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Amöneburg: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Kreuz & Quer“

Der Rundwanderweg führt zu den geologischen und biologischen Highlights der Stadt Amöneburg.

Der gut ausgeschilderte Rundwanderweg führt von Amöneburg  zum Schweinsbergre Moor und entlang der Ohm zu den geologischen und biologischen Besonderheiten rund um Amöneburg.

Die Wegstationen
Ziegelhütte

In der näheren Umgebung gab es früher vier Ziegelhütten, in denen Ziegel und Dachsteine aus Ton gebrannt wurden. Das Töpfer- und Ziegelhandwerk kam erstmals 1588 nach Amöneburg. 1663 ließ die Stadt östlich des Ohmübergangs an der Brücker Mühle eine stadteigene Ziegelhütte errichten, die jeweils für drei oder sechs Jahre an sogenannte Ziegler verpachtet wurde.

Mainzer Rad

Auf den denkmalgeschützten Grenzsteinen aus Bundsandstein findet man auf der einen Seite das Mainzer Rad und auf der anderen Seite den hessischen Löwen. Der Erzbischof Willigis von Mainz war Sohn eines Wagenbauers und im Jahr 975 wurden
ihm aus Neid große Wagenräder an seine Tore und Wände gemalt. Daraufhin hat er sich um seine einfache Herkunft zu betonen weiße Räder an die Wände seines Saales malen lassen. Da Amöneburg lange Zeit zu Mainz gehörte, findet man auch im Amöneburger Stadtwappen das Mainzer Rad.

Quarzitabbau

Quarzite (Gestein des Jahres 2012) sind Sedimentgesteine. Das Mineral Quarz ist sehr hart und verwitterungsresistent. Durch das feuchtwarme Klima im Tertiär, vor etwa
40 Millionen Jahren, entstand hier ein besonderer Quarzit. Im Brücker Wald wurde der Tertiärquarzit bis in die 50 er Jahre abgebaut.

Grenzsteine

Sie sehen mit Flechten überzogene historische Grenzsteine, die unter Denkmalschutz stehen. Die Steine sind aus Quarzit und wurden im nahegelegenen Brücker Wald gebrochen.

Brücker Wald

Das über 400 Hektar große Gebiet ist als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) unter anderem aufgrund seines alten Eichen- und Buchenbestandes geschützt. Es gehört damit zum europaweiten Schutzgebietsnetz Natura 2000. Der überaus viel vorkommende sandige Untergrund in dieser Gemarkung und der hohen Population von Feldhasen brachte vermutlich Niederklein den Dorfnamen „Sandhasen“ ein. Vielleicht hören Sie auch den Kuckuck rufen, dem Rüdigheim seinen Dorfnamen „Kuckucker“ verdankt.

Naturdenkmal

Sie kommen vorbei an einer 20 m hohen seltenen Schwarzpappel, die ein Naturdenkmal ist. Der Stammumfang hat 4,7 m und sie ist heute ca. 250 Jahre alt.

Infomaterialien

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Amöneburg

Faltblatt Geotour „Kreuz & Quer“

Textquellen

Faltblatt Geotour „Kreuz & Quer“

Amöneburg: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Stock & Stein“

Geologie hautnah: Rundwanderweg um den ehemaligen Vulkanschlot der Amöneburg. Die Stadt Amöneburg lädt Sie ein auf eine Wanderung rund um die ehemaligen Vulkanschlote der Amöneburg. Hier kann man das Thema Geologie hautnah sehen, spüren und erleben.

Der abwechslungsreiche Wanderweg führt Sie an lokalen Geotopen wie Steinbrüchen und Felsformationen, aber auch an naturkundlichen Besonderheiten und interessanten Biotopen vorbei. Erleben und begreifen Sie, wie unsere Erde und ihre Rohstoffe entstanden sind und auf welchem Fundament sich unsere Landschaft gebildet hat.

Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und des Lebens aufzeigen. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile wie Höhlen, Moore, Seen und Quellen.

Die Wegstationen
Wenigenburg

Die Wenigenburg wurde im 12. Jahrhundert als Vorburg auf dem „wenigen“ oder „kleineren“ Berg, dem zweiten Vulkanschlot, errichtet.

Farnschlucht

An diesem Gesteinsaufschluss im Westen des Basaltmassivs der Amöneburg finden verschiedene Farne gute Wachstumsbedingungen.

Weihersborn und Stockborn

Das Wort „Born“ ist die historische Bezeichnung für einen Brunnen oder eine Quelle.
Ihren Ursprung haben diese Quellen in der vulkanischen Tätigkeit rund um Amöneburg.

Am Stockborn befindet sich eine unterirdische über 600 Jahre alte gemauerte Kaverne, worin das Wasser der umliegenden Quellen gesammelt und mit einer Hand-Pumpe geschöpft wird.

Hecken

Der Amöneburger Heckenhain liegt im Natuschutzgebiet und bietet tausenden Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Trockenmauer

Das Aufschichten von losen Steinen ohne Mörtel und Beton ist die älteste Form des Steinbaus.

Infomaterialien

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Amöneburg

Faltblatt Geotour „Stock & Stein“

Textquellen

Faltblatt Geotour „Stock & Stein“

Homberg: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Felsenmeer“

Geologische Besonderheiten und Naturdenkmale prägen den Rundwanderweg mit geologischem Schwerpunkt.

Sie erwandern zahlreiche Naturdenkmäler, eine noch intakte Naturlandschaft mit zahlreichen Hecken und Wäldchen (bezaubernd ein 500 m langer Heckenhohlweg) und nicht zuletzt alte und neue Zeugnisse des Bergbaus sowie historisch belegte Ereignisse wie der von Merian beschriebene „Erdfall“ des Jahres 1571.

Infotafeln am Wegesrand weisen auf interessante Stätten und Begebenheiten hin.

Wegeinfo

Mit einer Länge von 6,6 km und ausgesprochen wenigen Höhenmetern ist die Geotour Felsenmeer eine leichte und daher auch für Familien mit Kindern geeignete  Erlebnistour.

Die meist naturbelassenen Wege sind größtenteils gut begehbar und in beide Richtungen ausgeschildert. Empfehlenswert ist die Wanderung im Uhrzeigersinn.

Ein neu geschaffenes Aussichtsplateau ermöglicht den Blick in Europas größten Basaltsteinbruch.

Etwa in der Hälfte der Wanderstrecke befindet sich beim Naturdenkmal „Dicke Steine“ ein idealer Rastplatz, der per PKW über den Stadtteil Nieder-Ofleiden problemlos erreichbar ist.

Die Wegstationen
A: Kirschenallee und Magerrasen

Zahlreiche Kirschenbäume säumen hangwärts den beschaulichen Grasweg – im Frühjahr eine Augenweide. Und auch die bereits abgestorbenen Bäume im
Bereich der alten Magerrasenflächen erfüllen ihren Zweck – als Lebensraum von Insekten und Kleinstlebewesen.

B: Ehemalige Kieselgurgruben

Anfang der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts begann eine Firma aus Mannheim auf dem „Hohen Berg“ mit dem Abbau der damals wertvollen Kieselgur. Die ehemaligen Gruben sind heute noch aufgrund der eindrucksvollen Bodenvertiefungen
gut erkennbar.

C: Kieselgurflöz

Die grauweiße Kieselgurschicht in einer Abbauwand des Basaltsteinbruchs ist gut erkennbar. Kieselgur ist ein feinkörniges und hochporöses Pulversediment aus Millionen Schalen von Kieselalgen und wurde vorwiegend als Trägermaterial für
Nitroglyzerin benötigt.

D: Europas größter Basaltsteinbruch ...

… wird nun schon seit über 100 Jahren von der MHI (Mitteldeutsche Hartstein-Industrie) betrieben und ständig weiter ausgebaut. Heute findet hier alle drei Jahre mit der Steinexpo die weltgrößte internationale „Demonstrationsmesse für die Baustoffindustrie“ statt.

E: Die alte Schafstränke...

… wird bereits im 16. Jh. in Zusammenhang mit den Mortwiesen erwähnt. Sie befindet sich nur wenige Meter hinter dem beeindruckenden Naturdenkmal einer uralten knorrigen Linde. Ganz in der Nähe der Tränke soll mal ein Höfchen oder Häus’gen gestanden haben.

F: Naturdenkmal „Dicke Steine“

Die mehrere Meter mächtigen Blöcke in wulstigen Formen liegen zusammengetürmt auf einer Fläche von 20 x 30 Metern seitlich eines Grillplatzes. Die wuchtigen Steine aus Tertiärquarzit sind durch millionenjahrelange Witterungseinflüsse regelrecht durchlöchert.

G: Millionen Jahre Erdgeschichte...

… lassen sich an der Wand einer stillgelegten Sandgrube ablesen. Unten liegen geschichtete Tertiärsande (älter als 23 Mio. Jahre). Die sog. Fließerde ganz oben ist
in den letzten Eiszeiten entstanden. In diese Zeit können wir auch Mammut und letztendlich den Menschen einordnen.

H: Naturdenkmal „Felsenmeer“

Das Trümmerfeld aus hunderten mächtiger Steinbrocken war ursprünglich eine ausgedehnte Bank aus Tertiärquarzit, die durch Auswaschungen und Verwerfungen
schließlich auseinanderbrach. Ein herrlicher naturbelassener Weg führt zwischen den Steinhalden hindurch.

I: Flugwache

Bereits um 1905 wurde an der höchsten Stelle des „Hohen Berges“ ein kleiner Aussichtsturm mit herrlicher Rundumsicht errichtet. Während der Kriegsjahre
wurde von hier aus der alliierte Flugverkehr kontrolliert und an den Fliegerhorst Gießen weitergemeldet.

J: Insektenhotel

Von der NABU errichtet, bietet das Insektenhotel Wildbienen und Solitärwespen Unterschlupf. In Hohlräumen in Holz, Stängeln und sogar in den speziellen Dachziegeln legen sie Brutkammern an.Stechattacken braucht der Beobachter nicht zu befürchten, die Tiere sind harmlos und friedlich.

K: Der Erdfall

Zahlreiche Infotafeln weisen auf geologische und geschichtliche Besonderheiten hin – wie hier die Beschreibung Merians von dem überraschenden Erdfall im Jahre 1571, der quasi über Nacht etliche Äcker auf dem Hohen Berg in die Tiefe riss.

Infomaterialien

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Homberg

Faltblatt Geotour „Felsenmeer“

Laubach: Vulkanregion Vogelsberg – Vulkanring

Rund um die Flanken des Vulkans

Der Vulkanring Vogelsberg ist der große Spitzenwanderweg des Vogelsberges, der Europas größtes erloschenes Vulkangebiet umrundet. Er verläuft auf schönen Wegen durch den Naturpark Vulkanregion Vogelsberg, am Waldrand, auf halber Höhe oder mit herrlichen Fernsichten.

Bei einer Gesamtstrecke von ca. 120 km läßt er sich in 6 Etappen erwandern.

Die Etappen
Etappe 1: Von Laubach nach Schotten-Rainrod

Eine leichte Tour, überwiegend auf festen Wegen fast ohne Steigungen. Ausnahme ist der recht steile Anstieg zum Dörfchen Stornfels, doch kann man sich hier in einem Gasthaus mit schönem Freisitz und Wintergarten erfrischen (Anmeldung empfohlen).

Weich zu gehen sind die erdigen Waldwege, doch können sie nach einem längeren Regen etwas matschig sein. Dafür quert man herrliche alte Buchenwälder und weite Bachtäler wie das der Horloff und der Ulfa.

Etappe 2: Von Schotten-Rainrod nach Schotten-Burkhards

Viele Ausblicke bietet diese Tour.

Der Grillplatz Rainrod, wo wir in den Weg einsteigen, überblickt das obere Niddatal. Vom Eichköppel (Naturschutzgebiet) aus hat man nach dem ersten Aufstieg einen schönen Blick auf die Stadt Nidda und vor dem Abstieg in die andere Richtung zum turmgekrönten Hoherodskopf.

Weitere Höhepunkte der Tour sind das Tal des Eichelbachs und des Hillersbachs. Im Sommer lädt der Gederner See zu einer Badepause ein.

Etappe 3: Von Schotten-Burkhards nach Grebenhain-Herchenhain

Bestimmendes Element der Strecke ist der stete Wechsel zwischen Wiesen, Weiden und Waldgebieten in einem sanften Auf und Ab, weitgehend ohne Kontakt zu besiedelten Gebieten. Daher ist ein Picknick im Grünen angesagt.

Basaltische Höhepunkte im wahrsten Sinne des Wortes sind die „Alte Burg“ (617 m), eine von Moosen und Buchen bewachsene Felsformation, das „Völzberger Köpfchen“ (571 m) und die Herchenhainer Höhe (733 m). Aufgrund dieser Anstiege und der Länge der Etappe ist eine mittlere Kondition erforderlich.

Etappe 4: Von Grebenhain-Herchenhain nach Herbstein

Eine äußerst abwechslungsreiche, mittelschwere Strecke erwartet den Wanderer. Von den aussichtsreichen Höhen geht es in tiefe Wälder. Ein rauschender Gebirgsbach, Felsformationen und Felsengalerien, Waldpfade und eine Allee aus mächtigen Linden machen die Tour zu einem unvergessenen Erlebnis.

Etappe 5: Von Herbstein nach Ulrichstein

Die längste Tour mit einigen stärkeren Anstiegen erfordert mittlere Kondition. Doch vergeht die Zeit im Fluge.

Das Naturerlebnis, das Abschalten und Besinnen beginnt an den Schalksbachteichen, an deren Ufer man zu träumen wagt, und endet auf dem Schlossberg in Ulrichstein mit einem fantastischen Ausblick. Dazwischen die parkartige Landschaft mit Feldern, offenen Wiesen und Hecken, die kunstvoll die Landschaft gliedern.

Interessante kulturelle Stätten liegen am Weg, wie der Galgen bei Hopfmannsfeld und der Totenköppel bei Meiches.

Etappe 6: Von Ulrichstein nach Laubach

Auf dieser Etappe faszinieren vor allem Laubwälder, durchsetzt mit Wiesen- und Bachtälern.

Abwechslungsreich ist der Weg, einmal idyllische Wildnis, ein anderes Mal ländlich mit Kuhwiesen und Pferdekoppeln. Und immer wieder herrliche Ausblicke.

Der Weg führt durch das romantische „Gründchen“, durch Kölzenhain, ein typisches Vogelsbergdorf, vorbei an Basaltbrocken, ehemaligen Mühlen und durch den Schlosspark in die Altstadt von Laubach.

Eine leichte Tour, mit einigen verwurzelten und steinigen Wegen.

Infomaterialien

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Vulkanregion Vogelsberg

Broschüre „Wanderwelt – Tourenvorschläge“

Lauterbach: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Zeitpfad“

Der Pfad steht für Geologie und Erdgeschichte des Vogelsbergs sowie der Geschichte der Region.

Der Zeitpfad ist ein 18 km langer markierter Wanderweg durch die Gemarkung Angersbach. Alle interessanten Punkte werden auf Infotafeln anschaulich erläutert.

Eingebettet in den Zeitpfad ist der 5 km lange Historische Rundgang, mit Informationen zur Ortsgeschichte.

Wegbeschreibung

Angersbach liegt in einem kontinentalen Grabenbruch, dem „Lauterbacher Graben“. Hier zeigen sich als geologische Besonderheit Gesteine wie Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper und Lias, die es sonst so nirgends im vulkanisch geprägten Vogelsberg gibt.

Zu den Höhepunkten der Tour gehören der „Hainig“ mit seinem Bestand an vielhundertjährigen Eichen und einer beeindruckenden Rundumsicht vom Aussichtsturm.

Auf der gegenüberliegenden Seite von Angersbach bietet die restaurierte Ruine der mittelalterlichen Burg Wartenberg, auf einem Felsen oberhalb der Lauter thronend, einen schönen Ausblick über das gesamte Tal.

Infomaterialien

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Lauterbach

Wanderpocketguide „Zeitpfad“

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Lauterbach

Faltblatt „Zeitpfad“

Textquellen

Wanderpocketguide

Lauterbach: Vulkanregion Vogelsberg – Radweg Basalttour

Eine Rad-Rundtour zu den Ursprüngen des Vulkans.

Die Basalt-Tour führt rund 52 km inmitten des Vogelsberges durch eine Landschaft, die geprägt ist durch ein Mittelgebirge, das mit seinen Basalten und Basalttuffen das größte zusammenhängende Vulkangebiet des europäischen Festlandes ist.

Daher rührt auch der Name der Tour, da immer wieder Zeugen der vulkanischen Vergangenheit auftauchen.

Infomaterialien

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Vulkanregion Vogelsberg

Wegbeschreibung „Basalttour“