Garmisch-Partenkirchen: „Geologie erleben“ – „Karibik und Eis“ auf dem Weg zur Zugspitze

© Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU Bayern)

Mit freundlicher Genehmigung.

Vielen Dank.

GeoAlpina – Roter Weg

Variante: Garmisch-Partenkirchen – Reintal – Zugspitze (Empfehlung der LfU Bayern)

Durch die Partnachklamm auf Deutschlands höchsten Gipfel läuft man durch Gesteine, die vor Jahrmillionen in einem tropisch-warmen Meer entstanden sind und später vom Eis geformt wurden.

Auf dem Weg zur Zugspitze findet man ca. 240 bis 210 Millionen Jahre alte Gesteine aus der Epoche der mittleren Trias bis zur Obertrias, die in unterschiedlichen Bereichen eines subtropisch-warmen Meeres abgelagert wurden – vom Strand über seichte Lagunen und unzähligen Riffen bis hinab in die Tiefen des Ozeans. Die Partnachklamm am Anfang dieser Etappe zeigt die Gesteine der Reifling-Formation, die vor etwa 240 Millionen Jahren am Rand des Meeresbeckens entstanden. Danach werden im Partnachtal jüngere Gesteine am Schindeltalschrofen und in der Hinterklamm durchwandert. Anschließend findet man bis zum Gipfel ein anderes Gestein, das vom Wettersteingebirge seinen Namen hat: der Wettersteinkalk. Er entstand im flachen Meer als es nur so von Meerestieren und Riffbewohnern wimmelte. Nach deren Tod sanken die kalkige Schalen auf den Boden und türmten sich allmählich zu riesigen Kalkschichten auf. Aber auch Spuren der letzten Eiszeit und des Klimawandels sind bis zum Gipfel der Zugspitze erkennbar.

Wegbeschreibung

 In der nachfolgenden Beschreibung wird auf einige geologische Besonderheiten, zum Teil entlang der Etappe R45 der Via Alpina, eingegangen. Zu den Begriffen „Geotop“, „GeoPunkt“  und „GeoAussichtspunkt“ gibt es zusätzliche Wegpunkte, in denen auch die Geologie erklärt wird. Diese Wegpunkte werden weiter unten sowie in der Karte angezeigt und können ausgedruckt werden. Die Geotope können außerdem mit weiteren Informationen im UmweltAtlas Bayern des Bayerischen Landesamts für Umwelt recherchiert werden: https://www.lfu.bayern.de/geologie/geotoprecherche.

 

Paläogeographie

Die ältesten Gesteine auf dem Weg zum Gipfel sind über 240 Millionen Jahre alt. Zu dieser Zeit gab es einen Großkontinent Pangäa. Vom Äquator in Richtung Norden dehnte sich ein Ozean, genannt die Tethys, mit zahlreichen Buchten immer weiter bis in den heutigen Alpenraum aus. Dort waren die damaligen klimatischen Bedingungen vergleichbar mit denen von heute in der Karibik bzw. am Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens. Am Rand des Schelfmeeres zum Beckenbereich des Tethys-Ozeans entwickelte sich ein Riffgürtel und dahinter lagen Lagunen. Hier lebten Kalk abscheidende Organismen wie Algen, Schwämme und Korallen. In den tieferen Ozeanbereichen wurden feiner Kalkschlamm oder kieselige Ablagerungen sedimentiert. In der Obertrias kam es vom Festland her zu Schuttanlieferungen in das Meer, die das Wachstum der Riffe unterbrachen. Diese unterschiedlichen Bereiche bzw. Gesteine durchläuft man auf dem Weg zur Zugspitze.

 

Geologische Zeittafel

Die geologische Zeittafel zeigt die Abfolge der Schichten und die Geo-Punkte, die auf der Wanderetappe durchquert werden, und das Alter ihrer Ablagerung. In der Trias gab es nebeneinander verschiedene Ablagerungsräume mit unterschiedlichen Umweltbedingungen, wie Flachmeer oder tiefes Ozeanbecken. So entstanden teilweise zur selben Zeit die verschiedenartigen Gesteinsausprägungen (Fazien) der Wetterstein-, Reifling- und Partnach-Formation.

 

Start

Vom Skistadion startet man nach Süden Richtung Partnachklamm. Nach etwa einer halben Stunde erreicht man die Partnachklamm, eines von Bayerns schönsten Geotopen.

Sicherheitshinweis

Die hier beschriebenen Wege verlaufen teilweise in hochalpinem Gelände. Sie sind an manchen Stellen absturzgefährlich und ab und zu sind einfache Kletterstellen (mit Drahtseilsicherungen) zu meistern. Daher ist für bestimmte Abschnitte Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Bergerfahrung Voraussetzung. Etappenweise sind viele Höhenmeter sowie lange Strecken zu bewältigen. Eine gute Kondition ist deswegen genauso unerlässlich wie die richtige Bergausrüstung.

Die meisten Wegabschnitte können nicht ganzjährig gegangen werden.

Bitte informieren Sie sich über Schwierigkeiten, etwaige Gefahren und den aktuellen Zustand der Route, zum Beispiel auf den Internet-Seiten der Via Alpina oder beim Deutschen Alpenverein.

Die Begehung der Touren erfolgt auf eigene Gefahr.

Geologische Sehenswürdigkeiten
Geotop "Partnachklamm"

Beim Klammeingang erläutert eine Infotafel die Entstehung eines der schönsten Geotope Bayerns. Die Klamm ist 700 Meter lang, die senkrechten Wände reichen bis zu 86 Meter in die Höhe. Die  Kalke der Partnachklamm wurden vor etwa 240 Millionen Jahren am Beckenrand eines Ozeans abgelagert und gehören zur Reifling-Formation. Im Verlauf der alpinen Gebirgsbildung wurden sie gefaltet und im Bereich der Partnachklamm herausgehoben.  Nach dem Rückzug des Eises im Bereich von Graseck vor ca. 12.000 Jahren, schnitt sich die Partnach senkrecht in die harten Kalkbänke der Reifling-Formation ein, wodurch die eindrucksvolle Klamm entstand).

Reifling-Formation

Die Kalksteinabfolgen bestehen aus dünn- bis seltener mittelbankigen, zumeist hellgrau anwitternden, verfestigten Kalkschlamm (Mikriten). Die Bankoberseiten sind wellig und unregelmäßig („Reiflinger Knollenkalke“), können daneben auch ebenflächig sein („Reiflinger Bankkalke“). Sie wurden vor etwa 244 – 237 Millionen Jahren abgelagert, ungefähr zeitgleich mit dem Wettersteinkalk, den wir aber erst später bei der Bockhütte erreichen und erklären. Die Reifling-Formation wurde nicht im  Flachwasser sondern am Rand des Tethys-Ozeanbeckens gebildet.

Geotop "Partnach-Formation"

Vor etwa 239 bis 236  Millionen Jahren kam es zur Ablagerung von feinkörnigen bis tonigen Sedimenten, aus denen die Tonmergel- und Kalksteine der Partnach-Formation entstanden. Sie wurden zeitgleich mit den Gesteinen der Reifling- und Wetterstein-Formation abgelagert, allerdings in tieferen, sauerstoffarmen Beckenbereichen des Tethys-Meeres, worauf die dunkle Gesteinsfarbe als auch feinverteilte Pyrit-Würfel schließen lassen. Eine Grafik zeigt die unterschiedlichen Ablagerungsräume der Partnach-, Reifling- und Wetterstein-Formation.

Diese Gesteine der Partnach-Formation sind etwa 200 Meter nach dem südlichen Ausgang der Klamm am gegenüberliegenden Ufer der Partnach zu sehen. Der Aufschluss ist als Geotop im UmweltAtlas Bayern gelistet.

GeoPunkt "Schindeltalschrofen"

Nach den Gesteinen der Partnach- und Reifling-Formation erreichen wir nach etwa 2 Kilometern entlang der Partnach die jüngeren Gesteine des Schindeltalschrofen, bestehend aus Hauptdolomit. Der Hauptdolomit wurde unter subtropischen Bedingungen vor etwa 230 bis 215 Millionen Jahren in einem Wattenmeer abgelagert.

Die steilen Felshänge, bizarren Türmchen und mächtigen Schuttablagerungen des Schindeltalschrofens auf der linken, anderen Seite der Partnach fallen sofort auf. Diese Formen und Ablagerungen sind charakteristisch für den Hauptdolomit, der kurz darauf auch rechts direkt an der Straße zu sehen ist. Typisch ist seine brüchige Struktur und entsprechend starke Zerklüftung. Dadurch ist der Hauptdolomit verwitterungsanfällig und bildet große Schuttfächer.

Kurz nachdem die Hauptdolomithänge passiert wurden, geht es nun in zwei Kehren bergauf. Man verlässt das Tal der Partnach bis man nach weiteren zwei Kilometern die Hinterklamm erreicht.

GeoPunkt "Hinterklamm"

Hier hat sich die Partnach tief in die Schichten des Raibler Kalkes der Raibl-Formation eingeschnitten. Die Raibl-Formation repräsentiert eine flachmarine zyklische Abfolge aus Meeresrückzug (festländisch beeinflusste Sedimentation mit Ton- und Sandsteinen) und -vorstoß (Kalke) mit zum Teil abgeschnürten Becken, in denen bei subtropischem Klima das Meerwasser eindampfte. Auch hier herrschten Bedingungen wie in der heutigen Karibik. Es entstanden örtlich Gips- und Dolomitgesteine. Wo später Wasser den Gips aus dem Gestein löste, blieben Dolomitbreccien und löchrige Rauhwacken zurück.

Die Kalksteine der Hinterklamm erscheinen durch die Beimischung von organischem Material stellenweise etwas dunkler als der helle Wettersteinkalk, der die meisten umliegenden Gipfel aufbaut. Die Raibl-Formation entstand im älteren Abschnitt der Obertrias (Karnium) von etwa 236 bis 227 Millionen Jahren. Sie ist somit älter als der Hauptdolomit, aber jünger als der Wettersteinkalk. 

Von der Hinterklamm geht es weiter zur Bockhütte. Kurz vor der urigen Bockhütte mündet die Via Alpina vom Schachen kommend in den Weg. Nun sind wir im Wettersteinkalk angekommen.

Wettersteinkalk

Das Gestein, aus dem die meisten Gipfel im Wettersteingebirge bestehen, wird nach diesem Gebirge „Wettersteinkalk“ genannt. Es wurde in einem flachen Meer vor etwa 244 bis 232 Millionen Jahren gebildet. Der Wettersteinkalk entstand südlich seiner heutigen Lage in einem tropisch bis subtropischen Meer aus den versteinerten Schalen abgestorbener Lebewesen und Skelettresten der ehemaligen Riffbewohner. Mit der Zeit türmten sich Schalen über Schalen, die untersten wurden meist bis zur Unkenntlichkeit zusammengepresst. Manchmal aber blieben die ehemaligen Meeresbewohner noch als Fossilien erkennbar. Im Wettersteinkalk gibt es beispielsweise Reste von riffbildenden Grünalgen und Blaualgen. Die bis 1.500 Meter dicken Schichten bauen den größten Teil des Wettersteingebirges auf. Der Wettersteinkalk gehört mit dem magnesiumreicheren Wettersteindolomit zur Wetterstein-Formation.

Der Weiterweg auf der offiziellen Trasse der Via Alpina verläuft nun im Reintal, einem durch Gletscher geformten Trogtal. Wir sind nun in der Eiszeit angekommen. Auf beiden Seiten der Partnach ragen die teilweise senkrechten Felswände aus Wettersteinkalk empor. Durch die Steilheit der Wände kommt es zur Erosion in den Felswänden und Gipfelpartien und zur Anhäufung von Material im Bereich des Talbodens. Auf dem Weg sind daher Massenbewegungen, wie Hangschutt, Murkegel, Schuttkegel, Bergstürze und Schwemmfächer zu sehen. 

Einige Sturzmassen im Reintal haben sogar „Berühmtheit“ erlangt.

GeoPunkt "ehemalige Vordere Blaue Gumpe"

Dieser um das Jahr 1800 durch einen Bergsturz aus Wettersteinkalk aufgestaute See – einst das landschaftliche Juwel des Reintals mit glasklarem blauem Wasser – wurde im August 2005 während eines zweitägigen Unwetters vollständig verfüllt. So ist kleine Paradies, das durch einen Bergsturz entstanden ist, durch eine Sedimentschüttung wieder verschwunden.

GeoPunkt "Bergsturz Steingerümpel"

Bei diesem Bergsturz, ebenfalls aus Gesteinen des Wettersteinkalks, donnerten vor etwa 500 Jahren 2,8 Millionen Kubikmeter Fels ins Tal und stauten damals ebenfalls die Partnach zu einem See, der ehemaligen Hinteren blauen Gumpe, auf.

Mehr zu Massenbewegungen ist zu erfahren unter: https://www.lfu.bayern.de/geologie/massenbewegungen.

Kurz vor der Reintalangerhütte kommen wir zur nächsten geologischen Besonderheit. Wir sind zwar immer noch im Wettersteinkalk, also in der Karibik, erreichen aber wieder die Eiszeit.

GeoPunkt "Endmoräne"

Hier quert die Via Alpina eine späteiszeitliche Endmoräne („Reintalanger-Stand“). Im Gegensatz zum heutigen Schneeferner, der das oberste Zugspitzplatt bedeckt, reichte der Partnachgletscher vor etwa 11.000 Jahren noch bis hier herab. Der Gletscher häufte am Rand den mitgeführten Gesteinsschutt in Form von Moränenwällen auf. Moränenablagerungen bestehen aus unsortierten Gesteinsmaterial verschiedener Korngrößen bis zu großen Blöcken. Im Moränenwall am Weg ist dies gut sichtbar. Am Höchststand der letzten Eiszeit (Würm) vor etwa 20.000 Jahren wurde das Wettersteinmassiv von zwei großen Ferneisströmen umflossen, dem Werdenfelser Eisstrom im Osten und dem Fernpass-Eisstrom im Westen. Das Reintal selbst wurde aber nur durch die lokalen Gletscher der Zugspitze und der seitlichen Kare überformt.

Vom Moränenwall ist es schließlich nicht mehr weit zur Reintalangerhütte. Kurz nach der Hütte teilen sich die Wege, die später wieder ineinander münden. Beide führen zum Talschluss des Reintals, zum Oberen Anger.

Tipp: Geotop Partnachursprung

Folgt man kurz nach der Reintalangerhütte Richtung Zugspitze dem rechten Pfad, kommt man zum Partnachursprung. Der Partnachursprung ist eine der größten Karstquellen in den Bayerischen Alpen. Sie liegt im Wettersteinkalk und –dolomit. Das Einzugsgebiet ist das höchstgelegene Karstgebiet Deutschlands, das Zugspitzplatt. Bei der Lösung des in der Luft enthaltenen Kohlenstoffdioxids durch Regentröpfchen entsteht Kohlensäure. Durch die im Niederschlagswasser enthaltende Kohlensäure, die in Fugen, Klüfte und Spalten eindringt, wird der Kalk gelöst (Kohlensäureverwitterung) und ein unterirdisches System von Hohlräumen entsteht (Verkarstung). Durch zahlreiche Risse und Spalten dringt das Niederschlags- und Schmelzwasser in das Karstsystem ein, fließt durch unterirdische Kanäle ab und tritt beim Partnachursprung zutage. Die Quelle ist als Geotop im UmweltAtlas Bayern gelistet.

Der Obere Anger wird bis heute von unterschiedlichen Massenbewegungen geformt, wie Lawinenabgängen und Steinschlägen. Hier ereignete sich 1920 ein großer Felssturz, der aber bereits wieder dicht bewachsen und nur aufgrund seines Reliefs noch erkennbar ist.

Der Weg steigt nun steil bis zur Knorrhütte an. Typisch für die Verkarstung sind nicht nur Höhlensysteme wie beim Partnachursprung erwähnt sondern auch Karrenfelder an der Oberfläche, die am Rand des Weges zur Knorrhütte, besonders ausgeprägt aber am Zugspitzplatt erkennbar sind. Karren sind mehr oder weniger parallele Rinnen und Rippen in der Gesteinsoberfläche. Bei Niederschlag wird in den Rinnen Kalk gelöst, so dass das Relief immer größer wird. Sogar im Anbau der Knorrhütte können Karren studiert werden. Hier hat man die Hütte um die Felsen gebaut.

Von der Knorrhütte folgt man nun nicht mehr der Via Alpina nach Ehrwald sondern den Wegweisern zum Sonn-Alpin bzw. zur Zugspitze. Gleich hinter der Hütte wird es nochmals kurz steil, dann zieht der Steig über die weitläufige „Mondlandschaft“ des Zugspitzplatts zum flachen Karboden mit der Seilbahnstation Sonn-Alpin.

Der Weg verläuft auch weiterhin bis zum Gipfel im Wettersteinkalk. Von Sonn-Alpin könnte man auch die Seilbahn zum Gipfel nehmen. Zu Fuß geht es von der Station über einen steilen Geröllhang zum Schneefernerhaus (http://www.schneefernerhaus.de). Hier ist die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS), das Zentrum für Höhen- und Klimaforschung in Bayern, beheimatet.

Schon gewusst?

Aufgrund der Klimaerwärmung wird der dauernd gefrorene Untergrund (Permafrost) immer weiter auftauen. Mehr Rutschungen, Steinschläge und Felsstürze sind die Folge. Um Veränderungen des Permafrosts dokumentieren zu können, wird der Zugspitzbereich untersucht, unter anderem von Geologen des Landesamts für Umwelt. Zu diesem Zweck wurden in einer Bohrung am Gipfel und in einem Tunnel beim Schneefernerhaus Messpunkte installiert. Die Erkenntnisse von der Zugspitze können auch auf andere Gipfel der Nordalpen übertragen werden. Mehr zum Thema Permafrost erfahren Sie unter: https://www.lfu.bayern.de/geologie/permafrost.

Am Schneefernerhaus beginnen die Felsen. Der Weg ist jetzt stellenweise mit Drahtseilen gesichert und führt dann zum Grat. Hier stoßen wir auf interessante Muster.

GeoPunkt "Ringstrukturen im Wettersteinkalk"

Der Wettersteinkalk wurde vor etwa 240 Millionen Jahren in einem subtropisch-warmen Meer mit Lagunen und Riffen gebildet. Die Landschaft ähnelte der in der heutigen Karibik. Hier am Grat ist der Wettersteinkalk als Riffkalk ausgebildet. Die Riff-Hohlräume wurden später mit Calcit verfüllt und zeigen dezimetergroße, runde Strukturen.

 Weiter geht es über den Grat zum Zugspitzgipfel mit seinem berühmten Gipfelkreuz und dem Münchner Haus, in dem man bei vorzeitiger Reservierung übernachten kann. Vom Gipfel hat man bei schönem Wetter einen wunderbaren Rundum-Blick.

GeoAussichtspunkt "Eibsee-Bergsturz"

Bayern hatte einen 3000er! Bis sich vor etwa 3.750 Jahren der größte Bergsturz in Bayern ereignete. Damals brach der vermutlich 3.050 Meter hohe Gipfel der Zugspitze urplötzlich ab. Der Blick vom Gipfel zum Eibsee erlaubt eine gute Übersicht über die Ausdehnung der Eibsee-Bergsturzmassen. Ungeheure Felsmassen schossen ins Tal und türmten sich so hoch wie zehnstöckige Häuser!  Noch heute zeugen riesige Felsblöcke von diesem Ereignis.

Tipp

Ein geologischer Wanderweg von Grainau zum Eibsee führt durch das Bergsturzgelände.

GeoAussichtspunkt "Gletscherblick"

Die weitläufige Einmuldung des Zugspitzplatts wurde vor allem durch die eiszeitlichen Gletscher geformt. Vor 11.000 Jahren strömte noch ein gewaltiger Gletscher von der Zugspitze talwärts. Er schmirgelte den Untergrund regelrecht platt – so erklärt sich der Name des Zugspitzplatts. Zeugen der früheren Gletscherausdehnung sind Moränen und Gletscherschliffe. Letztere entstanden als schuttbeladenes Eis über die Kalksteinrücken hinweg floss, wobei es seine schleifende und polierende Wirkung entfaltete. Es blieben Rundhöcker und polierte Flächen mit typischen Schrammen zurück, die die Bewegungsrichtung von am Grund des Eises eingefrorenen Steinen anzeigen.

Mit dem Einsetzen der heutigen Warmzeit begann der Gletscher immer mehr zu tauen. Insbesondere in den letzten Jahrzehnten wurden große Teile des obersten „Plattes“ eisfrei. Hier befinden sich mit dem Nördlichen und dem Südlichen Schneeferner die spärlichen Reste des einstigen Partnachgletschers. Der Nördliche Schneeferner ist als Geotop im UmweltAtlas Bayern gelistet. Die ungewöhnlich schnelle Klimaerwärmung beschleunigt das Auftauen rasant: In wenigen Jahrzehnten ist die Zugspitze ohne Gletschereis!

Nach der tollen Aussicht und einer Einkehr geht es zurück ins Tal. Falls über das Höllental abgestiegen wird, kann noch ein Abstecher zum ehemaligen Bergwerk bei den Knappenhäusern gemacht werden.

Schon gewusst?

Nach Funden von Bleiglanz und Wulfenit (Gelbbleierz) wurde 1826 im Höllental unterhalb der Zugspitze Deutschlands höchstgelegenes Bergwerk eröffnet. Während des 1. Weltkriegs war Molybdän für die Stahlproduktion sehr gefragt; 1918 wurde der Betrieb eingestellt. Heute erinnern noch die Knappenhäuser an den Bergbau. In der Gesteinssammlung des Landesamts für Umwelt sind seltene Erzbrocken aus der Anfangszeit des Bergbaus erhalten.

Das Bergwerk im Höllental wurde bereits 1840 erstmals von amtlichen bayerischen Geologen im Rahmen der „Geognostischen Untersuchung des Gebirgszuges zwischen Werdenfels und dem Bregenzer Walde“ besucht. Tagebücher und Skizzen davon sind im Archiv des Landesamts für Umwelt erhalten. 1843 veröffentlichte der Königliche Oberberg- und Salinenrath Christoph Schmitz eine Schrift mit Kartenbeilage – die älteste rohstoffgeologische Karte von Bayern.

Infomaterialien

agsdi-file-pdf

Garmisch-Partenkirchen

„Geologie erleben“ – „Karibik und Eis“ auf dem Weg zur Zugspitze – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Hindelang: „Geologie erleben“ – „Falten & Decken“ zwischen Hochvogel und Nebelhorn

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GeoAlpina – Violetter Weg

Etappe A66: Prinz-Luitpold-Haus – Edmund-Probst-Haus

Auf dem Höhenweg der Via Alpina vom Prinz-Luitpold-Haus zum Edmund-Probst-Haus zeigt sich spektakulär der Bauplan der Alpen: Gesteinsschichten wurden verbogen und wie mehrere Bettdecken aufeinander gestapelt.

Die Etappe führt vom Prinz-Luitpold-Haus ohne allzu große Höhenunterschiede zuerst ins hinterste Bärgündeletal. Der violette Weg der Via Alpina verläuft dann von hier weiter zum Laufbacher Eck und zum Edmund-Probst-Haus an der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn.

Als vor Jahrmillionen Afrika auf Kollisionskurs mit Europa ging, wurde es im Meer dazwischen eng für die Ablagerungen aus Kalk und Ton.  Sie begannen sich übereinander zu stapeln. Diesen Prozess kann man sich vorstellen, wie wenn man seine Bettdecke von den Füßen bis zum Kinn hochzieht und dies mit der 2. und 3. Decke auch noch macht. So entsteht ein Deckenstapel. Nur an wenigen Stellen in den bayerischen Alpen lässt sich ein Deckenstapel so schön beobachten wie von diesem Höhenweg aus im Rückblick zu Wiedemerkopf und Wilder.

Durch die Einengung stapelten sich Gesteine nicht nur übereinander, sie legten sich auch in Falten, wie wenn man mit den Händen ein Tischtuch zusammenschiebt. Nach dem Laufbacher Eck zeigen sich zwei berühmte Grasberge des Allgäus: Schneck und Höfats. Ihre bizarre Form entstand in einer solchen Faltung.

Wegbeschreibung

Geologische Zeittafel

Die geologische Zeittafel zeigt die Namen und die Abfolge der Schichten, die auf der Wanderetappe durchquert werden, und das Alter ihrer Ablagerung.

Tipp

Vor dem Aufbruch auf der Via Alpina lohnt sich ein kurzer Abstecher vom Prinz-Luitpold-Haus etwa 10 Höhenmeter den Weg Richtung Bärgündele hinunter: Im Weg von den Tritten der Wanderer poliert und am Rande finden sich Korallen im Oberrhätkalk. Der Oberrhätkalk ist aus Riffen und ihrem Brandungsschutt entstanden. Hier kann man die fossilen Reste der riffbildenden Organismen (Korallen) erkennen.

Start

Auf der Via Alpina führt der Weg anfangs durch eine Halde aus Felssturzmaterial aus den steilen Wänden des Wiedemerkopfs. Hier besteht Steinschlaggefahr. Derart gefährdete Bereiche sollten zügig und mit Abstand zwischen den Wanderern durchquert werden.

Die Allgäuer Hochalpen sind Naturschutzgebiet. Mineralien und Fossilien bitte bewundern und fotografieren, aber nicht mitnehmen!

Sicherheitshinweis

Die hier beschriebenen Wege verlaufen teilweise in hochalpinem Gelände. Sie sind an manchen Stellen absturzgefährlich und ab und zu sind einfache Kletterstellen (mit Drahtseilsicherungen) zu meistern. Daher ist für bestimmte Abschnitte Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Bergerfahrung Voraussetzung. Etappenweise sind viele Höhenmeter sowie lange Strecken zu bewältigen. Eine gute Kondition ist deswegen genauso unerlässlich wie die richtige Bergausrüstung.

Die meisten Wegabschnitte können nicht ganzjährig gegangen werden.

Bitte informieren Sie sich über Schwierigkeiten, etwaige Gefahren und den aktuellen Zustand der Route, zum Beispiel auf den Internet-Seiten der Via Alpina oder beim Deutschen Alpenverein.

Die Begehung der Touren erfolgt auf eigene Gefahr.

Geologische Sehenswürdigkeiten
GeoPunkt "Radiolarite"

 Nach der Felssturzhalde wird ein Bereich betreten, in dem splittrige Steinchen unter den Sohlen knirschen. Es handelt sich hier um die gut gebankten, roten Radiolarite der Ruhpolding-Formation. 

Radiolarite

Radiolarite sind ein interessantes Gestein: Sie verraten, wie tief das Meer am Ort und zur Zeit ihrer Entstehung war! Weit draussen in den Ozeanen kommt kaum noch feinste Tontrübe vom Festland an. Hier schweben fast nur noch die Gehäuse- oder Skelettreste abgestorbener Meerestiere zu Boden. Kalk löst sich aber bei hohem Druck vollständig auf. Das heisst, dass in großen tifen des Meeres keine kalkigen Fossilien mehr vorkommen. Was dann noch übrigbleibt sind die Reste von abgestorbenem Plankton mit einem Skelett aus Kieselsäure: Radiolarien. Im oberen Jura – vor rund 160 Mio. Jahren – lag die Tiefe der Kalklösung bei 2.000 bis 3.000 m unter dem Meeresspiegel!

GeoPunkt "Mergel- und Kalksteine der Allgäu-Formation"

Etwa eine halbe Stunde nach dem Aufbruch biegt der Pfad in Wiesengelände rechtwinklig nach links ab und tieft sich gleich darauf zwischen Büschen in lehmigen und rutschigen Boden ein. Das liegt an der Verwitterungsanfälligkeit der darunterliegenden Gesteine der Allgäu-Formation. Die Allgäu-Formation besteht aus einer Wechselfolge von dunklen Mergelsteinen und Kalksteinen. In den Bacheinschnitten sind diese Gesteine gut erkennbar.  Mergelstein ist eine Mischform zwischen Kalk- und Tonstein: Er enthält sowohl Kalk als auch Ton.

Zum Talschluss des Bärgündeletals zu werden gewaltige Hangschuttmassen gequert. Die Bachüberschreitung und der Anstieg zur Schönberghütte verläuft wieder in Schichten der Allgäu-Formation.

Hier trennen sich roter und violetter Weg der Via Alpina. Wir bleiben auf dem violetten Weg, der unterhalb von Schneck und Rotkopf vorbei zum Laufbacher Eck hoch führt.

GeoAussichtspunkt "Schönberghütte"

Von der Schönberghütte geht der Blick zurück auf die bisherige Wegstrecke. Der Weg führte unterhalb des Wiedemerkopfs durch grasiges Gelände in den Radiolariten der Ruhpolding-Formation. Bei den dunklen Gebüschen im Grashang begann die Schichtfolge der Allgäu-Formation und zuletzt verlief der Wanderweg auf jungen Schutthalden, die hauptsächlich aus dem Hauptdolomit der darüberliegenden, hellen Felswände bestehen. Diese Felswände mit ziemlich wild verfaltetem Gestein gehören zur Lechtal-Decke. Die Grenze zur darunterliegenden Allgäu-Decke liegt dort, wo am Wandfuß die Wiesenhänge beginnen. Stellenweise ist die Deckengrenze von Hangschutt bedeckt.

In Felswand und Wiesenhang unter dem Kreuzkopf liegt Hauptdolomit (ca. 215 Mio. Jahre alt) in der Lechtal-Decke auf Allgäu-Formation (ca. 190 Mio. Jahre alt) in der Allgäu-Decke.

Decken

Wenn sich relativ dünne Gesteinspakete kilometerweit übereinandergeschoben haben, spricht der Geologe von Decken. Benannt werden die Decken nach der Region, wo sie die größte Verbreitung haben: Allgäu-Decke im Allgäu, Lechtal-Decke im Lechtal. Die Lechtal-Decke liegt über der Allgäu-Decke und ist hier die höchste eines ganzen Stapels von Decken. Als höchste Decke wurde sie auch bereits kräftig von der Verwitterung abgetragen und hat daher im Allgäu keine weite Verbreitung mehr. An der Deckengrenze (Überschiebungsbahn) liegt das älteste Gestein der oberen Decke über dem jüngsten Gestein der unteren Decke.

In allen Decken des Stapels bis hinunter zur Auflage auf dem kristallinen Grundgebirge der Kontinentplatte Europa treffen wir gleich alte Gesteine an. Nur dass die unterste Gesteinsfolge auf dem Grundgebirge am Ort ihrer Entstehung liegt, während die Decken darüber jeweils von weiter südlich herangeschoben wurden. Die jüngste Decke ist gegenüber ihrem tiefen Untergrund über mehrere 100 km herantransportiert worden: vom Rand der Kontinentplatte Afrika. 

GeoAussichtspunkt "Zwerenwand"

20 Minuten bergauf von der Schönberghütte liegt an der Zwerenwand der weitere Weg bis zum Laufbacher Eck gut sichtbar vor dem Wanderer. Die Gesteinsschichten sind hier in Form einer Mulde verbogen.

Was bei einer Welle Berg und Tal ist, ist bei einer Falte in der Geologie Sattel und Mulde. Hat die Verwitterung und Abtragung die Falte später einmal eingeebnet, dann ist die Mulde noch immer daran zu erkennen, dass im Kern jüngere Schichten liegen, die von älteren umgeben sind; umgekehrt beim Sattel.

Hier liegen im Kern der Mulde weiche, mergelige Gesteine aus der Schrambach-Formation (ca. 130 Mio. Jahre alt) der frühen Kreidezeit. Diese weichen Gesteine ziehen den Hang hoch und bilden zwischen Schneck und Rotkopf eine Einkerbung in der Felswand.

Wir stehen hier auf den älteren Kalksteinen der Ammergau-Formation des späten Jura (ca. 150 Mio. Jahre), die wir nach der Durchquerung des Muldenkerns auf der anderen Talseite wieder antreffen.

Relativ reine Kalksteine wie die der Ammergau-Formation verkarsten gut, d.h. sie werden von kohlesäurereichen Wässern gut angelöst. Neben tiefen Lösungsspalten treten auch Kleinstformen – hier sogenannte Spitzkarren – auf.

Im steilen Pfad hinauf zum Laufbacher Eck ist unter den Schuhen wieder das bekannte Knirschen der Radiolarite der Ruhpolding-Formation zu hören.

GeoAussichtspunkt "Laufbacher Eck"

Bei der verdienten Rast am höchsten Punkt der Etappe (2.132 m) lohnt sich der Blick zurück auf ein klassisches Panorama der Alpengeologie mit dem Hochvogel (2.592 m) im Mittelpunkt. Nirgendwo in den bayerischen Alpen ist die Grenze zweier Decken so deutlich und auf so große Erstreckung zu sehen. Deshalb haben Geologen in den letzten 150 Jahren vielfach darüber diskutiert und die Ansicht skizziert. Die jüngste dieser „Skizzen“ wurde aus der Kombination von digitalem Geländemodell und geologischer Karte erstellt.

Der Blick nach Westen vom Laufbacher Eck aus zeigt den weiteren Wanderweg unter dem Lachenkopf vorbei bis zum Schochen.

Unterhalb des Lachenkopfs macht lehmiger Boden aus der Verwitterung von Mergeln der Allgäu-Formation die Begehung der Etappe bei Nässe heikel!

Kurz danach wird ein Felsriegel aus Oberrhätkalk auf einem drahtseilversicherten Band gequert. 

GeoPunkt "Pyrit und Muschelschill"

Die nachfolgende Kössen-Formation besteht aus bräunlichen Mergelsteinen und dunklen Tonsteinen mit Kalksteinbänkchen. Auf den Mergelsteinen wittern stellenweise Schnüre des Minerals Pyrit heraus. Der Pyrit, ein Eisensulfid, ist oberflächlich zu braunem Limonit verwittert. Feinverteiltes Eisen ist auch für die bräunliche Gesteinsfarbe verantwortlich. Einige der Bänkchen innerhalb der Formation sind ganz aus Schalen und Schalenbruchstücken von Muscheln – Muschelschill – aufgebaut.

GeoAussichtspunkt "Oytal und Höfats"

Dort, wo der Weg nicht mehr ausgesetzt ist, lohnt es sich stehenzubleiben und das Panorama im Süden zu betrachten. Auf der Gratschneide in Bildmitte liegt die Typlokalität der Allgäu-Formation. Eine Typlokalität ist der Ort, an dem eine Gesteinsformation erstmals genau beschrieben und mit einem Namen belegt wurde. Wie am Schneck sind auch an der Höfats die hellen Felswände und die grasigen Spitzen aus Kalksteinen der Ammergau-Formation aufgebaut. 

Zwischen Lachenkopf und Schochen verläuft der Wanderweg eine Zeit lang auf in den Hang hinein geneigten Schichtflächen. Diese gut gebankten Kalksteine sind typisch für den Plattenkalk.

GeoPunkt "Korallen und Brachiopoden"

Die geologische Situation am weiteren Weg unterhalb des Schochens zeigt das Foto. Vor allem im Übergangsbereich von Kössen-Formation und Oberrhätkalk sind Kalkbänke mit Korallen und Muschelschill zu sehen.

GeoPunkt "Rotkalke"

Unterhalb des Großen Seekopfes fallen am Weg Rotkalke auf, die in graue Kalksteine der Allgäu-Formation eingeschaltet sind.

Geotop "Seealpsee"

Der Seealpsee ist ein Geotop, denn er zeigt besonders schön eine vom Gletscher ausgeschliffene Karmulde mit Karsee und mit einem erhöhten Karriegel zum Tal hin. Hier hat eine geologische Mulde mit weichen Schichten der Allgäu-Formation im Kern die Ausräumung des Karbodens erleichtert.

Infomaterialien

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Bad Hindelang

„Geologie erleben“ – „Falten & Decken“ zwischen Hochvogel und Nebelhorn – keine Infomaterialien vorhanden!

Aschau: „Geologie erleben“ – Ein Berggipfel aus Seelilien

© Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU Bayern)

Mit freundlicher Genehmigung.

Vielen Dank.

Die Tagestour führt von der Tourist-Info in Aschau i. Chiemgau auf den Laubenstein. Wer dort oben die Aussicht geniesst, steht auf einem Gestein, das fast gänzlich aus Fossilien besteht.

Wegbeschreibung

Mit 740 Höhenmetern verlangt die Tour einiges an Kondition, belohnt aber am Ziel – bei entsprechendem Wetter – mit einer prächtigen Sicht in die Ferne und – mit etwas Aufmerksamkeit – mit interessanten Fossilfunden.

Von der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau folgt die Route dem Grenzenlos-Wanderweg entlang der Prien und biegt nach etwa 1 km nach rechts in den Maximiliansweg ein. Dieser führt in Serpentinen steil hinauf zur Hofalm (mit Einkehrmöglichkeit, die man aber vielleicht besser für den Rückweg einplant).

Geologische Sehenswürdigkeiten
GeoPunkt "Eiszeit unter dem Laubenstein"

Weiter geht es auf dem Maximiliansweg, der nach der Hofalm über einen sanften Geländerücken führt. Dabei handelt es sich um die Moräne eines eiszeitlichen Lokalgletschers, also eines kleinen örtlichen Gletschers. Das Eis dagegen, das damals das Priental ausfüllte, war das Eis eines Ferngletschers, der sein Nährgebiet in den Zentralalpen hatte. Die runde Senke der Holzstube, die nach Überschreiten der Moräne sichtbar wird, enthielt einstmals einen Gletschersee.

Der Weg führt in den Wald und auf 1.130 m Höhe zweigt ein Wanderweg nach links in Richtung Laubenstein ab. Der Weg führt stetig aufwärts bis 1.272 m. An einem Abzweig der Forststraßen geht es links weiter und an den Gebäuden der Laubensteinalm vorbei hinauf zum Gipfel des Laubensteins.

Geotop "Fossilien im Mitteljura des Laubenstein-Gipfelrückens"

Auf dem Pfad auf dem flachen Gipfelplateau lohnt es sich, in die Knie zu gehen und das, was mit Schuhen getreten wird, anzuschauen. Hier und auf kahlen Stellen in den Almwiesen liegen grobe beigefarbene Gesteinskörner und dazwischen eingestreut kleine „Muscheln“. Die „Muscheln“ sind meist keine, denn sie lagen oder klebten nicht am Meeresgrund, wie Muscheln das so tun, sondern es sind Brachiopoden. Brachiopoden hatten einen zähen, beweglichen Stiel, mit dem sie sich am Untergrund verankerten. Wer ein einigermaßen vollständiges Exemplar genauer untersucht, wird dort, wo die Muschel ihr Schloss hat, bei dem Brachiopoden stattdessen ein kleines Loch finden, aus dem der Stiel austrat.

Auch die millionenfach herumliegenden groben Körner sind Reste von Fossilien. Es sind die kalkigen Stielglieder von Seelilien (wissenschaftlich: Crinoiden). Ihre ursprünglich runde oder manchmal fünfeckige Form ist nur selten zu erkennen, denn sie wurden von Meeresströmungen ein ganzes Stück transportiert, dabei etwas beschädigt und in Senken zusammengeschwemmt. In der MItte hatten die Stielglieder ein kleines Loch (Nervenkanal), das manchmal noch zu erkennen ist. 

Was an Fossilien hier im Grus des Wegs gut zu beobachten ist, findet sich auch schön herausgewittert an Felsoberflächen. Wer den Fels aber mit dem Hammer anschlägt, wird wahrscheinlich enttäuscht. Das harte Gestein bricht quer durch die Fossilien. Nur selten können schön mit kleinen Kristallen ausgekleidete Hohlräume von Brachiopoden überraschen. 

Der Fossilreichtum hier am Laubenstein wurde schon früh von Geologen bemerkt. Die Wissenschaftler haben nicht nur eine große Anzahl von gut erhaltenen Fossilien, sondern auch eine große Artenanzahl feststellen können. Anhand der Fossilien konnte das Gesteinsalter als Mittlerer Jura bestimmt werden. Die Seelilien und Brachiopoden lebten also vor etwa 170 Millionen Jahren. 

Infomaterialien

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Aschau

„Geologie erleben“ – Ein Berggipfel aus Seelilien – keine Infomaterialien vorhanden!

Aschau: „Geologie erleben“ – Das geologische Fenster an der Prien bei Bach

© Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU Bayern)

Mit freundlicher Genehmigung.

Vielen Dank.

Die kurze Wanderung führt von der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau zu einem seltenen und interessanten Stück Geologie: Ein „Fenster“ lässt in den Untergrund blicken.

Wegbeschreibung

Die Wanderung beginnt an der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau und folgt dem Grenzenlos-Wanderweg entlang der Prien nach Süden.

Nach Bach führt die Wanderung in das „Fenster von Aschau“.

Ein geologisches Fenster wäre gar keine so seltene Sache: Da bräuchte es nur ein Loch in einer Schichtfolge und man schaut durch den Rahmen aus jüngerem Gestein hinunter in eine ältere Schicht. Hier bei Bach liegt aber ein „tektonisches“ Fenster vor. Und das ist schon etwas viel selteneres. „Tektonisch“ heißt in der Geologie, dass in der Erdkruste Bewegungen stattgefunden haben. Hier im Priental wurden vor Jahrmillionen bei der Alpenbildung zwei Schichtstapel aus Gesteinen übereinandergeschoben. Kurze Konzentration bitte: Ein Schichtstapel mit älteren Ablagerungen unten und jüngeren Ablagerungen oben wird auf einen Stapel gleicher Altersabfolge aufgeschoben. (Solche Schichtstapel, die kilometerweit übereinandergeschoben wurden, nennt der Geologe „Decken“.) Hat man nun ein Loch in der oberen Decke und schaut auf das Gestein der unteren Decke, dann – und das ist das Besondere! – liegt in einem Rahmen von älterem Gestein jüngeres Gestein.

Und wie entsteht so ein Loch in der oberen Decke? Hier bei Bach sind die Schichten aufgewölbt, nach oben verbogen, und die Verwitterung hat den herausragenden Teil der oberen Decke abgetragen und dadurch einen Ausschnitt der unteren Decke als „Fenster“ freigelegt.

Geologische Sehenswürdigkeiten
Geotop "Deckenüberschiebung an der Prien bei Bach"

An der Felswand neben der Straße zeigen sich zuerst rötliche, dünnbankige, stark verfältelte und zerscherte Gesteine. Das sind Mergelkalke (Mergel = Kalk + Ton) des Oberjura (Alter 150 Millionen Jahre) der unteren Decke. Sie wurden durch die Auflast und den Schub der oberen Decke stark verformt.

Dann kommt die deutliche Grenze zwischen der unteren und der oberen Decke – die Überschiebungsbahn. Die Gesteine sind hier durch die Bewegung bis zur Unkenntlichkeit zermahlen.

Darüber liegen massige bis gebankte Gesteine – der Alpine Muschelkalk der oberen Decke. Der Kalkstein des Alpinen Muschelkalks wurde vor etwa 245 Millionen Jahren abgelagert. Angewittert ist das Gestein hell, angeschlagen aber mittel- bis dunkelgrau. Die dunkelgraue Farbe hat der Alpine Muschelkalk von einem leichten Gehalt an Bitumen. Schlägt man zwei Gesteinsstücke aneinander, kann man das auch riechen.

Geopunkt "Steinbruch im Alpinen Muschelkalk"

Kurz nachdem die Straße die Engstelle verlässt, lädt eine Bank zum Verweilen ein. Auf Tafeln kann die Geologie hier am „Fenster von Aschau“ noch einmal nachgelesen werden. Die Wanderung endet an einem aufgelassenem Steinbruch in verfalteten Gesteinen des Alpinen Muschelkalks. 

Infomaterialien

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Aschau

„Geologie erleben“ – Das geologische Fenster an der Prien bei Bach – keine Infomaterialien vorhanden!

Oberstdorf: „Geologie erleben“ zwischen Kemptner Hütte und Oberstdorf – Vom Flachmeer in die Tiefsee

© Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU Bayern)

Mit freundlicher Genehmigung.

Vielen Dank.

Bei der Tour handelt es sich um die letzte Etappe des Gelben Weges der Via Alpina von der Kemptner Hütte bis nach  Oberstdorf. Dabei werden Schichten aus drei übereinander liegenden tektonischen (geologischen) „Decken“ durchwandert.

Wegbeschreibung

Von der Kemptner Hütte geht der Blick hinüber nach Westen zu den Krottenspitzen. Die Überschiebungsbahn der Lechtal-Decke über die Allgäu-Decke zeichnet sich deutlich als Grenze zwischen steilem Fels oben und weichen Grashängen der Allgäu-Formation unten ab. Was „Decken“ sind, wird in der Wanderetappe zum Mädelejoch genauer erklärt.

Die Allgäu-Formation (Jura, 200 bis 165 Mio. Jahre) besteht im oberen Teil aus leicht verwitternden Mergelsteinen und bildet dadurch grasige Hänge, die gerne als Weideland genutzt werden. Nach unten zu wird die Schichtfolge kalkiger und hat den etwa 20 m mächtigen „Stufenkalk“ eingeschaltet. Der bildet nur deshalb eine auffällige Geländestufe mit steilen Wänden, weil er massig ist – anders als das umgebende Gestein, das dünnbankig ist, wie wir gleich im Sperrbachtobel sehen werden.

Beim Abstieg in den Sperrbachtobel steigen wir durch den Stufenkalk hindurch hinunter in den tiefsten und ältesten Teil der Allgäu-Formation.

Autorentipp

Die Deckengrenze zwischen Allgäu-Decke und Rhenodanubischen Flysch kann auch durch eine kurze Wanderung von den Parkplätzen an der Talstation der Nebelhornbahn in 40 Minuten entlang derTrettach bis zur Einmündung des Oybachs erreicht werden. Geht man hier etwa 200 m entlang des Oybachs talauf, dann steht hinter einer Wegbiegung massiv der Hauptdolomit der Allgäudecke an. Wir kehren um und erkennen jetzt in Felsen und Lesesteinen am Weg die unter dem Hauptdolomit liegenden Rauhwacken – löchrige Dolomitgesteine – der Raibl-Formation. Die Böschung weicht etwas vom Weg zurück und dort, wo Wasser über die Felsen rinnt und Kalksinter abscheidet, liegt die schräg einfallende Überschiebungsbahn von Allgäudecke auf Rhenodanubischen Flysch. Rechts davon sehen wir noch die löchrigen hellen Gesteine der Raibl-Formation, links davon steht teils zerscherte graue und dunkle Zementmergel-Serie an. Durch die Deckenüberschiebung Kalkalpin-Flysch im Alttertiär wurden Sedimente unterschiedlichen Alters und weitvoneinander entfernter Ablagerungsräume aufeinander geschoben.

Geologische Sehenswürdigkeiten
GeoPunkt "Verfaltung"

Weil das Gestein hier aus Kalkstein besteht und damit härter ist als weiter oben in den Mergelsteinen, wird aus der weiten Talung unter der Kemptner Hütte jetzt ein steil eingeschnittener Tobel. Die dünnbankigen Kalksteine im Tobel sind eindrucksvoll verfaltet. Dünnbankige Gesteine wie hier wurden bei der Alpenbildung in enge Falten gelegt, während eine dicke „Bank“ wie der Stufenkalk weitspannig verbogen wurde.

Die Verfaltung des Gesteins beschreibt der Geologe als Sättel und Mulden. Kleine Falten im Meterbereich sind schön anzusehen, erscheinen aber nicht in Geologischen Karte und haben auch im Landschaftsbild keine große Bedeutung. Dass große Falten von Hunderten von Metern Spannweite aber die Landschaft prägen, zeigt sich gleich da, wo wir  aus dem Sperrbachtobel heraustreten und sich die Talung weitet.

GeoPunkt "Fenster & Rahmen"

Eine Aufwölbung der Gesteinsschichten – ein Sattel – lässt uns hier nämlich auf kurzer Strecke die Formation unter der Allgäu-Formation betreten, den Oberrhätkalk. Das ist ein massiger, recht reiner Kalkstein, in dem die Korrosion Karren hinterlässt. In einem „Fenster“ lässt sich hier in den Untergrund schauen. Den „Rahmen“ aus jüngerer Allgäu-Formation sehen wir oben im Hang schön verfaltet.

GeoPunkt "Fossilien"

An der Wegbrücke über den Sperrbach können bei einer Rast im Geröll von Bach und Schuttrinnen Fossilreste entdeckt werden: Fukoide, Ammonitenabdrücke und Muschelquerschnitte.

Der weitere Weg entlang des Sperrbachs und dann entlang der Trettach verläuft weiterhin in Gesteinen der Allgäu-Formation. Wo sich die Talung erweitert, verläuft der Weg auf jungen Schottern der Trettach. Festgesteine stehen am Weg erstmal nicht mehr an. Ab Spielmannsau bildet dann nur noch der Hauptdolomit die Talflanken. Zu Beginn der Wanderung war der Hauptdolomit an der Basis der Lechtal-Decke oben an den Krottenspitzen zu sehen. Jetzt haben wir die darunterliegende Allgäu-Decke von den jüngeren Schichten in die älteren durchwandert und sind jetzt an der Basis der Allgäu-Decke wieder im Hauptdolomit.

Dass jetzt die Geologie eine Zeitlang schweigt, liegt nicht daran, dass es nichts zu erzählen gäbe über die Talbildung in der Eiszeit, aber wir wollen uns mal auf Highlights am Wegesrand konzentrieren.

Ab der Sennalpe Oberau ist Verköstigung kein Problem mehr.

Geotop "Christlesee"

Der kreisrunde Christlessee wird von mehreren unterseeischen Karstquellen und einem oberirdischen Zufluss gespeist. Die fast unwirklichen Farben, die sich je nach Sonneneinstrahlung von türkis über grün bis hin zu schwarz ändern können, werden wahrscheinlich durch Algen bedingt. Aufgrund der gleichmäßigen Quellwassertemperatur von 4 bis 6 Grad ist der See im Sommer zu kalt zum Baden und im Winter friert er nicht zu.

Geotop "Deckenüberschiebung am Oybach bei Gruben"

Kurz vor der Einmündung des Oybachs in die Trettach wird die Deckengrenze von Allgäu-Decke auf Rhenodanubischem Flysch gequert. Um das genauer zu inspizieren, kann hier ein kleiner Abstecher vom Gelben Weg der Via Alpina gemacht werden: Etwa 100 m den Wanderweg den Oybach hoch kann die Deckengrenze direkt in Augenschein genommen werden (Geotop 780A003). Es empfiehlt sich aber, sich der Deckengrenze von oben anzunähern, und dazu etwa 200 m weiter zu gehen, bis hinter dem Knie von Oybach und Weg eindeutig der bereits bekannte Hauptdolomit der Allgäu-Decke am Weg ansteht. Hier kehren wir um und nun fallen ab dem Knie in kleinen Felsen am Weg und in Lesesteinen löchrige Dolomitgesteine auf: die Rauhwacken der Raibl-Formation unter dem Hauptdolomit. Die Böschung weicht etwas vom Weg zurück und dort, wo Wasser über die Felsen rinnt und Kalksinter abscheidet, liegt die schräg einfallende Überschiebungsbahn von Allgäu-Decke auf Rhenodanubischen Flysch . Rechts davon sehen wir noch die löchrigen hellen Gesteine der Raibl-Formation , links davon stehen, teils zerschert, die grauen und dunklen Kalkmergelsteine und Kalksteine mit untergeordneten Tonsteinen der Kalkgraben-Formation („Zementmergel-Serie“) an.

Wieder zurück auf dem Gelben Weg der Via Alpina stehen jetzt am Wegrand mächtige Nagelfluhen (karbonatisch verfestigte Konglomerate) aus rißzeitlichen Schmelzwasserschottern an. 

An der nächsten Brücke überquert der Gelbe Weg der Via Alpina die Trettach und führt zu attraktiven Aufschlüssen im Flysch. Nehmen wir ab der Brücke den relativ neuen Weg links der Trettach, dann sehen wir hier vor allem frische Aufschlüsse in der Tristel-Formation mit dickbankigen Sandkalken und schwarzen Tonsteinen. Schließlich kommen wir kurz bevor der Weg zum Moorschwimmbad abzweigt, in die nächsttiefere tektonische Einheit, den Feuerstätter Flysch , mit Junghansenschichten – dunkle, stark durchbewegte Tonsteine mit Quarzitbänkchen und vereinzelt exotischen Geröllen.

Etwa 700 Meter weiter erreichen wir den Ortsrand von Oberstdorf in der Nähe der Nebelhornbahn.

Infomaterialien

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Oberstdorf

Geologie erleben zwischen Kemptner Hütte und Oberstdorf – keine Infomaterialien vorhanden!

Le Valtin: Sentier des Roches (Strohmeyerpfad) – Hohneck

Der gesicherte Bergsteig Sentier des Roches (frz. für Felsenpfad, ebenfalls als Strohmeyerpfad bekannt) verläuft zwischen dem Col de la Schlucht (Schluchtpass) und dem Hohneck in den Hochvogesen. Er gilt vor allem an seinem Anfang am Col de la Schlucht als einer der eindrucksvollsten – und gefährlichsten – elsässischen Gebirgspfade.

Der Pfad wurde 1910 von einem Oberförster und Vorsitzenden des Club Vosgien namens Heinrich Strohmeyer (1871–1955) aus Münster angelegt. Der Weg war die einzig gut gangbare Möglichkeit durch den Steilabsturz des Vogesenkamms nach Osten ins Vallée de Munster (Münstertal).

Oberhalb des Pfades verlief zwischen 1871 und 1918 die deutsch-französische Grenze auf dem Gebirgskamm.

Streckencharakter

Der Felsenpfad ist rund 3 km lang. Das nördliche Ende liegt am Col de la Schlucht auf einer Höhe von 1.139 Metern, das südliche Ende befindet sich am Krappenfels auf einer Höhe von 980 Metern. Da der Weg steile Felspassagen passiert, ist er zum Teil mit Drahtseilen, Eisengeländern, Leitern und Stegen gesichert. An einer Stelle ist der Weg direkt durch einen Felsen geschlagen. Es bieten sich vom Weg aus spektakuläre Ausblicke ins Münstertal, zum Col de la Schlucht, zum Hohneck sowie an klaren Tagen bis zu den Schweizer Alpen.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind beim Begehen Voraussetzung. Die Armee nutzt die Strecke auch für Märsche während der Soldatenausbildung.

Geologie und Botanik

Das Grundgestein des Bergmassivs ist Granit. Im Frühjahr blühen entlang des Sentier des Roches an Rinnsalen Sumpfdotterblumen und im Juni Alpenanemonen.

Die Strecke führt auch an dem Hochmoor Tourbière du Frankenthal vorbei.

Infomaterialien

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Le Valtin

Sentier des Roches (Strohmeyerpfad) – Hohneck – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen