Mössingen-Öschingen: Rund um den Roßberg

Rundweg von Öschingen über den Gipfel des Roßberg.

Die Tour verläuft Ober- und unterhalb des Steinbruches Kalkofen und quert die Rutschung „Landhaussiedlung“, bei der im Jahr 2013 über eine halbe Million Kubikmeter Boden und Fels abgerutscht sind. Auf dem Roßberg erinnert ein Denkmal an den berühmten Geologen Friederich August Quenstedt.

Bergrutsch „Mössingen-Öschingen“ (Landhaussiedlung)

Nach lang anhaltenden Starkniederschlägen, vor allem vom 31.05.2013 bis zum 02.06.2013, mit bis zu 160 mm Niederschlag sowie überdurchschnittlich nassen Vormonaten hat sich am Sonntag, dem 02.06.2013, gegen 20:00 Uhr am Albtrauf auf der Gemarkung Mössingen-Öschingen unterhalb des Roßbergs in den Gewannen Dachslochberg und Roßstaig ein Bergrutsch ereignet (nach Definition handelt es sich um eine Rutschung.

Auf einer Länge von etwa 500 m und einer Breite von bis zu 300 m haben sich auf einer Fläche von über neun Hektar rund eine halbe Million Kubikmeter Boden- und Felsmassen talwärts in Bewegung gesetzt. Die Tiefenlage der Gleitflächen variiert nach den Erkenntnissen der durchgeführten Bohrungen zwischen wenigen Metern bis 17 m unter Geländeoberfläche (durchschnittlich 7–10 m).

Im Abtragsbereich (Rutschung), im obersten Drittel der Rutschung, befindet sich die Geländeoberfläche im Vergleich zur ehemaligen Hangoberfläche nun bis zu 13 Höhenmeter tiefer. Demgegenüber haben sich im Ablagerungsbereich (Rutschung), in den unteren zwei Dritteln der Hangbewegung, die abgeglittenen Boden- und Felsmassen bis zu 10 Meter über der ursprünglichen Geländeoberfläche aufgestaut.

Das Ereignis ist als Reaktivierung einer wahrscheinlich Jahrhunderte oder Jahrtausende alten Hangbewegung zu verstehen.

© LGRBwissen

Mehr Infos zur Rutschung siehe Webseite „LGRBwissen“.

Friedrich August Quenstedt

Nicht weit vom Wanderheim auf dem Roßberg liegt eine Aussichtsplattform mit einem herrlichen Ausblick. Dort befindet sich außerdem ein Denkmal für den 1889 verstorbenen Friedrich August Quenstedt.

Quenstedt war deutscher Geologe, Paläontologe, Mineraloge und Kristallograph. Sein Hauptverdienst ist die intensive Erforschung des Jura der Schwäbischen Alb. Er unterrichtete lange Zeit an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen.

Im Jahre 1837 übernahm er den neu geschaffenen Lehrstuhl für Mineralogie und Geognosis an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er begründete damit die noch junge Geologie als eigenständigen Wissenschaftszweig im Königreich Württemberg. Den Lehrstuhl hatte er 52 Jahre inne. Seine Amtszeit ist als Quenstedt-Ära in die Annalen des Geologischen Institutes eingegangen. Seine Forschungsschwerpunkte waren vor allem Fossilien und ihre Nutzung in der Stratigraphie. Durch eigene Aufsammlungen, aber auch durch Ankäufe, baute er in Tübingen eine bedeutende, für Forschung und Lehre geeignete Fossiliensammlung auf. 1842 zählte die Sammlung bereits 30.000 Exponate. Einen großen Anteil dazu trugen auch Öschinger Bauern bei, die für Quenstedt Ammoniten sammelten. 1842 prägte er auch den heute noch international verwendeten Begriff Stufenlandschaft.

Zur geologischen Altersbestimmung verwendete er wie der Engländer William Smith Leitfossilien. Nach ihm benannt ist die Quenstedtsche Gliederung der Feinschichten des Jura, die erst 1973 von einer internationalen Gliederung abgelöst wurde. Aus seiner Feder stammt auch das paläontologische Standardwerk Der Jura, das er 1858 veröffentlichte. Bis kurz vor seinem Tod erstellte er ein umfangreiches Tafelwerk über die Ammoniten der Schwäbischen Alb. Er verstand es, durch einen unterhaltsamen Vorlesungsstil ein breites Publikum für Fossilien zu interessieren. Über Schwaben blickte er jedoch kaum hinaus. Seine Fossiliensammlung ist heute noch im Geologischen Institut der Universität Tübingen einzusehen und kann zum Vergleich eigener Funde herangezogen werden. Er war auch in Nusplingen und entdeckte den Plattenkalk.

Ab 1862 war er an der Erstellung der geologischen Landesaufnahme von Württemberg beteiligt und von ihm stammen dazu im Zeitraum 1865 bis 1881 zehn Karten.

Infomaterialien

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Mössingen-Öschingen

Rund um den Roßberg – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Überkingen: Rundour Hausener Wand

Bergsturz

Die Hausener Wand erhebt sich an der Südwestseite des Michaelsberg über 250 m oberhalb der Fils.

Die Hausener Wand entstand vermutlich am Ende der letzten Eiszeit, als eine Oberjura-Großscholle auf einer Gleitschicht aus Mitteljuratonen abrutschte.

Die dadurch entstandene Abrisswand erschließt die Schichten von der Impressamergel-Formation (ox1, früher Weißjura alpha) bis zum Unteren Massenkalk (joMu), der hier anstelle der Unteren Felsenkalk-Formation (ki2, früher Weißjura delta) ansteht. Insbesondere die Wechselfolge der Kalk- und Mergelsteine der Lacunosamergel-Formation (ki1, früher Weißjura gamma) sowie das Einsetzen der Verschwammung in den Unteren Felsenkalken ist hier gut zu sehen.

Am Fuß der Wand sammelten sich über den Rutschmassen großflächige Hangschuttfächer an.

Thermal- und Mineralquellen

In Bad Überkingen befinden sich mehrere bekannte Thermal- und Mineralquellen.

Sauerbrunnen

Bereits ums Jahr 1200 urkundlich erwähnt.

Adelheidquelle

(Natrium-Hydrogen-Carbonat-Säuerling)

Helfensteinquelle

(Calcium-Hydrogen-Carbonat-Säuerling)

Renata-Quelle

(Natrium-Sulfat-Hydrogen-Carbonat-Therme)

Otto-Therme

(Natrium-Calcium-Sulfat-Therme)

Josef-Therme

(Natrium-Calcium-Sulfat-Chlorid-Therme)

Jura-Quelle

(Natrium- und kochsalzarmes Mineralwasser)

Infomaterialien

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Bad Überkingen

LGRB-Geotop-Steckbrief „Hausener Wand“

Urbach: Bergrutsch-Rundweg

Am 7. April 2001 ereignete sich am Kirchsteig oberhalb des Urbacher Freibades ein spektakuläres, landschaftsprägendes Naturspektakel.

Nach einem Augenzeugen bewegten sich die Erdmassen mit zunehmender Geschwindigkeit und dumpfem Grollen innerhalb von ca. 80 Minuten talwärts. Nebel, vermengt mit feinem Staub, gab nach einiger Zeit den Blick frei auf einen ca. 240 Meter langen und bis 17 Meter hohen bogenförmigen Abriss im klüftigen, stark nachbrüchigen Kieselsandstein. 200 Meter talwärts kamen breiartig ausfließende Massen 80 Meter tiefer am Gegenhang zum Stillstand. In dem nach Südsüdwest exponierten Garten- und Obstbaumgelände wurden auf 3,2 Hektar insgesamt rund 100 Grundstücke von ca. 45 Grundstücksbesitzern beeinträchtigt und mehrere Freizeithütten zerstört.

Eine Sicherung und Sanierung des Geländes zur Wiederbewirtschaftung war unrealistisch, das Bergsturzareal wurde im Mai 2008 als Naturschutzgebiet („Bergrutsch am Kirchsteig bei Urbach“, 43.099 m², Schutzgebiets-Nr. 1.272) ausgewiesen. Ständige Nachbrüche aus der Abrisswand und gefährliche Spalten im Rutschgelände rechtfertigen ein strenges Betretungsverbot.

Derzeit findet man in Südwestdeutschland kein vergleichbares Naturereignis im dicht besiedelten Keuperbergland. Es erschließt sich dem interessierten Laien auch in Details gefahrlos vom Gegenhang aus.

Lehrpfad

Für Wanderer, Hobbygeologen und Naturliebhaber wurde im April 2007 in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Rems-Murr-Kreis, dem Regierungspräsidium, dem Schwäbischen Albverein sowie dem örtlichen Bauhof ein „Bergrutsch-Rundweg“ eingerichtet.

Dieser umfasst auf einer Strecke von rund drei Kilometern und 95 Höhenmetern insgesamt sechs Informationstafeln, die dem Besucher nicht nur den Bergrutsch am Kirchsteig und dessen geologischen Zusammenhänge näher bringen, sondern auch die natürlichen Besonderheiten dieses Gebiets mit seiner reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt. Drei weitere Tafeln außerhalb des Rundweges informieren über Kulturhistorisches.

Der „Einstieg“ in den Rundweg erfolgt von der Hagsteige aus. Parkmöglichkeiten befinden sich am Freibad Urbach sowie 2 km weiter bergaufwärts am Walparkplatz Hagsteige.

Wegstationen
Station 1: Kirchsteigkelter (außerhalb des Rundweges)
Station 2: Hanfraisen (außerhalb des Rundweges)
Station 3: Geotope - erlebbare Landschaftselemente
Station 4: Der starke Partner - Flurneuordnung

Im Anschluss erwies sich eine Flurneuordnung als Problemlöser. So wurde unter anderem die Erschließung der durch den Bergrutsch abgeschnittenen Flurstücke wieder hergestellt, 210 m² Trockenmauern gesetzt und verwilderte Grundstücke rekultiviert, um die Streuobstnutzung in dieser bedeutenden NATURA 2000 Landschaft zu bewahren.

Station 5: Naturereignis mit Folgen
Station 6: Bei Urbach ist die Geologie lebendig
Station 7: Urbachs Fenster in den Keuper
Station 8: Lebensraum mit Tradition
Station 9: Mönchskelter

Infomaterialien

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Urbach

Faltblatt „Naturschutzgebiet Bergrutsch am Kirchsteig“

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Urbach

Der Urbacher Bergrutsch, LGRB-Nachrichten Nr. 1/2001

Textquellen

Faltblatt „Naturschutzgebiet Bergrutsch am Kirchsteig“

Flossenbürg: Ringweg

Der Flossenbürger Granit

Im Zuge der „Variszischen Gebirgsbildung“ kollidierten vor rund 300 bis 350 Millionen Jahren mehrere Kontinente. Dabei wurden manche Gesteine tief in die Erdkruste versenkt und heizten sich dort auf. Teile schmolzen dabei und stiegen als flüssige Magmen innerhalb der Erdkruste nach oben. In mehreren Kilometern Tiefe blieben sie stecken und erstarrten zu Graniten. Große Mengen derartiger magmatischer Gesteine bildeten sich vor allem in der Spätphase der Gebirgsbildung, zur Zeit des Karbons. Später wurde das Gebiet stark gehoben, durch die gleichzeitige Erosion gelangten die Granite an die Erdoberfläche.

Der „Nordoberpfalz-Pluton“ ist ein rund 50 x 20 km großes Gebiet, das überwiegend aus diesen magmatischen Gesteinen aufgebaut ist. Hier kommen sehr viele verschiedene Granitkörper vor, die sich durch ihr Alter und ihr Aussehen unterscheiden.

Einer dieser Körper ist der Flossenbürger Granit, der vor etwa 310 Millionen Jahren aus einer glutflüssigen Schmelze erstarrte. Der Flossenbürger Granit eignet sich besonders gut als Naturwerkstein, da aufgrund der weitständigen Klüftung besonders große Rohblöcke gewonnen werden können, die auch für großvolumige Skulpturen genutzt werden können.

Flossenbürger Granit zeichnet sich durch eine erhöhte natürliche Radioaktivität aus, bei der unter anderem das Gas Radon freigesetzt wird.

Vorkommen und Verwendung

Der Flossenbürger Granit ist eines von drei großen Vorkommen, dem Leuchtenberger Granit, Flossenbürger Granit und Bärnau/Rozadov-Granit.

Flossenbürger Granit ist sehr verwitterungsbeständig, verschleißfest, polierbar und gegen chemische Aggressorien stabil. In der manuellen Steinbearbeitung gilt er als „pelzig“, das heißt, dass er mit höherem Kraftaufwand als andere Granite zu bearbeiten ist. Verwendet werden kann dieser Granit als Bodenbelag, Pflastersteine, Quadermauerstein, Treppen- und Fassadenbelag, Fenster- und Türumrahmungen, für Brückenbauwerke, Grabsteine, Bord- und Grenzsteine sowie Skulpturen.

Abbau

Seit 1769 wird – bis heute – in Flossenbürg Granit abgebaut. Am Schlossberg, auf dem bis 1958 abgebaut wurde, ist aus Naturschutzgründen ein weiterer Abbau nicht mehr möglich. 2009 produzierten noch vier Granitindustriebetriebe in Flossenbürg.

Geotop Schlossberg Flossenbürg

Am Schlossberg gibt es im Flossenbürger Granit mehrere alte Steinbrüche und natürliche Aufschlüsse, die eindrucksvolle Einblicke in den inneren Aufbau des Berges erlauben. Auffällig sind dabei die mehr oder weniger parallel zur Oberfläche orientierten Klüfte (Lagerklüfte). Sie verlaufen also konzentrisch um den Berg herum. Dies ist besonders eindrucksvoll im Steinbruch auf der Westseite des Schlossbergs zu sehen.

Da die Erosion vorwiegend durch flächenhaftes Abplatzen von Gestein entlang des Kluftsystems („Exfoliation„) stattfindet, bleibt die kuppelförmige Gestalt des Berges erhalten. Ein bekanntes Beispiel für einen derartigen „Granitdom“ ist der Zuckerhut in Rio de Janeiro.

Der Granitdom des Schlossbergs ist ein für Bayern einzigartiges Beispiel für einen Exfoliationsdom in Europa. Doch erst durch den Granitabbau wurden Aufschlüsse wie der Steinbruch auf der Westseite geschaffen, die noch heute lehrbuchhafte Einblicke in den inneren Aufbau des Berges bieten. Am Schlossberg ist der Abbau schon lange eingestellt, er ist heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Um die einzigartige Landschaft zu erhalten, werden aufwändige Pflegemaßnahmen vor allem durch den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald durchgeführt. Der Schlossberg ist das Wahrzeichen des Naturparks.

Der Schlossberg wurde vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop ausgewiesen und mit dem offiziellen Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ (Nr. 73) ausgezeichnet.

Schautafel Burgberg Flossenbürg

© Bayerisches Landesamt für Umwelt

Der Ringweg verläuft in einer großen Schleife um Flossenbürg. Der Weg ist mit einen roten Punkt im weißen Quadrat ausgeschidert.

Sehenswürdigkeiten in und um Flossenbürg:

  • Burgruine Flossenbürg
  • Feuchtgebiet des Mühl- bzw. Stieberweihers
  • Parkstein (Basaltkegel)
  • Brückelberg (Felsgruppe)
  • ehem. Grenzturm in Tschechien
  • Silberhütte
  • Gaisweiher

Infomaterialien

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Flossenbürg

Wegbeschreibung „Ringweg um Flossenbürg“

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Flossenbürg

Schautafel Bayerns schönste Geotope Nr. 73 (Burgberg Flossenbürg)

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Flossenbürg

Faltblatt „Zwiebelberg“

Leonberg: Lehrpfad Geologie von Hohlwegen

Entstehung der „Warmbronner Hohlwege“ und entlang der Hohlwege freiliegende Gesteinsschichten werden auf Schautafeln erläutert.

Im Waldgebiet zwischen Magstadt und Leonberg har eine im 15ten und 16ten Jahrhundert vielbenutzte Handelsroute ein weitverzweigtes System von Wegspuren hinterlassen. Entlang von tief eingeschnittenen Hohlwegen wurden Gesteinsschichten freigelegt, die auf den Hinweistafeln des Lehrpfads beschrieben sind.

Wegeschreibung

Vom Parkplatz am Leobad folgt man nacheinander der Hertich-, Bruckenbach- und Mollenbachstraße bis zur Brücke über die Autobahn. Nach der Brücke biegt man nach links ab. Bei der nächsten Möglichkeit nach rechts abbiegen und dem Asphaltstäßchen bis zum Beginn des Geologielehrpfads folgen.

Der Lehrpfad führt hangaufwärts entlang einem mit blauem Punkt markierten Wanderweg. Auf dem Rückweg folgt man den Hinweistafeln des Lehrpfads und danach dem Asphaltsträßchen, das an Weinbergen und Obstwiesen vorbei zurück zum Beginn des Lehrpfads führt.

Infomaterialien

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Leonberg

Lehrpfad Geologie von Hohlwegen – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Tourenbeschreibung bei „outdooractive“

Dormettingen: Schiefer-Radtour durchs Obere Schlichemtal

Im Oberen Schlichemtal steht alles im Zeichen des Geoparks.

Start der Schiefer-Radtour ist am SchieferErlebnis, das man sich aber auch für den Schluss aufheben kann, denn es gibt neben einem Klopf- und Spielplatz auch ein Restaurant. Nachdem das größte Stück geschafft ist, wartet eine kühle Erfrischung im Schömberger Stausee.

Tipps

Schömberg

In Schömberg lohnt ein Abstecher zum Geologischen Lehrpfad rund um den Ölschiefer (Länge ca. 2,5 km).

Dotternhausen

In Dotternhausen sollte man unbedingt die Fischsaurier & Co. im Fossilienmuseum besuchen.

Das Fossilienmuseum im Werkforum der Holcim (Süddeutschland) GmbH lädt zu einem spannenden Ausflug in die Erdgeschichte ein: ca. 1000 Exponate entführen die Besucher*innen in die Jurazeit. Weltbekannt sind die faszinierenden, 180 Millionen Jahre alten Versteinerung aus dem Ölschiefer, z.B. Fischsaurier, Flugsaurier, Krokodile, Fische, Seelilien und Ammoniten. Die „erdgeschichtliche Rampe“ vermittelt spannende Einblicke in die unvorstellbar lange Entwicklungsgeschichte des Lebens.

Geologischer Lehrpfad rund um den Ölschiefer, Schömberg

Am Ufer des Schömberger Stausees ist der Ölschiefer des Schwarzen Jura epsilon schön sichtbar angeschnitten, und dort, wo der Wasserspiegel direkt an die Ge­steinsschichten heranreicht, erkennt man sehr eindrücklich, dass die Jura­-Schichten mit ca. 1­2 Grad nach Südosten einfallen.

Der Lehrpfad wurde von der Ortsgruppe Schömberg des Schwäbischen Albvereins angelegt.

Dieser Rundweg beginnt und endet am Stauseeparkplatz oberhalb der Wallfahrtskirche Palmbühl und führt teilweise am Stauseeufer entlang und auf den Palmbühl. Er ist etwa 2,5 km lang und überwindet knapp 70 m Höhenunterschied.

Informiert wird über Geologie, Fossilien, Tiere (z. B. Insekten und ihre Wohnhöhlen), den Wald allgemein und verschiedene Baum­, Strauch­ und Kräuterarten.

Als didaktische Besonderheit verlaufen hier eigentlich zwei Lehrpfade mit je 30 Infotafeln parallel: einer für Erwachsene und einer für Kinder in kindgerechter Aufmachung und Augenhöhe.

Info: Touristikgemeinschaft Oberes Schlichemtal, Tel.: 0 74 27 / 94 98­0, sekretariat@gvv­os.de • www.oberes­schlichemtal.de

Infomaterialien

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Oberes Schlichtemtal

Schiefer-Radtour – keine Infomaterialien vorhanden!