Schramberg: Geologischer Lehrpfad (GeoTour Schramberg)

Der geologische Lehrpfad Schramberg wurde vom Geographieteam um Professor Rainer Glawion der Universität Freiburg angelegt und um 2022 von Dr. Andreas Megerle im Rahmen seiner GeoTouren im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord als GeoTour didaktisch aufbereitet. Die Wegepflege und Unterhaltung erfolgt durch die Naturfreunde Schramberg.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten.

Spannende Erdgeschichte im Schwarzwald, Steine aus Jahrmillionen zum Anfassen

Der Geologische Lehrpfad in Schramberg-Talstadt lässt das Herz von geologisch Interessierten höherschlagen. Durch den Schlossberg von Schramberg verläuft die Schramberger Hauptverwerfung, an der sich die Gesteine gegeneinander verschoben haben. Zweimal führt der Lehrpfad über die Störung. So sieht man heute am Weg, rechts und links und auf gleicher Höhe unterschiedliche Gesteine aus verschiedenen Erdzeitaltern.

Geologie  zum Anfassen und ein Blick in die Erdgeschichte

14 Schautafeln entlang des Geologischen Lehrpfads entschlüsseln die Spuren der rund 300 Millionen Jahre alten erdgeschichtlichen Vergangenheit des Schwarzwalds.

Der Weg schlängelt sich auf 2,5 Kilometern zur Burgruine Hohenschramberg hinauf. Zurück kann man auf dem Vegetationskundlichen Pfad (1,5 Kilometer) wandern.

Start des Geologischen Lehrpfads ist am Parkplatz Geißhalde bei der Firma Junghans. Einkehren kann man im Gasthof Burgstüble an der Burgruine.

Die GeoTour macht mit ihren Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zum spannenden Outdoor-Erlebnis.

Themen

Burgenstandort, Geologie und Landschaft, Landschaftsgeschichte, Schramberger Hauptverwerfung und Becken „Geo-Lebewesen“, Rohstoffnutzung, Wasserfall, Verwitterung, Wasser.

 

Gesteins-/Mineralienarten

Triberg-Granit, Rotliegendes mit groben Sandsteinen und Fanglomeraten, Sandsteine und Dolomitgesteine der Kirnberg-Formation mit Perm-„Karneolen“, Tigersandstein, Ecksches Konglomerat, Badischer Bausandstein (nur Bauwerke), Geröllsandstein (z.T. mit Quarzgeröllen und Tonsteinen), Granitporphyr, Harnische (selten), Kalksinter, Ton.

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Begleitbroschüre.

Start und Ziel

Parkplatz Geißhaldenstraße 31, Schramberg

Stationen
Station 1: Schlammströme begruben alles unter sich
Station 2: Hat das Gestein Sonnenbrand?
Station 3: Hier ist die Erdkruste zerbrochen
Station 4: Gesteinsschmelze schafft sich Platz
Station 5: Steter Tropfen höhlt den Stein
Station 6: Der Mensch nutzt die Kraft des Wassers
Station 7: Wasser, Luft, Sonne und Eis lassen harten Granit zerbröseln
Station 8: Porphyr hinterlässt einen Scherbenhaufen
Station 9: Buntsandstein
Station 10: Den Flüssen ging die Kraft aus
Station 11: Ein Flussarm bahnte sich ein neues Bett
Station 12: Diese Felsen befanden sich einst tief unter dem Meeresgrund
Station 13: Die Abtragung des Schwarzwaldes begann zugleich mit seiner Hebung
Station 14: Rückblick: Auch Gebirge sind vergänglich

Infomaterialien

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Geologischer Lehrpfad Schramberg

Schautafeln

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GeoTour Schramberg

Begleitbroschüre „330 Millionen Jahre Erdgeschichte“

Textquellen

Schönau-Tunau: Pfad ins Erdaltertum

Die Umgebung der kleinen Gemeinde Tunau bei Schönau im südlichen Schwarzwald liegt im Bereich einer geologischen Nahtstelle, der sog. Badenweiler–Lenzkirch-Zone.

Es handelt sich um einen 2–5 km schmalen, quer durch den Südschwarzwald verlaufenden Streifen, in dem an einer alten Plattengrenze schwach umgewandelte Sedimentgesteine und Vulkanite aus dem Erdaltertum (Unterkarbon) vorkommen (Sawatzki & Hann, 2003).

Der Pfad ins Erdaltertum erklärt an mehreren Stationen die Gesteine, die bei der damaligen Kollision zweier Kontinentalplatten entstanden sind.

Die Felsblöcke sind auf einer kleinen Fläche angeschliffen, so dass die Mineralkörner gut zu erkennen sind. Die einzelnen Stationen sind allerdings nur durch Nummern gekennzeichnet.

Eine ausführliche Broschüre dazu ist bei der Touristeninformation in Schönau oder bei schwarzwaldregion-belchen.de/de/prospekte erhältlich.

Sie enthält anschauliche Grafiken und Fotos und gibt zudem auch Auskunft über die erdgeschichtliche Entwicklung der umgebenden Landschaft, die man von mehreren Aussichtspunkten gut überblicken kann (Lehnes & Tochtermann, 2001).

Textquelle: Webseite LGRBwissen

Der Pfad ins Erdaltertum beginnt in Tunau und führt hoch zum Zweistädteblick. Von dort aus gibt es verschiedene Möglichkeiten zurück zum Ausgangspunkt.

Wegstationen
Station 1: Tunau auf dem Vulkan?
Station 2: Erstarrte Lava

Glutflüssige Lava ist an der Erdoberfläche erstarrt

Station 3: Zerstörung des Gesteins

Wasser, Sonne und Pflanzen zerstören auch den härtesten Fels

Station 4: Erste Wälder und Riesenlurche

Dinosauriern konnten die Vulkanausbrüche nichts anhaben

Station 5: Fremdgestein aus der Tiefe

Ein Quarzstück widerstand dem glühenden Magma

Station 6: Tonsteine und Conodonten-Tierchen

Diese Tongesteine stammen vom Meeresgrund

Station 7: Mit Tempo 200 zum Meeresgrund
Station 8: Auf halbem Weg stecken geblieben
Station 9: Die große Kollision

In der Knautschzone einer gewaltigen Kollision

Station 10:Die Naht des Südschwarzwaldes

Die Nahtzone durchzieht den ganzen Südschwarzwald

Station 11: Alles vergeht

Wo einst das Gebirge aufragte, haben sich später Fischsaurier im warmen Meer getummelt

Infomaterialien

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Pfad ins Erdaltertum bei Schönau

Kurzbeschreibung LGRB

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Infobroschüre „Pfad ins Erdaltertum“ (1999)

bei der Tourist-Information in Schönau noch erhältlich (Stand: 2025)

Textquellen

Infobroschüre „Pfad ins Erdaltertum“

Baiersbronn: Steine erzählen Geschichte

Die Wanderung entlang der Rotmurg vermittelt einen Einblick in den komplizierten Aufbau des Grundgebirges und in die Hinterlassenschaft einst tätiger Vulkane. Viele verschiedene Gesteine, dazu noch die Auswirkungen der eiszeitlichen Vergletscherung auf die Oberflächenformen sind zu erkennen.

Die Wanderung beginnt in der Ortsmitte von Obertal und endet beim Naturschutzzentrum Ruhestein. An 36 Stationen und in einer zur Rast einladenden Hütte mit weiteren Informationen werden Geologie und Landschaftgeschichte des Rotmurgtals erklärt. Aber auch volkskundliche, wald-, vegetations- und gewässerkundliche Aspekte kommen nicht zu kurz.

Wegstrecke ca. 7 km.

Infomaterialien

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Baiersbronn

Faltblatt „Steine erzählen Geschichten“

Textquellen

Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (Hrsg.) (2020): LGRB-Kartenviewer – Layer Geotouristische Übersichtskarten – Unterlayer Lehrpfade.

Wolfach: Zu Gneisen und Graniten

Warum lassen Quellen Bäume manchmal Haken schlagen? Was verraten Aufschlüsse als Fenster in die Erdgeschichte?

Wie kam die „blaue Blume“ auf den Wolfacher Burghügel? Wozu wurden die geheimnisvollen Hügel mitten im Wald angelegt?

Warum brauchen Feuersalamander-Larven Steine im Bach? Wer wohnt in den Ritzen von Trockenmauern?

Welches Gestein war der Amphibolit in seinem „ersten Leben“? Wo findet man Quarz und welcher Wolfacher Betrieb verarbeitet ihn heute noch?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es auf dieser spannenden Entdeckertour über Steffelsbach, Frauenwald und Schlössle. Die Tour ist landschaftlich besonders reizvoll und auch für Kinder spannend. Die Hauptthemen sind Landschaft und Gesteine, der Triberg-Granit und die Burgruine Wolfach.

Insgesamt elf Gesteine, darunter sehr seltene Arten wie Kalkspat und Kupfererz, warten am Wegrand darauf, entdeckt zu werden.

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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GeoTour Wolfach

Begleitbroschüre „Zu Gneisen und Graniten“

Oberwolfach: Steile Täler-schöne Steine

Diese Tour macht mit ihren Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zu einem spannenden Outdoor-Erlebnis.

Die GeoTour im landschaftlich reizvollen Gelbachtal führt entlang zahlreicherer interessanter Gesteins- und Mineralienarten wie der Para-Gneis, Ortho-Gneis, Gesteine des Erzenbach-Komplexes, Schwerspat, Gang-Quarze oder badischer Bau-Sandstein.

Die Wanderstrecke ist für kleinere Kinder nicht geeignet, weil es steile Anstiegspassagen gibt.

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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GeoTour Oberwolfach

Begleitbroschüre „Steile Täler – schöne Steine“

Hausach: Quellen, Gänge und Gesteine

GeoTour mit vielen Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen zum Thema „Steine und Geologie“ – spannendes Outdoorerlebnis

Kleine aber feine, kühl-schattige und quellenreiche GeoTour mit vielen Stationen. Die Tour in großer Stille und mit wunderbarem Tannenduft verläuft in einer Höhe von bis zu 800 m am Brandenkopf, aber ohne größere Steigungen. Ideal für den Sommer und ideal für Kinder und Senioren, auch für Bollerwagen geeignet.

Hauptthemen

Gänge, Landschaft und Geologie, Quellen, typische Gesteine des Mittleren Schwarzwalds, Granophyr

Weitere Themen

Historischer Bergbau und Landschaft, Geo-Pflanzen, Geo-Tiere

Gesteinsarten

Ortho-Gneis, Para-Gneis, Granophyr, Gang-Quarze, Badischer Bausandstein, Schwerspat, Erze

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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GeoTour Hausach

Begleitbroschüre „Quellen, Gänge und Gesteine“