Erlenbadquelle (21°C)
Obersasbach
Die Thermalquelle von Erlenbad entspringt mitten in einer Wiese im Obersasbacher Gewann „Winterbach“. Man erreicht die Quelle fußläufig über den 1854 angelegten Promenadenweg, der am Sulzbächel entlang direkt zum Brunnenhaus führt.
Die Erlenbadquelle ist seit 1431 als Heilquelle nachweisbar und war ab 1895 im Besitz des Klosters Erlenbad.
Um 1660 befand sich das Kurhaus noch bei der Quelle selbst. Später wurde das Wasser von der Quellfassung mit einer Deichel (Holzleitung) in das 560m NW gelegene Erlenbad geleitet.
Die Quellfassung musste im Laufe der Zeit immer wieder erneuert werden.
1854 wurde die Quelle in einem gemauerten Brunnen von 75cm Breite und 6m Tiefe gefasst.
Die Schüttung betrug 18.000 badische Maas am Tag, also 0,31 l/s.
(1 Maas = 1,5 Liter)
Bei der Quelle in der heutigen Form handelt es sich um einen 41 m tiefen Bohrbrunnen an der leicht erhöhten Rückseite des Brunnenhauses.
Foto: Brunnentröge im Brunnenhaus Erlenbadquelle (Juli 2022)
Das Wasser der Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Therme steigt im Brunnen artesisch auf. Mit einer Austrittstemperatur von knapp über 20°C erreicht es das Kriterium für ein Thermalwasser nur knapp. Der Auslauf ist durch Eisenfällung (Rost) deutlich ockerfarben gefärbt.
Vereinzelt wurde im Wasser auch ein leichter Geruch nach faulen Eiern festgestellt (Schwefelwasserstoff).
Bei der Quelle in der heutigen Form handelt es sich um einen 41 m tiefen Bohrbrunnen an der leicht erhöhten Rückseite des Brunnenhauses.
Der Brunnen befindet sich in einem ca. 4,6m tiefen Schacht an der Rückseite des Brunnenhauses.
Baujahr: 1968
Foto: Brunnenschacht hinter dem Brunnenhaus Erlenbadquelle (Juni 2020)
Bei der Quelle in der heutigen Form handelt es sich um einen 41 m tiefen Bohrbrunnen an der leicht erhöhten Rückseite des Brunnenhauses.
Der Bohrbrunnen befindet sich in einem ca. 4,6m tiefen Schacht an der Rückseite des Brunnenhauses (Baujahr: 1968).
Bei der ein Jahr früher durchgeführten Versuchsbohrung wurden wie folgt Wasserzutritte festgestellt:
12,0m bis 15,0m: 0,42 l/s
15,0 bis 21,5 m: 0,08 l/s
21,5 bis 59,5 m: 0,16 l/s
Temperatur: 20,8°C
Feststoffinhalt: 2.375,62 mg
Bohrprofilaufnahme
LGRB (06.02.2004)
Durch glückliche Umstände war es 36 Jahre später möglich, die vor Ort noch vorhandenen Bohrkerne durch das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) aufnehmen zu lassen.
Foto: Bohrkernaufnahme beim Kloster Erlenbad (Februar 2004)
Brunnenausbau
Der Brunnen ist ausschließlich im Deckgebirge ausgebaut.
Ein ursprünglich bis 60m geplanter Ausbau bis in das Grundgebirge war durch den zu gering gewählten Anfangs-Bohrdurchmesser nicht möglich.
Bohrfirma: Fa. Adolf Keller KG, Steinbach (1968)
Filterstrecke 1
15m bis 29m
(Keuper+Muschelkalk)
4 Zoll
Bohrdurchmesser bis 33,0m: 159 mm
Filterstrecke 2
33m bis 41m
(Buntsandstein)
3 Zoll
Bohrdurchmesser ab 33,0m: 116 mm
Messungen am Ende der Bohrarbeiten ergaben:
Wassertemperatur: 21,1°C
Quellschüttung: 0,22 l/s
(Januar 1968)
Das Brunnenhaus wurde 1976 durch das heutige Gebäude ersetzt.