Kemnath: Geo-Erlebnisweg Kemnather Land

23.07.2022 | Franken, Geologie, Lehrpfad

GEOPARK Bayern-Böhmen

Cesko-Bavorský GEOPARK

Aufbruch ins Erdinnere

Tajemstvi zemského nitra

Land der Teiche und Vulkane

Der geologisch-naturkundliche Lehrpfad führt Sie aus dem Deckgebirge des Kemnather Hügellandes im Naturpark Steinwald mit Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper hinauf zum unterschiedlich alten Grundgebirge des Zwergauer Höhenrückens und den 731 m hohen Basaltkegel des Armesbergs.

Auf dem Bergkamm mit Rundumsicht führt der Weg an der 160 m hohen Steilkante der Fränkischen Linie hinunter nach Waldeck mit der mächtigen Burgruine auf dem Basaltkegel des Schlossbergs 641 m und hinüber zum kahlen Kegel des Kuschbergs und zurück nach Kemnath.

Der „GEO-Erlebnisweg Kemnather Land“ ist ein gemeinsames Projekt der Arbeitsgruppe „Geologischer Lehrpfad“ des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises Kemnath und Umgebung e.V. (HAK) mit dem Geopark Bayern-Böhmen sowie der Stadt Kemnath und der Gemeinde Kulmain. Er ist hervorgegangen aus dem „Geologischen Lehrpfad Kemnather Land“. Die Wegemarkierungen haben gemeinsam mit dem HAK durchgeführt die Wegewarte der Ortsgruppen von Fichtelgebirgsverein und Oberpfälzer Waldverein.

Wegstationen
Station 1: Deißental (Lebensraum Teich)

Die Teiche rund um Kemnath sind Lebensraum vieler gefährdeter Tiere und Pfl anzen.

Station 2: Ziegelhütte (Sand soweit das Auge reicht)

Der aufgelassene Steinbruch gibt Einblicke in die Ablagerungen eines Keuper-Flusses.

Station 3: Letten (Auf weiter Flur)

Flurnamen geben oft Aufschluss über den geologischen Untergrund.

Station 4: Neusteinreuth (Am Matheri - die zerbrochene Erde)

Der Blick in die Landschaft zeigt die Fränkische Linie.

Station 5: Armesberg Staatswald (Wald im Wandel)

Um die Zukunft zu meistern, muss sich der Baumbestand unserer Wälder wandeln.

Station 6: Gregerhaus (Land der Vulkane)

Mehr als 20 Vulkane gibt es im Vulkanland rund um Kemnath. Wir zeigen welche und erklären warum.

Station 7: Armesberg Michaelskapelle (Die verschwundene Kapelle)

1841 wurden die Michaeliskapelle und das Priesterhaus am Fuße des Basaltberges ein Raub der Flammen.

Station 8: Armesberg Steingarten (Erdgeschichte in Stein)

Entdecken Sie neun charakteristische Gesteine des Kemnather Landes.

Station 9: Armesberg Ausblick (Ein Kleid aus Steinen)

Blockhalden haben ihr eigenes Mikroklima und Ökosystem.

Station 10: Godas (Aufgelesen)

Seit Generationen lesen die Landwirte die Steine aus den Ackerböden. Woher kommen die vielen neuen Steine?

Station 11: Zislarhut (Blick zum nachbarn)

Der Standort ermöglicht einen weiten Blick bis hinüber ins Hohe Fichtelgebirge.

Station 12: Zisslerhaus (Wo man einst wohnte)

Vermutlich bereits 1541 erbaut, ist der Zisslerhof schon lange eine Ruine, jedoch mit besonderer Atmosphäre.

Station 13: Bergholz (Das tiefe Tal)

Eindrucksvoll tieft sich die Fichtelnaab zwischen Steinwald und dem „Zwergauer Schieferrücken“ ein. Wie ist das mächtige Tal entstanden?

Station 14: Zwergau (Der große Wald)

Der Hessenreuther Wald ist das größte geschlossene Waldgebiet Nordbayerns und eine geologische Besonderheit.

Station 15: Kührangen (Dreigespann)

Das Landschaftsbild prägen die drei markantesten Vulkane der Region: Waldecker Schlossberg, Anzenstein und Rauher Kulm.

Station 16: Waldeck Fränkische Linie (In einem Schritt durch die Jahrmillionen)

Bayernweit einmalig: die freigelegte Fränkische Linie.

Station 17: Waldeck galgenberg (Blick in den Vulkan)

Einst eine Richtstätte bietet der Galgenberg heute Einblicke in die Eruptionsgeschichte eines Vulkans.

Station 18: Schlossberg (Blick in den Untergrund)

Am Gipfel des Schlossberges gibt es Informationen zu seiner steinernen Unterwelt.

Station 19: Alt-Waldeck (Was blüht, kreucht und fleucht denn da?)

Die Wiesenflächen auf den längst überwachsenen Ruinen des alten Marktes Waldeck sind Lebensraum vieler Pflanzen.

Station 20: Schönreuth (Schloss zwischen den Vulkanen)

Zu den bekanntesten Bewohnern von Schloss Schönreuth gehörte der Opern- und Rocksänger Peter Hofmann.

Station 21: Anzenstein (Flatternde Vulkanbesucher)

Zu den besonderen Besuchern des Anzensteins gehört Europas größter
Tagfalter, der Schwalbenschwanz.

Station 22: Ulme (Vosicht Störung!)

Das Orientierungsbaum-Kreuz-Ensemble markiert eine Störung.

Station 23: Herrenholz (Häuslebauer aufgepasst!)

Im alten Steinbruch finden wir einen wichtigen Kemnather Baustein.

Station 24: Steigholz (Auf alter Straße)

Am Steigholz entlang führte einst eine Altstraße nach Erbendorf. Sogar das alte Pflaster ist noch erkennbar.

Station 25: Luderweiher (Überflieger!)

Zahlreiche Libellenarten gehören zu den Besuchern des Luderweihers.

Station 26: Steinberg (Auf den Spuren der Steinzeitmenschen)

Rund um Kemnath gibt es zahlreiche prähistorische Fundpunkte.

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Geopark Bayern-Böhmen

Faltblatt „GEO-Erlebnisweg Kemnather Land – Land der Teiche und Vulkane“

Allgemeine Hinweise

Streckenkilometrierung

Auf der Karte zeigen die Zahlenwerte an einem Track die Kilometrierung der Tour an und sollten nicht mit den Stationsnummern von Infotafeln an Lehrpfaden verwechselt werden (Standorte von Infotafeln werden auf den Karten nicht angezeigt).

Vor Tourenbeginn

Vor Antritt einer Tour wird generell empfohlen, sich über die Begehbarkeit der Strecke direkt bei den zuständigen Stellen vor Ort bzw. bei den Wegebetreibern zu informieren, insbesondere nach Unwettern oder während des Holzeinschlags.

Nebenwege

Manche Touren verlaufen teilweise auf "off-grid"-Abschnitten (wenig genutzte Nebenwege außerhalb der bekannten Hauptwege). Solche Wegabschnitte sind teilweise durch stärkeren Bewuchs oder querliegende Baumstämme weniger gut begehbar und können durch einen Blick auf die Karte meist auch umgangen werden.