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Der Start der Tour befindet sich am Wanderparkplatz „F“ am Kaltenbronn.

Ein Highlight der Rundtour ist gleich zu Beginn der Rundumblick vom Hohlohturm in das Murgtal und das Rheintal. Bei klarer Sicht reicht der Blick hier sogar bis in die Vogesen und die Alpen.

Weiter dem Weg folgend hält der dortige Bannwald besondere Naturerlebnisse bereit. Ohne menschliches Zutun hat der Wald die Möglichkeiten, sich zum „Urwald von Morgen“ zu entwickeln. Ein anderer Abstecher, der sich lohnt, ist die „Jägerschaukel“, die dazu einlädt, den Blick über Bad Wildbad und Dobel schweifen zu lassen. 

Anschließend wartet ein wundervoller Weg auf Holzbohlen durch das Herzstück der Tour, das Wildseemoor. Hier erwartet den Wanderer ein Naturerlebnis, das er so schnell nicht vergisst. Birken, Moose und das mystische Moor.

Wildseemoor

Der Wildsee befindet sich in einer Höhenlage von 909 m ü. NN auf einer Hochebene zwischen Bad Wildbad, Gernsbach und Forbach. Die Fläche des Sees beträgt ca. 1,2 ha.

Wegführung

Die Moorlandschaft wird von einem durch den Schwarzwaldverein angelegten Bohlenweg durchzogen, der den See direkt passiert. Der Bohlenweg darf aufgrund der besonderen Empfindlichkeit dieser Landschaft auf keinen Fall verlassen werden. Die Beschilderung des Wanderwegs (Mittelweg Pforzheim–Waldshut) führt heute um das Naturschutzgebiet herum.

Entstehung

Auf den Buntsandsteinhochflächen des Nordschwarzwalds entwickelten sich seit dem Ende der letzten Eiszeit mehrere Plateaumoore.

Das Wildseemoor zwischen Enz- und Murgtal in 908 m NN ist von diesen das schönste und gleichzeitig größte. Der badische Teil wurde bereits 1914 unter Naturschutz gestellt, im Jahre 1928 folgte der württembergische Teil. Im Zentrum liegt ein ausgeprägtes Hochmoor mit Torfmächtigkeiten bis zu 7,9 m, das hier aufgrund der kühlen Temperaturen und der hohen Niederschläge (bis zu 1800 mm pro Jahr) entstehen konnte. Die Randbereiche sind als Niedermoor entwickelt.

Das Wildseemoor weist auf einer Fläche von rund 2 km² mehrere kleinere Kolke auf, dazu zwei größere offene Wasserflächen, den Wildsee und den etwas kleineren Hornsee.

Quelle: LGRBwissen

Naturschutzgebiet

Die urwüchsige Moorlandschaft rund um den Wildsee gilt als größtes naturbelassenes Hochmoorgebiet Deutschlands. Die Hochflächen zwischen dem Sommerberg und Kaltenbronn wurden als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Inmitten eines riesigen Waldgebietes liegt eine urwüchsige Landschaft mit Hoch- und Waldmooren, Karen und Blockhalden.

1928 wurde das Wildseemoor zum „Bannwald“ erklärt. In den Jahren 1939 und 1940 wurden die Naturschutzgebiete Wildseemoor und Hohlohsee ausgewiesen.

Im Jahr 2000 wurde ein großer Teil des Gebietes am Kaltenbronn zum Natur- und Waldschutzgebiet „Kaltenbronn“ erklärt. Das Gebiet ist auch Teil des europäischen Schutzgebietssystem „Natura 2000“. Naturschutz- und Forstverwaltung verfolgen gemeinsam das Ziel, diese einzigartige Moor- und Waldlandschaft des Kaltenbronn mit seinen Pflanzen und Tieren zu erhalten und zu schützen.

Infomaterialien

Gernsbach

Faltblatt „Hohlohsee und Wildsee: Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn“