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Grubenwanderwege

© Gemeinde Schwalbach

Mit freundlicher Genehmigung.

Vielen Dank.

Ausgangspunkt: Griesbornschacht/Eisenbahnschacht Griesborn, Parkplatz Reitanlage

Länge : ca. 9 km

Wanderzeit: ca. 2,25 Stunden

Schwierigkeitsgrad: leicht, nicht geeignet für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen

Der Griesbornschacht (Eisenbahnschacht), an dem unsere Wanderung beginnt, wurde 1857 abgeteuft und war bis 1950 in Betrieb. Verlässt man alte Schachtgelände führt die Wanderung vorbei an dem sanierten „alten Kesselhaus“ der ehemaligen Grubenanlage Griesborn.

Das Kesselhaus, das letzte noch unverfälschte erhaltene Gebäude der einstmals weitläufigen Grubenanlage mit einer Bausubstanz, die erhalten und auch möglichst entsprechend ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung genutzt werden sollte, beinhaltet heute das wohl im südwestdeutschen Raum einzigartige Schmiede- und Schlossermuseum.  Hier werden historische Maschinen und Werkzeuge ausgestellt, die die Arbeit der Handwerker und Bergleute aus vielen Jahrhunderten wieder in die Öffentlichkeit rücken. Das Schmiede- und Schlossermuseum ist geöffnet von Mai bis Oktober.

Einblicke in die Vergangenheit gibt außerdem das in unmittelbarer Nähe eingerichtete Flachsmuseum. Von einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit, dem Flachs, wird in dem Museum der Werdegang vom Samen bis hin zum fertigen Produkt Leinen dokumentiert. „Riffelbock, Breche, Klopfbock, Schwingbock, Hechel“ – in ihrer Gesamtheit alles Geräte, die zur Herstellung des Textilienstoffes Leinen benötigt wurden. Die genannten alten Gegenstände sind im Flachsmuseum untergebracht und teilweise noch voll funktionsfähig.

In der Nähe ist noch das Mundloch des früheren Kettenstollens zu finden. Hier kann man sich über die bergbauliche und industrielle Geschichte des Ortes informieren. Der Stolleneingang wurde im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme durch eine Gruppe der Katholischen Erwachsenenbildung Lebach hergerichtet. Im weiteren Verlauf der Wanderung kommt man am Westwallbunker Nr. 650 vorbei, der im August 1939 in einem Guss hergestellt wurde. Bei dieser Bunkeranlage handelt es sich um einen 3-Schartenbunker (Kuppelbunker) mit Gruppe und flankierenden Anlagen.

In der unmittelbaren Nähe befanden sich ehemals 2 Wetterschächte, Jacob I und II, später Wetterschacht I und II, im Volksmund auch „Moppel“ genannt. In Höhe des Westwallbunkers Nr. 659, einer stark zerschossenen Panzerkuppel, kann man die schöne Aussicht auf umliegende Orts- und Landschaften im Saartal bis hinunter zu den Gauhöhen genießen. 1866 erfolgte das Abteufen des Ensdorfer Schachtes als Wetterschacht, Ab 1870 war er dann Förderschacht.

Am Kohlenlagerplatz vorbei und einem weiteren Westwallbunker Nr. 660 (3-Schartenturm) führt der Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Schwalbach

Grubenwanderwege – keine Infomaterialien vorhanden!