Villingen: Waldpfad Groppertal

Die Rundtour startet im Westen von Villingen-Schwenningen.

Auf schattigen und idyllischen Waldwegen trifft man im Villinger Germanswald beim Uhustein auf Spuren des Bergbaus im Groppertal – so heißt hier das Brigachtal unterhalb der Gropperhöfe. Vermutlich wurden zwischen 1803 und 1815 einzelne Stollen in den Granit getrieben um Brauneisenstein abzubauen. Im Tal ist von der Straße her noch das Mundloch eines ehemaligen Bergwerksstollens zugänglich. Eine Aussichtsplattform auf dem bis 20 m hohen Felsen ist ringsum mit einem Geländer gesichert.

Geologisch interessant ist auch der Groppertal-Steinbruch, den man als Fenster der Erdgeschichte ansehen kann. In ihm lässt sich der Aufbau des Schwarzwald-Gebirges studieren.

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Villingen

Waldpfad Groppertal – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Liebenzell: Quellen, Brunnen und ein Mondloch

GeoTour zum Thema „Steine und Geologie“.

Themen

Felsenburgen, Felsen, Badischer Bausandstein (Burg), Geröllsandstein, Plattensandstein, Geologie und Landschaft, Klüfte und Spalten, Thermal-/Mineralwasser, Aussicht Nagoldtal, Waldhufendörfer, historische Grenzen, „Geo-Lebewesen“ Gesteins-/Mineralienarten: Badischer Bausandstein, Geröllsandstein mit Quarzgeröllen, Plattensandstein, Muschelkalk-Kalkstein (Wegschotter), Kalksinter (Bauwerk).

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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GeoTour Bad Liebenzell

Begleitbroschüre „Quellen, Brunnen und ein Mondloch“

Altensteig: Steinerne Schätze mit Weite und Ausblick

Geotour mit dem Thema ,,Steine und Geologie“, auch für kleine Naturliebhaber. Eine kurzweilige Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte des Nordschwarzwaldes über die mittelalterliche Hornberger Burg, wo man an manchen Tagen sogar bis zur Burg Hohenzollern blicken kann.

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

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GeoTour Altensteig

Begleitbroschüre „Steinerne Schätze mit Weite und Ausblick“

Ottenhöfen: Geologischer Lehrpfad Felsenweg VI-Porphyr

Der Porphyr

Bei der Entstehung eines Granits geschieht es häufig, dass ein Teil der magmatischen Schmelze über große Spalten bis zur Erdoberfläche vordringt und sogar durch Vulkane als Laven und Tuffe ausgestoßen wird. Die hierbei entstehenden Gesteine bezeichnet man als Porphyr, wobei man zwischen feinkörnigen Quarzporphyren und grobkörnigen Granitporphyren unterscheidet.

In stark erodierten Gebieten, wo Laven und Tuffe längst abgetragen sind, liegen die Porphyre meist nur noch als Füllung der Gangspalten und Zufuhrkanäle vor. Die Porphyr-Gänge erreichen Längen von mehreren Kilometern bei einer Breite von einigen hundert Metern, während die Porphyrstöcke keine bevorzugte Längenausdehnung haben und wenige hundert Meter im Durchmesser erreichen.

Das Empordringen der Gesteinsschmelzen geht z.T. ruhig und stetig vor sich, das aufsteigende Magma kann ungehindert an der Erdoberfläche ausfließen. Diese Stetigkeit dokumentiert sich im Gestein als gut ausgebildete Fließtextur, d.h. Unregelmäßigkeiten in der Schmelze (Schlieren) sind zu langen Streifen ausgezogen, die die Fließbewegung der glühenden Masse nachzeichnen. Gelegentlich ist diese Fließtextur stark verfältelt, eine Erscheinung, die auf ungleichmäßige Bewegungen hindeutet.

Das gegenteilige Extrem ist der explosionsartige Ausbruch größerer Gesteinsmassen, bei dem bereits verfestigte Gesteinspartien wieder zerbrechen und die Bruchstücke, soweit sie nicht durch die Explosion aus dem Zufuhrkanal ausgestoßen wurden, von der nachdrängenden Schmelze umhüllt und verkittet werden. Die so entstandenen „Schlotbrekzien“ sind also ein Anzeichen für wiederholte Förderung von Lava durch ein und denselben Förderkanal.

Bei der Abkühlung der Schmelze erstarren zunächst die randlichen Partien. Die Erstarrung erfolgt hier sehr rasch, ein Kristallwachstum ist daher nicht oder nur in sehr geringem Umfang möglich, weshalb das Gestein einsprenglingsfrei oder einsprenglingsarm ist. Erst die zentralen Partien weisen größere Mengen von Einsprenglingen auf, glasklare Quarze, weiße oder rötliche Feldspat-Leisten und schwarzbraune, glänzende Glimmerplättchen. Die Grundmasse erstarrt zunächst glasig als Obsidian, erst im Laufe der folgenden Jahrtausende setzt auch hier eine Kristallisation ein, die allerdings nur zu sehr kleinen, meist fein verfilzten Kristallen führt. Dementsprechend lassen sich im Gebiet um Ottenhöfen zwei verschiedene Porphyrvarietäten unterschieden:

1) Einsprenglingsreicher Porphyr

Lokalität: Steinbruch unterhalb des Sesselfelsens.

Der Porphyr ist an Quarz- und Feldspat-Einsprenglingen reich, nur die randlichen Partien zeigen geringere Mengen von kleinen Quarz-Einsprenglingen. Die Farbe des Gesteins wird von grauen, ockerbraunen und roten Farbtönen bestimmt. Die grobe Klüftung zerlegt das anstehende Gestein in große, polyedrische Blöcke.

2) Einsprenglingsfreier Porphyr

Lokalität: Sesselfelsen, Spitzfelsen, Breitfelsen, Rappenschrofen, (auch Steinbruch Bohnert am Edelfrauengrab).

Der Porphyr ist praktisch einsprenglingsfrei, bei näherem Hinsehen wird die Fließtextur deutlich erkennbar. Vorherrschende Farbtöne sind dunkelgrau bis hellgrau, grünlichgrau bis rot- oder violettgrau. Das Gestein zerfällt bei der Verwitterung zu kleinstückigem, eckigem bis splittrigen Schutt. Die Felsenbildung bei den genannten Lokalitäten beruht auf der beachtlichen Witterungsbeständigkeit des Porphyrs. Da das Gesteinsgefüge äußerst dicht ist, können die Atmosphärilien nur auf dem Weg über Klüfte eindringen. Hier allerdings wirkt sich der Spaltenfrost deutlich aus, weshalb die Gesteinsoberfläche von zahlreichen Rissen durchzogen ist.

 

Das Alter des Porphyrs

Schon immer war es das Bestreben der Geologen, solch auffällige Erscheinungen wie den Vulkanismus in das Zeitschema der geologischen Entwicklung einzuordnen. So konnte der Porphyr-Vulkanismus in der Umgebung Ottenhöfens einerseits begrenzt werden durch Sedimente des Unterrotliegenden (280 Millionen Jahre), auf denen der Porphyr aufliegt, andererseits enthalten die an anderen Orten noch vorhandenen Oberrotliegend-Sedimente (250 Millionen Jahre) Gerölle des Porphyrs, womit sein Alter als Mittelrotliegend festgelegt ist. Durch physikalische Altersbestimmungen ist es darüber hinaus gelungen, das tatsächliche Alter mit etwa 260 Millionen Jahren zu bestimmen, womit das geologisch-stratigraphisch festgelegte Alter ziemlich genau bestätigt wurde.

Textquelle

Maus, H: Geologische Wanderung auf dem Felsenweg, Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, Freiburg, 1980. Herausgeber: Gemeinden Ottenhöfen und Kappelrodeck.

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ottenhöfen. VIELEN DANK.

Ottenhöfen: Geologischer Lehrpfad Felsenweg V-Erosion

Erosionskräfte

Durch die Anhebung von Krustenteilen gerät der Granit in den Bereich der Verwitterung. Hier wirken die verschiedensten Kräfte auf ihn ein, die schließlich seine völlige Zerstörung bewirken. Einen großen Anteil an der Verwitterung haben in unseren Breiten die physikalischen Vorgänge, z.B. die Wärmeausdehnung bei Sonneneinstrahlung oder der Spaltenfrost, der auf dem Weg über die sprengende Wirkung des gefrierenden Wassers zur Auflockerung des Gesteins beiträgt. Auch die Pflanzen arbeiten mit an der Zerstörung des Gesteins, indem sich ihre Wurzeln in die feinsten Risse und Spalten hineindrängen und durch den Wachstumsdruck eine erhebliche Sprengwirkung ausüben. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die chemische Verwitterung, bei der auf dem Weg über die bevorzugte Auflösung bestimmter Minerale das Gesteinsgefüge gelockert wird. Häufig geht dieser Auflösung eine Mineralumwandlung voraus, bei der ein ursprünglich wasserfreies oder wasserarmes Mineral zu einem wasserreichen Mineral umgewandelt wird, wobei bereits Teile des Primärminerals in der Lösung weggeführt werden. Feldspat und Glimmer wandeln sich z.B. in Tonminerale um, die leicht weggeschwemmt werden.

Der Granit besitzt ein sehr weitmaschiges Kluftnetz, das ihn in große Quader zerlegt. Entlang dieser Klüfte können die Erosionskräfte intensiv einwirken, besonders Kanten und Ecken werden zerstört, wodurch stark gerundete Blöcke entstehen. Diese für den Granit charakteristische Art der Verwitterung wir Wollsack-Verwitterung genannt, die runden Blöcke bezeichnet man als „Wollsäcke“. Wegen der exponierten Lage dieser Wollsäcke kommt es bei ihnen häufig zu Rutschungen und Felsstürzen, so dass unterhalb von Wollsack-Felsengruppen oft Blockhalden oder Felsenmeere anzutreffen sind. Hier sind dann die Hänge bedeckt mit zahlreichen kleineren oder größeren gut gerundeten Blöcken, die von den Granitfelsen herabgestürzt sind.

Eine weitere charakteristische Verwitterungsform bei Graniten ist das Absanden. Wegen der gleichmäßigen Beschaffenheit der Oberfläche eines Granitblocks bewirken die Verwitterungskräfte oft ein Zerfallen dieser Oberfläche zu einzelnen Sandkörnern, so dass der Boden nur aus Humusanteilen und sandigem Grus besteht. Bei diesem Verwitterungsvorgang werden häufig die Unregelmäßigkeiten im Granit herauspräpariert, z.B. Feldspat-Großkristalle, die dann der Felsoberfläche ein genageltes Aussehen verleihen.

Textquelle

Maus, H: Geologische Wanderung auf dem Felsenweg, Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, Freiburg, 1980. Herausgeber: Gemeinden Ottenhöfen und Kappelrodeck.

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ottenhöfen. VIELEN DANK.

Ottenhöfen: Geologischer Lehrpfad Felsenweg IV-Granit

Der Granit

Der Granit wird allgemein als sehr hartes und festes Gestein angesehen. Diese Eigenschaften verdankt er verschiedenen Umständen:

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    Der Granit ist völlig auskristallisiert, d.h. er enthält keine glasige Bestandteile wie z.B. viele Basalte.

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    Der Granit ist gleichkörnig, d.h. alle Kristalle sind etwa gleich groß, Korngrößenunterschiede liegen im Allgemeinen im Bereich von wenigen Millimetern.

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    Der Granit ist homogen zusammengesetzt, d.h. er enthält an allen Stellen die gleichen Minerale, es gibt keine Anhäufungen einer bestimmten Mineralart.

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    Der Granit ist massig, d.h. er besitzt keine gerichtete Struktur wie z.B. Gneise, bei denen die Glimmer vorzugsweise parallel ausgerichtet sind.

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    Der Granit besitzt ein gut verzahntes Korngefüge, die Einzelminerale grenzen nicht mit glatten oder runden Flächen aneinander, wie z.B. bei manchen Sandsteinen.

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    Die Hauptmineralien des Granits – Feldspat und Quarz – sind sehr hart und leisten daher dem mechanischen Abrieb großen Widerstand.

    All diese Eigenschaften machen den Granit zu einem vielseitig verwendbaren Gestein, das sowohl im Straßenbau wie auch als Werkstein vielfache Anwendung findet.

    Schon mit bloßem Auge kann man bei dem in der Umgebung von Kappelrodeck und Ottenhöfen verbreiteten Oberkircher Granit die Hauptgemengteile erkennen.

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      Zunächst fallen die dunkelbraunen bis schwarzen, glänzenden Glimmerschuppen auf: Biotit. Die aus vielen dünnen Plättchen aufgebauten Kristallpakete sind gleichmäßig und ohne Regelung über das ganze Gestein verteilt und verleihen ihm so ein gesprenkeltes Aussehen. Der Gehalt an Biotit liegt bei etwa 10 %.

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      Wesentlich häufiger sind natürlich die Feldspäte, bei denen wir den Alkalifeldspat und den Plagioklas Beide sind im Normalfall reinweiß, doch kommen auch rötlich-gelbe bis rote Farbtöne vor, insbesondere im Bereich stärkerer chemischer Verwitterung. Der Plagioklas ist zu etwa 35 % am Aufbau des Gesteins beteiligt, während der Alkalifeldspat durchschnittlich nur etwas 25 % beträgt.

      Häufig ist der Granit porphyrisch ausgebildet, d.h. die Alkalifeldspäte bilden einzeln liegende oder in Schlieren angehäufte Großkristalle, die sog. Einsprenglinge. Sie erreichen Längen bis zu 15 cm bei einer Breite bis zu 4 cm. Frisch aufgeschlagene Stücke lassen im Querbruch nicht selten in unterschiedlicher Richtung reflektierende Spaltflächen erkennen, ein Zeichen dafür, dass es sich um verzwillingte Kristalle handelt.

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        Zu den Hauptgemengteilen gehört schließlich noch der Quarz, der farblose bis rauchgraue, unregelmäßige Kornaggregate bildet. Er hat eine durchschnittliche Häufigkeit von 27 %.

        Außer diesen Hauptbestandteilen führt der Granit noch eine geringe Menge von Nebengemengteilen. Hierunter sind Apatit, Zirkon, Orthit, Cordierit und Muskovit die häufigeren, während Turmalin, Pyrit, Ilmenit und Magnetit recht selten sind.

        Das Alter des Granits

        Mit rein geologisch-stratigraphischen Methoden ist das Alter des Oberkircher Granits nicht festzulegen, da ältere datierbare Sedimente in seiner Umgebung fehlen, die jüngeren Sedimente aber schon auf seiner erodierten Oberfläche aufliegen. Eine grobe Eingliederung ergibt der Vergleich mit anderen Schwarzwälder Graniten, die ins Karbon (280-345 Millionen Jahre) gestellt werden. Erst durch radiometrische Altersbestimmungen konnte das tatsächliche Alter des Granits bestimmt werden. Hierbei ergaben sich Werte um 315 Millionen Jahre, das entspricht der Wende vom Unterkarbon zum Oberkarbon.

        Textquelle

        Maus, H: Geologische Wanderung auf dem Felsenweg, Geologisches Landesamt Baden-Württemberg, Freiburg, 1980. Herausgeber: Gemeinden Ottenhöfen und Kappelrodeck.

        Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ottenhöfen. VIELEN DANK.