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Touren Impakte

We are made of star-stuff. Our bodies are made of star-stuff. There are pieces of star within us all.

Carl Sagan

Astronom

Was ist ein Impakt ?

Ein Impakt (Einschlag, Aufprall, von lat. impactus = eingeschlagen) oder Einschlag bezeichnet die Kollision zweier Himmelskörper mit sehr hoher Geschwindigkeit.

Zahlreiche Einschläge von Kleinkörpern (Meteoroide, Asteroiden und Kometen) sind auf der Erde, dem Mond und anderen Himmelskörpern belegt. Auf dem Festland bildet sich ein Einschlagkrater (Impaktkrater). Die Gesteinsreste des eingeschlagenen Kleinkörpers sind die Meteorite.

Quelle: Wikipedia

Meteorit oder Asteroid?

Meteorite sind Bruchstücke kosmischer Körper, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre abgebremst werden und auf die Erdoberfläche fallen.

Asteroiden sind große kosmische Körper, die beim Einschlag (Impakt) auf der Erde Krater hinterlassen. Das Material des Asteroiden kann dabei vollständig verdampfen, so dass keine Meteoriten gefunden werden können.

Das Nördlinger Ries ist ein Impaktkrater, der durch den Einschlag eines etwa 1 km großen Asteroiden entstand. Der geologische Aufbau der rund 24km weiten Kraterregion wurde dabei grundlegend verändert.

Gefahren durch Meteorite oder Asteroide

Der Einschlag von Asteroiden ist sehr selten, zum Beispiel kommt ein Ereignis der Größenordnung des Ries-Impakts statistisch gesehen etwa alle eine Million Jahre auf der Erde vor.

Ein möglicherweise gefährlicher Asteroid ist der über 300 m große Apophis, der 2029, 2036 und 2068 der Erde sehr nahe kommen wird (2029 nur 31.000km!). Dadurch wird seine Bahn stark beeinflusst, was in der Zukunft zu einer erhöhten Einschlagswahrscheinlichkeit führen kann. Nach derzeitigen Berechnungen wird eine Kollision zumindest für das gesamte 21. Jahrhundert ausgeschlossen.

Die wesentlich häufigeren Einschläge kleiner Meteoriten hinterlassen im Gegensatz dazu in der Regel keine bzw. nur geringe Schäden. Ein Ausnahmeereignis stellt die Explosion eines etwa 19m großen Himmelskörpers im russischen Ural über der Millionenstadt Chelyabinsk im Jahr 2013 dar. Dabei wurden rund 1.500 Personen verletzt, überwiegend durch Splitter von zerplatzenden Fensterscheiben aufgrund der Druckwelle der Explosion.

Wie häufig sind Meteoritenfälle?

Statistisch gesehen fallen etwa 20.000 Meteorite mit einer Masse > 100 g pro Jahr auf die Erde.

Auf die Fläche Bayerns umgerechnet entspricht dies besipielsweise jährlich drei Stück. Somit können Meteoritenfälle auch nur selten beobachtet werden. Noch seltener kommt es vor, dass die Meteoriten auch gefunden werden. Im stark bewaldeten Gebieten fällt dies zudem schwerer als in Wüsten und den Schneeflächen der Polarregionen, woher die meisten der weltweit gefundenen Meteorite stammen.

Automatische Kameraüberwachung

Um möglichst viele Daten über Meteoritenfälle zu sammeln, werden in Mitteleuropa nächtliche Leuchterscheinungen (Meteore oder „Feuerkugeln“) durch automatische Beobachtungskameras des Europäischen Feuerkugelnetzes aufgezeichnet. Aus den Daten mehrerer Kameras, kann berechnet werden, ob Meteoritenmaterial den Erdboden erreicht hat und wo dies in etwa geschehen ist. Die anschließende systematische Suche ist manchmal von Erfolg gekrönt, wie zum Beispiel 2002 im Fall „Neuschwanstein“ und 2016 im Fall „Stubenberg“.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt

Der Tüttensee: Totseissee oder Impakt ?

Der Tüttensee ist ein Toteissee auf dem Gebiet der Gemeinden Grabenstätt und Vachendorf im bayerischen Chiemgau. Die Uferzone des Sees weist verschiedene Verlandungsphasen auf und hat teilweise Niedermoor-Charakter. Am Ufer befindet sich ein artenreiches Landschaftsschutzgebiet. Der See verfügt über eine kleine Abflussrinne im Nordwesten zum Marwanger Bach und ist einer der wärmsten Seen Oberbayerns. Auf dem Südufer befindet sich eine Ausflugsgaststätte mit Strandbad.

Forschungsgeschichte

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte Wilhelm Halbfaß am Tüttensee vom Boot aus Lotungen durch, ermittelte dabei eine maximale Tiefe von 16,2 Metern und erstellte eine Tiefenkarte, die bereits den modernen Untersuchungen fast exakt entsprach. Die Geologie des Gebietes einschließlich des Tüttensees wurde durch Carl Troll 1924 schon bei der ersten wissenschaftlichen Beschreibung des Inn-Gletschers dargestellt. Der See war später mehrmals Gegenstand von Untersuchungen zu den Eiszerfallslandschaften des bayerischen Alpenvorlandes.

2004 wurde der Tüttensee mit der Hypothese des sogenannten Chiemgau-Einschlags in Verbindung gebracht und eine Entstehung als Impaktkrater postuliert. Daraufhin nahm das Bayerische Landesamt für Umwelt eine Bohrung und C-14-Datierungen vor. Diese ergaben, dass Moorbildung und Verlandung des Tüttensees seit über 12.000 Jahren ungestört fortschreiten, was eine eiszeitliche Bildung des Tüttensees belegt und einen zwischenzeitlichen Einschlag ausschließt.

 

Quelle: Wikipedia

Infomaterialien

Tüttensee im Chiemgau

Publikation „Toteiskessel statt Impaktkrater“