besonderheit

Drei Bodenschätze treten gemeinsam auf.

Station 3: Endlich entdeckt

Gold im Schiefergestein.

Station 4: Gefunden, vergessen, wiedergefunden, verfehlt

Das Gold gerät in Vergessenheit.

Station 5: Bauen und Wohnen auf den Bodenschätzen

Die Goldgräbersiedlung.

Station 6: Grube St. Georg

Man steht über einem Kilometer Golderz, Deutschlands reichster Goldlagerstätte, einem erbärmlichen Arbeitsplatz.

Station 7: Schnurgerade, mitten in den Berg hinein

Der Wasserstollen, der letzte Goldgräberversuch.

Station 8: Katzengold

Oft mit dem echten Edelmetall verwechselt.

Station 9: Eingestürzt

 Kurzer Erkundungsstollen, für den Bergmann 4 Jahre Handarbeit.

Station 10: Wertvoller als Gold

Man stößt auf Wasser für die Bewohner der Burganlage.

Station 11: Ohne Holz: kein Metall!

Im Raum Waldeck wird Holz(kohle) knapp.

Station 12: Wasser? Zur Goldgewinnung (un)erwünscht

Der Entwässerungsstollen (Erbstollen bzw. UrStollen).

Wegstationen Rundweg R 2
Station A: Nach 100 m geben die Bergleute auf

Heute das Besucherbergwerk „Unterer-Tiefer-Tal-Stollen“.

Station B: Ein besonderer Ort

Der Eisenberg wird genau hier als Goldlagerstätte entdeckt.

Station C: Kupferbunt

Das Kupfererz des Molkenborn-II-Stollen.

Station D: Bruchstein vom Steinbruch

Blick auf eine Kollision, etwa 300 Millionen Jahre alt.

Station E: Wanderwege für das Gold

Wie kommt das Gold in den Berg?

Station F: Schwarzschiefer

Nach 300 Millionen Jahren bei Wind und Wetter ganz schön blass.

Infomaterialien

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Auf den Spuren der Goldsucher

Begleitbroschüre zur Goldspur Eisenberg für beide Rundwege.

Marsberg: Bredelarer Bergbauspuren

Die Spuren, die der Bergbau in den vergangenen 1000 Jahren in der Landschaft bei Bredelar hinterlassen hat, werden auf diesem Bergbauwanderweg sicht- und erlebbar gemacht.

Denn der Bergbau hat lange Zeit das Leben in der Region beeinflusst. Bredelar wäre ohne den Bergbau und die Hüttenindustrie, die wiederum ursächlich für den Bau des Bahnhofs im 19. Jahrhundert war, wohl kaum entstanden.

Die Bredelarer Bergbauspuren fädeln sich zudem in die historische Erzroute ein, die ihren Ausgangspunkt am Martenberg bei Adorf, dem Besucherbergwerk Grube Christiane auf hessischer Seite, nimmt, und über das Giershagener Grubenfeld zur einstigen Theodorshütte/Kloster Bredelar führt.

Ausgangspunkt des zwölf km langen Wanderweges inmitten schönster Natur des FFS-Naturschutzgebietes ist der Bahnhof Bredelar. Auf der Portaltafel ist der Wanderweg bestens beschrieben. Auf den Stationstafeln ist alles Wissenswerte zu den Spuren in der Landschaft, zur Geologie und zur Geschichte nachzulesen.

Der Bredelarer Rundwanderweg ist mit dem Bergbauzeichen „Schlägel und Eisen“ auf rotbraunem Grund (Eisenerzfarbe) gekennzeichnet.

Wegstationen
Station 1: Grubenbahnof Bredelar
Station 2: Lydiastollen
Station 3: Trappweggruben Heinrichstollen
Station 4: Grube Charlottenzug
Station 5: Kalksteinbrüche
Station 6: Grube Reinhard
Station 7: Grubenbahn
Station 8: Krupps Schießplatzt
Station 9: Meilerplatz
Station 10: Steinbruch
Station 11: Klosterhütte
Station 12: "Schlacht" bei Bredelar
Station 13: Alte Poststraße
Station 14: Grotte / Poststraße
Station 15: Montanbetrieb Kloster Bredelar

Infomaterialien

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Bredelarer Bergbauspuren

Faltblatt „Den Bergleuten auf der Spur“