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Eichstetten: Geopfad

Standort

In Eichstetten gibt es vier Pfade unterschiedlicher Länge.

  • Der Geopfad informiert über geologische und geographische Besonderheiten des Kaiserstuhls. Dieser 9,4 km lange Themenpfad durch den Eichstetter Wald und das Rebgebiet westlich des Ortskerns beginnt beim Samengarten am oberen Ende des Altwegs. Er verläuft größtenteils auf ungeteerten Wegen und ist für Gehbehinderte und für Kinderwagen wenig geeignet. Der direkte Rückweg führt nach 2,5 km wieder an den Ausgangspunkt zurück.
  • Der Südweg führt durch das nicht flurbereinigte Gebiet an der Grenze zur Bötzinger Gemarkung und hat eine Länge von 8,5 km.
  • Der Nordweg hat eine Länge von 6 km und führt über die flurbereinigten Flächen am Hättlinsberg.
  • Der Eisvogelweg verläuft entlang der alten Dreisam zum Nimburger Bahnhof und ist etwa 2 km lang.

Diese drei Wege sind ganzjährig begehbar und können auch mit Kinderwagen gut befahren werden. Da ein Teil der Strecken auf mit Gras bewachsenen Feldwegen geführt wird, sind bei Regenwetter feste Schuhe empfehlenswert.

 

Geopfad

Auf dem Geopfad wird der Besucher an 13 Stationstafeln über geologische und geografische Besonderheiten informiert.

An der ersten Station befindet sich ein Lössstollen, den ein einfallsreicher Winzer vor 85 Jahren gegraben hat, um mit seinem Pferd auf das höher gelegene Gewann zu kommen. Der Stollen kann begangen werden und ist heute noch etwa 30 Meter lang, allerdings ist der Ausgang am Ende zugeschüttet.

An der dritten Station, die über verschiedene Gesteinsschichten informiert, kann mit Magnetit (Magneteisen) experimentiert werden.

Eine Panoramatafel wartet am Standort Reimendsbühl auf die Pfadbesucher. Ein Winterfoto zeigt die Rheinebene und die Schwarzwaldhöhen und wurde deshalb gewählt, weil die Konturen und Strukturen des Anbaugebiets rund um Eichstetten durch den Schnee kontrastreicher zu erkennen sind. Hier sind aufgeforstete Terrassen zu erkennen, die aus historischer Streuobstwiesennutzung stammen.

Die Station „Lothar-Schneise“ informiert über den Sturm, der an Weihnachten 1999 große Schäden anrichtete.

Auf einem Haufen liegen Steine, deren skurrile Formen Fragen aufwerfen. Dies sind sogenannte „Lösskindel”. Die aus Kalkstein bestehenden Brocken sind die natürlichen Befestigungselemente im Löss. Die interessanten Gebilde bieten vor allem für Kinder die Möglichkeit, Tierformen zu entdecken. Die Besucher werden zum Mitnehmen eines Fundstücks aufgefordert. Die Robert-Meier-Hütte bildet das Ende des Geo-Pfads. Hier ist man schon ziemlich nahe am Funkturm des Kaiser-stuhls und hat einen Blick über die kahlen Hügel von Vogtsburg.

Auf den drei anderen Natur- und Kulturlehrpfaden wird der Natur- und Kulturraum Eichstettens vorgestellt und die Bedeutung der landwirtschaftlichen Aktivitäten für den Erhalt dieses Raumes aufgezeigt. Auf einzelnen Schautafeln wird über geologische Zusammenhänge, über Traditionen bei der Kultivierung von Wein, Obst, Feldfrüchten und Gemüse, aber auch über Aktivitäten der Eich-stettener Bürger zur Lokalen Agenda 21 informiert.

Quelle: Lehrpfade und Lehrgärten, Arbeitsmaterialie Agenda-Büro Nr. 47, LUBW, September 2008.

Riegel: Naturlehrpfad Michaelsberg

In Riegel vereinigen sich die vier Flüsse Elz, Glotter, Alte und die kanalisierte Dreisam zum Leopoldskanal.

Riegel liegt am Nordostrand des Kaiserstuhls, einem erloschenen Vulkan. Der Riegeler Michaelsberg ist aber nicht vulkanischen Ursprungs, es handelt sich um eine Randscholle des Oberrheingrabens aus Kalkgestein des Mitteljura.

Die Gehzeit für den gesamten Pfad mit allen 16 Tafeln beträgt etwa 2 Stunden. Aufgrund der fortlaufenden Nummerierung kann man jederzeit an allen Standorten einsteigen. Der eigentliche Beginn des Naturpfades ist beim Theater „Kumedi“, das Ende auf dem Michaelsberg.