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Ein wunderschönes Naturschutzgebiet mit zwei Teichen, offene Flächen mit Birken, historische Hafnergruben und eine Ponordoline (Schluckloch) erwarten den Wanderer.

Ein kleines Stück Skandinavien erwartet den Besucher des Naturschutzgebietes Weiherwiesen auf dem Albuch im Ostalbkreis. Das zur Gemeinde Essingen gehörende Gebiet ist reich sowohl in botanischer Hinsicht, wie auch in Bezug auf die Geologie und die historische Nutzung. Seit 1978 steht das Gebiet unter Naturschutz. Es ist im Besitz des Schwäbischen Heimatbundes.

Der Rundweg, welcher übrigens vom Deutschen Wanderverein als Traumtour zertifiziert wurde, führt zu Beginn durch Wald, um dann die offenen Flächen des Naturschutzgebietes zu erreichen. Nach einem Abstecher zu historischen Hafnergruben gelangt der Wanderer über den ebenfalls unter Naturschutz stehenden Weiherschlauch zum „Wasserfall“. Dann geht es leicht aufwärts zur schön gelegenen Ausflugsgaststätte Tauchenweiler und zurück zum Startpunkt.

Wegbeschreibung

Ein kleines Stück Skandinavien erwartet uns hier auf der Ostalb im Naturschutzgebiet bei den Weiherwiesen [1] – offene Flächen mit Birken und Erlen, feuchte Wiesen und zwei kleine Seen umgeben von dunklen Fichtenwäldern. Einer mächtigen, auf der Schwäbischen Alb seltenen Feuersteinlehmdecke, verdankt dieses Kleinod seine Entstehung.

Am großen Parkplatz, kurz vor der schön gelegenen Ausflugsgaststätte Tauchenweiler, starten wir zu unserer Rundwanderung. Gleich nach Verlassen des Parkplatzes in südlicher Richtung biegen wir rechts ab und folgen dem Waldweg zuerst leicht bergan und dann abwärts Richtung Weiherwiesen.

An der zweiten Weggabelung nach links, an einem Wegweiser, biegen wir ab auf die freien Flächen in Richtung oberer Weiher. Eine Hinweistafel informiert uns über das Naturschutzgebiet. Wir betreten über einen Wiesenpfad diese zu allen Jahreszeiten besuchenswerte Landschaft und fühlen uns tatsächlich Richtung Norden versetzt.  Auf dem Damm linker Hand südlich stand Jahrhunderte hindurch das Weiherhaus, das im Sommer und Herbst den Hirten, die hier das Vieh hüteten, als Unterkunft diente.

Nördlich in einem Acker lag einst ein römisches Kastell des Alblimes für ca. 150 Soldaten. Ehemalige Erzgruben, in denen Jahrhunderte hindurch nach Bohnerz geschürft wurde, befinden sich in westlicher und nördlicher Richtung.

Weiter führt uns unsere Runde in südlicher Richtung durch einen Wald, in dem sich historische Hafnergruben [2] (Tongruben für Töpfer) befinden. Abstecher zu den Tongruben: Wir entdecken sie, wenn wir dem ersten Waldweg kurz nach links folgen.

Zurück an unserer Abzweigung nehmen wir den Weg links geradeaus hinaus auf freie Flächen und kommen an eine Wegkreuzung. Hier biegen wir scharf links in den Feldweg durch das Trockental ein, um bald darauf wieder links einem Wiesenweg zu folgen.

Wir gehen nun durch das Ur- Wental, das ebenfalls unter Naturschutz steht. Erdfälle (Einbrüche an der Erdoberfläche) rechts des Weges weisen auf den karstigen Untergrund des ehemaligen oberen Wentalflusses hin. Nach einer Infotafel folgen wir links dem befestigten Weg einige Schritte bis zum „Wasserfall“ [3] rechts. Hier versickert der Bachlauf aus den Weiherwiesen in einer Ponordoline, einem Schluckloch, um dann wieder am Brenztopf in Königsbronn das Tageslicht zu erblicken.

Weiter Richtung Norden gelangen wir kurz danach wieder zu den beiden Infotafeln, an denen wir zu den Weiherwiesen abgebogen sind. Hier nehmen wir den Waldweg scharf rechts bergan Richtung Ausflugsgaststätte Tauchenweiler. Nach einer gemütlichen Rast und Einkehr unter schattigen Kastanienbäumen kehren wir zurück zum Ausgangspunkt.

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Essingen

Weiherwiesen Weg – keine Infomaterialien vorhanden!