Schöllkrippen: Kulturweg 2 „Streifzug durch die Erdgeschichte“

Archäologisches Spessartprojekt

Kulturwege

Die Kulturwege sind – gemeinsam mit den archäologischen Projekten – das Aushängeschild des Archäologischen Spessartprojekts.

Seit 1999 entsteht ein immer dichteres Netz von Kulturwegen, auf denen die Kulturlandschaft Spessart erlebbar und begreifbar wird.

Zu jedem Kulturweg erscheint ein Folder mit einer Wegbeschreibung und Kurzbeschreibung der Stationen. Eine Auswahl der Kulturwegefolder finden Sie in der Geschäftsstelle des Spessartbundes (Treibgasse 3, 63739 Aschaffenburg).

© Archäologisches Spessartprojekt e.V.

Mit freundlicher Genehmigung am 14.10.2021.

VIELEN DANK.

Der Kulturweg Schöllkrippen 2 nimmt Sie mit auf einen „Streifzug durch die Erdgeschichte“. Sie lernen im Spazierengehen insgesamt 450 Millionen Jahre Erdgeschichte kennen und erfahren, wie die Landschaft entstanden ist.

Der Kulturweg blickt bereits auf eine über 40jährige Geschichte zurück. 1968 wurde ein geologischer Lehrpfad in Kooperation des Naturparks Bayerischer Spessart, des Forstamtes Schöllkrippen und der Ortsgruppe des Spessartbundes eingerichtet, die den Lehrpfad sowie die Infotafeln aus Holz pflegte. Heute führt der europäische Kulturweg die Tradition fort und verbindet das Thema Erdgeschichte mit Archäologie (Altenburg) und Ökologie (Wasserversorgung).

Wegbeschreibung

Der europäische Kulturrundweg startet und endet am Naturerlebnisbad Schöllkrippen.

Die Route führt Sie hinauf auf den Reuschberg zur Wallanlage „Alte Burg“. Von dort geht es hinab, am Steinbruch und an der Rodberghütte vorbei, zum Hof Schabernack. Über den Höllenbach verläuft der Weg zurück zum Naturerlebnisbad.

Erleben Sie im Vorbeigehen die Spuren, die 400 Millionen Jahre Erdgeschichte hier hinterlassen haben.

Es ist ein Höhenunterschied von ca. 150m (auf den Reuschberg) zu überwinden. Folgen Sie auf einer Länge von ca. 6km der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund.

Station 1: Erdgeschichte

Zwischen Schöllkrippen und dem Reuschberg (mit dem Sendemast) treten Gneis, Dolomit und Sandstein an die Erdoberläche. Jedes der Gesteine entstand in einem anderen erdgeschichtlichen Zeitraum und unter anderen Bedingungen. Das älteste Gestein liegt unter dem Ort Schöllkrippen und je weiter sich der Kulturweg vom Ort entfernt und je höher man steigt, desto jünger werden die Gesteinsschichten…

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Station 2: Spuren der Zechsteinzeit

So weit man blicken kann, wird die Landschaft um Schöllkrippen von einem bewaldeten Anstieg begrenzt. Dieser Anstieg markiert den Übergang vom Vorspessart, in dem Schöllkrippen liegt, zum Hochspessart.

Der Höhenzug ist aus Buntsandstein aufgebaut. Das Vorland der Geländestufe besteht dagegen aus dem älteren und weniger widerständigen Sedimenten der Zechstein-Zeit und dem Schöllkrippener Gneis…

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Station 3: Sandsteinstufe

Der Gesteinsaufschluss hinter der Tafel zeigt die Sedimentgesteine der Zechsteinzeit. Nur an wenigen Stellen im Vorspessart erscheinen diese Gesteine an der Erdoberläche, so wie hier unterhalb des Reuschbergs…

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Station 4: Archäologie im Ringwall

Der deutlich erkennbare Ringwall auf dem Reuschberg ist schon seit langem Gegensatnd ortsgeschichtlicher Spekulationen …

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Station 5: Kleines Felsenmeer

Zwischen dem Reuschberg und dem Tal des Laudenbachs ist der Waldboden von großen, eng aneinander liegenden Sandsteinblöcken bedeckt. In der Geologie bezeichnet man eine solche Formation als Felsenmeer. Auch in anderen Regionen Deutschlands inden sich solche Steinansammlungen. Die meisten und leicht zugänglichen Felsenmeere des Spessarts sind der Steingewinnung zum Opfer gefallen. Der Name „Steinhohl“ für ein Felsenmeer im Buntsandstein am Reuschberg ist Programm! …

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Station 6: Steinbruch am Röderhof

In über 65% des Spessarts bildet der Buntsandstein den festen Gesteinsuntergrund. Auch der Reuschberg bei Schöllkrippen besteht aus dem Sandstein, der vor 251 bis 243 Millionen Jahren entstanden ist…

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Station 7: Weg des Wassers

Wenn es im Spessart regnet oder schneit, versickert ein Großteil des Niederschlags im Untergrund. Das Wasser sammelt sich schließlich in den Spalten und Poren im Buntsandstein.

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Infomaterialien

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Schöllkrippen

Faltblatt „Streifzug durch die Erdgeschichte“

Waldbrunn: Geobiologischer Lehr- und Übungsgarten

Dr. med. Ernst Hartmann (1915 – 1992) Gründer des „Forschungskreises für Geobiologie Dr. Hartmann e.V.“ 1948 hatte Dr. Ernst Hartmann mit seinem Bruder Robert das erste Wünschelrutenerlebnis, das sie beide faszinierte. Seit 1949 beschäftigte er sich in Eberbach als Landarzt mit Erdstrahlenproblemen in seiner Praxis. Er führte den Begriff ”Geopathie” – das durch die Erde verursachte Leiden – wieder ein. 1961 ging aus dem Arbeitskreis für Geopathie der Forschungskreis für Geobiologie e.V. hervor. Bis heute hat der Verein seinen Sitz in Waldbrunn-Waldkatzenbach mit Forschungshaus und Geschäftsstelle.

Erfahren Sie Wissenswertes über Geobiologie, erkunden Sie – selbständig oder unter Anleitung – den Lehr- und Übungsgarten und erspüren Sie mit der Wünschelrute die Erdstrahlung.

Um richtig üben zu können, benötigen Sie eine Wünschelrute und einen Kompass. Beides erhalten Sie im Foyer der Katzenbuckel Therme gegen ein Pfand.

Unglaublich, was es nicht alles gibt!

Infomaterialien

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Waldbrunn

Broschüre „Geobiologischer Lehr- und Übungsgarten“

Textquellen

Broschüre „Geobiologischer Lehr- und Übungspfad“

Neckargerach: Margaretenschlucht

Eine Reise durch die Erdgeschichte, auf der man die landschaftlichen Geheimnisse des Neckartals und rund um die Sandstein-Schlucht erfährt.

Ausblicke über das Flusstal, die atmosphärische Stimmung in der Schlucht, die markanten Felswände und die charakteristische Vegetation sorgen für atemberaubende Augenblicke.

Es wird empfohlen, die Tour bei trockener Witterung zu wandern, denn die Schlucht mit alpinem Charakter kann bei Regen rutschig und unbegehbar sein.

Zwei „Waldsofas“ mit Ausblick übers Neckartal an der „Zeitstation Gegenwart“, der letzten Tafel am Gickelsfelsen, lädt zu einer Ruhepause und zum Entspannen ein.

Wegstationen
Station 1: Zeitreise
Station 2: Pangäa
Station 3: Versteinerte Strömung
Station 4: Neckartal
Station 5: Erosion
Station 6: Reih der Farne
Station 7: Tal der Feuersalamander
Station 8: Schichtstufen
Station 9: Flussgeschichte
Station 10: Zeitstation Gegenwart

Infomaterialien

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Neckargerach

Faltblatt „Der Margaretenschlucht-Pfad in Neckargerach“

Textquellen

Touristikgemeinschaft Odenwald e.V.

Pfaffenhofen: Wanderdreiklang PF 3 (zum Weißen Steinbruch)

Die Tour enthält einen Anstieg hinauf zur Aussichtsplattform „Weißer Steinbruch„.

Die Aussichtsplattform „Weißer Steinbruch“ bietet einen schönen Blick über das Zabergäu. Das Panorama reicht bei guter Fernsicht vom Heidelberger Königstuhl bis zu den Löwensteiner Bergen. Im Vordergrund streicht der Blick im Zabergäu über den Rodbachhof, Burg Stocksberg bis zum Hörnle bei Dürrenzimmern. Der Rodbachhof zählt zu den ältesten urkundlich erwähnten Ansiedlungen im Zabergäu (793 n. Chr.).

Ein einmaliges Fenster in die Keuper-Zeit

Der „Weiße Steinbruch“ war von 1902 bis 1914 in Betrieb. Er diente dem Abbau von Stubensandstein als Baumaterial. Viele typische Gebäude im Stromberg sind aus Keupersandstein errichtet, das bekannteste sicher das Kloster Maulbronn. Der Name Stubensandstein rührt von der Verwendung des gemahlenen Sandsteines als Putz- oder Fegesand auf den Holzböden der Wohnstuben.

Der Stubensandstein ist eine Flussablagerung. Die periodisch fließenden Flüsse transportierten vor ca. 210 Millionen Jahren aus Richtung Osten bzw. Südosten Verwitterungsschutt eines Hochlandes bis hierher. In den Flussrinnen lagerte sich der Sand ab. Der feine Ton setzte sich ebenfalls im Flusslauf oder auf den Überflutungsebenen ab.

Reptilien- und Amphibienfunde

Der „Weiße Steinbruch“ ist besonders durch die Reptilien- und Amphibienfunde berühmt geworden. Es gibt keinen anderen Keuper-Steinbruch mit einer vergleichbaren Vielfalt an Fossilien. Die Fossilien fanden sich sowohl im Sandstein selbst als auch in zwischengelagerten Tonschichten. Zur Keuperzeit befand sich das Zabergäu in einer großen, flachen Senke, dem sogenannten „Germanischen Becken“.

Als ersten Pfaffenhofener Fund übereichte im Jahre 1906 der Pächter vom „Weißen Steinbruch“ Albert Burrer (1866-1939), Prof. Eberhard Fraas vom Königlichen Stuttgarter Naturalienkabinett das Rumpfstück eines Aetosauriers.

Zu den spektakulärsten Fossilien zählen die Skelettreste des ältesten europäischen Dinosauriers Sellosaurus. Damit war der Beginn einer über 160 Millionen Jahre währenden globalen Herrschaft der Dinosaurier auf dem Festland dokumentiert. Der Sellosaurus wurde in Süddeutschland häufiger gefunden, weshalb ihm auch der Spitzname „Schwäbischer Lindwurm“ verliehen wurde. Und auch im Logo des Stuttgarter Naturkundemuseums findet sich ein derartiger Dinosaurier, auch wenn es sich nicht exakt um die in Pfaffenhofen gefundene Art handelt.

Abgüsse der Fundstücke können im Rathaus Pfaffenhofen besichtigt werden, beispielsweise die rechte Pfote des Dinosauriers „Sellosaurus“, auch als Plateosaurus bezeichnet.

Infomaterialien

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Pfaffenhofen

Faltblatt „Funde aus der Triaszeit“

Rottweil: Naturlehrpfad zum Linsenbergweiher

Der aussichtsreiche Naturlehrpfad mit Erläuterungen zu Geologie und Wald führt durch Rottweil, die älteste Stadt in Baden-Württemberg.

Der Neckar liegt noch im Muschelkalk, Göllsdorf bereits im Lettenkeuper. Durch den weichen Gipskeuper steigt der Weg hinauf zum Dissenhorn. Der großartige Aussichtspunkt befindet sich auf einer nur 10 m dicken Schicht aus hartem Schilfsandstein. Weiche Bunte Mergel liegen unterhalb der Dissenhorn-Kapelle. Sie wurde auf festem Stubensandstein errichtet, der die Schicht darunter schützt.

Über den rutschanfälligen Knollenmergeln steht wiederum eine Kapelle im Lias, auch Schwarzer Jura genannt. Im Unterschied zu den vorherigen Schichten bildete sich diese harte Kalksteinbank im Jura-Meer.

Vor Feckenhausen fällt der Weg ab ins Jungbrunnental. Hier liegt das Naturschutzgebiet Linsenbergweiher. Der idyllische See wurde künstlich als Anglerweiher angelegt.

Infomaterialien

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Rottweil

Faltblatt „Der Rottweiler Naturlehrpfad – Über Schichtstufen von Rottweil nach Feckenhausen“

Steinreinach: Geologischer Lehrpfad am Korber Kopf

Informativer Rundweg zu Geologie und Ökonomie in den Weinbergen am Korber Kopf.

Im Rebgebiet Sommerhalde und Roßberg sind Tafeln aufgestellt, die über die Geologie und die Ökonomie im Weinberg am Korber Kopf Aufschluss geben. Um die insgesamt elf Aufschlüsse und Hinweise zu finden wandert man am besten den Weg gegenüber dem Wandererparkplatz Hanweiler Sattel den Berg hinauf (Korber Kopf-Weg). Diesem Weg folgt man bis zum Wald. Von dort kann man eine Rundwanderung machen und kehrt dann wieder zum Wandererparkplatz zurück. Im Rathaus können Sie einen Plan erhalten.

Die Aufschlüsse und Tafeln wurden vom Flurbereinigungsamt und Geologischen Landesamt geschaffen und vom Bauhof der Gemeinde aufgestellt.

Aus der Geschichte weiß man, dass in Korb schon seit rund 1.000 Jahren Weinbau betrieben wird und die Ausdehnung des Weinbaus vor dem 30jährigen Krieg die Größte war. Über den früheren Weinbau in Korb zeugt ein Steinpfeiler am „Steinhäusle“. Hinweise auf die Flurneuordnung vermitteln dem Betrachter das Wichtigste über den Ablauf des Flurbereinigungsverfahrens, die neue Wegführung, den Bau von Wasserableitungen aus Werksteinen und das Anlegen ökologisch bedeutsamer vernetzter Flächen, mit denen Ökologie und Ökonomie in Einklang gebracht wurden.

Die geologischen Tafeln und die daneben freigelegten Flächen zeigen zum Beispiel die Grenze zwischen Lehrbergschichten und dem Kieselsandstein, Grenze zwischen Kieselsandstein und oberen bunten Mergeln, Stubensandstein, Gipskeuper u.a. Andere Tafeln weisen auf gewisse Lebensräume wie Steilwand, Steinriegel, Brachland oder Trockenmauer hin und zeigen Tiere und Pflanzen dieser Bereiche.

Der erste Standort des Geologischen Lehrpfads befindet sich am Korber Kopf-Weg, der vom Wandererparkplatz Hanweiler Sattel den Weinberg hinauf führt.

Infomaterialien

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Steinreinach

Streckenskizze „Geologischer Lehrpfad am Korber Kopf“