Bad Hindelang: „Geologie erleben“ – „Falten & Decken“ zwischen Hochvogel und Nebelhorn

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GeoAlpina – Violetter Weg

Etappe A66: Prinz-Luitpold-Haus – Edmund-Probst-Haus

Auf dem Höhenweg der Via Alpina vom Prinz-Luitpold-Haus zum Edmund-Probst-Haus zeigt sich spektakulär der Bauplan der Alpen: Gesteinsschichten wurden verbogen und wie mehrere Bettdecken aufeinander gestapelt.

Die Etappe führt vom Prinz-Luitpold-Haus ohne allzu große Höhenunterschiede zuerst ins hinterste Bärgündeletal. Der violette Weg der Via Alpina verläuft dann von hier weiter zum Laufbacher Eck und zum Edmund-Probst-Haus an der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn.

Als vor Jahrmillionen Afrika auf Kollisionskurs mit Europa ging, wurde es im Meer dazwischen eng für die Ablagerungen aus Kalk und Ton.  Sie begannen sich übereinander zu stapeln. Diesen Prozess kann man sich vorstellen, wie wenn man seine Bettdecke von den Füßen bis zum Kinn hochzieht und dies mit der 2. und 3. Decke auch noch macht. So entsteht ein Deckenstapel. Nur an wenigen Stellen in den bayerischen Alpen lässt sich ein Deckenstapel so schön beobachten wie von diesem Höhenweg aus im Rückblick zu Wiedemerkopf und Wilder.

Durch die Einengung stapelten sich Gesteine nicht nur übereinander, sie legten sich auch in Falten, wie wenn man mit den Händen ein Tischtuch zusammenschiebt. Nach dem Laufbacher Eck zeigen sich zwei berühmte Grasberge des Allgäus: Schneck und Höfats. Ihre bizarre Form entstand in einer solchen Faltung.

Wegbeschreibung

Geologische Zeittafel

Die geologische Zeittafel zeigt die Namen und die Abfolge der Schichten, die auf der Wanderetappe durchquert werden, und das Alter ihrer Ablagerung.

Tipp

Vor dem Aufbruch auf der Via Alpina lohnt sich ein kurzer Abstecher vom Prinz-Luitpold-Haus etwa 10 Höhenmeter den Weg Richtung Bärgündele hinunter: Im Weg von den Tritten der Wanderer poliert und am Rande finden sich Korallen im Oberrhätkalk. Der Oberrhätkalk ist aus Riffen und ihrem Brandungsschutt entstanden. Hier kann man die fossilen Reste der riffbildenden Organismen (Korallen) erkennen.

Start

Auf der Via Alpina führt der Weg anfangs durch eine Halde aus Felssturzmaterial aus den steilen Wänden des Wiedemerkopfs. Hier besteht Steinschlaggefahr. Derart gefährdete Bereiche sollten zügig und mit Abstand zwischen den Wanderern durchquert werden.

Die Allgäuer Hochalpen sind Naturschutzgebiet. Mineralien und Fossilien bitte bewundern und fotografieren, aber nicht mitnehmen!

Sicherheitshinweis

Die hier beschriebenen Wege verlaufen teilweise in hochalpinem Gelände. Sie sind an manchen Stellen absturzgefährlich und ab und zu sind einfache Kletterstellen (mit Drahtseilsicherungen) zu meistern. Daher ist für bestimmte Abschnitte Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Bergerfahrung Voraussetzung. Etappenweise sind viele Höhenmeter sowie lange Strecken zu bewältigen. Eine gute Kondition ist deswegen genauso unerlässlich wie die richtige Bergausrüstung.

Die meisten Wegabschnitte können nicht ganzjährig gegangen werden.

Bitte informieren Sie sich über Schwierigkeiten, etwaige Gefahren und den aktuellen Zustand der Route, zum Beispiel auf den Internet-Seiten der Via Alpina oder beim Deutschen Alpenverein.

Die Begehung der Touren erfolgt auf eigene Gefahr.

Geologische Sehenswürdigkeiten
GeoPunkt "Radiolarite"

 Nach der Felssturzhalde wird ein Bereich betreten, in dem splittrige Steinchen unter den Sohlen knirschen. Es handelt sich hier um die gut gebankten, roten Radiolarite der Ruhpolding-Formation. 

Radiolarite

Radiolarite sind ein interessantes Gestein: Sie verraten, wie tief das Meer am Ort und zur Zeit ihrer Entstehung war! Weit draussen in den Ozeanen kommt kaum noch feinste Tontrübe vom Festland an. Hier schweben fast nur noch die Gehäuse- oder Skelettreste abgestorbener Meerestiere zu Boden. Kalk löst sich aber bei hohem Druck vollständig auf. Das heisst, dass in großen tifen des Meeres keine kalkigen Fossilien mehr vorkommen. Was dann noch übrigbleibt sind die Reste von abgestorbenem Plankton mit einem Skelett aus Kieselsäure: Radiolarien. Im oberen Jura – vor rund 160 Mio. Jahren – lag die Tiefe der Kalklösung bei 2.000 bis 3.000 m unter dem Meeresspiegel!

GeoPunkt "Mergel- und Kalksteine der Allgäu-Formation"

Etwa eine halbe Stunde nach dem Aufbruch biegt der Pfad in Wiesengelände rechtwinklig nach links ab und tieft sich gleich darauf zwischen Büschen in lehmigen und rutschigen Boden ein. Das liegt an der Verwitterungsanfälligkeit der darunterliegenden Gesteine der Allgäu-Formation. Die Allgäu-Formation besteht aus einer Wechselfolge von dunklen Mergelsteinen und Kalksteinen. In den Bacheinschnitten sind diese Gesteine gut erkennbar.  Mergelstein ist eine Mischform zwischen Kalk- und Tonstein: Er enthält sowohl Kalk als auch Ton.

Zum Talschluss des Bärgündeletals zu werden gewaltige Hangschuttmassen gequert. Die Bachüberschreitung und der Anstieg zur Schönberghütte verläuft wieder in Schichten der Allgäu-Formation.

Hier trennen sich roter und violetter Weg der Via Alpina. Wir bleiben auf dem violetten Weg, der unterhalb von Schneck und Rotkopf vorbei zum Laufbacher Eck hoch führt.

GeoAussichtspunkt "Schönberghütte"

Von der Schönberghütte geht der Blick zurück auf die bisherige Wegstrecke. Der Weg führte unterhalb des Wiedemerkopfs durch grasiges Gelände in den Radiolariten der Ruhpolding-Formation. Bei den dunklen Gebüschen im Grashang begann die Schichtfolge der Allgäu-Formation und zuletzt verlief der Wanderweg auf jungen Schutthalden, die hauptsächlich aus dem Hauptdolomit der darüberliegenden, hellen Felswände bestehen. Diese Felswände mit ziemlich wild verfaltetem Gestein gehören zur Lechtal-Decke. Die Grenze zur darunterliegenden Allgäu-Decke liegt dort, wo am Wandfuß die Wiesenhänge beginnen. Stellenweise ist die Deckengrenze von Hangschutt bedeckt.

In Felswand und Wiesenhang unter dem Kreuzkopf liegt Hauptdolomit (ca. 215 Mio. Jahre alt) in der Lechtal-Decke auf Allgäu-Formation (ca. 190 Mio. Jahre alt) in der Allgäu-Decke.

Decken

Wenn sich relativ dünne Gesteinspakete kilometerweit übereinandergeschoben haben, spricht der Geologe von Decken. Benannt werden die Decken nach der Region, wo sie die größte Verbreitung haben: Allgäu-Decke im Allgäu, Lechtal-Decke im Lechtal. Die Lechtal-Decke liegt über der Allgäu-Decke und ist hier die höchste eines ganzen Stapels von Decken. Als höchste Decke wurde sie auch bereits kräftig von der Verwitterung abgetragen und hat daher im Allgäu keine weite Verbreitung mehr. An der Deckengrenze (Überschiebungsbahn) liegt das älteste Gestein der oberen Decke über dem jüngsten Gestein der unteren Decke.

In allen Decken des Stapels bis hinunter zur Auflage auf dem kristallinen Grundgebirge der Kontinentplatte Europa treffen wir gleich alte Gesteine an. Nur dass die unterste Gesteinsfolge auf dem Grundgebirge am Ort ihrer Entstehung liegt, während die Decken darüber jeweils von weiter südlich herangeschoben wurden. Die jüngste Decke ist gegenüber ihrem tiefen Untergrund über mehrere 100 km herantransportiert worden: vom Rand der Kontinentplatte Afrika. 

GeoAussichtspunkt "Zwerenwand"

20 Minuten bergauf von der Schönberghütte liegt an der Zwerenwand der weitere Weg bis zum Laufbacher Eck gut sichtbar vor dem Wanderer. Die Gesteinsschichten sind hier in Form einer Mulde verbogen.

Was bei einer Welle Berg und Tal ist, ist bei einer Falte in der Geologie Sattel und Mulde. Hat die Verwitterung und Abtragung die Falte später einmal eingeebnet, dann ist die Mulde noch immer daran zu erkennen, dass im Kern jüngere Schichten liegen, die von älteren umgeben sind; umgekehrt beim Sattel.

Hier liegen im Kern der Mulde weiche, mergelige Gesteine aus der Schrambach-Formation (ca. 130 Mio. Jahre alt) der frühen Kreidezeit. Diese weichen Gesteine ziehen den Hang hoch und bilden zwischen Schneck und Rotkopf eine Einkerbung in der Felswand.

Wir stehen hier auf den älteren Kalksteinen der Ammergau-Formation des späten Jura (ca. 150 Mio. Jahre), die wir nach der Durchquerung des Muldenkerns auf der anderen Talseite wieder antreffen.

Relativ reine Kalksteine wie die der Ammergau-Formation verkarsten gut, d.h. sie werden von kohlesäurereichen Wässern gut angelöst. Neben tiefen Lösungsspalten treten auch Kleinstformen – hier sogenannte Spitzkarren – auf.

Im steilen Pfad hinauf zum Laufbacher Eck ist unter den Schuhen wieder das bekannte Knirschen der Radiolarite der Ruhpolding-Formation zu hören.

GeoAussichtspunkt "Laufbacher Eck"

Bei der verdienten Rast am höchsten Punkt der Etappe (2.132 m) lohnt sich der Blick zurück auf ein klassisches Panorama der Alpengeologie mit dem Hochvogel (2.592 m) im Mittelpunkt. Nirgendwo in den bayerischen Alpen ist die Grenze zweier Decken so deutlich und auf so große Erstreckung zu sehen. Deshalb haben Geologen in den letzten 150 Jahren vielfach darüber diskutiert und die Ansicht skizziert. Die jüngste dieser „Skizzen“ wurde aus der Kombination von digitalem Geländemodell und geologischer Karte erstellt.

Der Blick nach Westen vom Laufbacher Eck aus zeigt den weiteren Wanderweg unter dem Lachenkopf vorbei bis zum Schochen.

Unterhalb des Lachenkopfs macht lehmiger Boden aus der Verwitterung von Mergeln der Allgäu-Formation die Begehung der Etappe bei Nässe heikel!

Kurz danach wird ein Felsriegel aus Oberrhätkalk auf einem drahtseilversicherten Band gequert. 

GeoPunkt "Pyrit und Muschelschill"

Die nachfolgende Kössen-Formation besteht aus bräunlichen Mergelsteinen und dunklen Tonsteinen mit Kalksteinbänkchen. Auf den Mergelsteinen wittern stellenweise Schnüre des Minerals Pyrit heraus. Der Pyrit, ein Eisensulfid, ist oberflächlich zu braunem Limonit verwittert. Feinverteiltes Eisen ist auch für die bräunliche Gesteinsfarbe verantwortlich. Einige der Bänkchen innerhalb der Formation sind ganz aus Schalen und Schalenbruchstücken von Muscheln – Muschelschill – aufgebaut.

GeoAussichtspunkt "Oytal und Höfats"

Dort, wo der Weg nicht mehr ausgesetzt ist, lohnt es sich stehenzubleiben und das Panorama im Süden zu betrachten. Auf der Gratschneide in Bildmitte liegt die Typlokalität der Allgäu-Formation. Eine Typlokalität ist der Ort, an dem eine Gesteinsformation erstmals genau beschrieben und mit einem Namen belegt wurde. Wie am Schneck sind auch an der Höfats die hellen Felswände und die grasigen Spitzen aus Kalksteinen der Ammergau-Formation aufgebaut. 

Zwischen Lachenkopf und Schochen verläuft der Wanderweg eine Zeit lang auf in den Hang hinein geneigten Schichtflächen. Diese gut gebankten Kalksteine sind typisch für den Plattenkalk.

GeoPunkt "Korallen und Brachiopoden"

Die geologische Situation am weiteren Weg unterhalb des Schochens zeigt das Foto. Vor allem im Übergangsbereich von Kössen-Formation und Oberrhätkalk sind Kalkbänke mit Korallen und Muschelschill zu sehen.

GeoPunkt "Rotkalke"

Unterhalb des Großen Seekopfes fallen am Weg Rotkalke auf, die in graue Kalksteine der Allgäu-Formation eingeschaltet sind.

Geotop "Seealpsee"

Der Seealpsee ist ein Geotop, denn er zeigt besonders schön eine vom Gletscher ausgeschliffene Karmulde mit Karsee und mit einem erhöhten Karriegel zum Tal hin. Hier hat eine geologische Mulde mit weichen Schichten der Allgäu-Formation im Kern die Ausräumung des Karbodens erleichtert.

Infomaterialien

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Bad Hindelang

„Geologie erleben“ – „Falten & Decken“ zwischen Hochvogel und Nebelhorn – keine Infomaterialien vorhanden!

Aschau: „Geologie erleben“ – Ein Berggipfel aus Seelilien

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Die Tagestour führt von der Tourist-Info in Aschau i. Chiemgau auf den Laubenstein. Wer dort oben die Aussicht geniesst, steht auf einem Gestein, das fast gänzlich aus Fossilien besteht.

Wegbeschreibung

Mit 740 Höhenmetern verlangt die Tour einiges an Kondition, belohnt aber am Ziel – bei entsprechendem Wetter – mit einer prächtigen Sicht in die Ferne und – mit etwas Aufmerksamkeit – mit interessanten Fossilfunden.

Von der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau folgt die Route dem Grenzenlos-Wanderweg entlang der Prien und biegt nach etwa 1 km nach rechts in den Maximiliansweg ein. Dieser führt in Serpentinen steil hinauf zur Hofalm (mit Einkehrmöglichkeit, die man aber vielleicht besser für den Rückweg einplant).

Geologische Sehenswürdigkeiten
GeoPunkt "Eiszeit unter dem Laubenstein"

Weiter geht es auf dem Maximiliansweg, der nach der Hofalm über einen sanften Geländerücken führt. Dabei handelt es sich um die Moräne eines eiszeitlichen Lokalgletschers, also eines kleinen örtlichen Gletschers. Das Eis dagegen, das damals das Priental ausfüllte, war das Eis eines Ferngletschers, der sein Nährgebiet in den Zentralalpen hatte. Die runde Senke der Holzstube, die nach Überschreiten der Moräne sichtbar wird, enthielt einstmals einen Gletschersee.

Der Weg führt in den Wald und auf 1.130 m Höhe zweigt ein Wanderweg nach links in Richtung Laubenstein ab. Der Weg führt stetig aufwärts bis 1.272 m. An einem Abzweig der Forststraßen geht es links weiter und an den Gebäuden der Laubensteinalm vorbei hinauf zum Gipfel des Laubensteins.

Geotop "Fossilien im Mitteljura des Laubenstein-Gipfelrückens"

Auf dem Pfad auf dem flachen Gipfelplateau lohnt es sich, in die Knie zu gehen und das, was mit Schuhen getreten wird, anzuschauen. Hier und auf kahlen Stellen in den Almwiesen liegen grobe beigefarbene Gesteinskörner und dazwischen eingestreut kleine „Muscheln“. Die „Muscheln“ sind meist keine, denn sie lagen oder klebten nicht am Meeresgrund, wie Muscheln das so tun, sondern es sind Brachiopoden. Brachiopoden hatten einen zähen, beweglichen Stiel, mit dem sie sich am Untergrund verankerten. Wer ein einigermaßen vollständiges Exemplar genauer untersucht, wird dort, wo die Muschel ihr Schloss hat, bei dem Brachiopoden stattdessen ein kleines Loch finden, aus dem der Stiel austrat.

Auch die millionenfach herumliegenden groben Körner sind Reste von Fossilien. Es sind die kalkigen Stielglieder von Seelilien (wissenschaftlich: Crinoiden). Ihre ursprünglich runde oder manchmal fünfeckige Form ist nur selten zu erkennen, denn sie wurden von Meeresströmungen ein ganzes Stück transportiert, dabei etwas beschädigt und in Senken zusammengeschwemmt. In der MItte hatten die Stielglieder ein kleines Loch (Nervenkanal), das manchmal noch zu erkennen ist. 

Was an Fossilien hier im Grus des Wegs gut zu beobachten ist, findet sich auch schön herausgewittert an Felsoberflächen. Wer den Fels aber mit dem Hammer anschlägt, wird wahrscheinlich enttäuscht. Das harte Gestein bricht quer durch die Fossilien. Nur selten können schön mit kleinen Kristallen ausgekleidete Hohlräume von Brachiopoden überraschen. 

Der Fossilreichtum hier am Laubenstein wurde schon früh von Geologen bemerkt. Die Wissenschaftler haben nicht nur eine große Anzahl von gut erhaltenen Fossilien, sondern auch eine große Artenanzahl feststellen können. Anhand der Fossilien konnte das Gesteinsalter als Mittlerer Jura bestimmt werden. Die Seelilien und Brachiopoden lebten also vor etwa 170 Millionen Jahren. 

Infomaterialien

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Aschau

„Geologie erleben“ – Ein Berggipfel aus Seelilien – keine Infomaterialien vorhanden!

Aschau: „Geologie erleben“ – Das geologische Fenster an der Prien bei Bach

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Die kurze Wanderung führt von der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau zu einem seltenen und interessanten Stück Geologie: Ein „Fenster“ lässt in den Untergrund blicken.

Wegbeschreibung

Die Wanderung beginnt an der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau und folgt dem Grenzenlos-Wanderweg entlang der Prien nach Süden.

Nach Bach führt die Wanderung in das „Fenster von Aschau“.

Ein geologisches Fenster wäre gar keine so seltene Sache: Da bräuchte es nur ein Loch in einer Schichtfolge und man schaut durch den Rahmen aus jüngerem Gestein hinunter in eine ältere Schicht. Hier bei Bach liegt aber ein „tektonisches“ Fenster vor. Und das ist schon etwas viel selteneres. „Tektonisch“ heißt in der Geologie, dass in der Erdkruste Bewegungen stattgefunden haben. Hier im Priental wurden vor Jahrmillionen bei der Alpenbildung zwei Schichtstapel aus Gesteinen übereinandergeschoben. Kurze Konzentration bitte: Ein Schichtstapel mit älteren Ablagerungen unten und jüngeren Ablagerungen oben wird auf einen Stapel gleicher Altersabfolge aufgeschoben. (Solche Schichtstapel, die kilometerweit übereinandergeschoben wurden, nennt der Geologe „Decken“.) Hat man nun ein Loch in der oberen Decke und schaut auf das Gestein der unteren Decke, dann – und das ist das Besondere! – liegt in einem Rahmen von älterem Gestein jüngeres Gestein.

Und wie entsteht so ein Loch in der oberen Decke? Hier bei Bach sind die Schichten aufgewölbt, nach oben verbogen, und die Verwitterung hat den herausragenden Teil der oberen Decke abgetragen und dadurch einen Ausschnitt der unteren Decke als „Fenster“ freigelegt.

Geologische Sehenswürdigkeiten
Geotop "Deckenüberschiebung an der Prien bei Bach"

An der Felswand neben der Straße zeigen sich zuerst rötliche, dünnbankige, stark verfältelte und zerscherte Gesteine. Das sind Mergelkalke (Mergel = Kalk + Ton) des Oberjura (Alter 150 Millionen Jahre) der unteren Decke. Sie wurden durch die Auflast und den Schub der oberen Decke stark verformt.

Dann kommt die deutliche Grenze zwischen der unteren und der oberen Decke – die Überschiebungsbahn. Die Gesteine sind hier durch die Bewegung bis zur Unkenntlichkeit zermahlen.

Darüber liegen massige bis gebankte Gesteine – der Alpine Muschelkalk der oberen Decke. Der Kalkstein des Alpinen Muschelkalks wurde vor etwa 245 Millionen Jahren abgelagert. Angewittert ist das Gestein hell, angeschlagen aber mittel- bis dunkelgrau. Die dunkelgraue Farbe hat der Alpine Muschelkalk von einem leichten Gehalt an Bitumen. Schlägt man zwei Gesteinsstücke aneinander, kann man das auch riechen.

Geopunkt "Steinbruch im Alpinen Muschelkalk"

Kurz nachdem die Straße die Engstelle verlässt, lädt eine Bank zum Verweilen ein. Auf Tafeln kann die Geologie hier am „Fenster von Aschau“ noch einmal nachgelesen werden. Die Wanderung endet an einem aufgelassenem Steinbruch in verfalteten Gesteinen des Alpinen Muschelkalks. 

Infomaterialien

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Aschau

„Geologie erleben“ – Das geologische Fenster an der Prien bei Bach – keine Infomaterialien vorhanden!

Oberstdorf: „Geologie erleben“ zwischen Kemptner Hütte und Oberstdorf – Vom Flachmeer in die Tiefsee

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Bei der Tour handelt es sich um die letzte Etappe des Gelben Weges der Via Alpina von der Kemptner Hütte bis nach  Oberstdorf. Dabei werden Schichten aus drei übereinander liegenden tektonischen (geologischen) „Decken“ durchwandert.

Wegbeschreibung

Von der Kemptner Hütte geht der Blick hinüber nach Westen zu den Krottenspitzen. Die Überschiebungsbahn der Lechtal-Decke über die Allgäu-Decke zeichnet sich deutlich als Grenze zwischen steilem Fels oben und weichen Grashängen der Allgäu-Formation unten ab. Was „Decken“ sind, wird in der Wanderetappe zum Mädelejoch genauer erklärt.

Die Allgäu-Formation (Jura, 200 bis 165 Mio. Jahre) besteht im oberen Teil aus leicht verwitternden Mergelsteinen und bildet dadurch grasige Hänge, die gerne als Weideland genutzt werden. Nach unten zu wird die Schichtfolge kalkiger und hat den etwa 20 m mächtigen „Stufenkalk“ eingeschaltet. Der bildet nur deshalb eine auffällige Geländestufe mit steilen Wänden, weil er massig ist – anders als das umgebende Gestein, das dünnbankig ist, wie wir gleich im Sperrbachtobel sehen werden.

Beim Abstieg in den Sperrbachtobel steigen wir durch den Stufenkalk hindurch hinunter in den tiefsten und ältesten Teil der Allgäu-Formation.

Autorentipp

Die Deckengrenze zwischen Allgäu-Decke und Rhenodanubischen Flysch kann auch durch eine kurze Wanderung von den Parkplätzen an der Talstation der Nebelhornbahn in 40 Minuten entlang derTrettach bis zur Einmündung des Oybachs erreicht werden. Geht man hier etwa 200 m entlang des Oybachs talauf, dann steht hinter einer Wegbiegung massiv der Hauptdolomit der Allgäudecke an. Wir kehren um und erkennen jetzt in Felsen und Lesesteinen am Weg die unter dem Hauptdolomit liegenden Rauhwacken – löchrige Dolomitgesteine – der Raibl-Formation. Die Böschung weicht etwas vom Weg zurück und dort, wo Wasser über die Felsen rinnt und Kalksinter abscheidet, liegt die schräg einfallende Überschiebungsbahn von Allgäudecke auf Rhenodanubischen Flysch. Rechts davon sehen wir noch die löchrigen hellen Gesteine der Raibl-Formation, links davon steht teils zerscherte graue und dunkle Zementmergel-Serie an. Durch die Deckenüberschiebung Kalkalpin-Flysch im Alttertiär wurden Sedimente unterschiedlichen Alters und weitvoneinander entfernter Ablagerungsräume aufeinander geschoben.

Geologische Sehenswürdigkeiten
GeoPunkt "Verfaltung"

Weil das Gestein hier aus Kalkstein besteht und damit härter ist als weiter oben in den Mergelsteinen, wird aus der weiten Talung unter der Kemptner Hütte jetzt ein steil eingeschnittener Tobel. Die dünnbankigen Kalksteine im Tobel sind eindrucksvoll verfaltet. Dünnbankige Gesteine wie hier wurden bei der Alpenbildung in enge Falten gelegt, während eine dicke „Bank“ wie der Stufenkalk weitspannig verbogen wurde.

Die Verfaltung des Gesteins beschreibt der Geologe als Sättel und Mulden. Kleine Falten im Meterbereich sind schön anzusehen, erscheinen aber nicht in Geologischen Karte und haben auch im Landschaftsbild keine große Bedeutung. Dass große Falten von Hunderten von Metern Spannweite aber die Landschaft prägen, zeigt sich gleich da, wo wir  aus dem Sperrbachtobel heraustreten und sich die Talung weitet.

GeoPunkt "Fenster & Rahmen"

Eine Aufwölbung der Gesteinsschichten – ein Sattel – lässt uns hier nämlich auf kurzer Strecke die Formation unter der Allgäu-Formation betreten, den Oberrhätkalk. Das ist ein massiger, recht reiner Kalkstein, in dem die Korrosion Karren hinterlässt. In einem „Fenster“ lässt sich hier in den Untergrund schauen. Den „Rahmen“ aus jüngerer Allgäu-Formation sehen wir oben im Hang schön verfaltet.

GeoPunkt "Fossilien"

An der Wegbrücke über den Sperrbach können bei einer Rast im Geröll von Bach und Schuttrinnen Fossilreste entdeckt werden: Fukoide, Ammonitenabdrücke und Muschelquerschnitte.

Der weitere Weg entlang des Sperrbachs und dann entlang der Trettach verläuft weiterhin in Gesteinen der Allgäu-Formation. Wo sich die Talung erweitert, verläuft der Weg auf jungen Schottern der Trettach. Festgesteine stehen am Weg erstmal nicht mehr an. Ab Spielmannsau bildet dann nur noch der Hauptdolomit die Talflanken. Zu Beginn der Wanderung war der Hauptdolomit an der Basis der Lechtal-Decke oben an den Krottenspitzen zu sehen. Jetzt haben wir die darunterliegende Allgäu-Decke von den jüngeren Schichten in die älteren durchwandert und sind jetzt an der Basis der Allgäu-Decke wieder im Hauptdolomit.

Dass jetzt die Geologie eine Zeitlang schweigt, liegt nicht daran, dass es nichts zu erzählen gäbe über die Talbildung in der Eiszeit, aber wir wollen uns mal auf Highlights am Wegesrand konzentrieren.

Ab der Sennalpe Oberau ist Verköstigung kein Problem mehr.

Geotop "Christlesee"

Der kreisrunde Christlessee wird von mehreren unterseeischen Karstquellen und einem oberirdischen Zufluss gespeist. Die fast unwirklichen Farben, die sich je nach Sonneneinstrahlung von türkis über grün bis hin zu schwarz ändern können, werden wahrscheinlich durch Algen bedingt. Aufgrund der gleichmäßigen Quellwassertemperatur von 4 bis 6 Grad ist der See im Sommer zu kalt zum Baden und im Winter friert er nicht zu.

Geotop "Deckenüberschiebung am Oybach bei Gruben"

Kurz vor der Einmündung des Oybachs in die Trettach wird die Deckengrenze von Allgäu-Decke auf Rhenodanubischem Flysch gequert. Um das genauer zu inspizieren, kann hier ein kleiner Abstecher vom Gelben Weg der Via Alpina gemacht werden: Etwa 100 m den Wanderweg den Oybach hoch kann die Deckengrenze direkt in Augenschein genommen werden (Geotop 780A003). Es empfiehlt sich aber, sich der Deckengrenze von oben anzunähern, und dazu etwa 200 m weiter zu gehen, bis hinter dem Knie von Oybach und Weg eindeutig der bereits bekannte Hauptdolomit der Allgäu-Decke am Weg ansteht. Hier kehren wir um und nun fallen ab dem Knie in kleinen Felsen am Weg und in Lesesteinen löchrige Dolomitgesteine auf: die Rauhwacken der Raibl-Formation unter dem Hauptdolomit. Die Böschung weicht etwas vom Weg zurück und dort, wo Wasser über die Felsen rinnt und Kalksinter abscheidet, liegt die schräg einfallende Überschiebungsbahn von Allgäu-Decke auf Rhenodanubischen Flysch . Rechts davon sehen wir noch die löchrigen hellen Gesteine der Raibl-Formation , links davon stehen, teils zerschert, die grauen und dunklen Kalkmergelsteine und Kalksteine mit untergeordneten Tonsteinen der Kalkgraben-Formation („Zementmergel-Serie“) an.

Wieder zurück auf dem Gelben Weg der Via Alpina stehen jetzt am Wegrand mächtige Nagelfluhen (karbonatisch verfestigte Konglomerate) aus rißzeitlichen Schmelzwasserschottern an. 

An der nächsten Brücke überquert der Gelbe Weg der Via Alpina die Trettach und führt zu attraktiven Aufschlüssen im Flysch. Nehmen wir ab der Brücke den relativ neuen Weg links der Trettach, dann sehen wir hier vor allem frische Aufschlüsse in der Tristel-Formation mit dickbankigen Sandkalken und schwarzen Tonsteinen. Schließlich kommen wir kurz bevor der Weg zum Moorschwimmbad abzweigt, in die nächsttiefere tektonische Einheit, den Feuerstätter Flysch , mit Junghansenschichten – dunkle, stark durchbewegte Tonsteine mit Quarzitbänkchen und vereinzelt exotischen Geröllen.

Etwa 700 Meter weiter erreichen wir den Ortsrand von Oberstdorf in der Nähe der Nebelhornbahn.

Infomaterialien

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Oberstdorf

Geologie erleben zwischen Kemptner Hütte und Oberstdorf – keine Infomaterialien vorhanden!

Le Valtin: Sentier des Roches (Strohmeyerpfad) – Hohneck

Der gesicherte Bergsteig Sentier des Roches (frz. für Felsenpfad, ebenfalls als Strohmeyerpfad bekannt) verläuft zwischen dem Col de la Schlucht (Schluchtpass) und dem Hohneck in den Hochvogesen. Er gilt vor allem an seinem Anfang am Col de la Schlucht als einer der eindrucksvollsten – und gefährlichsten – elsässischen Gebirgspfade.

Der Pfad wurde 1910 von einem Oberförster und Vorsitzenden des Club Vosgien namens Heinrich Strohmeyer (1871–1955) aus Münster angelegt. Der Weg war die einzig gut gangbare Möglichkeit durch den Steilabsturz des Vogesenkamms nach Osten ins Vallée de Munster (Münstertal).

Oberhalb des Pfades verlief zwischen 1871 und 1918 die deutsch-französische Grenze auf dem Gebirgskamm.

Streckencharakter

Der Felsenpfad ist rund 3 km lang. Das nördliche Ende liegt am Col de la Schlucht auf einer Höhe von 1.139 Metern, das südliche Ende befindet sich am Krappenfels auf einer Höhe von 980 Metern. Da der Weg steile Felspassagen passiert, ist er zum Teil mit Drahtseilen, Eisengeländern, Leitern und Stegen gesichert. An einer Stelle ist der Weg direkt durch einen Felsen geschlagen. Es bieten sich vom Weg aus spektakuläre Ausblicke ins Münstertal, zum Col de la Schlucht, zum Hohneck sowie an klaren Tagen bis zu den Schweizer Alpen.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind beim Begehen Voraussetzung. Die Armee nutzt die Strecke auch für Märsche während der Soldatenausbildung.

Geologie und Botanik

Das Grundgestein des Bergmassivs ist Granit. Im Frühjahr blühen entlang des Sentier des Roches an Rinnsalen Sumpfdotterblumen und im Juni Alpenanemonen.

Die Strecke führt auch an dem Hochmoor Tourbière du Frankenthal vorbei.

Infomaterialien

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Le Valtin

Sentier des Roches (Strohmeyerpfad) – Hohneck – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Bad Kreuznach: Vitaltour Salinental

Die Rundtour führt durch das enge Felsental der Nahe von Bad Kreuznach nach Bad Münster am Stein-Ebernburg und zurück über den Porphyrrücken Rotenfels.

In Bad Kreuznach wurde 1817 die erste Badestube eingerichtet. In den Folgejahren entstand ein Kurviertel mit prächtigen Villen, Kurhotel und Parkanlagen. Das Salinental, Europas größtes Freiluftinhalatorium, verdankt seinen Namen der Salzgewinnung aus den Solequellen.

Salinental

Das Salinental ist ein Gesamtensemble der Salzproduktion. Triebwerkgräben, Wasserräder, Gradierwerke, Siederei und Arbeiterhäuser wurden über 100 Jahre zur Salzgewinnung genutzt.

Salz wird in der Region seit über 400 Jahren gewonnen. In den Gradierwerken wurde die Salzsole mit einem natürlichen Salzgehalt von ca. 1,5 % durch das von Freiherr von Beust im 18. Jahrhundert entwickelten Verfahren der Tröpfelgradierung aufkonzentriert. Dabei wurde die Sole auf einer Länge von insgesamt 1,1 km über neun Meter hohe Schwarzdornheckenwände verrieselt. Durch mehrfaches Verrieseln in einem durch Wasserräder angetriebenen Pumpkreislauf erhöhte sich dabei der Salzgehalt nach ca. einer Woche ausschließlich durch Verdunstung auf 26 %. Vom Gradierwerk kam die Sole dann in die Siederei, wo schließlich das Salz erzeugt wurde.

Heute gewinnt man das salzhaltige Wasser aus einer 500 m tiefen Quelle im Salinental. Sie speist die Gradierwerke, das Freiluftinhalatorium im Kurpark mit dem historischen Solezerstäuber, das Thermalbad und das Crucenia Gesundheitszentrum.

Wegbeschreibung

Die Tour beginnt an der Saline Karlshalle.

Im Naturschutzgebiet Gans befindet sich eine eiszeitliche Geröllhalde, einer der schönsten Aussichtspunkte auf der Tour. Weiter führt die Tour zum Schloss Rheingrafenstein, das im ausgehenden 17.Jahrhundert nach der Zerstörung der Burg Rheingrafenstein als Gutshof erbaut wurde und zur Burgruine Rheingrafenstein, die auf einem 136 Meter hohen Porphyrrücken steht.

Durch das Huttental erreicht man am Naheufer eine Rarität, eine handgezogenen Fähre, die zwischen April und November Bad Münster mit der engen Schlucht unterhalb des Rheingrafensteins verbindet. Außerhalb der Betriebszeit der Fähre ist ein rund 1,5 Kilometer langer Umweg erforderlich, um das andere Naheufer zu erreichen.

In Bad Münster am Stein verdienten sich früher die Menschen ihren Lebensunterhalt mit Fischerei, Salzgewinnung, Landwirtschaft und Kupferbergbau im Huttental. Ebernburg hat eine lange Tradition in Bergbau und Landwirtschaft, überhalb dem Stadtteil liegt die gleichnamige Burg, die heute evangelische Familienferien- und Bildungsstätte ist.

Das Kurmittelhaus in Bad Münster am Stein-Ebernburg gilt als architektonische Besonderheit der Region. In der Brunnenhalle gibt es für die Sole-Trinkkur drei Heilquellen sowie das Therapiezentrum für Kur- und Wellnessanwendungen.

Im weiteren Verlauf führt die Strecke hinauf zum Rotenfels. Das zwei Kilometer lange Felsmassiv aus Porphyr steht unter Naturschutz und ist mit 202 Metern die höchste Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien, einen besonderen Ausblick in das Umland bietet die Aussichtskanzel Bastei. Das Felsmassiv besteht aus rötlichem Rhyolith, einem Quarzporphyr-Gestein mit feinkörnig-kristalliner Struktur. Vor 270 bis 260 Millionen Jahren bildete sich in einer Phase besonders reger vulkanischer Aktivität durch glutflüssig aufsteigendes Magma das nach seiner Erstarrung sehr witterungsbeständige, rötliche Gestein des Rotenfels. Hydrothermal zersetzte Zonen sind an der helleren Färbung erkennbar. Dort sind die Feldspate in Kaolin umgewandelt. Die Nahe hat diese Felsstruktur als Steilufer über Jahrtausende in den Fels gefräst und einen Großteil des Verwitterungsschutts abtransportiert.

Tipp

Besuchen Sie am Rotenfels das Steinskulpturenmuseum mit Skulpturenpark.

Infomaterialien

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Bad Kreuznach

Vitaltour Salinental – keine Infomaterialien vorhanden!