Remshalden: Geologischer Pfad

23.07.2021 | Geologie, Lehrpfad, Region Stuttgart

Der Geologische Pfad über die Buocher Höhe bietet interessante Einblicke in die Schichtenfolge des Keupers und erläutert, wie dessen abwechselnd grob- und feinkörnige Sedimentgesteine vor 230 bis 200 Millionen Jahren in einer subtropischen Wildnis entstanden sind.

Auf zwanzig Informationstafeln mit vielen Abbildungen wird vermittelt, für welche Zwecke das jeweilige Gestein nutzbar ist und welche markanten Fossilien sich darin verstecken. Nebenbei kann man auch einige heute hier beheimatete Tier- und Pflanzenarten kennenlernen. Aspekte der Wasserversorgung werden am Beispiel der Siedlungsentwicklung von Buoch angesprochen, wo sich ein weiter Blick über die mit Schichtstufen und Taleinschnitten gegliederte Landschaft bis zur Alb genießen lässt.

An einem Aussichtspunkt im Weinberg gestattet eine Bodenstele direkten Einblick in die Wurzelzonen zweier typischer Böden des mittleren Remstals. Wer nicht auf dem Rundwanderweg (RH 3) nach Grunbach zurückkehrt, kann den naturverbundenen „Schaufensterbummel“ durch die Erd- und Landschaftsgeschichte bis an den Rand der Stadt Winnenden fortsetzen.

LGRBwissen

Der Geologische Pfad verläuft vom Südhang des Remstals bei Remshalden-Grunbach über die Buocher Höhe und bietet interessante Einblicke in die Schichtenfolge des Keupers. Er erläutert, wie dessen abwechselnd grob- und feinkörnige Sedimentgesteine vor 230 bis 200 Millionen Jahren in einer subtropischen Wildnis entstanden. Auf zwanzig Informationstafeln mit vielen Abbildungen wird vermittelt, für welche Zwecke das jeweilige Gestein nutzbar ist und welche markanten Fossilien sich darin verstecken. Nebenbei kann man auch einige heute vorkommende Tier- und Pflanzenarten kennenlernen. Aspekte der Wasserversorgung werden am Beispiel der Siedlungsentwicklung von Buoch angesprochen. Von dort genießt man eine weite Aussicht über die durch Schichtstufen und Taleinschnitte gegliederte Landschaft vom Keuperbergland bis zur Schwäbischen Alb.

An einem Aussichtspunkt in den Weinbergen von Grunbach gestattet eine Bodenstele den direkten Einblick in den Aufbau zweier typischer Böden des mittleren Remstals. Dabei stehen sich ein Brauner Auenboden (Vega) aus der Remsaue und ein Weinbergsboden (Pelosol-Rigosol) aus den Grunbacher Rebhängen gegenüber. Der Aufbau und die Entstehung der Bodenhorizonte werden auf den Tafeln erläutert. Dazu kommen Informationen zu den Funktionen der Böden im Naturhaushalt, zur Bewirtschaftung der Weingärten sowie über die Rems und ihre Talaue.

Wegstationen
Station 1: Streckeninformation
Station 2: Gipskeuper und Schilfsandstein
Station 3: Untere Bunte Mergel: Aufschluss
Station 4: Kieselsandstein, Grunbach-Wasserfall
Station 5: Obere Bunte Mergel: Farberklärung
Station 6: Stubensandstein 3-in-1: Steinbruch
Station 7: Klinge, Waldrefugium
Station 8: Remstal: Kehrtwende am Fluss
Station 9: Bodenstele: Zwei typische Bodenprofile
Station 10: Quelle im Stubensandstein: Kalktuff
Station 11: Knollenmergel: Buckelwiesen
Station 12: Schöpfbrunnen: Das Rennenbrünnele
Station 13: Buocher Weiher: Biotop
Station 14: Rekonstruierter Ziehbrunnen
Station 15: Pumpbrunnen, Dorfentwicklung
Station 16: Panorama der obersten Stufe: Die Alb
Station 17: Wasser- und Aussichtsturm Buoch
Station 18: Vom Meeresboden zur Rodungsinsel
Station 19: Rhätsandstein: Das Ende des Keupers
Station 20: Streckeninformation, Teil Winnenden

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Remshalden

Faltblatt „Geologischer Pfad“

Textquellen

Remstal Tourismus GmbH

Faltblatt „Geologischer Pfad“

Allgemeine Hinweise

Streckenkilometrierung

Auf der Karte zeigen die Zahlenwerte an einem Track die Kilometrierung der Tour an und sollten nicht mit den Stationsnummern von Infotafeln an Lehrpfaden verwechselt werden (Standorte von Infotafeln werden auf den Karten nicht angezeigt).

Vor Tourenbeginn

Vor Antritt einer Tour wird generell empfohlen, sich über die Begehbarkeit der Strecke direkt bei den zuständigen Stellen vor Ort bzw. bei den Wegebetreibern zu informieren, insbesondere nach Unwettern oder während des Holzeinschlags.

Nebenwege

Manche Touren verlaufen teilweise auf "off-grid"-Abschnitten (wenig genutzte Nebenwege außerhalb der bekannten Hauptwege). Solche Wegabschnitte sind teilweise durch stärkeren Bewuchs oder querliegende Baumstämme weniger gut begehbar und können durch einen Blick auf die Karte meist auch umgangen werden.