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Im oberen Wollbachtal in Kandern-Egerten befindet sich seit 1929 ein alter Kalkbrennofen, in dem früher aus den Kalksteinen des Mitteljura Branntkalk hergestellt. Der Brennofen wurde  Ende der 1960er Jahre renoviert.

In Ergänzung zu den Renovierungsarbeiten im und am Kalkofen wurde der geologische Erlebnispfad angelegt, um die geologischen Besonderheiten dieses Gebietes zu vermitteln.

Der Pfad führt über einen historischen, heute überwachsenen Hohlweg. Besondere Sehenswürdigkeiten sind neben den Zeugnissen des früheren Bergbaus auch eine Kalksteinwand mit Lösungshohlkehlen, die alte Karstwasserstände eines alten Höhlensystems anzeigen.

Der Pfad verläuft entlang der Rheintal-Flexur, der südlichen Fortsetzung der  Schwarzwald-Randverwerfung. Aufgrund der tektonisch bedingten Lagerungsverhältnisse streichen im Wollbachtal auf engstem Raum Gesteine desr Trias (Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper) und des Jura aus.

Der Lehrpfad erschließt v.a. Gesteine des Mitteljura (z.B. oolithische Kalksteine der Hauptrogenstein-Formation im Steinbruch hinter dem Kalkofen und eisenschüssige Kalksteine der Murchisonae-Oolith-Formation im weiteren Streckenverlauf). Letztere wurden, wie mehrere Stollenmundlöcher zeigen –  wenn auch nur für kurze Zeit – bergbaulich erschlossen.

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Zu den ältesten Gesteinen gehört der Trochitenkalk (Untere Hauptmuschelkalk-Formation, mo1), der vor ca. 240 Millionen Jahren unter Meerbedeckung entstanden ist.

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Nach einer Aufschlusslücke folgt der untere Mitteljura mit leicht eisenschüssigen Kalksteinen.

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Die Schichtenfolge im Wollbachtal endet mit dem Hauptrogenstein (Hauptrogenstein-Formation, bjHR, früher Braunjura epsilon).

Die Wege sind größtenteils unbefestigte, befahrbare Waldwege. Am nördlichen Ende verläuft ein ca. 300 m langer Abschnitt auf einem Trampelpfad über eine Wiese und einen historischen Karrenweg.