Hornberg: Großer Mühlenweg

18.02.2022 | Mittlerer Schwarzwald, Mühlen

Auf dem wanderfreundlichen Rundweg durch das Reichenbach- und Schwanenbachtal kommen wir an zahlreichen traditionellen Schwarzwälder Höfmühlen vorbei. Unterwegs erwarten uns schöne Aussichtspunkte und ein romantisches Felsenlabyrinth.

Die abgelegenen Schwarzwälder Bauernhöfe betrieben früher oft eine eigene Hofmühle, um autark existieren zu können. Die meisten Mühlen wurden jedoch erst nach der Aufhebung des Mühlenbanns erbaut. Bis dahin durfte Getreide nur in der vom Grundherrn bestimmten Kameralmühle gemahlen werden oder der Müller musste den Mühlenzins entrichten. Mit der verbesserten Verkehrsanbindung und fortschreitender Technik verschwanden viele dieser Mühlen wieder bzw. verfielen. Um das kulturelle Erbe zu erhalten, wurden zahlreiche Schwarzwälder Mühlen restauriert. Einige davon werden am Deutschen Mühlentag, immer am Pfingstmontag, für interessierte Besucher geöffnet und ihre Einrichtungen vorgeführt.

Der Hornberger Mühlenwanderweg verbindet zahlreiche Mühlen im Reichenbach- und Schwanenbachtal. Er beginnt an der im Jahr 1837 erbauten Straßerhofmühle am Ortsrand von Hornberg. Im Ortsteil Unterreichenbach folgt die Heilerbauernhofmühle aus dem 19. Jahrhundert. Die Unterschembachhofmühle beim Kenzengut wurde vermutlich schon 1770 erbaut. In ihrer Nähe befindet sich die Heizemehofmühle aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Von der verfallenen Vogtsbauernhofmühle in Oberreichenbach sind nur noch spärliche Reste sichtbar. Voll funktionsfähig ist dagegen die nach 1840 erbaute Untersteighofmühle in Schwanenbach. Eine der größten Schwarzwälder-Hofmühlen der Region ist die 1806 erbaute Zuckerbauernhofmühle. Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Hasenbauernhofmühle wurde erst 1995 -1997 wieder aufgebaut.

Infomaterialien

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Hornberg

Großer Mühlenweg – keine weiteren Infomaterialien vorhanden!

Allgemeine Hinweise

Streckenkilometrierung

Auf der Karte zeigen die Zahlenwerte an dem Track die Kilometrierung der Tour an.

Vor Tourenbeginn

Vor Antritt einer Tour wird generell empfohlen, sich über die Begehbarkeit der Strecke direkt bei den zuständigen Stellen vor Ort bzw. bei den Wegebetreibern zu informieren, insbesondere nach Unwettern oder während des Holzeinschlags.

Nebenwege

Manche Touren verlaufen teilweise auf "off-grid"-Abschnitten (wenig genutzte Nebenwege außerhalb der bekannten Hauptwege). Solche Wegabschnitte sind teilweise durch stärkeren Bewuchs oder querliegende Baumstämme weniger gut begehbar und können durch einen Blick auf die Karte meist auch umgangen werden.