Berchtesgaden: Vom Salzbergwerk zum Haus der Berge (Soleleitungsweg)

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Gemütliche Wanderung entlang der Trasse der Soleleitung von 1817. Der Weg bietet Ihnen schöne Ausblicke auf das historische Zentrum des Marktes Berchtesgaden und auf die herrliche Gebirgswelt. Die Wanderung beginnt unmittelbar am Salzbergwerk, führt über das Nonntal zum Weinfeld und weiter über den Soleleitungssteg zum Haus der Berge. Ein Abstecher zur Kapelle am Weinfeld ist sehr lohnenswert!

Infomaterialien

Berchtesgaden

Faltblatt „Salzbergwerk“

Berchtesgadener Land

Broschüre „Auf den Spuren des Alpensalzes“

Textquellen

Infobroschüre „Berchtesgaden. Berg und Tal“

Berchtesgaden: Stollenweg

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Der Stollenweg führt aussichtsreich auf historischen Wegen des Berchtesgadener Salzbergbaues von Berchtesgaden auf den Salzberg. Diese Tour ist besonders für den Sommer geeignet, da sie viel durch schattigen Bergwald führt. Ein Teil der 10. Etappe des SalzAlpenSteiges führt auf dem Stollenweg entlang.

Wegbeschreibung

Die ersten knapp drei Kilometer wandert man entspannt entlang der Berchtesgadener Ache bis zur Unterau. Ab hier geht es im Zellergraben spürbar bergauf. Kurz vor der Kirche Oberau haben Sie den höchsten Punkt der Wanderung erreicht, folgen kurz der Straße Richtung Obersalzberg und biegen dann in den Stollenweg ein. Dieser idyllische Weg führt durch zwei historische Stollen, die Bergleute vor langer Zeit angelegt hatten. Zücken Sie Ihre Taschenlampe und ziehen Sie vor allem den Kopf ein. Das Ende der Tour ist am Salzbergwerk Berchtesgaden. Tipp: Die Tour kann individuell verkürzt werden, entweder mit dem Linienbus bis zur Unterau (840 oder 848) oder Oberau Abzweigung Obersalzberg (848).

Infomaterialien

Berchtesgaden

Faltblatt „Salzbergwerk“

Berchtesgadener Land

Broschüre „Auf den Spuren des Alpensalzes“

Textquellen

Infobroschüre „Berchtesgaden. Berg und Tal“

Unterneukirchen: Geotour

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Geologie zum Anfassen verspricht die Rundtour mit Start in Unterneukirchen:

Hier finden sich in einem ehemaligen Steinbruch bei Oberschroffen die „schönsten Geologischen Orgeln Bayerns“. Die bis zu zehn Meter hohen Steinschlote wirken wie überdimensionale Orgelpfeifen und stammen aus den letzten drei Eiszeiten vor zweieinhalb Millionen Jahren.

Die Strecke führt nordwärts nach Altötting und Neuötting und weiter durch den Öttinger Forst nach Emmerting und Mehring. Moore und Tümpel – sogenannte Toteiskessel – säumen den Weg. Diese mit Wasser gefüllten Senken sind Überbleibsel der letzten Eiszeit und bilden einzigartige Biotope bei Burgkirchen an der Alz.

Von hier geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Geologische Orgeln Oberschroffen

Im ehemaligen Steinbruch bei Oberschroffen sind zahlreiche Verwitterungsschlote in einem Schotterkonglomerat freigelegt. Diese „Geologischen Orgeln“ entstanden durch intensive Lösungsverwitterung während eines Interglazials – einer Warmzeit zwischen zwei Kaltzeiten. In eindrucksvoller Weise sind hier die Folgen der Klimaschwankungen der jüngeren Erdgeschichte dokumentiert.

Beschreibung

Pleistozän – das Eiszeitalter

Die vergangenen etwa 2,5 Millionen Jahre der Erdgeschichte sind durch ausgeprägte Klimaschwankungen geprägt. Mehrfach wechselten kalte und trockene Klimaphasen, die „Glaziale“, mit wärmeren und feuchteren „Interglazialen“ ab.
Während der Glaziale stießen immer wieder Gletscher aus den Alpentälern bis weit in das Vorland vor. In ihrer weitesten Ausdehnung reichten sie auch bis an den Südrand des Alztales. In den wärmeren Interglazialen schmolzen die Eismassen wieder ab und es kam zu ausgeprägten Bodenbildungen. Wie in der Gegenwart bedeckte Vegetation das Land.

Welches Gestein sieht man hier?

Der Gesteinsschutt, den die kaltzeitlichen Gletscher in Form von Moränenmaterial aus den Alpen mitgebracht hatten, wurde teilweise von Schmelzwasserströmen weiter transportiert, abgerundet und als Schotter wieder abgelagert. Solche überwiegend aus Kalksteinen bestehenden Schotter findet man auch nördlich des Alztales.

Bei Oberschroffen liegt am Talrand der Alz ein ehemaliger Steinbruch in Schottern des drittletzten Glazials, in Bayern traditionell „Mindel“ genannt. Unter warmen und feuchten Klimabedingungen der Interglazialzeit zwischen dem Mindel- und dem späteren Rißglazial bildeten sich tiefgründige Böden. Die Wurzelatmung der Pflanzen reicherte das Sickerwasser mit Kohlendioxid an, das den Kalk aus den obersten Schotterlagen löste. Tiefer im Untergrund fiel in den Hohlräumen zwischen den Kieselsteinen der gelöste Kalk wieder aus – ähnlich wie Sinter in einer Tropfsteinhöhle. So wurde der ursprünglich lose Schotter zu einem standfesten Konglomerat verbacken.

Entstehung der Geologischen Orgeln

Sowohl die Komponenten des Schotters als auch das Bindemittel bestehen überwiegend aus Kalziumkarbonat. Das Gestein ist daher – wie andere Kalkgesteine auch – sehr lösungsanfällig. Überwiegend lief dieser Prozess an der Grenze vom Boden zum unterlagernden Gestein ab. Dort löste Sickerwasser den Kalk aus dem Gestein, zurück blieben lehmige Böden. An einzelnen Stellen, wo das Wasser zum Beispiel aufgrund erhöhter Porosität etwas leichter in den Untergrund einsickern konnte, verstärkte sich der Vorgang, wodurch die Porosität weiter erhöht wurde. Schließlich formte er senkrechte Lösungsröhren, in die der entstandene Lehm laufend von oben nachsackte.

Durch den Gesteinsabbau wurden bei Oberschroffen derartige Verwitterungsschlote mit einem Durchmesser von etwa einem halben Meter freigelegt. Teilweise sind sie an der Steinbruchwand zur Hälfte angeschnitten und sehen daher wie Orgelpfeifen aus. Andere liegen noch etwas hinter der Wand und sind nur von unten her in kleinen Überhängen erkennbar. Manche Röhren beinhalten noch ihre originale Lehmfüllung, aus anderen ist diese bereits nach unten herausgefallen.

Bedeutung dieses Aufschlusses

Bei Oberschroffen gewann man im 19. Jahrhundert Bausteine, die beispielsweise für Dammbauten entlang des Inns benötigt wurden. Dabei entstand ein eindrucksvoller Aufschluss: Dutzende bis 10 m hohe Verwitterungsröhren bilden hier so genannte „Geologische Orgeln“.

Textquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU Bayern)

Infomaterialien

Bayerns schönste Geotope

Schautafel „Geologische Orgeln Oberschroffen“

Tittling: Goldwanderweg

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Um das historische Goldvorkommen in Teilen der Gemeinde Witzmannsberg und des Marktes Tittling nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde im Jahr 2000 der Goldwanderweg ausgewiesen.

Von der Schrottenbaummühle ausgehend führt der Weg zu den sogenannten Seifenhügeln im Eppendorfer Wald. An diesen Hügeln wurde etwa bis zum Dreißigjährigen Krieg in kleinen Bächen das sandige Material „gewaschen“ . In den Waschvorrichtungen blieben die schweren Goldkörnchen zurück. Der überschüssige Sand ließ die Seifenhügel entstehen.

Die Wanderung führt dann weiter über Muth zur Schneidermühle an die Ilz. Auf dem Ilzwanderweg flussabwärts erreicht man nach ca. 5 km den Ausgangspunkt bei der Schrottenbaummühle.

Infomaterialien

Tittling

Goldwanderweg – keine Infomaterialien vorhanden!

Amerang: Moorlehrpfad Freimoos

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Der 2004 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Moorlehrpfad „Freimoos“ verbindet die Gemeinden Amerang und Halfing miteinander und durchquert dabei die unterschiedlichen Moorlandschaften.

Erholungssuchende finden auf dem Moorlehrpfad ein abwechlungsreiches Mosaik aus Wiesen, Wäldern und Feldern, durchsetzt mit Einöden, kleinen Weilern und Dörfern.

Auf vielen informativen Stationen bietet der Lehrpfad interessante Einblicke in die geschützte Tier und Pflanzenwelt ebenso wie in die kulturhistorische Bedeutung des Mooses für die Gemeinden Amerang & Halfing.

Für jüngere Besucher gibt es ein „Froschsuchrätsel“ bzw. ein anspruchsvolles Moorquiz.

Zum Moorlehrpfad Freimoos gibt es ein Begleitbuch, das in den Gemeinden Amerang und Halfing für  € 5,– erhältlich.

Wegstationen
Station 1: Welche Wege führen durch das Freimoos?
Station 2: Moorquiz - wie kannst Du es lösen?
Station 3: Wie ist das Freimoos entstanden?
Station 4a: Was ist ein Ökosystem?
Station 4b: Wie kann jeder von uns das Ökosystem Moor schützen?
Station 5a, 16a: Was kann man auf einer Streuwiese sehen?
Station 5b, 16b: Warum sind Streuwiesen "Paradiese aus Menschenhand"?
Station 5c, 16c: Wie können Streuwiesen durch naturnahe Landwirtschaft erhalten werden?
Station 6a: Moorentsehung (Niedermoor)
Station 6b: Moorentsehung (Hochmoor)
Station 7: Wissenswertes über das Moor
Station 8: Energiebilanz verschiedener Brennstoffe
Station 9a: Wie wurde und wird das Moor genutzt?
Station 9b: Warum wurde das Freimoos trocken gelegt?
Station 9c: Wie wurde das Freimoos trocken gelegt?
Station 10: Welche Pflanzen kann man im Uferbereich sehen?
Station 11: Welche Tiere kann man im Uferbereich sehen?
Station 12a: Welche Vögel kann man hier beobachten?
Station 12b: Was ist das Besondere an Libellen?
Station 13: Warum gibt es im Moor fleischfressende Pflanzen?
Station 14: Welche Tiere und Pflanzen kann man im Hochmoor sehen?
Station 15: Warum verlanden unsere Seen so schnell?

Infomaterialien

Halfing und Amerang

Faltblatt „Moorerlebnispfad Freimoos“

Textquellen

Faltblatt „Moorerlebnispfad Freimoos“

Oberstdorf: „Geologie erleben“ – „Hinab in die Tiefen des Meeres“ vom Nebelhorn bis Oberstdorf

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© Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU Bayern)

Mit freundlicher Genehmigung.

Vielen Dank.

GeoAlpina – Violetter Weg

Etappe A66: Edmund-Probst-Haus – Oberstdorf

Von der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn geht es steil hinunter nach Oberstdorf. Nicht anders geologisch: Einmal von der Küste Afrikas hinunter in die Tiefsee!

Die Wanderetappe führt auf der Via Alpina vom Edmund-Probst-Haus an der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn 1.100 Höhenmeter im Abstieg hinunter nach Oberstdorf.

Wenn wir anfangs zwischen Kalk- und Dolomitgestein absteigen, dann befinden wir uns nicht wirklich an der Küste Afrikas. Vielmehr sind wir hier schon im flachen Meer, das den afrikanischen Festlandsockel (Schelf) überspülte.

Als vor Jahrmillionen Afrika auf Kollisionskurs mit Europa ging, wurde es im Meer dazwischen eng. Die Gesteine wurden verfaltet und als es noch enger wurde, schoben sich die Gesteinspakete in „Decken“ übereinander: Die Alpen entstanden und ein Teil der einstigen Meeresablagerungen vor der afrikanischen Küste kam so am Nebelhorn zu liegen.

Nach der Station Seealpe im Faltenbachtobel sehen die Gesteine ganz anders aus als oben am Berg: Eine enge Wechselfolge von hellen Sand- oder Mergelsteinen mit dunklen Tonsteinen. Solche Gesteinsfolgen entstanden, wo Schlammlawinen vom flachen Festlandsockel in die Tiefsee rauschten.

Wegbeschreibung

Geologische Zeittafel

Die geologische Zeittafel zeigt die Namen und die Abfolge der Schichten, die auf der Wanderetappe durchquert werden, und das Alter ihrer Ablagerung.

Sicherheitshinweis

Die hier beschriebenen Wege verlaufen teilweise in hochalpinem Gelände. Sie sind an manchen Stellen absturzgefährlich und ab und zu sind einfache Kletterstellen (mit Drahtseilsicherungen) zu meistern. Daher ist für bestimmte Abschnitte Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Bergerfahrung Voraussetzung. Etappenweise sind viele Höhenmeter sowie lange Strecken zu bewältigen. Eine gute Kondition ist deswegen genauso unerlässlich wie die richtige Bergausrüstung.

Die meisten Wegabschnitte können nicht ganzjährig gegangen werden.

Bitte informieren Sie sich über Schwierigkeiten, etwaige Gefahren und den aktuellen Zustand der Route, zum Beispiel auf den Internet-Seiten der Via Alpina oder beim Deutschen Alpenverein.

Die Begehung der Touren erfolgt auf eigene Gefahr.

Geologische Sehenswürdigkeiten
GeoPunkt "Dolomitstein von der Küste Afrikas"

Wer auf der steilen Asphaltstraße (bis Station Seealpe, dann Tobelweg) ins Tal absteigt, der sieht ab der zweiten Kurve unter dem Edmund-Probst-Haus fast nur noch die monotonen grauen Dolomitsteine des mächtigen Hauptdolomits (ca. 215. Mio. Jahre) am Straßenrand.

Dolomitstein

Dolomit ist dem Kalk ähnlich, enthält neben Kalzium aber noch Magnesium. Das liegt daran, dass dort, wo der Dolomit entstand – in flachen Lagunen auf dem Kontinentschelf – das tropisch warme Wasser soweit eingedampft war, dass das viele Magnesium nicht mehr in Lösung bleiben konnte und ins Gestein darunter wanderte.

An der Straßenbrücke über den Faltenbach wird auf einer Höhe von 1.680 m die so genannte Allgäu-Formation (200 – 165 Mio. Jahre) gequert. Typisch für sie sind die dunklen Mergelsteine (Mergel = Kalk + Ton). Der Faltenbach hat in die weichen, leicht ausräumbaren Gesteine sein Bachbett gelegt. Der Hauptdolomit hat bei der Alpenentstehung wie die Backen eines Schraubstocks die Allgäu-Formation eingequetscht. Ganz deutlich lässt sich der eingequetschte Teil als grasiger Streifen zwischen den „Schraubstockbacken“ des Hauptdolomits auf der gegenüberliegenden Talseite am Schattenberg erkennen.

Beim Weitergehen sind stellenweise die Schichtflächen des Hauptdolomits zur Straße hin geneigt. In so einer Lage können leicht ganze Schichtbänke abrutschen und Schaden anrichten.

Nach der Seealpe trifft der Wanderweg erneut auf die Straße und die Via Alpina folgt dieser nach Oberstdorf hinunter.

Tipp: Wir empfehlen dem geologisch Interessierten hier stattdessen den Weg durch den Faltenbachtobel zu nehmen.

GeoPunkt "Flyschsandsteine der Tiefsee"

Nach der Querung des Faltenbachs am Einlaufbauwerk des Wasserkraftwerks ist an der Baustraße hinter Netzen Sandstein der Reiselsberg-Formation (ca. 95 Mio. Jahre) aufgeschlossen. Zwischen den dicken Sandsteinbänken sind dünne dunkle Tonsteinlagen eingeschaltet. Wenn sich eine Abfolge von Sandstein und Tonstein vielfach wiederholt, spricht man in den Alpen von Flysch.

Flysch

Die Alpenfaltung begann am Rande des Südkontinents Afrika. Flüsse schoben Schutt des entstehenden Gebirges in großen Deltas ins Meer.  Sei es, dass diese gewaltigen Aufschüttungen durch die Auflast instabil wurden, sei es, dass Erdbeben nachhalfen, auf jeden Fall lösten sich periodisch – Muren im Gebirge vergleichbar – untermeerische Trübeströme (Turbidite) und glitten in die Tiefsee. Dort breiteten sie sich fächerförmig aus und kamen langsam zur Ruhe. Zuerst lagerten sich die groben und schweren Sandkörner ab, dann feinere Bestandteile und zuletzt Ton. Die Ablagerung eines Trübestroms kann Stunden bis Tage dauern, die anschließende Ruhephase bis zum nächsten Ereignis Tausende bis Zehntausende von Jahren!

Die regelmäßige, typische Wechselfolge von hellen Sandsteinen und dunklen Tonsteinen, die sich daraus ergibt, ist der Flysch der Alpen.

Mit dem erneuten Abstieg in den Tobel werden die Wechselfolgen von Quarzsandsteinen mit schiefrigen Tonsteinen der Rehbreingaben-Formation (auch unter dem alten Namen „Quarzit-Serie“ bekannt, ca. 115. Mio. Jahre) und dann die Kalksandsteine und schiefrigen Mergel der Tristel-Formation (ca. 125 Mio. Jahre) durchquert. 

Das letzte Stück der Etappe führt vom Skistadion zur Talstation der Nebelhornbahn.

GeoPunkt "Ultrahelvetikum des Kontinentalhangs"

Tipp: Wer noch etwas mehr Geologie sehen will, folgt vom Skistadion dem Faltenbach auf seiner rechten Seite abwärts fast bis zur Einmündung des Faltenbachs in die Trettach. Dort zeigt eine Wegböschung graue und rötliche Mergelsteine der Leimern-Schichten (85 bis 45 Mio. Jahre). Diese jüngsten Festgesteine der Etappe wurden am Kontinentalhang des Nordkontinents Europa abgelagert. Der Ablagerungsraum wird Ultrahelvetikum genannt. 

Wer das Alter der im Abstieg durchwanderten Schichten verfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, dass wir von oben nach unten von älteren in jüngere Schichten – aber  auch mit einem Sprung dazwischen – gelangt sind. Normalerweise liegen aber doch die jüngsten Schichten oben und die ältesten unten. Innerhalb der Flyschgesteine war das auf unser Wanderung auch der Fall. Die Lösung: Sie liegen innerhalb einer geologischen „Decke“ – innerhalb eines Schichtpakets, das bei der Alpenfaltung auf ein anderes Schichtpaket („Decke“) aufgeschoben wurde. 

Und warum liegt die jüngste aller Schichten ganz unten? Die Alpenfaltung begann im Süden am Rande des Kontinents Afrika, die Decken wurden bei der Nordbewegung von Afrika übereinandergestapelt und gegen Ende zu schob sich der ganze Deckenstapel  über die jungen und „frischen“, weil gerade erst abgelagerten Schichten im Norden am Rand des Kontinents Europa.

Infomaterialien

Oberstdorf

„Geologie erleben“ – „Hinab in die Tiefen des Meeres“ vom Nebelhorn bis Oberstdorf – keine Infomaterialien vorhanden!