Wetzlar: Lahn-Marmor-Route

22.01.2022 | Geologie, Lehrpfad, Westerwald-Lahn-Taunus

KuLaDig

© Rudolf Conrads, „Lahn-Marmor-Route von Wetzlar nach Balduinstein”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-340962 (Abgerufen: 22. Januar 2022)

Mit freundlicher Genehmigung.

Vielen Dank.

Über 400 Jahre wurde in weit mehr als 100 Brüchen entlang der Lahn von Wetzlar bis Hahnstätten der Lahnmarmor, ein mitteldevonischer Massenkalk, abgebaut. Dieser schöne, mehrfarbige Werkstein wurde in vielfacher Hinsicht in dieser Region verwendet: u.a. in Kirchen, Klöstern, Burgen und Schlössern, aber auch in privaten Haushalten für Fensterbänke, Wandverkleidungen und kunstgewerbliche Gegenstände.

Die Lahn-Marmor-Route von Wetzlar nach Balduinstein erschließt zum einen die landschaftlichen Reize an Lahn und Kerkerbach und zum anderen viele Stationen, die einen Bezug zum Lahnmarmor haben. Gut 100 KuLaDig-Einträge zum Lahnmarmor bilden die Basis für eine Entdeckung des Marmors von der Lahn. Die kostenfreie KuLaDig-App empfiehlt sich für die Nutzung vor Ort, die Story-Maps von Lahn-Marmor-Route und Lahn-Marmor-Weg für die Vorbereitung der Entdeckungsreise zu Hause.

Die Route beginnt am Bahnhof von Wetzlar und endet am Bahnhof von Balduinstein. Als Orientierung dient der Lahnradweg, der auf der Karte der KuLaDig-Story-Map eingetragen ist. Ab Gräveneck führt eine Alternativroute in das Kerkerbachtal, die in Steeden wieder auf den Lahnradweg mündet. Für motorisierte Nutzer oder Wanderer stehen geeignete alternative Straßen und Wanderwege zur Verfügung.

Viele der in der Lahn-Marmor-Route eingetragenen Stationen liegen nicht unmittelbar am Radweg. Hier ist der Nutzer aufgerufen, seinen individuellen Weg zu finden. Den Freunden des Lahnmarmors werden folgende Stationen besonders empfohlen: der Wetzlarer Dom, Schloss Braunfels, Kloster Altenberg, Schloss Weilburg, der Alte Friedhof von Weilburg, der Weilburger Schiffstunnel, die Marmorbrücke von Villmar, der Villmarer Lahn-Marmor-Weg, das Villmarer Lahn-Marmor-Museum, der Unica-Bruch in Villmar, Burg Runkel, die Kirche von Schupbach, die Stiftskirche St. Lubentius in Dietkirchen, der Limburger Dom, die Stiftskirche in Diez, das Grafenschloss in Diez, der Robert-Heck-Park in Diez, Schloss Oranienstein in Diez, das Lahnufer in Balduinstein und Schloss Schaumburg oberhalb von Balduinstein. Bei vielen evangelischen Kirchen muss vor dem Besuch geklärt werden, wie und ob eine Öffnung möglich ist. Zu erwähnen sind auch die vielen Schleusen an der Lahn, die zum großen Teil mit Lahnmarmor verkleidet sind. Der einzige gut zugängliche historische Marmorbruch liegt in Villmar. Es ist der Unica-Bruch, der zum einen als Naturschutzgebiet und zum anderen als „Nationales Geotop“ ausgezeichnet ist. Bundesweit gibt es 77 Nationale Geotope, davon in Hessen vier. Die anderen Brüche sind entweder verfüllt oder liegen, wie z.B. im Raum Schupbach, in nur eingeschränkt zugänglichen Naturschutzgebieten.

© Rudolf Conrads, Lahn-Marmor-Museum Villmar, 2021

Nähere Informationen finden sich auf der Homepage des Lahn-Marmor-Museums.

Die Inhalte der beschriebenen Stationen verstehen sich als Ergänzung zu den vielen gedruckten und digitalen Informationen über die Lahn, ihre Landschaft und ihre reiche Geschichte.

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Wetzlar - Balduinstein

Lahn-Marmor-Route – keine Infomaterialien vorhanden!

Allgemeine Hinweise

Streckenkilometrierung

Auf der Karte zeigen die Zahlenwerte an einem Track die Kilometrierung der Tour an und sollten nicht mit den Stationsnummern von Infotafeln an Lehrpfaden verwechselt werden (Standorte von Infotafeln werden auf den Karten nicht angezeigt).

Vor Tourenbeginn

Vor Antritt einer Tour wird generell empfohlen, sich über die Begehbarkeit der Strecke direkt bei den zuständigen Stellen vor Ort bzw. bei den Wegebetreibern zu informieren, insbesondere nach Unwettern oder während des Holzeinschlags.

Nebenwege

Manche Touren verlaufen teilweise auf "off-grid"-Abschnitten (wenig genutzte Nebenwege außerhalb der bekannten Hauptwege). Solche Wegabschnitte sind teilweise durch stärkeren Bewuchs oder querliegende Baumstämme weniger gut begehbar und können durch einen Blick auf die Karte meist auch umgangen werden.