Bergen: Geologischer Lehrpfad Hochfelln

Der Themenweg informiert anhand von 22 Schautafelnüber die Entstehung der Chiemgauer Alpen und speziell die geologische Entstehung des Hochfelln.

Ausgangspunkt ist die Bergstation der Seilbahn des schönsten Aussichtsberges im Chiemgau, dem Hochfelln. Der Rundweg hat eine Gehzeit von ca. 45 Minuten.

Wegstationen
Station 1:
Station 2:
Station 3: Karst
Station 4: Der Chiemsee-Gletscher
Station 5: Faltung
Station 6: Zerknitterte Felsen
Station 7:
Station 8: Die Kontinente wandern
Station 9: Täler und verschleppte Berge
Station 10: Bodenbildung
Station 11: Der Antrieb der wandernden Kontinente
Station 12: Kreislauf der Gesteine
Station 13: Hauptdolomit - versteinerter Lagunenboden
Station 14: Die Altersbestimmung von Gesteinen : Das absolute Alter
Station 15: Die Altersbestimmung von Gesteinen: Das relative Alter
Station 16: Klima und Vegetation
Station 17: Floristische Besonderheiten des Hochfelln
Station 18: Latschengebüsch
Station 19: Alpine Urwiesen
Station 20: Die Entstehung des Hochfelln
Station 21: Vier Meere als Landschafts-Paten

Infomaterialien

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Geologischer Lehrpfad Hochfelln

Keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Chiemgau Tourismus e.V. (Stand: Juli 2023)

Garmisch-Partenkirchen: Geologischer Lehrpfad „Die Steine des Alpenraums“

Der Geologische Lehrpfad „Die Steine des Alpenraums“ ist ein Projekt des Fremdenverkehrsvereins Garmisch-Partenkirchen e.V., das ausschließlich aus Eigenmitteln des Vereins sowie Spenden und ohne offizielle Finanzierung im Oktober 2015 eröffnet wurde.

Der Lehrpfad verläuft auf 1,6 km Länge entlang der Partnach auf einer reizvollen Promenade zwischen Bahnhofstraße und Olympia-Skistadion.

Der Lehrpfad soll den Besuchern einen Einblick in die Welt der Gesteine aus dem gesamten Alpenraum (Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Deutschland) aus zwölf alpinen Regionen geben. Zu jeder Jahreszeit, für Jung und Alt, vermittelt er Wissen bei gleichzeitiger Erholung in der Natur. Die Schönheit der Steine und die vielen Informationen sollen das Interesse wecken, interessante Steine rund um Garmisch-Partenkirchen selbst zu entdecken

Der Lehrpfad zeigt auch viele geologische Besonderheiten des Werdenfelser Landes und der angrenzenden Regionen. So wurde der „Mittenwalder Marmor“ Jahrhunderte lang für repräsentative Bauten in München verwendet. Dank der letzten Eiszeit findet man in Isar, Loisach und den Zulaufbächen „zugereiste“ Steine aus dem Alpenhauptkamm. Im angrenzenden Tirol hat die Gewinnung und Verarbeitung von Ölschiefer lange Tradition. Diese Gesteinsart wird zur Herstellung von Ichthyol verwendet, woraus dann die weiteren medizinischen Pflegesubstanzen gewonnen werden. Markante Fundstellen des seltenen und sehr farbigen Mesozoischen Radiolarits der Alpen gibt es am Kramer und im Ammergebirge. Und was hat es mit dem Wetzstein auf sich? Die Wetzstein-Herstellung war viele Jahre Haupterwerb in Unterammergau und Ohlstadt. Eine Schautafel zeigt die einzelnen Fertigungsstufen vom rohen Stein bis zum fertigen Wetzstein.

Aktuell sind insgesamt über 100 Exponate aufgestellt. 60 unterschiedliche Gesteinsarten geben einen genauen Überblick über die Gesteinswelt der Alpen. Alle Steine wurden von den Original-Fundstellen aus dem gesamten Alpenraum mit großem Aufwand herbeigeschafft. Schon heute ist der Geologische Lehrpfad nach Anzahl der Exponate der größte seiner Art in Deutschland.

Die ältesten Steine sind über 500 Mio. Jahre alt und unser „Schwerster“ bringt rund 3,5 Tonnen auf die Waage. Die kleineren Exponate wurden auf Säulen gesetzt, um sie ins rechte Licht zu setzen. Als Besonderheit wurde der „Edelstein-Stein“ aufgestellt – er zeigt Edelsteine aus allen fünf Kontinenten.

Aus den beiden derzeitigen Tunnelprojekten im Ost-Alpenraum – Brenner Basistunnel und Umfahrung Oberau – sind die unterschiedlichen Gesteinsarten in Gabionen ausgestellt. Polierte Steintafeln an der Ufermauer der Partnach geben einen Einblick in das „Innenleben“ der Steine und ihre herrlichen Schattierungen und Muster.

Insgesamt zwölf Informations- und Schautafeln beschäftigen sich mit der Geologie des Alpenraums sowie dem Thema „Steine“. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Beteiligung aller BOTA-Orte der Marketing-Kooperation „Best of the Alps“ am Geologischen Lehrpfad. Eine Informationstafel gibt Auskunft über den Zusammenschluss der bekanntesten Wintersportorte in den Alpen. Jeder BOTA-Ort ist mit einem regional typischen Gestein vertreten.

Die Beschriftung der Steine umfasst folgende Informationen: Name des Steins, Herkunft, Alter, Härtegrad und individuelle Besonderheiten. Dazu der Name des Spenders, wobei bislang über 60 Institutionen und Privatpersonen als Spender gewonnen werden konnten.

Textquelle: Fremdenverkehrsverein Garmisch-Partenkirchen e.V. (Stand: Juli 2023)

Infomaterialien

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Die Steine des Alpenraums

Faltblatt zum Geologischen Lehrpfad in Garmisch-Partenkirchen

Menzenschwand: Geißenpfad

Menzenschwand: Geißenpfad

Radioaktivität

Messverfahren

Radon

Schon wieder ein Premiumwanderweg

„Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf erlebt der Wandermarkt eine neue Gründerzeit. Wie vor hundert Jahren entstehen überall neue Wanderwege mit und ohne Siegel, Zertifikat oder Prädikat. Jede Region, jeder Ort, der etwas auf seine Landschaft hält, präsentiert sich mit aufwendig vermarkteten Steigen, Pfaden und Touren. Der Wandergast wird mit derlei Offerten geradezu überflutet – und verliert die Übersicht.

Um auf diesem sich rasch entwickelnden Markt der Möglichkeiten überhaupt noch wahrgenommen zu werden, bedarf es überzeugender Orientierungshilfen. Vermarktung um der Vermarktung willen allein hilft nicht. Sie muss sich auf echte Spitzenqualität gründen und in der Bildung von Wandermarken gipfeln. Nur so kommt das nachweislich wichtigste PR-Medium zum Tragen: Die Mund-zu-Mund-Botschaft.“

… schreibt das Deutsche Wanderinstitut auf der vereinseigenen Webseite (Stand: 22.04.2023)

Orientierungshilfe

Die Wegbezeichnung „Geißenpfad“ gibt schon einen Hinweis auf das, was den Wanderer auf der Tour erwartet.

ABER: Der Pfad bietet noch deutlich mehr, v.a. aus geologischer und bergbauhistorischer Sicht. Diese Kombination ist in Deutschland einmalig. Die Landschaft am Südrand des Feldbergmassivs einfach nur wunderbar.

Und genau deshalb ist der Geißenpfad nicht doch nur „schon wieder ein Premiumwanderweg“, sondern tatsächlich ein ganz besonderer Wanderweg.

Streckenführung

Der offizielle Startpunkt des prämierten Genießerpfades ist der Mösle Parkplatz in Menzenschwand-Hinterdorf. Die Rundtour verläuft im „Gegenuhrzeigersinn“.

Der erste Wegabschnitt führt über die Menzenschwander Wasserfälle in Richtung Feldberg durch das Tal der Menzenschwander Alb bis hoch zur Menzenschwander Kluse mit beeindruckenden Zeugnissen der letzten Eiszeit.

Der zweite Wegabschnitt führt in Richtung Herzogenhorn durch das Tal des Krunkelbachs, wo sich kurz vor dem Rückweg nach Menzenschwand/der Bachquerung bei der Barbaraquelle bis 1992 das Uran-Versuchsbergwerk „Grube Krunkelbach“ – oder auch „Grube Hans Paul“ genannt – befand.

Menzenschwander Alb

Die Alb entsteht aus zwei Quellflüssen, der Menzenschwander Alb und der Bernauer Alb. Sie fließt in südliche Richtung und mündet, gemessen von der Quelle seines linken Oberlaufs, nach fast 44 km bzw. ab dem Zusammenfluss der zwei Oberläufe nach 32 km bei Albbruck in den Hochrhein. Mit einer mittleren natürlichen Wasserführung von 8,6 m³/s ist die Alb der zweitgrößte rechte Nebenfluss des Hochrheins.

Das Quellgebiet der Menzenschwander Alb liegt am Südhang des Feldberg-Massivs im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, das der Bernauer Alb am Südhang des Herzogenhorns. Nachdem beide Bäche ihre namengebenden Orte, Menzenschwand und Bernau in südöstlicher Richtung durchflossen haben, vereinigen sie sich nach unter 14 km bzw. über 11 km an der Glashofsäge zur Alb.

Beide Täler haben durch eiszeitliche Gletscher des ehemaligen Feldberg-Gletschers verbreiterte Talsohlen, die wegen ihrer Höhenlage um 900 m von Grünlandwirtschaft geprägt sind. Das Bernauer Tal ist ein breites Becken, das durch kleine Talstufen, Moränenwälle, moorige Senken, kleine Bachschluchten und rundhöckerartige Felsköpfe gegliedert ist. Etwas oberhalb der frostgefährdeten Talsohle liegen verstreut die Weiler und Einzelhöfe des Ortes. Noch augenfälliger sind die glazialen Formen im engeren Tal der Menzenschwander Alb. Bekannt ist der steile Endmoränenwall der Menzenschwander Kluse. Unterhalb stürzt die Alb in Wasserfällen durch eine kleine Schlucht zur Verlandungsebene eines vom einstigen Krunkelbach-Talgletscher ausgeschürften Seebeckens.

Textquelle: Wikipedia (Stand: 22.04.2023

Hauptfallstufe der Menzenschwander Wasserfälle im April 2023.

Hauptfallstufe der Menzenschwander Wasserfälle im April 2023.

Glaziale Formen

Rund um Menzenschwand können mehrere Glazialformen angetroffen werden, die vom Feldberg, dem Herzogenhorn und dem Spießhorn ausgehende Gletscherzungen während der letzten Eiszeit (Würm) geschaffen haben. Es handelt sich um Endmoränenwälle, ein Hängetal mit Wasserfallstufe, das Scheibenlechtenmoos-Kar und mehrere Rundhöcker.

Im mittleren, leicht vermoorten Talbereich der Menzenschwander Alb befinden sich im Bereich der „Kluse“ drei deutlich erkennbare Endmoränenwälle, die bogenförmig quer zum Tal verlaufen. Ihr Verlauf ist allerdings etwas asymmetrisch. An der Nordseite legen sich die Wälle flach an den Talrand, während sie an der Südseite senkrecht an den Rand stoßen. Die drei Moränen in der Kluse werden dem Feldsee-Stadium vor rund 13 000–12 000 Jahren zugeordnet.

Im weiteren Verlauf überwindet die Alb eine kleine Wasserfallstufe aus Bärhalde-Granit (Menzenschwander Wasserfälle). Sie kam dadurch zustande, dass sich der größere Gletscher aus dem unterhalb von der Seite einmündenden Krunkelbachtal stärker eintiefte und den Albtalgletscher aufstaute. Dadurch blieb nach Abschmelzen der Gletscher das Albtal als höher gelegenes Hängetal übrig.

Glaziale Formen in näherer Umgebung:

Westlich von Menzenschwand-Hinterdorf schürfte das Gletschereis am Osthang des Spießhorns in 1.097 m NN eine Karhohlform aus – das Scheibenlechtenmoos-Kar. Die bewaldeten Karwände sind hauptsächlich aus Bärhalde-Granit aufgebaut, ragen gut 140 m steil empor und schließen oben mit einem mächtigen Felskranz ab. Das Kar ist durch einen Endmoränenwall abgeriegelt. In dem übertieften Karboden hat sich ein Hochmoor gebildet, das bis 6 m Torfmächtigkeit aufweist. Nach Pollenanalysen reicht die Moorbildung bis 11 000 Jahre zurück. Sedimentologische Untersuchungen ergaben am Grund des Moors den Nachweis von Laacher Bimstuff, der beim letzten großen Vulkanausbruch in der Eifel vor knapp 13 000 Jahren ausgeworfen wurde. Hinweis: Der Laacher Vulkan ist 293 km entfernt.

Unterhalb von Menzenschwand-Vorderdorf befinden sich beim Sportplatz einige Rundhöcker aus Bärhalde-Granit. Die typische, flach abgerundete und glatte Schlifffläche auf der Luvseite und die steilere, raue und felsige Oberfläche auf der Leeseite der Rundhöcker werden hier besonders deutlich. Diese schönen Bildungen wurden dadurch begünstigt, dass die Fließrichtung des Gletschereises mit der Hauptkluftrichtung des Granits zusammenfiel.

Textquelle: LGRB-Wissen „Endmoränen und weitere Glazialformen bei Menzenschwand“ (Stand:  22.04.2023).

 

Tipp

Von Mai bis Oktober sind die Menzenschwander Wasserfälle jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag abends beleuchtet.

Endmoränenriegel an der Kluse im Talboden der Menzenschwander Alb im April 2023. Blick talabwärts nach Süden.

Seitenmoräne an der östlichen Flanke im Tal der Menzenschwander Alb im April 2023. Blick talaufwärts nach Norden.

Uran-Versuchsbergbau im Krunkelbachtal

Im Schwarzwald wurden nach dem Zweiten Weltkrieg nach mehrjährigen Prospektionsarbeiten zwei abbauwürdige Uranvorkommen entdeckt: In Müllenbach bei Baden-Baden und in Menzenschwand. Bei Menzenschwand handelt es sich sogar um das größte Uranvorkommen in den „alten Bundesländern“.

An beiden Standorten hatten die Grubenbetreiber keine Konzession zum Abbau, es wurden lediglich Genehmigungen zu Erkundungszwecken erteilt.

Bei den Erkundungen in Menzenschwand wurden in einem Zeitraum von 31 Jahren (!) insgesamt 100.000 t Uranerz entnommen.

Mehr erfahren …

Die Floriansquelle im April 2023. Der Bohrbrunnen versorgt das Revitalbad in Menzenschwand mit radonhaltigem Wasser.

Infomaterialien

Trulben: Sandhasentour

Die Tour verläuft über Berg und Tal durch einen etwas unbekannteren Teil des Pfälzerwaldes mit bewaldeten Hängen und idyllischen Tälern. Es gibt spektakuläre Felsen, Höhlen und Aussichten zu entdecken.

Neben dem beeindruckenden Felsmassiv des Krappenfelsens, von dem man eine hervorragende Aussicht hat, bietet der Weg eine Vielzahl weiterer Naturhighlights und die sehenswerte Kirche St. Stephanus mit ihrem mittelalterlichen Kirchturm.

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Premiumwanderweg

Faltblatt „Sandhasentour“

Textquellen

Faltblatt „Sandhasentour“

Geismar: Geopfad

Der GeoPfad Geismar ist ein ca. 7 km langer Themenwanderweg, der Geologie und Bergbaugeschichte verbindet. Beginnend am Heimatmuseum in Frankenberg-Geismar führt der Rundweg an acht Stationen zu den Zeugnissen der Bergbaugeschichte und zu Fossilienfundstellen aus der Zeit des 250 Millionen Jahre alten Zechsteinmeeres. Es gibt mehrere Rastplätze mit einer schönen Aussicht sowie gastronomische Angebote in Geismar.

Der GeoPfad Geismar ist ein Teilabschnitt des geplanten Zechsteinpfads, der den Steinbruch „Hohenäcker“ bei Frankenberg mit der „Korbacher Spalte“ verbinden soll. Die Stationen erschließen u.a. bedeutende geologische Aufschlüsse wie den ehemaligen Sandsteinabbau „Dohlenfelsen“ und die „Weißen Berge“, wo einst das „taube“ Gestein auf einer Halde gelagert wurde.

Der Weg führt durch eine ehemalige Bergbaulandschaft, wo vom 17. bis zum 19. Jahrhundert Kupfererze abgebaut wurden. Hauptsächlich zu sehen sind noch die alten Erzhalden. Von den ehemals über 100 Schachtanlagen, die im Laufe der rund 200-jährigen Bergbaugeschichte in das anstehende Gestein getrieben wurden, zeugen noch heute rund 45 Halden, die an den Schachteingängen entstanden sind.

Tipp

Unbedingt sehenswert ist das kleine Museum in der Ortsmitte von Geismar, wo sich auch die Starttafel des GeoPfads befindet. Im Museum erfährt der Besucher Interessantes über die bewegte Bergbaugeschichte des Dorfes (Öffnungszeiten zu erfragen unter Tel. 06451-3339).

Von 1590 bis 1818 (mit einer Unterbrechung im 30jährigen Krieg 1618 -1648) wurden im Gebiet um Geismar Kupfer- und silberreiche Erze aus dem „Kupfermergel“ des Unteren Zechsteins („Geismar“-Formation“) abgebaut. In bis zu 70 m tiefen Stollen wurde das erzhaltige Flöz von Hand gehauen und in hölzernen Bergwerkshunden („Rullwahne“) zu den Förderschächten verbracht. Pro Jahr konnten so 16 t Kupfer und 40 kg Silber gewonnen werden.

Sichtbare Wahrzeichen sind noch heute die etwa 100, noch gut erhaltenen Abbauhalden, die sich als kleine Hügel im Landschaftsbild bemerkbar machen. Eine noch offene Halde findet man im Gernhauser Bachtal am „Weißen Berge“, südlich der Hofanlage „Zechenhaus“. Hier befand sich die bis 1818 betriebene „Krallwäsche“, ein Bauwerk, in dem die Erzbrocken durch Lagern, Waschen (in Bottichen mit drehbaren Eisenzinken, die durch Wasserkraft bewegt wurden) und Auslesen von Hand für die Verhüttung aufbereitet wurden. Nach diesem aufwendigen Aufbereitungsprozess blieben nur noch ca. 5 % vom Ausgangsmaterial als „Wasch-Erz“ übrig. Anschließend wurde das  angereicherte, hochwertige Erz (die „Graupen“)zum Schmelzen abtransportiert. Um 1800 produzierte man rund eine Tonne Rohkupfer pro Monat. Auf der Halde, wo der minderwertige Abraum gelagert wurde, findet man noch sporadisch Erzbrocken mit Kupferlasur, grünem Malachit und fossilenUllmannia-Nadeln („Fliegenfittiche“ genannt). NebenUllmannia bronni(„Frankenberger Kornähre“) sind aus früheren Zeiten auch Funde vonPseudovoltziaundPeltaspermumüberliefert (siehe Steinbruch „Hohenäcker“). In Kalk-Konkretionen sind viele Pflanzenfossilien zum Teil körperlich erhalten.

Textquelle: Ederbergland Touristik

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Geismar: Geopfad

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Brilon: Geologischer Sprung

Der Themenweg „Geologischer Sprung“ ist ein Rundweg, mit Infos und Sichtrohren an 5 Stationen und als Highlight eine spektakuläre Rundumsicht!

Das Gebiet des Bilstein und seiner Umgebung liegt in der attraktiven „Übergangslandschaft“ zwischen den bewaldeten Bergen des Sauerlandes im Süden und der offenen Kalkhochfläche im Norden. Diese wiederum ist gegliedert durch sehr markante Kuppen aus weniger verwitterten Kalken, auf denen eine reiche Flora und Fauna ihre Lebensräume entfalten konnte.

Das Landschaftsbild entfaltet in seiner Vielgestaltigkeit parkähnlichen Charakter und ist von hohem Reiz. Der dafür verantwortliche Wechsel in der Geologie des Untergrundes wird zudem noch durch die Bodenaufschlüsse, welche mit dem Gesteinsabbau von Kalk und Diabas verbunden sind, erlebbar. Von den Höhen ergeben sich faszinierende Fernblicke in die unterschiedlichen Landschaftstypologien.

Mit dem Themenweg „Geologischer Sprung“ wird die besondere geologische, topographische und kulturgeschichtliche Situation der Briloner Kalkkuppenlandschaft und dem Bilstein erläutert.

Der Titel rührt aus der Besonderheit, dass auf engstem Raum unmittelbar zwei unterschiedliche erdgeschichtliche Zeugnisse aus dem Devon erlebbar sind: die Kalkkuppen der Briloner Hochfläche einerseits und die Diabasvorkommen des Bilstein andererseits.

Der Themenweg „Geologischer Sprung“ ist ein Rundweg, der Ihnen interessante Ausblicke auf die Landschaft rund um den Bilstein und die Stadt Brilon sowie faszinierende Einblicke in die Geologie bietet.

Höhepunkt ist die Aussichtsplattform auf der 634 m hohen Bilsteinhalde.

 

Infomaterialien

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Geologischer Sprung Brilon

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