Oberlauringen: Geologieweg

20.04.2022 | Franken, Geologie, Lehrpfad

Die Haßberge sind neben Steigerwald und Frankenhöhe der nördlichste Teil des Fränkischen Keuperlandes.

Die Erlebnistour Geologieweg Oberlauringen führt vom Rückert-Dorf Oberlauringen über das Waldgebiet Kammerholz und den Laubhügel hinauf zum Haßbergtrauf. Von hier geht es mit einem Blick auf Schloss Craheim und Mailes zurück zum Ausgangspunkt.

Besonderheiten des Weges

Im Bereich des Marktes Stadtlauringen ist die triassische Schichtenfolge vom obersten Muschelkalk bis in den Bereich des mittleren Burgsandsteins ungestört vorhanden. Der Bereich zwischen den Oberen Myophorienschichten des Gipskeupers und dem Rhätsandstein des Oberen Keupers lässt sich in einer ca. 10 km langen Route von Mailes über den Laubhügel und über das Kammerholz nach Mailes zurück erwandern.

Zusätzlich lassen sich die Auswirkungen verschieden harter Schichtpakete auf die Verwitterung in Form von Steilanstiegen und Verebnungen erkennen. Andererseits lässt sich aber auch feststellen, dass Gesteine etwa gleicher Härte ähnlich erodieren – wie die Sandsteine des mittleren Burgsandsteins vor der Hassbergstörung und die Sandsteine des Rhätsandsteins östlich davon.

Beide stellen den Rest einer tertiären (Miozän) Altfläche dar, obwohl dazwischen mehr als 100 m Keuperschichten (oberer Burgsandstein und Feuerletten) durch die Tektonik verdeckt sind.

Die geologischen Verhältnisse sowie die teilweise damit verbundenen Auswirkungen auf Flora und Fauna, das Erlebnis der reizvollen Landschaft und die Möglichkeit der Einkehr nach erbrachter Wanderleistung machen diesen Weg äußerst reizvoll.

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Oberlauringen

Geologieweg – keine Infomaterialien vorhanden!

Allgemeine Hinweise

Streckenkilometrierung

Auf der Karte zeigen die Zahlenwerte an einem Track die Kilometrierung der Tour an und sollten nicht mit den Stationsnummern von Infotafeln an Lehrpfaden verwechselt werden (Standorte von Infotafeln werden auf den Karten nicht angezeigt).

Vor Tourenbeginn

Vor Antritt einer Tour wird generell empfohlen, sich über die Begehbarkeit der Strecke direkt bei den zuständigen Stellen vor Ort bzw. bei den Wegebetreibern zu informieren, insbesondere nach Unwettern oder während des Holzeinschlags.

Nebenwege

Manche Touren verlaufen teilweise auf "off-grid"-Abschnitten (wenig genutzte Nebenwege außerhalb der bekannten Hauptwege). Solche Wegabschnitte sind teilweise durch stärkeren Bewuchs oder querliegende Baumstämme weniger gut begehbar und können durch einen Blick auf die Karte meist auch umgangen werden.