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Achkarren: Geologischer Weinlehrpfad

Der Boden nährt die Weinrebe und beeinflusst den Geschmack des Rebensaftes, aus dem der Wein gekeltert wird.

Der ca. 3 km lange Geologische Weinlehrpad am Achkarrer Schlossberg zeigt den Zusammenhang zwischen Geologie und Weinbau. Neben der Erklärung zu Gesteinssorten werden Informationen zu Rebsorten und Anbaumethoden vermittelt.

Zum Weinlehrpad gibt es ein kleines Heft, dass beim Kaiserstühler Weinbaumuseum und in der Winzergenossenschaft erhältlich ist.

Start ist gegenüber der Winzergenossenschaft.

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Länge

3,3 km

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Tiefster Punkt

214 m

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Höchster Punkt

289 m

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Gesamtanstieg

144 m

Infomaterialien

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Achkarren

Geologischer Weinlehrpfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Amöneburg: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Kreuz & Quer“

Der Rundwanderweg führt zu den geologischen und biologischen Highlights der Stadt Amöneburg.

Der gut ausgeschilderte Rundwanderweg führt von Amöneburg  zum Schweinsbergre Moor und entlang der Ohm zu den geologischen und biologischen Besonderheiten rund um Amöneburg.

Die Wegstationen
Ziegelhütte

In der näheren Umgebung gab es früher vier Ziegelhütten, in denen Ziegel und Dachsteine aus Ton gebrannt wurden. Das Töpfer- und Ziegelhandwerk kam erstmals 1588 nach Amöneburg. 1663 ließ die Stadt östlich des Ohmübergangs an der Brücker Mühle eine stadteigene Ziegelhütte errichten, die jeweils für drei oder sechs Jahre an sogenannte Ziegler verpachtet wurde.

Mainzer Rad

Auf den denkmalgeschützten Grenzsteinen aus Bundsandstein findet man auf der einen Seite das Mainzer Rad und auf der anderen Seite den hessischen Löwen. Der Erzbischof Willigis von Mainz war Sohn eines Wagenbauers und im Jahr 975 wurden
ihm aus Neid große Wagenräder an seine Tore und Wände gemalt. Daraufhin hat er sich um seine einfache Herkunft zu betonen weiße Räder an die Wände seines Saales malen lassen. Da Amöneburg lange Zeit zu Mainz gehörte, findet man auch im Amöneburger Stadtwappen das Mainzer Rad.

Quarzitabbau

Quarzite (Gestein des Jahres 2012) sind Sedimentgesteine. Das Mineral Quarz ist sehr hart und verwitterungsresistent. Durch das feuchtwarme Klima im Tertiär, vor etwa
40 Millionen Jahren, entstand hier ein besonderer Quarzit. Im Brücker Wald wurde der Tertiärquarzit bis in die 50 er Jahre abgebaut.

Grenzsteine

Sie sehen mit Flechten überzogene historische Grenzsteine, die unter Denkmalschutz stehen. Die Steine sind aus Quarzit und wurden im nahegelegenen Brücker Wald gebrochen.

Brücker Wald

Das über 400 Hektar große Gebiet ist als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) unter anderem aufgrund seines alten Eichen- und Buchenbestandes geschützt. Es gehört damit zum europaweiten Schutzgebietsnetz Natura 2000. Der überaus viel vorkommende sandige Untergrund in dieser Gemarkung und der hohen Population von Feldhasen brachte vermutlich Niederklein den Dorfnamen „Sandhasen“ ein. Vielleicht hören Sie auch den Kuckuck rufen, dem Rüdigheim seinen Dorfnamen „Kuckucker“ verdankt.

Naturdenkmal

Sie kommen vorbei an einer 20 m hohen seltenen Schwarzpappel, die ein Naturdenkmal ist. Der Stammumfang hat 4,7 m und sie ist heute ca. 250 Jahre alt.

Infomaterialien

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Amöneburg

Faltblatt Geotour „Kreuz & Quer“

Textquellen

Faltblatt Geotour „Kreuz & Quer“

Amöneburg: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Stock & Stein“

Geologie hautnah: Rundwanderweg um den ehemaligen Vulkanschlot der Amöneburg. Die Stadt Amöneburg lädt Sie ein auf eine Wanderung rund um die ehemaligen Vulkanschlote der Amöneburg. Hier kann man das Thema Geologie hautnah sehen, spüren und erleben.

Der abwechslungsreiche Wanderweg führt Sie an lokalen Geotopen wie Steinbrüchen und Felsformationen, aber auch an naturkundlichen Besonderheiten und interessanten Biotopen vorbei. Erleben und begreifen Sie, wie unsere Erde und ihre Rohstoffe entstanden sind und auf welchem Fundament sich unsere Landschaft gebildet hat.

Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und des Lebens aufzeigen. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile wie Höhlen, Moore, Seen und Quellen.

Die Wegstationen
Wenigenburg

Die Wenigenburg wurde im 12. Jahrhundert als Vorburg auf dem „wenigen“ oder „kleineren“ Berg, dem zweiten Vulkanschlot, errichtet.

Farnschlucht

An diesem Gesteinsaufschluss im Westen des Basaltmassivs der Amöneburg finden verschiedene Farne gute Wachstumsbedingungen.

Weihersborn und Stockborn

Das Wort „Born“ ist die historische Bezeichnung für einen Brunnen oder eine Quelle.
Ihren Ursprung haben diese Quellen in der vulkanischen Tätigkeit rund um Amöneburg.

Am Stockborn befindet sich eine unterirdische über 600 Jahre alte gemauerte Kaverne, worin das Wasser der umliegenden Quellen gesammelt und mit einer Hand-Pumpe geschöpft wird.

Hecken

Der Amöneburger Heckenhain liegt im Natuschutzgebiet und bietet tausenden Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Trockenmauer

Das Aufschichten von losen Steinen ohne Mörtel und Beton ist die älteste Form des Steinbaus.

Infomaterialien

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Amöneburg

Faltblatt Geotour „Stock & Stein“

Textquellen

Faltblatt Geotour „Stock & Stein“

Eichstetten: Geopfad

Auf dem Geopfad wird der Besucher an 13 Stationstafeln über geologische und geografische Besonderheiten informiert.

An der ersten Station befindet sich ein Lössstollen, den ein einfallsreicher Winzer vor 85 Jahren gegraben hat, um mit seinem Pferd auf das höher gelegene Gewann zu kommen. Der Stollen kann begangen werden und ist heute noch etwa 30 Meter lang, allerdings ist der Ausgang am Ende zugeschüttet.

An der dritten Station, die über verschiedene Gesteinsschichten informiert, kann mit Magnetit (Magneteisen) experimentiert werden.

Eine Panoramatafel wartet am Standort Reimendsbühl auf die Pfadbesucher. Ein Winterfoto zeigt die Rheinebene und die Schwarzwaldhöhen und wurde deshalb gewählt, weil die Konturen und Strukturen des Anbaugebiets rund um Eichstetten durch den Schnee kontrastreicher zu erkennen sind. Hier sind aufgeforstete Terrassen zu erkennen, die aus historischer Streuobstwiesennutzung stammen.

Die Station „Lothar-Schneise“ informiert über den Sturm, der an Weihnachten 1999 große Schäden anrichtete.

Auf einem Haufen liegen Steine, deren skurrile Formen Fragen aufwerfen. Dies sind sogenannte „Lösskindel”. Die aus Kalkstein bestehenden Brocken sind die natürlichen Befestigungselemente im Löss. Die interessanten Gebilde bieten vor allem für Kinder die Möglichkeit, Tierformen zu entdecken. Die Besucher werden zum Mitnehmen eines Fundstücks aufgefordert. Die Robert-Meier-Hütte bildet das Ende des Geo-Pfads. Hier ist man schon ziemlich nahe am Funkturm des Kaiser-stuhls und hat einen Blick über die kahlen Hügel von Vogtsburg.

Auf den drei anderen Natur- und Kulturlehrpfaden wird der Natur- und Kulturraum Eichstettens vorgestellt und die Bedeutung der landwirtschaftlichen Aktivitäten für den Erhalt dieses Raumes aufgezeigt. Auf einzelnen Schautafeln wird über geologische Zusammenhänge, über Traditionen bei der Kultivierung von Wein, Obst, Feldfrüchten und Gemüse, aber auch über Aktivitäten der Eich-stettener Bürger zur Lokalen Agenda 21 informiert.

Infomaterialien

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Eichstetten

Geopfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

LUBW: Lehrpfade und Lehrgärten, Arbeitsmaterialien Agenda-Büro Nr. 47, September 2008.

Engen: Hegauer Vulkan Tour

Fünf ehemalige Vulkane, fünf Burgruinen und sensationelle Ausblicke in die Vulkanlandschaft des Hegau und bei entsprechendem Wetter die Alpenkette als Hintergrund.

Eine ca. 34 km lange Streckenwanderung von Engen nach Singen (oder in umgekehrter Richtung). Auf dieser Tour werden die fünf bekanntesten Hegauvulkane erwandert

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Hohenhewen

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Hohenstoffeln

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Mädgeberg

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Hohenkrähen

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Hohentwiel

In Anbetracht des Streckenprofils wird empfohlen, die Tour in 2 Tagesetappen zu wandern. Eine Übernachtung ist in Weiterdingen oder Mühlhausen-Ehingen möglich.

Infomaterialien

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Engen

Hegauer Vulkan Tour – keine Infomaterialien vorhanden!

Homberg: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Felsenmeer“

Geologische Besonderheiten und Naturdenkmale prägen den Rundwanderweg mit geologischem Schwerpunkt.

Sie erwandern zahlreiche Naturdenkmäler, eine noch intakte Naturlandschaft mit zahlreichen Hecken und Wäldchen (bezaubernd ein 500 m langer Heckenhohlweg) und nicht zuletzt alte und neue Zeugnisse des Bergbaus sowie historisch belegte Ereignisse wie der von Merian beschriebene „Erdfall“ des Jahres 1571.

Infotafeln am Wegesrand weisen auf interessante Stätten und Begebenheiten hin.

Wegeinfo

Mit einer Länge von 6,6 km und ausgesprochen wenigen Höhenmetern ist die Geotour Felsenmeer eine leichte und daher auch für Familien mit Kindern geeignete  Erlebnistour.

Die meist naturbelassenen Wege sind größtenteils gut begehbar und in beide Richtungen ausgeschildert. Empfehlenswert ist die Wanderung im Uhrzeigersinn.

Ein neu geschaffenes Aussichtsplateau ermöglicht den Blick in Europas größten Basaltsteinbruch.

Etwa in der Hälfte der Wanderstrecke befindet sich beim Naturdenkmal „Dicke Steine“ ein idealer Rastplatz, der per PKW über den Stadtteil Nieder-Ofleiden problemlos erreichbar ist.

Die Wegstationen
A: Kirschenallee und Magerrasen

Zahlreiche Kirschenbäume säumen hangwärts den beschaulichen Grasweg – im Frühjahr eine Augenweide. Und auch die bereits abgestorbenen Bäume im
Bereich der alten Magerrasenflächen erfüllen ihren Zweck – als Lebensraum von Insekten und Kleinstlebewesen.

B: Ehemalige Kieselgurgruben

Anfang der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts begann eine Firma aus Mannheim auf dem „Hohen Berg“ mit dem Abbau der damals wertvollen Kieselgur. Die ehemaligen Gruben sind heute noch aufgrund der eindrucksvollen Bodenvertiefungen
gut erkennbar.

C: Kieselgurflöz

Die grauweiße Kieselgurschicht in einer Abbauwand des Basaltsteinbruchs ist gut erkennbar. Kieselgur ist ein feinkörniges und hochporöses Pulversediment aus Millionen Schalen von Kieselalgen und wurde vorwiegend als Trägermaterial für
Nitroglyzerin benötigt.

D: Europas größter Basaltsteinbruch ...

… wird nun schon seit über 100 Jahren von der MHI (Mitteldeutsche Hartstein-Industrie) betrieben und ständig weiter ausgebaut. Heute findet hier alle drei Jahre mit der Steinexpo die weltgrößte internationale „Demonstrationsmesse für die Baustoffindustrie“ statt.

E: Die alte Schafstränke...

… wird bereits im 16. Jh. in Zusammenhang mit den Mortwiesen erwähnt. Sie befindet sich nur wenige Meter hinter dem beeindruckenden Naturdenkmal einer uralten knorrigen Linde. Ganz in der Nähe der Tränke soll mal ein Höfchen oder Häus’gen gestanden haben.

F: Naturdenkmal „Dicke Steine“

Die mehrere Meter mächtigen Blöcke in wulstigen Formen liegen zusammengetürmt auf einer Fläche von 20 x 30 Metern seitlich eines Grillplatzes. Die wuchtigen Steine aus Tertiärquarzit sind durch millionenjahrelange Witterungseinflüsse regelrecht durchlöchert.

G: Millionen Jahre Erdgeschichte...

… lassen sich an der Wand einer stillgelegten Sandgrube ablesen. Unten liegen geschichtete Tertiärsande (älter als 23 Mio. Jahre). Die sog. Fließerde ganz oben ist
in den letzten Eiszeiten entstanden. In diese Zeit können wir auch Mammut und letztendlich den Menschen einordnen.

H: Naturdenkmal „Felsenmeer“

Das Trümmerfeld aus hunderten mächtiger Steinbrocken war ursprünglich eine ausgedehnte Bank aus Tertiärquarzit, die durch Auswaschungen und Verwerfungen
schließlich auseinanderbrach. Ein herrlicher naturbelassener Weg führt zwischen den Steinhalden hindurch.

I: Flugwache

Bereits um 1905 wurde an der höchsten Stelle des „Hohen Berges“ ein kleiner Aussichtsturm mit herrlicher Rundumsicht errichtet. Während der Kriegsjahre
wurde von hier aus der alliierte Flugverkehr kontrolliert und an den Fliegerhorst Gießen weitergemeldet.

J: Insektenhotel

Von der NABU errichtet, bietet das Insektenhotel Wildbienen und Solitärwespen Unterschlupf. In Hohlräumen in Holz, Stängeln und sogar in den speziellen Dachziegeln legen sie Brutkammern an.Stechattacken braucht der Beobachter nicht zu befürchten, die Tiere sind harmlos und friedlich.

K: Der Erdfall

Zahlreiche Infotafeln weisen auf geologische und geschichtliche Besonderheiten hin – wie hier die Beschreibung Merians von dem überraschenden Erdfall im Jahre 1571, der quasi über Nacht etliche Äcker auf dem Hohen Berg in die Tiefe riss.

Infomaterialien

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Homberg

Faltblatt Geotour „Felsenmeer“