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Appenzell: Geologischer Panoramweg um den Hohen Kasten

Der unvergleichliche Geologische Panoramaweg verläuft auf dem sanften aber teilweise auch exponierten Grat vom Hohen Kasten über Staubern an der Saxerlücke vorbei zur Bollenwees. Alle paar Meter enteckt man neue Aus- und Ansichten. Über 300 Gipfel sind nah und fern sichtbar. Aber auch der Blick ins Rheintal, den Alpstein und das Appenzellerland verleiten dazu, immer mal wieder stehen zu bleiben, die Seele baumeln und den Gedanken freien lauf zu lassen.

Der geologische Wanderweg führt via Berggasthaus Staubern zur Saxerlücke entlang der südlichen Kette des Alpsteins. Die Route ist mit 15 Thementafeln ausgestattet, die dem Betrachter zahlreiche Phänomene der Geologie anschaulich erklären und Sie werden vieles davon auch gleich unterwegs in Ihrer Umgebung entdecken. Die imposanten Felsformationen der Keuzberg und die beiden Bergseen, Fälensee und Sämtisersee runden dies Wanderung ab.

Zu sehen sind Versteinerungen. Verwitterungsformen, unterirdisch entwässernde Seen, Falten und Brüche. Besonders beeindruckend ist der berühmte Sax-Schwende-Bruch, wo die Verschiebung des Ostmassivs um ein paar hundert Meter deutlich zu sehen ist. Nach einem kurzen Abstieg von der Saxer Lücke erreichen Sie das wunderbar am Fählensee gelegene Berggasthaus Bollenwees, wo der geologische Wanderweg endet.

Der Weg zurück ins Tal führt entweder via Sämtisersee und Berggasthaus Plattenbödeli oder via Rainhütten und Berggasthaus Ruhesitz nach Brülisau.

Hinweise

Beim Geologischen Wanderweg handelt es sich um einen Bergweg (weiss-rot-weiss markiert). Daher sind gutes Schuhwerk und entsprechende Trittsicherheit Voraussetzung für den Genuss der Tour.

Der Weg kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden.

Die Infotafeln
Der Alpstein

Der Alpstein – Teil der Alpen

Wo ist der Ozean geblieben? Erhalten Sie einen Überblick über den komplizierten Bau der Alpen. Erfahren Sie, mit welchen anderen Regionen der Schweiz der Alpstein seine geologische Geschichte teilt.

Der Alpstein – vom Meer ins Meer

Wie entsteht ein Gebirge? Lernen Sie mehr über die drei Phasen, die den heutigen Alpstein formten. Erkennen Sie, dass es sich dabei um einen Kreislauf handelt: Sedimentation – Gebirgsbildung – Erosion – Sedimentation.

Der Alpstein in der geologischen Zeitleiste

Wie lange ist es her? Ordnen Sie die drei Phasen der Gebirgsbildung den entsprechenden geologischen Zeiträumen zu und begeben Sie sich dann auf eine Zeitreise.

Riffe im Alpstein

die Schrattenkalk-Formation Der Ozean im Gebirge? Schichten Sie die Sedimentgesteine des Alpsteins zu einem Stapel von rund 600 Metern auf. Versetzen Sie sich zurück in die Zeit von Ammoniten, Haifischen und Riffen und ertasten Sie deren Überreste auf 1795 m ü.M.

Gesteinsfalten formen den Alpstein

Sie runzeln die Stirn? Falten Sie die Schrattenkalk-Formation zu Scheiteln und Mulden und finden Sie sie wieder in den Talungen und Gipfelfluren des Alpstein-Panoramas.

Gesteine verwittern unterschiedlich

Wo sind die Felswände hin? Setzen Sie die verschieden harten Gesteine der Verwitterung und Erosion aus. Erkennen Sie die daraus entstandenen unterschiedlichen Landschaftsformen in 3D.

Bergsturzgebiet "Rohr"

Fehlt hier nicht etwas? Entdecken Sie von ganz oben die gut sichtbaren Spuren, die Bergstürze im Gelände hinterlassen.

Bruch versetzt Gesteinsschichten

Sehen Sie den Versatz? Erkennen Sie die verschiedenen Kalksteinschichten und rücken Sie diese in ihre ursprüngliche Position zurück.

Verwerfungen am Hohen Kasten

Wie entstand der Hohe Kasten? Machen Sie sich selbst ein Bild und verfolgen Sie Schritt für Schritt die einzelnen Phasen der Bruchtektonik und der Erosion, die zur heutigen Situation führten.

Der Sämtisersee – ein Karstsee

Wo ist das Wasser hin? Erfahren Sie mehr über die Hydrologie der Alpsteinseen und lassen Sie sich überraschen, welche Wege das versickernde Wasser nimmt.

Der Rheintalgletscher

Wie kalt war es vor 20.000 Jahren? Versetzen Sie sich zurück in die Zeit der letzten Eiszeit und beobachten Sie die Spuren, die der Rheintalgletscher hinterlassen hat.

Die Hoher-Kasten-Antiklinale

Sehen Sie die Falte? Entdecken Sie den Kern der Hoher-Kasten-Antiklinale auf der Stauberen. Übertragen Sie die Faltentheorie ins Gelände und tauchen Sie ab in ältere Gesteinsschichten.

Der Fählensee und der Sax-Schwende-Bruch

Total verschoben? Schauen Sie auf den Fälensee hinunter und erkennen Sie seine natürliche Staumauer. Bringen Sie Täler und Bergketten auf eine Linie.

Die Kreuzberge – Teil einer Synklinalen

Nun ist es anders rum? Blicken Sie in den Kern einer Synklinalen und finden Sie Gesteine jüngeren Alters. Vervollständigen Sie die
Überreste der angrenzenden Antiklinalen.

Karren – eine Karstform

Woher stammt der Name? Lesen Sie die Spuren der Kalkerosion und merken Sie sich die Namen dieser jüngsten und dennoch vergänglichen Naturformen.

Der Sax-Schwende-Bruch

Auf welcher Seite stehen Sie? Sehen Sie die markante Bruchlinie des berühmten Sax-Schwende-Bruchs quer durch den Alpstein mit
Ihren eigenen Augen.

Der Bollenwees-See – Zeugnis der letzten Eiszeit

Wo sind die Badegäste? Machen Sie erneut eine Zeitreise in die Erdgeschichte und entdecken Sie die Relikte eines Schmelzwassersees und eines eiszeitlichen Felssturzes.

Infomaterialien

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Appenzell

Geologischer Wanderweg Hoher Kasten

Baden (Schweiz): Geopfad

Baden – an der Nahtstelle zwischen den beiden schweizerischen Grosslandschaften Jura und Mittelland – weist eine äusserst vielfältige erdkundliche Geschichte auf. Mehr Informationen über die Geologie erfahren Sie auf dem Geo Pfad.

Vom Teufelskeller bis zu den Thermal-Quellen

Die Umgebung von Baden ist erdgeschichtlich außerordentlich interessant. Wenn man zum Schloss Stein aufsteigt, befinden man sich gesteinsmässig im Jura. Die Felsen auf Schloss Stein setzen sich östlich der Limmat in der Lägern fort – der Berggrat bildet den letzten und östlichsten Ausläufer des Faltenjuras.

Der Teufelskeller ist eine Felssackung mit Nagelfluh-Obelisken, Höhlen, Schründen und Schluchten. Darin hat sich ein vielfältiges Mosaik von Pflanzengemeinschaften mit typischen Pflanzenarten und imposanten Baumriesen entwickelt. In den tiefgründigen Mulden wachsen die höchsten Buchen, Eschen und Fichten Badens mit bis zu 50 Meter Höhe. 1987 hat die Ortsbürgergemeinde Baden den Teufelskeller zum Naturreservat erklärt.

Die Thermen von Baden und Ennetbaden entspringen als aufsteigende Kluftquellen im Kern der Lägernfalte, wo die ältesten Felsschichten durch das Limmattal quer durchschnitten werden. Das Thermalwasser wird heute in 16 Quellen gefasst. Zwei Quellfassungen liegen rechts der Limmat auf Gemeindegebiet von Ennetbaden. Sechzehn Quellen befinden sich links der Limmat auf Badener Gemeindegebiet. Das bis zu 48° Celsius heisse Wasser ist stark mineralisiert.

Auf insgesamt zehn Tafeln werden obige und weitere interessante geologische Informationen rund um Baden erläutert und dem Besucher näher gebracht.

Die Infotafeln
Station 1: Halb Jura – halb Mittelland!

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 2: Lägernkopf

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 3: Felsaufschluss aus der unteren Süsswassermolasse am Chrüzliberg

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 4: Teufelskeller

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 5: Auf Fossilienjagd

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 6: Ein See vor den Toren Badens?

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 7: Weit gereist! Ein Fremder in Baden

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 8: Heisses Wasser aus der Tiefe

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 9: Schotterfluren und Erosionsterrassen

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 10: Das Gerippe einer Falte

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Infomaterialien

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Baden

Broschüre „Geopfad“

Textquellen

Webseite „Regio Magazin“

Bärschwil: Geologische Wanderung

Wer die Geologische Wanderung Bärschwil macht, macht sich auf eine Reise in die Vergangenheit. In schönster Landschaft lernt man hier die Entstehung des Faltenjuras kennen, wandelt über einstigen Meeresgrund, erhält Einblick in die Geologie der Umgebung, ihre Zusammensetzung aus Gestein, Kalk und Ton und erfährt Spannendes über die Bedeutung der Quellen ebenso wie über den Gipsabbau und das Kalkbrennen in früheren Zeiten.

Die Geologische Wanderung führt, gut ausgeschildert und fern von befahrenen Strassen, rund um Bärschwil, wo sich die Vorbourg-Falte vor Millionen von Jahren bei der Bildung des Juras über die Bueberg-Falte schob.

Die Wegweiser sind blau und tragen das Logo des Lehrpfades.

Der Lehrpfad beginnt bei der Postauto-Haltestelle Hölzlirank (beim Dorfteil Wiler) und führt im grossen Bogen über Wasserberg, Vögeli und Fringeli zum Dorf und von dort zur Station Bärschwil. Zum Teil benutzt er das wiederhergestellte Trassee der ehemaligen Gipsbahn.

An fünfzehn Stationen wird auf farbig gestalteten Informationstafeln auf geologische Besonderheiten am jeweiligen Standort hingewiesen.

Bärschwil eignet sich hervorragen für einen erdwissenschaftlichen Lehrpfad. Die hiesige Jurafalte, das sogenannte Vorbourg-Gewölbe, ist im halbklusartigen Talkessel von einer Bärschwil exemplarisch angeschnitten. Es tritt eine breite Palette verschiedenartigster Gesteine der Trias- und Jurazeit zutage.

Vom Hölzlirank steigt ein Mergelweg durch den Wald steil auf. Nach der Bürgergemeindehütte, bei Station 2, kann man alternativ zum Planetenweg Liesberg weiterwandern. Die Geologische Wanderung führt weiter bis zum Hof Wasserberg, wo man sich verpflegen und die wunderschöne Aussicht geniessen kann. Nach dem Hof Wasserberg gibt es entweder die Möglichkeit rechts die Kretenwanderung Retenberg abzulaufen oder dem geologischen Wanderweg bis zum Vögeli zu folgen, wo man Versteinerungen findet. Beim Oberfringeli vorbei beginnt der Abstieg Richtung Bärschwil. Dorf führt der Weg zurück zum Hölzlirank oder zum Bahnhof Bärschwil (ausser Betrieb, nur Postautohaltestelle).

Kalköfen Stritteren

Entlang der Wanderung lohnt sich ein Abstecher zu den Kalköfen Stritteren.

Die Infotafeln
Hölzlirank
Einführung, Untergrund, Gesteinsarten
Roti Flue
Varians-Schichten, Landschaft, Kalk und Wasser
Wasserberg
Oberer Malm, Jurafaltung, Quellwasser
Misteli
Kreislauf der Steine, Entwässerung, Panorama
Vögeli
Versteinerungen, Facies, Gesteine im Hang
Fringeli
Ton, Rutschungen, Oxford-Tone
Falchriedberg
Gebirgsbau, Hauptrogenstein
Hasel
Land und Meer, Leitversteinerungen, Entstehung des Lebens
Chriechbaumen
Gipskeuper, Gipsentstehung, Wasserversorgung
Mettlen
Rhät und Lias, Panorama, Boden
Schulhaus
Amanz Gressly (1814-1865)
Rote Brücke
Gipsbahn, Bohnerzformation, Eisengewinnung
Buechloch
Halbfenster von Bärschwil, Sinter, Eiszeiten
Schmelzi
Steine- und Erdenindustrie, Glasherstellung
Birs
Gebirgsbildung, Tongrube, Talgrundwasser

Infomaterialien

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Bärschwil

Geologische Wanderung: Die Informationstafeln entlang des Weges

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Bärschwil

Faltblatt „Geologische Wanderung Bärschgwil“

Chrüzegg: Geoweg Chrüzegg

Insgesamt 50 leicht verständliche Hinweistafeln ermöglichen dem interessierten Wanderer einen umfassenden Einblick in die Entstehung der Landschaft.

Vergletscherungen, Überschwemmungen, Bergstürze, ja sogar Vulkanausbrüche aus der Auvergne (Frankreich) haben Spuren im Boden hinterlassen. Die vielen Hinweise auf die erdgeschichtliche Entwicklung erstaunen. Sie helfen aber vor allem, die dynamische Landschaftsveränderungen und deren Auswirkung auf Flora, Fauna und den Menschen zu verstehen.

Der Start in den Geoweg ist frei wählbar. Ob vom Atzmännig, von Walde, Wattwil, Krinau oder Libingen aus ­– jeder Aufstieg entlang des Geowegs zur Chrüzegg hat seine einzigartigen Besonderheiten.

Infomaterialien

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Chrüzegg

Faltblatt „Geologische Erklärungen zum Gebiet Atzmännig-Chrüzegg (Geoweg)“

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Chrüzegg

Faltblatt „Chrüzegg Geoweg“

Küsnacht: Geologischer Lehrpfad Küsnachter Tobel

Am Lehrpfad informiert 12 Tafeln über die Geologie.

Am 1. März 2011 wurden die Findlinge einer grossen Verschiebungsaktion unterzogen. Ziel war, eine mehr oder weniger chronologische Anordnung der Findlinge zu schaffen. Mit Hilfe der Holzkorporation wurden die ältesten Steine, z. B. der Granitporphyr aus dem Puntegliasgebiet, zuunterst gegen den Tobeleingang platziert, es folgten die rötlichen Findlinge aus dem Verrucano des Glarnerlandes, die Kalkfindlinge aus dem Walenseegebiet, der grünliche Taveyannaz-Sandstein oder Sernifit aus dem Glarnerland und schliesslich die jüngsten Brocken aus der Molasse des Speergebiets und des Zürcher Oberlandes.

An der Wegstrecke liegt auch ein Waldlehrpfad. Insgesamt 60 Tafeln informieren über die wichtigsten Baum- und Straucharten im Küsnachter Tobel und im Waldlehrpfad des Zollikerbergs.

Die Infotafeln
Die Geschichte des Küsnachter Tobels
Die Wirkung der Bachverbauungen
Der Findlingsgarten
Der Alexanderstein
Ein Schwarzhorizont in der Molasse
Ein typisches Schichtprofil der Molasse
Einblick in die Erdgeschichte
Der Küsnachter Bentonithorizont als Zeuge tertiärer Vulkanausbrüche
Die Entstehung des Tobels am Ende der Eiszeit
Verwitterung, Rutschungen, Murgänge
Der Wulp-Schotter und die Drachenhöhle
Wie kam der „Drachenkopf“ ins Tobel

Infomaterialien

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Küsnacht

Die Findlinge im Küsnachter Tobel – ihre Namen und ihre Herkunft

Küttigen: Geowanderweg Küttigen-Staffelegg

Wanderweg mit fünf Stationen zur Entstehungsgeschichte des Kettenjuras und seiner wichtigsten Gesteinsformationen.

Eine einfache Wanderung von Küttigen hinauf zur Staffelegg oder umgekehrt. An fünf Stationen erhalten Sie Informationen zur Entstehungsgeschichte des Kettenjuras und seiner wichtigsten Gesteinsformationen und Fossilien.

Der Weg orientiert sich am offiziellen Netz der Aargauischen Wanderwege und ist leicht zu begehen. Ein kleiner Rastplatz mit Grillgelegenheit im geologischen Zentrum des Geowanderwegs beim Gips-Aufschluss „Stägelimatt“ lädt zudem ermüdete Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein.

Der mit Wegweisern beschilderte Weg lässt sich in zwei verschiedenen Varianten begehen:

Bergvariante

Von Küttigen aus hinauf zur Staffelegg. Den Ausgangspunkt bildet die Postauto-Haltestelle „Giebel“ in Küttigen. Die Route endet in der Grube Staffelegg. Rückfahrt in Richtung Aarau oder Frick ab Postauto-Haltestelle „Staffelegg“.

Talvariante

Von der Staffelegg aus hinab nach Küttigen. Den Ausgangspunkt dieser Möglichkeit bildet die Postauto-Haltestelle „Staffelegg“. Es folgt ein kurzer Abstecher in die Grube Staffelegg. Dann Rückkehr zur Staffelegg und Wanderung ins Tal. Diese Route endet bei der Postauto-Haltestelle „Giebel“ in Küttigen. Auch von hier aus ist die Rückfahrt in beide Richtungen per Postauto oder ab Haltestelle „Kreuz“ auch per BBA-Bus möglich.

Die Infotafeln
Einführung und Entstehungsgeschichte des Jura
Der Hauptrogenstein
Der Opalinuston
Gips und Alabaster
Bodenschätze im Raum Küttigen
Die Fossilien

Infomaterialien

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Küttigen

Faltblatt „Geowanderweg Küttigen-Staffelegg“