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Die erlebnisreiche Wanderung am Rohrhardsberg bietet alles was den Schwarzwald ausmacht.
Von urigen Wäldern, Weiden, Wiesen und ausgedehnten, außergewöhnlich artenreichen Borstgrasrasen, großen Schwarzwaldhöfen mit ihren tiefgezogenen Walmdächern und immer wieder begleitenden malerischen Aussichten, einem rauschenden Bach und einer herrlich gelegenen Einkehrmöglichkeit kann man gar nicht genug bekommen.
Eine Besonderheit: Entlang der Tour angebrachte Kuckucksuhren in allen Formen und Farben dienen den kleinen Waldbewohnern als Brut- und Nistplätze. Über den Winter werden die Kuckucksuhren abgehängt, um sie vor den winterlichen Witterungseinflüssen zu schützen.

Schon gewusst?

Im Jahr 1850 wurde vom Direktor der Großherzoglich Badischen Uhrmacherschule in Furtwangen, Robert Gerwig, zu einem Wettbewerb für ein zeitgemäßes Uhrendesign aufgerufen.

Der folgenreichste Entwurf von Friedrich Eisenlohr versah die Fassade eines Bahnwärterhäuschens mit einem Zifferblatt.

… das Urbild der Kuckucksuhr in Häuschenform war geboren.

Im Jahr 1862 verzierte Johann Baptist Beha aus Eisenbach Kuckucksuhren zum ersten Mal reichhaltig mit geschnitzten Beinzeigern und brachte Gewichte in Form von Tannenzapfen an. Von nun an ist die Bahnhäusleuhr mit üppigen dreidimensionalen Pflanzen- und Tierschnitzereien ein beliebtes Souvenir aus dem Schwarzwald.

 

Die frühesten Kuckucksuhren

Die Ursprünge der Kuckucksuhr sind nicht bekannt.

  • 1619 war Kurfürst August von Sachsen im Besitz einer Kuckucksuhr.
  • 1650 wird eine mechanische Orgel mit Figurenautomaten beschrieben, darunter eine mechanische Kuckucksfigur.  Dieser Kuckuck öffnet automatisch den Schnabel und bewegt Flügel und Schwanzspitze. Gleichzeitig ertönt der Kuckucksruf, erzeugt von zwei Orgelpfeifen.
  • 1669 schlug Domenico Martinelli vor, den Kuckucksruf für die Anzeige der Stunde zu verwenden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war der Mechanismus für eine Kuckucksuhr bekannt.

Die ersten Schwarzwälder Kuckucksuhren

Wer im Schwarzwald mit dem Bau von Kuckucksuhren begann, ist bis heute ungeklärt.

Die ersten Geschichtsschreiber über die Schwarzwälder Uhrmacherei widersprechen sich in dieser Frage.

Einer behauptete 1810, dass Franz Anton Ketterer aus Schönwald zu Beginn der 1730er Jahre als erster Kuckucksuhren gefertigt habe. Ein anderer, dass Michael Dilger in Neukirch und Matthäus Hummel 1742 anfingen, Kuckucksuhren zu bauen.

Die älteste datierbare Kuckucksuhr aus dem Schwarzwald von Johannes Wildi (1755-1820) befindet sich heute im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen.

Deutsches Wanderinstitut

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