Glottertal: Entdeckerpfad Glotterbad

Glottertal: Entdeckerpfad Glotterbad

Der Rundweg führt zu den Ursprüngen des historischen „Sanatorium Glotterbad“.

Drei Entdeckerpfad-Thementafeln informieren über die bewegte Geschichte des Glotterbads – von seinen Ursprüngen im 15. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Die Wegstecke beträgt knapp zwei Kilometer und ist als Rundtour angelegt.

Glotterbad: Historischer Blick aus dem Jahr 1950 ins Tal, wie er heute nicht mehr möglich ist. Links der Carlsbau und rechts der Alexanderbau, verbunden durch einen 70 m langen Wandelgang. Der Alexanderbau musste 1974 wegen Baufälligkeit abgerissen werden, der Abriss des Wandelganges folgte 1980.

Fotograf: Willy Pragher | Digitalisierung: Landesarchiv Baden-Württemberg | CC BY 3.0 DE

Die Geschichte des Glottertales ist eng verbunden mit dem Glotterbad. Über Jahrhunderte hinweg hat das ehemalige Sanatorium das von der Landwirtschaft geprägte Tal aus Orten mit ähnlicher Struktur herausgehoben und die Bekanntheit des Glottertales wesentlich begründet.

Der Carlsbau wurde 1985 Filmkulisse der TV-Serie „Die Schwarzwaldklinik“ und das Glottertal seither noch viel mehr zu einem beliebten Ausflugsziel von Touristen.

Das Glotterbad brachte immer wieder Leben in den sonst stillen Ort und hat die Glottertäler zu manchen Zeiten einen Blick auf die „Oberen Zehntausend“ werfen lassen.

Die über 500-jährige Geschichte des Glotterbades ist geprägt von vielen Höhen und Tiefen.

Historie (Auszug)

1488

Erste Erwähnung des Bades: „ad capellam in gloter prope balneum“ (bei der Kapelle nahe dem Bad) wird die Erlaubnis erteilt, einen Tragaltar aufzustellen.

1714

Französische Truppen, die Freiburg belagern, verwüsten das Glotterbad.

1770

Das Bad wird vom Cronenwirt zu Freiburg erworben. Dieser lässt das Bad von Grund auf renovieren.

1894

Bernhard Ehlers erwirbt vom verstorbenen Lorenz Hoch das Bad.

Er modernisiert das Bad mit diversen Wannenbädern, Kalt und Warmwasserduschen, Kneipp-Abteilung, Dampfbädern.

Mit einer hochmodernen Heißwasserbereitungsanlage werden auch die Veranden und Wandelgänge geheizt. Das Bad verfügt über 60 Zimmer mit insgesamt 80 Betten.

1897

Der Bremer Geschäftsmann Heinrich Paul Friedrich Carl Isenberg erwirbt das Bad und gründet die Sanatorium Glotterbad GmbH.

1901

Bei den alten Gebäuden des Gehrenhofes, den die Besitzer des Glotterbades bereits 1897 inkl. einem großen Teil des dazugehörigen Geländes erwarben, entsteht das neue Kurhaus mit 40 Zimmern, einem geräumigen Speisesaal, mehreren Gesellschaftsräumen und einer 65 m langen Terrasse auf der Südseite.

Chefarzt Dr. Hoffner (1901 bis 1930) wandelt die „Naturheilanstalt Glotterbad“ in ein nach klinischen Grundsätzen arbeitendes modernes Sanatorium.

1906

Neben dem Sanatorium entsteht der „Alexanderbau“ (benannt nach Alexander Isenberg) mit allem Komfort einer modernen Kuranstalt.

Der Bau enthält 40 Schlaf- und Wohnräume, 30 offene Balkone, einen Speisesaal für 150 Personen und große Terrassen die der Anlage einen südländischen Charakter geben.

Man bezeichnet das Glottertal und das Glotterbad als die Côte d´ Azur des Schwarzwaldes. Ausgedehnte Waldungen, Forellenfischerei und Tennisplätze bieten weitere Anreize für die Gäste.

1913/1914

Auf dem Gelände des Badburenhofes wird auf der dem Alexanderbau gegenüberliegenden Seite der „Carlsbau„, so genannt nach Carl Isenberg, errichtet.

Berta Margarete Isenberg, die Frau von Carl Isenberg, hatte schon im Jahr 1900 den Badburenhof mitsamt 55 ha Land gekauft.

Der Neubau stell mit seiner Pracht der inneren Ausstattung alles bisherige in den Schatten. Prunkvoll eingerichtet und mit Gesellschaftsräumen, Musik und Billardzimmer entspricht die ganze Anlage den verwöhntesten Ansprüchen und steht mit an der Spitze der deutschen Sanatorien.

Eine 70m lange Wandelhalle überspannt auf hohen Pfeilern das Tal des Badbächleins und verbindet den Carlsbau mit dem Alexanderbau.

1916

Als letzter Bau folgt das im Schwarzwaldstil errichtete Wohnhaus von Direktor Bayer.

Das Glotterbad hat unter der tatkräftigen Leitung von Direktor Bayer, den finanzkräftigen Gesellschaftern sowie der ärztlichen Leitung von Dr. Hoffner ein vollkommen anderes Gesicht bekommen.

Aus dem kleinen Naturheilbad, dem selbständigen Gehrenhof und dem Badburenhof, ist nun auf einem Gelände von rund 112 ha eine hochmoderne Kuranstalt entstanden, die Gäste aus ganz Europa anlockt.

1931

Dr. Steinbach wird neuer Chefarzt im Glotterbad.

Seine ausgeprägte Energie schlägt sich sofort in der ärztlichen Betreuung der Kurgäste nieder.

Eine Röntgenabteilung wird eingerichtet, medizinische Geräte beschafft und das Laboratorium ausgebaut, so dass das Sanatorium nun als modernes klinisches Sanatorium betrieben werden kann. Nach und nach wird das Glotterbad in den 30er Jahren ein Haus für die Großen der Gesellschaft. Zum Ruhm tragen auch die größten Waldluftbäder Deutschlands bei.

Es gibt in den 30er Jahren kaum ein anderes Sanatorium in Deutschland, das über ein so großes Gelände mit gut ausgebauten Wanderwegen und mit Möglichkeiten zum Sonnenbaden verfügt. Sogar die Möglichkeit zur Jagd kann den Gästen geboten werden.

1960

Am 01. Mai übernimmt die Landesversicherungsanstalt Württemberg das Glotterbad mit einem Gelände von nun 112,5 ha.

Der Verkauf wird in Glottertal als schwerer Schlag empfunden und auch die Badische Zeitung titelt: „Das Tal der Krone beraubt“.

Doch schon bald stellt sich der Verkauf gerade für die Angestellten als sehr positiv heraus.

Im Sanatorium mit 130 Betten (Carlsbau und Alexanderbau) werden Patienten mit chronisch-internistischen Erkrankungen behandelt. Das Kurhaus mit 103 Betten dient der Durchführung von sog. „Frühheilverfahren“.

1974

Abriss des Alexanderbaus wegen Baufälligkeit.

1980

Abriss der Brücke/Wandelhalle vom Alexanderbau zum Carlsbau.

1985

Der Carlsbau wird Filmkulisse der TV-Serie „Die Schwarzwaldklinik„.

Die Drehorte im Schwarzwald, allen voran das Glottertal, ziehen unzählige Touristen an. Das Medieninteresse ist gewaltig.

Um die Jahreswende 1985/86 beherrscht die „Schwarzwaldklinik“ sowohl das Fernsehen als auch die deutsche Presselandschaft.

2014

Die Thure-von-Uexküll-Klinik zieht im Oktober in den Carlsbau.

Infomaterialien

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Das Glotterbad

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Tennenbronn: Auerhahnweg

Tennenbronn: Auerhahnweg

Der Auerhahnweg führt auf durch vielgestaltige Wälder und über idyllische Wiesen mit weiten Blicken. Hier gab es Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine große Auerwild-Population. An zahlreichen Stationen erhält man viele interessante Informationen zur Geschichte des Auerwilds im Schwarzwald und historische Details und Geschichten aus Tennenbronn.

Am Weg gibt es auch viele Rastplätze mit wunderschöner Aussicht, darunter ist auch eine Getränkestation.

Schon gewusst?

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Der größte Hühnervogel Europas ist ein scheuer Waldvogel. Auerhühner sind perfekt an ein Leben in Nadelmischwäldern angepasst. Im Winter können sie sogar den schwer verdaulichen Kiefern- und Fichtennadeln noch Nährwert abgewinnen. Im Sommer fressen sie hingegen hauptsächlich ihre Leibspeise: Heidelbeeren. Die natürlichen Lebensräume des Auerhuhns finden sich vor allem in den großflächigen Wäldern der Gebirge und Mittelgebirge.

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Auerhühner zählen zu den Raufußhühnern, weil ihre Beine befiedert sind. Die kräftigen Beine, der kompakte Körper und der krumme, um die Nasenlöcher ebenfalls befiederte Schnabel sind weitere Merkmale für ihre Zugehörigkeit zu dieser Gruppe.

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Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich voneinander. Die Hähne sind um ein Drittel größer als die Hennen und wirken aus der Ferne fast schwärzlich. Aus der Nähe betrachtet sind sie jedoch überraschend bunt: Die dunklen Federn am Schwanz und auf der Bauchunterseite sind weiß gesprenkelt. Ihre Flügel heben sich dunkelbraun vom Körper ab und auf der Halsseite schillert ein metallisch blau-grünliches Feld. Am auffälligsten sind die leuchtend roten Hautpartien über den Augen. Diese sogenannten Rosen schwellen zur Balzzeit im Frühjahr deutlich an.

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Die Hennen hingegen sind in verschiedenen Brauntönen gestreift und damit gut getarnt. Von der kleineren, aber ähnlich gefärbten Birkhenne kann man sie gut aufgrund der ungebänderten Brust unterscheiden. Im Winter besitzen die Vögel an den Zehen Federstifte, die wie Schneeschuhe wirken.

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Beim Losfliegen hört man von schweren Hühnervögel ein lautes polterndes Geräusch. Im Flug erkenn man sie gut an den kräftigen Flügelschlägen, die sich mit längeren Gleitstrecken abwechseln. Walzenförmige Losungsreste (Kot) werden in größeren Mengen unter den Schlafbäumen oder an Ruheplätzen meist auf erhöhten Geländestellen, wie Baumstümpfen, abgegeben. Sie sind ein wichtiger Nachweis für die ansonsten recht scheuen Vögel.

Die Stimme des Auerhahns

von Tierstimmenarchiv Berlin

Infomaterialien

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Tennenbronn

Auerhahnweg – keine weiteren Infomaterialien vorhanden!

Glottertal: Schwarzwälder Kirschtorten Weg

Glottertal: Schwarzwälder Kirschtorten Weg

Entlang saftiger Wiesen und Weiden, mit Blick auf steile Weinberge, vorbei an knorrigen Kirschbäumen und dem Lauf der Glotter folgend, verläuft der Schwarzwälder Kirschtorten Weg.

Die Stationen symbolisieren die verschiedenen Zutaten, die für eine Schwarzwälder Kirschtorte benötigt werden: Eier, Sahne, Kirschen, Honig, Schokolade und ein edles Kirschwasser sowie hochwertiges Mehl von der Hilzingermühle im Oberglottertal. Ein Rundweg auf gut ausgebauten Wegen und Pfaden.

Wieder zurück am Ausgangspunkt liegt es an Ihnen, ob Sie sich in einem der gemütlichen Cafes oder Gasthäuser mit einem Stück original Schwarzwälder Kirschtorte belohnen.

Schon gewusst?

Wer hat sie erfunden?

Wo kommt ihr Name her?

Wie so oft liegen auch bei der Schwarzwälder Kirschtorte die Anfänge im Dunkeln.

1934 wurde die Schwarzwälder Kirschtorte erstmals schriftlich erwähnt. Zu dieser Zeit wurde sie vor allem in Berlin, sowie in den guten Konditoreien deutscher, österreichischer und schweizer Großstädten bekannt.

Nach Recherchen eines Tübinger Stadtarchivars wurde die Schwarzwälder Kirschtorte im Jahr 1930 in dem Tübinger Café Walz vom Konditormeister Erwin Hildenbrand erfunden. Hildenbrand hatte in den 1920-er Jahren im Schwarzwald gearbeitet (Furtwangen und Freudenstadt). Das Stadtmuseum Radolfzell archiviert jedoch ein Rezept von 1915, so dass diese Theorie nicht zu halten scheint.

Der Konditor Josef Keller (1887-1981) behauptete, die Torte 1915 im damaligen Prominentencafé Agner in Bad Godesberg (heute: Bonn-Bad Godesberg) erfunden zu haben.

Möglicherweise könnte die vermutlich aus der Schweiz stammende Schwarzwaldtorte ein Vorläufer gewesen sein. Diese wurde aus Biskuit, Kirschen und Nüssen hergestellt, oft auch in Kombination mit Rahm, jedoch ohne Kirschwasser.

Vielleicht war es ja ein Konditor und Eunuch im Kaiserlichen Harem Persiens – so will es zumindest die abenteuerlichste Legende. Er soll die Torte erfunden haben, um die Damen des Harems so schnell und so genussvoll wie möglich auf die damals so geschätzte Leibesfülle zu bringen.

Wie auch immer. Dem Erfinder oder den Erfindern sei gedankt.

Doch eine gute Schwarzwälder Kirschtorte erfordert neben handwerklichen Können v.a. frische Zutaten bester Qualität. Beides gibt es üppig im Schwarzwald, bestimmt aber auch in anderen Regionen – mit Abstrichen.

Infomaterialien

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Glottertal

Wegbeschreibung „Schwarzwälder Kirschtortenweg“

Höchenschwand: Schinkenweg

Höchenschwand: Schinkenweg

Kulinarisches Highlight und symbolhaftes Markenzeichen des Schwarzwaldes ist der bekannte „Schwarzwälder Schinken“.

Der 12 km lange Schinkenweg informiert, wie tiefgreifend sich das bäuerliche Leben im Schwarzwald verändert hat. Jahrhundertelang produzierten die Höfe eigenen Schinken, fast alles wurde selbst hergestellt. Vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfasste der wirtschaftlich-technische Fortschritt auch die Bergbauern. Heute sind die Höfe in den europäischen Agrarmarkt eingebunden.

Eine kleine Entdeckungsreise mit Einkehrmöglichkeiten auf dem Schinkenweg.

Schon gewusst?

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Schwarzwälder Schinken

Schwarzwälder Schinken ist ein Rohschinken, der seine einzigartigen Aromen durch das Pökeln und Räuchern über Tannen- und Fichtenholz erhält.

Im Schwarzwald wird er übrigens vom Stück in kleine Streifen geschnitten und gleich pur genossen.

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Schutzstatus

Seit 1997 ist „Schwarzwälder Schinken“ eine geschützte geographische Angabe (g.g.A.) der Europäischen Union.

Diese EU-geschützte traditionelle Spezialität wird ausschließlich im Schwarzwald hergestellt – nach einem seit Generationen festgeschriebenen Verfahren. Seit 2005 musste er dort auch geschnitten und verpackt werden.

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Herkunft

Das Fleisch für die Schinken muss nicht aus dem geografisch abgegrenzten Gebiet Schwarzwald stammen, sondern kann frei aus Deutschland und anderen Herkünften bezogen werden. Die Schweinekeulen stammen von Schweinen aus Baden-Württemberg (10 %), aus anderen deutschen Bundesländern (70 %) und aus dem EU-Ausland (20 %).

Quelle: Wikipedia (Stand: 2020)

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Höchenschwand

Schinkenweg – keine weiteren Infomaterialien vorhanden!

Triberg: Schwarzwaldbahn Erlebnispfad

Triberg: Schwarzwaldbahn Erlebnispfad

Der Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad mit Start- und Endpunkt am Bahnhof Triberg mit insgesamt 16 Verweilstationen gliedert sich auf in zwei Etappen „Unterer Erlebnisweg“ sowie „Oberer Erlebnisweg“, von jeweils ca. 6 km Länge, die auch miteinander verbunden werden können. Darüber hinaus besteht eine Einstiegsmöglichkeit in den Pfad aus Richtung Hausach – Hornberg bzw. aus Richtung St. Georgen. Auf Grund des alpinen Charakters der Landschaft sind die Touren für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Sie sind nicht mit dem Kinderwagen befahrbar.

Ausgangspunkt für beide Touren ist der Bahnhof Triberg. Eine Ausstellung im Bahnhofsgebäude und Installationen im Bahnhofsbereich bilden den Auftakt und den Abschluss eines gelungenen Ausflugs auf den Erlebniswegen. Details über den Pfad sowie weiterführende Informationen werden dort für den Besucher bereit gehalten. Auch ist ein kleines Kino eingerichtet, in dem Kurzfilme zur Schwarzwaldbahn gezeigt werden.

Unterer Erlebnisweg

Länge: 6,5 km
Reine Gehzeit: ca. 2 Stunden

Stationen: 1 bis 16

Dieser Teil des Weges hat eher alpinen Charakter. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Triberg. Der Weg führt zunächst talabwärts entlang des „Göttlerwegs“, dann zum unteren Dreibahnenblick an Station 2. Nach einem kurzen Stück zurück erfolgt der Abgang zur „Weltgrößten Kuckucksuhr“. Es folgt der steilere Anstieg bis zur Station 3. Einen beeindruckenden Ausblick genießt man vom Vierbahnenblick an Station 4. Weiter geht es direkt am Tunnelportal des Gremmelsbacher Tunnels an Station 5 hoch bis zum oberen Dreibahnenblick an Station 6. Ein völlig anderes Panorama mit einer offenen Landschaft und einer tollen Ansicht auf Triberg bietet sich dem Besucher an Station 7. Es folgt der Abstieg zur Station 8 am Gerwig-Denkmal beim Triberger Bahnhof.

Wegstationen
Station 1: Bahnhof Triberg - Ausstellung

Der Bahnhof in Triberg ist Ausgangs- und Endpunkt des Schwarzwaldbahn-Erlebnispfades. Das Gebäude und der Vorplatz sind deshalb Dreh- und Angelpunkt. Im Innenraum lädt eine Dauerausstellung dazu ein, sich über die Geschichte der Schwarzwaldbahn zu informieren. Im Kino gibt es laufende Filmvorführungen von der Führerstandsmitfahrt bis zu Panoramabildern. Der Vorplatz ist geprägt von der großen Dampflokomotive 50 245, die als Denkmal ihren Platz in Triberg gefunden hat. Info- und Bildtafeln erläutern die Wanderroute und führen die Besucher auf die beiden Streckenabschnitte.

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Station 2: Tunnelbau

Direkt an der Eisenbahnlinie am Gewann „Halde“ gelegen, ist die Station der Geschichte des Tunnelbaus gewidmet. Eine Originalkipplore verdeutlicht, wie schwierig die Arbeiten damals waren. Zudem ist der „Untere Dreibahnenblick“ ein wunderbarer Photostandort, an dem man die Bahn hautnah und mit ein paar Minuten Geduld gleich dreimal verfolgen kann, wie sie aus der Schwarzwaldlandschaft immer wieder auftaucht.

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Station 3: Fußwege - Bahnwege

Mitten im Wald, gelegen an einer Waldlichtung und Weggabelung, findet eine reizvolle Auseinandersetzung mit dem Verkehrsträger Schiene statt. Dem Besucher werden auf einfache und klare Weise der Aufbau der „Straße der Bahn“ mit Originalschienen- und schwellenmaterialen aufgezeigt.

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Station 4: Vierbahnenblick

Dieser Platz zeichnet sich dadurch aus, dass die Schwarzwaldbahn gleich vierfach zu sehen ist. Eine ausragende Plattform an einem exponierten Felsen eröffnet spektakuläre Blicke auf die Bahnlinie und die umgebende Landschaft. Mit Spannung und Nervenkitzel kann dann der nächste Zug erwartet werden.

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Station 5: Gremmelsbacher Tunnel

Ein besonderes Erlebnis ist die sinnliche Wahrnehmung des Weges. Diese Station sensibilisiert den Nutzer zum bewussten Hören im Fußgängertunnel und direkt an der Bahnlinie am Gremmelsbacher Tunnel. Im Originalfernsprecher kann auf Knopfdruck unter anderem die Geräusche einer Dampflokomotive, einer Diesellok und einer E-Lok abgerufen werden.

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Station 6: Oberer Dreibahnenblick

Hoch oben eröffnet sich an diesem Platz ein wunderbarer Blick über den Schwarzwald und hinunter auf die Bahnlinie, die hier aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen ist. Die eingelassenen Gravuren im Bodenblech der Station zeigen den Verlauf der Schwarzwaldbahn. So läßt sich die topographische Lage und das Meistern der Höhen auch optisch sehr gut nachvollziehen.

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Station 7: Panoramen - Energie, Landwirtschaft

Die Integration des Weges in die Schwarzwaldlandschaft steht auf besonderer Weise im Mittelpunkt. Genießen Sie in der Schutzhütte eine längere Rast mit dem herrlichen Blick auf Triberg bis hin zu den Wasserfällen und den umliegenden Bergen. Was der Energiewandel bei der Bahn bewirkt hat, erfahren sie auf der Thementafel der Station.

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Station 8: Robert-Gerwig-Denkmal

Schon seit 1887 wurde dem Erbauer der Schwarzwaldbahn Robert Gerwig (1820 – 1885) in Triberg ein Denkmal gesetzt. Es würdigt das Leben und Wirken Gerwigs. Mit seiner Idee, Höhenunterschiede durch Doppelschleifen und Kehrtunnel zu überwinden, schrieb er Bahngeschichte und fand weltweit Beachtung. Der riesige Gedenkstein wurde damals übrigens in einer abenteuerlichen Art und Weise vom Wasserfallgebiet durch die Stadt transportiert.

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Oberer Erlebnisweg

Länge: 6 km
Reine Gehzeit: ca. 2 Stunden

Stationen: 9 bis 8

Nach dem Steilanstieg vom Bahnhof über das Gerwig-Denkmal an Station 8 und die Station 9 im Gebiet Hohnen, genießt man herrliche Ausblicke auf die Bahn an den Stationen 10 und 11. Einen schönen Aufenthaltscharakter bieten die Stationen 13 und 14 beim Bahnübergang Kreisbach am hinteren Ende des oberen Erlebniswegs. Der Weg führt zurück über den ehemaligen Bahnhof Nußbach bei Station 15 sowie dem schönen Postkartenmotiv an Station 16 bis an den Triberger Bahnhof.

Eine direkte Verbindung beider Touren besteht zwischen Station 7 und 8. Hier die Übersicht der einzelnen Stationen mit Kilometerangaben, gerechnet ab dem Bahnhof Triberg, sowie eine Höhenangabe der Station.

Wegstationen
Station 9: Topographie

Auf sechs Meter Länge wird die eigentliche Ingenieurleistung Gerwigs – die Überwindung der topografischen Verhältnisse – dargestellt und erläutert. Zeichnungen und Originalpläne zeigen mit welcher handwerklichen Präzision und im Vergleich zu heute einfachen Hilfsmitteln die Schwarzwaldbahn geplant und realisiert wurde. An dieser Stelle befindet sich einer der wenigen Abschnitte des Pfads, wo die Schwarzwaldbahn auf einem Bahndamm geführt wird.

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Station 10: Hofgeschichten

Die Linie der Schwarzwaldbahn durchkreuzte so manch bebautes Gebiet und viele Höfe mussten umgesiedelt werden. An dieser Stelle direkt auf dem heutigen Gleis stand um 1870 noch das „Pfriemen-Häusle“ von Franziska Schneider, der Witwe des Altbürgermeisters Johann Georg Kienzler.

Station 11: Panoramen und Landschaft

Machen Sie ein kleine Rast und genießen Sie den Blick auf die Schwarzwaldlandschaft direkt über dem Tunnel. Die Integration der Bahnlinie in die Schwarzwaldlandschaft zeigt die einzigartige Harmonie von Technik und Natur.

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Station 12: Eisenbahn als Lastenträger

Das Thema dieser Station ist der Güterverkehr auf der Schwarzwaldbahn. Die Eröffnung 1873 brachte den lang ersehnten Transportwandel von den Fuhrwerken auf die Schiene. Eine als Leitplanke entwickelte Bilderreihe gewährt einen Einblick in die Transporte der ersten Jahre bis zur Gegenwart.

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Station 13: Der Bahnwärter - Signaltechnik

Direkt am Bahnübergang gelegen thematisiert die Station die Aufgaben der Bahnwärter. Hier zeigt sich die Weiterentwicklung der Bahn aus der Vergangenheit bis zu den heutigen technischen Möglichkeiten der Kommunikation.

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Station 14: Technik und Spiel

An dieser Station befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Bahn der gut gesicherte Spielplatz. Mittelpunkt ist ein weitläufiger Platz mit einer Grillstelle, die zum Verweilen einlädt und viele Spielmöglichkeiten zur aktiven Pause für Kinder und Jugendliche. Mit Blick auf die realen Oberleitungen der Bahn wird die Elektrifizierung der Schwarzwaldbahn thematisiert.

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Station 15: Nußbacher Bahnhof

Ungenutzte Bahnübergänge, verlassene Bahnsteige findet man immer mal wieder entlang der Bahnstrecke. Am Beispiel des heute nicht mehr genutzten Nußbacher Bahnhofs wird der Strukturwandel und seine Folgen dargestellt. Ein Bahnsteig, eine Schranke und ein Bahnübergang ist übrig geblieben. Am ursprünglichen Bahnhofsstandort zeigt eine Großleinwand das Aussehen des früheren Gebäudes.

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Station 16: Leben an der Schwarzwaldbahn

Entlang der Bahnstrecke gibt es unzählige Schwarzwaldhöfe, die man aus dem Zug heraus bewundern kann. Vom Leben der Menschen in unmittelbarer Nähe berichtet diese Station mit einem wunderbaren Blick auf Hof und Bahn.

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Schon gewusst?

Erste Planungen für den Bau einer Bahnstrecke, die den Schwarzwald zentral queren sollte, gab es bereits in den 1840er Jahren. Allerdings wurden diese zunächst wieder verworfen, da die damals nur zur Verfügung stehenden, noch relativ leistungsschwachen Lokomotiven eine flache, technisch hoch aufwändig zu bauende und unbezahlbar teure Streckenführung erfordert hätten.

Ursprünglich sollte eine solche Bahnlinie als Zubringerstrecke zur Gotthardbahn über den ersten deutsch-schweizerischen Grenzübergang bei Waldshut und Koblenz dienen. Die geologischen Probleme in der Wutachschlucht verhinderten jedoch den Bau der Bahn ab Donaueschingen Richtung Süden, stattdessen wurde der Schweizer Kanton Schaffhausen in einem weiten Bogen umfahren und Singen, unweit des Bodensees, zum Endziel bestimmt.

Planung und Bau lagen in den Händen des Eisenbahningenieurs Robert Gerwig.

Technische Besonderheiten

Die Schwarzwaldbahn gilt als erste Gebirgsbahn, welche durch Kehren künstlich verlängert wurde, um die Steigung zu begrenzen. Die maximale Steigung liegt zwischen 20 und 25 Promille. Andernfalls wäre abschnittweise Zahnradbetrieb unvermeidlich gewesen.

Die Bahn überwindet zwischen den Städten Hausach und St. Georgen einen Höhenunterschied von mehr als 564 Metern. Die beiden Orte liegen in der Luftlinie nur 21 Kilometer auseinander, die Entfernung auf der Schiene beträgt dagegen 38 Kilometer.

Im Gegensatz zu den vielen Tunneln (37 allein zwischen Hausach und St. Georgen) existiert an der Schwarzwaldbahn nur ein großer Viadukt in Hornberg. Die Strecke unterquert auf ihrem Weg von Norden nach Süden zweimal die europäische Hauptwasserscheide: im 1697 Meter langen Sommerauer Tunnel (zwischen Triberg und St. Georgen) und im 900 Meter langen Hattinger Tunnel (zwischen Immendingen und Engen). Der Glasträger-Tunnel III bei Hornberg misst 18 Meter und ist damit seit 2010, als der Felstortunnel gesprengt wurde, das kürzeste Tunnelbauwerk im Netz der DB.

Auch die Sicherungstechnik an der Schwarzwaldbahn ist bemerkenswert. So findet sich jede Bauform von Stellwerken: angefangen vom mechanischen in Villingen über ein relaisgesteuertes in Triberg bis hin zum elektronischen in Immendingen.

Schwarzwaldbahn

Die Schwarzwaldbahn verbindet Offenburg und Singen (Hohentwiel) auf einer 149 km langen Strecke. Mit einem Höhenunterschied von rund 670 Metern und einer maximalen Steigung von 20 Promille ist die Bahn mit 39 Tunnels eine der tunnelreichsten und brückenärmsten Gebirgsbahnen Europas.

Denkmalschutz

Die Badische Schwarzwaldbahn ist in ihrer gesamten Länge als Sachgesamtheit ein Kulturdenkmal aufgrund von § 2 Abs. 1 des Gesetzes zum Schutz der Kulturdenkmale des Landes Baden-Württemberg (DSchG Baden-Württemberg).

Infomaterialien

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Triberg

Infobroschüre „Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad“

Schonach: U(h)rwaldpfad Rohrhardsberg

Schonach: U(h)rwaldpfad Rohrhardsberg

Die erlebnisreiche Wanderung am Rohrhardsberg bietet alles was den Schwarzwald ausmacht.

Von urigen Wäldern, Weiden, Wiesen und ausgedehnten, außergewöhnlich artenreichen Borstgrasrasen, großen Schwarzwaldhöfen mit ihren tiefgezogenen Walmdächern und immer wieder begleitenden malerischen Aussichten, einem rauschenden Bach und einer herrlich gelegenen Einkehrmöglichkeit kann man gar nicht genug bekommen.

Eine Besonderheit: Entlang der Tour angebrachte Kuckucksuhren in allen Formen und Farben dienen den kleinen Waldbewohnern als Brut- und Nistplätze.

Achtung: Über den Winter werden die Kuckucksuhren abgehängt, um sie vor den winterlichen Witterungseinflüssen zu schützen.

Schon gewusst?

Im Jahr 1850 wurde vom Direktor der Großherzoglich Badischen Uhrmacherschule in Furtwangen, Robert Gerwig, zu einem Wettbewerb für ein zeitgemäßes Uhrendesign aufgerufen.

Der folgenreichste Entwurf von Friedrich Eisenlohr versah die Fassade eines Bahnwärterhäuschens mit einem Zifferblatt.

… das Urbild der Kuckucksuhr in Häuschenform war geboren.

Im Jahr 1862 verzierte Johann Baptist Beha aus Eisenbach Kuckucksuhren zum ersten Mal reichhaltig mit geschnitzten Beinzeigern und brachte Gewichte in Form von Tannenzapfen an. Von nun an ist die Bahnhäusleuhr mit üppigen dreidimensionalen Pflanzen- und Tierschnitzereien ein beliebtes Souvenir aus dem Schwarzwald.

 

Die frühesten Kuckucksuhren

Die Ursprünge der Kuckucksuhr sind nicht bekannt.

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1619 war Kurfürst August von Sachsen im Besitz einer Kuckucksuhr.

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1650 wird eine mechanische Orgel mit Figurenautomaten beschrieben, darunter eine mechanische Kuckucksfigur.  Dieser Kuckuck öffnet automatisch den Schnabel und bewegt Flügel und Schwanzspitze. Gleichzeitig ertönt der Kuckucksruf, erzeugt von zwei Orgelpfeifen.

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1669 schlug Domenico Martinelli vor, den Kuckucksruf für die Anzeige der Stunde zu verwenden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war der Mechanismus für eine Kuckucksuhr bekannt.

Die ersten Schwarzwälder Kuckucksuhren

Wer im Schwarzwald mit dem Bau von Kuckucksuhren begann, ist bis heute ungeklärt.

Die ersten Geschichtsschreiber über die Schwarzwälder Uhrmacherei widersprechen sich in dieser Frage.

Einer behauptete 1810, dass Franz Anton Ketterer aus Schönwald zu Beginn der 1730er Jahre als erster Kuckucksuhren gefertigt habe. Ein anderer, dass Michael Dilger in Neukirch und Matthäus Hummel 1742 anfingen, Kuckucksuhren zu bauen.

Die älteste datierbare Kuckucksuhr aus dem Schwarzwald von Johannes Wildi (1755-1820) befindet sich heute im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen.

Infomaterialien

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Schonach

U(h)rwaldpfad am Rohhardsberg – keine Infomaterialien vorhanden.