Deudesfeld: HeimatSpur Lavaweg

Die HeimatSpur startet im beschaulichen Deudesfeld.

Von hier aus führt ein geteerter Weg in Richtung Lavagrube, die dem Wanderweg den Namen gegeben hat und das Wirken des Vulkanismus in der Region eindrucksvoll veranschaulicht.

Am Ende der Grube geht es weiter über das Jungenland und den Maarsattel hinauf zum höchsten Punkt der Kratererhebung. Dort auf dem hölzernen 12 Meter hohen Aussichtsturm „Landesblick“ können Sie ein beeindruckendes Panorama bewundern. Vor Ihnen in der Tiefe das Meerfelder Maar und dahinter der Mosenberg sowie eine herrliche Rundumsicht über die Region rund um Manderscheid.

Anschließend führt der Weg hinab ins Tal der Kleinen Kyll am idyllischen Bachlauf entlang, vorbei an der Bleckhausenermühle (aus dem 18. Jahrhundert) und durch das urtümliche Speicherbachtal zurück nach Deudesfeld.

Infomaterialien

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Deudesfeld

HeimatSpur Lavaweg – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Bertrich: HeimatSpur Geo-Route

Eine spannende Zeitreise in die geologische Vergangenheit der Vulkaneifel. Die Geo-Route führt zu zahlreichen Zeugnissen der explosiven Vergangenheit von Bad Bertrich.

Die Geo-Route führt Sie zu zahlreichen Zeugnissen der explosiven Vergangenheit von Bad Bertrich. Hier waren vor etwa 50.000 Jahren neun Vulkane aktiv und haben die Region mit interessanten geologischen Formationen geprägt. Lernen Sie diese Erdgeschichte auf ganz besondere Art kennen und genießen Sie währenddessen atemberaubende Weitblicke.

Der Weg hat einen Anstieg von 270 Höhenmetern. Zwei Kilometer bleibt er auf der Höhe und führt dann zurück in das Tal.

Bad Bertrich hat eine abwechslungsreiche und bedeutende Geschichte. Bereits die Römer kannten die heilende Wirkung des Wassers im Tal des Üssbachs. Ein gut markiertes Wegenetz rund um den Kurort führt Wander- und Naturfreunde zu interessanten Aussichtspunkten, historischen Orten und besonderen Naturerlebnissen.

Wegbeschreibung

Nach dem Start an der GesundLand Tourist Information führt der Weg hinauf zum Palmberg. Von dort geht es weiter bergauf zur Viktoriahöhe und zur Ruflay. Ab dann sind bereits die meisten Höhenmeter bewältigt und die Route verläuft weiter bis zur Oase der Ruhe, wo eine atemberaubende Aussicht auf das Üssbachtal möglich ist. Weiter geht es bis zur Maischquelle, die im Zuge vulkanischer Aktivitäten entstanden ist.

Highlights am Weg

  •  0,6 km Viktoriahöhe
  •  1,7 km Oase der Ruhe
  •  4,2 km Falkenlay/Steinzeithöhlen
  •  4,8 km Maischquelle
  •  5,3 km Dachslöcher

Geheimtipp

Bei der Maischquelle erwartet Sie eine wohltuende Erfrischung in Form eines Naturkühlschranks!

Infomaterialien

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Bad Bertrich

HeimatSpur Geo-Route – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Eifel Tourismus GmbH

Stahlhofen: Basalt-Erlebnisweg

Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz an der Pfarrkirche St. Wendelin, Ecke Ring-/Kirchstraße, 56412 Stahlhofen.

Um die erdgeschichtlichen, geologischen und kultur-historischen Sehenswürdigkeiten rund um den Basalt erlebbar zu machen, wurde 2017/2018 dieser Themenweg von der Ortsgemeinde Stahlhofen, gefördert durch Naturpark Nassau, entwickelt.

Entlang des Themenwanderwegs rund um Stahlhofen und die dortige ehemalige Basaltgrube erläutern fünf  Informationstafeln Wissenswertes rund um das Material Basalt. Weitere Tafeln und Erlebnisstationen sind in Planung. Der Basalt-Erlebnisweg gehört zum Geopark Westerwald-Lahn-Taunus.

Der Basalt-Erlebnisweg verläuft ausschließlich über geschotterte, teils asphaltierte Forst- und Feldwege. Am Dielkopf befinden sich einige Aussichtspunkte mit weitem Blick über den Westerwald.

Infomaterialien

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Stahlhofen

Faltblatt „Basalt Erlebnisweg“

Textquellen

Steffeln: Vulkangarten

In einer ehemaligen Lavagrube wurden vulkanische Schichten freigelegt und ein Vulkan-Erlebnis der besonderen Art geschaffen. Der Vulkangarten ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Der Vulkankegel des Steffelbergs hatte eine ursprüngliche Gipfelhöhe von 609 m ü. NN.. Der Abbau der Schlacken im letzten Jahrhundert hat zur Erniedrigung der Bergspitze um 60 Meter geführt und ein tiefes Loch in der Landschaft entstehen lassen. Somit wurden die ehemaligen Ausbruchsschichten freigelegt und der heutige Besucher kann in den Krater hineinschauen und die vulkanischen Vorgänge erkennen. Im Vulkangarten ist der Ostteil der Kraterfüllung erhalten geblieben.

Im Inneren treten große Bereiche mit schlackigen Lapilli und Aschen auf. Auch sehr fein zerkleinertes Material geschichtet ist am Wegrand sehr gut sichtbar. Dann wiederum Bereiche, wo gröberes Material teilweise schon umgelagert über den normalen Schichten zu finden ist. Eine Besonderheit am Steffelnkopf sind zwei sich kreuzende Basaltgänge im Schlotbereich. Nach der eigentlichen Eruption des Vulkans drang nochmals heißes Material nach oben, bildete im oberen Bereich einen Lavasee. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Vulkankegel stark durch die Ausbeutung des wirtschaftlich nutzbaren Materials ausgehöhlt.

Nach der wirtschaftlichen Nutzung und des Abtransports des vulkanischen Materials wurde seitens der Ortsgemeinde Steffeln die touristische Inwertsetzung des Vulkans forciert. Die alten Ausbruchsschichten wurden freigelegt, ein künstlicher Schlackenkegel (mit original Schlackenkegelmaterial) wurde aufgeschüttet und ein künstli-ches Maar wurde angelegt (auch mit originalem Maarsedimentmaterial).

Anschließend wurde ein Rundgang durch die Anlage mit 15 Infostationen angelegt. Um die interessanten geologischen Aufschlüsse im Vulkangarten zu erhalten und um zu verhindern, dass die Anlage von der Vegetation komplett überwuchert wird, ist im Rahmen eines ökologischen Beweidungsprojekts eine Ziegenherde im Vulkangarten als „Landschaftspfleger“ im Einsatz.

Neu am Vulkangarten ist ein groß angelegtes Beweidungsprojekt, um die geologischen Aufschlüsse in der Anlage frei vom Bewuchs zu halten.  Eine gemischte Ziegen- und Schafherde ist hier als vierbeinige „Landschaftspfleger“ unterwegs. Der Pfersch ist mit selbstsichernden Türen versehen, sodass die Anlage betreten werden kann.

Wegstationen
Station 1: Kraterrand-Diskordanz (Schräge Schichtauflagerung; Eingang Vulkangarten)
Station 2: Aschestrom (engl. Channel-Struktur) an der Wegböschung
Station 3: Pflanzkübel aus vulkanischem Material
Station 4: Barfußbad
Station 5: Blick zur Vulkanwand - Schnitt durch den alten Krater
Station 6: Aussichtspunkt mit Vulkaneifel-Rundblick
Station 7: Vulkanspalte
Station 8: Grabenartige Verschiebungen in vulkanischen Schichten
Station 9: Vogel-Beobachtungshaus
Station 10: Mehrfach versetzte Tuffschichten
Station 11: Offene Spalten in Ascheschichten
Station 12: Anitdünen-Strukturen
Station 13: Experimentierstation Wasser & Maarteephra (vulkanisches Auswurfsmaterial)
Station 14: Modell-Maar
Station 15: Bohrturm "Wassererschließung"
Station 16: Blick auf eingedrungenen Basaltlavagang (engl. dyke)
Station 17: Entstehung von Abflussrinnen
Station 18: Wasserreservoir für Experimente
Station 19: Erkaltetes Gesteinsmaterial aus Lavafontänen
Station 20: Experimentierstation Wasser & Basaltgestein
Station 21: Experimentierstation Wasser & Basaltschlacken
Station 22: Schlackenkegelvulkan mit Lavastrom
Station 23: Channelfüllung eines Aschestroms
Station 24: Einschlagstrichter mit Gesteinsblöcken

Infomaterialien

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Steffeln

Broschüre „Wissenswertes um und im Vulkangarten“

Textquellen

Enspel: Tertiär- und Industrieerlebnispark Stöffel

Wanderweg

Der Wanderweg „Rund um den Stöffel” ist ein Rundweg der Verbandsgemeinde Westerburg um den Tertiär-, Industrie- und Erlebnispark Stöffel.

Start und Ziel ist die Infothek des Stöffel-Parks. Es geht gleich bergauf.  Wegmarkierung.: schwarzes Schild mit gelber Schrift „IVV-PW“). Einen herrlichen Blick über das 140 Hektar große Gelände des Stöffel-Parks und die beeindruckende Steinbruchkulisse bietet der 16 Meter hohe Aussichtsturm beim Dorfgemeinschaftshaus Stockum-Püschen.

Spaziergänge und Führungen im Park (kostenpflichtig)

Den Stöffel-Park kann man bei einem informativen und abwechslungsreichen Spaziergang entdecken. Unterschiedliche Themenwege mit vielen Kunstwerken führen durch 140 ha Gelände – vorbei an alten stillgelegten Anlagen der Basaltverarbeitung und dem neu angelegten Steinbrucherlebnisgarten. Am Weg befinden sich kleine Infotafeln.

Der Rundgang im Gelände führt bis zur tiefsten Steinbruchsohle an die Fossillagerstätte. Hier unter dem Basalt, in einem ehemaligen Seeboden, sind 25 Millionen Jahre alte Fossilien zu finden wie die weltberühmte Stöffel-Maus, die im Original seit April 2016 im TERTIÄRUM ausgestellt ist.

Die Alte Schmiede zeigt noch viel von der Arbeitswelt im 20. Jahrhundert. Auch viele Informationen zum Basaltabbau zwischen 1902 und 2000.

Brecher-Spaziergang

„Von Siebmaschinen und Brecherwerken“

 

Der Weg des Basalts (nur für Gruppen, nach Voranmeldung)

Vom Edelsplitt über Wasserbausteine bis hin zur Steinwolle – führt durch die stillgelegten Betriebsgebäude der Adrian Basalt GmbH & Co., von der Entstehung über den Abbau bis hin zur Verarbeitung und Verwendung des Basalts.

 

Der 25 Millionen Jahre alte Stöffel-See (nur für Gruppen, nach Voranmeldung)

Was war, bevor der Basalt an den Stöffel kam? Erdgeschichtliche Führung in eine Welt zu Zeiten des Tertiär mit Besichtigung der wissenschaftlichen Grabungsstätte.

 

Der Stöffel (nur für Gruppen, nach Voranmeldung)

Basaltabbaugebiet, Fossillagerstätte und Industriedenkmal. Eine umfassende Führung, die einen Gesamtüberblick über die einzigartige Kombination aus Erd- und Industriegeschichte dieses spannenden Geländes gibt.

Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel

Der Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel (auch als Stöffel-Park bekannt) ist ein Freilichtmuseum im Westerwald.

Benannt ist er nach dem Stöffel, einer zwischen den Bächen Nister und Hornister liegenden Basaltkuppe im Bereich der Gemeinden Enspel, Stockum-Püschen und Nistertal im Westerburger Land. Das Museum befasst sich vor allem mit der Geschichte des Basaltabbaus und den am Ort gefundenen Fossilien.

Der Park ist in dem mit rund 140 Hektar größten zusammenhängenden Basaltabbaugebiet im Westerwald entstanden. Der Basaltabbau auf dem heutigen Park-Gelände wurde im Jahr 2000 eingestellt. Direkt im Anschluss befindet sich jedoch ein heute noch aktiver Basaltbruch. Das Gelände enthält ein in seiner Vollständigkeit einzigartiges Ensemble von historischen Industriebauten der Basaltverarbeitung und eine bedeutsame Fossillagerstätte aus dem Oligozän vor 25 Millionen Jahren. Der bekannteste Fund ist die gleitfliegende „Stöffelmaus“ Eomys quercyi. Im Jahr 2018 wurden rund 48.000 Besucher gezählt.

Öffnungszeitem

Der Stöffel-Park ist vom 01. März bis 31. Oktober geöffnet.

Paläontologe Dr. Michael Wuttke

im Gespräch mit Anke Sprenger (SWR)

https://stoeffelpark.de/tertiaer/das-tertiaerum/

Christoph Bröder

von SWR | Parkbesuch im Juli 2020

Geschichte Basaltabbau

Die Höhe der Basaltkuppe betrug gegen Ende des 19. Jahrhunderts 498 Meter und verlor durch den Basaltabbau gut 90 Meter an Höhe. Der Name Stöffel ist auf das Wort Stuuille (urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1263) zurückzuführen und bezeichnete den stuhlähnlichen Basaltfelsen auf der alten Berghöhe.

Unter anderem begann die Firma J. G. Adrian dort um 1902 mit den Vorbereitungen zum Basaltabbau. Sie wurde ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Mit dem Bau einer Bahnverladestation, der heute so genannten Alten Werkstatt und eines Brechergebäudes begann 1903 der eigentliche Abbaubetrieb. Das Gelände wurde mit einem Schienennetz versehen, da der Transport von Material vor allem mit Güterloren stattfand. Die Stellmacherei befand sich in der Werkstatt, die einen Gleisanschluss erhielt. 1906 waren zunächst sechs Arbeiter im Steinbruch beschäftigt. 1907 wurden zur Behebung des Arbeitskräftemangels 20 Italiener eingestellt. Der Wochenlohn betrug damals 35 bis 40 Mark. 1912 entstand ein Dynamitlager. Um 1914 wurde die anfänglich zur Energieerzeugung eingesetzte Lokomobile durch eine fest installierte Dampfmaschine ersetzt. Der Schornstein mit 38 Meter Höhe wurde in den 1970er-Jahren abgerissen. Der Dampfmaschine folgten 1922 drei BBC-Elektromotoren mit jeweils 125 PS. Drei weitere Brecheranlagen kamen dazu. In den 1920er-Jahren arbeiteten bis zu 1000 Menschen im Steinbruch.

1949 erfolgte der Bau von Ersatzteilschuppen, sogenannte Nissenhallen, und der Bau einer Unterkunft. Von 1950 an wurde der Rohstofftransport anstelle der Loren auf Lkw umgestellt. Außerdem kamen immer mehr Bagger zum Einsatz. In diesem Zeitraum waren rund 120 Arbeiter bei Adrian beschäftigt. 1958 wurde ein Förderband von den Brecheranlagen direkt zur Bahnverladung installiert. Der Abbau war bis zum Ende des Jahres 2000 in Betrieb, zuletzt mit elf Arbeitern. Die Abbaumenge allein bei der Firma Adrian betrug im letzten Betriebsjahr fast 341.000 Tonnen.

Der Stöffel-Park heute

Industriegeschichte

Im Gegensatz zu den meisten anderen rohstoffabbauenden Betrieben wurden die alten Abbaueinrichtungen und Gebäude von J. G. Adrian nicht abgerissen, sondern von den Firmeneigentümern im Laufe der Jahre immer wieder modernisiert oder einer anderen Nutzung zugeführt. So findet sich heute ein in seiner Vollständigkeit herausragendes Ensemble von historischen Industriebauten der Basaltverarbeitung.

Neben der Alten Schmiede mit der Esse von 1913, Transmission, einer Hammerschmiede, einer pressluftgetriebenen Schlagschere, diversen Standbohrmaschinen und Drehbänken gehören zum Ensemble das Kessel- und Schalthaus, Silos, ein Kohleschuppen, Brecheranlagen, ein Bremsberg, ein Vorbrecher und eine Bahnverladestation. Die Alte Schmiede dient heute als Museum, in dem die historischen Werkzeuge durch Audio- und Videomedien ergänzt werden.

Fossilien

Eine bedeutsame Fossillagerstätte aus dem Oligozän befindet sich auf dem Stöffel-Gelände, die 25 Millionen Jahre alte Pflanzen- und Tierfunde birgt. Die Funde stammen aus den Ablagerungen eines durch einen Vulkanausbruch verschütteten Maarsees, die zu Ölschiefer wurden. Sie wurde von zwei Kindern Mitte der 1980er-Jahre wiederentdeckt, die Fundstätte war bereits 1865 bekannt gewesen.

Von 1990 bis 2015 führte die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie/Erdgeschichte in Mainz, unter der Leitung von Michael Wuttke Grabungen an der Fossillagerstätte durch. Rund 36.000 Fossilien wurden geborgen, viele präpariert und inventarisiert. Den Fundort im Namen tragen nun zum Beispiel der Wasserkäfer Hydrobiomorpha enspelense oder der karpfenartige Fisch Paläorutilus enspelensis. Der bekannteste sowie sehr gut erhaltene Fund ist der des gleitfliegenden Säugetiers Eomys quercyi. Das Fundstück wird umgangssprachlich Stöffelmaus genannt. Bis heute ist es der älteste Nachweis des Gleitflugs bei Nagetieren.

Weitere Funde sind unter anderem Krokodilzähne, Insekten und Amphibien. Das 2016 eingeweihte Museumsgebäude Tertiärum ist diesem Aspekt des Stöffel gewidmet.

Textquelle: Wikipedia

 

Infomaterialien

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Stöffel-Park

Faltblatt „Wandel eines Basaltabbaugebietes zur Kulturlandschaft“

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Generaldirektion kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Faltblatt „Fossillagerstätte Stöffel“

Mömlingen: Geoparkpfad „Feuer und Wasser“

Das Gesicht der Landschaft in Mömlingen ist durch das Feuer und Wasser geprägt. Diese beiden Elemente sind insbesondere auf den Bergrücken zwischen dem Mömling- und dem Amorbachtal zu finden. Anhand der 6 Stationen mit insgesamt 8 Informationstafeln wird die Bedeutung des Geoparkpfad-Titels „Feuer und Wasser“ deutlich.

Die 4,5 km lange und mit einem gelben „L“ markierte Strecke eröffnet dem Wanderer in gut zwei Stunden Gehzeit einen Einblick in die geologischen Besonderheiten auf dem Bergrücken zwischen dem Mömling- und Amorbachtal, wo der Einstieg schon mit einem atemberaubenden Blick über die Odenwaldhöhen hinab auf Mömlingen lockt.

Die Zufahrt ist bis zum Parkplatz Eichwaldhütte möglich. Dort markiert die Eingangstafel den Beginn des Geoparkpfades „Feuer und Wasser“ und macht neugierig auf die einzelnen Stationen.

Das Mömlingtal folgt hier einer geologischen Verwerfung, an der sich der Fluss leichter in das vielfach geklüftete Gestein eingraben konnte.

Wegbeschreibung

Vorbei an einem rekonstruierten Teilstück der kurmainzischen Landwehr, einer früheren Grenzbefestigung aus dem 15. Jahrhundert (Station 1) gelangt man direkt zur ehemaligen Eisenerzgrube „Berta“ aus dem 19. Jahrhundert (Station 2). Die dort deutlich erkennbaren Bergbauspuren weisen auf einen ehemaligen Vulkanschlot im Untergrund hin, an dessen Rand sich das begehrte Eisenerz angereichert hatte.

Ein weiteres Vorkommen wurde am „Mühlhansenloch“ bereits im 14. Jahrhundert ausgebeutet. An der Lehrpfad-Station 3 sind heute noch Basalttuffe und ein Basaltgang zu sehen, die beim Ausbruch des „Mühlhansenloch-Maares“ entstanden. Vor 50 bis 40 Millionen Jahren trafen hier 1100°C heiße Gesteinsschmelze und kühles Grundwasser aufeinander – eine unheilige Allianz, die zu gewaltigen Explosionen führte.

Die weitere Route führt zu merkwürdigen Mulden (Station 4) und der lang gestreckten „Schwedenschanze“ (Station 5). Sie wurden in der Vergangenheit als vom Menschen geschaffene Formen interpretiert.

Erst neuere Forschungen zeigten, dass es sich hierbei um Erdfälle von ungewöhnlichem Ausmaß handelt. Der Sandstein im Untergrund ist durch tektonische Bewegungen sehr stark geklüftet, das Gestein zerbrochen. Wasser, das in die oft meterbreiten Hohlräume eindrang, spülte den darüber lagernden Schutt aus, sodass die Oberfläche nachsackte. Solche Klüfte stellen unterhalb des Wasserspiegels Wegsamkeiten dar, in denen eine große Menge Wasser in kürzester Zeit unerwartete Strömungsrichtungen einschlagen kann. Der Grundwasserfluss ist Basis für die Trinkwasserversorgung und wird deshalb an Grundwasser-Messstellen kontrolliert (Station 6).

Wegstationen
Station 1: Kurmainzische Landwehr

Frühere Grenzbefestigung aus dem 15. Jahrhundert.

Station 2: Ehemalige Eisenerzgrube „Berta“

Ehemalige Eisenerzgrube „Berta“, aus dem 19. Jahrhundert. Die Bergbauspuren weisen auf einen ehemaligen Vulkanschlot im Untergrund hin, an dessen Rand sich das begehrte Eisenerz angereichert hatte.

Station 3: Mühlhansenloch

Das Eisenerzvorkommen am „Mühlhansenloch“ wurde bereits im 14. Jahrhundert ausgebeutet. Hier sind  Basalttuffe zu sehen, die beim Ausbruch des „Mühlhansenloch-Maares“ entstanden sind.

Station 4: Mulden

… wurden in der Vergangenheit als vom Menschen geschaffene Formen interpretiert. Erst neuere Forschungen zeigten, dass es sich hierbei um Erdfälle von ungewöhnlichem Ausmaß handelt.

Station 5: Schwedenschanze

… wurde in der Vergangenheit als vom Menschen geschaffene Form interpretiert. Erst neuere Forschungen zeigten, dass es sich hierbei um einen Erdfall von ungewöhnlichem Ausmaß handelt.

Station 6: Grundwassermessstelle

Infomaterialien

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Mömlingen

Faltblatt „Der Geopark-Pfad „Feuer und Wasser“