Beuron: Eichfelsen-Panorama-Tour

Die Wanderung entführt uns auf schmalen Pfaden auf die Höhen des Donautals mit herrlichen Panoramablicken und zu zwei Höhlen.

Durch den „Schwäbischen Grand Canyon“

Rundtour mitten durch das Durchbruchstal der Jungen Donau, mit ständig neuen Perspektiven auf das berühmte Kloster Beuron und die Donau. Zweimal wird die Donau überquert und zweimal geht es von Tal hinauf zu den schönsten Panorama-Aussichten im Donautal.

Wegbeschreibung

Der Weg verläuft vom Kloster Beuron mit einem Anstieg zum Spaltfesen, dem Rauhen Stein (Einkehrmöglichkeit: Wanderheim Rauher Stein), von dort zum namengebenden Aussichtspunkt Eichfelsen dann hinunter zu Donau.

Auf der Radbrücke überquert man die Donau, bevor es auf der anderen Seite in steilen Serpentinen zur Burg Wildenstein (Einkehrmöglichkeit: Burgschenke) geht.

Danach führt der Weg nun auf die halbe Höhe hinunter, vorbei an der Petershöhle zurück nach Beuron.

Sehenswürdigkeiten

  • Aussichtsfelsen Spaltfelsen, Rauher Stein, Eichfelsen
  • Felsengarten Irndorf
  • Kapelle St. Maurus
  • Burg Wildenstein
  • Petershöhle
  • Haus der Natur Beuron (mit Ausstellung)

Infomaterialien

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Donaubergland

Broschüre „Erdgeschichte live – Unsere TOP 10 im Donaubergland“

Immendingen: Donauversinkung und Vulkanismus am Höwenegg

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz an der Donauversinkung in Immendingen.

Donauversinkung

Gleich zwei außergewöhnliche Naturphänomene lassen sich auf dieser Runde bestaunen. Die Donauversickerung und der nördlichste Hegauvulkan.

Weltweit einzigartig: ein Fluss der in zwei Meere fließt, ins Schwarze Meer und in die Nordsee! Und im Sommer kann man trockenen Fußes durch das Flussbett wandern.

Höwenegg

Beeindruckend auch der Hegauvulkan Höwenegg mit seinem See in faszinierender Farbgebung.

Wegbeschreibung

Vom Startpunkt aus geht es zunächst am Ufer der Donau entlang, donauabwärts. Dabei passiert man die Hauptversickerungsstellen und kann, je nach Wasserstand, einzelne Schlucklöcher sehen oder auch das komplett ausgetrocknete Flussbett.

Am Einödviadukt geht es rechts durch den Wald und bald darauf kommt man zum Gasthof Hauser an der ehemaligen Bahnstation in Hattingen. Dort die Straße überqueren und durch das Kirchtal, bis der Weg nach ca. 800 m vom Kirchtal nach links abzweigt.

Aus dem Wald kommend gelangt am bald darauf zu einem Aussichtspunkt mit Rastplatz. Wieder geht es ein Stück durch den Wald. Nach kurzer Zeit tut sich ein großes Loch am Weg auf: die Doline Michelsloch, eine typische Karsterscheinung die durch Lösungsprozesse im Untergrund entsteht. Wasser löst das Gestein auf, so dass es zu Einstürzen kommt.

In einem Bogen am Waldrand entlang weitergehen, dann wieder in den Wald. Am Aussichtspunkt bietet sich ein schöner Blick in das angrenzende Hegau mit seinen charakteristischen Vulkankegeln.

Es folgt ein Abstieg und eine Straßenquerung. Leicht aufwärts bis zum Grill- und Rastplatz und hier nach links weiter.

Ein kleine Stück leicht bergauf und plötzlich steht man vor dem grün-blau schimmernden „See“ am Vulkankrater Höwenegg. Dieser wird ein Stück umrundet und der Rückweg führt über den Parkplatz Höwenegg und durch den Wald zum Ausgangspunkt der Tour.

Der Weg ist durchgängig mit grünen Wegweisern beschildert und dem Donauwellen-Zeichen markiert (grün-blaue Wellen).

Donauversinkung

Die Donauversinkung (auch Donauversickerung) ist eine unterirdische unvollständige Flussanzapfung der Oberen Donau. Auf den Versickerungsstrecken zwischen Immendingen und Möhringen und bei Fridingen (Landkreis Tuttlingen) verschwindet Wasser der Donau an verschiedenen Stellen im Flussbett, wobei die Hauptversinkungsstelle am Gewann Brühl zwischen Immendingen und Möhringen liegt, etwa bei Flusskilometer 2755. Der Bereich ist Teil des Naturparks Obere Donau.

Der Ausdruck Versinkung wird bevorzugt, weil das Wasser sich nicht flächig im Erdreich verteilt, sondern in unterirdischen Hohlräumen als gerichteter Strom abfließt. Es handelt sich um eine unterirdische Bifurkation, da das verschwundene Wasser als Schwarze Donau die Europäische Hauptwasserscheide durchquert, im Aachtopf als Quelle der Radolfzeller Aach wieder zu Tage tritt und über den Bodensee und den Rhein in die Nordsee fließt.

Hydrographie

Das von der Versinkung abgezapfte Donauwasser verschwindet in einem Karstwassersystem der Wohlgeschichteten Kalk-Formation des Weißen Jura (ox2) und tritt in verschwammten, liegenden Bankkalken des Weißen Jura (ki 4) im rund zwölf Kilometer entfernten Aachtopf wieder aus. Es fließt sodann als Radolfzeller Aach bei Radolfzell in den Bodensee. Somit fließt ein Teil des Donauwassers auch in den Rhein. Diese geografische Situation ist eine markante Besonderheit der großen Europäischen Wasserscheide, die die Einzugsgebiete der Nordsee und des Schwarzen Meeres trennt.

Da das Wasser durch eine Vielzahl von kleinen bis sehr kleinen Rissen und Klüften abfließt, befindet sich die Verkarstung an diesen Stellen noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Das anschließende Höhlensystem bis zum Aachtopf, also der unterirdische Donau-Abzweig, ist dagegen vermutlich schon weit entwickelt. Das ergibt sich aus der engen zeitlichen Korrelation der Wassertemperaturen von Donau und Aachquelle, die eher auf einen unterirdischen Fluss als auf ein verästeltes Kluftsystem schließen lässt.

Geschichte

Die erste historisch belegte vollständige Versinkung fand 1874 statt. Seitdem ist die Anzahl der Versinkungstage pro Jahr im Schnitt stark angestiegen, wenn auch mit kleinen Ausreißern. Während Messungen von 1884 bis 1904 jährlich durchschnittlich 80 Vollversinkungstage ergaben und das Jahr 1921 mit 309 Vollversinkungstagen einen bis heute ungebrochenen Rekord hält, wurden 1922 lediglich 29 Tage gemessen, 1923 allerdings wieder 148 Tage. Von 1933 bis 1937 steigerte sich die Zahl auf 209 und von 1938 bis 1945 auf 270 Tage.

Der Zusammenhang zwischen Donauversinkung und Aachtopf wurde am 9. Oktober 1877 nachgewiesen, indem der Geologe Adolph Knop von der Technischen Hochschule Karlsruhe das Wasser in der Donauversinkung mit 10 Kilogramm Natriumfluorescein, 20 Tonnen Salz und 1200 Kilogramm Schieferöl versetzte. 60 Stunden darauf traten alle drei Substanzen als „prachtvoll grünleuchtendes“ Salzwasser mit deutlich kreosotartigem Geschmack im Aachtopf auf. Später wurde die Verbindung einzelner Versinkungsstellen erforscht. So wurde etwa 1908 in Fridingen ein Schacht angelegt, um durch Versuche herauszufinden, wohin das Wasser dieser Versinkung abfließt.

1927 wurde vor dem Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich ein zwischen den Ländern Württemberg und Preußen als Landesherr der Hohenzollernschen Lande einerseits und dem Land Baden andererseits schwelender Streit um die quantitative Beeinträchtigung des Donauwassers ausgetragen, der als Donauversinkungsfall bekannt wurde.

Textquelle: Wikipedia

Vulkanlandschaft Höwenegg

Der Vulkankomplex des Höwenegg bei Immendingen ist mit seinem geheimnisvollen „Kratersee“ nicht nur ein Juwel unter den Naturwundern der Schwäbischen Alb, sondern auch als Naturschutzgebiet und Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere geschützt.

Anders als andere Vulkanrelikte und Maare auf der Alb  gehört der Höwenegg nicht zum „Schwäbischen Vulkan“ (Uracher Vulkangebiet), sondern ist noch Teil des südlich der Alb liegenden Hegauvulkanismus. Ursache für die vulkanische Aktivität ist die Lage des Gebietes im Kreuzungspunkt zweier tektonischer Störungszonen. Der gesamte Hegau ist als Nationaler Geotop ausgezeichnet.

Der Hauptkrater ist der größte von insgesamt sechs Ausbruchstellen, aus denen Basalt und Basalttuff gefördert wurde. Seit Beginn des 20. Jh. bis 1980 wurde hier Basalt abgebaut.
Im ehemaligen Abbaubereich entstand der heute sichtbare See, der jedoch nicht identisch mit einem Kratersee aus der Tertiärzeit ist. Die feinkörnigen dunklen Basaltgesteine die im Bereich der unteren Abbauwand erkennbar sind, werden von bis zu 30 m mächtigen Basalttuffen überlagert.

Ein Ausbruch fand vor 10 Mio Jahre im oberen Miozän (Tertiär) statt. Im Kraterbereich bildete sich ein See, der von zahlreichen Tieren besucht wurde. Fossilienfunde von dreizehigen Urpferden, Antilopen und Nashörnern belegen das damalig subtropische Klima. Im Seesediment wurden die Fossilien hervorragend konserviert. Die weltberühmten Funde können im Naturkundemuseum Karlsruhe und Stuttgart bewundert werden. Aber auch im Heimatmuseum Immendingen gibt es eine kleine aber sehenswerte Sammlung.

Achtung

Es ist es nicht möglich an die Wasserfläche des Sees zu gelangen. Der ehemalige Abbaubereich ist nicht sicher, immer wieder brechen Teile der Wand ab und stürzen herab. Es besteht erhebliche Verletzungsgefahr. Deshalb ist der gesamte Seebereich durch einen Zaun geschützt. An der östlichen Seite eröffnet sich jedoch ein wunderbarer Blick.

Textquelle: UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb

Infomaterialien

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Donaubergland

Broschüre „Erdgeschichte live – Unsere TOP 10 im Donaubergland“

Königsbronn: Industrie- und Geschichtspfad

Es waren Zisterzienser Mönche, die die Entwicklung der Schwerindustrie in Königsbronn in Gang gebracht haben. Die ehemalige Klosteranlage liegt wenige Schritte vom Brenztopf entfernt und bildet neben den Stationen zur Industriegeschichte einen zweiten Schwerpunkt des Themenpfades.

Darüber hinaus hat Königsbronn weitere Besonderheiten zu bieten, wie die Burgruine Herwartstein, den Itzelberger See oder die Gedenkstätte, die dem Hitler-Attentäter Georg Elser gewidmet ist. Auch diese Stationen sind ausgeschildert und laden zur Erkundung ein.

Ausgangspunkt der Tour ist der Brenzursprung, um den sich gleich mehrere der insgesamt 19 Stationen des Industrie- und Geschichtspfades gruppieren – darunter das Rathaus mit seiner Rokoko-Fassade, die Hammerschmiede und das Turbinenhaus.

Sehenswürdigkeiten

© Gemeinde Königsbronn

Brenzursprung

4 Meter tiefer Quellsee mit klarem, blaugrünem Wasser. Die Quelle tritt unter einem mächtigen Felsen hervor. Die Schüttung beträgt 400 Liter in der Sekunde (34560 cbm pro Tag). Die Wassertemperatur beträgt das ganze Jahr über 7°C. Der Brenzursprung ist eine der schönsten und größten Quellen der Schwäbischen Alb.

Seit dem Jahr 2000 wird die Wasserkraft der Brenzquelle wieder genutzt.

Rathaus Königsbronn

Das Rathaus Königsbronn ist das Wahrzeichen der Gemeinde.

1775 erhielt das heutige Rathaus seine Spätbarocke Fassade und eine kostbare Innenausstattung, die jedoch bis auf das Fürstenzimmer im Dachgeschoß leider verloren gegangen ist.

Zum 100 jährigen Rathaus – Jubiläum wurde die Barocke Fassade vollkommen neu renoviert. Das geschah 1985 im Zuge der Ortskernsanierung.

Klosterhof-Areal

Das Zisterzienserkloster Königsbronn, welches sich durch wertvolle Privilegien, Schenkungen und Patronatsrechte, dieses u.A. in der Reichsstadt Reutlingen und zu Pfullendorf besaß, umfangreich entwickelte und zu beachtlichem Wohlstand kam, vor seiner am 29. und 30. April 1552 erfolgten völligen Einäscherung und Zerstörung durch Markgraf Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, (dem Verbündeten des Kurfürsten Moritz von Sachsen, der im Krieg gegen den Kaiser stand) als Strafe dafür, daß sich das in kaiserlicher Huld stehende Kloster der Reformation, die Herzog Ulrich v. Württemberg durchzuführen bestrebt war, entzog, indem es sich auf die Rechte des Österreichischen Königs Ferdinand stützte.

Flammofen

Aus dem ursprünglichen „Alten Gießhaus“, das bereits 1667 in Königsbronn stand, wurde später das Flammofengebäude der schwäbischen Hüttenwerke. Von 1820 bis 1920 wurde der Flammofen innerhalb des Flammofengebäudes betrieben. Aus dem 19. Jahrhundert stammt der hölzerne Kran mit Laufkatze, mit einer Tragkraft von ca. 5 Tonnen. Dieser Kran, der die Arbeit mit dem Eisenguss im 19. und 20. Jahrhundert verrichtete, kann im Flammofengebäude bis heute noch per Hand bedient werden.

Im Zuge der Industrialisierung wurde der Ofen zur Herstellung der ersten Hartgusswalzen in Mitteleuropa eingesetzt. Die dafür eingesetzte Technik wurde aus Großbritannien übernommen und bildete den Grundstein eines effektiveren Herstellungsprozesses. Bis heute werden im angrenzenden Hüttenwerk Walzen gegossen und bearbeitet.

Mit dem Besuch im Flammofengebäude kann der Film „Feuer und Flamme für Eisenguss“ zur Herstellung von Gießereiprodukten wie Glocken, Öfen und Grabplatten angesehen werden.

Itzelberger See

Der Itzelberger See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Teilort Itzelberg. Im Sommer ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Mit Minigolf, Kiosk und Fahrten mit dem Tretboot. Ein Runderwanderweg führt um den ca. 8,4 Hektar großen See herum.

Der Itzelberger See wurde von den Mönchen des Klosters künstlich angelegt. Fische waren die Fastenspeise. Über Jahrhunderte hat das Wasser seine Bedeutung für die Fischzucht erhalten.

Ein eindrucksvolles Landschaftsbild gewährt die Vogelschutzinsel am Einlauf der Brenz in den Itzelberger See. Dieses Feuchtbiotop entstand während der großen Entschlammungsaktion des Itzelberger Sees.

1957 entschlossen sich die Gemeinderäte aus Königsbronn und der damals noch selbständigen Gemeinde Itzelberg, den See zu entschlammen. Dies wurde notwendig, nachdem sich im Seebecken eine zwei Meter hohe Schlammdecke angesammelt hatte und der Wasserstand teilweise nur noch eine Tiefe von 30 Zentimeter erreichte. Im Nord- und Westufer des Itzelberger Sees lag zu jener Zeit ein 4 Hektar großes Sumpfgebiet, die „Mooswiesen“.

Im Zuge der Entschlammung wurde ein großer Teil der Sumpfwiesen mit dem Schlamm aufgefüllt, der in ausgetrocknetem Zustand mit großen Baggern aus dem See entnommen wurde. Seinerzeit wurden über 170.000 Kubikmeter Schlamm aus dem Seebecken entfernt. Von dem ehemaligen Moor blieb nur ein zwei Hektar großer Restteil übrig, aus dem sich die Vogelschutzinsel bildete. Es entstand ein ideales Brut- und Rückzugsgebiet für Vögel und Amphibien.

Mittlerweile findet man an dieser Vogelschutzinsel den Eisvogel, Stockenten, das grünfüßige Teichhuhn, Kanadagänse, aber auch Bisam und Fischreiher sind anzutreffen. In den Wintermonaten rasten viele Wasservögel, besonders Tafelenten, Kolbenenten und Möwen, auf dem See die dann im Frühjahr in ihre Brutgebiete weiterreisen.

Im Uferbereich entdeckt man gelegentlich auch Spuren von Füchsen, die frühmorgens über den Nebenflussarm der Brenz auf die Vogelschutzinsel schwimmen und dort im dichten Unterholz nach Beute suchen. Auch der Marder und die Elster finden auf dem unzugänglichen Inselbereich ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

Feilenschleiferei

Das Gebäude wurde um 1800 von Eberhardt Blezinger (Enkel von Johann Georg Blezinger) als Drahtzuggebäude erbaut. 1823 gingen Gebäude und Werkstatt in den Besitz der Königlichen Hüttenwerke über. Ab 1836 als Mittlere Dreherei genutzt, wurden hier die ersten Hartgusswalzen hergestellt.

Das damals hölzerne Wasserrad wurde 1888 durch eine Stahlkonstruktion der Fa. Voith ersetzt und ist bis heute erhalten geblieben.

1902 verkauften die Hüttenwerke die Dreherei und das Wohnhaus an die Familie Burr, welche die Werkstatt fortan als Feilenschleiferei nutzte. Das Wasserrad wurde, nach mehreren gescheiterten Versuchen den Wasseranstau zu erhöhen, 1920 stillgelegt. Der Antrieb der Schleifsteine erfolgte nun über einen Elektromotor. Die Nutzung der Werkstatt dauert noch bis 1970, danach wurde die Fertigung eingestellt.

Im Mai 2010 erwarb der Kulturverein Königsbronn die Werkstatt, um diese als Industriemuseum wieder zu beleben.

Seit 2011 laufen umfassende Sanierungsarbeiten am und im Gebäude, die von der Gemeinde und dem Kulturverein Königsbronn mit Unterstützung des LEADER Förderungsprogramms durchgeführt werden.

Durch die großzügige Spende des Königsbronner Apothekers, Herrn Horst Schmidt, an den Kulturverein war es letztlich erst möglich die umfassande Sanierung des Gebäudes und des Wasserrades durchzuführen.

Die Instandsetzung des historischen Wasserrades, nach den Originalplänen, konnte mit tatkräftiger Hilfe der Fa. Voith (Ausbildungszentrum) erreicht werden. Ebenso waren die ortsansässigen Firmen und Handwerker eine große Hilfe.

Weiter unterstützte das LRA Heidenheim, insbesondere der Fachbereich Forsten, das Projekt unter anderem mit einer großen Lärchenholzlieferung und einem mobilen Sägewerk.

Hammerschmiede

Hammerschmiede

Die Hammerschmiede, mit ihrem besonderen Ambiente, bietet Raum für die Durchführung einer Vielzahl von Veranstaltungen verschiedenster Art. Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Seminare, Ausstellungen, Hochzeiten oder private Veranstaltungen – mit der mobilen Bühne und der umfangreichen Ausstattung wird jede Veranstaltung ein voller Erfolg.

Ein Schmuckstück entstand

Von Königsbronn aus entstand im 15. und 16. Jahrhundert der Brenz folgend, Europas erstes Zentrum der Schwerindustrie. Seit 5. Juli 1529 wird die Wasserkraft des Brenzursprungs industriell genutzt. Unter dem bedeutenden Abt des Königsbronner Zisterzienserklosters Melchior Ruf wurde hier die erste Eisenschmiede gebaut. Weitere folgten im Laufe der Jahrhunderte.

Bereits 1652 erfolgte der Bau einer neuen Schmiede. Unter dem außergewöhnlichen Unternehmer Johann Georg Blezinger entstand hier 1772 ein über Deutschland hinaus bestauntes „Wunderwerk der Technik“ – ein gusseiserner Wasserkasten, von dem aus die 9 Wasserräder der beiden Hammerschmieden betrieben wurden. 1788 / 89 brach man eine dieser Anlagen für eine neue Schmiede ab.

1860 / 61 wurde auch dieser Bau durch einen weiteren Neubau ersetzt, es entstand das heute noch bestehende Gebäude der Hammerschmiede. Bereits wenige Jahre später wurde dieses Werk zur Walzendreherei umfunktioniert und Mitte des 20. Jahrhunderts als Produktionsstätte aufgegeben.

Die Hammerschmiede wurde ab 1956 zur Brenzturnhalle umgebaut. Später, nach einer kurzzeitigen Nutzung als Asylbewerberunterkunft wurde sie von einem Arbeitskreis ehrenamtlich nutzbar gemacht.

2008 beschloss der Gemeinderat, dieses einzigartige Gebäude im Rahmen der Ortskernsanierung umfangreich zu renovieren. Nach knapp einjähriger grundlegender Sanierung entstand nun zwischen der Brenz und dem ehemaligen Triebswerkskanal ein besonderes Schmuckstück – die „Hammerschmiede“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen allen Veranstaltungen in diesen historischen Räumlichkeiten einen harmonischen Verlauf.

Georg Elser Gedenkstätte

Georg Elser versuchte mit seinem Attentat auf Adolf Hitler in das Rad der Geschichte einzugreifen. Die Elser Gedenkstätte beinhaltet die größte Dokumentation über den Königsbronner Widerstandskämpfer.

Neben wertvollen zeitgeschichtlichen Dokumenten sind auch die Verhörprotokolle vom Dezember 1939 einzusehen und gewähren einen umfassenden Einblick in die Hintergründe des Attentats.

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Königsbronn

Faltblatt „Feilenschleiferei und Schmiede“

Bad Überkingen: Rundour Hausener Wand

Bergsturz

Die Hausener Wand erhebt sich an der Südwestseite des Michaelsberg über 250 m oberhalb der Fils.

Die Hausener Wand entstand vermutlich am Ende der letzten Eiszeit, als eine Oberjura-Großscholle auf einer Gleitschicht aus Mitteljuratonen abrutschte.

Die dadurch entstandene Abrisswand erschließt die Schichten von der Impressamergel-Formation (ox1, früher Weißjura alpha) bis zum Unteren Massenkalk (joMu), der hier anstelle der Unteren Felsenkalk-Formation (ki2, früher Weißjura delta) ansteht. Insbesondere die Wechselfolge der Kalk- und Mergelsteine der Lacunosamergel-Formation (ki1, früher Weißjura gamma) sowie das Einsetzen der Verschwammung in den Unteren Felsenkalken ist hier gut zu sehen.

Am Fuß der Wand sammelten sich über den Rutschmassen großflächige Hangschuttfächer an.

Thermal- und Mineralquellen

In Bad Überkingen befinden sich mehrere bekannte Thermal- und Mineralquellen.

Sauerbrunnen

Bereits ums Jahr 1200 urkundlich erwähnt.

Adelheidquelle

(Natrium-Hydrogen-Carbonat-Säuerling)

Helfensteinquelle

(Calcium-Hydrogen-Carbonat-Säuerling)

Renata-Quelle

(Natrium-Sulfat-Hydrogen-Carbonat-Therme)

Otto-Therme

(Natrium-Calcium-Sulfat-Therme)

Josef-Therme

(Natrium-Calcium-Sulfat-Chlorid-Therme)

Jura-Quelle

(Natrium- und kochsalzarmes Mineralwasser)

Infomaterialien

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Bad Überkingen

LGRB-Geotop-Steckbrief „Hausener Wand“

Balingen: Geowanderweg

Vor ca. 200-135 Millionen Jahren war die Gegend um Balingen vom subtropischen Jura-Meer bedeckt. Dieses hinterließ uns das Ablagerungsgestein, aus welchem heute Albvorland, Albtrauf und Albhochfläche bestehen. Bei einer Wanderung entlang des GeoWanderweges kann die gesamte Bandbreite an Gesteinsschichten des Jura entdeckt werden. In manchen Jura-Schichten finden sich zahlreiche versteinerte Überreste früherer Meeresbewohner.

Wasser als landschaftsbildendes Element spielt entlang dieser Wanderung eine zentrale Rolle. Die Entstehung von Quellen und Wasserfällen oder das Bilden von Schluchten werden anhand der sichtbaren Natur erläutert. Die durch die Gesteine des Braunen Jura geprägte Landschaft schmiegt sich mit ihren vorwiegend weichen Oberflächenformen an die steil aufsteigenden Hänge des Weißen Jura. Dieser bildet in weiten Bereichen die Kammlinie des Horizonts. Hat man erst einmal die Höhe des Weißen Jura erklommen, liegt dem Wanderer dann eine Landschaft zu Füßen, die mit ihren Weiden, Wäldern, Tälern und eingestreuten Ortschaften eine himmlische Ruhe ausstrahlt.

Infomaterialien

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Balingen

Faltblatt „Geowanderweg“

Bebenhausen: Geologischer Lehrpfad Kirnbachtal

Das Kirnbachtal zwischen Tübingen und Bebenhausen bietet einen besonderen Einblick in die Geologie und Landschaftsgeschichte des Keuperberglandes. Entlang einer einfachen Wanderung erläutern 13 Stationen geologische Besonderheiten und die Entstehung der Landschaft anhand herausragender Aufschlüsse und Landschaftsformen.

Hinweis: Die Stationen 1 bis 10 sind auch mit Kinderwagen erreichbar, der historische Pfad durch den Olgahain zur Station 11 führt über eine längere Treppe. Der abgekürzte Weg ist barrierefrei begehbar.

Historie

Bereits im Jahr 1977 wurde der Geologische Lehrpfad Kirnberg anlässlich der 500 Jahr-Feier der Eberhard-Karls-Universität angelegt. Es war damals ein Gemeinschaftsprojekt vom Fachbereich Erdwissenschaften, der Naturparkverwaltung und den Forstämtern Tübingen und Bebenhausen.

Im Lauf der Jahre war der Lehrpfad in die Jahre gekommenen. Die Schilderhäuser waren baufällig, die Tafeln waren teils durch umgestürzte Bäume zerstört worden und weder inhaltlich noch gestalterisch zeitgemäß. Die geologischen Aufschlüsse waren zugewachsen.

Da sich die Runde durch das Kirnbachtal über den Olgahain hoch zum Klostersteinbruch offensichtlich immer noch großer Beliebtheit erfreute fasste wurde der Pfad auf veranlassung des Forsts neu gestaltet.

Am 02. Juni 2017 wurde der mit Dinosauriern markierte Lehrpfad (Gehzeit ca. 2 Stunden) mit geändertem Streckenverlauf neu eröffnet.

Wegstationen
Station 1: Geologischer Lehrpfad Kirnbachtal
Station 2: Ein Fluss in der Wüste?
Station 3: Wasser formt die Täler ... auch heute noch!
Station 4: Urkräfte zerreißen den Schönbuch
Station 5: Sand von nah und fern
Station 6: Vom Sand der Flüsse zum Sandstein
Station 7: Saurierland Württemberg
Station 8: Wie eine große Treppe – das Süddeutsche Schichtstufenland
Station 9: Erosion durch Wasser und „Schwäbischer Landschaden“
Station 10: Dinosaurier und Paläoböden
Station 11: Das Jurameer kündigt sich an
Station 12: Geologischer Grenzgang
Station 13: Schatzkammer Schönbuch?

Infomaterialien

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Bebenhausen

Faltblatt „Geologischer Lehrpfad Kirnbachtal“

Textquellen

Faltblatt „Geologischer Lehrpfad“