Barr: Sentier géologique de Barr (Vogesen, Frankreich)

Die Region Barr liegt etwa 30 km südwestlich von Straßburg am Rande der Elsass-Ebene am Fuße des Vogesenmassivs und weist eine sehr unterschiedliche Geologie auf (Schiefer, Granit, Diorit, Vulkanablagerungen, Sandstein usw.).

Die lokale und regionale geologische Geschichte vom Paläozoikum bis zur Gegenwart wird daher auf einem vom Vogesenclub Barr geschaffenen Weg erläutert.

Insgesamt 31 Schautafeln mit Zeichnungen und Texten markieren den Weg mit einer Gesamtlänge von ca. 15 km und einem Höhenunterschied von 600 Metern.

Carte géologique simplifée de la région de Barr (extrait de la plaquette du sentier géologique – Club Vosgien de Barr)

Infomaterialien

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Barr

Sentier géologique de Barr – keine Infomaterialien vorhanden!

Bouxwiller: Sentier géologique du Bastberg (Vogesen, Frankreich)

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Doch alle diese Betrachtungen übertraf der Anblick, wenn man von dem nahgelegenen Bastberg die völlig paradiesische Gegend überschaute. Diese Höhe, ganz aus verschiedenen Muscheln zusammengehäuft, machte mich zum ersten Male auf solche Dokumente der Vorwelt aufmerksam; ich hatte sie noch niemals in so großer Masse beisammen gesehn.

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Johann Wolfgang von Goethe
Dichter
aus: Dichtung und Wahrheit

Der geologische Pfad zeigt Gesteine des Elsass, die als Trockensteine zu mehreren Meter hohen Chorten aufgesetzt wurden. Die Steinhaufen sind typisch für die Region.

Diese Wanderung auf dem Themenweg „Geologischer Lehrpfad des Bastberges“ ist trotz ihrer Kürze reich an Abwechslung und Vielfalt. Durch eine geologische Besonderheit befindet sich hier ein für die Gegend untypischerweise kalkreicher Boden, der mit einem wärmeren und trockenerem Mikroklima als das der Umgebung eine ganz andere Flora aufweist.

Der Weg wird von „Steinhaufen“, sogenannte Chorten (sprich Schortänn) gesäumt, die jeweils aus unterschiedlichen Gesteinsarten bestehen, die sich hier befinden.

Durch die kulturhistorische Nutzung von Viehweiden mit Mahd, haben sich hier seltene Pflanzen, darunter 14 Orchideenarten, angesiedelt. Der Bastberg, auch Sebastiansberg genannt, ist aber nicht nur eine geologische Besonderheit: zahlreiche Legenden von Hexen und Drachen ranken sich um diesen Berg. Und auch der benachbarte Galgenberg hat es in sich, auf dem sich einst der Galgen befand, damit er weithin sichtbar war… Es gibt noch zwei weitere, kürzere Lehrpfade, die über die Natur und Legenden aufklären.

Tipp

Wer das malerische Städtchen Bouxwiller noch nicht kennt, sollte es unbedingt besichtigen! Über den historischen Stadtrundgang gelangt man zu den meisten Sehenswürdigkeiten.

Von Hexen und Drachen

Es gibt unzählige Legenden, die sich um den Bastberg ranken. Häufig handeln sie von Hexen, die vor allem in der Walpurgisnacht ihr Unwesen treiben. Sie kommen dann von der Hexenschule auf dem Mont St-Michel hergeflogen, um ihr Ritual abzuhalten. Wehe dem, der sich dann auf den Bastberg verirrt.

So ähnlich geschah es einem jungen Müller, der sich in die Tochter der ansässigen Müllerin verliebt hatte. Er bemerkte, dass Mutter und Tochter an bestimmten Nächten auf mysteriöse Art und Weise verschwanden. Eines Tages beobachtete er sie heimlich und sah wie sich die Mutter und ihre Tochter mit einer seltsamen Salbe eincremten und seltsame Worte murmelten. Kurz darauf entschwanden sie durch den Kamin.

Der junge Müller machte es ihnen nach, cremte sich ein und sprach die seltsamen Worte, um einen Moment später im Kamin zu verschwinden. Und plötzlich fand er sich hoch in den Lüften fliegend, um auf dem Bastberg inmitten der Hexenversammlung zu landen! Um das Geheimnis nicht preiszugeben, sollte er getötet werden, doch die junge Müllerinnentochter konnte noch bewirken ihn lediglich in einen Esel zu verwandeln. Sie konnte ihm gerade noch zuraunen, dass er den Fluch durch das Trinken von Weihwasser besiegen könne.

Am folgenden Tag entdeckte ein Bauer den Esel, den er zu sich nahm. Es dauerte lange bis der Esel in die Nähe einer Kirche kam, ergriff die Gelegenheit beim Schopf und trank etwas Weihwasser. Daraufhin bekam er seine menschliche Gestalt zurück; seine Geliebte sah er aber nie wieder.

Es wird auch immer wieder ein Drache auf dem Bastberg erwähnt. Es war einmal ein Priester, der von Bouxwiller zurück nach Imbsheim unterwegs war und den Weg über den Bastberg genommen hatte. Plötzlich tauchte der der feuerspeiende Drache auf und bedrohte den Priester. Dieser blieb ruhig und wehrte ihn im Namen Gottes ab. Daraufhin verschwand der Drache mit einem lauten Wehklagen und war seitdem nicht mehr gesehen.

Wegstationen
Station 1: Erdgeschichte der Region
Station 2: Oolithische Kalksteine
Station 3: Chorten "La porte"
Station 4: Chorten "Le Masque"
Station 5: Chorten "La Vrille"
Station 6: Chorten "L'oeuf"
Station 7: Chorten "Le Temple"
Station 8: Spurenfossilien
Station 9: Geologie und Geographie
Station 10: Formation du conglomérat à galets de calcaire
Station 11: L'Administration des Mines de Bouxwiller
Station 12: Chorten "Le Casque"
Station 13: Le célèbre gisement fossile du calcaire lacustre de Bouxwiller
Station 14: Chorten "Le Goliath"

Infomaterialien

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Les Sentiers de Découvertes du Bastberg

Faltblatt

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Geologischer Lehrpfad Bastberg

Wegbeschreibung mit Informationen

Dieffenthal: Sentier des Roches (Vogesen, Frankreich)

Der ca. 2,7 km lange Rundweg beginnt am öffentlichen Parkplatz in der Rue des Châteaux. Nach kurzer Strecke erreicht man die „Rocher des Celtes“, eine kleine, geologisch interessante Felseninsel inmitten der Weinberge, die durch eine tief eingeschnittenes Tal vom Gebirge getrennt ist. Bei den Felsen handelt es sich um Blöcke aus Dambachgranit, einem Zweiglimmergranit. Die Besonderheit der Felseninsel ist die Schalenstruktur der Oberfläche. Dabei handelt es sich um schüssel- oder napfartige, runde bis ovale Vertiefungen.

Wie entstehen Schalensteine (Pierres aux écuelles)?

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Entstehung durch Menschen

Schalen können durch Menschen entstanden sein, z.B. durch frühere Kulturen wie die Kelten. Solche Schalen weisen oft auch unverkennbar Bearbeitungs- oder Wetzspuren auf.

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Natürliche Entstehung

Schalen können auch auf natürlichem Weg entstehen, im Zuge der Verwitterung durch Vergrusung, Auswittern von inhomogenen Bereichen wie Einschlüssen oder Konkretionen, oder löslich als Napfkarren (Kamenitza) oder Tafoni.

Im weiteren Wegverlauf führt der Pfad vorbei an weiteren Schalensteinen bis zur Felsengruppe „Wolfskirche“.  Einige der Gesteinsblöcke weisen Abbruchspuren auf, weshalb das Areal als mittelalterlicher Steinbruch interpretiert wird.

Infomaterialien

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Dieffenthal

Faltblatt „Naturerbe – Der Felsenpfad Dieffenthal“

Textquellen

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