Bad Reichenhall: Auf dem Soleleitungsweg zum Thumsee und Nesselgraben

Der etwa 1 Kilometer lange Thumsee ist das Naherholungsgebiet der Alpenstadt Bad Reichenhall. Im Osten des Sees liegt das Seemösl: Diese Seerosenfram wurde bereits 1936 angelegt und ist somit ist älteste Seerosenfram Deutschlands. Im Südwesten des Sees erstreckt sich der Nesselgraben, der Hauptzufluss des Thumsees. Hier befindet sich auch eine Schieß-Übungsanlage der Gebirgsjäger.

Wegbeschreibung

Vom Wegezentrum 6 in die Alte Thumseestraße und gleich rechts ab („Salinenweg, Kugelbachbauer“) zur Straße zum Almgasthof Kugelbachbauer. Steil ansteigend bis zur Amalienkapelle (Aussichtspunkt), dort rechts auf den ehemaligen Soleleitungsweg, der zum Thumsee Ostufer führt.

Vom Parkplatz am Seemösl über Treppen etwas aufsteigen hinauf zum Weg, der über dem See zum Nesselgraben verläuft. Weiter geht es abseits der Straße ansteigend zum Antoniberg, wo man den Soleleitungsweg wieder verlässt.

Am Wendepunkt der Tour bei einem Straßentunnel wechselt man die Talseite. In nordöstlicher Richtung führt der Weg oberhalb der Straße hinab zum Thumsee Westufer. Weiter auf dem Spazierweg entlang des Sees zum Ostufer und auf asphaltiertem Fuß-/Radweg entlang der Straße hinab zum Ausgangspunkt.

Infomaterialien

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Berchtesgadener Land

Broschüre „Auf den Spuren des Alpensalzes“

Königsbronn: Industrie- und Geschichtspfad

Es waren Zisterzienser Mönche, die die Entwicklung der Schwerindustrie in Königsbronn in Gang gebracht haben. Die ehemalige Klosteranlage liegt wenige Schritte vom Brenztopf entfernt und bildet neben den Stationen zur Industriegeschichte einen zweiten Schwerpunkt des Themenpfades.

Darüber hinaus hat Königsbronn weitere Besonderheiten zu bieten, wie die Burgruine Herwartstein, den Itzelberger See oder die Gedenkstätte, die dem Hitler-Attentäter Georg Elser gewidmet ist. Auch diese Stationen sind ausgeschildert und laden zur Erkundung ein.

Ausgangspunkt der Tour ist der Brenzursprung, um den sich gleich mehrere der insgesamt 19 Stationen des Industrie- und Geschichtspfades gruppieren – darunter das Rathaus mit seiner Rokoko-Fassade, die Hammerschmiede und das Turbinenhaus.

Sehenswürdigkeiten

© Gemeinde Königsbronn

Brenzursprung

4 Meter tiefer Quellsee mit klarem, blaugrünem Wasser. Die Quelle tritt unter einem mächtigen Felsen hervor. Die Schüttung beträgt 400 Liter in der Sekunde (34560 cbm pro Tag). Die Wassertemperatur beträgt das ganze Jahr über 7°C. Der Brenzursprung ist eine der schönsten und größten Quellen der Schwäbischen Alb.

Seit dem Jahr 2000 wird die Wasserkraft der Brenzquelle wieder genutzt.

Rathaus Königsbronn

Das Rathaus Königsbronn ist das Wahrzeichen der Gemeinde.

1775 erhielt das heutige Rathaus seine Spätbarocke Fassade und eine kostbare Innenausstattung, die jedoch bis auf das Fürstenzimmer im Dachgeschoß leider verloren gegangen ist.

Zum 100 jährigen Rathaus – Jubiläum wurde die Barocke Fassade vollkommen neu renoviert. Das geschah 1985 im Zuge der Ortskernsanierung.

Klosterhof-Areal

Das Zisterzienserkloster Königsbronn, welches sich durch wertvolle Privilegien, Schenkungen und Patronatsrechte, dieses u.A. in der Reichsstadt Reutlingen und zu Pfullendorf besaß, umfangreich entwickelte und zu beachtlichem Wohlstand kam, vor seiner am 29. und 30. April 1552 erfolgten völligen Einäscherung und Zerstörung durch Markgraf Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, (dem Verbündeten des Kurfürsten Moritz von Sachsen, der im Krieg gegen den Kaiser stand) als Strafe dafür, daß sich das in kaiserlicher Huld stehende Kloster der Reformation, die Herzog Ulrich v. Württemberg durchzuführen bestrebt war, entzog, indem es sich auf die Rechte des Österreichischen Königs Ferdinand stützte.

Flammofen

Aus dem ursprünglichen „Alten Gießhaus“, das bereits 1667 in Königsbronn stand, wurde später das Flammofengebäude der schwäbischen Hüttenwerke. Von 1820 bis 1920 wurde der Flammofen innerhalb des Flammofengebäudes betrieben. Aus dem 19. Jahrhundert stammt der hölzerne Kran mit Laufkatze, mit einer Tragkraft von ca. 5 Tonnen. Dieser Kran, der die Arbeit mit dem Eisenguss im 19. und 20. Jahrhundert verrichtete, kann im Flammofengebäude bis heute noch per Hand bedient werden.

Im Zuge der Industrialisierung wurde der Ofen zur Herstellung der ersten Hartgusswalzen in Mitteleuropa eingesetzt. Die dafür eingesetzte Technik wurde aus Großbritannien übernommen und bildete den Grundstein eines effektiveren Herstellungsprozesses. Bis heute werden im angrenzenden Hüttenwerk Walzen gegossen und bearbeitet.

Mit dem Besuch im Flammofengebäude kann der Film „Feuer und Flamme für Eisenguss“ zur Herstellung von Gießereiprodukten wie Glocken, Öfen und Grabplatten angesehen werden.

Itzelberger See

Der Itzelberger See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Teilort Itzelberg. Im Sommer ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Mit Minigolf, Kiosk und Fahrten mit dem Tretboot. Ein Runderwanderweg führt um den ca. 8,4 Hektar großen See herum.

Der Itzelberger See wurde von den Mönchen des Klosters künstlich angelegt. Fische waren die Fastenspeise. Über Jahrhunderte hat das Wasser seine Bedeutung für die Fischzucht erhalten.

Ein eindrucksvolles Landschaftsbild gewährt die Vogelschutzinsel am Einlauf der Brenz in den Itzelberger See. Dieses Feuchtbiotop entstand während der großen Entschlammungsaktion des Itzelberger Sees.

1957 entschlossen sich die Gemeinderäte aus Königsbronn und der damals noch selbständigen Gemeinde Itzelberg, den See zu entschlammen. Dies wurde notwendig, nachdem sich im Seebecken eine zwei Meter hohe Schlammdecke angesammelt hatte und der Wasserstand teilweise nur noch eine Tiefe von 30 Zentimeter erreichte. Im Nord- und Westufer des Itzelberger Sees lag zu jener Zeit ein 4 Hektar großes Sumpfgebiet, die „Mooswiesen“.

Im Zuge der Entschlammung wurde ein großer Teil der Sumpfwiesen mit dem Schlamm aufgefüllt, der in ausgetrocknetem Zustand mit großen Baggern aus dem See entnommen wurde. Seinerzeit wurden über 170.000 Kubikmeter Schlamm aus dem Seebecken entfernt. Von dem ehemaligen Moor blieb nur ein zwei Hektar großer Restteil übrig, aus dem sich die Vogelschutzinsel bildete. Es entstand ein ideales Brut- und Rückzugsgebiet für Vögel und Amphibien.

Mittlerweile findet man an dieser Vogelschutzinsel den Eisvogel, Stockenten, das grünfüßige Teichhuhn, Kanadagänse, aber auch Bisam und Fischreiher sind anzutreffen. In den Wintermonaten rasten viele Wasservögel, besonders Tafelenten, Kolbenenten und Möwen, auf dem See die dann im Frühjahr in ihre Brutgebiete weiterreisen.

Im Uferbereich entdeckt man gelegentlich auch Spuren von Füchsen, die frühmorgens über den Nebenflussarm der Brenz auf die Vogelschutzinsel schwimmen und dort im dichten Unterholz nach Beute suchen. Auch der Marder und die Elster finden auf dem unzugänglichen Inselbereich ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

Feilenschleiferei

Das Gebäude wurde um 1800 von Eberhardt Blezinger (Enkel von Johann Georg Blezinger) als Drahtzuggebäude erbaut. 1823 gingen Gebäude und Werkstatt in den Besitz der Königlichen Hüttenwerke über. Ab 1836 als Mittlere Dreherei genutzt, wurden hier die ersten Hartgusswalzen hergestellt.

Das damals hölzerne Wasserrad wurde 1888 durch eine Stahlkonstruktion der Fa. Voith ersetzt und ist bis heute erhalten geblieben.

1902 verkauften die Hüttenwerke die Dreherei und das Wohnhaus an die Familie Burr, welche die Werkstatt fortan als Feilenschleiferei nutzte. Das Wasserrad wurde, nach mehreren gescheiterten Versuchen den Wasseranstau zu erhöhen, 1920 stillgelegt. Der Antrieb der Schleifsteine erfolgte nun über einen Elektromotor. Die Nutzung der Werkstatt dauert noch bis 1970, danach wurde die Fertigung eingestellt.

Im Mai 2010 erwarb der Kulturverein Königsbronn die Werkstatt, um diese als Industriemuseum wieder zu beleben.

Seit 2011 laufen umfassende Sanierungsarbeiten am und im Gebäude, die von der Gemeinde und dem Kulturverein Königsbronn mit Unterstützung des LEADER Förderungsprogramms durchgeführt werden.

Durch die großzügige Spende des Königsbronner Apothekers, Herrn Horst Schmidt, an den Kulturverein war es letztlich erst möglich die umfassande Sanierung des Gebäudes und des Wasserrades durchzuführen.

Die Instandsetzung des historischen Wasserrades, nach den Originalplänen, konnte mit tatkräftiger Hilfe der Fa. Voith (Ausbildungszentrum) erreicht werden. Ebenso waren die ortsansässigen Firmen und Handwerker eine große Hilfe.

Weiter unterstützte das LRA Heidenheim, insbesondere der Fachbereich Forsten, das Projekt unter anderem mit einer großen Lärchenholzlieferung und einem mobilen Sägewerk.

Hammerschmiede

Hammerschmiede

Die Hammerschmiede, mit ihrem besonderen Ambiente, bietet Raum für die Durchführung einer Vielzahl von Veranstaltungen verschiedenster Art. Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Seminare, Ausstellungen, Hochzeiten oder private Veranstaltungen – mit der mobilen Bühne und der umfangreichen Ausstattung wird jede Veranstaltung ein voller Erfolg.

Ein Schmuckstück entstand

Von Königsbronn aus entstand im 15. und 16. Jahrhundert der Brenz folgend, Europas erstes Zentrum der Schwerindustrie. Seit 5. Juli 1529 wird die Wasserkraft des Brenzursprungs industriell genutzt. Unter dem bedeutenden Abt des Königsbronner Zisterzienserklosters Melchior Ruf wurde hier die erste Eisenschmiede gebaut. Weitere folgten im Laufe der Jahrhunderte.

Bereits 1652 erfolgte der Bau einer neuen Schmiede. Unter dem außergewöhnlichen Unternehmer Johann Georg Blezinger entstand hier 1772 ein über Deutschland hinaus bestauntes „Wunderwerk der Technik“ – ein gusseiserner Wasserkasten, von dem aus die 9 Wasserräder der beiden Hammerschmieden betrieben wurden. 1788 / 89 brach man eine dieser Anlagen für eine neue Schmiede ab.

1860 / 61 wurde auch dieser Bau durch einen weiteren Neubau ersetzt, es entstand das heute noch bestehende Gebäude der Hammerschmiede. Bereits wenige Jahre später wurde dieses Werk zur Walzendreherei umfunktioniert und Mitte des 20. Jahrhunderts als Produktionsstätte aufgegeben.

Die Hammerschmiede wurde ab 1956 zur Brenzturnhalle umgebaut. Später, nach einer kurzzeitigen Nutzung als Asylbewerberunterkunft wurde sie von einem Arbeitskreis ehrenamtlich nutzbar gemacht.

2008 beschloss der Gemeinderat, dieses einzigartige Gebäude im Rahmen der Ortskernsanierung umfangreich zu renovieren. Nach knapp einjähriger grundlegender Sanierung entstand nun zwischen der Brenz und dem ehemaligen Triebswerkskanal ein besonderes Schmuckstück – die „Hammerschmiede“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen allen Veranstaltungen in diesen historischen Räumlichkeiten einen harmonischen Verlauf.

Georg Elser Gedenkstätte

Georg Elser versuchte mit seinem Attentat auf Adolf Hitler in das Rad der Geschichte einzugreifen. Die Elser Gedenkstätte beinhaltet die größte Dokumentation über den Königsbronner Widerstandskämpfer.

Neben wertvollen zeitgeschichtlichen Dokumenten sind auch die Verhörprotokolle vom Dezember 1939 einzusehen und gewähren einen umfassenden Einblick in die Hintergründe des Attentats.

Infomaterialien

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Königsbronn

Faltblatt „Feilenschleiferei und Schmiede“

Bayerisch Gmain: Wald-Idyll-Pfad am Maisweg

Der Wald-Idyll-Pfad am Maisweg in Bayerisch Gmain führt kleine Besucher zu aussichtsreichen Punkten und idyllischen Plätzen mit tollen Erfahrungsmöglichkeiten für die Sinne. So kann man am Wegesrand auf Feenthronen, Waldliegen und Baumbänken rasten, spielen, nachdenken und entspannen. Man soll sich auf dem Weg ganz bewusst Zeit für die Natur nehmen. Ganz nebenbei erfährt man an Informations-Rondellen mehr über Bayerisch Gmains Vegetation, Geschichte, Geologie, Wasser und das Alpensalz.

Wegstationen
Station 1: Vegetation

Die erste Insel informiert über die mittelalterliche Rodungszeit und den Namen „Mais“, der sich auf das Wort „Roden“ zurückführen lässt. Hier lädt eine Fächerbank zum Verweilen ein. Man sieht die Holzrinnen und erfrischt sich am angelegten Brunnen.

Vegetation

Nach der letzten oder Würm-Eiszeit kehrten vor ca. 15.000 Jahren die Holzgewächse in die Moränenschuttwüste des Reichenhaller Beckens und der Terrasse von Bayerisch Gmain zurück. Das heutige Grundmuster, das weitgehend bereits nacheiszeitlich gegeben war, zeigt eine Bewaldung mit Buchen, Eichen, Eschen und Fichten in den Niederungen wie dem Kirchholz – Buchen, Fichten, Tannen, Kiefern und Bergahorne auf den schattigen Nordhängen – sowie Fichten und Legföhren in Gipfel- und Kammlagen des Lattengebirges.

„Mais“ bezeichnet die Schaffung von Forstflächen aus Urwald, was auf die Kultivierung des Landes im Hochmittelalter zurückgeht. Dem hingegen steht „reith“ für die Umgestaltung des Urwaldes zu Ackerland. Die Gmainer Bauern unterstanden Grundherrn (Lehensherrn). An diese, wie dem Salzburger Erzbischof, dem Salzburger Domkapitel oder dem Stift St. Zeno in Bad Reichenhall mussten Abgaben – oftmals in Form von Käse und Butterschmalz – geliefert werden, dafür standen die Bauern in Notzeiten, Kriegen etc. unter dem Schutz ihrer Obrigkeit.

Die Jagd oblag dem jeweiligen Landesherrn, also entweder dem Herzog von Bayern oder dem Fürsterzbischof von Salzburg. Die Jägereien waren für die Versorgung der Hofküche, die Vorbereitung von Jagden und für die Abwehr von Wilddiebstahl zuständig. Wilderei war an der Tagesordnung! Nach dem 2. Weltkrieg errichtete Bayerisch Gmain an den schneereichen, nordseitigen Hängen des Lattengebirges eine Sprungschanze. Springerstars von damals wie Sepp Weiler, Hans Geiger oder „Bubi“ Sepp Bradl setzten hier Sprünge an die 100 m in den Auslauf.

Station 2: Geschichte

Das zweite Rondell ist mit vier Waldliegen ausgestattet, an deren Kopfende sich Anleitungen zu Atem- und Entspannungsübungen befinden. An dieser Station erfährt man mehr über die bewegte Geschichte Bayerisch Gmains, beispielsweise über die Grafschaft der Plainer.

Geschichte

Die lokal bedeutende Grafschaft der Plainer erstreckte sich um 1200 vom Waginger See bis zum Pass Lueg. Ihr Stammsitz war die Plainburg, deren Reste noch heute als Ruine die Terrasse der Gmain überragen. Ab dem 13./14. Jahrhundert kam dem Dreisesselberg im Lattengebirge eine besondere Bedeutung zu. Hier grenzten die Hohheitsgebiete von Bayern, Salzburg und Berchtesgaden aneinander. Das „Dreiländereck“ bestand bis 1851. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde der zu Österreich gehörige Hallthurmspitz, im Tausch an Bayern abgetreten.

Das Schloss Oberhausen in Bayerisch Gmain – wie es heute besteht – geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als es Dr. Rochus Freymann, bis zum Jahr 1576 Kanzler der kleinen, eigenständigen Fürstpropstei Berchtesgaden, errichten lies. Die Wirren der napoleonischen Zeit zogen das Schloss in arge Mitleidenschaft, wie auch die gesamte Region unter den Plünderungen und Misshandlungen der französischen Besatzung litt. Von 1811 – 1816 waren Bayern und Teile Salzburgs, Tirols und Oberösterreichs im bayerisch regierten Salzachkreis vereint, so auch die Gemeinden Bayerisch Gmain und Großgmain.

Im Jahr 1888 wurde die Bahnstrecke Bad Reichenhall – Berchtesgaden eröffnet. Sie galt lange Zeit als die anspruchvollste Strecke Deutschlands und durchstreift „malerisches Bergland“. Bayerisch Gmain erhielt eine Haltestelle und die Schankwirtschaft „Zur Alpenbahn“. Nahe der Bahn florierte der Schmuggel am Weißbach, an der Grenze zwischen Bayern und Salzburg. Zwischen 1945 und 1954 waren mehrere Banden damit beschäftigt, vorwiegend Kaffee und Zigaretten illegal von Großgmain über die Grenze nach Bayerisch Gmain zu schaffen.

Station 3: Geologie

Der dritte Punkt beschäftigt sich mit der Geologie der Gemeinde. Feentrohne, ein Wurzeltisch und Sichtrohre, die auf versteckte Plätze im Wald gerichtet sind, laden zum Erkunden ein.

Geologie

Am Höhepunkt der letzten oder Würm-Eiszeit vor 24. – 22.000 Jahren, waren das Reichenhaller Becken und die Terrasse von Bayerisch Gmain von 500 – 600 m mächtigen Eismassen des Saalachgletschers überdeckt. Als vor 19.000 Jahren das Eis abzuschmelzen begann, wurde eine neue Landschaft geboren. Eiszeitliche Hinterlassenschaften, wie die Grundmoräne mit den Drumlins im Gebiet des Kirchholzes oder die Endmoränen nahe dem Bräulerhof bzw. nacheiszeitliche Ablagerungen, wie die Schotterterrasse auf der sich Bayerisch Gmain und Großgmain befindet, sind allgegenwärtig

Station 4: Wasser

Die nächste Haltestelle ist dem Wasser gewidmet, mit Ruhebänken, Waldliegen, einem ausgehöhlten Baum zum Spielen und einer Sichtachse mit Blick auf die historische Eisenbahnbrücke. Nach der Kehre des Rundweges sollte man sich die Staustufen des Weißbachs und die „Stoamandln“ ansehen.

Wasser

Der Hohe Staufen, das Lattengebirge und der Untersberg, die das Reichenhaller Becken und die Terrasse von Bayerisch Gmain umrahmen, bestehen primär aus Kalken und Dolomiten. Diese Gesteine verhindern durch ihre Klüftigkeit eine oberirdische Entwässerung, sodass das Niederschlagswasser im Berginneren abfließt und an wasserstauenden Horizonten wieder austritt. Aus solchen Karstquellen entspringen der Weißbach, der Augustinerbach und der Wappbach, welche sich z.T. schluchtartig in die Lattengebirgs-Nordhänge eingetieft haben.

Station 5: Salz

Beim letzten Informationsrondell entdeckt man natürlich zum Thema Salz auch eine alte Soleleitung, Soleleitungsrohre aus Holz – Deichelrohre – und Sitzsteine in Quaderform.

Salz

Die Salzlagerstätten in den Nördlichen Kalkalpen gehen auf das Oberperm, vor 250 – 220 Millionen Jahren zurück. Zu dieser Zeit wies der Tethys-Ozean ein flaches Becken auf, in dem, bedingt durch trocken-heißes Klima das Meerwasser verdunstete und Salz ausgefällt wurde. Im Zuge der Alpenentstehung gelangte es in das Gebirge. Das „weiße Gold“ der Region Berchtesgaden, Bad Reichenhall und Hallein-Dürrnberg gab immer wieder Anlass zu Auseinandersetzungen zwischen Bayern und Salzburg, wie auch im Salzkrieg, im Jahr 1611.

Ab der Zeit als der Hl. Rupert um das Jahr 700 die Solequellen von Bad Reichenhall wieder entdeckte, bestimmte das „weiße Gold“ das Leben der Menschen in der Region. Mehr als 1000 Jahre wurde in der Saline Reichenhall die eigene Sole verwendet, bis 1817 die Soleleitung Berchtesgaden – Reichenhall gebaut wurde. Heute bezieht die Saline Bad Reichenhall 80% der Sole aus Berchtesgaden, bei 20% Eigenabdeckung. Jährlich werden ca. 330.000 Tonnen Salz gewonnen und ca. 400 Produkte vom Speisesalz über Gewerbe- bis hin zu Streusalz hergestellt.

In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte die Wandlung Reichenhalls von einer Salinenstadt zu einem Kurort ein. 1846 wurde die „Soleu. Molkekuranstalt Achselmannstein“ eröffnet. Gleichzeitig besuchten die Kurgäste die landschaftlich besonders reizvolle Sonnenterrasse Reichenhalls, die Gmain. Nach und nach wandelte sich auch Bayrisch Gmain von einem agrarisch geprägten Dorf zu einem noblen Kurort mit Villen. U.a. erbaute Friedrich von Hessing die „Friedrichshöhe“, ein „Höhen-, Kur- u. Heiletablissement“ mit eigener Zahnradbahn.

Infomaterialien

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Bayerisch Gmain

Broschüre „Wald-Idyll-Pfad am Maisweg“

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Berchtesgadener Land

Broschüre „Auf den Spuren des Alpensalzes“

Achkarren: Geologischer Weinlehrpfad

Der Boden nährt die Weinrebe und beeinflusst den Geschmack des Rebensaftes, aus dem der Wein gekeltert wird.

Der ca. 3 km lange Geologische Weinlehrpad am Achkarrer Schlossberg zeigt den Zusammenhang zwischen Geologie und Weinbau. Neben der Erklärung zu Gesteinssorten werden Informationen zu Rebsorten und Anbaumethoden vermittelt.

Zum Weinlehrpad gibt es ein kleines Heft, dass beim Kaiserstühler Weinbaumuseum und in der Winzergenossenschaft erhältlich ist.

Start ist gegenüber der Winzergenossenschaft.

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Länge

3,3 km

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Tiefster Punkt

214 m

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Höchster Punkt

289 m

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Gesamtanstieg

144 m

Infomaterialien

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Achkarren

Geologischer Weinlehrpfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Altensteig: Steinerne Schätze mit Weite und Ausblick

Geotour mit dem Thema ,,Steine und Geologie“, auch für kleine Naturliebhaber. Eine kurzweilige Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte des Nordschwarzwaldes über die mittelalterliche Hornberger Burg, wo man an manchen Tagen sogar bis zur Burg Hohenzollern blicken kann.

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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Altensteig

Broschüre „Steinerne Schätze mit Weite und Ausblick“

Almerswind: Goldpfad nach Goldisthal

Der Goldpfad von Almerswind nach Goldisthal entführt Sie auf 30 km in die Zeit des Goldrausches im Thüringer Wald. Dabei durchwandern Sie interessante Orte der Goldgeschichte in Thüringen.

Gold besitzt schon immer eine besondere Faszination und Anziehung. Auch in Deutschland wurde bis in die Neuzeit Gold abgebaut, es gab sogar eine Zeit, die man als „Goldrausch“ bezeichnen könnte. In Thüringen, in den Flüssen Grümpen und Schwarza, gab es verborgen im Gestein besonders viel Gold.

Auf dem Goldpfad erfahren Sie viel über den ehemaligen Goldbergbau der Region und passieren dabei Abraumhalden, Goldschächte und Goldwaschplätze, wo Sie auch heute noch dem Goldrausch verfallen können. Wer mag, kann sich in die Kunst des Goldwaschens einweisen lassen und sein Glück probieren. Die erlebnisreiche Wanderung bietet Ihnen dabei auch abwechslungsreiche Natur, viele Fernsichten und die landschaftliche Schönheit der Thüringer Natur.

Sie beginnen in Almerswind mit der Wanderung und gehen zunächst durch die ehemaligen Goldseifenhügel und an Waldwegen entlang, durch das Tal der Grümpen. Dieser Fluss ist der goldreichste Deutschlands. Daher wurden hier Schächte mit bis zu 200 m Tiefe vorgetrieben, um an das wertvolle Edelmetall zu gelangen, das im Gestein verborgen war. Schließlich erreichen Sie Theuern. Hier lohnt sich ein Besuch im Goldmuseum, das uns die spannende Geschichte des Goldbergbaus und Goldwaschens in Deutschland erzählt. Danach geht es weiter durch die Vorberge des Thüringer Waldes bergauf. Unterwegs passieren Sie auf dem Weg nach Neumannsgrund immer wieder alte Abraumhalten oder Einbrüche von Goldschächten, die vom ehemaligen Goldrausch dieser Region zeugen. In Neumannsgrund befinden sich die Grube „Güte Gottes“, die besonders viel Gold abwarf und der Goldwaschplatz, wo Sie auch heute noch Ihr Glück versuchen können.

Entlang des Flusses Schwarza, am Schwarzastausee vorbei, gehen Sie zunächst bergab, um dann wieder bergauf zum „Großen Tor“ und zum Oberbecken des Pumpspeicherwerks Goldisthal zu gelangen. Unterwegs können Sie immer wieder herrliche Aussichten genießen. Schließlich wandern Sie wieder bergab und erreichen das Unterbecken der Talsperre Goldisthal, wo Sie die Wanderung beenden.

Infomaterialien

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Almerswind

Goldpfad nach Goldisthal – keine Infomaterialien vorhanden!