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Berghaupten: Badische Kohle

Am Eingang des Kinzigtals, im Naturpark Schwarzwald, liegt der idyllische  Wein- und Erholungsort Berghaupten. Das Kinzigtal ist das am tiefsten eingeschnittene Tal im inneren Schwarzwald. Wegen des dort sehr milden Klimas gehört das Tal zu den wärmsten Gegenden Deutschlands. Obstgärten und Weinberge prägen das Bild der Landschaft.

Im malerischen Ortskern fällt besonders der stattliche Bau des Rathauses, ein ehemaliges Wasserschlösschen, ins Auge. Ringsum reihen sich die schmucken Häuser.

Dass früher in Berghaupten Bergbau betrieben wurde, war eigentlich einem Zufall zu verdanken. Mitte des 18. Jahrhunderts wollte der Grundherr von Berghaupten, Freiherr von Schleys, Heilquellen entdecken, wie sie auch in der Region, z.B. in Baden-Baden, gefunden worden waren. Statt der Heilquellen fand man Steinkohle. Heute erinnern noch ein Bergwerkskamin und ein Denkmal an die Zeiten des Steinkohleabbaus.

Kohlenbergwerk

Der Grundherr von Berghaupten Freiherr Tobias Ernst von Schleys sowie die Freiherrn von Röder in Diersburg wollten Heilquellen ausfindig machen, denn die Quellen der Heilbäder in der Region wie in Baden-Baden, Badenweiler, im Renchtal waren bei Fürsten, Grafen und der begüterten Schicht sehr begehrt. Die angeheuerten Bergknappen fanden jedoch statt des ersehnten Heilwassers Steinkohle. Gegraben wurde im Hagenbach, in Zunsweier, in Diersburg und in Berghaupten, vor allem im Bereich der Heiligenreute und bei der Bergkuppe Barack, die deshalb so heißt, weil dort die Wohnbaracken der Bergleute aufgestellt waren. 1755 begann man mit der Öffnung der Lager und dem Abbau der Kohle. Im Lehensbrief von 1755 heißt es,” … deren Öffnung dem Publico nützlich seyn und besonders den Unterthanen zu Berghaupten zu mehrerer Nahrung und Verdienst gereichen könnte”. Mit diesem Lehensbrief beauftragte von Schleys, Johannes Bauer, Bürger und Pflugwirt zu Kehl-Dorf “, alle Gänge auf seine Kosten und Gefahr zu öffnen und die Unkosten an sich selbst zu haben”. In dem genannten Trakt verpflichtete sich Johannes Bauer den Wert des fünften Zentners von Steinkohlen an die Herrschaft zu entrichten und vierteljährlich zu bezahlen. Der Pflugwirt Bauer förderte 40 Jahre lang Kohle. Teilweise waren 100 Mann im Bergwerk tätig, wobei vor allem Zimmerleute benötigt wurden, um die Schächte abzustützen. Im Berghauptener Revier hatte man stets mit großen Wassermassen zu kämpfen, wobei letztlich 20 Zentner Wasser bewältigt werden mussten, um 1 Zentner Kohle zu fördern. Dieses Problem führte die jeweiligen Betreiber immer wieder in große wirtschaftliche Schwierigkeiten, wenngleich ein Gutachten aus dem Jahr 1845 der Kohle bescheinigt, “die Vorzüglichkeit der Berghauptener Kohle ist unbestritten, sie übertrifft die Saarkohle und ist der besten Ruhrkohle gleich, zehrt das Eisen nicht ab, wie andere Steinkohlen und das gröbste Eisen und Stahl kann damit verarbeitet werden.” Mitte der 20er Jahre schloss nach über 200 Jahren Betriebsamkeit das Steinkohlebergwerk. Heute zeugen noch der Bergwerkskamin und das Bergwerksdenkmal von der Zeit des Kohlereviers Berghaupten.

Stollenmundloch bei der ehem. Bergbauansiedlung Barack (Hagenbach)

Hinweistafel zur ehem. Ansiedlung

Infomaterialien

Textquellen

Freiamt: Historischer Wanderweg

Schwerpunkt der Wanderstrecke ist das Mittelalter, das wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinde hatte. Die Vielfalt dieser Entwicklung lässt sich auf diesem Wanderweg bestaunen. Kapitel, die längst abgeschlossen erschienen, können hier wieder aufgeschlagen werden, wie das der Glasbläserei oder des Rechtes der freien Erbleihe, die die Herren im Mittelalter den Menschen hier im Tal zukommen ließen und der Gemeinde Freiamt ihren Namen gaben.

Streckenverlauf 1 (ca. 13,0 km, ca. 4,5 Std.)
Sägplatz – Ruine Keppenbach – Läger – Glasig (Sandgrube) – Soldatengräber – Tennenbach – Fäsiloch (Steinbruch) – Stabhalterhof (Mutterstegenhof) – Kirche Mußbach – Auf der Eck– Schweizerloch – Sägplatz

Streckenverlauf 2 (ca. 17,0 km, ca. 5,5 Std.)
Sägplatz – Ruine Keppenbach – Läger – Glasig (Sandgrube) – Soldatengräber – Tennenbach – Fäsiloch (Steinbruch) – Stabhalterhof (Mutterstegenhof) – Kirche Ottoschwanden – Freihof – Kirche Mußbach – Auf der Eck – Schweizerloch – Sägplatz

Offizielle Tourenbeschreibung

Tourist-Information Freiamt

agsdi-file-pdf

Freiamt

Flyer „Historischer Wanderweg“

Gengenbach: Heiße Steine – kühle Quellen

Diese GeoTour macht mit ihren vielen Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zum spannenden Outdoor-Erlebnis.

Hauptthemen:

Versch. wichtige Gesteine in einer einzigen GeoTour, Übergang kristallines Grundgebirge – Buntsandstein, Quellen.

Weitere Themen:

Historischer Bergbau und Mineralien, Geo-Pflanzen, Geo-Tiere Gesteinsarten: Leptinit-Gneis, Nordrach-Granit, Perm-Vulkanite (Rhyolith), Gangquarze, Badischer Bausandstein

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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Gengenbach

Heiße Steine –kühle Quellen

Textquellen

Haslach: Zu Haslach gräbt man Silbererz

Diese GeoTour macht mit ihren vielen Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zum spannenden Outdoor-Erlebnis.

Selber losziehen, selber entdecken und intensiv erleben lautet das Motto der GeoTouren im Ortenaukreis. Gehen Sie dem einstigen Silberabbau rund um das Besucherbergwerk „Segen Gottes“ im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund.

Mit dieser GeoTour erschließen sich Zusammenhänge: zwischen dem Bergwerk, den spannenden Gesteinen und glitzernden Mineralien sowie unserer wunderschönen Landschaft.

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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