Baden-Baden: Ebersteinburg-Rundweg

Startpunkt der Tour ist der Waldparkplatz auf der Passhöhe Wolfsschlucht vor dem Ortseingang Ebersteinburg. Der Rundweg beginnt an der Info-Tafel am Parkplatz/Bushaltestelle Wolfsschlucht.

Folgen Sie dem blauen Kreis in Richtung Engelskanzel. Zuvor bietet sich jedoch ein kurzer Abstecher zur Teufelskanzel an, der mit herrlichem Ausblick belohnt wird.

Wieder zurück auf dem Furtwänglerweg erreicht man bei der „Unteren Batterthütte“ den Abzweig zum „Unteren Felsenweg“, der entlang der schroffen bis zu 60 m hohen Felswand des Battert zum Alten Schloss „Hohenbaden“ (420 m ü. NN) führt. Hier besteht eine Einkehrmöglichkeit, besonders empfehlenswert ist der herrlich gelegene Biergarten.

Hinter dem Alten Schloss führt ein Zickzack-Weg hinauf zur Ritterplatte (488 m ü. NN), wo ein wunderschöner Panoramablick die Mühen des Aufstiegs belohnt.

Im weiteren Streckenverlauf über den „Oberen Felsenweg“ erreicht man über eine „Felsentreppe“ die Batterteiche, ein beeindruckendes Naturdenkmal. Das Alter der Eiche wird auf ca. 600 Jahre geschätzt. Nur wenige Meter weiter kommt man zur „Oberen Batterthütte“ (568 m ü. NN), dem höchsten Punkt der Rundtour. Von hier aus lohnt ein kleiner Ausflug über die Felsenbrücke auf einen der Batterttürme, mit herrlichem Blick über Baden-Baden.

Im weiteren Streckenverlauf bietet an der Hütte der Bergwacht ein Felsplateau über der Falkenwand eine neuerliche Aussichtsmöglichkeit.

In Ebersteinburg ist die Burgruine Alt Eberstein (490 m ü. NN) ein weiteres kulturhistorisches Highlight der Tour. Hier besteht eine Einkehrmöglichkeit.

Über das Sportgelände des TV Ebersteinburg und den „Verbrannten Felsen“ führt der Weg über die Wolfsschlucht wieder zurück zum Startpunt der Tour.

Gefahrenhinweis

Am Battert verläuft der Weg in einem Bannwald. Der Wald bleibt sich selbst überlassen, es werden keine forstlichen Maßnahmen durchgeführt. Wegen erhöhter Bruchgefahr bei Wind oder Schnee wird bei einer entsprechenden Wetterlage von einer Begehung dringend abgeraten.

Geotope
Teufelskanzel

Die Teufelskanzel ist aus Gesteinen des Oberen Rotliegenden aufgebaut. Sie stellt einen markanten Fels dar mit weitgehender Aussicht über Baden-Baden. Die Gesteine sind in den Bereich des 3. Porphyrkonglomerats zu stellen (bräunliche Arkosen und Konglomerate, die infolge Verkieselung sehr widerstandsfähig sind). Auf der Aussichtsplattform befindet sich eine Schutzhütte und ein Gedenkstein, der an den Besuch von Kaiser Wilhelm erinnern soll.

Engelskanzel

Die Engelskanzel besteht aus Gesteinen des Oberen Rotliegenden. Sie sind in den Bereich des 3. Porphyrkonglomerats (pc 3) zu stellen. Es handelt sich um fein- bis grobkörnige bräunliche Arkosen und Konglomerate, die infolge Verkieselung sehr widerstandsfähig sind (Paradebeispiel: Battertfelsen) und deshalb morphologisch imposante Felsen bilden.

Kapffelsen

Die Kapffelsengruppe besteht aus Gesteinen des Oberen Rotliegenden. Sie sind stratigraphisch in den Bereich des 3. Porphyrkonglomerats (pc 3) zu stellen. Es handelt sich um fein- bis grobkörnige Arkosen und Konglomerate, die infolge Verkieselung sehr widerstandsfähig sind und deshalb morphologisch imposante Felsen bilden.

Battertfelsen

Das Felsgelände des Battert besteht aus Gesteinen des Oberen Rotliegenden. Sie sind stratigraphisch in den Bereich des 3. Porphyrkonglomerats (pc 3) zu stellen. Es handelt sich um Konglomerate, Brekzien und Arkosesandsteine, die waagrecht gelagert sind. Sie wurden längs einer W-E verlaufenden Störungszone im Tertiär verkieselt. Das Material ist sehr widerstandsfähig und wurde von der Erosion zu eindrucksvollen Felsen herausmodelliert. Am Fuß der Felsen befinden sich ausgedehnte Blockhalden. Auf der Verebnungsfläche im E sind Reste eines Ringwalls erhalten.

Verbrannter Felsen

Der Verbrannte Felsen ist aus horizontal gelagerten Schichten des Oberen Rotliegenden aufgebaut. Es handelt sich um Arkosen und Konglomerate im Bereich des 3. Porphyrkonglomerats, die infolge Verkieselung sehr widerstandsfähig sind. Der Fels hat die Form eines Schiffbugs und ist durch senkrechte Klüfte in einzelne Blöcke zerlegt. In den durch die Verwitterung ausgeräumten Klüften hat sich Baumbewuchs eingenistet.

Wolfsschlucht

Die Wolfsschlucht ist eine tief eingeschnittene Schlucht in Gesteinen des Oberen Rotliegenden. Es handelt sich um Arkosen und Konglomerate im Bereich des 3. Porphyrkonglomerats (pc 3). Infolge Verkieselung der Gesteine bilden sich imposante Felsen aus. Die Schlucht ist durch einen Wanderweg erschlossen.

Infomaterialien

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Baden-Baden

Ebersteinburg-Rundweg – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (LfU): Geologische Naturdenkmale im Regierungsbezirk Karlsruhe, 2. Auflage, 2000.

Ellwangen: Wasser- und Geologie-Weg

Der Wasser- und Geologie-Weg nimmt Sie mit auf einen kurzen Rundweg, auf dem Sie das Naturschutzgebiet Ellwanger Schlossweiher passieren.

Durch besiedelte Gebiete führt diese Rundtour auf eine Anhöhe, von der aus man den Blick über die Stadt schweifen lassen kann. Entlang der Route kann man immer wieder herrliche Ausblicke über die Stadt, sowie auf die Wallfahrtskirche Schönenberg und das Schloss ob Ellwangen genießen.

Auf dem Rückweg kann man den Ausblick auf das Schloss genießen, ehe man die idyllisch gelegenen Schlossweiher mit ihren seltenen Seerosen erreicht. Mit etwas Glück können Sie diese in den Sommermonaten in ihrer vollen Blüte bestaunen.

Infomaterialien

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Ellwangen

Wasser- und Geologie-Weg – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Rheinfelden: Große Dinkelberg GEO-Radrundtour

Diese Rundtour bringt vor allem Hobby-Geologen und Landschafts-Freaks auf die Spur. Die Tour führt durch die Geologie des Karstgebietes des Dinkelbergs mit seinen Quelltöpfen, Dolinen und auch Schauhöhlen.

So liegen sowohl die Erdmannshöhle bei Hasel (eine imposante Tropfsteinhöhle) wie auch die Tschamberhöhle bei Riedmatt (eine aktive Bachhöhle mit unterirdischem Wasserfall) mit einem kleinen Geo-Museum direkt an der Strecke.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Eichener See am östlichen Stadtrand von Schopfheim. Der Eichener See ist ein temporärer Karstsee mit einer einzigartigen Lebewelt (Blattflusskrebs).

Infomaterialien

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Rheinfelden

Große Dinkelberg GEO-Radrundtour – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

WST Rheinfelden GmbH

Essingen: Geologietour (Weiherwiesen Weg)

Eine Rundtour zu den Weiherwiesen, ins Wental, nach Lauterburg und zur Remsquelle.

Die Strecke führt zunächst entlang der jungen Rems, dann auf breiten Waldwegen aufwärts zur Albhochfäche. Hier verläuft der Weg Richtung Tauchenweiler durch Wälder, in denen Jahrhunderte hindurch nach Bohnerz geschürft wurde.

Beim Naturschutzgebiet Weiherwiesen überraschen zwei Teiche mitten auf der Schwäbischen Alb. Im weiteren Verlauf führt der Weg zu einem „Wasserfall“ und einer Ponordoline in Richtung Irmannsweiler.

Ab hier geht es leicht abwärts zu zwei großen Dolinen und ins Wental zum Felsenmeer. Beim Landhotel geht es über Bartholomä und den Bärenberg nach Lauterburg und bergab zum Remsursprung und vorbei an einer Fischzucht und am neuen Weinberg wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Wegbeschreibung

Die Rundwanderung führt zu einigen erdgeschichtlichen Besonderheiten der Ostalb. Der Startpunkt der Tour ist am Parkplatz „In den Buchen“- am Ortsende von Essingen in Richtung Tauchenweiler.

Vorbei an der Ölmühle [1], in der weniger Getreide gemahlen dafür umso mehr Kalk gebrannt wurde, führt uns der Pfad durch das junge Remstal mit Blick auf das Gewann „Weinberg“ [2] (Wacholderheide gegenüber) zum neuen Weinberg und bis zur Fischzucht an der Rems.

Hier verlassen wir den Remsweg und wandern vor den Gebäuden den ersten Weg nach links bergan. Wir bleiben auf dem breiten befestigten Waldweg, bis wir die Albhochfläche mit Blick nach Lauterburg erreichen.

Auf der Albhochfläche wenden wir uns nach links und folgen der Markierung geradeaus Richtung Tauchenweiler. Gewannbezeichnungen wie: „Grubenhäule“ und „Mittlere Eisengrube“ säumen den Weg. Sie weisen auf den schon vor dem Mittelalter hier betriebenen Abbau von „Bohnerz“ hin. Überall im Wald gibt es zahlreiche Vertiefungen (Pingen) als Zeugen dieser Tätigkeit.

Wenn wir den Wald verlassen können wir links Richtung Essingen einen kleinen Abstecher zu einer solchen Eisengrube machen. Wir kehren auf den Hauptweg zurück, biegen links ab und an einem Wegweiser schwenken wir nach rechts Richtung Weiherwiesen [3]. Römer hatten in diesem Bereich ein kleines Kastell des Alblimes (ca. 80 n. Chr.) mit ca. 150 Mann Besatzung. Verschiedene Hinweistafeln informieren uns über das Naturschutzgebiet und seine Nutzung.

Vorbei am unteren kleineren Weiher, bei der Forststraße rechts, kommen wir zum „Wasserfall“ (Hinweistafel) [4]. Dort verschwindet der kleine Bach in einer Ponordoline, einem Schluckloch, um dann an der Brenzquelle wieder zutage zu treten.

Kurz danach betreten wir leicht rechts den Wiesenweg des Urwentales (Naturschutzgebiet) und folgen dem Weg rechts am Waldrand mit Blick auf zahlreiche Erdfälle (Einbrüche an der Erdoberfläche).

An einer befestigten Straße schwenken wir rechts ab, um bald darauf nach links zum nahen Ort Irmannsweiler zu kommen. Hier geht es zunächst auf einem Teersträßchen kurz Richtung Bartholomä und gleich nach Ortsende links in einen Feldweg, der uns bergab Richtung Wental führt.

An einer großen Doline [5] (eingezäunt) wandern wir linker Hand weiter talwärts. Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir das vielbesuchte Felsenmeer aus Dolomit [6] (Hinweistafeln) und bald darauf das Hotel Wental. Nach einer gemütlichen Einkehr wenden wir hier und gehen zurück bis zur großen Doline.

Dort wandern wir weiter Richtung Bartholomä. Am Wegesrand befindet sich ein Gedenkstein mit Hinweis auf Pfarrer Friedrich Weng aus Bartholomä, der hier 1632 im Dreißigjährigen Krieg von Soldaten ermordet wurde, weil er das letzte Geld und die wenigen Lebensmittel der Dorfbewohner nicht herausgeben wollte.

Unser Weg führt uns Richtung Dorfmitte und dann nach rechts den roten Hinweistafeln folgend über die Dorfhülbe, mit dem Gedenkstein an 100 Jahre Albwasserversorgung (1883 – 1993), Richtung Sport- und Bildungszentrum. Dort gehen wir am Waldrand links (Wegkreuz) bis ein Waldweg von rechts kommt (Tafel: Rosenstein Parkplatz 5,5 km).

Achtung. Hier scharf rechts, wieder rechts und nach wenigen Metern dem gelben Dreieck links auf den Bärenberg (mit 755 m war er die höchste Erhebung im Altkreis Aalen) und nach Lauterburg folgen. Über weite Felder, mit Blick auf den Braunenberg rechts mit seinem Sendemasten und dem Funkmasten am Rosenstein links, erreichen wir Lauterburg. Mit schönem Tiefblick nach Lautern gehen wir im Ort steil bergab bis wir links das Tor zur Vorburg des Schlosses Lauterburg [7] sehen (das Schloss ist 1732 abgebrannt).

Jetzt wandern wir an der evangelischen Kirche vorbei immer geradeaus in der Albstraße bis zu einer scharfen Linkskurve, folgen der Reutestraße bis nach der großen Hülbe. Links sehen wir den Kletterturm der Bergwacht. An ihm vorbei nehmen wir abwärts die letzten Kilometer nach Essingen unter die Füße.

Bei der anfangs erwähnten Fischzucht lohnt sich noch ein kurzer Abstecher zur Remsquelle [8]. Wegen des kleinen Einzugsgebietes ist die Remsquelle leider nur ein Rinnsal und nicht mit der Brenzquelle bei Königsbronn zu vergleichen, durch deren Gebiet wir gewandert sind.

Über der Landesstraße befindet sich ein Steinbruch mit gebankten Weißjurakalken. Ab der Fischzucht tragen uns die müden Beine zurück ins nahe Essingen zu unserem Ausgangspunkt.

Infomaterialien

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Essingen

Geologietour – keine Infomaterialien vorhanden!

Oberthal: Röteslsteinpfad

Der Name des Weges geht zurück auf die alte Oberthaler Tradition des Rötel­grabens und -handelns.

Rötel ist ein stark eisenoxidhaltiger roter Ton, der wasserabweisend ist und gut auf Papier haftet. Bereits vor Jahrtausenden wurde Rötel zur Höhlenmalerei verwendet. Seinen Durchbruch in der Kunst schreibt man Leonardo da Vinci und seinem mit Rötel geschaffenen Selbstbildnis von 1510 zu.

Der Rötelsteinpfad bietet abwechslungsreiche Aussichten und schöne Wandererlebnisse. Enge Schluchten im Buchenwald, idyllische Weiheranlagen, Streuobstwiesen, Wurzelpfade wechseln sich mit stillen und malerischen Landschaften ab.

Einen herrlichen Ausblick auf das Sankt Wendeler Land hat man vom Mombergplateau. Es ist ein besonderer Naturgenuss, die junge Nahe entlang ihres Flussbettes ein Stück zu begleiten. Dabei wird auch die unter Naturschutz stehende Moorlandschaft »Oberthaler Bruch« mit ihrer faszinierenden Flora und Fauna durchstreift.

Auf verschiedenen Abschnitten des Rötelsteinpfades stehen Grenzsteine, die stille Zeugnisse geschichtlicher Wandlungen und Grenzänderungen sind. Kulturhistorische Bedeutung genießt die Valentinskapelle mit dem sagenumwobenen Guten Brunnen und dem restaurierten Kreuzweg in Güdesweiler.

Infomaterialien

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Oberthal

Wegbeschreibung „Rötelsteinpfad“

Mössingen-Öschingen: Rund um den Roßberg

Rundweg von Öschingen über den Gipfel des Roßberg.

Die Tour verläuft Ober- und unterhalb des Steinbruches Kalkofen und quert die Rutschung „Landhaussiedlung“, bei der im Jahr 2013 über eine halbe Million Kubikmeter Boden und Fels abgerutscht sind. Auf dem Roßberg erinnert ein Denkmal an den berühmten Geologen Friederich August Quenstedt.

Bergrutsch „Mössingen-Öschingen“ (Landhaussiedlung)

Nach lang anhaltenden Starkniederschlägen, vor allem vom 31.05.2013 bis zum 02.06.2013, mit bis zu 160 mm Niederschlag sowie überdurchschnittlich nassen Vormonaten hat sich am Sonntag, dem 02.06.2013, gegen 20:00 Uhr am Albtrauf auf der Gemarkung Mössingen-Öschingen unterhalb des Roßbergs in den Gewannen Dachslochberg und Roßstaig ein Bergrutsch ereignet (nach Definition handelt es sich um eine Rutschung.

Auf einer Länge von etwa 500 m und einer Breite von bis zu 300 m haben sich auf einer Fläche von über neun Hektar rund eine halbe Million Kubikmeter Boden- und Felsmassen talwärts in Bewegung gesetzt. Die Tiefenlage der Gleitflächen variiert nach den Erkenntnissen der durchgeführten Bohrungen zwischen wenigen Metern bis 17 m unter Geländeoberfläche (durchschnittlich 7–10 m).

Im Abtragsbereich (Rutschung), im obersten Drittel der Rutschung, befindet sich die Geländeoberfläche im Vergleich zur ehemaligen Hangoberfläche nun bis zu 13 Höhenmeter tiefer. Demgegenüber haben sich im Ablagerungsbereich (Rutschung), in den unteren zwei Dritteln der Hangbewegung, die abgeglittenen Boden- und Felsmassen bis zu 10 Meter über der ursprünglichen Geländeoberfläche aufgestaut.

Das Ereignis ist als Reaktivierung einer wahrscheinlich Jahrhunderte oder Jahrtausende alten Hangbewegung zu verstehen.

© LGRBwissen

Mehr Infos zur Rutschung siehe Webseite „LGRBwissen“.

Friedrich August Quenstedt

Nicht weit vom Wanderheim auf dem Roßberg liegt eine Aussichtsplattform mit einem herrlichen Ausblick. Dort befindet sich außerdem ein Denkmal für den 1889 verstorbenen Friedrich August Quenstedt.

Quenstedt war deutscher Geologe, Paläontologe, Mineraloge und Kristallograph. Sein Hauptverdienst ist die intensive Erforschung des Jura der Schwäbischen Alb. Er unterrichtete lange Zeit an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen.

Im Jahre 1837 übernahm er den neu geschaffenen Lehrstuhl für Mineralogie und Geognosis an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er begründete damit die noch junge Geologie als eigenständigen Wissenschaftszweig im Königreich Württemberg. Den Lehrstuhl hatte er 52 Jahre inne. Seine Amtszeit ist als Quenstedt-Ära in die Annalen des Geologischen Institutes eingegangen. Seine Forschungsschwerpunkte waren vor allem Fossilien und ihre Nutzung in der Stratigraphie. Durch eigene Aufsammlungen, aber auch durch Ankäufe, baute er in Tübingen eine bedeutende, für Forschung und Lehre geeignete Fossiliensammlung auf. 1842 zählte die Sammlung bereits 30.000 Exponate. Einen großen Anteil dazu trugen auch Öschinger Bauern bei, die für Quenstedt Ammoniten sammelten. 1842 prägte er auch den heute noch international verwendeten Begriff Stufenlandschaft.

Zur geologischen Altersbestimmung verwendete er wie der Engländer William Smith Leitfossilien. Nach ihm benannt ist die Quenstedtsche Gliederung der Feinschichten des Jura, die erst 1973 von einer internationalen Gliederung abgelöst wurde. Aus seiner Feder stammt auch das paläontologische Standardwerk Der Jura, das er 1858 veröffentlichte. Bis kurz vor seinem Tod erstellte er ein umfangreiches Tafelwerk über die Ammoniten der Schwäbischen Alb. Er verstand es, durch einen unterhaltsamen Vorlesungsstil ein breites Publikum für Fossilien zu interessieren. Über Schwaben blickte er jedoch kaum hinaus. Seine Fossiliensammlung ist heute noch im Geologischen Institut der Universität Tübingen einzusehen und kann zum Vergleich eigener Funde herangezogen werden. Er war auch in Nusplingen und entdeckte den Plattenkalk.

Ab 1862 war er an der Erstellung der geologischen Landesaufnahme von Württemberg beteiligt und von ihm stammen dazu im Zeitraum 1865 bis 1881 zehn Karten.

Infomaterialien

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Mössingen-Öschingen

Rund um den Roßberg – keine Infomaterialien vorhanden!