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Der Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad mit Start- und Endpunkt am Bahnhof Triberg mit insgesamt 16 Verweilstationen gliedert sich auf in zwei Etappen „Unterer Erlebnisweg“ sowie „Oberer Erlebnisweg“, von jeweils ca. 6 km Länge, die auch miteinander verbunden werden können. Darüber hinaus besteht eine Einstiegsmöglichkeit in den Pfad aus Richtung Hausach – Hornberg bzw. aus Richtung St. Georgen. Auf Grund des alpinen Charakters der Landschaft sind die Touren für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Sie sind nicht mit dem Kinderwagen befahrbar.

Ausgangspunkt für beide Touren ist der Bahnhof Triberg. Eine Ausstellung im Bahnhofsgebäude und Installationen im Bahnhofsbereich bilden den Auftakt und den Abschluss eines gelungenen Ausflugs auf den Erlebniswegen. Details über den Pfad sowie weiterführende Informationen werden dort für den Besucher bereit gehalten. Auch ist ein kleines Kino eingerichtet, in dem Kurzfilme zur Schwarzwaldbahn gezeigt werden.

Unterer Erlebnisweg

 

Länge: 6,5 km
Reine Gehzeit: ca. 2 Stunden

Stationen: 1 bis 16

Dieser Teil des Weges hat eher alpinen Charakter. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Triberg. Der Weg führt zunächst talabwärts entlang des „Göttlerwegs“, dann zum unteren Dreibahnenblick an Station 2. Nach einem kurzen Stück zurück erfolgt der Abgang zur „Weltgrößten Kuckucksuhr“. Es folgt der steilere Anstieg bis zur Station 3. Einen beeindruckenden Ausblick genießt man vom Vierbahnenblick an Station 4. Weiter geht es direkt am Tunnelportal des Gremmelsbacher Tunnels an Station 5 hoch bis zum oberen Dreibahnenblick an Station 6. Ein völlig anderes Panorama mit einer offenen Landschaft und einer tollen Ansicht auf Triberg bietet sich dem Besucher an Station 7. Es folgt der Abstieg zur Station 8 am Gerwig-Denkmal beim Triberger Bahnhof.

Bahnhof Triberg – Ausstellung

Der Bahnhof in Triberg ist Ausgangs- und Endpunkt des Schwarzwaldbahn-Erlebnispfades. Das Gebäude und der Vorplatz sind deshalb Dreh- und Angelpunkt. Im Innenraum lädt eine Dauerausstellung dazu ein, sich über die Geschichte der Schwarzwaldbahn zu informieren. Im Kino gibt es laufende Filmvorführungen von der Führerstandsmitfahrt bis zu Panoramabildern. Der Vorplatz ist geprägt von der großen Dampflokomotive 50 245, die als Denkmal ihren Platz in Triberg gefunden hat. Info- und Bildtafeln erläutern die Wanderroute und führen die Besucher auf die beiden Streckenabschnitte.

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Tunnelbau

Direkt an der Eisenbahnlinie am Gewann „Halde“ gelegen, ist die Station der Geschichte des Tunnelbaus gewidmet. Eine Originalkipplore verdeutlicht, wie schwierig die Arbeiten damals waren. Zudem ist der „Untere Dreibahnenblick“ ein wunderbarer Photostandort, an dem man die Bahn hautnah und mit ein paar Minuten Geduld gleich dreimal verfolgen kann, wie sie aus der Schwarzwaldlandschaft immer wieder auftaucht.

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Fußwege – Bahnwege

Mitten im Wald, gelegen an einer Waldlichtung und Weggabelung, findet eine reizvolle Auseinandersetzung mit dem Verkehrsträger Schiene statt. Dem Besucher werden auf einfache und klare Weise der Aufbau der „Straße der Bahn“ mit Originalschienen- und schwellenmaterialen aufgezeigt.

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Vierbahnenblick

Dieser Platz zeichnet sich dadurch aus, dass die Schwarzwaldbahn gleich vierfach zu sehen ist. Eine ausragende Plattform an einem exponierten Felsen eröffnet spektakuläre Blicke auf die Bahnlinie und die umgebende Landschaft. Mit Spannung und Nervenkitzel kann dann der nächste Zug erwartet werden.

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Gremmelsbacher Tunnel

Ein besonderes Erlebnis ist die sinnliche Wahrnehmung des Weges. Diese Station sensibilisiert den Nutzer zum bewussten Hören im Fußgängertunnel und direkt an der Bahnlinie am Gremmelsbacher Tunnel. Im Originalfernsprecher kann auf Knopfdruck unter anderem die Geräusche einer Dampflokomotive, einer Diesellok und einer E-Lok abgerufen werden.

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Oberer Dreibahnenblick

Hoch oben eröffnet sich an diesem Platz ein wunderbarer Blick über den Schwarzwald und hinunter auf die Bahnlinie, die hier aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen ist. Die eingelassenen Gravuren im Bodenblech der Station zeigen den Verlauf der Schwarzwaldbahn. So läßt sich die topographische Lage und das Meistern der Höhen auch optisch sehr gut nachvollziehen.

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Panoramen – Energie, Landwirtschaft

Die Integration des Weges in die Schwarzwaldlandschaft steht auf besonderer Weise im Mittelpunkt. Genießen Sie in der Schutzhütte eine längere Rast mit dem herrlichen Blick auf Triberg bis hin zu den Wasserfällen und den umliegenden Bergen. Was der Energiewandel bei der Bahn bewirkt hat, erfahren sie auf der Thementafel der Station.

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Robert-Gerwig-Denkmal

Schon seit 1887 wurde dem Erbauer der Schwarzwaldbahn Robert Gerwig (1820 – 1885) in Triberg ein Denkmal gesetzt. Es würdigt das Leben und Wirken Gerwigs. Mit seiner Idee, Höhenunterschiede durch Doppelschleifen und Kehrtunnel zu überwinden, schrieb er Bahngeschichte und fand weltweit Beachtung. Der riesige Gedenkstein wurde damals übrigens in einer abenteuerlichen Art und Weise vom Wasserfallgebiet durch die Stadt transportiert.

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Oberer Erlebnisweg

 

Länge: 6 km
Reine Gehzeit: ca. 2 Stunden

Stationen: 9 bis 8

Nach dem Steilanstieg vom Bahnhof über das Gerwig-Denkmal an Station 8 und die Station 9 im Gebiet Hohnen, genießt man herrliche Ausblicke auf die Bahn an den Stationen 10 und 11. Einen schönen Aufenthaltscharakter bieten die Stationen 13 und 14 beim Bahnübergang Kreisbach am hinteren Ende des oberen Erlebniswegs. Der Weg führt zurück über den ehemaligen Bahnhof Nußbach bei Station 15 sowie dem schönen Postkartenmotiv an Station 16 bis an den Triberger Bahnhof.

Eine direkte Verbindung beider Touren besteht zwischen Station 7 und 8. Hier die Übersicht der einzelnen Stationen mit Kilometerangaben, gerechnet ab dem Bahnhof Triberg, sowie eine Höhenangabe der Station.

Topographie

Auf sechs Meter Länge wird die eigentliche Ingenieurleistung Gerwigs – die Überwindung der topografischen Verhältnisse – dargestellt und erläutert. Zeichnungen und Originalpläne zeigen mit welcher handwerklichen Präzision und im Vergleich zu heute einfachen Hilfsmitteln die Schwarzwaldbahn geplant und realisiert wurde. An dieser Stelle befindet sich einer der wenigen Abschnitte des Pfads, wo die Schwarzwaldbahn auf einem Bahndamm geführt wird.

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Hofgeschichten

Die Linie der Schwarzwaldbahn durchkreuzte so manch bebautes Gebiet und viele Höfe mussten umgesiedelt werden. An dieser Stelle direkt auf dem heutigen Gleis stand um 1870 noch das „Pfriemen-Häusle“ von Franziska Schneider, der Witwe des Altbürgermeisters Johann Georg Kienzler.

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Panoramen und Landschaft

Machen Sie ein kleine Rast und genießen Sie den Blick auf die Schwarzwaldlandschaft direkt über dem Tunnel. Die Integration der Bahnlinie in die Schwarzwaldlandschaft zeigt die einzigartige Harmonie von Technik und Natur.

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Eisenbahn als Lastenträger

Das Thema dieser Station ist der Güterverkehr auf der Schwarzwaldbahn. Die Eröffnung 1873 brachte den lang ersehnten Transportwandel von den Fuhrwerken auf die Schiene. Eine als Leitplanke entwickelte Bilderreihe gewährt einen Einblick in die Transporte der ersten Jahre bis zur Gegenwart.

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Der Bahnwärter – Signaltechnik

Direkt am Bahnübergang gelegen thematisiert die Station die Aufgaben der Bahnwärter. Hier zeigt sich die Weiterentwicklung der Bahn aus der Vergangenheit bis zu den heutigen technischen Möglichkeiten der Kommunikation.

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Technik und Spiel

An dieser Station befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Bahn der gut gesicherte Spielplatz. Mittelpunkt ist ein weitläufiger Platz mit einer Grillstelle, die zum Verweilen einlädt und viele Spielmöglichkeiten zur aktiven Pause für Kinder und Jugendliche. Mit Blick auf die realen Oberleitungen der Bahn wird die Elektrifizierung der Schwarzwaldbahn thematisiert.

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Nußbacher Bahnhof

Ungenutzte Bahnübergänge, verlassene Bahnsteige findet man immer mal wieder entlang der Bahnstrecke. Am Beispiel des heute nicht mehr genutzten Nußbacher Bahnhofs wird der Strukturwandel und seine Folgen dargestellt. Ein Bahnsteig, eine Schranke und ein Bahnübergang ist übrig geblieben. Am ursprünglichen Bahnhofsstandort zeigt eine Großleinwand das Aussehen des früheren Gebäudes.

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Leben an der Schwarzwaldbahn

Entlang der Bahnstrecke gibt es unzählige Schwarzwaldhöfe, die man aus dem Zug heraus bewundern kann. Vom Leben der Menschen in unmittelbarer Nähe berichtet diese Station mit einem wunderbaren Blick auf Hof und Bahn.

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Download Infobroschüre

mit Übersichtskarte und Wegstationen

(externer Link)

Schon gewusst?

Erste Planungen für den Bau einer Bahnstrecke, die den Schwarzwald zentral queren sollte, gab es bereits in den 1840er Jahren. Allerdings wurden diese zunächst wieder verworfen, da die damals nur zur Verfügung stehenden, noch relativ leistungsschwachen Lokomotiven eine flache, technisch hoch aufwändig zu bauende und unbezahlbar teure Streckenführung erfordert hätten.

Ursprünglich sollte eine solche Bahnlinie als Zubringerstrecke zur Gotthardbahn über den ersten deutsch-schweizerischen Grenzübergang bei Waldshut und Koblenz dienen. Die geologischen Probleme in der Wutachschlucht verhinderten jedoch den Bau der Bahn ab Donaueschingen Richtung Süden, stattdessen wurde der Schweizer Kanton Schaffhausen in einem weiten Bogen umfahren und Singen, unweit des Bodensees, zum Endziel bestimmt.

Planung und Bau lagen in den Händen des Eisenbahningenieurs Robert Gerwig.

Technische Besonderheiten

Die Schwarzwaldbahn gilt als erste Gebirgsbahn, welche durch Kehren künstlich verlängert wurde, um die Steigung zu begrenzen. Die maximale Steigung liegt zwischen 20 und 25 Promille. Andernfalls wäre abschnittweise Zahnradbetrieb unvermeidlich gewesen.

Die Bahn überwindet zwischen den Städten Hausach und St. Georgen einen Höhenunterschied von mehr als 564 Metern. Die beiden Orte liegen in der Luftlinie nur 21 Kilometer auseinander, die Entfernung auf der Schiene beträgt dagegen 38 Kilometer.

Im Gegensatz zu den vielen Tunneln (37 allein zwischen Hausach und St. Georgen) existiert an der Schwarzwaldbahn nur ein großer Viadukt in Hornberg. Die Strecke unterquert auf ihrem Weg von Norden nach Süden zweimal die europäische Hauptwasserscheide: im 1697 Meter langen Sommerauer Tunnel (zwischen Triberg und St. Georgen) und im 900 Meter langen Hattinger Tunnel (zwischen Immendingen und Engen). Der Glasträger-Tunnel III bei Hornberg misst 18 Meter und ist damit seit 2010, als der Felstortunnel gesprengt wurde, das kürzeste Tunnelbauwerk im Netz der DB.

Auch die Sicherungstechnik an der Schwarzwaldbahn ist bemerkenswert. So findet sich jede Bauform von Stellwerken: angefangen vom mechanischen in Villingen über ein relaisgesteuertes in Triberg bis hin zum elektronischen in Immendingen.

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Schwarzwaldbahn

Die Schwarzwaldbahn verbindet Offenburg und Singen (Hohentwiel) auf einer 149 km langen Strecke. Mit einem Höhenunterschied von rund 670 Metern und einer maximalen Steigung von 20 Promille ist die Bahn mit 39 Tunnels eine der tunnelreichsten und brückenärmsten Gebirgsbahnen Europas.

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Denkmalschutz

Die Badische Schwarzwaldbahn ist in ihrer gesamten Länge als Sachgesamtheit ein Kulturdenkmal aufgrund von § 2 Abs. 1 des Gesetzes zum Schutz der Kulturdenkmale des Landes Baden-Württemberg (DSchG Baden-Württemberg).