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Archäologisches Spessartprojekt

Kulturwege

Die Kulturwege sind – gemeinsam mit den archäologischen Projekten – das Aushängeschild des Archäologischen Spessartprojekts.

Seit 1999 entsteht ein immer dichteres Netz von Kulturwegen, auf denen die Kulturlandschaft Spessart erlebbar und begreifbar wird.

Zu jedem Kulturweg erscheint ein Folder mit einer Wegbeschreibung und Kurzbeschreibung der Stationen. Eine Auswahl der Kulturwegefolder finden Sie in der Geschäftsstelle des Spessartbundes (Treibgasse 3, 63739 Aschaffenburg).

Der Kulturweg Schöllkrippen 2 nimmt Sie mit auf einen „Streifzug durch die Erdgeschichte“. Sie lernen im Spazierengehen insgesamt 450 Millionen Jahre Erdgeschichte kennen und erfahren, wie die Landschaft entstanden ist.

Der Kulturweg blickt bereits auf eine über 40jährige Geschichte zurück. 1968 wurde ein geologischer Lehrpfad in Kooperation des Naturparks Bayerischer Spessart, des Forstamtes Schöllkrippen und der Ortsgruppe des Spessartbundes eingerichtet, die den Lehrpfad sowie die Infotafeln aus Holz pflegte. Heute führt der europäische Kulturweg die Tradition fort und verbindet das Thema Erdgeschichte mit Archäologie (Altenburg) und Ökologie (Wasserversorgung).

Wegbeschreibung

Der europäische Kulturrundweg startet und endet am Naturerlebnisbad Schöllkrippen.

Die Route führt Sie hinauf auf den Reuschberg zur Wallanlage „Alte Burg“. Von dort geht es hinab, am Steinbruch und an der Rodberghütte vorbei, zum Hof Schabernack. Über den Höllenbach verläuft der Weg zurück zum Naturerlebnisbad.

Erleben Sie im Vorbeigehen die Spuren, die 400 Millionen Jahre Erdgeschichte hier hinterlassen haben.

Es ist ein Höhenunterschied von ca. 150m (auf den Reuschberg) zu überwinden. Folgen Sie auf einer Länge von ca. 6km der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund.

Station 1: Erdgeschichte

Zwischen Schöllkrippen und dem Reuschberg (mit dem Sendemast) treten Gneis, Dolomit und Sandstein an die Erdoberläche. Jedes der Gesteine entstand in einem anderen erdgeschichtlichen Zeitraum und unter anderen Bedingungen. Das älteste Gestein liegt unter dem Ort Schöllkrippen und je weiter sich der Kulturweg vom Ort entfernt und je höher man steigt, desto jünger werden die Gesteinsschichten…

PDF-Download Infotafel 1

Station 2: Spuren der Zechsteinzeit

So weit man blicken kann, wird die Landschaft um Schöllkrippen von einem bewaldeten Anstieg begrenzt. Dieser Anstieg markiert den Übergang vom Vorspessart, in dem Schöllkrippen liegt, zum Hochspessart.

Der Höhenzug ist aus Buntsandstein aufgebaut. Das Vorland der Geländestufe besteht dagegen aus dem älteren und weniger widerständigen Sedimenten der Zechstein-Zeit und dem Schöllkrippener Gneis…

PDF-Download Infotafel 2

Station 3: Sandsteinstufe

Der Gesteinsaufschluss hinter der Tafel zeigt die Sedimentgesteine der Zechsteinzeit. Nur an wenigen Stellen im Vorspessart erscheinen diese Gesteine an der Erdoberläche, so wie hier unterhalb des Reuschbergs…

PDF-Download Infotafel 3

Station 4: Archäologie im Ringwall

Der deutlich erkennbare Ringwall auf dem Reuschberg ist schon seit langem Gegensatnd ortsgeschichtlicher Spekulationen …

PDF-Download Infotafel 4

Station 5: Kleines Felsenmeer

Zwischen dem Reuschberg und dem Tal des Laudenbachs ist der Waldboden von großen, eng aneinander liegenden Sandsteinblöcken bedeckt. In der Geologie bezeichnet man eine solche Formation als Felsenmeer. Auch in anderen Regionen Deutschlands inden sich solche Steinansammlungen. Die meisten und leicht zugänglichen Felsenmeere des Spessarts sind der Steingewinnung zum Opfer gefallen. Der Name „Steinhohl“ für ein Felsenmeer im Buntsandstein am Reuschberg ist Programm! …

PDF-Download Infotafel 5

Station 6: Steinbruch am Röderhof

In über 65% des Spessarts bildet der Buntsandstein den festen Gesteinsuntergrund. Auch der Reuschberg bei Schöllkrippen besteht aus dem Sandstein, der vor 251 bis 243 Millionen Jahren entstanden ist…

PDF-Download Infotafel 6

Station 7: Weg des Wassers

Wenn es im Spessart regnet oder schneit, versickert ein Großteil des Niederschlags im Untergrund. Das Wasser sammelt sich schließlich in den Spalten und Poren im Buntsandstein.

PDF-Download Infotafel 7

© Archäologisches Spessartprojekt e.V.

Mit freundlicher Genehmigung.

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Schöllkrippen

Faltblatt „Streifzug durch die Erdgeschichte“