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Auf vielfältigste Art nutzte der Mensch in vergangenen Jahrhunderten die unter der Erdoberfläche verborgenen Schätze des Odenwaldes. Die Wanderung zeigt die Spuren des Bergbaus.

Auch die zweite Runde des geologischen Lehrpfades ist voller Überraschungen. Der erste Teil des Weges führt entlang des Gesprenztales. Nach Überquerung des Höhenrückens geht es durch das Kainsbachtal wieder zurück. Unterwegs lassen Geopark-Infotafeln einstige Abbauorte von Mineralien wie Feldspat, Glimmer oder Pegmatit wieder lebendig werden. Sie werden erstaunt sein, welch vielfältiges Reservoir an Rohstoffen die Erdkruste zu bieten hat. Einer der Höhepunkte dieser Tour ist sicher die verwunschene Ruine der Burg Schnellerts. Wer genau hinhört, der kann das Wilde Heer in der Ferne durch die Lüfte brausen hören.

Wegbeschreibung

Vom Naturpark-Parkplatz „Totenkirche“ aus können zwei Geopark-Pfade erwandert werden, markiert mit einem gelben „L“ im gelben Kreis, ergänzt durch rote bzw. orangefarbene Pfeile. Die hier beschriebe Tour ist mit dem roten Pfeil gekennzeichnet. Vom Naturpark-Parkplatz wendet man sich nach rechts und folgt dem mit rotem Pfeil gekennzeichneten Lehrpfad auf asphaltierem Weg.

Am ersten Geopunkt bietet sich ein schöner Ausblick ins Gersprenztal. Dazu erläutert eine Tafel das geologische Panorama des Odenwaldes. Bald verlässt die mit einem gelben „L“ markierte Route den Asphaltweg und führt nach rechts in den Wald, wo mehrere Tafeln auf ehemalige Bergbaugruben hinweisen. Der Waldweg endet wieder in einem asphaltierten Wirtschaftsweg mit schönem Panoramablick. Es lohnt sich, von dort einen Abstecher in einen Hohlweg zu unternehmen, wo Schiefergestein aus dem einstigen Deckgebirge des Odenwaldes an der Oberfläche zu finden ist. Von dem Abstecher zurückgekehrt geht es weiter zum Ortsteil „Hahl“ ins Kainsbachtal. Dort überquert der Weg die Landstraße, führt an einer Schutzhütte vorbei hinauf auf den gegenüberliegenden Höhenzug.

Der Weg steigt an durch den Wald zur romantischen Ruine der Burg Schnellerts. Von da aus geht es erneut bergab in Richtung Ober-Kainsbach. Es lohnt sich zwei vom Lehrpfad abgehende Abstecher zu machen, um ehemalige Abbauorte verschiedener Mineralien aufzusuchen. Schließlich kommt der Lehrpfad wieder am Naturpark-Parkplatz Totenkirche an.

Markierungszeichen: L

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Reichelsheim

Tourenbeschreibung „Geopark-Pfad „Baustein, Erz und schwerer Spat“ Runde 2″