Seebach: Bergbaupfad rund um den Silberberg

Freiwillige Erzknappen vom Silbergründle

Es bleibt bis heute ein Rätsel, warum kein Gemeinde-, kein Bergbau- und kein Generallandesarchiv das Vorhandensein des Erzbergwerks erwähnt. Besonders erstaunlich ist dabei die Tatsache, dass in diesen Archiven wesentlich kleinere Bergwerke zum Teil ausführlich beschrieben sind.

Es gab nur eine in der Bevölkerung weit verbreitete mündliche Überlieferung und verschiedene Flurstücksnamen, die auf das Vorhandensein eines Stollens hindeuteten.

Aufgrund von Hinweisen älterer Mitbürger konnten vor einigen Jahren interessierte Seebacher Bürger tatsächlich den Erzstollen aufspüren. In tausenden von Arbeitsstunden vieler freiwilliger Helfer wurde der Stollen wieder zugänglich gemacht.

Bergbauliche Aktivitäten sind bis ca. 1770 nachgewiesen. Indizien von gefundenen Beleuchtungsspuren werden in die Zeit zwischen 9. und 11. Jahrhundert eingeordnet. Reste der ehemaligen Bergwerksanlage werden derzeit den Besuchern wieder zugänglich gemacht. Ein rund 167 m langen Stollen zeigt gut erhaltene Spuren der mittelalterlichen Vortriebstechnik. Er diente vermutlich als Wasserlösungsstollen für die oberhalb liegenden Silbererzabbaubereiche.

Führungen

Unter Führung eines fachkundigen Erzknappen kann der Stollen im fahlen Licht der Grubenlampen „erforscht“ werden – bergwerksgerecht ausgestattet mit Regenmantel, Gummistiefeln und Schutzhelm.

Besichtigungstermine:

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Pfingstmontag

Das Besucherbergwerk ist jedes Jahr an Pfingstmontag (Deutscher Mühlentag) ganztägig geöffnet. Zeitgleich kann dann auch die nahegelegene Vollmers Mühle besichtigt werden.

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Nach Vereinbarung

Ansonsten ist eine Besichtigung nur nach vorheriger Vereinbarung bei der Tourist-Information Seebach möglich (ganzjährig, nur für Gruppen). Telefon: 07842 / 9483-20.

Von der Mummelseehalle führt die leichte Wanderung vom Kurpark zum Friedhof und weiter bergauf der schmalen  Straße folgend, an deren Ende der Weg nach links abzweigt.

Ab dort stößt der Wanderer auf Schächte und Spuren des schon lange zurückliegenden Silberbergbaus. Die ehrenamtlichen Helfer der Arbeitsgruppe der „Erzknappen vom Silbergründle“ wältigt das, durch landwirtschaftliche Nutzungen verschüttete und für lange Zeit in Vergessenheit geratene Bergwerk, seit 1978 in mühevoller Arbeit sukzessive auf. Die Erzknappen leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der kulturhistorisch wertvollen Bergwerksanlage.

Nach dem ersten Bergwerksschacht („Großes Höllenloch“) führt der Weg zum Brandweiher mit Silberbrunnen des Steinmetz Alois Karcher. Vom Weiher geht´s wenige Meter zurück zum abwärts führenden Weg. Vorbei an einer alten Köhlerstätte führt die Wanderung zum derzeit bekannten Zentrum des alten Silberbergbaues.

Hier geht`s zur Webseite des Besucherbergwerks Silbergründle.

Neben den parallel in die Tiefe führenden Schächte („Kleine Höllenlöcher“) kann man auch die Eingänge von zwei Versuchsstollen bestaunen. Von den Schachtanlagen ist es nicht weit zu den beiden Oberen Stollen des  Besucherbergwerkes Silbergründle mit Rastplatz. Der Untere Stollen wurde mit dem hier anstehenden Seebachgranit gestaltet.

Der Weg führt nun weiter zur Besucherblockhütte am „Erzknappenloch“ (Mundloch eines mutmaßlich alten Entwässerungsstollens), direkt an der Grimmerswaldstraße.

Nach Überqueren der Straße führt der Pfad durch die Großmatt abwärts zum Mühlenweg und rechts in Richtung  Lorenzenhof. Entlang dem Grimmerswaldbach kann man im ursprünglich belassenen Bachbett verschiedene Gerölle unterschiedlichster Gesteinsarten der Umgebung entdecken.

Wir wandern der Beschilderung folgend vom Grimmerswald an der Brücke hoch zum uralten Lorenzenhof. Der Hof war einst Eigentum eines weit bekannten Geistheilers dem „Lorenzbur Andreas Huber“. Die Nachkommen in Persona der heutigen Besitzerfamilie Doll haben diesen wunderschönen alten Bauernhof liebevoll restauriert.

Am Hof vorbei führt uns der Weg durch die Mischwälder des Zieselberges zum Lorenzenhof-Steinbruch. Hier wurde bis 1945 der Oberkirchgranit im Volksmund auch „Schwartemagen-Granit“ abgebaut und von Steinmetzen zu Mauersteinen, Pflaster und Randsteinen verarbeitet.

Der weitere Weg führt nun bis zur Wegkreuzung „beim Hilsenhof“/“Hintere Muttert“. Von dort folgen wir dem Weg in Richtung „Hintere Muttert“ und „Dohleneck“. Hier verläuft der Weg streckenweise fast auf dem Kamm des Zieselberg, der Gemarkungsgrenze zwischen den Gemeinden Seebach und Ottenhöfen/Furschenbach. Auf dieser Wegstrecke können wir am Wegesrand und im Wald mehrere bizarre Felsgruppen bewundern. Man nennt diese fast künstlich aufgesetzt erscheinenden Granitsteinblöcke auch „Wollsäcke„, eine sehr typische Verwitterungsform des orthogonal geklüfteten Granitgebirges im Nordschwarzwald.

Am Weiler „Am Schroffen“ überqueren wir wieder den Grimmerswaldbach und kommen dann auch zur namensgebenden Felswand „Am Schroffen“. Sie besteht aus Gangporphyr und ist mit einer Weinrebe bewachsen.

Weiter führt uns der Weg auf der Anliegerstraße am Schroffen entlang am Sägewerk Bürk und vorbei an den namensgebenden schönen Fachwerkbauernhöfen in die Bohnertshöfe und wenige Meter entlang der Grimmerswaldstraße zum Kurpark. Hier lädt der schöne Platz am See oder der Abenteuerspielplatz noch zum Verweilen ein.

Der Start- und Endpunkt der Tour liegt unmittelbar oberhalb der Parkanlage an der Mummelseehalle.

Textquelle: Tourist-Info Seebach

Lagerstättengeologische Kurzbeschreibung

Aufgeschlossen sind in der Grube zwei, bis 1,5 m mächtige, steilstehende Quarzgänge, die den Seebachgranit nahe seines Kontakts zum Oberkirchgranit in NW-SE-Richtung durchsetzen. Von diesen beiden Hauptgängen zweigen E–W streichende und (schmale) NNW–SSE verlaufende Quarzgänge ab. Sie enthalten lokal Bleiglanz, untergeordnet auch Fahlerz und Kupferkies und weisen Spuren von Argentit auf. Durch das Eindringen oxidierender Oberflächenwässer haben sich Eisen-Mangan- und Kupferoxide bzw. -hydroxide gebildet. Hämatitquarz ist an tektonische Brekzienzonen im Granit gebunden, die als Vorläufer der reinen Quarzgänge zu sehen sind. Wahrscheinlich sind die Quarzgänge im Zusammenhang mit dem Rotliegend-zeitlichen Porphyrvulkanismus entstanden.

Nebengestein ist der klein- bis mittelkörnige, hellrosa bis hellgraue Seebachgranit, ein Zweiglimmergranit, der im Bereich Silbergründle eine deutliche Mineralregelung aufweist. In der Grube verläuft diese Regelung etwa N–S und fällt mittelsteil nach W ein (10 / 44° W), im Erzknappenloch NW–SE (140 / 65° SW). Eine gleichmäßige Regelung der Minerale Feldspat, Quarz, Biotit und Muskovit entsteht bei tektonischer Beanspruchung während der Kristallisation der Minerale aus dem Magma.

 

Ziel des Bergbaus

Blei- und Silbererzgewinnung, eventuell auch Suche nach Eisenerzen.

 

Besonderheiten

Erzknappenloch und Silbergründle weisen besonders schöne Schlägel- und Eisenarbeiten auf, die mindestens aus zwei Abbauperioden (Mittelalter und früher ?) stammen. Es handelt sich im Schwarzwald um die einzige für die Öffentlichkeit zugängliche Gangmineralisation im Granit und um ein besonders schönes Beispiel für eine mehrfach aufgelebte Störungstektonik.

 

Textquelle: Werner, W. & Dennert, V. (2004). Lagerstätten und Bergbau im Schwarzwald – Ein Führer unter besonderer Berücksichtigung der für die Öffentlichkeit zugänglichen Bergwerke. 334 S., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Hrsg.). Das Buch wird im LGRB Shop als Printprodukt bzw. Download angeboten.

Infomaterialien

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Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Broschüre „Historisches Bergwerk Silbergründle“

Textquellen

Werner, W. & Dennert, V. (2004). Lagerstätten und Bergbau im Schwarzwald – Ein Führer unter besonderer Berücksichtigung der für die Öffentlichkeit zugänglichen Bergwerke. 334 S., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Hrsg.). Das Buch wird im LGRB Shop als Printprodukt bzw. Download angeboten.

Oberderdingen: Vom Derdinger Horn zum Sandbauernweg nach Sternenfels

Die Tour führt durch die Reben am Derdinger Horn über den Kraichsee, weiter durch das idyllische Tal der jungen Kraich nach Sternenfels und über den Augenberg und Schlossberg wieder zurück zum Derdinger Horn.

In Sternenfels finden sich noch heute Hinweise auf das Wirken der Sandbauern, unterwegs gibt es auch zahlreiche Aussichtspunkte in die nähere und weitere Umgebung.

Schon gewusst? Der „Kraichbach“ (auch: „Kraich“) ist Namensgeber für den Landschaftsraum „Kraichgau“. Der Bach entspringt in Sternenfels auf dem Gelände der Grundschule. Ein kurzer Abstecher zur gefassten Quelle ist zu empfehlen.

Kurz vor der Quelle befindet sich das Wildtiergehege Sternenfels, wo eine Tafel über das Damwild und die Mufflons informiert.

Eine idyllische Rastmöglichkeit unter schattenspendenden Bäumen findet sich beim bewirteten Kiosk auf dem Schlossberg in Sternenfels. Dort lohnt auch ein Besuch im Schlossbergturm (Besichtigung der Ausstellung zur Geologie oder kurzer Aufstieg zur Aussichtsplattform). Der Turm ist ein Wasserturm, der 1967 am  früheren Standort der im 30-jährigen Krieg zerstörten mittelalterlichen Burg, errichtet wurde.

Sandbauern

Seit dem 1. Jh. n. Chr. wurde im Stromberg Steinhauerei betrieben. In ca. 30 Mühlen mahlte man den lokal anstehenden „Stubensandstein“ (Mittlerer Keuper) zu Fegesand. In Sternenfels wurde in Erinnerung an das fast vergessene Traditionshandwerk mit dem Sandbauernweg ein kulturhistorischer Rundweg geschaffen. Der Sandbauernweg ist als separate Tour hier beschrieben.

Geologische Aufschlüsse im Mittleren Keuper

Ein besonderer geologischer „Leckerbissen“ befindet sich gleich am am Startpunkt der Tour, direkt am Wanderparkplatz des Festplatzes der örtlichen Trachtenkapelle (nur wenige Meter vom Aussichtspunkt „Weinplateau“ entfernt). Genau genommen sind es sogar zwei „Leckerbissen“:

Mittelkeuper am Oberderdinger Horn

Das Horn liegt 2 km südlich von Oberderdingen am nordwestlichen Anstieg zum Keuperbergland des Strombergs.

Der Aufschluss erschließt auf einer Länge von mehreren Zehner Metern hangaufwärts die gesamte Schichtenfolge der Oberen Grabfeld-Formation (Gipskeuper) bis zur Stuttgart-Formation (Schilfsandstein). Aufgeschlossen sind die Unteren Bunten Estherienschichten und die Grauen Estherienschichten im Hangenden. Darüber folgt die bis 60 cm mächtige Anatina Bank, hier als dolomitische Steinmergelbank, sowie die Grauen Estherienschichten mit mehreren feinkörnigen Brekzienhorizonten und Steinmergelbänkchen.

In den Estherienschichten sind Auslaugungsstrukturen (Zellenkalk-, Rauhwackenstruktur) gut ausgebildet. Ein Brekzienhorizont enthält Gipsresiduen in Form kleiner Quarzkristalle.

Schließlich werden die Oberen Bunten Estherienschichten erreicht und das Profil endet mit der Überlagerung durch Sandsteine der Stuttgart-Formation. Textquelle: LGRBwissen und LGRB-Kartenviewer Geotope.

Foto: Geologischer Aufschluss im Mittleren Keuper am Derdinger Horn (Kraichgau) am 29.04.2022. Übergang der Grabfeld-Formation (Gipskeuper) zur Stuttgart-Formation (Schilfsandstein).

Aufgelassener Steinbruch am Horn

Der aufgelassene Steinbruch liegt ca. 1,2 km südlich von Oberderdingen in der Schilfsandstein-Formation (km2), heute „Stuttgart-Formation“. Der Schilfsandstein ist ein historisch bedeutender Bausandstein der Region aus dem beispielsweise das nahegelegene Kloster Maulbronn erbaut wurde, das heute zum UNESCO-Welterbe zählt. Die von Oscar Fraas 1845 eingeführte Bezeichnung Schilfsandstein ist eigentlich nicht korrekt, da es sich bei den fossilen Pflanzen vor allem um Schachtelhalmabdrücke handelt. Die Gräser erschienen erst in sehr viel jüngeren geologischen Zeiten.

Foto: Aufgelassener Steinbruch am Derdinger Horn (Kraichgau) am 13.05.2022. Aufschluss in der Stuttgart-Formation (Schilfsandstein).

Infomaterialien

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Oberderdingen

Faltblatt „Derdinger Horn und Weinplateau“

Albsteinach: Steinbruchweg

Anspruchsvolle Rundwanderung über 13 km auf den Höhenzügen. Ziel der Tour ist der Steinbruch Mackenheim. Die Solardraisine kreuzt den Weg. Kunstwerke sind am Weg zu bewundern.

Diese Wanderung führt durch Wald und über offene Landschaft. Die Tour führt durch das Naturschutzgebiet „In der Striet“ und unterquert das Mackenheimer Viadukt.

Am Steinbruch Mackenheim wurden und werden seit Jahrhunderten Gneise und eisenreicher Glimmer abgebaut. Durch die Renaturierung der abgebauten Teilbereiche haben sich seltene Pflanzen, Vögel (z.B. Uhu und Wanderfalke), Insekten und Amphibien angesiedelt. Auch seltene  Eidechsen und Prachtlibellen finden hier einen neuen Lebensraum.

Zu Beginn und am Ende der Wanderung laden die Skulpturen des Kunstwanderweges zum Bertrachten ein.

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz aus starten Sie zunächst auf asphaltiertem Weg in nördliche Richtung. An der ersten Sandsteinskulptur biegen Sie links auf den Feldweg ab und folgen der Markierung A6 auf den Wald zu. Bergab geht es nun an einer Fichtenschonung, dem neuen Wasserbehälter und einem Tümpel vorbei. Im weiteren Verlauf durch lichten Laubwald folgen rechtsseitig ein Weiher und dahinter ein Spielplatz. Gehen Sie aus dem Wald hinaus und um den Spielplatz herum. Unmittelbar hinter dem Straßenschild „Ringstraße“ führt der Wanderweg links in den Wald hinein. Wandern Sie links am Fußballtor vorbei, auf schmalem Waldpfad bergan. Waldmeister säumt den Weg. Ab und zu bildet ein umgefallener Baum ein leicht zu übersteigendes Hindernis.

Lassen Sie sich vom Vogelgesang nicht ablenken, denn mitten im Wald biegt der Pfad links ab und unser Wanderweg führt durch das Naturschutzgebiet „In der Striet“ nach Vöckelsbach. Die Markierung bringt uns bergan durch die Feldflur.

Markierungszeichen

A6

Infomaterialien

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Albsteinach

Tourenbeschreibung „Steinbruchweg“

Bad Bertrich: HeimatSpur Geo-Route

Eine spannende Zeitreise in die geologische Vergangenheit der Vulkaneifel. Die Geo-Route führt zu zahlreichen Zeugnissen der explosiven Vergangenheit von Bad Bertrich.

Die Geo-Route führt Sie zu zahlreichen Zeugnissen der explosiven Vergangenheit von Bad Bertrich. Hier waren vor etwa 50.000 Jahren neun Vulkane aktiv und haben die Region mit interessanten geologischen Formationen geprägt. Lernen Sie diese Erdgeschichte auf ganz besondere Art kennen und genießen Sie währenddessen atemberaubende Weitblicke.

Der Weg hat einen Anstieg von 270 Höhenmetern. Zwei Kilometer bleibt er auf der Höhe und führt dann zurück in das Tal.

Bad Bertrich hat eine abwechslungsreiche und bedeutende Geschichte. Bereits die Römer kannten die heilende Wirkung des Wassers im Tal des Üssbachs. Ein gut markiertes Wegenetz rund um den Kurort führt Wander- und Naturfreunde zu interessanten Aussichtspunkten, historischen Orten und besonderen Naturerlebnissen.

Wegbeschreibung

Nach dem Start an der GesundLand Tourist Information führt der Weg hinauf zum Palmberg. Von dort geht es weiter bergauf zur Viktoriahöhe und zur Ruflay. Ab dann sind bereits die meisten Höhenmeter bewältigt und die Route verläuft weiter bis zur Oase der Ruhe, wo eine atemberaubende Aussicht auf das Üssbachtal möglich ist. Weiter geht es bis zur Maischquelle, die im Zuge vulkanischer Aktivitäten entstanden ist.

Highlights am Weg

  •  0,6 km Viktoriahöhe
  •  1,7 km Oase der Ruhe

  •  4,2 km Falkenlay/Steinzeithöhlen

  •  4,8 km Maischquelle

  •  5,3 km Dachslöcher

Geheimtipp

Bei der Maischquelle erwartet Sie eine wohltuende Erfrischung in Form eines Naturkühlschranks!

Infomaterialien

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Bad Bertrich

HeimatSpur Geo-Route – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Kreuznach: Vitaltour Salinental

Die Rundtour führt durch das enge Felsental der Nahe von Bad Kreuznach nach Bad Münster am Stein-Ebernburg und zurück über den Porphyrrücken Rotenfels.

In Bad Kreuznach wurde 1817 die erste Badestube eingerichtet. In den Folgejahren entstand ein Kurviertel mit prächtigen Villen, Kurhotel und Parkanlagen. Das Salinental, Europas größtes Freiluftinhalatorium, verdankt seinen Namen der Salzgewinnung aus den Solequellen.

Salinental

Das Salinental ist ein Gesamtensemble der Salzproduktion. Triebwerkgräben, Wasserräder, Gradierwerke, Siederei und Arbeiterhäuser wurden über 100 Jahre zur Salzgewinnung genutzt.

Salz wird in der Region seit über 400 Jahren gewonnen. In den Gradierwerken wurde die Salzsole mit einem natürlichen Salzgehalt von ca. 1,5 % durch das von Freiherr von Beust im 18. Jahrhundert entwickelten Verfahren der Tröpfelgradierung aufkonzentriert. Dabei wurde die Sole auf einer Länge von insgesamt 1,1 km über neun Meter hohe Schwarzdornheckenwände verrieselt. Durch mehrfaches Verrieseln in einem durch Wasserräder angetriebenen Pumpkreislauf erhöhte sich dabei der Salzgehalt nach ca. einer Woche ausschließlich durch Verdunstung auf 26 %. Vom Gradierwerk kam die Sole dann in die Siederei, wo schließlich das Salz erzeugt wurde.

Heute gewinnt man das salzhaltige Wasser aus einer 500 m tiefen Quelle im Salinental. Sie speist die Gradierwerke, das Freiluftinhalatorium im Kurpark mit dem historischen Solezerstäuber, das Thermalbad und das Crucenia Gesundheitszentrum.

Wegbeschreibung

Die Tour beginnt an der Saline Karlshalle.

Im Naturschutzgebiet Gans befindet sich eine eiszeitliche Geröllhalde, einer der schönsten Aussichtspunkte auf der Tour. Weiter führt die Tour zum Schloss Rheingrafenstein, das im ausgehenden 17.Jahrhundert nach der Zerstörung der Burg Rheingrafenstein als Gutshof erbaut wurde und zur Burgruine Rheingrafenstein, die auf einem 136 Meter hohen Porphyrrücken steht.

Durch das Huttental erreicht man am Naheufer eine Rarität, eine handgezogenen Fähre, die zwischen April und November Bad Münster mit der engen Schlucht unterhalb des Rheingrafensteins verbindet. Außerhalb der Betriebszeit der Fähre ist ein rund 1,5 Kilometer langer Umweg erforderlich, um das andere Naheufer zu erreichen.

In Bad Münster am Stein verdienten sich früher die Menschen ihren Lebensunterhalt mit Fischerei, Salzgewinnung, Landwirtschaft und Kupferbergbau im Huttental. Ebernburg hat eine lange Tradition in Bergbau und Landwirtschaft, überhalb dem Stadtteil liegt die gleichnamige Burg, die heute evangelische Familienferien- und Bildungsstätte ist.

Das Kurmittelhaus in Bad Münster am Stein-Ebernburg gilt als architektonische Besonderheit der Region. In der Brunnenhalle gibt es für die Sole-Trinkkur drei Heilquellen sowie das Therapiezentrum für Kur- und Wellnessanwendungen.

Im weiteren Verlauf führt die Strecke hinauf zum Rotenfels. Das zwei Kilometer lange Felsmassiv aus Porphyr steht unter Naturschutz und ist mit 202 Metern die höchste Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien, einen besonderen Ausblick in das Umland bietet die Aussichtskanzel Bastei. Das Felsmassiv besteht aus rötlichem Rhyolith, einem Quarzporphyr-Gestein mit feinkörnig-kristalliner Struktur. Vor 270 bis 260 Millionen Jahren bildete sich in einer Phase besonders reger vulkanischer Aktivität durch glutflüssig aufsteigendes Magma das nach seiner Erstarrung sehr witterungsbeständige, rötliche Gestein des Rotenfels. Hydrothermal zersetzte Zonen sind an der helleren Färbung erkennbar. Dort sind die Feldspate in Kaolin umgewandelt. Die Nahe hat diese Felsstruktur als Steilufer über Jahrtausende in den Fels gefräst und einen Großteil des Verwitterungsschutts abtransportiert.

Tipp

Besuchen Sie am Rotenfels das Steinskulpturenmuseum mit Skulpturenpark.

Infomaterialien

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Bad Kreuznach

Vitaltour Salinental – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Überkingen: Rundour Hausener Wand

Bergsturz

Die Hausener Wand erhebt sich an der Südwestseite des Michaelsberg über 250 m oberhalb der Fils.

Die Hausener Wand entstand vermutlich am Ende der letzten Eiszeit, als eine Oberjura-Großscholle auf einer Gleitschicht aus Mitteljuratonen abrutschte.

Die dadurch entstandene Abrisswand erschließt die Schichten von der Impressamergel-Formation (ox1, früher Weißjura alpha) bis zum Unteren Massenkalk (joMu), der hier anstelle der Unteren Felsenkalk-Formation (ki2, früher Weißjura delta) ansteht. Insbesondere die Wechselfolge der Kalk- und Mergelsteine der Lacunosamergel-Formation (ki1, früher Weißjura gamma) sowie das Einsetzen der Verschwammung in den Unteren Felsenkalken ist hier gut zu sehen.

Am Fuß der Wand sammelten sich über den Rutschmassen großflächige Hangschuttfächer an.

Thermal- und Mineralquellen

In Bad Überkingen befinden sich mehrere bekannte Thermal- und Mineralquellen.

Sauerbrunnen

Bereits ums Jahr 1200 urkundlich erwähnt.

Adelheidquelle

(Natrium-Hydrogen-Carbonat-Säuerling)

Helfensteinquelle

(Calcium-Hydrogen-Carbonat-Säuerling)

Renata-Quelle

(Natrium-Sulfat-Hydrogen-Carbonat-Therme)

Otto-Therme

(Natrium-Calcium-Sulfat-Therme)

Josef-Therme

(Natrium-Calcium-Sulfat-Chlorid-Therme)

Jura-Quelle

(Natrium- und kochsalzarmes Mineralwasser)

Infomaterialien

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Bad Überkingen

LGRB-Geotop-Steckbrief „Hausener Wand“