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Karlsruhe: Gewässererlebnispfad an der Alb

Thema und Zielgruppe

Der Teil der Alb, die durch Karlsruhe fließt, steht im Spannungsfeld zwischen Naherholung und Naturschutz. Nach seiner Renaturierung haben wieder viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten hier einen neuen Lebensraum gefunden. Der Gewässererlebnispfad soll dabei helfen zu verstehen, was Renaturierung bedeutet und warum es wichtig ist, die Alb auch als Naturschutzzone zu betrachten. Daneben bietet er aber auch Gelegenheit am und im Wasser zu spielen und zu forschen. Der Gewässererlebnispfad will vor allem Spaziergänger ansprechen, die unerwartet und unvorbereitet auf ihn stoßen und solche Besucher, die sich ohne Vorkenntnisse mit dem Thema beschäftigen wollen. Es sollen unterschiedliche Gruppen angesprochen werden, besonders Kinder etwa von zehn bis 14 Jahren, Familien und Kindergruppen. Ziel ist es, sowohl Informationen über den Fluss zu ver-mitteln, als auch eine gefühlsmäßige Bindung zum Fluss aufzubauen.

Standort

Der Erlebnispfad befindet sich in der Günther-Klotz-Anlage einer weitläufigen Grün- und Freizeitanlage an der Alb im Südwesten von Karlsruhe. Die Anlage ist über Straßenbahnen (Stationen „Europahalle“ oder „Kühler Krug“) und Auto gut erreichbar. Die Länge des Weges, welcher auch gut mit Kinderwagen befahren werden kann, beträgt etwa 1,5 km.

Stationen

Tafeln mit einfachen Texten sollen die Aufmerksamkeit wecken und erste Informationen zum Thema geben. Nur wenige Tafeln geben abstrakte Informationen, etwa über die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union. Die meisten stehen in Verbindungen mit Einrichtungen und Geräten die zum aktiven Handeln und Begreifen führen sollen. In diesem Zusammenhang geben die Ta-feln kurze Hinweise zum Thema und Anregungen für Beobachtungen und einfache Versuche.

Gleichzeitig sollen dadurch die Aktivitäten auf bestimmte Punkte konzentriert werden, um die Belastung des Biotops Alb auf den übrigen Strecken gering zu halten. Jede Station ist in sich abgeschlossen und kann daher auch als einzelne Station gezielt besucht werden.

Beginnt der Besucher den Erlebnispfad am Südende, findet er die Eingangstafel, die das das Thema „Karlsruhe und die Alb“ behandelt. Nach 100 Metern stromabwärts gelangt er zur “ Station Sinne“. Hier gibt es eine Furt aus Trittsteinen, auf denen man die Alb bei niedrigen und mittleren Wasserständen überqueren kann. Daneben befindet sich ein Ohr aus Holz in das Rohre münden, die in unterschiedlicher Höhe über dem Boden enden. Je nach Wasserstand kann man die Geräusche des Wassers über der Flusssohle, knapp unter der Oberfläche oder außerhalb des Wassers hören. Eine dreiteilige Tafelbastion komplettiert die Station. Auf dem Weg zur nächsten Station passiert man eine Doppeltafel, die sich mit den Themen „Renaturierung der Alb“ und „Europäische Wasserrahmenrichtlinie“ auseinandersetzt. Die nächste Station nennt sich „Tiere in der Alb“ und besteht aus einem schwenkbaren Galgen, an dem ein Eimer befestigt ist. Daneben sind an einem kurzen Ständer eine Metallschale und darüber in einem Rahmen zwei Lupen höhenverstellbar befestigt. Hier kann man nach Kleintieren suchen und sie mit Hilfe der Lupen untersuchen. Eine Drehtafel auf der die häufigsten Kleintiere abgebildet und beschrieben sind, hilft beim Identifizieren.

An der „Station Mühlen“ wird anschließend die Wasserführung und Strömung der Alb und die Mühlentradition an der Alb erklärt. Hier mündet eine Wasserrinne. Diese verläuft über 20 Meter hin zu einer Wasserspirale, mit der man aus einem Wasserbecken Wasser befördern kann. Das Wasser treibt zunächst ein Mühlrad an und fließt dann über die Rinne zum Strand, wo es verschiedene Strömungsbilder formt.

Auf der nächsten Station sind im Flussbett große Steine eingebracht worden. Die Tafel erläutert, welche Strömungsphänomene man an den Steinen beobachten kann. Zu dieser Station mit dem Thema „Strömung“ gehört auch ein Steg, der so genannte Baumelsteg, der sich etwa 50 Meter flussabwärts befindet. Dort kann man die Beine in das Wasser baumeln lassen und die Strömung fühlen. Bald danach ist auch das Ende des Pfades erreicht, der gleichzeitig auch der Anfang für die entgegengesetzte Richtung darstellt.

Infomaterialien

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Karlsruhe

Broschüre „Gewässererlebnispfad an der Alb“

Textquellen

Lehrpfade und Lehrgärten, Arbeitsmaterialie Agenda-Büro Nr. 47, LUBW, September 2008.

Neuried: Auen-Wildnispfad

Wo Altrheinarme immer wieder über die Ufer treten und Hochwasser zum Schutz der Rheinanlieger zurückgehalten wird, schlängelt sich der etwa 3,5 Kilometer lange Auen-Wildnispfad durch eine urtümliche Landschaft. Der Pfad liegt innerhalb des Hochwasserrückhalteraumes Polder Altenheim, dessen Begehbarkeit je nach Wasserstand auch bereits bei ökologischen Flutungen eingeschränkt sein kann.

TIPPs:

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Hochwassergefahr

Beachten Sie unbedingt den Wasserstand an den Ampelfarben der Pegellatten und die allgemeinen Betretungshinweise im Faltblatt.

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Begehrbarkeit

Der Pfad ist teilweise matschig und rutschig. Öfters müssen umgestürtzte Bäume überstiegen oder unterquert werden.

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Zweite Schleife

Die zweite Schleife erreicht man über einen großen Holzsteg am Wegpunkt „C“.

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Mückenschutz

Die Anwendung eines Mücken- (Schnaken) und Zeckenschutzes ist sehr zu empfehlen!

Infomaterialien

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Neuried

Faltblatt „Auen-Wildnispfad“

Textquellen

Faltblatt „Auen-Wildnispfad“

Whyl: Naturlehrpfad Rheinauewald

Auf schmalen Pfaden und Stegen führt der Naturlehrpfad durch den Rheinauewald mit seinen Altrheinarmen. An mehreren Stationen können Besucher spannende Details über die Tier- und Pflanzenwelt des Lebensraums Aue erfahren und ihr Wissen testen.

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Whyl

Faltblatt „Naturlehrpfad Rheinauewald“

Textquellen

Keine Textquellen vorhanden.