Oberkirch: Mühlbachpfad

Oberkirch: Mühlbachpfad

Erleben Sie auf einer bequemen Wanderung den Oberkircher Mühlbach und informieren Sie sich über die spannende Geschichte des einst bedeutenden Gewerbekanals.

Schon im Mittelalter war der Mühlbach eine wichtige Lebensader für die Stadt Oberkirch. Die 16 Informationstafeln des Mühlbachpfads zeigen, wie über Jahrhunderte viele Firmen die Wasserkraft nutzten. Andere Betriebe und Privatpersonen entnahmen Wasser oder entsorgten im Mühlbach Abfälle. Landwirte wässerten mit dem Wasser ihre Wiesen. Der Mühlbach diente aber auch als Schwimmbad und Spielplatz. Und er ist bis heute Lebensraum für Tiere.

Der Mühlbachpfad ist ein Rundweg von 6,2 km Länge. Die barrierearm gestaltete Strecke informiert an insgesamt 16 Stationen über die Geschichte des Mühlbachs, der angrenzenden Gewerke und der Bewohner Oberkirchs.

Als Lieferant der Wasserkraft für industrielle Zwecke, als schlichte Wasserquelle oder als Bade- und Spielmöglichkeit spielte der Mühlbach schon immer eine große Rolle in der Stadtgeschichte.

Bis heute verleiht der Mühlbach Oberkirch ein ganz besonderes Flair und ist Lebensraum für viele Tiere.

Der Pfad beginnt unterhalb des Schwimmbads am Strandbadweg und folgt dem Gewerbekanal bachabwärts. Vorbei an der Rückseite der Papierfabrik und einstigen Papiermühle Koehler sowie der Ölstampfe Ihringer gelangen Sie zum Bachschlenker am Südring. Hier können Sie die Füße in den Mühlbach baumeln lassen. Weiter führt der Pfad durch die Oberkircher Innenstadt mit der malerischen Bachanlage. Kinder können kurz darauf auf dem Spielplatz am Scheffelplatz toben. Danach haben Sie die Möglichkeit, den Pfad über die Eisenbahnstraße und die Renchallee abzukürzen. Wenn Sie dem Mühlbachpfad weiter folgen, gelangen Sie über die Straße Am Mühlbach zum Standort der ehemaligen Ölmühle Parisel. Von dort aus führt der Pfad entlang des Schlachthofs weiter nach Westen. Über die Appenweierer Straße gelangen Sie schließlich zur Rench und über den Renchdamm zum Ausgangspunkt zurück.

Wegstationen
Station 1: Holz- und Blechbad
Station 2: Papiermühle
Station 3: Lohmühle
Station 4: Ölstampfe
Station 5: Waisenhausbad
Station 6: Weißgerberei
Station 7: Stadtmühle
Station 8: Bachanlage
Station 9: Rotgerberei
Station 10: Walachenfisch
Station 11: Mühlenviertel
Station 12: Ölmühle Parisel
Station 13: Hammermatt
Station 14: Schauenburgische Mühle
Station 15: Ölmühle Walz
Station 16: Sägemühle

Infomaterialien

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Oberkirch

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Textquellen

Hornberg: Großer Mühlenweg

Hornberg: Großer Mühlenweg

Auf dem wanderfreundlichen Rundweg durch das Reichenbach- und Schwanenbachtal kommen wir an zahlreichen traditionellen Schwarzwälder Höfmühlen vorbei. Unterwegs erwarten uns schöne Aussichtspunkte und ein romantisches Felsenlabyrinth.

Die abgelegenen Schwarzwälder Bauernhöfe betrieben früher oft eine eigene Hofmühle, um autark existieren zu können. Die meisten Mühlen wurden jedoch erst nach der Aufhebung des Mühlenbanns erbaut. Bis dahin durfte Getreide nur in der vom Grundherrn bestimmten Kameralmühle gemahlen werden oder der Müller musste den Mühlenzins entrichten. Mit der verbesserten Verkehrsanbindung und fortschreitender Technik verschwanden viele dieser Mühlen wieder bzw. verfielen. Um das kulturelle Erbe zu erhalten, wurden zahlreiche Schwarzwälder Mühlen restauriert. Einige davon werden am Deutschen Mühlentag, immer am Pfingstmontag, für interessierte Besucher geöffnet und ihre Einrichtungen vorgeführt.

Der Hornberger Mühlenwanderweg verbindet zahlreiche Mühlen im Reichenbach- und Schwanenbachtal. Er beginnt an der im Jahr 1837 erbauten Straßerhofmühle am Ortsrand von Hornberg. Im Ortsteil Unterreichenbach folgt die Heilerbauernhofmühle aus dem 19. Jahrhundert. Die Unterschembachhofmühle beim Kenzengut wurde vermutlich schon 1770 erbaut. In ihrer Nähe befindet sich die Heizemehofmühle aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Von der verfallenen Vogtsbauernhofmühle in Oberreichenbach sind nur noch spärliche Reste sichtbar. Voll funktionsfähig ist dagegen die nach 1840 erbaute Untersteighofmühle in Schwanenbach. Eine der größten Schwarzwälder-Hofmühlen der Region ist die 1806 erbaute Zuckerbauernhofmühle. Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Hasenbauernhofmühle wurde erst 1995 -1997 wieder aufgebaut.

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Hornberg

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Hornberg: Großer Mühlenweg

Hinterzarten: Heimatpfad Hochschwarzwald – Mühlen und Sägen in der Schlucht

Der Heimatpfad Hochschwarzwald ist ein Freilichtmuseum mit Kulturdenkmälern. Der Verein Heimatpfad Hochschwarzwald e.V. bemüht sich um die Erhaltung von altem Handwerk und denkmalgeschützten Anlagen. Der Heimatpfad macht die Wurzeln der Schwarzwälder Kulturgeschichte erleb- und sichtbar.

Wichtige Zeugnisse des bäuerlichen Lebens können hier wie eine lebendige Schau der örtlichen Heimatgeschichte erwandert werden. So hat jedes Objekt des Heimatpfades eine ganz besondere Ausstrahlung. Allein dies ist schon einen Besuch wert. Doch darüber hinaus geben sie jede Menge Anlass zum Erkunden, Entdecken und Nachdenken.

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Hinterzarten

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Hornberg: Großer Mühlenweg

Freiamt: Mühlenweg

Der Beruf des Müllers und seine traditionsreiche Handwerkskunst, eine Mühle zu betreiben fasziniert seit Jahrhunderten Groß und Klein. In zahlreichen Volksliedern wird der Berufsstand besungen. In Freiamt gibt es den bekannten Mühlenweg. Diese Rundwanderung ist bis zum Kandelhöhenweg neben der gelben Raute auch mit dem Mühlenzeichen markiert. Der Wanderweg verbindet zwei Mühlen und führt durch reizvolle Seitentäler, die dem Wanderer bezaubernde Ausblicke auf Freiamt und Umgebung bieten.

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Freiamt

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Hornberg: Großer Mühlenweg

Ettenheim: Mühlenweg

Der Ettenheimer Mühlenwanderweg führt an zwölf ehemaligen Bauernmühlen aus dem 17. Jahrhundert vorbei, die teilweise noch in Betrieb sind. Am idyllischen Ettenbach entlang gelangen Sie von der Kernstadt Ettenheim in die Ortsteile Münchweier und Ettenheimmünster.

Mittelmüller, Fuchsmüller …

Mit dem „Mühlenweg“ haben die Ettenheimer Stadtväter einem früher in der Stadt stark vertretenen Handwerk ihre Reverenz erwiesen. Urkunden weisen schon 1721 sieben Mühlen nach, dieselbe Zahl ist auch noch für die Zeit vor dem 1. Weltkrieg nachgewiesen. Ältere Ettenheimer sprechen von den heutigen Bewohnern der früheren Mühlen noch immer vom „Mittelmüller“ oder vom „Fuchsmüller“, wenngleich die heutigen Familien mit der ursprünglichen Nutzung ihres Anwesens rein gar nichts mehr zu tun haben. Ein eindrucksvolles Zeugnis der früheren Nutzung findet sich indes noch heute in der „Fuchsmühle“ mit dem noch heute erhaltenen Mühlhaus mit einer Wasserturbine, die eine Dreschmaschine antrieb. Der Mühlenbetrieb wurde allerdings in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts eingestellt.

In der Kernstadt selbst gibt es inzwischen allein noch die Stadtmühle in der Alleestraße, eine Kornmühle, in der sich die Kunden gerne des breiten Mehlsortiments bedienen, das dort gemahlen wird. Geschichtsforscher gehen davon aus, dass es sich bei der 1325/1330 beurkundeten „Bischofsmühle“ um die heutige Stadtmühle handelt.

Jedem, der von Westen über die L 103 (Rheinstraße) in die Stadt einfährt, springt am Stadteingang die wunderschön restaurierte und inzwischen für Wohn- und Praxisräume genutzte Belzmühle ins Auge. Ältere Ettenheimer erinnern sich noch „gut“ an die beißenden Düfte der ehemaligen Loh- oder Gerbermühle.  Dagegen führt die Holzmühle weiter westlich, jenseits der B 3, heute ein regelrechtes Dornröschenschlaf-Dasein, seit die westliche Stadteinfahrt neu angelegt wurde und weit an ihr vorbeiführt.

Wann der Mühlbach angelegt wurde, über den man in früherer Zeit das Wasser der Heilbadquelle in Ettenheimweiler beispielsweise zur Riedmühle im Südosten der Stadt heran leitete, vermochten die Geschichtskundler bisher nicht zu belegen. Entweder lagen die Mühlen am „Alten Bach“, wie die Unditz, später der Ettenbach in frühen Jahrhunderten genannt wurde, oder eben am Mühlbach.

Zurecht begeht man – angesichts der früheren Bedeutung des Mühlenhandwerks – in Ettenheim noch jedes Jahr am Pfingstmontag den Mühlenwandertag. Auf dem als Spaziergang von der Kernstadt ins Tal angelegten Mühlenwanderweg geht es von der Kernstadt mit verschiedenen Stationen bis zur Sägemühle Weisbach und der Hummelmühle nach Ettenheimmünster. Dabei erfährt man aus berufenem Munde viel Interessantes über das Leben der Müller früher wie heute.

Quellen:
Dr. Robert Furtwängler: „Von sieben Mühlen blieb nur die Stadtmühle“ in: Ettenheimer Heimatbote 24.9.1994
Informationen der Familie Kratt, die die Fuchsmühle bewohnt (2020)

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Ettenheim

Faltblatt „Mühlen-Wanderweg“

Ottenhöfen: Mühlenweg

Ottenhöfen: Mühlenweg

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach:
Klipp klapp.
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach:
Klipp klapp.
Er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot,
Und haben wir dieses, so hat’s keine Not.
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!
Flink laufen die Räder und drehen den Stein:
Klipp klapp!
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein:
Klipp klapp!
Der Bäcker dann Zwieback und Kuchen draus bäckt,
Der immer den Kindern besonders gut schmeckt.
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!
Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt:
Klipp klapp!
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt:
Klipp klapp!
Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot,
So sind wir geborgen und leiden nicht Not.
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!

 

In Ottenhöfen klappern viele Mühlen: Acht Mahlmühlen und eine wasserbetriebene Hammerschmiede. Nicht grundlos trägt Ottenhöfen den Beinamen „Das Mühlendorf“.

Auf dem gut ausgeschilderten Mühlenrundweg, der um Ottenhöfen führt, kommt man auf einer Länge von ca. 12 km an neun erhaltenen oder restaurierten Mühlen vorbei.

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Hammerschmiede

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Mühle am Hagenstein

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Köninger Mühle

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Benz Mühle am Bach

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Mühle am Schmälzlehof

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Rainbauernmühle

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Mühle am Mühlenhof

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Bühler Mühle

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Schulze Buhre Mühl‘

Die Wanderung beginnt an der Hinweistafel im Kurgarten, führt an der Acher entlang und in einige der landschaftlich reizvollen Seitentäler. Entlang des Weges bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die umliegenden bewaldeten Schwarzwaldberge und Ottenhöfen.

Jedes Jahr, am Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag), sind die Mühlen auch zur Besichtigung geöffnet.

Schon gewusst?

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Die meisten Mühlen hatten oberschlächtige Wasserräder, insbesondere an Bächen mit starkem Gefälle und wenig Wasserzufuhr.

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Beim oberschlächtigen Mühlrad läuft das Wasser von oben auf das Mühlrad in sogenannte Schapfen.

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Beim unterschlächtigen wird es von unten auf Radschaufeln geleitet. Dies ist in Ottenhöfen bei den beiden Mühlen an der Acher der Fall, bei der Rainbauernmühle und bei der Hammerschmiede.

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Die Durchmesser der Mühlräder der Ottenhöfener Mühlen reichen von 2,60 Meter bis knapp über vier Meter.

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Ottenhöfen

Mühlenweg