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Pfrungen: Weite Wiesen

Das Pfrunger-Burgweiler Ried

Das Pfrunger-Burgweiler Ried gehört neben dem Federseegebiet und dem Wurzacher Ried zu den größten zusammenhängenden Moorgebieten Süddeutschlands. Es gehört damit zu den Landschaften mit nationaler und zum Teil internationaler Bedeutung.

Seit dem 18. Jahrhundert greift der Mensch durch Abtorfung, Entwässerung und Umwandlung in immer intensiver genutzte Kulturlandschaft massiv in die Moore ein. Europaweite Schutzpr0gramme sollen der  vollständigen Zerstörung der Moorlebensräume entgegenwirken.

Das Moor

In den letzten 12.000 Jahren, seit dem Ende der letzten Eiszeit, entwickelte sich aus dem großen Schmelzwassersee in dem vom Gletscher ausgehobelten Becken zwischen den Endmoränen im Norden (heute Ostrach) und im Süden (heute Wilhelmsdorf) eine ausgedehnte und vielfältige Moorlandschaft. In den zentralen Riedbereichen wuchsen Hochmoore, die nur von Regenwasser versorgt werden, entlang der Ostrach werden Überflutungsmoore im jahreszeitlichen Rhythmus überschwemmt. Durch das Wasser stark schüttender Quellen können sich Hangquellmoore entlang der Randhöhen bilden. Auf seinem Weg zum Beckenzentrum ermöglicht das Wasser dann die Entstehung großflächiger Durchströmungsmoore – ein buntes Mosaik  unterschiedlicher Lebensräume.

Quelle: Faltblatt „Wilde Moorlandschaft, Pfrunger-Burgweiler Ried“

Diese Rundwanderung führt zu den Hundschen Teichen, von deren Aussichtsplattform seltene Vogelarten beobachtet werden können. Weiter geht es entlang der Torfbaggerseen, wo auch ein kleiner Abstecher zum Vogelsee möglich ist. Dort wurde ebenfalls eine Aussichtsplattform installiert. Über den Riedhof (Riedwirtschaft) gelangen Sie durch den Hochwald zurück nach Wilhelmsdorf.

Wenn Sie das Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf besuchen und Ihnen die Riedlehrpfade zu kurz sind, bietet sich diese Wanderung an. Durch den Eulenbruck, dem ehemals mächtigsten Hochmoor des Riedes, zu den Torfstichseen, über den ehemaligen Bahndamm bis zur Ostrach und über die weiten Wiesen zurück nach Wilhelmsdorf. Unterwegs geht es entlang der Weiden der Pinzgauer Rinder, der Belted Galloways und der Galloways.

Infomaterialien

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Pfrungen

Faltblatt „Wilde Moorlandschaft, Pfrunger-Burgweiler Ried“

Pfrungen: Moorseen

Das Pfrunger-Burgweiler Ried

Das Pfrunger-Burgweiler Ried gehört neben dem Federseegebiet und dem Wurzacher Ried zu den größten zusammenhängenden Moorgebieten Süddeutschlands. Es gehört damit zu den Landschaften mit nationaler und zum Teil internationaler Bedeutung.

Seit dem 18. Jahrhundert greift der Mensch durch Abtorfung, Entwässerung und Umwandlung in immer intensiver genutzte Kulturlandschaft massiv in die Moore ein. Europaweite Schutzpr0gramme sollen der  vollständigen Zerstörung der Moorlebensräume entgegenwirken.

Das Moor

In den letzten 12.000 Jahren, seit dem Ende der letzten Eiszeit, entwickelte sich aus dem großen Schmelzwassersee in dem vom Gletscher ausgehobelten Becken zwischen den Endmoränen im Norden (heute Ostrach) und im Süden (heute Wilhelmsdorf) eine ausgedehnte und vielfältige Moorlandschaft. In den zentralen Riedbereichen wuchsen Hochmoore, die nur von Regenwasser versorgt werden, entlang der Ostrach werden Überflutungsmoore im jahreszeitlichen Rhythmus überschwemmt. Durch das Wasser stark schüttender Quellen können sich Hangquellmoore entlang der Randhöhen bilden. Auf seinem Weg zum Beckenzentrum ermöglicht das Wasser dann die Entstehung großflächiger Durchströmungsmoore – ein buntes Mosaik  unterschiedlicher Lebensräume.

Quelle: Faltblatt „Wilde Moorlandschaft, Pfrunger-Burgweiler Ried“

Erwandern Sie die Geschichte des Torfabbaus, dessen Spuren beispielsweise in Form von Torfbaggerseen noch sichtbar sind. Eine kleine Rundwanderung mitten durch die Seenlandschaft der Torfbaggerseen.

Bis 1996 befand sich hier über 150 Jahre das Zentrum des industriellen Torfabbaus. Es finden sich Torfstiche in allen Phasen der Verlandung – von großen offenen Wasserflächen bis zu vollständig verlandeten und mit Bruchwald bewachsenen Abbauflächen.

Die Wegstrecke führt weiter durch das von landwirtschaftlicher Nutzung geprägte Ried: eine weite, offene Wiesenlandschaft. Davon werden heute große Bereiche von robusten Rinderrassen ganzjährig beweidet. Dieser Rundweg führt entlang der Weiden der Pinzgauer Rinder, die hier im Dienste des Naturschutzes für eine strukturreiche, offene Weidelandschaft sorgen.

Infomaterialien

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Pfrungen

Faltblatt „Wilde Moorlandschaft, Pfrunger-Burgweiler Ried“

Ulzhausen: Großer Trauben

Das Pfrunger-Burgweiler Ried

Das Pfrunger-Burgweiler Ried gehört neben dem Federseegebiet und dem Wurzacher Ried zu den größten zusammenhängenden Moorgebieten Süddeutschlands. Es gehört damit zu den Landschaften mit nationaler und zum Teil internationaler Bedeutung.

Seit dem 18. Jahrhundert greift der Mensch durch Abtorfung, Entwässerung und Umwandlung in immer intensiver genutzte Kulturlandschaft massiv in die Moore ein. Europaweite Schutzpr0gramme sollen der  vollständigen Zerstörung der Moorlebensräume entgegenwirken.

Das Moor

In den letzten 12.000 Jahren, seit dem Ende der letzten Eiszeit, entwickelte sich aus dem großen Schmelzwassersee in dem vom Gletscher ausgehobelten Becken zwischen den Endmoränen im Norden (heute Ostrach) und im Süden (heute Wilhelmsdorf) eine ausgedehnte und vielfältige Moorlandschaft. In den zentralen Riedbereichen wuchsen Hochmoore, die nur von Regenwasser versorgt werden, entlang der Ostrach werden Überflutungsmoore im jahreszeitlichen Rhythmus überschwemmt. Durch das Wasser stark schüttender Quellen können sich Hangquellmoore entlang der Randhöhen bilden. Auf seinem Weg zum Beckenzentrum ermöglicht das Wasser dann die Entstehung großflächiger Durchströmungsmoore – ein buntes Mosaik  unterschiedlicher Lebensräume.

Quelle: Faltblatt „Wilde Moorlandschaft, Pfrunger-Burgweiler Ried“

Bei dieser Tour erleben Sie zahlreiche Highlights des Pfrunger-Burgweiler Riedes: Sie durchqueren den größten Bannwald Baden-Württembergs, passieren vier Aussichtsplattformen sowie den 38,8 m hohen Bannwaldturm und können die Rinder auf den extensiven Weideflächen beobachten. Nebenbei umrunden Sie das bereits renaturierte Hochmoor „Großer Trauben“.

Einmal rund um den Großen Trauben – dem größten intakten Hochmoor des Riedes. Dieser Rundwanderweg führt mitten durch und entlang von renaturierten Moorflächen und durch den Bannwald. Über den ehemaligen Bahndamm wurde einst der Torf mit einer Bahn zum Torfwerk transportiert.

Infomaterialien

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Pfrungen

Faltblatt „Wilde Moorlandschaft, Pfrunger-Burgweiler Ried“

Achkarren: Geologischer Weinlehrpfad

Der Boden nährt die Weinrebe und beeinflusst den Geschmack des Rebensaftes, aus dem der Wein gekeltert wird.

Der ca. 3 km lange Geologische Weinlehrpad am Achkarrer Schlossberg zeigt den Zusammenhang zwischen Geologie und Weinbau. Neben der Erklärung zu Gesteinssorten werden Informationen zu Rebsorten und Anbaumethoden vermittelt.

Zum Weinlehrpad gibt es ein kleines Heft, dass beim Kaiserstühler Weinbaumuseum und in der Winzergenossenschaft erhältlich ist.

Start ist gegenüber der Winzergenossenschaft.

g

Länge

3,3 km

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Tiefster Punkt

214 m

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Höchster Punkt

289 m

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Gesamtanstieg

144 m

Infomaterialien

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Achkarren

Geologischer Weinlehrpfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Albsteinach: Steinbruchweg

Anspruchsvolle Rundwanderung über 13 km auf den Höhenzügen. Ziel der Tour ist der Steinbruch Mackenheim. Die Solardraisine kreuzt den Weg. Kunstwerke sind am Weg zu bewundern.

Diese Wanderung führt durch Wald und über offene Landschaft. Gleich am Anfang streifen Sie das Naturschutzgebiet „In der Striet“. Genießen Sie schöne Aussichten über die ländliche Landschaft und lauschen Sie dem Vogelgezwitscher in der Stille. Auch bei Tage könnte Ihnen ein Reh begegnen. Einen imposanten Eindruck hinterlässt das Mackenheimer Viadukt, das Sie auf der ruhigen Dorfstraße unterqueren. Vielleicht fährt ja gerade eine Draisine darüber hinweg?

Spannend wird es am Steinbruch Mackenheim. Hier sehen Sie, wie gneisige Umwandlungsgesteine und eisenreicher Glimmer seit Jahrhunderten abgebaut wurden und werden. Durch die sofortige Renaturierung der abgebauten Teilstücke haben sich seltene Pflanzen, Vögel, Insekten und Amphibien angesiedelt. Vielleicht können Sie einen Uhu oder Wanderfalken beobachten. Auch rar gewordene Eidechsen und Prachtlibellen finden dort neuen Lebensraum.

Zu Beginn und am Ende der Wanderung laden die Skulpturen des Kunstwanderweges zum Bertrachten ein.

Wegbeschreibung:

Vom Parkplatz aus starten Sie zunächst auf asphaltiertem Weg in nördliche Richtung. An der ersten Sandsteinskulptur biegen Sie links auf den Feldweg ab und folgen der Markierung A6 auf den Wald zu. Bergab geht es nun an einer Fichtenschonung, dem neuen Wasserbehälter und einem Tümpel vorbei. Im weiteren Verlauf durch lichten Laubwald folgen rechtsseitig ein Weiher und dahinter ein Spielplatz. Gehen Sie aus dem Wald hinaus und um den Spielplatz herum. Unmittelbar hinter dem Straßenschild „Ringstraße“ führt der Wanderweg links in den Wald hinein. Wandern Sie links am Fußballtor vorbei, auf schmalem Waldpfad bergan. Waldmeister säumt den Weg. Ab und zu bildet ein umgefallener Baum ein leicht zu übersteigendes Hindernis.

Lassen Sie sich vom Vogelgesang nicht ablenken, denn mitten im Wald biegt der Pfad links ab und unser Wanderweg führt durch das Naturschutzgebiet „In der Striet“ nach Vöckelsbach. Die Markierung bringt uns bergan durch die Feldflur.

Variante/Abkürzung:

Wem die komplette Wanderung zu lang ist, kann die Abkürzung (Verbindungsweg mit der Markierung V) hinunter nach Mackenheim laufen und beim „Grünen Baum“ einkehren. Damit verkürzt sich die Wanderung auf 8,2 km. Der Verbindungsweg führt Sie wieder auf die Wegführung am Gittersberg zurück.

Wer weiterwandert entdeckt zwischen den Bäumen im Tal den Ort Vöckelsbach und die beeindruckenden Höhen in der Ferne. Bevor es nach Mackenheim hinunter geht, biegt der Wanderweg links ab. Auf Schotter laufen Sie durch den Wald bergab bis zum Steinbruch. Vor dem Gittertor führt ein Pfad rechts hinab bis zur Dorfstraße K18. Sie überqueren die Straße und folgen ihr in einer Rechtskurve.

Kurz darauf überspannt das Mackenheimer Viadukt den Verkehrsweg. Nach Unterquerung des Viadukts ist Achtsamkeit geboten. Der Hauptweg biegt nämlich alsbald rechts ab und führt bergauf in den Wald hinein. Um aber die kleine Runde zum Steinbruch nicht zu verpassen, gehen Sie noch ein Stückchen weiter geradeaus und folgen der Beschilderung links herum. Dieses Teilstück werden Sie nach der Schleife um den Steinbruch auch wieder zurückwandern. Kurz hinter der zweiten Überquerung der Draisinen-Strecke treffen Sie dann rechts wieder auf dieses Stück und gehen wie beschrieben auf der anderen Straßenseite in den Wald.

Das kleine Andreaskreuz kündigt eine wiederholte Überquerung der Draisinen-Schienen an. Ein Blick nach links in den alten Tunnel erinnert an die Zeit der Dampflokomotiven. Durch dichten Laubwald wandern Sie weiter bergan bis Sie auf etwa 400 Höhenmetern den Gittersberg hinter sich lassen und das Panorama der sanften Hügel mit Weiden und bewaldeten Höhen genießen. Links in der Ferne zeichnet sich die Kreidacher Höhe mit der Sommer-Rodelbahn ab. Nach einigen Rechts-Links-Kurven spazieren Sie durch einen Hohlweg nach Kreidach hinunter. Vom Mackenheimer Weg biegen Sie rechts in die Mörlenbacher Straße ein.

Sie folgen dieser ein Stück bergauf, bevor Sie auf der anderen Straßenseite durch Privatgärten den Talweg erreichen. Und wieder könnte eine Solardraisine Ihre Route kreuzen. Auf asphaltiertem Weg verlassen Sie Kreidach und folgen dem Bachlauf geradeaus durch den Wald. Sobald der Wald Sie wieder frei gibt, tauchen die Skulpturen des Kunstweges auf. Über offene Landschaft wandern Sie zu Ihrem Ausgangspunkt zurück.

Markierungszeichen: A6

Infomaterialien

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Albsteinach

Tourenbeschreibung „Steinbruchweg“

Altensteig: Steinerne Schätze mit Weite und Ausblick

Geotour mit dem Thema ,,Steine und Geologie“, auch für kleine Naturliebhaber. Eine kurzweilige Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte des Nordschwarzwaldes über die mittelalterliche Hornberger Burg, wo man an manchen Tagen sogar bis zur Burg Hohenzollern blicken kann.

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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Altensteig

Broschüre „Steinerne Schätze mit Weite und Ausblick“

Amberg-Sulzbacher Land: Erzweg

Der Erzweg verbindet die Stätten mit einer über 1000-jährigen Bergbautradition im „Ruhrgebiet des Mittelalters“ und bindet die faszinierende Kultur und Natur entlang der Strecke mit ein. Perfekt inszeniert wird das Erlebnis mit eindrucksvollen, fast bizarren Resten der einstigen Montangeschichte der Region.

Der Qualitätswanderweg bietet einen Mix aus beschaulichen Waldspaziergängen im Hirschwald, schmalen Wandersteigen auf der Kuppenalb oder spannenden Felswegen in den Königsteiner Steinbergen.

Der Erzweg ist „offiziell“ in 11 Etappen aufgeteilt. Ergänzend dazu wurden neun Schlaufenwege angeschlossen, so dass der Erzweg auch in einzelne Rundwanderungen aufgeteilt erwandert werden kann. Die Etappenvorschläge und die Zusatzschleifen sind auf der Betreiberseite beschrieben.

Kulturhistorisch wertvolle Baudenkmäler, interessante Städte, Bergwerke und Höhlen bieten auch abseits der direkten Wegstrecke durch den Bayerischen Jura viel zum Schauen und Staunen. Durch zahlreiche Bahnhöfe lassen sich auch etliche Tagestouren absolvieren, indem man mit der Bahn zum Ausgangspunkt zurückfährt.

Die Etappen
Etappe 1 Pegnitz - Michelfeld

In Pegnitz befanden sich die nördlichsten Erzfunde. Die Karstbuckel der nordöstlichen Ausläufer der Kuppenalb gehen über in weite Hochflächen, die sich mit Tallandschaften abwechseln.

Start des Erzweges ist Pegnitz mit seinem historischen Marktplatz. Der Weg führt vorbei an dem stillgelegten Bergwerk Johannesschacht und den alten Erzhalden. Über den Zipser Berg verläuft der Wanderweg über einen weiten Bogen nach Neuhof und dann weiter auf den Hainberg. Über die Raisacher Höhe und die Penzenreuther Höhe gelangt man schließlich bergab ins Felsendorf Steinamwasser. Dem romantischen und entlegenen Flembachtal folgend wird Staubershammer erreicht. Von dort aus ist es nicht mehr weit nach Michelfeld mit seinem berühmten Asam-Kloster.

Etappe 2 Michelfeld - Auerbach

Trotz der Montangeschichte und den Zeugnissen des Bergbaus hat sich die Landschaft ihren ursprünglichen Reiz erhalten können.Ausgezeichnet choreographiert der Weg die lange Erztradition der früheren Hauptstadt des neuböhmischen Reichs. Diese Etappe ist ein Glanzlicht des Erzwegs.

Ab Michelfeld geht es an Saaß vorbei ins Speckbachtal, wo das Felsländle als Rastplatz dient. Aus der Ferne ist bald der Förderturm der Grube Leonie zu sehen, welche 1987 still gelegt wurde. Folgt man der Markierung weiter, gelangt man zunächst zum alten Bergbaugelände, das einst zur größten Erzlagerstätte der Oberpfalz gehörte.

Die Grubenfelder werden heute von Auerochsen beweidet. Um Vorsicht bei der Durchquerung wird gebeten. Von dort ist es nicht mehr weit in die Stadtmitte von Auerbach.

Etappe 3 Auerbach - Neuhaus

Höhlen, Bergwerke und Felsen sind nur einige Erlebniselemente, mit denen dieser Abschnitt aufwartet. Die erlebnisreiche Tour führt vom Oberpfälzer Hügelland in die Kuppenalb.

Nach Auerbach geht es über den Gottvaterberg mit seinem herrlichen Panorama weiter nach Welluck. An den Maffeischächten und Sand vorbei wandert man streckenweise auf einer ehemaligen Bahnlinie, welche dem Transport von Erz diente. Beim Gasthaus „Hohe Tanne“ angekommen, führt ein Forstweg in den Auerbacher Bürgerwald zur Eichenkreuzhütte.

Im weiteren Verlauf der Wanderung wird die Landschaft immer impulsiver. Nachdem der Schlawackenberg überquert und eine längere Strecke zurückgelegt ist, taucht die Vogelherdgrotte auf. Bald danach folgt auch schon die Maximiliansgrotte.

Etappe 4 Neuhaus - Etzelwang

Über längere Strecken durchquert sie die sanft gewellten Hochebenen der Frankenalb. Zu Beginn und am Ende der Etappe zeigen sich die Charakteristika der Kuppenalb deutlich.

Nach der Maximiliansgrotte tut sich nach einiger Zeit die Schlierau-Kapelle auf. Von da an führt der Weg bergauf durch den Staatsforst Bärnhof. Im Wald findet der Wanderer schon bald die Bismarckgrotte (verschlossen) und passiert das ehemalige Forsthaus Rinnenbrunn, das abgebrochen ist.

Durch Achtel und Buchhof führt der Erzweg über den Eschenberg nach Kirchenreinbach. Die Tour passiert hoch aufgetürmte Felsformationen sowie die Burg Rupprechtstein und erreicht schließlich den Ortsrand von Etzelwang.

Etappe 5 Etzelwang - Lichtenegg

Steile An- und Abstiege, imposante Burgruinen und Passagen durch kleine felsdurchsetzte Feld- und Waldstücke wechseln mit tief eingeschnittenen Tälern.

Ab Etzelwang leitet die Markierung bis zum Knappenberg und weiter über den Brennberg hinab ins idyllische Lehental. Nach Oed mit seiner ehemaligen Kunstmühle geht es entlang der bewaldeten Bergflanke, die mit eindrucksvollen Kalksteinformationen durchsetzt ist, in die Drei-Täler-Gemeinde Weigendorf. Über Hartmannshof wandert man ins Högenbachtal, passiert die Fallmühle und stößt auf eine Quelle.

Weiter auf dem Erzweg erreicht man schließlich Haunritz mit der Felsnadel „Alter Fritz“. In Lichtenegg lohnt sich ein Aufstieg zur Burgruine, von der man einen grandiosen Ausblick genießt. Wer möchte, kann von Lichtenegg aus nach Högen weiterwandern.

Etappe 6 Lichtenegg - Sulzbach

Die Landschaft verändert sich stetig. Die Tour beginnt wild und ungezähmt, wird in ihrem Verlauf aber immer gemächlicher und sanfter.

Nach Lichtenegg verschwindet der Weg in den Wald und führt über Tannlohe nach Kutschendorf. Schon bald wartet die Besteigung des Beselberges auf den Wanderer. Mit dem Kuhfels ist der Beselberg der Höhepunkt der Wanderung. Etwa einen Kilometer nach dem Kuhfels wird die europäische Hauptwasserscheide überschritten. Ein befestigter Weg über Frankenhof leitet nach Aichazandt.

Durch das Naherholungsgebiet Obere Wagensass ist Sulzbach-Rosenberg nicht mehr weit. Um in die Stadt zu gelangen, verlässt man die Haupttrasse an einem kleinen Waldsee nach Norden und folgt nicht dem weiteren Verlauf des Erzweges nach Osten.

Etappe 7 Sulzbach - Amberg

Auf dieser Etappe erlebt man die Wälder des Sulzbacher Stadtwalds in der Oberen Wagensass, genießt die lieblichen, felsumstandenen Ausläufer der Kuppenalb und wird dann gefangen von den weiten Aussichten auf den Oberpfälzer Jura, das Vilstal und das Naabgebirge.

Vom Bahnhof in Sulzbach-Rosenberg aus begibt sich der Wanderer auf den Weg durch die Obere Wagensass nach Breitenbrunn, wo er auf die idyllischen Sieben Quellen trifft. Begleitet vom Breitenbrunner Bach werden bald der Schlackenberg und das alte Stahlwerk Maxhütte passiert. Der Markierung weiter folgend, erklimmt man den Erzberg.

Über Wiesen und durch Wälder führt der Erzweg nach Häringlohe und später auf den Rücken des Kühbergs. Vorbei an Karmensölden und Schäflohe wird oberhalb von Neuricht weiter gewandert. Hier liegen im Wald verborgen mehrere Schachteingänge, die zur Luitpoldhütte gehörten. Wenig später muss am Stadtrand von Amberg die Vils überquert werden. Bergan wird der Mariahilfberg erklommen, der mit der bekannten Wallfahrtskirche und einer grandiosen Aussicht auf Amberg aufwartet. Stufen unterhalb der Bergwirtschaft führen in die Altstadt von Amberg.

Etappe 8 Amberg - Paulsdorf

Die Etappe ist auch deshalb so kurz, da die Altstadt von Amberg zur Besichtigung einlädt. Wanderer sollten sich auf jeden Fall für diese alte Erzstadt Zeit nehmen, denn durch das Eisenerz ist Amberg bedeutend und reich geworden.

Über den Mariahilfberg folgt man einem Wegstück, das östlich hinabführt und durch einen Mischwald verläuft. Schon bald ist der Ortsrand von Raigering in Sicht. Es folgt ein Waldspaziergang mit einigen Schritten durch einen Friedhof. Der weitere Weg führt auf die Höhen nördlich von Krumbach und Engelsdorf. Dort begegnen dem Wanderer Kiefernhänge, Felder, Waldpfade und weitläufige Ausblicke. Demnächst muss der Schreierberg erklommen werden, um später an Feldern und Fischweihern vorbeizuschlendern. Ab Schlauderhof führt der Erzweg größtenteils durch den Wald. Unser Etappenziel Paulsdorf liegt nicht direkt an der Trasse, sondern kann ganz einfach von Norden oder von Osten über Altenricht (Erzabbau) erreicht werden.

Markierung: Rotkreuz

Etappe 9 Paulsdorf - Theuern

Wälder, Bach- und Flusslandschaften sowie Hochflächen spiegeln die landschaftliche Vielfalt der Etappe wieder. Eine Brotzeit für die Rast unterwegs ist empfehlenswert.

Von Paulsdorf muss man zunächst zur Haupttrasse Erzweges wandern. Das Rotkreuz leitet auf wilden, unberührten Pfaden in endlos weiten Kiefernwäldern durch den ruhigen, bisher kaum bekannten Freihölser Forst. Der Bahnlinie folgend werden Baggerseen erreicht. Nach der Überquerung der Bundesstraße wandert man durch eine Sandgrube mitten im Kiefernwald.

Vor der Überquerung der Autobahn passiert man das Gelände der ehemaligen Grube Luxemburg (Lehrpfad) und kommt nach Ebermannsdorf. Nach der Ortschaft folgt man dem Eisenbach hinab zur Vils und steigt von dort auf die Hochfläche vor Theuern. Ins Vilstal hinabwandernd wird Theuern erreicht.

Etappe 10 Theuern - Heimhof

Die Hammerschlösser in Theuern und Wolfsbach, die Vils als Transportweg, oder der Hirschwald, der über Jahrhunderte Holzlieferant für die Verhüttung war, sind Elemente der regionalen Industriegeschichte.

Von Theuern wandert man entlang der Vils bis Wolfsbach. Hier wird der Hirschwald betreten, durch den sich der Erzweg auf unzähligen geheimen Wegen und Pfaden windet. Unterbrochen wird der schier endlose Wald durch die Rodungsinseln von Ober- und Unterbernstein. An den Bernsteiner Hängen hinab ergibt sich nach und nach ein wundervoller Ausblick über das Taubenbacher Tal.

Vor Eigentshofen und Eglhofen verlässt man die Wälder. Die Landschaft wird wieder kleingliedriger. Am Fuße des Spitzberges entlang spaziert man das letzte Stück der Etappe über sanfte Hügel bis nach Heimhof.

Etappe 11 Heimhof - Kastl

Die Wanderroute kreuzt Karst-Hochflächen mit ihrer mediterran anmutenden Flora ebenso wie die dunklen, felsumstandenen Waldhänge der Talaue, die frisch sprudelnde Lauterach sowie aussichtsreiche Felskuppen.

Zunächst nur leicht hügelig entwickelt diese Etappe im Lauterachtal eine zunehmende Dynamik. Die Burg Heimhof im Rücken gelangt der Wanderer der Markierung folgend nach Hausen. Über Felder und Wiesen und durch Waldstücke geht es oberhalb an Flügelsbuch vorbei. Der weitere Weg führt hangparallel entlang der Lauterach. Nach der Überquerung des romantischen Jurabaches wandert man direkt dem Fluss entlang bis zur Ortschaft Lauterach und biegt nach Süden ab, um den aussichtsreichen Rechenfels zu ersteigen und zu umrunden.

Am Übergang zum Kastler Berg wendet man sich nach Westen in Richtung Enzenberg. Der Endpunkt des Erzweges, die Marktgemeinde Kastl, ist nun nicht mehr weit. Die mächtige Klosteranlage von Kastl mit seinem romantischen Marktplatz bildet den Schlussakkord des Erzwegs.

Infomaterialien

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Amberg-Sulzbacher Land

Broschüre „Der Erzweg: Durch das Land der tausend Feuer“

Amöneburg: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Kreuz & Quer“

Der Rundwanderweg führt zu den geologischen und biologischen Highlights der Stadt Amöneburg.

Der gut ausgeschilderte Rundwanderweg führt von Amöneburg  zum Schweinsbergre Moor und entlang der Ohm zu den geologischen und biologischen Besonderheiten rund um Amöneburg.

Die Wegstationen
Ziegelhütte

In der näheren Umgebung gab es früher vier Ziegelhütten, in denen Ziegel und Dachsteine aus Ton gebrannt wurden. Das Töpfer- und Ziegelhandwerk kam erstmals 1588 nach Amöneburg. 1663 ließ die Stadt östlich des Ohmübergangs an der Brücker Mühle eine stadteigene Ziegelhütte errichten, die jeweils für drei oder sechs Jahre an sogenannte Ziegler verpachtet wurde.

Mainzer Rad

Auf den denkmalgeschützten Grenzsteinen aus Bundsandstein findet man auf der einen Seite das Mainzer Rad und auf der anderen Seite den hessischen Löwen. Der Erzbischof Willigis von Mainz war Sohn eines Wagenbauers und im Jahr 975 wurden
ihm aus Neid große Wagenräder an seine Tore und Wände gemalt. Daraufhin hat er sich um seine einfache Herkunft zu betonen weiße Räder an die Wände seines Saales malen lassen. Da Amöneburg lange Zeit zu Mainz gehörte, findet man auch im Amöneburger Stadtwappen das Mainzer Rad.

Quarzitabbau

Quarzite (Gestein des Jahres 2012) sind Sedimentgesteine. Das Mineral Quarz ist sehr hart und verwitterungsresistent. Durch das feuchtwarme Klima im Tertiär, vor etwa
40 Millionen Jahren, entstand hier ein besonderer Quarzit. Im Brücker Wald wurde der Tertiärquarzit bis in die 50 er Jahre abgebaut.

Grenzsteine

Sie sehen mit Flechten überzogene historische Grenzsteine, die unter Denkmalschutz stehen. Die Steine sind aus Quarzit und wurden im nahegelegenen Brücker Wald gebrochen.

Brücker Wald

Das über 400 Hektar große Gebiet ist als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) unter anderem aufgrund seines alten Eichen- und Buchenbestandes geschützt. Es gehört damit zum europaweiten Schutzgebietsnetz Natura 2000. Der überaus viel vorkommende sandige Untergrund in dieser Gemarkung und der hohen Population von Feldhasen brachte vermutlich Niederklein den Dorfnamen „Sandhasen“ ein. Vielleicht hören Sie auch den Kuckuck rufen, dem Rüdigheim seinen Dorfnamen „Kuckucker“ verdankt.

Naturdenkmal

Sie kommen vorbei an einer 20 m hohen seltenen Schwarzpappel, die ein Naturdenkmal ist. Der Stammumfang hat 4,7 m und sie ist heute ca. 250 Jahre alt.

Infomaterialien

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Amöneburg

Faltblatt Geotour „Kreuz & Quer“

Textquellen

Faltblatt Geotour „Kreuz & Quer“

Amöneburg: Vulkanregion Vogelsberg – Geotour „Stock & Stein“

Geologie hautnah: Rundwanderweg um den ehemaligen Vulkanschlot der Amöneburg. Die Stadt Amöneburg lädt Sie ein auf eine Wanderung rund um die ehemaligen Vulkanschlote der Amöneburg. Hier kann man das Thema Geologie hautnah sehen, spüren und erleben.

Der abwechslungsreiche Wanderweg führt Sie an lokalen Geotopen wie Steinbrüchen und Felsformationen, aber auch an naturkundlichen Besonderheiten und interessanten Biotopen vorbei. Erleben und begreifen Sie, wie unsere Erde und ihre Rohstoffe entstanden sind und auf welchem Fundament sich unsere Landschaft gebildet hat.

Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und des Lebens aufzeigen. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile wie Höhlen, Moore, Seen und Quellen.

Die Wegstationen
Wenigenburg

Die Wenigenburg wurde im 12. Jahrhundert als Vorburg auf dem „wenigen“ oder „kleineren“ Berg, dem zweiten Vulkanschlot, errichtet.

Farnschlucht

An diesem Gesteinsaufschluss im Westen des Basaltmassivs der Amöneburg finden verschiedene Farne gute Wachstumsbedingungen.

Weihersborn und Stockborn

Das Wort „Born“ ist die historische Bezeichnung für einen Brunnen oder eine Quelle.
Ihren Ursprung haben diese Quellen in der vulkanischen Tätigkeit rund um Amöneburg.

Am Stockborn befindet sich eine unterirdische über 600 Jahre alte gemauerte Kaverne, worin das Wasser der umliegenden Quellen gesammelt und mit einer Hand-Pumpe geschöpft wird.

Hecken

Der Amöneburger Heckenhain liegt im Natuschutzgebiet und bietet tausenden Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Trockenmauer

Das Aufschichten von losen Steinen ohne Mörtel und Beton ist die älteste Form des Steinbaus.

Infomaterialien

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Amöneburg

Faltblatt Geotour „Stock & Stein“

Textquellen

Faltblatt Geotour „Stock & Stein“

Appenzell: Geologischer Panoramweg um den Hohen Kasten

Der unvergleichliche Geologische Panoramaweg verläuft auf dem sanften aber teilweise auch exponierten Grat vom Hohen Kasten über Staubern an der Saxerlücke vorbei zur Bollenwees. Alle paar Meter enteckt man neue Aus- und Ansichten. Über 300 Gipfel sind nah und fern sichtbar. Aber auch der Blick ins Rheintal, den Alpstein und das Appenzellerland verleiten dazu, immer mal wieder stehen zu bleiben, die Seele baumeln und den Gedanken freien lauf zu lassen.

Der geologische Wanderweg führt via Berggasthaus Staubern zur Saxerlücke entlang der südlichen Kette des Alpsteins. Die Route ist mit 15 Thementafeln ausgestattet, die dem Betrachter zahlreiche Phänomene der Geologie anschaulich erklären und Sie werden vieles davon auch gleich unterwegs in Ihrer Umgebung entdecken. Die imposanten Felsformationen der Keuzberg und die beiden Bergseen, Fälensee und Sämtisersee runden dies Wanderung ab.

Zu sehen sind Versteinerungen. Verwitterungsformen, unterirdisch entwässernde Seen, Falten und Brüche. Besonders beeindruckend ist der berühmte Sax-Schwende-Bruch, wo die Verschiebung des Ostmassivs um ein paar hundert Meter deutlich zu sehen ist. Nach einem kurzen Abstieg von der Saxer Lücke erreichen Sie das wunderbar am Fählensee gelegene Berggasthaus Bollenwees, wo der geologische Wanderweg endet.

Der Weg zurück ins Tal führt entweder via Sämtisersee und Berggasthaus Plattenbödeli oder via Rainhütten und Berggasthaus Ruhesitz nach Brülisau.

Hinweise

Beim Geologischen Wanderweg handelt es sich um einen Bergweg (weiss-rot-weiss markiert). Daher sind gutes Schuhwerk und entsprechende Trittsicherheit Voraussetzung für den Genuss der Tour.

Der Weg kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden.

Die Infotafeln
Der Alpstein

Der Alpstein – Teil der Alpen

Wo ist der Ozean geblieben? Erhalten Sie einen Überblick über den komplizierten Bau der Alpen. Erfahren Sie, mit welchen anderen Regionen der Schweiz der Alpstein seine geologische Geschichte teilt.

Der Alpstein – vom Meer ins Meer

Wie entsteht ein Gebirge? Lernen Sie mehr über die drei Phasen, die den heutigen Alpstein formten. Erkennen Sie, dass es sich dabei um einen Kreislauf handelt: Sedimentation – Gebirgsbildung – Erosion – Sedimentation.

Der Alpstein in der geologischen Zeitleiste

Wie lange ist es her? Ordnen Sie die drei Phasen der Gebirgsbildung den entsprechenden geologischen Zeiträumen zu und begeben Sie sich dann auf eine Zeitreise.

Riffe im Alpstein

die Schrattenkalk-Formation Der Ozean im Gebirge? Schichten Sie die Sedimentgesteine des Alpsteins zu einem Stapel von rund 600 Metern auf. Versetzen Sie sich zurück in die Zeit von Ammoniten, Haifischen und Riffen und ertasten Sie deren Überreste auf 1795 m ü.M.

Gesteinsfalten formen den Alpstein

Sie runzeln die Stirn? Falten Sie die Schrattenkalk-Formation zu Scheiteln und Mulden und finden Sie sie wieder in den Talungen und Gipfelfluren des Alpstein-Panoramas.

Gesteine verwittern unterschiedlich

Wo sind die Felswände hin? Setzen Sie die verschieden harten Gesteine der Verwitterung und Erosion aus. Erkennen Sie die daraus entstandenen unterschiedlichen Landschaftsformen in 3D.

Bergsturzgebiet "Rohr"

Fehlt hier nicht etwas? Entdecken Sie von ganz oben die gut sichtbaren Spuren, die Bergstürze im Gelände hinterlassen.

Bruch versetzt Gesteinsschichten

Sehen Sie den Versatz? Erkennen Sie die verschiedenen Kalksteinschichten und rücken Sie diese in ihre ursprüngliche Position zurück.

Verwerfungen am Hohen Kasten

Wie entstand der Hohe Kasten? Machen Sie sich selbst ein Bild und verfolgen Sie Schritt für Schritt die einzelnen Phasen der Bruchtektonik und der Erosion, die zur heutigen Situation führten.

Der Sämtisersee – ein Karstsee

Wo ist das Wasser hin? Erfahren Sie mehr über die Hydrologie der Alpsteinseen und lassen Sie sich überraschen, welche Wege das versickernde Wasser nimmt.

Der Rheintalgletscher

Wie kalt war es vor 20.000 Jahren? Versetzen Sie sich zurück in die Zeit der letzten Eiszeit und beobachten Sie die Spuren, die der Rheintalgletscher hinterlassen hat.

Die Hoher-Kasten-Antiklinale

Sehen Sie die Falte? Entdecken Sie den Kern der Hoher-Kasten-Antiklinale auf der Stauberen. Übertragen Sie die Faltentheorie ins Gelände und tauchen Sie ab in ältere Gesteinsschichten.

Der Fählensee und der Sax-Schwende-Bruch

Total verschoben? Schauen Sie auf den Fälensee hinunter und erkennen Sie seine natürliche Staumauer. Bringen Sie Täler und Bergketten auf eine Linie.

Die Kreuzberge – Teil einer Synklinalen

Nun ist es anders rum? Blicken Sie in den Kern einer Synklinalen und finden Sie Gesteine jüngeren Alters. Vervollständigen Sie die
Überreste der angrenzenden Antiklinalen.

Karren – eine Karstform

Woher stammt der Name? Lesen Sie die Spuren der Kalkerosion und merken Sie sich die Namen dieser jüngsten und dennoch vergänglichen Naturformen.

Der Sax-Schwende-Bruch

Auf welcher Seite stehen Sie? Sehen Sie die markante Bruchlinie des berühmten Sax-Schwende-Bruchs quer durch den Alpstein mit
Ihren eigenen Augen.

Der Bollenwees-See – Zeugnis der letzten Eiszeit

Wo sind die Badegäste? Machen Sie erneut eine Zeitreise in die Erdgeschichte und entdecken Sie die Relikte eines Schmelzwassersees und eines eiszeitlichen Felssturzes.

Infomaterialien

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Appenzell

Geologischer Wanderweg Hoher Kasten

Aschaffenburg: Kulturweg 3 „Gailbach – Marmor, Stein und Spessartit“

Archäologisches Spessartprojekt

Kulturwege

Die Kulturwege sind – gemeinsam mit den archäologischen Projekten – das Aushängeschild des Archäologischen Spessartprojekts.

Seit 1999 entsteht ein immer dichteres Netz von Kulturwegen, auf denen die Kulturlandschaft Spessart erlebbar und begreifbar wird.

Zu jedem Kulturweg erscheint ein Folder mit einer Wegbeschreibung und Kurzbeschreibung der Stationen. Eine Auswahl der Kulturwegefolder finden Sie in der Geschäftsstelle des Spessartbundes (Treibgasse 3, 63739 Aschaffenburg).

Kennzeichnend für die Gailbacher Geschichte ist die hohe Anzahl von Steinbrüchen, die in ihrer Vielfalt und Anzahl rund ums Dorf einmalig sind.

So erscheinen die umgebenden Höhen Kaiselsberg, Findberg, Stengerts und Weißberg bereits auf der Spessartkarte des Nürnberger Kartografen Paul Pfinzing von 1562/94. Hier wurden hauptsächlich Buntsandstein, Spessartit sowie Feldspat abgebaut, wobei der Sandsteinabbau besonders traditionsreich war.

Die Armutsperiode, die zwischen 1750 und 1950 den gesamten Spessart erfasste, war in Gailbach besonders folgenreich. Nur noch wenige Relikte aus früheren Epochen haben sich erhalten, darunter der ehemalige Pestfriedhof. Der Kulturweg führt in der Gailbacher Kulturlandschaft auf abwechslungsreiche Weise durch Feld und Wald – immer wieder mit überraschenden Ausblicken.

Wegbeschreibung

Man beginnt die ca. 8 km lange Wanderung an der 1969 neu errichteten Matthäuskirche und folgt dem Kulturwanderweg bis zu einem Aussichtspunkt am Waldrand. Von hier aus bietet sich dem Wanderer bei guter Sicht ein wunderbarer Blick ins Rhein-Main-Gebiet bis zum Feldberg im Taunus.

Nach ungefähr einem Kilometer durch den schattigen Wald, gelangt man zum Bensenbruch mit seinem Bildstock. Folgt man der Markierung weiter, kommt man zu einem besonderen Naturdenkmal, der sogenannten „Dick Aasche“, auch als Frühstückseiche bekannt, da Aschaffenburger Wanderer auf dem Weg zur Hohen Wart schon vor vielen Jahren hier eine Rast einlegten.

Noch vor dem Erreichen des Ausgangspunkts in Gailbach, führt der Wanderweg zum alten Marktplatz, der mit den umgebenden Fachwerkhäusern noch einen dörflichen Charakter aufweist. An dieser Stelle der Rundwanderung hat man die Möglichkeit, einen Abstecher zum Marmorsteinbruch zu unternehmen.

Station 1: Start an der Matthäuskirche

Gailbachs (Wirtschafts)geschichte wurde stark von den Steinbrüchen geprägt, deren Zahl und Vielfalt rund ums Dorf einmalig sind. Die Höhen rund um Gailbach, Kaiselsberg, Findberg, Stengerts und Weißberg erscheinen bereits auf der Spessartkarte des Nürnberger Kartografen Paul Pfinzing 1562/94 namentlich – ein deutlicher Hinweis auf ihre Bedeutung. In Gailbach wurde hauptsächlich Buntsandstein abgebaut, daneben aber auch
Spessartit sowie Feldspat. Die Armutsperiode, die zwischen 1750 und 1950 den gesamten Spessart erfasste, war in Gailbach besonders folgenreich. Nur noch wenige Relikte aus früheren Epochen haben sich erhalten,  arunter der ehemalige Pestfriedhof…

PDF-Download Infotafel 1

Station 2: Ausblick

Hinter Gailbach sind die Papierwerke von Stockstadt und die Hochhäuser von Mainaschaff (Bild 1-3) zu erkennen. Bei guter Sicht kann man dahinter die Skyline von Frankfurt (Bild 4) und den Taunus mit dem Feldberg (Bild 5 und 6) sehen…

PDF-Download Infotafel 2

Station 3: Bensenbruch

Nahe der Gemarkungsgrenze zu Dörrmorsbach steht der Schwind-Bildstock, der auf ein Versprechen während des Zweiten Weltkrieges zurückgeht. Da Gailbach und Dörrmorsbach in der Karwoche 1945 Kampfgebiet wurden, brachten sich die Menschen vor Bomben und Granaten in Kellern und Stollen in Sicherheit. Auch im Bensenbruch, einem alten Steinbruch, suchten die Menschen Zuflucht. Ein etwa 15 Meter langer und über 2 Meter hoher Raum, in Form eines Kellergewölbes, konnte 50 bis 60 Personen aufnehmen…

PDF-Download Infotafel 3

Station 4: Frühstückseiche

Gailbachs (Wirtschafts)geschichte wurde stark von den Steinbrüchen geprägt, deren Zahl und Vielfalt rund ums Dorf einmalig sind. Die Höhen rund um Gailbach, Kaiselsberg, Findberg, Stengerts und Weißberg erscheinen bereits auf der Spessartkarte des Nürnberger Kartografen Paul Pfinzing 1562/94 namentlich – ein deutlicher Hinweis auf ihre Bedeutung. In Gailbach wurde hauptsächlich Buntsandstein abgebaut, daneben aber auch Spessartit sowie Feldspat. Die Armutsperiode, die zwischen 1750 und 1950 den gesamten Spessart erfasste, war in Gailbach besonders folgenreich. Nur noch wenige Relikte aus früheren Epochen haben sich erhalten, darunter der ehemalige Pestfriedhof…

PDF-Download Infotafel 4

Station 5: Alter Kirchplatz

Noch ein weiterer prächtiger Fachwerkbau ziert diesen Platz. Dieses Wohnhaus im Stengertsweg 1 gilt als gelungenes Beispiel einer Rekonstruktion. Zwar war das ursprüngliche Bauernhaus nicht mehr zu retten, doch wurde es 1994 auf den alten Grundmauern orginalgetreu und nach alter Bauweise aufgerichtet…

PDF-Download Infotafel 5

Aussenstation: Marmorsteinbruch

Einzigartig ist der Auschluss des „Weißen Steinbruchs“, wo Kalkspat gefördert wurde. Um 1870 begann man den Abbau für die Zellstofffabrik in Aschaffenburg-Damm, die den Kalk für die Papierherstellung verewandte.

Geologisch handelt es sich um kalkige Sedimente, die durch Hitze und Druck zusammen mit den umgebenden Gesteinen zu den Marmoren und Silikatmarmoren umgewandelt wurden.

Lage

Bei dem „Weißen Steinbruch“ handelt es sich um einen schluchtförmiger Steinbruch im Marmor, der später untertägig fortgeführt wurde (“ Schacht „Heinrich“), ca. 700 m SE der Dümpelsmühle und südlich der Elterhöfe.

Der Zugang erfolgt über den „Reiterweg“, einem Abzweig von der Aschaffenburger Straße (von Aschaffenburg  nach Gailbach), gegenüber der Bushaltestelle „Gaibachtal“.

© Archäologisches Spessartprojekt e.V.

Mit freundlicher Genehmigung.

Infomaterialien

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Gaildorf

Faltblatt „Marmor, Stein und Spessartit“

Baden (Schweiz): Geopfad

Baden – an der Nahtstelle zwischen den beiden schweizerischen Grosslandschaften Jura und Mittelland – weist eine äusserst vielfältige erdkundliche Geschichte auf. Mehr Informationen über die Geologie erfahren Sie auf dem Geo Pfad.

Vom Teufelskeller bis zu den Thermal-Quellen

Die Umgebung von Baden ist erdgeschichtlich außerordentlich interessant. Wenn man zum Schloss Stein aufsteigt, befinden man sich gesteinsmässig im Jura. Die Felsen auf Schloss Stein setzen sich östlich der Limmat in der Lägern fort – der Berggrat bildet den letzten und östlichsten Ausläufer des Faltenjuras.

Der Teufelskeller ist eine Felssackung mit Nagelfluh-Obelisken, Höhlen, Schründen und Schluchten. Darin hat sich ein vielfältiges Mosaik von Pflanzengemeinschaften mit typischen Pflanzenarten und imposanten Baumriesen entwickelt. In den tiefgründigen Mulden wachsen die höchsten Buchen, Eschen und Fichten Badens mit bis zu 50 Meter Höhe. 1987 hat die Ortsbürgergemeinde Baden den Teufelskeller zum Naturreservat erklärt.

Die Thermen von Baden und Ennetbaden entspringen als aufsteigende Kluftquellen im Kern der Lägernfalte, wo die ältesten Felsschichten durch das Limmattal quer durchschnitten werden. Das Thermalwasser wird heute in 16 Quellen gefasst. Zwei Quellfassungen liegen rechts der Limmat auf Gemeindegebiet von Ennetbaden. Sechzehn Quellen befinden sich links der Limmat auf Badener Gemeindegebiet. Das bis zu 48° Celsius heisse Wasser ist stark mineralisiert.

Auf insgesamt zehn Tafeln werden obige und weitere interessante geologische Informationen rund um Baden erläutert und dem Besucher näher gebracht.

Die Infotafeln
Station 1: Halb Jura – halb Mittelland!

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 2: Lägernkopf

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 3: Felsaufschluss aus der unteren Süsswassermolasse am Chrüzliberg

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 4: Teufelskeller

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 5: Auf Fossilienjagd

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 6: Ein See vor den Toren Badens?

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 7: Weit gereist! Ein Fremder in Baden

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 8: Heisses Wasser aus der Tiefe

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 9: Schotterfluren und Erosionsterrassen

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Station 10: Das Gerippe einer Falte

mehr Infos: siehe Broschüre Geopfad

Infomaterialien

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Baden

Broschüre „Geopfad“

Textquellen

Webseite „Regio Magazin“

Baden-Baden: Gewässererlebnispfad Oos im „Wörthböschel“

Das Gebiet „Wörthböschel“ ist ein parkähnliches Gebiet, durch das die Oos fließt. Es gehört zum neuen Stadtteil Cité. Auf dem Erlebnispfad finden Besucher einen Barfußweg, einen Balancesteg, eine Baumelbank, Hochwasserpegelmarken, Sitzbänke und vieles mehr. An den zwölf Stationen, die als Rundweg begehen oder sich einzeln besuchen lassen, sind Info-Tafeln aufgestellt, wo den Besuchern Wissens- und Erlebenswertes rund um den Themenkreis „Baden-Baden an der Oos“ vermittelt wird.

Die Weglänge beträgt lediglich 900 m.

Infomaterialien

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Baden-Baden

Gewässererlebnispfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Baden-Baden: Merkurs Würfel

Auf dem Gipfel des Merkurbergs in Baden-Baden erfährt man in einer außergewöhnlichen Ausstellung Wissenswertes über Herkunft, Eigenschaften und Verwendung von 17 Gesteinsarten. Höhepunkt der Ausstellung ist ein überdimensionales Würfelspiel aus mächtigen Gesteinsbrocken, wie zufällig vom römischen Gott Merkur vor den Merkurturm geworfen.

Merkurs Würfel sind ein ideales Ausflugsziel: Die MerkurBergbahn, eine der längsten und steilsten Standseilbahnen Deutschlands, bringt Sie auf den Gipfel des Merkurbergs. An der Bergstation gibt es kostenlose Infoflyer zur geologischen Ausstellung, die Sie auf dem Weg zum Merkurturm erleben können. Von der Aussichtsplattfornm des Merkurturms haben Sie einen imposanten Rundumblick auf die geologischen Hightlights in der Region.

Ausstellung und Aussichtplattform können Sie vorab auf einer 360° Panoramatour erleben.

Panoramatour

Infomaterialien

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Baden-Baden, Merkur

Faltblatt „Merkurs Würfel – eine geologische Zeitreise“

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Baden-Baden, Merkur

Faltblatt „Gesteine vor Ort erleben – mit geologischer Karte“

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Baden-Baden, Merkur

Faltblatt „Aussicht“

Textquellen

Keine Textquellen vorhanden.

Baden-Baden: Panoramaweg

Auf insgesamt 45 Kilometern Weglänge, vom Zentrum Baden-Badens bis ins Geroldsauer Tal mit seinen engen Schluchten und rauschenden Bächen erlebt der Wanderer ein farbenprächtiges Naturkaleidoskop.

Eingeteilt in vier Etappen kann man je nach Kondition und Laune die einzelnen Wegstrecken kombinieren oder zeitlich unabhängig voneinander begehen.

Der Panoaramweg ist offiziell in vier Tagesetappen unterteilt:

E

Etappe 1

E

Etappe 2

Badenweiler-Sehringen: Geologischer und bergbaugeschichtlicher Wanderweg

Badenweiler blickt auf eine lange Bergbautradition zurück. Viele Namen von Wegen und Plätzen, wie Alter Mann (= verlassener Stollen), Gipsgrubenweg oder Bergmannsruhe erinnern heute noch an diese Zeit. Nach Meinung von Experten hat der Bergbau bei Badenweiler zu keltischer Zeit begonnen. Im Laufe der Zeit wurde Blei, Silber und Eisenerz abgebaut. Der Abbau von Gips wurde bis in die 1960er Jahre betrieben.

Das reiche Erzvorkommen in der Region basiert auf dem Einbruch des Oberrheingrabens, der sich im Tertiär zwischen Schwarzwald und Vogesen vollzogen hat. Das an den Bruchstufen der stärksten Bewegung, der sog. „Hauptverwerfung“, entstandene Quarzriff erstreckt sich mit seinen dabei aufgerissenen Spaltungshohlräumen und Erzgängen als ein Hartgesteinsrippe deutlich sichtbar im Gelände von Sulzburg über Badenweiler bis nach Schloss Bürgeln.

Der neu eröffnete „Geologische und bergbaugeschichtliche Wanderweg Badenweiler-Sehringen“, dessen Start und Ziel der Info-Pavillon (Parkplatz) an der L 123 (Sehringer Straße) ist, oder am Inhalatorium in der Luisenstraße (gegenüber vom Rathaus), führt auf eine Länge von 5,6 km über schöne ruhige Waldwege, wo die Spuren des ehemaligen Bergbaus noch deutlich sichtbar sind. Am Info-Pavillon kann man sich anhand einer Übersichtstafel über den Verlauf der verschiedenen Wegvarianten sowie die Standpunkte der Stollen informieren. Interessante Exponate in den dortigen Schauvitrinen sowie weitere 35 Schautafeln am Weg geben wertvolle Einblicke u.a. zur Historie, zur Geologie und Geomorphologie der Badenweiler Bergbauregion.

Infomaterialien

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Badenweiler-Sehringen

Geologischer und bergbaugeschichtlicher Wanderweg – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Buchau: Archäologischer Moorlehrpfad

Dieser Weg erschließt bedeutende stein-, bronze- und eisenzeitlichen Fundstellen im Naturschutzgebiet Südliches Federseeried, darunter die Siedlung Forschner, die Teil des UNESCO Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ ist.

Elf Stationen mit Infotafeln geben einen Einblick in die Archäologie sowie in die Natur- und Landschaftsgeschichte des südlichen Federseeriedes. Teilrekonstruktionen zeigen die Lage von Gebäuden und Palisaden im Gelände.

Tipp

Vor dem Start sollte man unbedingt das Federseemuseum besuchen. Hier sind bedeutende archäologische Funde aus dem Federseemoor ausgestellt. Das Freigelände vermittelt einen Eindruck, wie die Häuser und Siedlungen unserer Vorfahren ausgesehen haben könnten.

Die Wegstationen
Geologie des Federsees
Die "Insel Buchau"

Eine mineralische Insel im Moor, die am Ende der letzten Eiszeit vollständig mit Wasser umgeben war.

Das Dorf in "Dullenried"

Eine Siedlung von Fischern und Jägern aus der späten Jungsteinzeit.

"Blütenstaub im Moor"

Die Vegetationsgeschichte des Federseemoors vom Ende der Eiszeit bis heute und der menschliche Einfluss auf die Umwelt.

Naturschutzgebiet "Südliches Federseenried"
Wasserburg "Buchau"

Die Wasserburg „Buchau“ zählte zu den bedeutendsten Siedlungen der Spätbronzezeit in Süddeutschland.

Oggelshausen "Bruggraben"

Hier wurde vor über 2.500 Jahren ein fast schon industrieller Fischfang betrieben.

Siedlung "Forschner"

Eine bronzezeitliche Befestigung im Moor. Seit 2011 eine Fundstelle des UNESCO-Welterbes.

Taubriedbach

Ein vorgeschichtlicher Wasserlauf mit zahlreichen steinzeitlichen Ansiedlungen.

Siedlung "Taubried"

Ein jungsteinzeitliches Bauerndorf.

Blick zum "Hernauhof"

Den Hof umgaben zahlreiche alt- und mittelsteinzeitliche Jagdplätze.

Infomaterialien

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Bad Buchau

Faltblatt „Archäologischer Moorlehrpfad – Der Weg ins südliche Ried“

Textquellen

Faltblatt

Bad Buchau: Rund um den Federsee

Rundtour um den Federsee die einen guten Über- und Einblick in das Federseegebiet sowie auch bei entsprechender Wetterlage einen tollen Weitblick auf die Alpen ermöglicht. Mit einem  Fernglas ausgestattet sind interessante Tierbeobachtungen möglich.

Vom Parkplatz aus führt der Weg erst einmal zum Federseemuseum. den dortigen Parkplatz quert man diagonal und verlässt ihn links vom Zugang zum Federseesteg. Über einen Holzweg geht es über Moosburg, Alleshausen, Seekirch, Tiefenbach und Oggelshausen zurück zum Ausgangspunkt.

Die Wegstationen
Station 1: Streuwiesen
Station 2: Federseekanal
Station 3: Flachmoor
Station 4: Wie entsteht ein Moor?
Station 5: Banngebiet Staudacher
Station 6: Vögel im Banngebiet
Station 7: Bannwälder
Station 8: Übergangsmoor
Station 9: Schmetterlinge
Station 10: Der Federsee - Ein Erbe der Eiszeit
Station 11: Landwirtschaft im Federseemoor
Station 12: Greifvögel
Station 13: Kliff
Station 14: Vögel der Feuchtwiesen

Infomaterialien

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Bad Buchau

Rund um den Federsee – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Buchau: Zum Blinden See

Die Wanderung führt von Bad Buchau aus über Kanzach, den Blinden See, Dürnau über Kappel zurück nach Bad Buchau.

Der Blinde See ist ein idyllisch gelegener Moorsee. Die heutige Seefläche entstand durch Torfabbau, heute steht das Gebiet unter Naturschutz. Das Moor und der See beherbergen viele selten gewordene Tiere und Pflanzen.

Das Moor ist trittempfindlich und darf zu seinem Schutz nicht betreten werden.

Infomaterialien

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Bad Buchau

Zuim Blinden See – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Herrenalb: „Wassersteine“ und plätschernde Quellen

Diese GeoTour macht mit ihren Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zum spannenden Outdoor-Erlebnis für die ganze Familie.

Hauptthemen:

Gesteine aus drei Erdzeitaltern, Quellen und Bäche, Geologie und Landschaft, Alb

Weitere Themen:

Historische Waldgewerbe, Felsen, Wanderblöcke

Gesteins-/Mineralienarten:

Forbach-Granit, Aplit (selten), Gang-Quarze mit Kristalldrusen (selten), Rotliegend-Fanglomerat (selten), Tigersandstein, Ecksches Konglomerat, Badischer Bausandstein, „Kugelsandstein“ (selten), Geröllsandstein mit Quarzgeröllen, Muschelkalk-Kalkstein (Wegschotter)

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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Bad Herrenalb

Broschüre „Wassersteine“ und plätschernde Quellen“

Bad Herrenalb: Quellenerlebnispfad

Thema und Zielgruppe

Der Quellenerlebnispfad von Bad Herrenalb will den Besuchern die zahlreichen Quellen im Albtal vorstellen und sie dazu bringen, sich mit den damit verbundenen Phänomenen interaktiv auseinander zu setzen. Gezielte Anregungen lassen die Besucher Naturerscheinungen wahrnehmen, an denen sie ansonsten achtlos vorbeigegangen wären und machen so Zusammenhänge verständlich.

Standort

Der Quellenerlebnispfad befindet sich auf dem Albtalweg zwischen Bad Herrenalb und der Plotzsägemühle. Die Länge beträgt ca. 4,6 km (ab Bahnhof) bzw. 3 km (ab Friedhof). Startpunkt und Endstation des Pfades sind mit dem Bus gut erreichbar.

Stationen

Es gibt 16 Stationen. An den Stationen werden großformatige Informationstafeln, eine Übersichtskarte, Quellenmodelle, die zum Teil interaktiv sind, Klapptafeln sowie Wasserspielelemente verwendet. Hinzu kommt eine ständige Aufforderung zu Überlegungen und Aktivitäten.

Die erste Station befindet sich im Bahnhof, da bewusst auf die Anreise mit der Albtalbahn gesetzt wird. Sie stimmt den Besucher ein, vermittelt erste Informationen und gibt Anregungen zur Entdeckung.

An der zweiten Station kann man am Modell einer Tümpelquelle interaktiv die Entstehung und Funktion einer Quelle kennen lernen.

Die drei wichtigsten Quelltypen werden dann an der nächsten Station vorgestellt. Ab dem „Ohr“ ist das Plätschern der Alb zu hören, das vorher vom Verkehrslärm überdeckt wurde.

An der Station 6 darf die Funktion einer Konstruktion erraten werden, die früher zur Wiesenbewässerung benutzt wurde.

Die Besonderheiten einer Sickerquelle und einer Sturzquelle sind Thema der beiden folgenden Stationen. Neben Informationen zu Quellnischen und Quellerosion gibt es an dieser Station die Möglichkeit Quellwasser zu schmecken. Anschließend werden die Besucher auf geologische Phänomene aufmerksam gemacht, die u. a. dazu führen, dass die Alb unterschiedlich schnell fließt.

Die Stationen 13 und 14 vermitteln dann Informationen über biologische Besonderheiten von Quellen. Wie ein Blockmeer entsteht, oder wie die Alb an dieser Stelle für die Flößerei benutzt wurde, lernt man an der nächsten Station. An der letzten Station gibt es mit der Plotzsägemühle die älteste Mühle im Umkreis. Sie wird heute als Ausflugslokal genutzt. Mühlenführungen sind gelegentlich auf Anfrage möglich.

Infomaterialien

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Bad Herrenalb

Quellerlebnispfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Lehrpfade und Lehrgärten, Arbeitsmaterialie Agenda-Büro Nr. 47, LUBW, September 2008.

Bad Hindelang: Hirschbachtobel

Der Hirschbachtobel ist eine wildromantische Schlucht und führt hinauf zum 1.500 m hohen Hirschberg bei Bad Hindelang. Die Wanderwege durch den Hirschbachtobel gehören zu den schönsten im ganzen Voralpenland. Über Brücken und Stege wandert man vorbei an steilen Felswänden und schroffen Steinbrocken, entlang des malerischen Bachs, der immer wieder in wilden Wasserfällen über die Felsen stürzt.

Auch geologisch ist die Schlucht sehr interessant, da sie durch verschiedene Gesteinsschichten führt. Hat man den imposanten Ausgang der Schlucht erreicht, wird man mit einem schönen Rundblick über die Region belohnt.

Wegbeschreibung

Start dieser eindrucksvollen Tour ist der Parkplatz Gruebplätze in Bad Oberdorf. Ihr überquert die Straße und wandert zunächst durch den hübschen Ort Bad Oberdorf. Über die Hirschbergstraße und den Winkelleitenweg erreicht Ihr den Eingang zum Hirschbachtobel.

Der Weg führt immer wieder über den Bach, parallel zum geologischen Rundwander-Lehrpfad. Dieser Lehrpfad informiert auf verschiedenen Hinweistafeln über den Aufbau und die Entstehung des Hirschbachtobels. Der Steig ist gut angelegt, durch mehrere Trittstufen und Seile gesichert. Dennoch wird Trittsicherheit verlangt, gerade bei feuchter oder nasser Witterung kann der Weg stellenweise rutschig sein.

Über mehrere Brücken geht es weiter hinauf bis Ihr rechts Richtung Oberjoch abbiegt. Am Ifenblick genießt Ihr die herrliche Aussicht bis zum Hohen Ifen mit seinem eindrucksvollen Massiv.

Auf dem schönen Panoramaweg erreicht Ihr Oberjoch. An der Hauptstraße haltet Ihr Euch links und geht ein kurzes Stück entlang der Passstraße, bis Ihr auf der gegenüberliegenden Seite in die Salzgasse einbiegt und dann vorbei am Speichersee auf die alte Jochstraße gelangt. Jetzt geht es rechts und Ihr steigt den rauschenden Wildbachtobel hinunter Richtung Bad Oberdorf.

Über den Bergwachtweg wandert Ihr zurück bis zum Parkplatz Gruebplätzle.

Geologischer Wanderlehrpfad Bad Hindelang

Der „Geologische Wanderlehrpfad Bad Hindelang“ gibt eine Einführung in die Gesteinsgeschichte um Bad Hindelang. Große Schautafeln und kleine Informationstafeln weisen auf 2,5 km und 250 Höhenmetern auf die verschiedenen Gesteinsschichten, Meeresbewohner und tektonischen Faltungen hin.

Der Wanderlehrpfad beginnt ca. fünf Gehminuten hinter dem Eingang zum Hirschbachtobel an der Bundesstraße B308 an der Schautafel zur Erdgeschichte des Hirschbachtobels. Nun führt unser Weg hinauf über Jura- und Kreidegesteine bis zur Abzweigung Kellerwandweg. Der Kellerwandweg leitet weiter entlang an Hauptdolomitfelsen der Triaszeit. Bald führt die Route hinab bis zum Aussichtspunkt Steinköpfle mit einer weiteren Schautafel.

Die gehzeit beträgt ca. zwei bis drei Stunden, um 180 Millionen Jahre Erdgeschichte mit offenen Augen zu durchwandern.

Infomaterialien

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Bad Hindelang

Der geologische Lehrpfad bei Hindelang

Bad Liebenzell: Felsen, Klüfte und eine Burg

Diese GeoTour macht mit ihren Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zum spannenden Outdoor-Erlebnis.

Themen:

Felsenburgen, Felsen, Badischer Bausandstein (Burg), Geröllsandstein, Plattensandstein, Geologie und Landschaft, Klüfte und Spalten, Thermal-/Mineralwasser, Aussicht Nagoldtal, Waldhufendörfer, historische Grenzen, „Geo-Lebewesen“ Gesteins-/Mineralienarten: Badischer Bausandstein, Geröllsandstein mit Quarzgeröllen, Plattensandstein, Muschelkalk-Kalkstein (Wegschotter), Kalksinter (Bauwerk)

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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Bad Liebenzell

Broschüre „Klüfte, Felsen und eine Burg“

Bad Liebenzell: Quellen, Brunnen und ein Mondloch

GeoTour zum Thema „Steine und Geologie“.

Themen:

Felsenburgen, Felsen, Badischer Bausandstein (Burg), Geröllsandstein, Plattensandstein, Geologie und Landschaft, Klüfte und Spalten, Thermal-/Mineralwasser, Aussicht Nagoldtal, Waldhufendörfer, historische Grenzen, „Geo-Lebewesen“ Gesteins-/Mineralienarten: Badischer Bausandstein, Geröllsandstein mit Quarzgeröllen, Plattensandstein, Muschelkalk-Kalkstein (Wegschotter), Kalksinter (Bauwerk).

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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Bad Liebenzell

Broschüre „Quellen, Brunnen und ein Mondloch“

Bad Peterstal-Griesbach: Wasserlehrpfad

Einem Anstoß des Fachbereiches „Kultur- und Heimatpflege folgend, stieß die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins Bad Peterstal-Griesbach auf das Thema Wasser. Angeregt vom Wasserreichtum unserer Gemarkung, aber auch vom Vorkommen natürlichen Mineralwassers, welches die Entwicklung des oberen Renchtals entscheidend mitgeprägt hat, wurde die Idee eines Wasserlehrpfades geboren.

Der Lehrpfad informiert auf 17 Tafeln über einige unterschiedliche Aspekte dieses Themas, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Das Anliegen von Tafel Nr. 3 „Ohne Wasser kein Leben“ gilt gewissermaßen als Oberbegriff. Der Wasserlehrpfad ist als Appell an alle gedacht, sich der vielen Vernetzungen, Aufgaben und Zusammenhänge bewusst zu werden, die mit dem Wasser verbunden sind – und will auch uns an die Verantwortung aller Menschen erinnern. Wasser wird knapp und immer kostbarer.

Das Anliegen der Wegemacher – über die reine Information hinaus – ist es, einem weiteren bedenkenlosen Verbrauch dieses unersetzlichen Naturgutes Einhalt zu gebieten. Spätestens um die Jahrhundertwende wird die Versorgung der immer noch anwachsenden Weltbevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser die große Herausforderung für die Menschheit sein, um ihr Überleben zu sichern. Diese Versorgung ist bereits heute in vielen Ländern der Dritten Welt nicht mehr gewährleistet. Umfassende Strategien zur Sicherung der Wasserversorgung werden erforderlich; Wasser hat so auch eine politische Dimension.

Kostbares Wasser

Trotz der unvorstellbar großen Menge Wassers auf der Erde bleiben nur etwa 0,2 – 0,3 % für die Trinkwasserversorgung verwertbar. Dabei geht das Wasser nicht verloren: wie immer es genutzt wird, Jeder Tropfen kehrt irgendwann einmal in den globalen Wasserkreislauf zurück. Das Abwasser von heute ist das Trinkwasser von morgen. Ein Bundesbürger z.B. verbraucht pro Tag durchschnittlich 145 Liter Trinkwasser. Nur etwa 3 Liter davon werden als Lebensmittel genutzt: zum Trinken und Kochen. Der große Rest wird für andere Zwecke verwendet (Hygiene, Putzen, WC-Spülung} und fließt in den Abfluss, um dann kostspielig aufbereitet zu werden. Im Grunde genommen bezahlt der Verbraucher sein Wasser dreimal: bei der Trinkwasserversorgung, der Abwasserreinigung und nicht zuletzt durch die Schäden an der zerstörten Natur.

Verantwortungsbewusster Umgang mit dem wertvollen Lebensmittel Wasser kommt also nicht nur unserem Geldbeutel zugute, sondern sichert unser Überleben.

Wegmarkierung

Über Wasserlinien das Brunnentempelsymbol in blau auf hellem Grund

Die Stationen
Natürliches Mineralwasser

Natürliches Mineralwasser muss laut Gesetz die Anforderung „ursprüngliche Reinheit“ erfüllen, d. h. die Quelle muss frei sein von jeglichen Verunreinigun­gen. Es muss aus einem unterirdischen geschützten Wasservorkommen stammen. Um seinem Namen gerecht zu werden, muss es eine bestimmte, natürliche Menge an Mineralstoffen und Spurenelementen aufweisen.

Mineralwässer enthalten lebensnotwendige Mineralstoffe und Spuren­elemente in natürlicher Komposition, da sie direkt aus den Tiefen der Erd­kruste stammen, also daher wo diese gelagert sind. Das absickernde Re­gen Wasser reinigt sich auf dem langen Weg in die Tiefe und löst beim Durchdringen der verschiedenen Gesteinsschichten mit Hilfe von Kohlensäu­re Mineralien. Bein Austreten aus der Quelle kommt ein mineralhaltiges Wasser – Mineralwasser – zutage. Mineralwasser ist also immer ein Tiefen­wasser.

Das Wasser, welches hier aus dem Trinkbrunnen fließt, entstammt der Stahlbadquelle. Es wird sehr gerne als gesunder Durstlöscher getrunken. Quelle muss frei sein von jeglichen Verunreinigun­gen. Es muss aus einem unterirdischen geschützten Wasservorkommen stammen.

Ohne Wasser kein Leben

Wasser ist durch menschliche Maßnahmen nicht vermehrbar. A/s Nahrungs­mittel undRohstoff ist es unentbehrlich und unersetzlich. (aus dem Wasser­haushaltsgesetz Deutschlands).Das gesamte Wasservolumen der Erde wird auf rund 1,36 Milliarden Kubik-kilometer geschätzt, doch nur 0,2 % dieser gesamten Wassermenge sind für Menschen, Tiere und Pflanzen direkt nutzbar. Wasser ist am Aufbau der Pflanzen- und Tierwelt maßgeblich beteiligt. Der menschliche Körper besteht zu 60 bis 70% aus Wasser, manche Gemüse und Früchte zu mehr als 90%. Der Wasserbedarf eines Erwachsenen beträgt täglich etwa 2,5 Liter. Wasser (ehem. Formel Hz 0) ist für den Wärmehaushalt der Natur durch seine besonders hohe spezifische Schmelz- und Verdampfungswärme ein guter Wärmespeicher, der starke Temperaturschwankungen ausgleicht. Da alle Lebensprozesse in der Zelle in wässriger Phase ablaufen, ist die Bedeutung des Wassers als Lösungs- und Transportmittel für Stoffwechsel­produkte unersetzlich. Sein Anteil am Protoplasma beträgt gewöhnlich 60 bis 70%. Störungen im Wasserhaushalt beeinflussen unmittelbar die Lebensfähigkeit; bei Wirbeltieren ist z.B. ein Wasserentzug von 10 bis 15 % tödlich.

Wasser und Wald

Der Wald ist die Urheimat des Wassers, beide stellen von Natur aus eine Einheit dar. Das beste Trinkwasser spendet der Wald, der jährliche Laub­und Nadelfall ergibt neuen Humus, durch den das Niederschlagswasser sorgfältig gefiltert eindringen kann. Bis 100 Liter je Quadratmeter kann der Boden speichern, das sind eine Million Liter je Hektar. Da der Waldboden selten gefriert, können Regen und Schmelzwasser leicht eindringen; der Wald verhindert so einen raschen oberflächigen Wasserabfluß sowie Hochwasserschäden. Das aufgenommene und gespeicherte Wasser fließt gefiltert dem Grundwasser zu und speist die Quellen nachhaltig das ganze Jahr hindurch, so dass sie auch während langer Trocken- und Frostperjoden nicht versiegen. Das schützende Blätterdach der Bäume verhindert das Abschwemmen des wertvollen Waldbodens, im heißen Sommer schützt es ihn vor dem Aus­trocknen, die Verdunstung wird in Grenzen gehalten. Der Aufenthalt des Menschen im Wald und am Wasser dient in besonderem Maße seiner Erholung.

Pflanzen am Bach

Bäume und Sträucher an Wasserläufen bieten Insekten, Vögeln und anderen Tieren unterschiedliche Lebensräume. Gleichzeitig bereichern sie das Landschaftsbild und dienen der Uferbefestigung. Die häufigsten Baumarten sind Erle, Esche, Ahorn, Ulme, Weide und Hasel. Darunter gedeiht eine artenreiche Waldbodenvegetation mit vielen Fruhjahrsblühern: Schlüsselblumen, Anemonen, Sumpfdotterblumen, Wasserlinsen, Milzkraut, Hängesegge, Weißer Hahnenfuß. Im laufe des Sommers wachsen dort u.a. Engelwurz, Mädesüß, Ruprechtskraut, Echtes Springkraut, Schlangenknöterich, Sauerklee und die eingebürgerten Pflanzen Balsamine und Goldrute.Zu jeder Jahreszeit findet der Betrachter eine Fülle unterschiedlicher Grün-und Blütenpflanzen.


Der Wildbach

Der Wildbach stellt mit seiner permanent niederen Temperatur und hoher Strömungsgeschwindigkeit einen speziellen Lebensraum dar. Dank der vielen Strudel ist der Sauerstoffgehalt sehr hoch, in vielen Wildbächen kommt die Bachforelle noch vor. Die sonstigen Bewohner des Wildbaches sind eher unscheinbar, meist Fliegenlarven und kleine Krebsarten Sie finden auch noch in den engsten Spalten und Unebenheiten der Steine Schutz vor der reißenden Strömung.

Entstehung von Quellen

Unser Grundgebirge ( Urgestein ) besteht aus den wasserundurchlässigen Gesteinsarten    Gneis    und    Granit,    darüber   lagert    eine    mächtige, wasserdurchlässige Buntsandsteinschicht. Das versickernde Niederschlagswasser durchdringt den Buntsandstein und trifft auf die kompakte Urgesteinsschicht. Dort staut es sich und sucht der Schwerkraft folgend, eine Stelle, wo es ungehindert als Quelle zutage treten kann. Den Übergang von wasserdurchlässiger und wasserundurchlässiger Schicht, der sich in unserer Gegend in ca. 600 – 700 m    Meereshöhe befindet, nennt man den Quellhorizont. Hier an dieser Stelle wird sichtbar, wie Wasser aus dem Erdreich austritt.

Wasser und Menschheitsgeschichte

Ohne Wasser wäre die Geschichte der Menschheit nie geschrieben worden. Schon früh siedelten die Menschen in der Nähe von Gewässern. So hatten sie Trinkwasser und außerdem konnten die Wasserläufe als Verkehrswege genutzt werden. Nicht ohne Grund entstanden die großen frühen Hoch­kulturen an Flüssen: am Nil, zwischen Euphrat und Tigris, am Indus, am Hwangho. Zur Sicherung der Wasserversorgung wurde schon früh Wasser-leitungssysteme gebaut, wie man heute noch an den erhalten gebliebenen Aquädukten aus römischer Zeit eindrucksvoll erkennen kann. Ebenso wurde bereits im Altertum die Wasserkraft als Energieträger genutzt. In unserem Zeitalter trat das Wasser in den Blickpunkt von Wissenschaft und Technik. Der Mensch erforscht alle Aspekte des Wassers und macht sie sich zunutze. Die enge Beziehung des Menschen zum Wasser spiegelt sich auch in philosophischen Vorstellungen, religiösen Handlungen und kulturellen Leistungen wider. Im Ritus von Taufe und zelebrierten Waschungen spie/t das Wasser bei vielen Völkern eine mystische Schlüsse/rolle. Auch die Künstler haben sich mit dem Wasser auseinandergesetzt. Bildhauer haben phantastische Brunnen geschaffen, Maler eindrucksvolle Bilder. Unzählige Lieder und Gedichte ranken sich um das Wässer und seine Rolle im Leben der Menschen. So sind Wasser und Menschheitsgeschichte untrennbar miteinander verbunden.

Trinkwasserversorgung

Die Gemeinden sind verpflichtet, für ihre Bürger einwandfreies Trinkwasser bereitzustellen. In unserer niederschlagsreichen Gegend steht hierfür heimisches Wasser zur Verfügung. Die vorhandenen Quellen werden gefasst und über ein Leitungsnetz den Hochbehältern zugeführt. Die Höhe der Standorte für die Reservoirs ist so gewählt, dass der notwendige Wasserdruck für die Versorgung jederzeit gewährleistet ist. 1990 wurde in den hier sichtbaren Behälter der Fichtensodquelle eine Entsäuerungsanlage eingebaut. Unser auf natürliche Weise bereits versauertes Wasser (infolge säurehaltigen Gesteins) wird durch Umwelt­belastungen (saurer Regen) noch aggressiver und könnte in Rohrleitungs­system Auswaschungen hervorrufen, welche die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Dies soll durch die Entsäuerungsanlage verhindert werden.

Wasserschutzgebiete

Zwischen der menschlichen Gesundheit und der Güte des Wassers besteht ein direkter Zusammenhang. Die Verpflichtung zum Gewässerschutz zieht die Pflicht zur Gesunderhaltung der Böden nach sich, um die Selbst­reinigungskraft der Natur zu erhalten. Wasserschutzgebiete sollen die Trinkwasserreserven vor schädlichen Einflüssen schützen. So bestehen Regelungen u.a. für die Bebauung sowie das Ausbringen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Müllablagerungen und Gefahrguttransporte sind verboten. Besondere Sorgfalt ist geboten bei der Abwasserkanalisation sowie bei der Durchfahrt von Kraftfahrzeugen durch diese mit Schildern ausgewiesenen Gebiete. In den Schutzzonen soll so das ober- und unterirdische Einzugsgebiet der Wasserförderstelle gesichert werden.

Gefährdung des Trinkwassers

Da Wasser durch menschliche Maßnahmen nicht vermehrt werden kann, ist der Schutz des vorhandenen Trinkwassers eine vordringliche Aufgabe – die Überlebensfrage der Menschheit, Gefahren drohen dem Trinkwasser z.B.

  • durch ungeklärte Abwässer aus Haushalten und Industrie
  • durch Schadstoffe aus der Luft
  • durch Nitratbelastung der Böden infolge zu starker Düngung
  • durch Verwendung von Pflanzenschutzmitteln     
  • durch unbekannte Gifte aus Mülldeponien
  • durch die Senkung des Grundwasserspiegels infolge Versiegelungder Landschaft
  • durch Fluß- und Bachregulierung
  • sowie durch Ölverschmutzung infolge verschiedener Ursachen

(ein Liter Öl macht eine Million Liter Trinkwasser ungenießbar

Der Kreislauf des Wassers

Das gesamte Wasser auf unserem Planeten ist in einem gigantischen Kreislauf einbezogen, der von der Sonne als Energiequelle angetrieben wird. Wasser verdunstet an der Oberfläche der Meere und Kontinente (Binnenge­wässer, aber auch Wälder etc. ) in großen Mengen. Die feinen Wassertröpfchen werden in großer Höhe mit der Luft als Wolken weiter­bewegt und bei entsprechend kühler Lufttemperatur, wenn die Luft keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann, fallen die zusammengeballten Tröpfchen als Niederschlag zur Erde – je nach Temperatur flüssig ( als Regen) oder fest (als Schnee oder Hagel). In unseren Breiten fallen jährlich rund 800 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter, im Schwarzwald bis zu 2000 Millimeter. Mehr als die Hälfte davon verdunstet, während der Rest über die Oberflächengewässer und das Grundwasser wieder dem Meer zufließt. Auch das Wasser des Künsbaches, welches weiter unten von der Rench aufgenommen und über den Rhein in die Nordsee geführt wird, nimmt teil an diesem Kreislauf.

Heilwasser

Die Kenntnis von den Heilquellen des Renchtales ist so a/t wie die Kultur des Renchtales selbst. Das Mineralwasser der heutigen FREYERSBACHER MINERALQUELLEN wird seit 1838 abgefüllt. Es entspringt aus Tiefen von 60 bis 250 Metern. Bereits im 19. Jahrhundert wurde das magnesium- und calciumhalitge Mineralwasser in versiegelten Tonkrügen versandt. Heilwasser ist ein Arzneimittel; es unterliegt dem Arzneimittelgesetz und benötigt eine amtliche Zulassung. Das Heilwasser der Freyersbacher Alexanderquelle zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Heilwässern in unserem Land. Es wird traditionell angewendet zur Vorbeugung und Besserung des Befindens bei chronischen Magen- und Darmerkrankungen und bei funktionellen Störungen der ableitenden Harnwege. Unten im Talgrund kann man die Gebäude der Freyersbacher Mineralquellen erkennen.

Oberflächenwasser - Grundwasser - Tiefenwasser

Niederschläge fließen zu einem Teil bereits als Oberflächenwasser auf der Erdoberfläche ab und sammeln sich dort in Rinnsalen, Bächen, Flüssen und Seen. All dieses Wasser kann heute in unserem Lebensraum nur noch in seltenen Ausnahmefällen als Trinkwasser verwendet werden. In Trink-wassergewinnungsanlagen (Wasserwerken) muss es zu Trinkwasser aufbe­reitet werden. Ein Teil des Niederschlagswassers dringt in den Untergrund ein, wo es den Grundwasservorrat ergänzt; hier nehmen es z.B. die Pflanzen mit Hilfe ihrer Wurzeln zur Aufrechterhaltung ihres Wasserhaushaltes auf. Bei ausreichender Filterung während der Bodenpassage kann dieses Grundwasser Trinkwasserqualität haben. Wasser, das in den Untergrund versickert, wird auf seiner Wanderung durch Erd- und Gesteinsschichten von Stoffen reingefiltert, die durch Menschen­hand im oberirdischen Teil des Wasserkreislaufes ins Wasser gelangt sind. Ferner kann sich dieses Tiefenwasser mit Mineralstoffen und Spurenele­menten aus der Erdkruste sowie Kohlendioxid, z. B. aus postvulkanischen Aktivitäten, anreichern.

Nutzung des Wassers früher

Unter den vom Menschen genutzten Energiequellen der Erde gehört Wasser zu den ältesten  und umweltfreundlichsten.  Einfache   Vorrichtungen  zur Nutzung der Wasserkraft gab es in Persien schon um 500 v. Chr.Auch im Schwarzwald zeugen viele Mühlen und Sägewerke heute noch davon,  wie man früher das Wasser nutzte.  Das Räderwerk einer alten Sägewerksanlage, Überreste von „ Bühländers Säge“ ist beim Parkplatz der Peterstaler Mineralquellen erhalten geblieben.Darüber hinaus leistete das Wasser gut Dienste zur Gewinnung von Elektritzität.  So wurde in unserem Ort von 1893 bis 1963 im gegenüberliegenden alten   Elektrizitätswerk  Strom  auf  Wasserkraft  gewonnen   und  an  die Gemeinde geliefert. In der Landwirtschaft sorgten selbstgegrabene Kanäle für Bewässerung und Düngung der Wiesen.Wegen des geringen Wasseraufkommens sowie des felsigen Untergrundes der Rench war in unserem Tal Flößerei nicht in dem Maße möglich wie in der Wolf oder der Kinzig.

Äußere Heilwirkung des Wassers (nach S. Kneipp)

Bereits im Altertum waren die heilsamen Kräfte des Wassers auf den menschlichen Organismus bekannt. Aber erst im letzten Jahrhundert wurden diese Kenntnisse vom Wörishofener Pfarrer Sebastian Kneipp wiederent­deckt, zu einem System von Wasseranwendungen ausgebaut und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.So sollen u. a. Wassertreten, Tautreten, Arm- und Fußbäder sowie Güsse, nach bestimmten Regeln ausgeführt, durch den Reiz des Wassers auf die Haut die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen.Der gesunde Mensch bedient sich der wohltuenden Wirkung des Wassers, um seine Gesundheit zu kräftigen und zu erhalten. Beim heute oft gestressten Menschen kann das gestörte Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele durch gezielte Wasseranwendung harmonisiert werden. Durch Kneippen kann er Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Ausgeglichen­heit wieder finden.

Schlüsselbad Geschichte

Auf dem Geländer der heutigen Schlüsselbadklinik befand sich früher eine „Gastherberge und Sauerbrunnen“, wie aus einem Kaufvertrag von 1650 hervorgeht. Erst 1895 wurde die Quellfassung, zusammen mit einem Sand­stein mit der eingemeißelten Jahreszahl MCCCLXXVII (1377), wieder­entdeckt. In einer Tiefe von 7 Meter stieß man zusätzlich auf Mineralwasser, das aus Felsspalten austrat. Adolf Schäck, der Besitzer des 1899 – 1902 neu erbauten Kurhotels Schlüsselbad, bot dieses Wasser als „Peterstaler Schlüsselsprudel“ zum Verkauf an. Im Jahr 1982 wurde das historische Gebäude zur Schlüsselbadklinik umge­baut. Die Quellen gibt es heute nicht mehr.

Infomaterialien

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Bad Peterstal-Griesbach

Wasserlehrpfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Saulgau: Georundweg

Auf dem ca. 42 km langen Georundweg, der auch sehr gut mit dem Fahrrad erkundet werden kann, erhält man ausführliche Informationen zur Erdgeschichte, der Entstehung unserer Landschaft, unseren heimischen Böden sowie Flora und Fauna. An der Wegstrecke sind insgesamt 18 Infotafeln aufgestellt.

Ausgangspunkt für den Georundweg ist die Infotafel am Marktplatz in Bad Saulgau.

Tafeln des Georundwegs
Georundweg Bad Saulgau
An der Thermalbohrung TB2
Auf der Niederterrasse
Im Gletschertor
Auf der Endmoräne
Im Gletscherbecken - Booser-Musbacher Ried
Am Schlossberg
Haider Pforte
Am Frankenbuch
"Bühne frei!" - Oberschwaben
Am Golfplatz - Freie "Bahnen" für einen "18-Loch-Golfplatz" mit 7 km Länge!
Über dem "Baltringer Horizont"
An der verlorenen Bohrung - Erdöl: Fehlanzeige!, Heiße Salzsole: Volltreffer!
An den Molassekellern
Im Mühlental an der Franzenmühle
Die Entstehung der Europäischen Wasserscheide in Oberschwaben
Standort "Verenhöhle" - Hier in diesem stillen Winkel wird Saulgauer Geschichte lebendig!
Der "Widder"

Natur- und Panoramastation Atzenberg

2014 wurde der Rundweg 2014 an der Natur- und Panoramastation Atzenberg mit 14 Erklärungstafeln ergänzt. Dort erhält man Informationen zur Landschaft, über die Landschaftsentstehung bis hin zur Entwicklung der heutigen Kulturlandschaft. Ein Diopter zur Beobachtung der Landschaft und eine hydraulische Widderanlage (Wasserhebeanlage) ergänzen das Informatoionsangebot.

Der Standort bietet einen einmaligen breiten Panoramablick von Oberschwaben über das Allgäu auf die Alpen – fast von der Zugspitze im Osten bis zum Berner Oberland im Westen.

Tafeln der Natur- und Panoramastation Atzenberg
Das Fundament der Landschaft
Nähere Vergangenheit
Die Würmeiszeit - die letzte Eiszeit
"Das völlig NEUE" im Holozän - ist keineswegs der Mensch - ihn gibt es schon länger
Der Mensch beginnt seit 7500 Jahren das Landschaftsgesicht zu verändern und seinen Bedürfnissen anzupassen
Die "neolithische Revolution" - Innovationen aus dem Osten
Kulturlanschaft - 1000 Jahre Dreifelderwirtschaft
Naturschutz - Landschaftsschutz - Klimaschutz
Die Kulturlandschaft der nahen Zukunft? Zuviel des Guten?
Die ferne Zukunft - Die ferne Zukunft lässt sich genauer vorraussagen als die nahe Zukunft
Unser attraktives Oberschwaben beheimatet eine attraktive Tier- und Pflanzenwelt
Alpensicht
Kinder - die zukünftigen Naturschützer seid ihr!

Infomaterialien

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Bad Saulgau

Georundweg – keine Infomaterialien vorhanden!

Bad Teinach: Ökologischer Naturlehrpfad

Die 27 Informationstafeln entlang des ca. 7 km langen Naturlehrpfades vermitteln dem Betrachter einen tiefen Einblick in die heimische Tier- und Pflanzenwelt.
Der Rundweg beginnt am Freibadparkplatz in Bad Teinach und verläuft oberhalb des Kurparks bis zur „Kleinen Tour“-Brücke, dann auf der gegenüberliegenden Talseite bis zur Wilhelmshöhe, taldurchquerend bis oberhalb des Friedhofs und von dort folgt der Lehrpfad der Alten Rötenbacher Steige in Richtung Zavelstein, entlang dem Burgweg und zweigt in der Aischbachschlucht Richtung Adolfshöhe ab.
Die Stationen
Typische Bewohner eines Fließgewässers
Höhlenbauer und Nachmieter
Ökosystem Wald
Erholungsfunktion des Waldes
Der Wald als Wasserspeicher
Giftpilze
Einheimische Singvögel in Park und Wald
Nahrungsspezialisten unter den Vögeln
Lebensraum Feuchtwiese
Waldtiere I
Holz und seine Verwendung am Beispiel der Kiefer
Vernetzungssystem hügelbauender Waldameisen
Heimische Spechte
Waldtiere II
Entwicklungsstadien eines Hummelvolkes
Leben im Steinhaufen
Die Vogeluhr
Naturgemäßer Waldbau
Lebensraum Totholz
Die Aufgabe der Jagd
Die Jagd im Wandel der Zeit
Jagdweisen der Greifvögel
Schutzfunktion des Waldes
Tarnen und Täuschen
Lebensgemeinschaft Wald
Leben im Schutz der Dunkelheit
Ausgangspunkt Freibadparkplatz

Infomaterialien

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Bad Teinach

Faltblatt „Ökologischer Naturlehrpfad um Bad Teinach“

Bad Teinach-Zavelstein: Klüfte, Felsen, Märchenwald

Diese einmalige und erlebnisreiche GeoTour macht mit ihren vielen  Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zum spannenden Outdoor-Erlebnis.

Hauptthemen:

Klüfte, Mineralwasser, Felsenlandschaften, Landschaftswandel

Weitere Themen:

Quellhorizonte, Relief, Siedlung, Pflanzenwelt Gesteinsarten: Ecksches Konglomerat (vereinzelt), Bausandstein, Geröllsandstein, Plattensandstein, Röttone (Nutzung), Karneoldolomit (vereinzelt)

Es gibt keine Infotafeln im Gelände!  Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

 

Infomaterialien

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Bad Teinach-Zavelstein

Broschüre „Felsen, Klüfte, Märchenwald“

Bad Wildbad: Historisch-geologisch-botanischer Spaziergang

Spurensuche in Bad Wildbad:

Bahnhof – Rennbachtal – Paulinenhöhe. Durch ein Projekt der AG Spurensuche des Enztal-Gymnasiums entwickelte sich dieser Historisch-Geologisch-Botanische Spaziergang, der mit Hilfe des Heimat- und Geschichtsvereins Oberes Enztal sowie dem Forstamt, dem Schwarzwaldverein und der Stadt Bad Wildbad umgesetzt wurde.

Bad Wildbad hat wegen seiner Thermalquellen, seiner fürstlichen Vergangenheit sowie seiner von Wald, Talauen und klarem Wasser geprägten Landschaft im nördlichen Schwarzwald vielerlei Besonderheiten zu bieten. Im größten zusammenhängenden Waldgebiet des Schwarzwaldes gelegen und mit einem Waldanteil von über 90% seiner Gemarkung, verkörpert Bad Wildbad die Faszination des viel gerühmten „Mythos Schwarzwald“.

Bei einem Spaziergang, der ab dem Bahnhof ca. 90 Minuten dauert, rücken interessante Aspekte aus Geschichte und Natur des Oberen Enztals ins Blickfeld.

Infomaterialien

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Bad Wildbad

Faltblatt „Historisch-geologisch-botanischer Spaziergang“

Bad Wildbad: Märchenweg „Das kalte Herz“

Wer Spannendes über den Schwarzwald und seine Bewohner erfahren will, ist hier goldrichtig! Geheimnissvolle Geschichten und überraschende Informationen erwarten die Besucher. Der Märchenweg beginnt und endet am Turm des Baumwipfelpfades auf dem Sommerberg.

Der Märchenweg ist barrierearm, geschottert und mit geeigneten Kinderwägen und Rollstühlen befahrbar.

Die 10 Stationen des Märchenwegs

1. Märchenweg Das kalte Herz, die Hauptdarsteller

2. Am Kohlenmeiler, aus Holz wird Holzkohle

3. Die Flößerei, Baumstämme schwimmen bis nach Holland

4. Bäume im Schwarzwald, die vier wichtigsten Arten

5. Riesen, Seejungfrauen und Ritter, Sagen und Mythen

6. Glasmachen im Schwarzwald, Harte Arbeit, zarte Produkte

7. Geologie und der Schatz von Bad Wildbad, Sandstein und Thermalwasser

8. Schwarzwälder Spezialitäten, Das schmeckt!

9. Der Schwarzwald und der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, Wald, Wiesen und Weiden

10. Das Glück und Ausflugstipps, Denkwürdiges und Sehenswertes

Schon gewusst?

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Wilhelm Hauff (1802 – 1827) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik, geboren und gestorben in Stuttgart. Er gehörte zum Kreise der Schwäbischen Dichterschule.

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Seine kurze literarische Schaffensperiode begann 1825 mit der Veröffentlichung einiger Novellen (Memoiren des Satan, Othello) sowie seines ersten Märchenalmanachs. Hauffs Märchen fallen in die spätromantische Literaturphase.

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Er veröffentlichte zwischen 1825 und 1827 Märchen in drei Sammlungen. Der dritte Band, der „Märchen-Almanach auf das Jahr 1828„,  enthält vier Beiträge, die durch eine Rahmenerzählung namens „Das Wirtshaus im Spessart“ verbunden sind.

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Vier Reisende erzählen sich in einem Wirtshaus im Spessart nachts Geschichten um nicht einzuschlafen, da sie den Überfall einer Räuberbande befürchten.

    • Ein Zirkelschmied erzählt „Die Sage vom Hirschgulden“
    • ein Student das Märchen „Das kalte Herz“,
    • ein Jäger das Märchen „Saids Schicksale“ und
    • ein Goldschmied die Sage „Die Höhle von Steenfoll“.
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Die Schwarzwaldsage „Das kalte Herz“ ist wohl die bekannteste der Sagen. Die Geschichte vom hilfreichen Glasmännlein und dem teuflischen Holländer Michel, an den der arme Köhler Peter Munk aus dem Schwarzwald sein Herz verkauft, war nicht nur für Kinder gedacht.

Bad Wurzach: Auf den Spuren der Torfstecher

Der Torflehrpfad „Auf den Spuren der Torfstecher“ beantwortet an 12 Stationen mit Infotafeln und Exponaten Fragen zu Geschichte und Technik des Torfabbaus.

Der Pfad ist anderthalb Kilometer lang und beginnt beim Oberschwäbischen Torfmuseum.

Beschreibung

Das Wurzacher Ried wurde in der Eiszeit durch Gletscher geformt (Zungenbecken). Heute ist das Wurzacher Ried das größte zusammenhängende und noch intakte Hochmoor in Mitteleuropa und eines der größten Naturschutzgebiete Süddeutschlands. Die Bedingungen im Moor bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen optimalen Lebensraum und einen abwechslungsreichen Rückzugsort.

Der Abbau von Torf in oberschwäbischen Mooren hat eine lange Tradition. Mehr als 200 Jahre wurde auch im Wurzacher Ried Torf als Brenntorf, Streutorf, Gartentorf oder Badetorf gestochen. Vielfältig sind die Spuren, die in Form von alten Torfwerken, Torfstichen und Gräben auch heute noch im Wurzacher Ried zu sehen sind.

Torfbähnle

Von April bis Oktober fährt die Torfbahn jeweils am zweiten und vierten Samstag im Monat durch das Wurzacher Ried.

Das Bähnle wurde nach dem Ende des Torfabbaus durch den Kultur und Heimatverein Wurzen für Besucher aktiviert. Die einstige Torfbahn fährt heute auf den alten Schmalspur-Gleisen über eine neu angelegte, rund anderthalb Kilometer lange Strecke mitten durch das Ried. Die Fahrt vom Zeiler Torfwerk ins Haidgauer Torfwerk und zurück dauert eine knappe Stunde.

Die Infotafeln
Begrüßung und Einführung
Das Zeiler Torfwerk
Der Oberried-Kanal
Torfbahn und Torfstiche
Bäuerlicher Handtortstich
Maschineller Torfabbau
Der Riedsee
Folgen des Torfabbaus
Moorregeneration
Torfschuppen im Ried
Geschichte des Torfabbaus
Moorbaden in Bad Wurzach

Infomaterialien

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Bad Wurzach

Auf den Spuren der Torfstecher – keine Infomaterialien vorhanden!

Bärschwil: Geologische Wanderung

Wer die Geologische Wanderung Bärschwil macht, macht sich auf eine Reise in die Vergangenheit. In schönster Landschaft lernt man hier die Entstehung des Faltenjuras kennen, wandelt über einstigen Meeresgrund, erhält Einblick in die Geologie der Umgebung, ihre Zusammensetzung aus Gestein, Kalk und Ton und erfährt Spannendes über die Bedeutung der Quellen ebenso wie über den Gipsabbau und das Kalkbrennen in früheren Zeiten.

Die Geologische Wanderung führt, gut ausgeschildert und fern von befahrenen Strassen, rund um Bärschwil, wo sich die Vorbourg-Falte vor Millionen von Jahren bei der Bildung des Juras über die Bueberg-Falte schob.

Die Wegweiser sind blau und tragen das Logo des Lehrpfades.

Der Lehrpfad beginnt bei der Postauto-Haltestelle Hölzlirank (beim Dorfteil Wiler) und führt im grossen Bogen über Wasserberg, Vögeli und Fringeli zum Dorf und von dort zur Station Bärschwil. Zum Teil benutzt er das wiederhergestellte Trassee der ehemaligen Gipsbahn.

An fünfzehn Stationen wird auf farbig gestalteten Informationstafeln auf geologische Besonderheiten am jeweiligen Standort hingewiesen.

Bärschwil eignet sich hervorragen für einen erdwissenschaftlichen Lehrpfad. Die hiesige Jurafalte, das sogenannte Vorbourg-Gewölbe, ist im halbklusartigen Talkessel von einer Bärschwil exemplarisch angeschnitten. Es tritt eine breite Palette verschiedenartigster Gesteine der Trias- und Jurazeit zutage.

Vom Hölzlirank steigt ein Mergelweg durch den Wald steil auf. Nach der Bürgergemeindehütte, bei Station 2, kann man alternativ zum Planetenweg Liesberg weiterwandern. Die Geologische Wanderung führt weiter bis zum Hof Wasserberg, wo man sich verpflegen und die wunderschöne Aussicht geniessen kann. Nach dem Hof Wasserberg gibt es entweder die Möglichkeit rechts die Kretenwanderung Retenberg abzulaufen oder dem geologischen Wanderweg bis zum Vögeli zu folgen, wo man Versteinerungen findet. Beim Oberfringeli vorbei beginnt der Abstieg Richtung Bärschwil. Dorf führt der Weg zurück zum Hölzlirank oder zum Bahnhof Bärschwil (ausser Betrieb, nur Postautohaltestelle).

Kalköfen Stritteren

Entlang der Wanderung lohnt sich ein Abstecher zu den Kalköfen Stritteren.

Die Infotafeln
Hölzlirank
Einführung, Untergrund, Gesteinsarten
Roti Flue
Varians-Schichten, Landschaft, Kalk und Wasser
Wasserberg
Oberer Malm, Jurafaltung, Quellwasser
Misteli
Kreislauf der Steine, Entwässerung, Panorama
Vögeli
Versteinerungen, Facies, Gesteine im Hang
Fringeli
Ton, Rutschungen, Oxford-Tone
Falchriedberg
Gebirgsbau, Hauptrogenstein
Hasel
Land und Meer, Leitversteinerungen, Entstehung des Lebens
Chriechbaumen
Gipskeuper, Gipsentstehung, Wasserversorgung
Mettlen
Rhät und Lias, Panorama, Boden
Schulhaus
Amanz Gressly (1814-1865)
Rote Brücke
Gipsbahn, Bohnerzformation, Eisengewinnung
Buechloch
Halbfenster von Bärschwil, Sinter, Eiszeiten
Schmelzi
Steine- und Erdenindustrie, Glasherstellung
Birs
Gebirgsbildung, Tongrube, Talgrundwasser

Infomaterialien

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Bärschwil

Geologische Wanderung: Die Informationstafeln entlang des Weges

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Bärschwil

Faltblatt „Geologische Wanderung Bärschgwil“

Baiersbronn: Dorf der Quellen und Parzellen

Der Themenweg erläutert die vielschichtigen Zusammenhänge zwischen Geologie, Klima, Boden, Flora und Fauna. Waldbauernhöfe mit Wässerwiesen, die sich zu „Parzellen“  weiterentwickeln, charakterisieren das Landschaftsbild des Tales.

Die Talbewohner des heutigen Teilorts Mitteltal führten früher ein entbehrungsreiches Leben in dieser von der Natur eher wenig begünstigten Gegend. Allerdings hatten sie als Waldbauern weitgehend ihre Freiheit und durften die ausgedehnten Wälder für sich nutzen.

So entstanden an zahlreichen Quellen die Waldbauernhöfe. Zu diesen Höfen wurde im Laufe der Zeit weitere Häuser gebaut. Die so entstandenen Gebäudegruppen nennt man im oberen Murgtal Parzellen. Mitteltal bestand ursprünglich aus 40 solcher Parzellen. Diese Siedlungsweise ergibt heute noch das hier im Tal charakteristische Landschaftsbild.

Wegbeschreibung

Die dreiteilige Erlebnispfadwanderung „Dorf der Quellen und Parzellen“ beginnt an der Tourist Information von Mitteltal .

36 Informationstafeln zur Kultur und Naturgeschichte der näheren Umgebung Mitteltals erwarten den Wanderer entlang der Strecke.

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Auf dem ersten, etwa 5 km langenTeilstück wandert man die elf Stationen der sog. Sommerseite des Ortes  ab. Man verläßt den Ort und geht bergauf durch offenes Gelände, das einen herrlichen Blick auf die Landschaft ermöglicht. Am Waldrand vorbei geht es wieder nach Mitteltal zurück.

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Der zweite, etwa 3 km lange Teilabschnitt mit seinen neun Stationen beginnt an der Murgbrücke . Es geht zuerst an der Murg entlang, bevor man nach einer steilen Bergauf-Passage den Wald erreicht.

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Wieder an der Murgbrücke angekommen, geht es weiter zum letzten und längsten Teilstück, in dessen Verlauf man viel am Wasser entlanggeht. Die Strecke führt sowohl durch das Böse als auch das Gute Ellbachtal , in denen sich der Bach romantisch dahinschlängelt. An der Ellbachhütte vorbei geht es abschließend wieder in den Ort und zur Tourist Information zurück.

Infomaterialien

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Baiersbronn

Dorf der Quellen und Parzellen  – keine Infomaterialien vorhanden!

Baiersbronn: Eiszeit-Tour

Kontrastreiche Zwei-Täler-Tour zum sagenumwobenen Huzenbacher See im Nationalpark Schwarzwald.

Vom Startpunkt am Dorfplatz verläuft die Eiszeit-Tour bei stetigem Anstieg entlang des Seebachs. Nach ca. 4km erreicht man den Huzenbacher See, wo auf einem breiten Weg eine Umrundung möglich ist. Auf der gegenüberliegenden Uferseite beginnt der anspruchsvolle Aufstieg auf einem naturbelassenem Pfad, vorbei am Seltenbach Wasserfall, der ja nach Wetterlage unterschiedlich Wasser führt, das die steile Karwand hinabfällt.

Oben angekommen, ist man bald darauf am „Huzenbacher Seeblick“ – eindrucksvoll ist die Aussicht auf die typische Landschaft des Nordschwarzwaldesauf und auf den dunklen See mit seiner moosgrünen Moorinsel. Ein Pavillon, Bänke zum Ausruhen und eine Himmelsliege laden hier ein zu einer Rast.

Durch das Hochmoor führt der Weg zur Kleemissehütte (Schutzhütte), und anschließend auf schmalem Pfad Richtung Kammerloch, einem weiteren Karkessel.

Nach knapp 2 km kommt man an den Dobelbach, und folgt dem Wasserlauf talwärts bis zur Mündung in die Murg.

Zurück zum Ausgangspunkt geht es erst auf der „Tour de Murg“, dann entlang der Straße durch den Ort.

Beschilderung

Der Weg ist mit einem „Eiskristall“ als einer der Baiersbronner Himmelswege ausgeschildert.

Infomaterialien

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Baiersbronn

Eiszeit-Tour – keine Infomaterialen vorhanden!

Baiersbronn: Im Tal der Hämmer

Geologie, Bergbau und Quellen, Schwerindustrie und das früher dazugehörige Waldgewerbe samt seinen Spuren, aber auch eine schöne Landschaft erwartet Sie auf diesem Rundweg.

Die Geschichte des Bergbaus und der Erzverarbeitung, vor allem aber die Geschichte der „Königlichen“, heute „Schwäbischen Hüttenwerke“ sind Thema des historischen Kultur- und Erlebnispfades in und um Friedrichstal.

Lassen Sie sich entführen in die Zeit der klopfenden Schmiedehämmer.

Infomaterialien

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Baiersbronn

Im Tal der Hämmer – keine Infomaterialien vorhanden!

Baiersbronner Seensteig

Der Baiersbronner Seensteig führt durch eine unverwechselbare Landschaft um die gesamte Gemarkung von Baiersbronn, vorbei an zahlreichen Karen, beeindruckenden Zeugen der letzten Eiszeit:

Sankenbachsee

Weihermiß

Ellbachbachsee

Weiher

Buhlbachsee

Kar am Osthang des Gaiskopfs

Ruhesteinloch

Wildsee

Mummelsee

Biberkessel

Pommersloch beim Dreifürstenstein

Blindsee

Schurmsee

Huzenbacher See

Der Streckenverlauf wurde auf Basis der Originaltour der Baiersbronn Tourismus zu einer Rundwanderung mit Start/Ziel am Bahnhof Baiersbronn angepasst. Bei den Karseen wurde, wo möglich, eine Umrundung der Seen ergänzt.

Tourenverlauf:

Baiersbronn – SankenbachseeWeihermiß – Kniebis – EllbachseeWeiher – Mitteltal – Zuflucht – Buhlbachsee – Lotharpfad – Schurkopf – Kar am Osthang des Gaisbergs – Schliffkopf – Vogelskopf – Ruhesteinloch – Ruhestein – Wildsee – Darmstädter Hütte – Schwarzkopf – Mummelsee – Hornisgrinde – Biberkessel – Dreifürstenstein Pommersloch – Tanzplatz – Langeck – Blindsee – Hohekopf – Schurmsee – Schönmünzach – Huzenbacher See – Tonbach – Rinkenkopf – Baiersbronn.

(Kar mit See, Kar ohne See)

Der Seensteig ist offiziell in fünf Tagesetappen unterteilt:

E
E
E

Etappe 3

Alle Etappenorte sind leicht mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar.

Sportliche Wanderer können den Steig auch in weniger als fünf Tagen erwandern. Auf der Tour erlebt der Wanderer viele Besonderheiten des Schwarzwaldes: unterschiedlichste Waldformen wie Misch- und Bannwald, Karseen und Wasserfälle sowie die im Nordschwarzwald typischen Feuchtheiden (Grinden).

Baiersbronn: Steine erzählen Geschichte

Die Wanderung entlang der Rotmurg vermittelt einen Einblick in den komplizierten Aufbau des Grundgebirges und in die Hinterlassenschaft einst tätiger Vulkane. Viele verschiedene Gesteine, dazu noch die Auswirkungen der eiszeitlichen Vergletscherung auf die Oberflächenformen sind zu erkennen.

Die Wanderung beginnt in der Ortsmitte von Obertal und endet beim Naturschutzzentrum Ruhestein. An 36 Stationen und in einer zur Rast einladenden Hütte mit weiteren Informationen werden Geologie und Landschaftgeschichte des Rotmurgtals erklärt. Aber auch volkskundliche, wald-, vegetations- und gewässerkundliche Aspekte kommen nicht zu kurz.

Wegstrecke ca. 7 km.

Infomaterialien

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Baiersbronn

Steine erzählen Geschichten – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (Hrsg.) (2020): LGRB-Kartenviewer – Layer Geotouristische Übersichtskarten – Unterlayer Lehrpfade.

Balingen: Geowanderweg

Vor ca. 200-135 Millionen Jahren war die Gegend um Balingen vom subtropischen Jura-Meer bedeckt. Dieses hinterließ uns das Ablagerungsgestein, aus welchem heute Albvorland, Albtrauf und Albhochfläche bestehen.Während einer Wanderung entlang des GeoWanderweges kann die gesamte Bandbreite an Gesteinsschichten des Jura entdeckt werden. In manchen Jura-Schichten finden sich zahlreiche versteinerte Überreste früherer Meeresbewohner.

Wasser als landschaftsbildendes Element spielt entlang dieser Wanderung eine zentrale Rolle. Die Entstehung von Quellen und Wasserfällen oder das Bilden von Schluchten werden anhand der sichtbaren Natur erläutert. Die durch die Gesteine des Braunen Jura geprägte Landschaft schmiegt sich mit ihren vorwiegend weichen Oberflächenformen an die steil aufsteigenden Hänge des Weißen Jura. Dieser bildet in weiten Bereichen die Kammlinie des Horizonts. Hat man erst einmal die Höhe des Weißen Jura erklommen, liegt dem Wanderer dann eine Landschaft zu Füßen, die mit ihren Weiden, Wäldern, Tälern und eingestreuten Ortschaften eine himmlische Ruhe ausstrahlt.

Infomaterialien

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Balingen

Faltblatt „Geowanderweg“

Barbey-Seroux: Sentier du Champs de Roches (Hochvogesen, Frankreich)

Ein mysteriöses Blockmeer (Felsenfeld) bei Barbey-Seroux

In Barbey-Seroux gibt es ein mysteriös anmutendes Blockfeld aus Steinen. Aber von woher kommen sie? Wie können Steine, die mehrere Tonnen wiegen, auf dieses Plateau welches das Tal der Vologne überragt, gelangt sein? Die Anhäufung der Blöcke weckt die Neugier.

Der Versuch einer Erklärung

Beobachtungen vor Ort:

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Die Kanten der Blöcke sind etwas stumpf, bleiben aber eckig.

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Verschiedene Granitarten und selbst Sandstein oder Gneis konnten an Ort und Stelle gefunden werden.

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Die Blöcke sind ungefähr 7 Meter dick gestapelt.

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Nur ein Gletscher kann Blöcke mehrere Kilometer transportieren. Im Oberlauf des Gletschers wurden aus brüchigem Fels Gesteinsblöcke herausgelöst und über den Gletscher talabwärts transportiert.

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Nach dem Abschmelzen des Gletschers vor ca. 50000 Jahren wurden die Blöcke als Schutt abgelagert (Moräne). Feines Gesteinsmaterial wurde im Laufe der Zeit ausgewaschen.

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Zwischen den mit Flechten und Moosen bewachsenen Blöcken leben Mäuse und Eidechsen. Nur langsam besiedeln auch höhere Pflanzen die Blockfelder, v.a. kleinere Birken.

Infomaterialien

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Barbey-Seroux

Sentier du Champs de Roches – keine Infomaterialien vorhanden!

Barr: Sentier géologique de Barr (Vogesen, Frankreich)

Die Region Barr liegt etwa 30 km südwestlich von Straßburg am Rande der Elsass-Ebene am Fuße des Vogesenmassivs und weist eine sehr unterschiedliche Geologie auf (Schiefer, Granit, Diorit, Vulkanablagerungen, Sandstein usw.).

Die lokale und regionale geologische Geschichte vom Paläozoikum bis zur Gegenwart wird daher auf einem vom Vogesenclub Barr geschaffenen Weg erläutert.

Insgesamt 31 Schautafeln mit Zeichnungen und Texten markieren den Weg mit einer Gesamtlänge von ca. 15 km und einem Höhenunterschied von 600 Metern.

Infomaterialien

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Barr

Sentier géologique de Barr – keine Infomaterialien vorhanden!

Bebenhausen: Geologischer Lehrpfad Kirnbachtal

Das Kirnbachtal zwischen Tübingen und Bebenhausen bietet einen besonderen Einblick in die Geologie und Landschaftsgeschichte des Keuperberglandes. Entlang einer einfachen Wanderung erläutern 13 Stationen geologische Besonderheiten und die Entstehung der Landschaft anhand herausragender Aufschlüsse und Landschaftsformen.

Hinweis: Die Stationen 1 bis 10 sind auch mit Kinderwagen erreichbar, der historische Pfad durch den Olgahain zur Station 11 führt über eine längere Treppe. Der abgekürzte Weg ist barrierefrei begehbar.

Historie

Bereits im Jahr 1977 wurde der Geologische Lehrpfad Kirnberg anlässlich der 500 Jahr-Feier der Eberhard-Karls-Universität angelegt. Es war damals ein Gemeinschaftsprojekt vom Fachbereich Erdwissenschaften, der Naturparkverwaltung und den Forstämtern Tübingen und Bebenhausen.

Im Lauf der Jahre war der Lehrpfad in die Jahre gekommenen. Die Schilderhäuser waren baufällig, die Tafeln waren teils durch umgestürzte Bäume zerstört worden und weder inhaltlich noch gestalterisch zeitgemäß. Die geologischen Aufschlüsse waren zugewachsen.

Da sich die Runde durch das Kirnbachtal über den Olgahain hoch zum Klostersteinbruch offensichtlich immer noch großer Beliebtheit erfreute fasste wurde der Pfad auf veranlassung des Forsts neu gestaltet.

Am 02. Juni 2017 wurde der mit Dinosauriern markierte Lehrpfad (Gehzeit ca. 2 Stunden) mit geändertem Streckenverlauf neu eröffnet.

Wegstationen
1: Geologischer Lehrpfad Kirnbachtal
2: Ein Fluss in der Wüste?
3: Wasser formt die Täler ... auch heute noch!
4: Urkräft e zerreißen den Schönbuch
5: Sand von nah und fern
6: Vom Sand der Flüsse zum Sandstein
7: Saurierland Württemberg
8: Wie eine große Treppe – das Süddeutsche Schichtstufenland
9: Erosion durch Wasser und „Schwäbischer Landschaden“
10: Dinosaurier und Paläoböden
11: Das Jurameer kündigt sich an
12: Geologischer Grenzgang
13: Schatzkammer Schönbuch?

Infomaterialien

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Bebenhausen

Faltblatt „Geologischer Lehrpfad Kirnbachtal“

Textquellen

Faltblatt „Geologischer Lehrpfad“

Berghaupten: Badische Kohle

Am Eingang des Kinzigtals, im Naturpark Schwarzwald, liegt der idyllische  Wein- und Erholungsort Berghaupten. Das Kinzigtal ist das am tiefsten eingeschnittene Tal im inneren Schwarzwald. Wegen des dort sehr milden Klimas gehört das Tal zu den wärmsten Gegenden Deutschlands. Obstgärten und Weinberge prägen das Bild der Landschaft.

Im malerischen Ortskern fällt besonders der stattliche Bau des Rathauses, ein ehemaliges Wasserschlösschen, ins Auge. Ringsum reihen sich die schmucken Häuser.

Dass früher in Berghaupten Bergbau betrieben wurde, war eigentlich einem Zufall zu verdanken. Mitte des 18. Jahrhunderts wollte der Grundherr von Berghaupten, Freiherr von Schleys, Heilquellen entdecken, wie sie auch in der Region, z.B. in Baden-Baden, gefunden worden waren. Statt der Heilquellen fand man Steinkohle. Heute erinnern noch ein Bergwerkskamin und ein Denkmal an die Zeiten des Steinkohleabbaus.

Kohlenbergwerk

Der Grundherr von Berghaupten Freiherr Tobias Ernst von Schleys sowie die Freiherrn von Röder in Diersburg wollten Heilquellen ausfindig machen, denn die Quellen der Heilbäder in der Region wie in Baden-Baden, Badenweiler, im Renchtal waren bei Fürsten, Grafen und der begüterten Schicht sehr begehrt. Die angeheuerten Bergknappen fanden jedoch statt des ersehnten Heilwassers Steinkohle. Gegraben wurde im Hagenbach, in Zunsweier, in Diersburg und in Berghaupten, vor allem im Bereich der Heiligenreute und bei der Bergkuppe Barack, die deshalb so heißt, weil dort die Wohnbaracken der Bergleute aufgestellt waren. 1755 begann man mit der Öffnung der Lager und dem Abbau der Kohle. Im Lehensbrief von 1755 heißt es,” … deren Öffnung dem Publico nützlich seyn und besonders den Unterthanen zu Berghaupten zu mehrerer Nahrung und Verdienst gereichen könnte”. Mit diesem Lehensbrief beauftragte von Schleys, Johannes Bauer, Bürger und Pflugwirt zu Kehl-Dorf “, alle Gänge auf seine Kosten und Gefahr zu öffnen und die Unkosten an sich selbst zu haben”. In dem genannten Trakt verpflichtete sich Johannes Bauer den Wert des fünften Zentners von Steinkohlen an die Herrschaft zu entrichten und vierteljährlich zu bezahlen. Der Pflugwirt Bauer förderte 40 Jahre lang Kohle. Teilweise waren 100 Mann im Bergwerk tätig, wobei vor allem Zimmerleute benötigt wurden, um die Schächte abzustützen. Im Berghauptener Revier hatte man stets mit großen Wassermassen zu kämpfen, wobei letztlich 20 Zentner Wasser bewältigt werden mussten, um 1 Zentner Kohle zu fördern. Dieses Problem führte die jeweiligen Betreiber immer wieder in große wirtschaftliche Schwierigkeiten, wenngleich ein Gutachten aus dem Jahr 1845 der Kohle bescheinigt, “die Vorzüglichkeit der Berghauptener Kohle ist unbestritten, sie übertrifft die Saarkohle und ist der besten Ruhrkohle gleich, zehrt das Eisen nicht ab, wie andere Steinkohlen und das gröbste Eisen und Stahl kann damit verarbeitet werden.” Mitte der 20er Jahre schloss nach über 200 Jahren Betriebsamkeit das Steinkohlebergwerk. Heute zeugen noch der Bergwerkskamin und das Bergwerksdenkmal von der Zeit des Kohlereviers Berghaupten.

Stollenmundloch bei der ehem. Bergbauansiedlung Barack (Hagenbach)

Hinweistafel zur ehem. Ansiedlung

Infomaterialien

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Berghaupten

Badische Kohle – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Bernau: Blössling

Aussicht Top – Strahlung Top: Der Blössling bei Bernau im Südschwarzwald

Prof. Franz Kirchheimer und sein Mitarbeiter Otto Leible hätten wahrscheinlich Luftsprünge gemacht, wenn sie gemerkt hätten, wie hoch die Ortsdosisleistung bzw. die natürliche Radioaktivität im Gebiet hinter Bernau ist, das ist nämlich gar nicht so weit weg von der damaligen Urangrube im Krunkelbachtal. Den beiden haben nämlich die Menzenschwander den Ärger mit dem Schwarzwald-Uran zu verdanken, welches in den 50er Jahren im Krunkelbachtal abgebaut wurde („probehalber“ versteht sich). Und beide Herren versuchten mit viel Mühe noch weitere interessante Ecken im Schwarzwald zu finden, bis sich dann schließlich die Natur- und Heimatschützer doch noch gegen die Interessen des Bergbaus und gegen den Herrn Burda, der Menzenschwand zum gehobenen Mekka der Radon-Balneologie machen wollte, durchsetzen konnten.

Die Suche solcher Stellen (auch Uranprospektion genannt) hat etwas mit der berühmten Nadel im Heuhaufen zu tun und erinnert etwas an die Kriminalistik und Forensik. Nur hatten die Herren Kirchheimer und Leible kein Internet und keinen Szintillationszähler mit der Empfindlichkeit von heute zur Verfügung. Heute wird die Uranprospektion in USA, Australien oder Kanada (Saskatchewan) vom Hubschrauber aus gemacht, der mit gewaltigen Natriumjodid-Szintillationszählern in etwa 100m ein Prospektionsgebiet mäanderförmig, oder den Höhenlinien entlang, überfliegt und nuklidspezifisch die Gammastrahlung misst. Um Uran aufzuspüren schaut man dann in erster Linie auf das gammaintensive Zerfallsprodukt in der Uran-Zerfallskette, das Bismut-214, wo man eine starke Linie bekommt, wenn es Uran im Boden gibt. Mit dieser Methode lassen sich auch Strahlungs-Karten mit einer Auflösung von weniger als 200m erstellen.

Nun darf auch das Bundesamt für Strahlenschutz ab und zu mal mit einem Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes mitfliegen und solches Equipment einsetzen um zum Beispiel verlorengegangene Strahlungsquellen zu suchen oder anderweitig verdächtige Vorgänge zu analysieren. In der Schweiz gibt es dagegen eine spezielle Aeroradiometriegruppe an der ETH Zürich, die sich um die Sicherheit von kerntechnischen Anlagen kümmert und jährliche Übungen durchführt. Und manchmal üben dann beide Länder gemeinsam, so z.B. 1999. Jetzt suchen sich die Teams natürlich ein grenznahes Übungsgebiet aus und da bietet sich eben an, z.B. mal über die ehemalige Urangrube im Krunkelbachtal zu fliegen um zu sehen was man da so mit heutigen Mitteln davon sieht.

Nun lassen die Schweizer ihre Bevölkerung immer etwas mehr an den Ergebnissen solcher Übungen teilhaben, als die Deutschen und so findet man den Schweizer Bericht auch im Internet unter dem Titel ARM99 und kann unter dem Kapitel Schwarzwald 1999 nachlesen. Nun wäre der Bericht sicher nicht erschienen, wenn man die Grube „Hans Paul“ im Krunkelbachtal nicht hätte erkennen können und nicht beide Helikoptertrupps in etwa das gleiche Ergebnis erzeugt hätten. Man sieht die ehemalige Urangrube also als leuchtend roten Tupfen im türkis eingefärbten Krunkelbachtal. Man kann daran auch erkennen, dass es im wesentlichen der Rest der Halde ist, was da leuchtet und für eine hohe Radioaktivität steht. Die Grube ist ja bereits „renaturiert“, zumindest was den Grubeneingang anbelangt, der Haldenrest strahlt allerdings immer noch mit mehr als 1μSv/h vor sich hin. Ansonsten tut sich im Krunkelbachtal aber nichts all zu Auffälliges was die radioaktive Strahlung des
Bismut-214 bzw. die Ortsdosisleistung anbelangt.

Was aber an den Karten doch etwas auffällt, ist, dass es am Rande im Süd-Westen des abgeflogenen Gebiets in der Nähe von Bernau zwei viel größere Gebiete gibt, die noch viel deutlicher rot leuchten, besonders wenn man sich die Beilage 14 für das Bismut-214 anschaut. Auf den Karten der Bodentrupps, welche zum Vergleich die Ortsdosisleistung in 1m Abstand über dem Boden gemessen haben, steht lediglich > 210nSv/h. Hier kommt jetzt das Thema Kriminalistik auf, denn wer die Grube im Krunkelbachtal und die Ortsdosisleistung auf der Halde kennt, dem kommt nun schnell ein Verdacht.

Der Kampf um das Schwarzwald-Uran wäre vermutlich nicht so hart geführt worden, wenn die Natur in dieser Ecke des Südschwarzwalds nicht so ausgesprochen schön und einmalig und daher auch schützenwert wäre. Daher kann man auch gleich die zweite Schlussfolgerung ziehen: Es lohnt sich vermutlich schon allein der Natur wegen, diesem Gebiet ein Besuch abzustatten und nachzuschauen. Außerdem kann man, um nicht allzu lange suchen zu müssen, die Koordinaten des Schweizer Koordinaten Gitters bzw. die Deutschen Gauß Krüger Koordinaten des Messgebiets in GPS Koordinaten umrechnen und so die Strahlenkarte aus dem Helikopter auf den GPS Koordinaten einjustieren, dass man in Ungefähr die Lage der roten Gebiete ins Wander-Navi übertragen kann.

Und in der Tat, was man vor Ort sieht ist einerseits eine atemberaubend schöne Natur, mit wunderschöner Aussicht und anderseits eine Ortsdosisleistung, die es locker in die Top Ten Deutschlands schafft. Das erste rote Gebiet liegt beim Skilift Köpfle am Rande von Bernau-Innerlehen, das andere am Südwest-Hang des Blössling.

Man kann beide roten Gebiete gut mit einer Wander-Rundtour verbinden und dabei vom Rathaus Innerlehen über das Köpfle von Süden her auf den Blössling Gipfel hochwandern (1309m), dort an der Artur Schweizer Hütte Rast machen, die herrliche Aussicht genießen und über ein Stück des Westwegs den Nordhang hinunter und über den Sportplatz wieder zurück nach Innerlehen wandern. Die dazu zurückgelegte Strecke beträgt so etwa 10km.

Während im Dorf Innerlehen die Welt, was die Ortsdosisleistung anbelangt, noch ganz in Ordnung ist, merkt man sobald man die Wiesen am Köpfle erreicht, dass sich etwas tut. Die Werte gehen da schon Richtung 0.3μSv/h. Läuft man die Wiese hoch (auf den Weidebetrieb achten) über die Gleitschirmabsprungrampe bei N47 47.980 E8 01.639 zur oberen Station des Skilifts Köpfle, dann merkt man an Stellen die nicht mit Gras überwachsen sind, dass an vielen Stellen Werte über 0.5μSv/h auftauchen. Im Bereich eines kleineren Gesteinsaufschlusses bei N47 47.961 E8 01.632 ist dies beispielsweise der Fall. Läuft man dann weiter den Weg zum Blössling Gipfel hoch, bemerkt man etwa bei N47 47.614 E8 00.385 einen zweiten Hotspot. Dort werden für einzelne kurz gewählte Zählintervalle schon auch mal Werte von annähernd 1uSv/h erreicht. Der Nordhang des Blösslings dagegen ist wieder harmlos, dort hat man es meist mit Werten unter 0.2μSv/h zu tun.

Damit lässt sich der Verdacht also ganz klar bestätigen. Das bedeutet, dass im Bereich dieser, allerdings doch noch sehr lokalen Gebiete, die aber deutlich größer als die Halde der Grube im Krunkelbachtal sind, einiges an Uran liegen muss. Und das macht sich heute eben fast deutlicher bemerkbar als zu den Zeiten wo im Krunkelbachtal noch nicht geschürft worden war.

Schaut man sich das Gestein am Blössling Hotspot an der Oberfläche genau an, so handelt es sich meist um Granit ohne auffällig große Mineralieneinschlüsse. Am Köpfle ist der Grasbewuchs dagegen zu dicht, als dass man dort überhaupt die Ursache für die hohe natürlich radioaktive Strahlung erkennen könnte, ohne zu graben. Das bedeutet entweder, dass das Uran fein in der Gesteinsmatrix verteilt ist oder aber unter der für den Wanderer sichtbaren Gesteins-Oberfläche liegt.

Jedenfalls wird man am BfS und an der ETH genau wie an den jeweiligen Bergämtern schon seit geraumer Zeit wissen, dass es hier weitere Uran-Anomalien im Gestein geben muss, die, falls Bedarf bestünde, unter Umständen auch abbaubar wären. Man hält sich dazu aber am BfS aus verständlichen Gründen etwas bedeckt, zumindest solange es in Deutschland noch ein gewisses staatliches Interesse an diesem chemischen Element und seiner kerntechnischen Nutzung gibt. Aber genau in dem Hinblick ist nicht ganz verständlich, warum sich manche Bewohner des Schwarzwald so gegen Naturschutzgebiete wehren, das war jedenfalls im Krunkelbachtal eines der tragfähigsten Argumente vor den Gerichten, als es um die Zulassung des Uranabbaus für das damalige Bergbauunternehmen Brunhilde ging.

Abb. 1: Geo-referenzierte Messdaten der Gamma-Ortsdosisleistung sind farblich entlang des Wegs markiert. Der Weg in der Nähe der Grube leuchtet deutlich rot. Dabei bedeutet rot >0.5uSv/h, magenta>0.4uSv/h, gelb>0.3uSv/h, türkis>0.2uSv/h, blau>0.1uSv/h (gemessen und über 2 min gemittelt mit Gammscout)

Abb. 2: Hotspot am Skilift Köpfle

Abb. 3: Hotspot am Blösslingsattel

Abb. 4: Profil der Gamma-Ortsdosisleistung über die gesamte Tour. Am Hotspot beim Köpfle wurden aber wesentlich mehr Messpunkte aufgezeichnet (längere Verweildauer) als am Blössling-Sattel. Mittelungsdauer 2min.

Abb. 5: Bergstation des Skilifts Köpfle

Abb. 6: Messung am Hotspot Köpfle

Abb. 7 Gut ausgeschilderte Wege

Abb. 8: Granit-Aufschlüsse am Wegesrand zum Blössling

Abb. 9: Der Weg zum Blössling Gipfel

Abb. 10: Der Blössling-Gipfel mit Artur Schweizer-Schutzhütte

Abb. 11: Die herrliche Aussicht auf Bernau und das Hinterland

Abb. 12: So sieht ein Genusspfad aus

Infomaterialien

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Bernau

Blössling – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Mit freundlicher Genehmigung von Bernd Laquai. Vielen DANK.

B. Bucher, L. Rybach, G. Schwarz, Chr. Bärlocher Aeroradiometrische Messungen im Rahmen der Übung ARM99 Schwarzwald 1999; Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) http://www.gtr.geophys.ethz.ch/far/reports/uarm99/FAR99.pdf

Der Streit um das Schwarzwald-Uran Armin Simon Donzelli-Verlag Mai 2003 ISBN 3-933284-11-2.

Fotos von der Wander-Tour auf den weiteren Seiten. GPS-Tour-Daten im Downloadbereich von opengeiger.de

Bernau: Naturlehrpfad Herzogenhorn

Der fünf Kilometer lange Naturlehrpfad verläuft durch eine fast unberührte Landschaft, in der es seltene Pflanzen der subalpinen Flora zu entdecken gilt. Zahlreiche Informationstafeln begleiten den Naturliebhaber auf dem meist schmalen Weg über Wurzeln und Felsen. Vom Gipfel des Herzogenhorns bietet sich eine weite Rundumsicht vom Feldberg bis zu den Alpen.

Die Rundwanderung beginnt am Wanderparkplatz Krunkelbach unterhalb der Krunkelbachhütte.

Infomaterialien

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Bernau

Naturlehrpfad Herzogenhorn – keine Infomaterialien vorhanden!

Bernau-Oberlehen: Zauberwaldpfad Taubenmoos

Durch die verwunschene Hochmoorlandschaft des Taubenmoos in Bernau, Ortsteil Oberlehen, führt auf 2,5 Kilometern der Zauberwald-Pfad. Üppig wachsen Moose, Farne, Rauschbeeren und Wollgras. Schmale Wege schlängeln sich durch Wald und Wiesen, Moorbächlein murmeln, es geht über hölzerne Stege und Brücken. Der Rundweg ist für jeden ein wunderschönes Erlebnis, und auch mit dem Kinderwagen machbar.
15 Spiel-, Erzähl- und Infostationen machen den Weg zu einem herrlichen Naturerlebnis: Kinder können am Wasserad plantschen, von Kletterbäumen ins Moor schauen, im Hexenhüttle spielen. Erzählt wird vom versunkenen Kloster und vom seltsamen Schweinewiibli. Auf einem Pirsch-Pfad haben sich 20 Tiere im Wald versteckt.

Start des Zauberwald-Pfades ist am Parkplatz Loipenzentrum/Loipenhaus beim Ortsteil Oberlehen.

Auf der Webseite der Gemeinde Bernau gibt es den Flyer gibt es zum Herunterladen .

Infomaterialien

Textquellen

Besenfeld: Auf den Spuren von Wilhelm Hauff

Die Rundwanderung startet in Besenfeld, einem Ortsteil von Seewald. Ein erster Aussichtspunkt oberhalb des Ortes ermöglicht einen Blick auf Besenfeld, in das Murgtal, zur Hornisgrinde – dem höchsten Berg im Norschwarzwald und bei guter Sicht auch bis zur Schwäbischen Alb.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts stand mitten im Wald das Wirtshaus „Oberes Neuhaus“ (1781 – 1803), um das sich einige Räubergeschichten rankten. Diese dienten dem Dichter Wilhelm Hauff als Vorlage für seine Erzählung „Das Wirtshaus im Spessart“. Bei Ausgrabungen fand man noch Reste eines Kachelofens, Tonscherben von Essgeschirr und Fensterglas – sie können im Rathaus „Sonne“ in Besenfeld besichtigt werden. Etwa 50 m dahinter konnte ein Brunnen teilweise freigelegt werden.

Zur gleichen Zeit stand in der Nähe einer der größten Kohlenmeiler im nördlichen Schwarzwald. Ein Nachbau erinnert an die Tradition der Köhler, deren beschwerliche und wenig angesehene Arbeit Wilhelm Hauff zum Thema seines Märchens „Das kalte Herz“ machte.

Zum Waldgewerbe zählte auch die Flößerei. So wurde der Kaltenbachsee um das Jahr 1780 für die Scheitholzflößerei angelegt und um 1813 als Schwellsee mit Schwellwerk in Stein ausgebaut. Über den Kaltenbach wurde das Kleinholz weiter zur Enz getriftet. Für den nötigen Vortrieb musste daher ein großer Wasserspeicher errichtet werden. Der Wasserablauf mit einem markanten Rundbogen unterhalb des Schwelldamms ist noch sehr gut erhalten.

Wie die Enz wurde auch die Nagold bis Anfang des 20. Jahrhunderts für die Trift von Baumstämmen genutzt. Ihre als Nagoldursprung bezeichnete Quelle liegt am Wanderweg beim Seewalder Ortsteil Urnagold.

Schon gewusst?

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Wilhelm Hauff (1802 – 1827) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik, geboren und gestorben in Stuttgart. Er gehörte zum Kreise der Schwäbischen Dichterschule.

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Seine kurze literarische Schaffensperiode begann 1825 mit der Veröffentlichung einiger Novellen (Memoiren des Satan, Othello) sowie seines ersten Märchenalmanachs. Hauffs Märchen fallen in die spätromantische Literaturphase.

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Er veröffentlichte zwischen 1825 und 1827 Märchen in drei Sammlungen. Der dritte Band, der „Märchen-Almanach auf das Jahr 1828„,  enthält vier Beiträge, die durch eine Rahmenerzählung namens „Das Wirtshaus im Spessart“ verbunden sind.

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Vier Reisende erzählen sich in einem Wirtshaus im Spessart nachts Geschichten um nicht einzuschlafen, da sie den Überfall einer Räuberbande befürchten.

    • Ein Zirkelschmied erzählt „Die Sage vom Hirschgulden“
    • ein Student das Märchen „Das kalte Herz“,
    • ein Jäger das Märchen „Saids Schicksale“ und
    • ein Goldschmied die Sage „Die Höhle von Steenfoll“.
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Die Schwarzwaldsage „Das kalte Herz“ ist wohl die bekannteste der Sagen. Die Geschichte vom hilfreichen Glasmännlein und dem teuflischen Holländer Michel, an den der arme Köhler Peter Munk aus dem Schwarzwald sein Herz verkauft, war nicht nur für Kinder gedacht.

Beuren: Bodenlehrpfad

Ausgangspunkt ist der Parkplatz des Freilichtmuseums. Der Pfad mit 10 Stationen ist 4 km lang.

Öffnungszeiten:

Von April bis Oktober sind die Profilgruben zugänglich.

– Von November bis März geschlossen –

Die Wegstationen
Start

Der Lehrpfad beginnt am Parkplatz des Freilichtmuseums…

Basalttuff - Sandgrube

Die durch Abbau entstandenen Rohböden beherbergen wertvolle Tier- und Pflanzenarten.

Eine geologische Besonderheit: In der Sandgrube steht vulkanischer Basalttuff  an. Es handelt sich um einen Schlot des „Schwäbischen Vulkans“.

Vor ca. 18 Mio. Jahren brach dieser Vulkan (genauer: ein Vulkangebiet) zwischen Bad Urach und Kirchheim aus. In über 300 unterschiedlich großen Schloten stiegen Gas und vulkanisches Material an die Oberfläche.

Braunerde - Pararendzina aus Basalttuff

Der tiefreichende Horizont weist auf frühere Ackernutzung hin. Das vulkanische Bodenmaterial ist sehr sandig.

Humose Pararendzina aus Weißjura - Hangschutt

Im Oberboden herrscht ein reges Bodenleben. Durch den ständigen Nachschub von Hangschutt ist die Bodenbildung nicht sehr tiefreichend.

Kalkhaltiger Braunerde - Pelosol aus Tonen des Oberen Braunjura

Der mächtige Humushorizont weist auf eine frühere Acker- oder Gartennutzung hin.

Kalkhaltiger Braunerde - Pelosol aus Weißjuraton Melgeln

Am sonnenbeschienen Süd-Westhang des Spitzberges zeigt dieser Tonboden tiefe Trockenrisse.

Gley aus Braunjuramergeln

Aufgrund einer stauenden Schicht im Untergrund steht hier ganzjährig Grundwasser hoch an.

Buckelwiese am Egelberg

Die Hanglage und der tonige Untergrund bewirken das unregelmäßige Abrutschen der Bodendecke bei Wasserzutritt. Zusätzlich hebt und senkt sich die Oberfläche bei wechselndem Bodenwassergehalt durch Quellung und Schrumpfung – ein Boden in Bewegung!

Toniger Pseudogley aus Braunjuratonmergeln

Ein nur wenig wasserdurchlässiger Unterboden verursacht stark wechselnde Wasserverhältnisse.

Pararendzina - Braunerde aus Weißjura - Hangschutt

Aus den Schuttmassen der Schwäbischen Alb entwickelt sich ein sehr steiniger und kalkreicher Boden. Gestein verwittert und allmählich entsteht Boden. Bodo stellt Ihnen Böden aus unterschiedlichen Ausgangsgesteinen vor. Rund um Beuren bestehen die Gesteine aus Meeresablagerungen der Jura-Zeit (vor ca. 170 Mio. Jahren). Im Bereich des Spitzberges und Engelberges stehen die dunklen Tonmergel des Oberen Braunjura an. Am Fuß der Schwäbischen Alb finden sich die hellen Kalkmergel des Unteren Weißjura. Häufig sind diese aber von Kalkstein-Hangschutt des Oberen Weißjura überdeckt.

Infomaterialien

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Beuren

Faltblatt „Bodenlehrpfad Beuren“

Bexbach: Historischer Grubenweg Nordfeld

Der historische Grubenweg führt über einen idyllischen Waldweg, der aus Pfaden und teils breiteren Wegen besteht zu historischen Orten wie dem „Fortuna und Wilhelmine Schacht“, dem „Stollenmundloch“, der „Verladestation“ sowie der „Dianaquelle“ in der Kerbschlucht.

Der Grubenweg ist mit weißen Schildern mit einen schwarzen Förderturm gekennzeichnet.

Die Wegstationen
Schacht Fortuna
Stollenmundloch
Verlademauer/Umladestation
Kerbschlucht/Dianaquelle
Grubenanlage, Schacht "Wilhelmine"
Beamtenhäuser

Infomaterialien

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Bexbach

Infoblatt „Hisorischer Grubenweg Nordfeld“

Textquellen

Infoblatt

Bieber: Kulturweg 1 „Die Bieberer Acht“

Archäologisches Spessartprojekt

Kulturwege

Die Kulturwege sind – gemeinsam mit den archäologischen Projekten – das Aushängeschild des Archäologischen Spessartprojekts.

Seit 1999 entsteht ein immer dichteres Netz von Kulturwegen, auf denen die Kulturlandschaft Spessart erlebbar und begreifbar wird.

Zu jedem Kulturweg erscheint ein Folder mit einer Wegbeschreibung und Kurzbeschreibung der Stationen. Eine Auswahl der Kulturwegefolder finden Sie in der Geschäftsstelle des Spessartbundes (Treibgasse 3, 63739 Aschaffenburg).

Dank der Familie Cancrin nimmt Bieber in der Geschichte des Spessarter Bergbaus eine besondere Stellung ein. Das „Bieberer geologische Fenster“ bot die Voraussetzung für den Abbau verschiedenster Erze im heutigen Naturschutzgebiet Lochborn.

Vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert lag hier ein Industriegebiet, das sich die Natur wieder zurückerobert hat. Der 12 km lange Kulturwanderweg lässt die Möglichkeit auf eine Zweiteilung offen: Von Bieber bis zum Lochborner Teich in 7 km oder vom Wiesbüttsee als Start in 5 km Länge.

In der Nähe des Ausgangspunktes der Wanderung in Bieber wird das Biebergrund-Museum entstehen, das die Entwicklung des Bieberer Bergbaus und Hüttenwesens zeigen wird, das von 1741 bis 1782 seinen Höhepunkt erlebte. Auch Zechstein für die Eisenverhüttung wurde abgebaut, wie die weitere Wanderroute zeigt.

Bevor man den Lochborner Teich erreicht, wo die kürzere Tour gewählt werden kann, kommt man an der Burgbergkapelle vorbei. Der längere Rundweg bringt den Wanderer an Einsturzlöchern und am sogenannten „Schachtküppel“ vorbei, alles Relikte der früheren Bergbautätigkeit.

Beim Wiesbüttsee kann man einkehren und sich auf den Rückweg machen, vorbei am Lochborner Teich und an der früheren Eisenbahnstation „Lochmühle“, einst Sitz einer Außenstelle des Forschungsinstitutes Senckenberg, bis man wieder in Bieber eintrifft.

Wegbeschreibung

  • Die „Bieberer Acht“ ist zweigeteilt: In Bieber beginnt die Schleife „Geologischer Lehrpfad“ mit 11 Stationen (1-11) auf einer Länge von ca. 7 km.
  • Von der Wiesbütt aus kann die ca. 5 km lange Schleife „Bergbau“ mit 4 Stationen (A-D) begangen werden, die durch das Naturschutzgebiet „Lochborn“ führt.

Am Schnittpunkt der beiden Schleifen liegt der Lochborner Teich. Die gesamte „Bieberer Acht“ hat zwischen Bieber und der Wiesbütt eine Länge von ca. 12 km mit einem Höhenunterschied von etwa 200 m.

Folgen Sie der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund.

Station 1: Start in Bieber

Die Geschichte Biebers und seiner Umgebung ist vom Bergbau geprägt. Die geologischen Voraussetzungen für die Entstehung von Bodenschätzen reichen über 150 Millionen Jahre in die Erdgeschichte zurück. Gesteinsmassen gerieten unter starke Druck und Scherkräfte, wodurch Verwerfungen entstanden. An deren Gesteinsspalten stiegen von der Erdwärme aufgeheizte Salzlösungen der Metalle auf und bildeten durch Vererzung die Grundlage für die Erzvorkommen. Die älteste Urkunde zum Bergbau und der Verhüttung der Erze stammt von 1494…

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Station 2: Zechsteinaufschluss

Noch 1965 wird an dieser Stelle ein Steinbruch aufgeführt, der wenige Jahre später verfüllt wurde. Ebenso
verschwunden sind die für diese Zeit belegten Überreste des einstigen Kalkofens, dessen Existenz in der Flurbezeichnung „Am Kalkofen“ weiterlebt. Letzter Zeuge des einstigen Kalkabbaus ist dieser Aufschluss im anstehenden Zechsteindolomit…

PDF-Download Infotafel 2

Station 3: Metasomatische Eisenerze

Die Sedimente des Zechstein-Meeres sind in und um Bieber weit verbreitet und werden landläufig als „Kalk“ bezeichnet. Als solche (Calcit, CaC03) wurden sie auch im Meer abgelagert, aber später in der Phase der Gesteinswerdung wurden sie zu einem Dolomit umgewandelt, in dem diesem Kalk Magnesium zugeführt wurde…

PDF-Download Infotafel 3

Station 4: Burgbergkapelle

Auf dem Burgberg befindet sich die älteste Hinterlassenschaft menschlichen Wirkens in Bieber, die Wallanlage, die teilweise vorgeschichtlich, teilweise frühmittelalterlich zu datieren ist. Für die Vermutung, dass die Anlage in Verbindung mit frühem Eisenerzabbau entstand, gibt es keine Beweise…

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Station 5: Hydrothermale Kobalterze

Beim Abbau der in der Fläche ausstreichenden Kupferschiefermassen entdeckte man zwangsläufig die gangförmig anstehenden Kobalterze (und Nickelerze). Diese waren im Mittelalter wertlos, da man aus den silbern glänzenden, sehr schweren Erzen keine Wertmetalle erschmelzen konnte. Daher kommen die Namen Kobold und Nickel (Nickel stand für Berggeister), die dann zum Kobalt und Nickel im heutigen Sinne gewandelt wurden…

PDF-Download Infotafel 5

Station 6: Kupferschiefer

Das Liegende der Sedimente des Zechstein-Meeres besteht meist aus einem Konglomerat über den Kristallingesteinen des Spessarts, im Westen können dies auch die kaum verfestigten Sedimente des Rotliegenden sein. Darüber folgt eine 2 bis 50 cm dicke Schicht eines dunklen bis schwarzen, teils auch tonigen,
schiefrigen Sediments. Infolge des Gehaltes an Kupfer gab man ihm den Namen Kupferschiefer…

PDF-Download Infotafel 6

Station 7: Lochborner Teich (Bergbaupfad Station C)

Angelegt wurde der Lochborner Teich als Wasserreservoir für die Bergwerksmaschinen. Der Damm, über den heute der Weg führt, wurde erst in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts angelegt, um die Erze mit der Schmalspurbahn vom Abbaugebiet „Am Schußrain“ an die Lochmühle zu transportieren…

PDF-Download Infotafel 7

Bergbaupfad Station B: Oberer Maschinenschacht

Aufschlussarbeiten am oberen Maschinenschacht Im Jahre 1899 begannen die Arbeiten am oberen Maschinenschacht, der bis zum Jahresende bereits eine Tiefe von 60 Metern erreicht hatte. Die Gebäude über Tage waren errichtet und die neue Bremsberganlage zwischen dem oberen Maschinenschacht und dem nächsten Förderpunkt (Schacht L) war fertiggestellt…

PDF-Download Infotafel B

Bergbaupfad Station A: Wiesbütt

Verkehrsknotenpunkt Wiesbütt

Die Vorstellung, die Wiesbütt sei ein einsames natürliches Moor mitten im unbewohnten Spessartwald, erweist sich als ein Trugschluss. Denn sowohl der Teich als auch das Moor gehen auf menschlichen Einfluss zurück, wofür die verkehrstechnische Lage sowie die geologische Beschaffenheit verantwortlich sind…

PDF-Download Infotafel A

Bergbaupfad Station D: Schachtküppel

Der Bergbau hat das Gelände des heutigen Naturschutzgebiets „Lochborn“ verändert. Typische vom Menschen hervorgebrachte oder verursachte Merkmale sind die Verflachung von Talböden durch Auffüllung, Hohlformen
wie Pingen oder aufgelassene Tagebaue, Aufschüttungen wie Halden oder die leicht zu erkennenden Schächte…

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Station 8: Lochmühle

An der Kreisstraße zwischen Bieber und Wiesen stehen wir vor der Lochmühle, in der sich bis 2006 die „Forschungsstation für Mittelgebirge“ des Forschungsinstituts Senckenberg befand. Ursprünglich diente dieses Gebäude als Endbahnhof für den Personenverkehr der Eisenbahnstrecke von Gelnhausen in den Lochborn…

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Station 9: Geologie von Bieber

Bieber und seine Umgebung ist aus geologischer Sicht eine Besonderheit, denn inmitten des Buntsandsteins sind hier die Gesteine bis zum kristallinen Grundgebirge freigelegt („Bieberer Fenster“). Dies hat seine Ursache
in der ausgeprägt kleinräumigen Bruchtektonik durch Störungen, die zu einer Ausräumung der damit geschwächten Gesteinsmassen geführt hat. Diese Störungen wurden z. T. mineralisiert (Gänge) und waren das Ziel eines lange anhaltenden Bergbaues …

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Station 10: Bertha-Stollen

Nachdem die Essener Friedrich Krupp Aktiengesellschaft sämtliche Kuxe (Anteile) der „Gewerkschaft Bieberer Gruben“ angekauft hatte, übernahm sie am 1. September 1907 die Betriebsleitung dieser Gewerkschaft. Ein Jahr später wurde an der früheren Eisenschmelze der neue Stollen hergestellt, der ab 1910 als Bertha-Stollen bezeichnet wurde, in Anlehnung an Bertha von Bohlen und Halbach. In den nachfolgenden Jahren wurde der Bertha-Stollen, mit dem das ganze Abbaufeld vom Burgberg bis nach dem Feld Gordon (Abbaufeld hinter dem oberen Lochborn) unterfahren werden sollte, weiter aufgefahren…

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Station 11: Eisenschmelze

Der Bergbau in Bieber konzentrierte sich auf Metalle. Während die Förderung seit 1494 belegt ist, erbrachte die Verhüttung erst mit der Einführung moderner hüttentechnischer Anlagen durch die Familie Cancrin bedeutendere Einkünfte. Unter Johann Heinrich Cancrin und insbesondere Franz Ludwig Cancrin wuchs Bieber zum größten Montanbetrieb im Spessart, der der hanauisch-hessischen Landesherrschaft zeitweise hohe Erträge einbrachte. Deshalb konnten es die Verhüttungsbetriebe in Bieber zwischen 1741 und 1782 an Größe und Ausstattung mit zeitgenössischen Anlagen wie im Mansfelder Kupfererzbergbau mithalten…

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© Archäologisches Spessartprojekt e.V.

Mit freundlicher Genehmigung.

Infomaterialien

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Bieber

Faltblatt „Die Bieberer Acht“

Bisingen: Geschichtslehrpfad

Bisingen im Zollernalbkreis schrieb in der Zeit des Nationalsozialismus eine besondere Geschichte. Von August 1944 bis März 1945 wurden im Rahmen des Unternehmens „Wüste“ insgesamt 4.150 KZ-Häftlinge in das Konzentrationslager Bisingen deportiert, um Öl aus dem dort zu findenden Ölschiefer zu gewinnen. Ein Drittel der Inhaftierten starb dabei.

Während eines internationalen Workcamps im Sommer 1997 legten Jugendliche aus verschiedenen Ländern Überreste der Produktionsanlagen im Kuhloch frei und bauten einen Holzsteg auf dem ehemaligen Lagergelände in der Schelmengasse, um den Weg zum Appellplatz zu symbolisieren.

Im Oktober 1998 wurde der Geschichtslehrpfad eröffnet, der die historischen Orte jener Zeit verbindet und anhand von Monumenten und Hinweistafeln den dunklen Abschnitt der deutschen Geschichte kenntlich macht.

Wegbeschreibung

Der Start ist am Bahnhof (1) in Bisingen, wo im Jahr 1944 die KZ-Häftlinge ankamen. In nordöstlicher Richtung führt ein Steg über die Bahnschienen, dem wir folgen und uns dann rechts auf den Altenweg halten. Nach 150 m biegen wir links ab und gehen auf der Straße rund 400 m weiter. Schließlich treffen wir auf die Schelmengasse und wenden uns dort nach rechts. 

Wenige Schritte später befand sich einst auf der linken Seite das KZ Bisingen, an dessen ehemaligem Appellplatz (2) heute ein Steg und Hinweistafeln erinnern.

Der Weg führt über die Schelmengasse weiter ins sogenannte Kuhloch (3), dem ehemaligen Ölschieferabbaugelände. Diesen Weg gingen die Insassen jeden Tag. Er wird aufgrund der gestreiften Kleidung der Häftlinge als Zebra-Wegle bezeichnet. 

Am Platz des ehemaligen Meilerfelds befindet sich heute ein Sportplatz, an dem zwei Hinweistafeln über die alte Nutzung aufklären. Hier biegen wir nach rechts auf den Trampelpfad ab, der uns zu Relikten des Schieferwerks (4), des Ölbehälters und des Gebläses führt. Dann kommen wir wieder auf die Fahrstraße zurück, wenden uns nach rechts und verlassen sie 50 m weiter nach links auf einen schmalen Pfad, auf dem wir an der alten Abbaukante des Ölschieferwerks (5) entlang gehen. Eine Tafel des Lehrpfads weist auf den Ölschieferabbau hin. 

Am Ende des Weges führt die Strecke über die Kirche (6) zum Museum Bisingen (7), in dem sonntags von 14 – 17 Uhr und auf Anfrage bei der Gemeinde die interessante und sehr anschauliche Ausstellung „Mut zur Erinnerung – Mut zur Verantwortung“ zu sehen ist.

Der Geschichtslehrpfad ist jederzeit frei zugänglich. Der Rundgang ist von jeder Station aus möglich. Informationen zu den jeweiligen Orten bieten Text-Bild-Tafeln entlang der Strecke.

Infomaterialien

Bisingen

Das Unternehmen „Wüste“

Blaubeuren: Eiszeitpfad Blaubeurer Felsensteig

Qualitätswanderweg rund um Blaubeuren. Der Blaubeurer Talkessel ist bekannt für seine Felsen und steckt voller Naturschönheiten, wie der sagenumwobenen Karstquelle Blautopf.

Die Tour bietet unzählige Glanzstücke der Natur. Dabei sind wir von der steil aufragenden Felswand mit der Brillenhöhle ebenso beeindruckt wie von dem Felsgebilde „Küssende Sau“. Ganz zu schweigen von der mystisch anmutenden Karstquelle Blautopf, die als Zwischenstation angesteuert wird. Anschließend geht es wieder nach oben zum Glasfels und Blaufels.

Auf der Albhochfläche angekommen, führt die Tour abwechselnd am und im Wald entlang zum Ortsrand von Sonderbuch. Von dort geht es wieder durch den Wald, zu dem auf Fels gebauten Rusenschloss, und schließlich den Frauenberg hinunter zurück ins Blautal nach Blaubeuren.

Sehenswürdigkeiten
Brillenhöhle

Kuppelhöhle mit zwei Deckendurchbrüchen (Brille), exponierte Lage an einer steil aufragenden Felswand, beliebter Rast- und Lagerplatz der .eiszeitlichen Jäger

Felsenlabyrinth

Felsformationen an der Weiler Halde im Achtal, darunter die Felsbrücke „Küssende Sau“.

Ruine Günzelburg

Burgruine, vermutlich im 16. Jh. zerstört, schöner Ausblick ins Achtal.

Blaubeuren

Historische Altstadt mit Fachwerkhäusern, Kloster mit Hochaltar und Badhaus, Blautopfbähnle für Stadtrundfahrten, Urgeschichtliches Museum mit Schatzkammern der Eiszeitkunst.

Blautopf

Schönste Karstquelle Deutschlands, türkisblauer 21 m tiefer Quellsee mit unterirdischem Höhlensystem (kostenfreie Filmschau „Dunkelblau“ im Urgeschichtlichen Museum).

Glasfels und Blaufels

u.a. beliebte Kletterfelsen, am Blaufels Aussichtspunkt.

Rusenschloss

Burgruine aus dem 12/13. Jh., einst kühn konstruiertes Bauwerk mit Mauerbogen am Felsrand (z. Zt. wegen
Sanierungsarbeiten nicht zugänglich).

Infomaterialien

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Blaubeuren

Wegbeschreibung Eiszeitpfad Blaubeurer Felsensteig

Blaubeuren: Eiszeitpfad Eiszeitjägerpfad

Qualitätswanderweg im Welterbegebiet. Auf den Spuren eines Eiszeitjägers zu steinzeitlichen Höhlen und Fundstellen im Achtal. In den Höhlen im Achtal lebten sowohl Neandertaler als auch der Moderne Mensch.

Die Tour führt vom Stadtrand in Blaubeuren den Steilhang der Weiler Halde hinauf, wo man bei der Brillenhöhle einen ersten Einblick in die steinzeitlichen Lebensverhältnisse erhält. Durchs Felsenlabyrinth führt die Strecke zur mittelalterlichen Ruine Günzelburg. Es geht bergab, am Schneckenfels vorbei, nach Weiler und auf die andere Talseite.

Ein schmaler Pfad führt hinauf ins Felsmassiv des Bruckfels, in dem sich die Höhle „Geißenklösterle“ befindet, ein von den Eiszeitmenschen häufig aufgesuchter Ort. Über das Köhnenbuch, einen Buchen-Steppenheidewald, erreicht man den Schillerstein, von wo der Weg wieder zurück nach Blaubeuren führt.

In Blaubeuren sollte man unbedingt einen Besuch im Urgeschichtlichen Museum einplanen.

Infomaterialien

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Blaubeuren

Eiszeitpfad Eiszeitjägerpfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Blaustein: Eiszeitpfad Lauterfelsensteig

Qualitätswanderweg vom Blautal ins felsenreiche Kleine Lautertal und auf die Hochfläche der Alb.

Der Aufstieg zu Beginn der Tour nach Oberherrlingen wird gleich mit einem ersten Ausblick belohnt. Danach führt der Weg hinunter ins Lautertal mit seinen unzähligen Flusswindungen und der romantischen Lauterquelle. Nun folgt der steile Aufstieg nach Hohenstein.

Über die Hochfläche geht es nach Weidach und am oberen Rand des Kiesentals entlang durch den Wald. Zum verläuft die Strecke durch eine Wacholderheid, bergab geht es zurück nach Blaustein.

Infomaterialien

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Blaustein

Eiszeitpfad Lauterfelsensteig – keine Infomaterialien vorhanden!

Bliesgau: Entdeckertour Bliesgau

Entdeckertouren

„Auf den Spuren der Berg- und Hüttenleute in der Saarregion“

Die Entdeckertouren sind Wanderrouten in der Saarregion, die als Tages- oder Halbtagestouren flexibel gestaltet sind. Wegbetreiber ist der Saarländische Museumsverband e.V.

Mit den „Entdeckertouren“ begibt sich der Wanderer auf Spurensuche und verbindet diese mit Einblicken in die Vielfalt der Landschaft, Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen und Gastronomie. Damit werden nicht nur Relikte aus der Ära der Berg- und Hüttenleute präsentiert, sondern viele ehemalige Berg- und Hüttenleute kommen auf diesen Touren selbst zu Wort und erzählen die Geschichten und Erlebnisse, die ehemals von Generation zu Generation weiter geben wurden, damit diese nicht in Vergessenheit geraten.

TIPP:

Als digitaler Wegbegleiter steht eine App zur Verfügung, die man auf der eigens erstellten Webseite „Entdeckertouren Saarland“ herunterladen kann. Der installierte Routenplaner führt den Wanderer GPS-gestützt zu und durch die Touren oder zu einzelnen Punkten der Strecke.

Entdeckertour „Bliesgau“

Die Tour startet in Rubenheim am Denkmal für die Rubenheimer Bergleute. Sie führt über den Bergmannspfad vorbei am Golfclub Katharinenhof zu den Kalksteinbrüchen in Gersheim. Hier lohnt ein Abstecher zum Europäischen Kulturpark Reinheim, der mehr als das Grab der keltischen Fürstin zu bieten hat. In der Römischen Taverne des Parks locken kulinarische Genüsse zur Pause.

Anschließend führt die Tour durch das Gersheimer Orchideengebiet nach Walsheim zur ehemaligen Brauerei und dem Freibad. Über Herbitzheim, Ballweiler, Breitfurt und Bliesdalheim geht’s zurück nach Rubenheim, nicht ohne an Kalksteinbrüchen, Muscheln und Eiskellern vorbei zu führen.

Den Abschluss bildet das Museum für dörfliche Alltagskultur und das Museum des saarländischen Aberglaubens, beides unter einem Dach. Hier lohnt sich eine Führung durch den Museumsleiter, aber etwas Zeit ist dafür unbedingt einzuplanen!

Die Wegstationen
Denkmal für die Rubenheimer Bergleute

Zu dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder wurde vom Knappenverein Rubenheim im Jahre 1994 ein Bergarbeiterdenkmal errichtet.

Der Knappenverein wurde 1872 als Bergmannssterbekasse gegründet. Bereits Jahre vorher hatten Männer aus dem landwirtschaftlich verarmten Rubenheim den Weg in vor allem preußische Gruben gefunden. Sie wohnten dort für eine oder mehrere Wochen in Schlafschuppen, später in Schlafhäusern.

In der Blütezeit des Bergbaus waren rund hundert Männer aus diesem Dorf im Bergbau beschäftigt. Rubenheim war ein Bergarbeiterdorf mitten im Bliesgau – und es war nicht das einzige.

Nach ihrer „Kohlengrubenzeit“ arbeiteten Rubenheimer Bergleute in den hiesigen Kalksteingruben noch einige Jahre weiter.

Bergmannspfad

Im 19. Jahrhundert gingen die Rubenheimer Bergleute am Sonntagabend oder Montagmorgen zu Fuß in Richtung Erfweiler-Ehlingen, über den „Schwarzen Pfad“ nach Ommersheim und von dort über Heckendalheim ins Sulzbachtal bzw. teilweise auch nach St. Ingbert.

Später, zu Zeiten der Eisenbahn wurde der Würzbacher Bahnhof in Niederwürzbach angesteuert, von wo aus die Arbeitsstätten per Bahn zu erreichen waren.

Golfclub Katharinenhof Rubenheim

Die Anlage des Golfclub Katharinenhof ist sehr weitläufig und großzügig zwischen Wiesen und Wäldern angelegt. Von den meisten Stellen des Platzes haben die Spieler eine weite Sicht bis ins benachbarte Frankreich hinein. Zahlreiche Hügel und Schräglagen und auch die welligen Fairways lassen den Platz trotz der breiten Fairways auch für bessere Golfer zu einer Herausforderung werden.

In der dazugehörigen Gastronomie sind nicht nur Golfer, sondern auch Radfahrer, Wanderer und alle anderen Gäste herzlich willkommen.

Kalksteinbrüche in Gersheim

Die erste Kalksteingrube in Gersheim war im Erzental zwischen Gersheim und Medelsheim. Von hier aus wurde Gesteinsmaterial mit dem „Hängebähnchen“, einer mundartlich so genannten Seilbahn über die Hauptstraße zum Bahnhof Gersheim transportiert.

Die Kalkstein-Abbruchverhältnisse waren in Gersheim wesentlich schwieriger als auf dem Stumme Berg bei Herbitzheim. Die Abraumschicht betrug bis zu dreißig Meter, also ging man nach dem Ersten Weltkrieg zum Untertagebau am Berg „auf der Lohe“ über. 1947 wurde der Übertagebau in Gersheim gänzlich eingestellt. Der Untertagebau wurde fortgesetzt.

Zweimal wurde dieser Abbau zeitlich unterbrochen. Die erste Unterbrechung war ab Herbst 1944. Familien, die nicht in die zweite Evakuierung wollten und hier verblieben, erhielten in den Stollenanlagen für rund hundert Tage sichere Notunterkünfte zum Schutz vor den Kriegshandlungen. Die Bebelsheimer Bevölkerung durfte sogar durch den Wetterschacht im Gersheimer Stollen Schutz suchen. Die zweite Unterbrechung war 1980/81 im Zuge der Unternehmensänderungen.

Im September 2005 endete in Gersheim die mehr als hundert Jahre anhaltende Geschichte des Bliesgau-Kalkbrennens für die saarländische Industrie. Kalk wurde nach 2001 hier nicht mehr gefördert, die Untertageanlagen in Gersheim wurden noch vier Jahre lang verfüllt.

Lore am ehemaligen Gersheimer Bahnhof

Im Saarland wurden nach 1970 viele Erinnerungsstätten an den saarländischen Kohlenbergbau aufgebaut. Dies geschah besonders in Dörfern, in denen die Bevölkerung eine Beziehung zum Steinkohlebergbau besaß und die Erinnerung wachhalten wollte.

Meistens bestanden die Denkmäler aus halbierten ausgebauten Seilscheiben auf den Fördertürmen. Beliebt war ferner ein ausgedienter Hund, in den man schwarz angemalte Kalksteine als Kohle geladen hatte. Hund ist die bergmännische Bezeichnung für die unter Nichtbergleuten bekannten Loren.

Bahnhof Gersheim

Als Ende des 19. Jahrhunderts der Kaiserslauterner Bahnhof an der Ludwigsbahn zu klein geworden war, wurde dort ein neuer Bahnhof geplant und gebaut. Die Steine des alten Bahnhofes wurden sorgfältig abgetragen, geborgen und an die neue Eisenbahnlinie Bliestal verbracht. Damit wurden die beiden Bahnhöfe in Breitfurt und Gersheim aufgebaut. Der hiesige Bahnhof ist mithin der halbe alte Kaiserslauterner Bahnhof.

Der Bahnhof war für die Brauerei Walsheim ein sehr wichtiger Umschlagsplatz, deshalb hieß er eine Zeitlang auch „Gersheim-Walsheim“. In früheren Zeiten hieß er auch „Bliesgersheim“. Und im zweiten Weltkrieg wurde die Strecke wegen der militärischen Einrichtungen und schnellen Truppenverschiebungen nach Saargemünd und Bitsch zu einer bedeutenden Schnellzugstrecke. Gersheim war für wenige Jahre ein D-Zug-Bahnhof.

Kalkwerk Gersheim

1951 erfolgte ein großer Umbau des Gersheimer Kalkofens. Man baute moderne Schachtöfen auf und riss die alten Ringöfen ab. In den Schachtöfen wurde der Kalk unter Zusatz von Feinkohle gebrannt. Das Material wurde dann über Schrägaufzüge in die Öfen gebracht.

Im Sommer 1962 wurde ein Transportband vom Kalkbruch über die Blies zum Werk im Tal gebaut. Der Kalk wurde nun schon im Bruch zerkleinert und dem Werk zugeführt. Die bis dahin bestehende Seilbahn wurde stillgelegt und abgebaut.

Das Gersheimer Kalkwerk besteht heute nicht mehr. Die Bahntrasse Homburg – Sarreguemines, die am Werk vorbei führte ist heute ein gern gefahrener Radweg.

Walsheimer Brauereikeller

Der Brauereikeller der „Walsheim Brauerei“ wurde zwischen 1876 und 1878 gebaut. Damals firmierte die Brauerei noch unter dem Namen „Walsheim-Brauerei Schmidt und Guttenberger“. Es handelt sich dabei um das erste Gebäude, das auf dieser Seite der Straße gebaut wurde. Die ersten Gebäude der Brauerei, wie zum Beispiel die Verwaltung, die Wohnhäuser, die Stallungen und die Mälzerei waren zunächst nur auf der anderen Seite gebaut worden. Heute von vorne zugänglich, war das Gebäude damals komplett unterirdisch angelegt. Die Fenster die an der Fassade zu sehen sind, waren zum damaligen Zeitpunkt nur Lichtschächte. Im Inneren war der Keller in einen Lagerraum und kleinere Kühlkammern aufgeteilt. Im Lagerraum lagerten zunächst Holz-, später Aluminiumfässer mit einem Gesamtvolumen von 50.000 Hektoliter. In den Kühlkammern wurde Eis gelagert. Das Eis stammte bis zur Beschaffung einer Kältemaschine 1886 aus den Eisweihern in der Umgebung. Der Lagerraum und die Kühlkammern waren jeweils mit Eichentüren getrennt. Durch Öffnen und Schließen dieser Türen wurde die Temperatur im Lagerraum reguliert. Durch Rinnen am Boden und Öffnungen an der Decke konnten Kondenswasser und Wasserdampf entweichen.

Walsheimer Freibad und Campingplatz Walsheim

Bevor die weltberühmte Walsheim Brauerei eine Kältemaschine erhielt um Stangeneis zu produzieren, musste das Eis zur Kühlung des Bieres auf anderem Wege beschafft werden. Dafür wurden rund um Walsheim Eisweiher angelegt, um in den Wintermonaten Natureis abschlagen zu können. Nachdem man in den 30er Jahren sich entschieden hatte keine Eisweiher mehr zu betreiben, entschied der damalige Brauereidirektor Dr. Karmann den oberen Eisweiher am Hetschenbach zu einem Schwimmbad in Stahlbeton-Ausführung umbauen zu lassen. 1938 wurde dann der Badbetrieb offiziell aufgenommen. Die Nutzung des Freibades war kostenlos. 1950 kam es dann zur ersten Sanierung des Bades, zur Einzäunung und zum Bau des Campingplatzes. Erst 1974 kam dann das Nichtschwimmer-Becken dazu. Zwei Jahre später wurde das alte Becken durch ein neues Sportbecken mit Kläranlage ersetzt. Die Wasserversorgung erfolgte durch frisches Walsheimer Quellwasser aus dem Hetschenbachtal.

Heute gilt das Walsheimer Freibad als eines der schönsten und erholsamsten in der Region und ist in der Regel ab Mai bis Mitte September geöffnet.

In unmittelbarer Nähe des Freibades befindet sich ein idyllisch gelegener Campingplatz. Dieser bietet großzügige Stellplätze für Wohnwagen oder Zelte. Gäste mit Wohnmobil können sowohl Stellplätze auf dem Campingplatz als auch außerhalb nutzen. Zum Campingplatz gehört eine Gaststätte.

Ringofen in Herbitzheim

Wir befinden uns auf dem Freizeitweg in Richtung Gersheim mit einem Hinweisschild und zugleich an dem einzigen Ruinenrest des Herbitzheimer Ringofens. Dieser Kalkofen wurde 1888 erbaut. Im Gegensatz zu dem Blickweiler Ofen wurde dieser nur im Bedarfsfall in Betrieb genommen. Der Ofen soll der erste dieser Art in unserem Raum gewesen sein. Nach einer Anlaufzeit beschäftigte der Herbitzheimer Betrieb bis zu 40 Arbeiter. Das tägliche Ergebnis war etwa eine Tonne gebrannter Kalk pro Arbeiter.

Was ist ein Ringofen?

Die Keramikindustrie und die Kalkbrenner versuchten im 19. Jahrhundert ihre Produktionsarbeit zu optimieren, zu rationalisieren. In beiden Fällen war das ständige Aufbauen der Rohprodukte und Abbauen der Fertigprodukte zeitraubend und teuer. Die Ingenieure konstruierten Ring- und Tunnelöfen, die eine frühe Fließbandarbeit ermöglichten. Solche Öfen konnten permanent beschickt werden, brannten durch und lieferten – ebenfalls permanent – die Fertigware. Die Arbeitsprozesse mussten nicht unterbrochen werden, wie bei den älteren Schachtöfen.

Gleis 1

Am 1.4.1879 wurde die Bahnlinie Zweibrücken – Saargemünd, die auch durch Herbitzheim führte, eingeweiht. Wesentliche Gründe für den Bau der Bahnlinie waren wirtschaftliche Überlegungen im Zusammenhang mit der industriellen Kalkwirtschaft für die Eisenproduktion.

Am „Gleis 1“ kamen die Pferdefuhrleute mit ihren Kalkwagen an, um den Kalkstein in Güterwagen der Eisenbahn umzuladen. Einst war dieser Ort das Ende der schweren Fahrten der Kalkwagen der Steinbauern vom Stummen Berg herunter. Hier wurde der Kalk, gewogen und auf Eisenbahnwaggons verladen und abgefahren.

Der Weg, später als „Ladestraße“ bekannt heißt heute „Gleisweg“ und war für die Rubenheimer und Herbitzheimer Arbeiter und Bergleute einst die Route, die sie zum Bliesdalheimer Bahnhof nahmen.
1991 wurde der Betrieb der sogenannten Bliestalbahn übrigens gänzlich eingestellt.

„Gleis 1“ heißt heute ein Biergartenlokal und lädt am Bliestal-Freizeitweg zum Verweilen und zur Stärkung ein.

Alter Steinfahrerweg

Der Bruch im Stumme Berg, benannt nach dem alten Inhaber von Stumm, war im Besitz des Neunkircher Eisenwerks. Der Kalk wurde von Herbitzheimer „Stäänbaure“ (Steinbauern) geladen und transportiert. Innerhalb der Geschichte der saarländischen Industrie dürften die Herbitzheimer Steinbauern eine Ausnahme darstellen.

Sie waren Nebenerwerbslandwirte, die durch den regelmäßigen Kalksteintransport einen lukrativen Nebenverdienst hatten.

Steinbauern schafften sich besonders belastbare Pferdewagen und bespannten diese mit kräftigen Pferden, die jedoch nach einem Arbeitsleben von vier bis fünf Jahren schon ausgedient hatten.
Als Hilfspersonal wurden Bremser beschäftigt, die dafür sorgten, dass auf dem abschüssigen Weg Pferde und Wagen keine Schäden erlitten. Zu den Bremsern zählten auch einige Bauersfrauen.
Der Weg von oben war ein gefährlicher, da die schwer beladenen Wagen nur durch viel Geschick von den Fuhrleuten und Bremsern gefahren werden konnten. Bei langen feuchten Wettern konnten die Wagengleise (Fahrspuren) ausgefahren werden, was die Sicherheit der Fuhren weiter verschlechterte. Es kam häufig zu Unfällen.

Die Steinbauern beluden zusammen mit den Bremsern und gelegentlich weiterem Hilfspersonal die Wagen, fuhren die Steine durch die heutige Kremelstraße zu Tal an die frühere Ladestraße, heute Gleisweg. Dort wurden die Steine in Eisenbahnwaggons verladen. Ziel war zunächst noch der Kalkofen in Blickweiler, später der in Gersheim und auch die Neunkircher Hütte.

Stumme Berg

Oberhalb Herbitzheim liegt der hier so genannte „Stumme Berg“. Er trägt seinen Namen nicht, weil es angeblich so ruhig auf dem Berg ist.

Vielmehr gaben die Menschen aus Herbitzheim und Rubenheim dem Berg mit dem Flurnamen „Hanickel“ nach Beginn des Kalkabbaus diesen Namen, nach dem der im ganzen Kaiserreich bekannte Stahlproduzent Freiherr von Stumm Eigentümer des Berges geworden war und hier seinen Hüttenkalk grub.

Kalkabbau in der heutigen Zeit

Die Kalksteingewinnung im Bliesgau hat eine Jahrhunderte währende Tradition. Seit der Besiedlung des Bliesgaus wird das heimische Gestein als Baumaterial verwendet. Im Bliesgau lassen sich an vielen Stellen die Zeitzeugen verschiedener Epochen des Bauens mit Kalkstein erkennen.

Im Jahr 2009 wurde die seit jeher bestehende Kalkgewinnung im Bliesgau wieder intensiviert. Getreu dem Motto „Aus der Region für die Region“ gewinnt die Naturprodukte Rubenheim GmbH und Co.KG qualitativ hochwertige und landschaftstypische Baustoffe und bringt diese auf den Markt.

Der Kalbenberg bei Ballweiler und Seilschwebebahn

Der Ballweiler Kalbenberg war ein wichtiger Kalksteinbruch von bestem Qualitätsmaterial.
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts lieferten die Bauern von Blickweiler, Ballweiler und Wolfersheim Kalksteine von eigenen Grundstücken. Sie an die Neunkircher Hütte geliefert. Auf diese Weise entstand auch hier zeitweise ein kleines Steinbauerntum.

Ende der 1890er Jahre kaufte die Neunkircher Kalkwerksgesellschaft lohnende steinhaltige Ländereien auf und legte dort selbst einen großen Steinbruch an. Der Steinbruch wurde optimal bewirtschaftet. Kleinkalk wurde mit kleinen Kippwagenzügen auf die Halde befördert. Die kleinen Brüche, die Bauerngruben und das System der Steinbauern verschwand in diesem Bereich.
Um den Kalkofen voll und ganz ausnutzen zu können und nicht zu sehr von den Witterungsverhältnissen und den Fuhrunternehmern abhängig zu sein, wurde zum Transport der Kalksteine im Jahr 1901 eine eigene Beförderungsanlage, im Volksmund „Drahtseilbahn“ genannt, erbaut. Die Stromversorgung wurde durch die Generatoren der Mimbacher Mühle mittels Wasserkraft sichergestellt.

In der Mitte der 1930er Jahre wurde in Ballweiler ein Untertagebau begonnen. Kriegsbedingt endete der Betrieb in Ballweiler und Blickweiler im Jahre 1944. Die durch den Tagebau angelegten Stollen blieben in der Bevölkerung in guter Erinnerung, weil sie in den letzten Kriegsmonaten als Schutzräume für sie und der umliegenden Dörfer dienten.

Blickweiler Kalkofen

Der Ringofen von Blickweiler stand auf dem Gewerbegelände der heutigen Holzhandlung Becher
1898 wurde neben der Eisenbahnlinie der Bau dieses Ringofens begonnen. Erbauer waren neben Zweibrücker Bürgern auch die Besitzer der Mimbacher Mühle, die mit ihren Generatoren auch die Stromversorgung sicherstellte, sowie Karl Schmidt aus Walsheim, der Eigentümer der Walsheim Brauerei. Auffallend war ein 65 Meter hoher Kamin, damals das höchste Bauwerk im Bliesgau, und der erste Industriebau in der Region, bei dem sich nachweislich ein tödlicher Unfall ereignete, als ein Arbeiter zu Tode stürzte.

Ziel war es, den Qualitätskalk in Ballweiler abzubauen, ihn per Seilbahn zum Blickweiler Ofen zu befördern, dort zu brennen, um ihn dann mit der Eisenbahn zur Neunkircher Hütte zu transportieren.

1943 wurde der Betrieb kriegsbedingt eingestellt. Zudem wurden die Anlagen 1945 durch Kriegseinwirkung beschädigt, sodass Ofen und der mittlerweile auf 75 Meter aufgestockte Schlot teilweise zerfielen. 1946 bestanden die gesamten Werksanlagen in Blickweiler nur noch aus Ruinen. Die Produktion wurde danach nie mehr aufgenommen.

Wichtig zu erwähnen ist, dass die Kalkaufbereitung für die Eisenindustrie ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Steinkohlebergbaus war.

Breitfurter Mühle
Die Breitfurter Mühle wurde 1425 erstmals urkundlich erwähnt. Im Gegensatz zu vielen anderen Mühlen im Saarland hat sie den Sprung in unsere Zeit geschafft und ist heute die einzige verbliebene Getreidemühle im Bliestal und die größte Getreidemühle westlich des Rheins. Sie gehört zur Juchem-Gruppe und verarbeitet überwiegend Getreide von regionalen Erzeugern.
Bliesdalheimer Eiskeller

Im 19. Jahrhundert führte die Industrialisierung, wozu auch der Bergbau gehörte, zu einer Reihe von Veränderungen und Erleichterungen im Alltag.

Im Bereich Ernährung wurden so beispielsweise auch Produktion und Vertrieb von Bier weiterentwickelt. Der Eiskeller von Bliesdalheim sollte für eine korrekte Bevorratung solcher Getränke sorgen sollte.

Das Prinzip der Eiskeller war eine Zwei-Keller-Technik. Ein kleiner möglichst würfelförmiger Raum war der eigentliche Eiskeller, in dem das im Januar geschnittene Eis als Kühlelement gelagert wurde. Die Bevorratung von Eiskellern war auf zwei Jahre kalkuliert. Der zweite, wesentlich größere Teil der Eiskeller war der mechanisch regelbare Kühlraum, an den die gelagerte Eismasse ihre Kälteenergie abgab.

Der Bliesdalheimer Eiskeller ist eine typische Bergmannsarbeit. Bergleute, die die kraftraubende Untertagearbeit in den Kohlebergwerken aufgaben, verdingten sich als oft als Kalksteinbergleute oder teilweise auch als Hauer beim Eiskellerbau im Buntsandstein. Wissenschaftler stellten anhand der Aushau-Spuren eine Entstehung des Bliesdalheimer Eiskellers um 1850 fest.

Der Keller kann nach Rücksprache mit der Gemeinde Gersheim in den Sommermonaten besichtigt werden. Während der Wintermonate dient er als Fledermausquartier.

Museum für dörfliche Alltagskultur und Museum des saarländischen Aberglaubens

In der Hauptstraße von Rubenheim, befindet sich unterhalb der Kirche das Museum für dörfliche Alltagskultur und auch das Museum des Saarländischen Aberglaubens. Eigentümer ist die Familie Altenkirch, die das alte, mehrfach prämierte ehemalige Bauernhaus bewohnt. Das Haus war das ehemalige Gasthaus Hepp und stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Das Museum für dörfliche Alltagskultur wurde bereits 1988 eröffnet. Unzählige Exponate stammen aus Bauern- und Arbeiterfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts und dokumentieren das Alltagsleben besonders der unteren Sozialschichten wie Kleinbauern, Arbeiter, Tagelöhner und Vaganten des Saarraumes und angrenzender Gebiete.

Das Museum des Saarländischen Aberglaubens, seit 2013 geöffnet, zeigt aus einer der größten deutschen Sammlungen zu diesem Thema in einzelnen kleinen Ausstellungen den alltäglichen Aberglaube des gleichen Sammelraumes. Besonders zahlreich sind vorhanden: Bauopfer, Hausgeister, Amulette und Talismane, zauberische Zettel aber auch weitere Exponate. In der Regel ist das Museum jeden 3. Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Europäischer Kulturpark – Geschichte grenzenlos erleben

Im idyllischen Tal der Blies, im Herzen des UNESCO Biosphärenreservats Bliesgau, liegt der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim unmittelbar auf der deutsch-französischen Grenze. Die Einbettung in die Kulturlandschaft und die ökologisch wertvolle Flussaue lassen den Besuch des Archäologieparks zu einem einmaligen Erlebnis werden.

Neben den Siedlungsschwerpunkten in keltischer und römischer Zeit spiegeln Funde von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter – und letztlich bis in heutige Zeit – eine kontinuierliche Siedlungsentwicklung innerhalb des Talkessels wider.

Das weitläufige Außengelände umfasst die freigelegten Gebäudereste einer römischen Kleinstadt (vicus) mit Thermen und jene eines herrschaftlichen Landguts. Archäologisches Highlight ist das rekonstruierte und begehbare Grab der keltischen „Fürstin von Reinheim“ mit reicher Trachtausstattung und Grabbeigaben aus der Zeit um 370 v. Chr.

Es gibt ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm und interessante Erlebnis- und Bildungsangebote!

Das Freigelände ist ganzjährig zugänglich. Die Museumseinrichtungen sind vom 15. März bis 31.Oktober täglich von 10 – 18 Uhr geöffnet.

Orchideengebiet Gersheim

Orchideen sind die artenreichste Pflanzenfamilie der Erde. Man kennt heute über 25.000 Arten, die zu mehr als 700 Gattungen.

Die meisten europäischen Orchideen sind an Kalkboden gebunden und gedeihen ausschließlich auf ihm. Sie sind „kalkhold“. Nur wenige meiden den Kalk. Ihre Lebensräume sind in Mitteleuropa die Kalkgebiete der Hügellandschaften der niederen Mittelgebirge und der Alpen. Eine ganze Reihe unserer mitteleuropäischen Orchideen gedeiht in Wiesen, und zwar in Berg- und Gebirgswiesen, auf Bergmatten und in Sumpfwiesen.

Im Orchideengebiet zwischen Gersheim und Herbitzheim wachsen rund 30 verschiedene Arten Orchideen auf engem Raum, die von Anfang Mai bis Anfang Juli nach telefonischer Anmeldung besichtigt werden können.

Unserem Klima entsprechend fällt die Hauptblütezeit der Orchideen in den Frühling und Frühsommer. Sie beginnt etwa Mitte April, erreicht ihren Höhepunkt Anfang Juni, und klingt im Juli allmählich aus. In diesem Zeitraum bietet die Gemeinde Gersheim (Tel. 06843/801-301) auch Führungen an.

Infomaterialien

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Bliesgau

Entdeckerour – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Mit freundlicher Genehmigung des „Saarländischen Museumsverbands e.V.“.

VIELEN DANK.

Bolheim: Urweltpfad

Geoerlebnisareal und Urweltpfad Bolheim sind Zeitfenster in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Alblandschaft.

Ein vielfältiges Angebot an Thementafeln, Geländeaufschlüssen, Fossilienfundplätzen und Geländeinstallationen inmitten des von der UNESCO ausgezeichneten Europäischen Geoparks Schwäbische Alb laden zur Entdeckung ein.

Geologie zum Anfassen bieten fossile Riffe, die Kliffküste, Spuren alter Seenplatten und Urflüsse sowie typische Karstphänomene.

Die Zeitreise auf dem Urweltpfad führt zurück in 160 Millionen Jahre Urzeit und erzählt an 12 Stationen vom Wandel der Alblandschaft und von längst vergangenen Urwelten. Sie alle haben im Geoerlebnisareal ihre Spuren hinterlassen.

Der Urweltpfad beginnt am Wanderparkplatz Brunnenhau und ist acht Kilometer lang. Um ihn zu bewältigen, sollte man drei Stunden Gehzeit einplanen.

Der Urweltpfad Bolheim ist seit Juli 2016 ein Geopoint.

Die Infotafeln
Der Blick in die Urzeit
Das Alter der Erde und die geologischen Epochen umfassen eine enorme, für unsere Vorstellung nur schwer zu ermessende Zeitspanne von ca. 4,6 Milliarden Jahren. Diese Geologische Zeitskala begleitet Sie an allen Stationen und erleichtert Ihnen, die Themen der Stationen und die einzelnen Zeitalter der Erdgeschichte in ihren Gesamtzusammenhang einzuordnen. Die Jahreszahlen nennen Anfang und Ende einer Periode in Millionen Jahren vor heute. Die Abbildungen zeigen für die einzelnen Zeitalter jeweils charakteristische Lebensformen. Wenn wir das gesamte Alter der Erde auf die Dauer eines einzigen Tages beziehen, bedeutet dies, dass die Schwäbische Alb etwa eine Stunde, der Mensch erst wenige Sekunden vor Mitternacht entstanden sind.
Die Savannen Schwabens
Der Boden - Spiegel der Landschaft

Die Alb ist als Gebirge aus Jurakalk bekannt. Da Böden durch Gesteinsverwitterung entstehen, vermutet man auf der Alb auch ausschließlich Kalke als Ausgangsgestein für die Bodenbildung und in Folge überwiegend kalkreiche, steinige Standorte. Diese sind auf der Ostalb allerdings viel seltener als man denkt.

Jurameer - Schwäbische Karibik

Auf Ihrer Wanderung auf dem Urweltpfad werden Sie verschiedene Kalkgesteine des alten Jurameers entdecken – dem aufmerksamen Betrachter erzählen sie die Geschichte ihrer Herkunft. Die drei häufigsten Typen möchten wir Ihnen an dieser Station vorstellen.

Die Schwäbische Riviera - Dem Süden so nah
Schwäbische Everglades - Die Mündung der Urbrenz

Süddeutschland ist eine riesige, leicht nach Süden geneigte Landzunge, umgrenzt von Meeresbecken im Alpenvorland und im Oberrheingraben. Tropische Savannenwälder überziehen das Flachland, an lichten Stellen schimmern tiefrote tropische Verwitterungslehme durch das Grün der Savanne. Maändrierende Flüsse durchströmen träge die weiten Ebenen und entladen ihre Sedimentfracht in breiten Deltas ins Meer…

Heiden - Der Duft der Alb
Typische Mitteleuropäerin und "Mutter des Waldes"

Die Rotbuche ist der natürliche Waldbaum der Schwäbischen Alb. Unterschiede im Erscheinungsbild der Buchenwälder beruhen auf den vorherrschenden Standortfaktoren Relief, Kleinklima und Boden. In der Brenzregion sind zwei Ausprägungen des Buchenwaldes typisch. Auf den kalkfreien, schweren Verwitterungslehmen der Hochflächen ist der artenarme Hainsimsen-Buchenwald vertreten. Die Hanglagen hingegen, deren Böden nährstoffreicher sind und höhere biologische Aktivität und Kalkgehalte aufweisen, sind vom anspruchsvollen Waldgersten-Buchenwald bedeckt. Besonders an diesem Standort dehnen sich ab März Teppiche frühblühender Arten wie Buschwindröschen, Lerchensporn und der geschützten Leberblümchen und Märzenbecher aus.

Die Schwäbische Alb - Vom Meer zum Mittelgebirge

Die starke Hebung der süddeutschen Gesteinsschichten war eine unmittelbare Folge der Grabenbruchbildung im Oberrheingraben und der Alpenauffaltung im Tertiär. Die daran angrenzenden Gebiete wurden durch Hebung und Verkippung in ihre heutige, von NW nach SO geneigte Höhenlage gebracht. Mit der Anhebung waren die Gesteine der Abtragung durch Wasser, Wind, Hitze und Frost ausgesetzt.

Die Schwäbische Alb - Druchlöchert wie Schweizer Käse

Typisch für Karstlandschaften ist die überwiegend unterirdische Entwässerung. Es gibt kaum oberirdische Gewässer. Niederschlag und Gewässer versickern meist sofort in den durch Kalklösung entstandenen Klüften, in Erdfällen, Dolinen oder sog. „Schlucklöchern“. Sie treten nach ihrem unterirdischen Weg durch Höhlensysteme in Quelltöpfen oder in den nur anch starken Niederschlägen oder Schneeschmelzen schüttenden Hungerbrunnen wieder zu Tage. Dort, wo das stark kalkhaltige Wasser aus dem Gestein wieder austritt, setzt es oftmals den darin gelösten kalk wieder ab, bizarre Gesteine wie Sinter, Travertin oder Tropfstein entstehen.

Schwäbisch Sibirien

In den vergangenen 2,5 Millionen Jahren des Quartärs wechselten sich trocken-kalte mit feucht-warmen Klimaepochen ab. Während der Eiszeiten, die letzte Würmkaltzeit endete vor 12.000 Jahren, war die Albhochfläche eine Frostschutt-Tundra im Vorfeld des mit kilometerdickem Gletschereis bedeckten Alpenvorlands und Alpenraums.

Wege zur Kulturlandschaft

200 Millionen Jahre gestalteten allein geologische und natürliche Prozesse das charakteristische Landschaftsbild der Schwäbischen Alb. Vor 40.000 Jahren erschien der steinzeitliche Mensch auf der Alb. Viele Jahrtausende durchstreifte Homo Sapiens noch als Jäger und Sammler die ursprüngliche Naturlandschaft, bis er seit seiner Sesshaftwerdung vor 8000 Jahren zunehmend in die natürlichen Prozesse eingriff – aus Natur – wurden Kulturlandschaften.

Infomaterialien

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Bolheim

Faltblatt „Urweltpfad Bolheim“

Bollschweil-St. Peter: Bergbauhistorischer Lehrpfad

Burg- und Bergbau – die Birchiburg in Bollschweil e.V.

Aubach Gütle
79283 Bollschweil
Ortsteil: St. Ulrich

Tauchen Sie ein in die Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute!

Der bergbauhistorische Lehrpfad erschließt das Bergbaurevier am Birkenberg. Hier wird dem Besucher auf über 20 Schautafeln ein Eindruck von der Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute vermittelt, die hier silber-, kupfer- und bleihaltigen Erzen abbauten. Der Fußpfad windet sich durch einen lichten Hochwald, vorbei an eindrucksvollen Bergbauspuren, die die Jahrhunderte überdauert haben. Der Rundgang führt zunächst durch einen tiefen, schluchtartigen Verhau und dann den steilen Birkenberg-Nordhang hinauf, vorbei an verfallenen Stollen und Schächten. Im höher gelegenen Abschnitt quert der Pfad das Zentrum einer ehemaligen Bergleutesiedlung mit noch erkennbaren Arbeits- und Wohnterrassen. Schließlich erreicht der Weg beim Wiederabstieg ins Tal die Ruine der Birchiburg, die man von einer Aussichtsplattform gut überblicken kann.

Im Auftrag der Gemeinden Bollschweil und Bad Krozingen wurde in den Jahren 2003/04 der bergbaugeschichtliche Lehrpfad am Birkenberg angelegt und am 28. Sept. 2004 eingeweiht.

Der bergbauhistorische Lehrpfad erschließt mit einer Gesamtlänge von etwa 1600 m das Bergbaurevier am Birkenberg. Hier wird dem Besucher auf über 20 Schautafeln ein Eindruck von der Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute vermittelt. Der Rundgang führt zunächst durch einen tiefen, schluchtartigen Verhau und dann den steilen Nordhang hinauf, vorbei an verfallenen Stollen und Schächten. Im höher gelegenen Abschnitt quert der Pfad eine ehemalige Bergleutesiedlung mit noch erkennbaren Arbeits- und Wohnterrassen. Schließlich erreicht der Weg beim Wiederabstieg ins Tal die Ruine der Birchiburg.

Blick in den sogenannten „Verhau“ – einen mittelalterlichen Tagebau (Foto: Archäologie-Werkstatt)

Der bergbauhistorische Lehrpfad erschließt mit einer Gesamtlänge von etwa 1600 m das Bergbaurevier am Birkenberg. Hier wird dem Besucher auf über 20 Schautafeln ein Eindruck von der Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute vermittelt. Der Rundgang führt zunächst durch einen tiefen, schluchtartigen Verhau und dann den steilen Nordhang hinauf, vorbei an verfallenen Stollen und Schächten. Im höher gelegenen Abschnitt quert der Pfad eine ehemalige Bergleutesiedlung mit noch erkennbaren Arbeits- und Wohnterrassen. Schließlich erreicht der Weg beim Wiederabstieg ins Tal die Ruine der Birchiburg.

Übersichtsplan zum mittelalterlichen Bergbaurevier am Birkenberg mit Lehrpfadtrasse und Stationen (nach Gert Goldenberg und Matthias Fröhlich)

Wegweiser Bergbaulehrpfad (Foto: Archäologie-Werkstatt)

Mundloch eines mittelalterlichen Stollens (Foto: Archäologie-Werkstatt)

Infomaterialien

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Bollschweil-St. Ulrich

Faltblatt „Das mittelalterliche Bergbaurevier bei Bollschweiler“

Textquellen

Mit freundlicher Genehmigung des Freundeskreis Birchiburg e.V. und der Archäologie-Werkstatt, Freiburg. VIELEN DANK.

Bonstetten: Geologischer Lehr- und Landschaftspfad am Staufenberg

Der Lehrpfad wurde 2007 angelegt. Dargestellt wird die Entstehung des Alpenvorlandes im Verlauf der verschiedenen Kalt- und Warmzeiten sowie der geologische Aufbau des Staufenbergs, der mit 577 m höchsten Erhebung im weiten Umkreis. Er überragt seine Umgebung um ca. 100 m.

(Stauf = steil, alemannisch schwäbischer Sprachraum)

Der Staufenberg weist die ältesten eiszeitlichen Schotter im gesamten nördlichen Alpenvorland auf. Er verdankt seine Entstehung den glazialgeologischen Prozessen im Lauf von 2,5 Mio Jahren. Dabei spielten der Aufbau und die Zusammensetzung des geologischen Untergrunds ebenso eine Rolle wie die schützende Schotterkappe gegenüber der überall wirkenden Abtragung durch Wasser und Wind.

Sechs Tafeln erklären auf einem abwechslungsreichen Rundweg die Entstehung des Alpenvorlandes, die Geologie und die Landschaft um den Staufenberg.

Start

Startpunkt des geologischen Lehr- und Landschaftspfades im Zentrum von Bonstetten, hier finden Sie auch Parkplätze.

Landschaftsgeschichte

Entstehung des Alpenvorlandes Bei der Nord-Drift der afrikanischen Platte kam
es vor ca. 65 Mio Jahren zum Zusammenprall mit der eurasischen Kontinentalplatte. Dabei ergab sich die Faltung und Heraushebung der Alpen vor
ca. 35 Mio Jahren.

… mehr siehe PDF Infotafeln

Nagelfluh

Was hier aussieht wie Beton, ist Nagelfluh, ein natürliches Gestein, das im Laufe von Jahrtausenden gebildet wurde. Als Nagelfluh wird im alpenländischen Raum ein Gestein bezeichnet, das durch die Verfestigung von Flussschotter entstanden ist.

… mehr siehe PDF Infotafeln

Der Staufenberg

Der Staufenberg zwischen Bonstetten, Heretsried und Lauterbrunn ist mit 577 Metern die höchste Erhebung im weiten Umkreis. Eine herausragende Bedeutung hat er auch in der Geologie. Auf seiner Höhe liegen die ältesten und höchsten Schotterablagerungen des Eiszeitalters im Alpenvorland.

 

… mehr siehe PDF Infotafeln

Landschaft nördlich des Staufenbergs

In einer Distanz von ca. 40 km zeichnet sich am Horizont von NW bis N der Höhenzug der Schwäbischen Alb ab. Bei klarem Wetter sind das Kloster Neresheim
und die „Rauhe Wanne“ bei Bollstadt zu erkennen. Die Horizontlinie ist in NNO durch das Ries-Becken unterbrochen.

 

… mehr siehe PDF Infotafeln

Blick auf das Adelsrieder Ausräumungsbecken

Alle Talformen sind Zeugnisse Jahr-Millionen alter ausräumender Vorgänge. Die Ausräumung findet in erster Linie durch Wasser und Wind statt. Ohne Ausräumung wäre die Landschaft weit weniger bergig und hügelig.

 

… mehr siehe PDF Infotafeln

Infomaterialien

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Bonstetten

Infotafeln „Geologischer Lehr- und Landschaftspfad am Staufenberg“

Bouxwiller: Sentier géologique du Bastberg (Vogesen, Frankreich)

Doch alle diese Betrachtungen übertraf der Anblick, wenn man von dem nahgelegenen Bastberg die völlig paradiesische Gegend überschaute. Diese Höhe, ganz aus verschiedenen Muscheln zusammengehäuft, machte mich zum ersten Male auf solche Dokumente der Vorwelt aufmerksam; ich hatte sie noch niemals in so großer Masse beisammen gesehn.

(aus: Dichtung und Wahrheit)

Johann Wolfgang von Goethe

Dichter

Der geologische Pfad zeigt Gesteine des Elsass, die als Trockensteine zu mehreren Meter hohen Chörten aufgesetzt wurden. Die Steingebäude sind typisch für die Region.

Die Wegstationen
Erdgeschichte der Region
Oolithische Kalksteine
Chorten "La porte"
Chorten "Le Masque"
Chorten "La Vrille"
Chorten "L'oeuf"
Chorten "Le Temple"
Spurenfossilien
Geologie und Geographie
Formation du conglomérat à galets de calcaire
L'Administration des Mines de Bouxwiller
Chorten "Le Casque"
Le célèbre gisement fossile du calcaire lacustre de Bouxwiller
Chorten "Le Goliath"

Infomaterialien

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Bouxwiller

Faltblatt „Les Sentiers de Découvertes du Bastberg“

Textquellen

Keine Textquellen vorhanden.

Brannenburg: Geopark Wendelstein – Rundweg Wendelsteiner Almen

Eine spannende Zeitreise durch 250 Millionen Jahre Erdgeschichte. Im Geopark Wendelstein können Sie Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte der Alpen erfahren. Mehr als 30 Schautafeln vermitteln wie und wann die einzigartige Gebirgslandschaft der Alpen entstanden ist.

  • Gipfelweg (16 Tafeln)
  • Rundweg Wendelsteiner Almen (10 Tafeln)
  • Weg zur Wirtalm/Maier-Alpe (7 Tafeln)
  • Weg zur Mitteralm (7 Tafeln)

Alle vier Rundwege sind ausgeschildert und auch für weniger geübte Wanderer leicht begehbar.

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt ist die Bergterrasse vorm Wendelsteinhaus. Der Rundweg führt entlang dem Wanderweg hinunter zu den Wendelsteiner Almen, dann über die Zeller Scharte auf einem felsigen Steig wieder hinauf zur Trasse der Zahnradbahn. Von dort geht es weiter hinauf zum Endpunkt, dem Wendelsteinkircherl

Infomaterialien

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Brannenburg

Geopark Weg auf die Wirtsalm – keine Infomaterialien vorhanden!

Brannenburg: Geopark Wendelstein – Weg zur Mitteralm

Eine spannende Zeitreise durch 250 Millionen Jahre Erdgeschichte. Im Geopark Wendelstein können Sie Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte der Alpen erfahren. Mehr als 30 Schautafeln vermitteln wie und wann die einzigartige Gebirgslandschaft der Alpen entstanden ist.

  • Gipfelweg (16 Tafeln)
  • Rundweg Wendelsteiner Almen (10 Tafeln)
  • Weg zur Wirtalm/Maier-Alpe (7 Tafeln)
  • Weg zur Mitteralm (7 Tafeln)

Alle vier Rundwege sind ausgeschildert und auch für weniger geübte Wanderer leicht begehbar.

Wegbeschreibung

Entlang den Wanderwegen Richtung Brannenburg (bes. schöne Aussicht auf die Trasse der Zahnradbahn).

Infomaterialien

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Brannenburg

Geopark Weg auf die Wirtsalm – keine Infomaterialien vorhanden!

Brannenburg: Geopark Wendelstein – Gipfelweg

Eine spannende Zeitreise durch 250 Millionen Jahre Erdgeschichte. Im Geopark Wendelstein können Sie Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte der Alpen erfahren. Mehr als 30 Schautafeln vermitteln wie und wann die einzigartige Gebirgslandschaft der Alpen entstanden ist.

  • Gipfelweg (16 Tafeln)
  • Rundweg Wendelsteiner Almen (10 Tafeln)
  • Weg zur Wirtalm/Maier-Alpe (7 Tafeln)
  • Weg zur Mitteralm (7 Tafeln)

Alle vier Rundwege sind ausgeschildert und auch für weniger geübte Wanderer leicht begehbar.

Wegbeschreibung

Unterhalb des Wendelsteinkircherls führt der Pfad am Gebäude des Bayerischen Rundfunks vorbei in Serpentinen hinauf zum 1.838 m hohen Aussichtsplateau mit Gipfelkreuz, Wendelinkapelle und Sternwarte. Der Aufstieg über einen gut gesicherten Wanderweg dauert etwa 20 Minuten. Belohnt werden die Gipfelstürmer mit einem einmaligen 360°- Panorama.

Zurück zur Bergstation geht es entweder die gleiche Strecke oder über den eindrucksvollen Panoramaweg. Dieser zweigt kurz unter dem Wendelsteingipfel ab und führt über den sog. Ostgipfel zurück zum Bergbahnhof der Zahnradbahn. Einkehrmöglichkeit ist das Wendelsteinhaus.

 

Infomaterialien

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Brannenburg

Geopark Weg auf die Wirtsalm – keine Infomaterialien vorhanden!

Brannenburg: Geopark Wendelstein – Weg auf die Wirtsalm

Eine spannende Zeitreise durch 250 Millionen Jahre Erdgeschichte. Im Geopark Wendelstein können Sie Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte der Alpen erfahren. Mehr als 30 Schautafeln vermitteln wie und wann die einzigartige Gebirgslandschaft der Alpen entstanden ist.

  • Gipfelweg (16 Tafeln)
  • Rundweg Wendelsteiner Almen (10 Tafeln)
  • Weg zur Wirtalm/Maier-Alpe (7 Tafeln)
  • Weg zur Mitteralm (7 Tafeln)

Alle vier Rundwege sind ausgeschildert und auch für weniger geübte Wanderer leicht begehbar.

Wegbeschreibung

Von der Bergterrasse vorm Wendelsteinhaus aus geht es entlang dem Wanderweg nach Bayrischzell, dann Richtung Bad Feilnbach durch das malerische Jenbachtal.

Die Erklärungen enden am Parkplatz zur Wirtsalm (im Sommer bewirtschaftet). Der Weg führt weiter bis nach Bad Feilnbach. Dort haben Sie Anschluss zur Wendelstein-Bus-Ringlinie.

Infomaterialien

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Brannenburg

Geopark Weg auf die Wirtsalm – keine Infomaterialien vorhanden!

Bregenz: Känzele Umrundung

Umrundung der Känzelefelswände mit geologischen Sehenswürdigkeiten und einer schönen Aussicht ins Rheintal mit Blick auf Kennelbach, Wolfurt, Lauterach und Bregenz bis nach Dornbirn.

An der Wegstrecke befindet sich ein Geologielehrpfad.

Geologielehrpfad

Der Gebhardsberg befindet sich im Südosten von Bregenz und der Lehrpfad als Geologielehrpfad stellt die geologische Erschaffung in den Mittelpunkt. Wie ist der Bregenzer Gebhardsberg überhaupt entstanden was ist dafür verantwortlich, dass seine Südseite wie eine steile Flanke ins Rheintal abfällt? Diese Fragen versucht der Lehrpfad zu klären.

Dabei kommen auch Themen wie Entstehung von Kohle und Kohlebergbau zum Zug und geologische Erkenntnisse über das Tertiär und das damalige Molassemeer werden vorgestellt. Der Lehrpfad führt von der Langener Straße über einen halben Kilometer hinauf auf den Gebhardsberg und es wurden insgesamt 6 Stationen eingerichtet, wobei man viele über den bekannten Rohstoff Kohle erfahren kann, aber auch Überraschendes über den Gebhardsberg selbst.

Der Lehrpfad kann durch die anderen Lehrpfade in und um Bregenz ergänzt werden und es gibt Anschlussstellen für das umfangreiche Wandernetz rund um die Landeshauptstadt. Man kann also diesen Bildungsweg nutzen, um etwas Abwechslung zu haben, aber es bei einem Spaziergang zu belassen oder man geht über das Netz der Wanderwege weiter und ist den ganzen Tag unterwegs. Möglichkeiten dafür gibt es einige.

Infomaterialien

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Bregenz

Umrundung Känzele mit Geologielehrpfad – keine Infomaterialien vorhanden!

Bregenz-Lingenau: Naturlehrpfad Quelltuff

Der Quelltuff in Lingenau zählt zu den Naturdenkmalen Vorarlbergs und zu den einzigartigsten Kalksinterbildungen nördlich der Alpen. Das Wasser fließt in kleinen Quellgerinnen – teilweise mit Bildung von Baldachinen und Sintervorhängen – bis ins Bachbett der Subersach.

Hinweise

Der Naturlehrpfad Quelltuff erschließt mit dem größten Tuffgebiet Vorarlbergs eine der herausragendsten geologischen Erscheinungen des Landes. Der Lehrpfad führt großteils über einen gut begehbaren Kiesweg mit Holzstegen und -treppen, die bei Regenwetter rutschig sein können. Auf mehreren Informationstafeln wird die Entstehung und die Bedeutung für die Region erklärt.

Infomaterialien

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Bregenz-Lingenau

Faltblatt „Naturlehrpfad Quelltuff“

Buchenberg: Bodenlehrpfad im Wirlinger Wald

Der Bodenlehrpfad durch den Wirlinger Forst verläuft auf den Endmoränen des Illergletschers.

Insgesamt  neun Tafeln informieren über die unterschiedlichsten Funktionen und Eigenschaften von Böden. Die Böden am Lehrpfad entstanden vor rund 12.000 Jahren aus den Moränen des Iller-Gletschers. Diese Hügel aus vom Gletscher antransportiertem Material bilden den Untergrund des Wirlinger Forstes.

Teilweise können an den Wegstationen verschiedene Versuche zum jeweiligen Thema durchgeführt werden.

Alternativ kann man vom selben Startpunkt aus zur „Heinrich Bickel Hütte“ wandern. Unterwegs ist gibt es ein kleines Informationszentrums untergebracht, wo es mehrere Schautafeln zu Themen wie Waldbäume, Klimawandel, das Nachhaltigkeitsprinzip in der Forstwirtschaft sowie den Nutzen von Totholz für die unterschiedlichste Flora und Fauna gibt. Wer sich nicht sicher ist, kann die Tafeln aufklappen und nachschauen, ob seine Ansprache (so nennen die Förster das Bestimmen von Baumarten) richtig war.(ca. 2,6 km, 1,5 Stunden)

Variante

Ein kleiner Abstecher vom Rundweg führt in den Tobel, einem der ältesten Naturschutzgebiete im Allgäu. Der Tobel ist bereits seit 1959 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Dieser Teil der Wanderung ist jedoch nur geübte Wanderer zu empfehlen. Wer sich traut, wird alte Baumriesen und einen kleinen Wasserfall entdecken, der wegen seiner Hufeisenform wohl einmalig ist (knapp 6 km, ca 2,5 Stunden).

Die Wegstationen
Gletscher

Vorsicht, Sie stehen auf einem Gletscher! Der Illergletscher formte den Buchenberg.

Braunerde

Böden können rosten – wie Ihr Auto!

Stauwasserboden (Pseudogley)

Wasser kommt hier nur schwer durch. So wird ein Stein zu Boden.

Grundwasserboden (Gley)

Mit den Füßen im Wasser. Der Boden und seine Funktionen.

Leben im Boden

Beobachten Sie Millionen von Bodenbewohnern bei der Arbeit.

Bodenschutz

Der Boden ist in Gefahr!

Pflanzen

Tiefe Wurzeln durchdringen den Untergrund.

Nasse Böden

Vom Anmoorgley zum Moor. Streuwiesen – Blütenpracht auf nassen Böden.

Eine veränderte Landschaft

Infomaterialien

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Buchenberg

Faltblatt „Bodenlehrpfad Buchenberg“

Buchloe: Geographisch-bodenkundlicher Lehrpfad „Buchloer Stadtwald“

Der Bodenkundelehrpfad wurde 2013 im Rahmen eines Projektseminars am Institut für Geographie an der Universität Augsburg konzipiert.

Zielgruppen des Lehrpfads sind sowohl „Interessierte Erwachsene“ als auch „Kinder im Alter von ca. 9-13 Jahren“.

Die Wegstationen
Bodenbestandteile, Bodenaufbau und Bodenbildende Faktoren
Wie entstehen Böden?
Der Pseudogley – hier staut es sich
Der Gley – Wenn der Boden nasse Füße hat
Die Braunerde – Bestechend vielseitig
Die Parabraunerde – Dynamik im Boden
Viele verschiedene Gesteine auf engstem Raum! Die Geologie rund um Buchloe

Infomaterialien

Bodenkundlicher Lehrpfad Buchloer Stadtwald

Die Infotafeln

Buggingen: Ehemaliges Kalibergwerk

Buggingen: Ehemaliges Kalibergwerk

Besondere Orte

Buggingen: Ehemaliges Kalibergwerk

INHALT

Video: So war der Kalisalz-Bergbau in Südbaden

Überblick

Beginn des Kalibergbaus

Geologie

Chronologie

Abbau

Grubenunglück

Schwierigkeiten beim Abbau

Arbeit im Wandel

Rückbau

Ausstehende Sanierung der Abraumhalde

Textquellen

Überblick

Das Kalisalzbergwerk Buggingen war das größte Bergwerk Süddeutschlands. Es bestand von 1922 bis 1973. Mit bis zu 1.200 Beschäftigten war es ein bedeutender Arbeitgeber der Region.

Eine geförderte Tonne Rohsalz enthielt 28 % Kalisalz und 48 % Steinsalz. Insgesamt förderte das Werk 17 Millionen Tonnen Rohsalz. Das Kali wurde in einer eigenen Fabrik zu Düngemitteln verarbeitet, ferner wurden Brom und Streusalz erzeugt. Letzter Besitzer war die Kali + Salz AG mit Sitz in Kassel.

Beginn des Kalibergbaus

1904 wurde durch Tiefbohrungen bei Mülhausen Kalisalz gefunden. Dadurch entstand linksrheinisch das Kalirevier im Elsass.

Der Berliner Bankier Fritz Eltzbacher erhielt 1910 die Konzession zur Suche nach Salzlagerstätten auf der badischen Rheinseite. Nahe Buggingen wurden in den Jahren 1911 bis 1913 auf den Gewannen „Breitlache“, „Hölzleeck“ und „Ob dem Mühlengraben“ Bohrungen niedergebracht. Bei Hartheim (10 km nördlich von Buggingen) wurde eine am 2. März 1911 begonnene erste Tiefbohrung bei 1143 m abgebrochen. In der am 11. Januar 1912 begonnenen Tiefbohrung Buggingen 1 westlich des Bahnhofs wurde in 712 m Teufe ein 4 m mächtiges Kalilager erbohrt. Eine Bohrung im „Kuntel“ blieb erfolglos. Die angetroffenen Salze gehörten zu den qualitativ wertvollsten damals bekannten Kalisalzen.

Nach diesen Voruntersuchungen folgten langwierige Verhandlungen zur Gründung des Bergwerks, da sich zunächst viele Grundstückseigner weigerten, ihr Gelände zu verkaufen. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, kamen die Verhandlungen gänzlich zum Erliegen. 1916 erhielt Eltzbacher die Konzession zur Gewinnung von Kalisalz. Am 22. April 1922 wurden auf Initiative des Karlsruher Ministerialrats Erich Naumann die drei Gewerkschaften Baden, Markgräfler und Zähringen gegründet. Die Republik Baden erwarb 434 Anteile, die Burbach-Kaliwerke 566 Anteile.

Unter der Leitung von Bergwerksdirektor Theodor Albrecht wurde am 7. August 1922 der Bau des Schachtes Baden (Schacht 1) begonnen. 1924 wurde das Abteufen des Schachtes Markgräfler (Schacht 2) 60 m südlich von Schacht 1 begonnen. Im Juli 1925 erreichte Schacht 1 das Kalilager in 786 m Teufe, im Oktober 1926 Schacht 2 bei 779 m. Von 1923 bis 1927 folgte der Bau der Tagesanlagen (Chlorkaliumfabrik, Kraftwerk, Werkstätten, Sozial- und Verwaltungs-Gebäude, Magazin, Werksbahn, Werkswohnungen usw.). Einzelne Werkswohnhäuser an der Grißheimer Straße wurden bereits im Mai 1923 bezogen, das Verwaltungsgebäude wurde zwei Jahre später fertiggestellt.

1928 wurde die regelmäßige Förderung von Rohsalz und die Kalidüngerproduktion aufgenommen. 1930 betrug die Jahresfördermenge 250.000 t Rohsalz. Bereits im Jahr 1933 übernahm die Preussag die Anteile der Burbach AG.

Geologie

Das Kalivorkommen verteilt sich auf mehrere tektonische Schollen des Oberrheingrabens.

Während in den meisten elsässischem Gruben zwei Kaliflöze aufgeschlossen waren (unteres Hauptlager = 4,20 m und oberes Lager = 1,20 m Mächtigkeit, tritt in der Bugginger Scholle nur das Hauptlager mit 4,20 m Mächtigkeit auf. Nur in der Grißheimer Scholle wurde auch das obere Lager mit 0,6 m Mächtigkeit erbohrt.

Das Hauptlager wird durch vier Dolomit-Mergeleinlagen, sogenannte „Löser“ in fünf ungleich große „Bänke“ geteilt. Die einzelnen Bänke bestehen aus einer Wechsellagerung von teilweise intensiv rot gefärbten Sylvingesteine und weißgrauen Steinsalze, denen dünne, dunkelgraue Ton-, Anhydrit-, Dolomitstreifen eingelagert sind. Diese Ausbildung ist im gesamten rechtsrheinischen Vorkommen und in den meisten Aufschlüssen im Elsass stets gleich. Nur am Ausbiss der Lagerstätte ändern sich Mächtigkeit und Struktur (Versteinerung einiger Bänke).

Aus den bituminösen Gebirgsschichten strömt brennbares Grubengas in die Grubenräume.

Chronologie

1904

In Tiefbohrungen bei Mülhausen wird Kalisalz gefunden. Dadurch entsteht das linksrheinische Kalirevier im Elsass.

1910

Der Berliner Bankier Fritz Eltzbacher erhält die Konzession zur Suche nach Salzlagerstätten auf der badischen Rheinseite.

1911 bis 1913

Nahe Buggingen werden in den Gewannen „Breitlache“, „Hölzleeck“ und „Ob dem Mühlengraben“ Bohrungen niedergebracht. Bei Hartheim (10 km nördlich von Buggingen) wird eine am 2. März 1911 begonnene erste Tiefbohrung bei 1143 m abgebrochen.

1912

In der am 11. Januar begonnenen Tiefbohrung Buggingen 1 westlich des Bahnhofs wurde in 712 m Teufe ein 4 m mächtiges Kalilager erbohrt. Eine Bohrung im „Kuntel“ bleibt erfolglos. Die angetroffenen Salze gehören zu den qualitativ wertvollsten damals bekannten Kalisalzen.

1916

Der Bankier Fritz Eltzbacher erhält die Konzession zur Gewinnung von Kalisalz.

1922

Am 22. April 1922 werden auf Initiative des Karlsruher Ministerialrats Erich Naumann die drei Gewerkschaften Baden, Markgräfler und Zähringen gegründet. Die Republik Baden erwirbt 434 Anteile, die Burbach-Kaliwerke 566 Anteile.

1922

Am 22. April 1922 werden auf Initiative des Karlsruher Ministerialrats Erich Naumann die drei Gewerkschaften Baden, Markgräfler und Zähringen gegründet. Die Republik Baden erwirbt 434 Anteile, die Burbach-Kaliwerke 566 Anteile.

Unter der Leitung von Bergwerksdirektor Theodor Albrecht wird am 7. August der Bau des Schachtes Baden (Schacht 1) begonnen.

1924

Abteufen des Schachtes Markgräfler (Schacht 2) 60 m südlich von Schacht 1.

1925

Im Juli wird in Schacht 1 in 786 m Teufe das Kalilager erreicht.

1926

Im Oktober wird in Schacht 2 in 779 m Teufe das Kalilager erreicht.

1923 bis 1927

Bau der Tagesanlagen (Chlorkaliumfabrik, Kraftwerk, Werkstätten, Sozial- und Verwaltungs-Gebäude, Magazin, Werksbahn, Werkswohnungen usw.). Einzelne Werkswohnhäuser an der Grißheimer Straße werden bereits im Mai 1923 bezogen, das Verwaltungsgebäude wird zwei Jahre später fertiggestellt.

1928

Aufnahme der regelmäßigen Förderung von Rohsalz und der Kalidüngerproduktion.

1930

Die Jahresfördermenge beträgt 250.000 t Rohsalz.

1933

Die Preussag übernimmt die Anteile der Burbach AG.

1945

Das Bergwerk wird nach Ende des 2. Weltkrieges von der französischen Militärregierung zwangsverwaltet.

1948

Die Badische Kaligesellschaft mbH pachtet für fünf Jahre die Betriebsrechte.

1950

Der Grubenbetrieb hat, bei Teufen von 600 bis 860 m, eine Ausdehnung von 2,4 km in Süd-Nord Richtung und 1,0 km in Ost-West Richtung.

1951

Durchörterung der bereits 1936 vom Abbau erreichten Basaltzone. Östlich davon wird eine nach Osten absinkende, bis zu 1000 m tiefe Mulde aufgeschlossen. Bis dahin schien die Basaltdurchörterung als zu gefährlich, deshalb wird der Abbau nur nach Osten und Westen ausgerichtet.

1953

Die Gewerkschaften Baden und Markgräfler betreiben wieder das Bergwerk. Die alten Besitzverhältnisse von 1933 gelten für die Preussag und das Land Baden-Württemberg wieder.

1955

Nach Abschluss umfangreicher Untersuchungen durch Bohrungen und reflexionsseismischer Methoden wird eine größere Ausdehnung des rechtsrheinischen Kalisalzlagers festgestellt. Die Untersuchungen bis 2400 m Endteufe schlossen auch die (erfolglose) Suche nach Erdöl ein.

1961

Abteufen von Schacht 3 bei Heitersheim bis auf 1.115 m. Tagesanlagen werden aufgebaut, eine neue Werksbahn nach Buggingen errichtet.

1962

Fertigstellung der untertägigen Verbindung vom Schacht 3 zu den Bugginger Schächten 1 und 2.

1964

Inbetriebnahme von Schacht 3. Der Schacht dient überwiegend als Transport – Wetter- und Seilfahrtsschacht. Nordwestlich von Schacht 3 war im Diapir-West-Feld das Kaliflöz bis 70 Grad steil gelagert. Da das steilstehende Flöz nicht mehr dem vollen Gebirgsdruck der überlagernden Schichten ausgesetzt war, ist der Einsatz neuer, zum Teil mechanisierter Abbaumethoden bei vermindertem Ausbau möglich. Aus diesem Feldesteil kommt in den letzten Betriebsjahren der Hauptanteil der Gewinnung. Das im neuen Abbaufeld gewonnene Rohsalz wird unterirdisch über eine 3,5 lange Richtstrecke auf einer Bandanlage zum Schacht Markgräfler abtransportiert.

1965

Die Preussag-Anteile gehen an die Wintershall AG über.

1966

Höchste Jahresförderung mit 744 350 Tonnen Rohsalz.

1970

Die Wintershall AG und das Land Baden-Württemberg geben ihre Anteile an die Kali + Salz AG ab. Die Kali + Salz AG ist nun alleinige Eigentümerin.

1973

Das Bergwerk Buggingen wird stillgelegt. Gründe für die Stilllegung: Der Niedergang der Deutschen Kaliwerke und die Unwirtschaftlichkeit (30 Millionen DM Verlust).

Abbau

Nach Fertigstellung der beiden Bugginger Schächte wurde zunächst die 793 m-Sohle nach Norden und Süden vorgetrieben, anschließend die 754 m-Sohle. Dazwischen wurden die ersten Abbaue angelegt. Hier mussten schnell große Vorräte erschlossen werden, um eine hohe Förderquote zu erhalten.

In den ersten Jahren wanderten die Abbaue beiderseits der 793 m-Sohle langsam nach Norden, bis sie 1936 die Basaltzone erreichten. Da eine Durchörterung zu gefährlich erschien, wurde das Kalilager vorerst lediglich nach Osten und Westen ausgerichtet.

Die historische Bugginger Gewinnungsmethode

Als Hauptförderstrecke mit Seilbahnförderung und späterer schlagwettergeschützter Diesel-Lokomotivförderung wurde eine 793 Meter Sohle im Liegenden Steinsalz aufgefahren.

Als tiefste Hauptförderstrecke des Unterwerksbaues ist die 940 m-Sohle im Lager aufgefahren.

Für die Abförderung des Salzes und die Zuführung des Versatzes (Verfüllmaterial) waren Teilsohlen im Lager aufgefahren deren Abstände die einfallende Streblängen von 100 bis 120 Meter gewährleisteten und durch geneigte (einfallende) Bandstrecken mit den zwei Hauptsohlen (940 und 793 Meter-Sohlen) in Verbindung standen. Dabei waren 1954 3000 Gummigurt-, und 4000 Stahlgliederband – Nutzmeter bei Neigungen von 15 bis 35 Grad im Einsatz.

Zur Abförderung des Salzes aus dem Streb waren Schüttelrutschen im Einsatz auf die das Haufwerk mittels Schwerkraft (50%) und Handarbeit gelangten, später kamen auch Schrapper zum Einsatz.
Die Zuführung des Versatzes übernahmen Gummigurtförderer die am Kopf des einfallenden Strebes an eine Schüttelrutsche übergaben.

Die Abbaue oberhalb der 793 Meter-Sohle wurden über die 647 Meter-Lagersohle bewettert, die durch einen Querschlag im Steinsalz mit dem ausziehenden Schacht Markgräfler verbunden war.

Die Abbaue im Unterwerksbau in westlicher Richtung unterhalb der Hauptförderstrecke 793 Meter- Sohle wurden durch eine Lagerstrecke auf  dem 793 m Niveau bewettert, auch diese Strecke war durch einen Querschlag im Steinsalz mit dem ausziehenden Schacht Markgräfler verbunden.

Grubenunglück

Am 7. Mai 1934 kam es zu einem Grubenbrand, wobei 86 Bergleute ums Leben kamen. Eine Woche danach starb der damalige Bergwerksdirektor Dr.-Ing. Theodor Albrecht im Alter von 45 Jahren. Vermutlich war es Selbstmord.

Der 7. Mai 1934 war ein Montag. Morgens um 6 Uhr fuhren 150 Kumpel in die Grube ein. Kurz danach brach das Feuer aus und setzte das geruchlose, tödliche Methangas frei. 26 der Toten hatten im Kernort Buggingen gewohnt, darunter waren 18 Aktive des Bugginger Fußballvereins, der zunächst nicht mehr zu Spielen antreten konnte. Betroffen war aber die ganze Region. Mehr als die Hälfte der geborgenen Kumpel stammte aus Nachbarorten rund um Buggingen, die anderen hatten in Gemeinden zwischen Lörrach und Freiburg gewohnt. Ein Opfer wurde bereits am 12. Mai bestattet, bei allen anderen war dies, wegen der schwierigen Bergungsarbeiten, erst zwischen dem 5. und dem 9. Juni 1934 möglich.

Ursache:

Zur Ursache des Grubenunglücks knapp 800 Meter unter der Erde gibt es verschiedenste Angaben:

E

Heißgelaufene Schüttelrutsche

Eine heißgelaufene Schüttelrutsche soll die Leitungen überhitzt und die Holzstützen des Stollens in Brand gesetzt haben. Über offene Sicherheitstüren sollen sich Gas und Rauch schnell ausgebreitet und die Arbeiter erstickt haben.

Quelle: Presseartikel der Badischen Zeitung vom 07.05.2014.

E

Elektrischer Kurzschluss

Nach einem regulären Schichtbeginn um 06:00 Uhr kam es gegen 10:00 in ca. 850 m Entfernung zum einziehenden Schacht 1 (Baden) zu einem elektrischen Kurzschluss. Der Lichtbogen entzündete die als Verzug dienenden Reisigbündel und den Holzausbau. Während sich die Belegschaft des Reviers 2 retten konnte, gelang dies der Belegschaft des Reviers 1 nicht. Aufgrund festgelegter Wettertüren wurde ihr Arbeitsbereich umgehend verqualmt, die Bergleute starben mutmaßlich binnen einer halben Stunde an Kohlenmonoxidvergiftungen. Bereits um 10:20 waren zwei Grubenwehrtrupps mit Atemschutz im Einsatz, denen jedoch lediglich die Bergung eines Toten gelang. Nachdem vergeblich versucht wurde, durch Umkehren der Wetterrichtung die Brandausbreitung zu stoppen und keine Hoffnung auf Überlebende bestand, wurde gegen 16:30 das Grubengebäude abgedämmt.

Quelle: Wikipedia

In Erinnerung

Ein Jahr nach dem Grubenunglück, am 5. Mai 1935, wurde auf dem Bugginger Friedhof oberhalb des großen Platzes, wo 55 Kumpel in Einzelgräbern beerdigt wurden, ein Ehrenmal für alle Opfer eingeweiht. Und ein Jahr nach der Werkschließung 1974 gründeten 89 ehemalige Kumpel den Bergmannsverein Buggingen.

Zum Gedenken an alle Kumpel, die das Glück, wieder aufzufahren, nicht hatten, sondern unter Tage gestorben sind, bauten Vereinsmitglieder einen Schaustollen und ein neues Kalimuseum in Buggingen.

In der gesamten Betriebszeit sind 190 Arbeiter ums Leben gekommen

Wiederaufnahme der Bergbautätigkeiten

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, der zu eingeschränkter Förderung und Produktion geführt hatte, kam das Werk unter französische Verwaltung. 1948 wurde die Förderung von der Badischen Kaligesellschaft mit französischer Beteiligung fortgeführt, bevor das Werk 1953 von der Gewerkschaft Baden übernommen wurde.

1951 wurde die Basaltzone durchörtert. Östlich davon lag eine nach Osten absinkende, bis zu 1000 m tiefe Mulde, in welche die 793 m-Sohle nach Norden hin abfallend fortgeführt wurde. Im Südfeld, das zwischen 1944 und 1967 gebaut wurde, herrschten komplizierte Lagerungsbedingungen vor, die den Abbau erschwerten.

Um neue Kalivorräte zu erschließen, nahm am 19. November 1964 der bei Heitersheim liegende Schacht 3 seine regelmäßige Förderung auf. Zuvor war bis zum 7. Dezember 1962 die untertägige Verbindung zu den Bugginger Schächten 1 und 2 hergestellt worden. Eine Werkseisenbahn brachte das in Heitersheim geförderte und gemahlene Rohsalz zur Weiterverarbeitung nach Buggingen. Nordwestlich von Schacht 3, im Diapir-West-Feld, war das Kalisalz steil gelagert, woraus sich für das Bergwerk gänzlich andere Abbaumethoden ergaben. Aus diesem Feld kam in den letzten Betriebsjahren der Hauptanteil der Förderung.

Schwierigkeiten beim Abbau

Aus der Teufenlage und dem Aufbau des Bugginger Kalilagers ergaben sich besondere bergbauliche Probleme, die nur mit hohem technischem und finanziellem Aufwand bewältigt werden konnten:

Grubenklima

Im Bereich der südlichen Oberrheinebene liegt die Geothermische Tiefenstufe bei 25 m. In den tiefsten Grubenteilen herrschten deshalb über 52 °C. Die reine Arbeitszeit der Bergleute durfte hier höchstens 6 Stunden betragen, im Gegensatz zur andernorts üblichen 8-Stunden-Schicht.

Schlagwettergefährdung

Da die bituminösen Gesteinsschichten permanent Grubengas ausströmten, wurden die oberrheinischen Kalilager als einzige Deutschlands als „schlagwettergefährdet“ eingestuft. Der Schlagwetterschutz erforderte neben einer kräftigen Frischwetterversorgung (bis 6.000 m³ pro Minute) aufwändigere elektrische Apparaturen, Spezial-Sprengstoffe und ständige Kontrollen.

Gebirgsdruck

Das Hangende des Kalilagers ist wegen seines geringen geologischen Alters nicht vollständig verfestigt und setzt dem in dieser Tiefe herrschenden Auflastdruck nur einen vergleichsweise geringen Widerstand entgegen. Alle Hohlräume (Abbaue, Förderstrecken usw.) mussten deshalb mit besonders massivem Ausbau versehen werden. Zunächst wurde Holzausbau, nach dem großen Grubenbrand zunehmend Stahlausbau eingesetzt.

Dennoch konnte das ständige Zusammensacken der Strecken nicht vollständig vermieden werden. Verformungen oder gar Zusammenbrüche waren deshalb an der Tagesordnung. Diejenigen Bereiche der Grube, die nicht mehr für Abbau-, Lager- oder Transportarbeiten offengehalten werden mussten, wurden deshalb mit Bergen (Gestein ohne Rohstoffe, taubes Gestein) und Produktionsrückständen aus der Chlorkaliumfabrik versetzt, um Senkungen der Erdoberfläche zu begrenzen. Insbesondere die über das Grubengebäude führende Bahnstrecke der Rheintalbahn musste auf diese Weise geschützt werden.

Den periodischen Druckphasen des Strebabbaus war nur mit massivem Ausbau, schnellem Verhieb
und parallel laufendem Vollversatz der Hohlräume zu begegnen. Dies gelang nicht immer erfolgreich, besonders das Offenhalten von Kopf- und Fußstrecken der Strebe machte größte Mühe.

Neue Abbaumethoden

Über die Gewinnung von jungen bankigen Kaliflözen lag noch keine Erfahrung vor. Die verschiedensten Abbauversuche erstreckten sich über Jahre. Sowohl der im Zechsteinsalz-Bergbau bewährte Kammerbau als auch Versuche des Strebbaues mit streichendem Verhieb erwiesen sich als ungünstig. Auch der Einsatz von Schrämmaschinen scheiterte. Übrig blieb der „Streichende Strebbau mit schwebendem Verhieb“.

Aber auch hier war es schwierig die richtige Gewinnungsmethode zu finden. Nach Versuchen das Flöz in ganzer Höhe oder bankweise hereinzugewinnen, musste man letztlich aus Sicherheitsgründen auf die Gewinnung der obersten Bank verzichten (15% Verlust) und baute nur 360 m des Flözes im Stück ab. Eine höhere Verhiebgeschwindigkeit – ein 100 langer Abbaustreifen von 4 Meter Breite wurde in nur 10 Tagen verhauen, der Einsatz von Stahlstempeln und das restlose Rauben des Ausbaues vor der Versatzeinbringung, ließen nun das Hangende allmählich und gleichmäßig auf den Versatz absinken und zum Auflegen kommen. Die stehengelassene D-Schicht des Flözes als Hangendschicht bewies nun bessere Standfestigkeit. Gelegentliche Abrisse des Hangenden im Versatzfeld waren meist die Folge des periodischen Gebirgsdruckes, der nach 25 bis 50 Metern streichenden Verhiebs (Abbau von 6 bis 12 Strebbreiten) auftrat.

Arbeit im Wandel

Die Arbeitsmethoden der Bugginger Bergleute und die entsprechenden Maschinen blieben teilweise über lange Zeit nahezu unverändert. Zum Teil aber wandelten sie sich grundlegend, insbesondere gegen Ende der 1960er Jahre. Als Beispiel soll die Arbeit des Hauers und seines Lehrhauers umrissen werden. Dieses Team führte die Bohr- und Sprengarbeiten durch.

Lange Zeit bestand die Aufgabe eines Hauers im Abbau darin, zunächst mit seiner elektrisch betriebenen, schlagwettergeschützten Säulendrehbohrmaschine ein Muster von 5 bis 8 m tiefen Sprenglöchern in das Kalilager zu bohren. Der Lehrhauer musste dabei unter anderem den vom Hauer bestimmten Bohransatzpunkt mit seiner Hacke anritzen, das Gestänge ansetzen und es während der ersten Umdrehungen stabil halten.

Anschließend wurden die Bohrlöcher mit Sprengstoff-Patronen besetzt, mit Zünder und Zündkabel (bis etwa 1940 Zündschnur) versehen und abgedichtet. Zum Transport dienten Blechkisten, ab 1966 Sprengstoffkartons. Der Hauer löste schließlich durch das Anbrennen der Zündschnur beziehungsweise durch Betätigung der Zündmaschine aus sicherer Entfernung die Sprengung aus.

Mit der Verlagerung des Abbaufeldes nach Norden in das teilweise steilstehende Heitersheimer Revier wandelte sich gegen Ende der Betriebszeit, etwa ab 1970, das Abbauverfahren und damit die Arbeit des Hauerteams entscheidend. Die Lagerungsverhältnisse erlaubten den Einsatz von Großgeräten, die hier die über mehr als 40 Jahre benutzten Säulenbohrmaschinen ersetzten.

Der Hauer bediente einen fahrbaren Bohrwagen mit Bohrlafette, das Markieren und „Anhacken“ durch den Lehrhauer war meist nicht mehr notwendig. Der Sprengstoff wurde nun nicht mehr in Patronenform in das Bohrloch gedrückt, sondern in loser Form eingeblasen. Dazu standen spezielle Besatzfahrzeuge zur Verfügung.

Rückbau

Im Jahr 1962 wurde mit 1186 Beschäftigten (in der Grube ca. 700), darunter 203 Gastarbeitern aus mehreren Nationen, der höchste Belegschaftsstand erreicht (Buggingen hat knapp 2000 Einwohner). Durch Veränderung der Abbaumethode und nach Inbetriebnahme von Schacht 3 im Jahr 1964 erreichte das Kaliwerk 1966 mit 744.350 t die höchste Rohsalz-Jahresförderung in seiner Geschichte. Bereits am Ende desselben Jahres kündigte sich durch erste Absatzprobleme der Niedergang der deutschen Kaligruben an. Verursacht wurden diese insbesondere durch die nordamerikanische Konkurrenz. 1965 gelangten die Preussag-Anteile an die AG Wintershall. 1967 wurde die 1950 eingestellte Steinsalzförderung und die 1929 beziehungsweise 1940 eingestellte Brom-Produktion wieder aufgenommen. 1970 gaben Wintershall und das Land Baden-Württemberg ihre Anteile an die Kali + Salz AG ab, die nun Alleineigentümer des Werkes war.

Trotz vorheriger Zusagen der Wintershall AG, das Bergwerk erhalten zu wollen, stimmte 1972 der Aufsichtsrat der Kali + Salz AG der Stilllegung des Kalisalzbergwerks mit stufenweiser Reduzierung von Förderung und Belegschaft zu. Im September 1972 wurde die Schließung des Kaliwerkes zum Mai 1973 bekanntgegeben. Begründet wurde dies mit der durch die schwierige Abbausituation verursachten Unwirtschaftlichkeit (30 Millionen Mark Verlust).

Viele der Arbeiter und Angestellten hatten sich bereits vor der offiziellen Bekanntgabe der Stilllegungspläne einen neuen Arbeitsplatz gesucht. Die Betriebskonzentration auf Schacht 3 hatte zur weiteren Verkleinerung der Belegschaft geführt. Bis zum 30. April 1973 mussten schließlich noch etwa 300 Mitarbeiter entlassen werden (von ehemals 1.186 im Jahre 1962). Viele von ihnen fanden in Metallverarbeitungsbetrieben der Umgebung neue Arbeit, einige waren in andere Bergwerke gewechselt, als die Förderung am 13. April 1973 eingestellt wurde.

Die Stilllegungs- und Abrissarbeiten begannen zunächst mit der weitgehenden Räumung der Untertageanlagen. Danach wurde vom Heitersheimer Werksteil aus das Bugginger Hauptwerk größtenteils abgerissen. Die Schächte wurden verfüllt und mit Betonplatten abgedeckt.

Im April 1996 traten aus Schacht 3 die Grubengase Methan, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Stickstoff aus. Das Landesbergbauamt ließ den Schacht von Spezialisten der technischen Abteilung der Ruhrkohle AG und von der Deutschen Montan Technologie öffnen, um das Gas ausströmen zu lassen. Anschließend wurde eine Protegohaube montiert, um eventuell austretendes Gas kontrolliert abführen zu können.

Während bei Heitersheim mit Ausnahme des imposanten Fördergerüstes relativ viel erhalten wurde, blieben nur wenige Teile der Bugginger „Fabrik“ erhalten, unter anderem das Pförtnerhaus, das Verwaltungsgebäude, die Kantine sowie die weithin sichtbare Abraumhalde Monte Kalino am Nordende des ehemaligen Werkes.

Das Bugginger Werksgelände wurde an private Investoren verkauft. Im Dorfbild fallen die typischen Bergmannssiedlungen und die Werkswohnhäuser auf. Am Ende der Werkstraße gibt es eine private Sammlung von Teilen der ehemaligen Grubenbahn einschließlich Signalen und Lore. Ein Feldweg verläuft auf der ehemaligen Trasse.

Ausstehende Sanierung der Abraumhalde

Im November 2012 forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland zum wiederholten Male einen Sanierungsplan für die Abraumhalde, aus der seit Jahren Kalium- und Natriumchlorid ausgewaschen würden. Diese Auswaschungen, laut BUND sieben Gramm Salz je Liter Abstrom, seien nicht giftig, würden jedoch Rohrsysteme zerfressen und könnten dadurch das Trinkwasser ungenießbar machen. Im Jahr 2012 wurde zudem die Umwandlung des Großteils des Heitersheimer Geländes in ein Gewerbegebiet beschlossen.

Im Jahr 2013 wurden pro Tag bis zu 2,58 Tonnen Salz ins Grundwasser gespült. Der in der Trinkwasserverordnung festgelegte Grenzwert von 250 Milligramm Chlorid pro Liter wurde mit 400 bis 2800 mg/l bei weitem überschritten. Über eine Sanierung wird seit Jahren verhandelt.

Im November 2017 erklärte die Kali + Salz AG, dass die Halde abgedeckt werden soll um „das Grundwasser vor weiteren Salzeinträgen zu schützen.“ Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald erwartet bis Ende 2019 einen Vertrag über die Sanierung, deren Beginn jedoch noch nicht absehbar ist.

Bundenthal: Geologischer Lehrpfad

„Geopfad Fladensteine“ – Rund um das Felsmassiv der Fladensteine mit seinen sieben Felstürmen führt der Geopfad in die Zeit vor 250 Millionen Jahren und noch weiter zurück in die Erdgeschichte.

Anschauliche Schautafeln informieren auf dem etwa einstündigen Rundweg über die Entstehung der Gesteine, über deren einheimische Vorkommen bis hin zu ihrer Nutzung als unentbehrliche Rohstoffe.

Start/Ziel: Am Sportplatz in Bundenthal

Infomaterialien

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Bundenthal

Faltblatt „Geologischer Lehrpfad“

Textquellen

Keine Textquellen vorhanden.

Calw: Wo aus Wasser Steine werden

Diese GeoTour macht mit ihren vielen Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zum spannenden Outdoor-Erlebnis.

Hauptthemen:

Übergang Buntsandstein-Muschelkalk mit Kalktuff, Relief, Wassernutzung

Weitere Themen:

Quellhorizonte, Rohstoffnutzung, Siedlung und Konflikte der Raumnutzung

Gesteinsarten:

Badischer Bausandstein, Geröllsandstein, Karneol (selten), Plattensandstein, Röttone, Kalktuff (lokal), Kalkstein, Hornstein (selten)

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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Calw

Broschüre „Wo aus Wasser Steine werden“

Chrüzegg: Geoweg Chrüzegg

Insgesamt 50 leicht verständliche Hinweistafeln ermöglichen dem interessierten Wanderer einen umfassenden Einblick in die Entstehung der Landschaft.

Vergletscherungen, Überschwemmungen, Bergstürze, ja sogar Vulkanausbrüche aus der Auvergne (Frankreich) haben Spuren im Boden hinterlassen. Die vielen Hinweise auf die erdgeschichtliche Entwicklung erstaunen. Sie helfen aber vor allem, die dynamische Landschaftsveränderungen und deren Auswirkung auf Flora, Fauna und den Menschen zu verstehen.

Der Start in den Geoweg ist frei wählbar. Ob vom Atzmännig, von Walde, Wattwil, Krinau oder Libingen aus ­– jeder Aufstieg entlang des Geowegs zur Chrüzegg hat seine einzigartigen Besonderheiten.

Infomaterialien

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Chrüzegg

Faltblatt „Geologische Erklärungen zum Gebiet Atzmännig-Chrüzegg (Geoweg)“

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Chrüzegg

Faltblatt „Chrüzegg Geoweg“

Dachsberg: Rund um das Horbacher Moor

Das Hochmoor (ca. 1.000 m.ü.M.) mit einer Fläche von 10,8 Hektar wurde bereits im Jahr 1939 unter Schutz gestellt. Dies geschah mit dem Ziel, den geplanten Torfabbau, der eine gravierende Veränderung der Landschaft nach sich gezogen hätte, zu verhindern. Auf der Wegstrecke rund um das Moor sind fast alle wichtigen Vegetations- und Landschaftsformen der Region wieso schöne Aussichten vorhanden.
Der Rundweg beginnt auf dem Wanderparkplatz. Der Lehrpfad wurde Anfang der 1970er Jahre angelegt. Rund 40 Infotafeln erklären Flora und Fauna des Hotzenwaldes und gehen auf die Besonderheiten der Höhenlage ein. In der Nähe der Querung der Kreisstraße befindet sich eine  Moorbeobachtungsstation.

Infomaterialien

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Dachsberg

Rund um das Horbacher Moor – keine Infomaterialien vorhanden!

Dachsberg-Wittenschwand: Bergbauwanderweg

Der Bergbauwanderweg zwischen den Ortsteilen Wittenschwand und Urberg ist ein Rundwanderweg, der die Stätten des früheren Bergbaus und das Mineralienmuseum miteinander verbindet und zwei sehenswerte Aussichtspunkte hat. Gestartet werden kann er entweder beim Rathaus Wittenschwand oder beim Mineralienmuseum in Urberg. Man folgt dem Bergbauzeichen Hammer & Schlägel. Der Bergbaupfad bei Rüttewies ist in den Wanderweg integriert.

Bergbauzeugen in Dachsberg

In früheren Jahren spielte der Bergbau in den nördlichen Dörfern des Dachsbergs eine bedeutende Rolle. Daran wird heute mit Mineralienmuseum, Themenspielplatz und Bergbauwanderweg erinnert.

In den nördlichen Ortsteilen Urberg und Wittenschwand lebten die Menschen lange Zeit vom Bergbau. Als typisches Bergmannsdorf gilt jedoch nur Urberg.

Bereits im Mittelalter wurden Erze im Tagebau abgebaut. Der Bergbaupfad bei Rüttewies erinnert an die mühselige Arbeit. Pinge und Verhaue entlang des Ruprechtsgangzuges sind heute beschildert und vermitteln lebhafte Eindrücke von früheren Zeiten.

Eine mehrteilige Infotafel im Außenbereich des Mineralienmuseums Gottesehre in Urberg geht auf die Verarbeitung der Erze, darunter auch Silber, ein.

In Wittenschwand wurde oberhalb des Klosterweihers einige Jahrhunderte lang ein Bergwerk betrieben, in welchem zuerst vor allem Silber, später Nickel abgebaut wurden und in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts sogar (erfolglos) nach Uran geschürft wurde. Das Bergbaudorf, das dort entstanden war, ist völlig verschwunden, nur noch die Abraumhalden erinnern an das Vergangene. Vor einigen Jahren wurde im Rahmen eines Projekts zur Förderung des naturverträglichen Tourismus ein viel besuchter Naturerlebnis-Platz mit Spielgeräten zum Thema Stein angelegt.

Der Naturerlebnisplatz Friedrich-August-Grube oberhalb des Klosterweihers beim südlichen Ortseingang des Ortsteil Wittenschwand entstand im Rahmen des Naturprojektes „Hotzenwald-Konzeption“. Der Platz wurde auf dem ehemaligen Tagebaugelände eines zum Ende des 19. Jahrhunderts still gelegten Nickelbergwerks eingerichtet. Die Bergbauvergangenheit wird ausführlich auf großen Infotafeln dargestellt. Ein wieder begehbarer Erkundungsstollen vermittelt Eindrücke von der tiefen Dunkelheit im Berg und Spielgeräte (Sinneserfahrungsgeräte zum Thema Stein) lassen Steine tönen und klingen.

Das gleichnamige Naturschutzgebiet ist einer sehr seltenen Flechtenart gewidmet, die auf der benachbarten Abraumhalde erst vor wenigen Jahren entdeckt worden ist. Diese Flechten sind typisch für nickelhaltiges Gestein. Das Vorkommen ist fast einzigartig in Europa und wird in dieser Größe nur noch äußerst selten vorgefunden, wenn überhaupt dann in Skandinavien. Auch hierzu gibt es ausführliche Infotafeln. Außerdem findet man hier Bartflechten. Sie hängen von den Birken herab und sind ein Indikator für extrem saubere Luft. Nicht weiter verwunderlich, denn auf dem Dachsberg gibt es kaum Verkehr und keine Industrie.

Der Platz ist in der schneefreien Zeit jederzeit zugänglich.

Der Bergbaupfad bei Rüttewies zeigt eindrucksvoll die Mühseligkeit des Bergbaus im Mittelalter. Der etwa 250 lange bergab führende Pfad beginnt bei der Infostation an der Verbindungsstraße zum Ortsteil Urberg und endet vor dem Ortsteil Laithe. Er führt entlang eines Teilbereichs des Ruprechts-Gangzuges.

Auf zahlreichen Tafeln wird auf den mittlealterlichen Bergbau und die heute noch sichtbaren Tagebauspuren hingewiesen. Wer sucht, der findet in den Pingen und Verhauen auch noch schöne Exemplare von Fluss- und Schwerspat sowie weiterer Mineralien.

Infomaterialien

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Dachsberg-Wittenschwand

Bergbauwanderweg – keine Infomaterialien vorhanden!

Dieffenthal: Sentier des Roches (Vogesen, Frankreich)

Der ca. 2,7 km lange Rundweg beginnt am öffentlichen Parkplatz in der Rue des Châteaux. Nach kurzer Strecke erreicht man die „Rocher des Celtes“, eine kleine, geologisch interessante Felseninsel inmitten der Weinberge, die durch eine tief eingeschnittenes Tal vom Gebirge getrennt ist. Bei den Felsen handelt es sich um Blöcke aus Dambachgranit, einem Zweiglimmergranit. Die Besonderheit der Felseninsel ist die Schalenstruktur der Oberfläche. Dabei handelt es sich um schüssel- oder napfartige, runde bis ovale Vertiefungen.

Wie entstehen Schalensteine (Pierres aux écuelles)?

Z

Entstehung durch Menschen

Schalen können durch Menschen entstanden sein, z.B. durch frühere Kulturen wie die Kelten. Solche Schalen weisen oft auch unverkennbar Bearbeitungs- oder Wetzspuren auf.

Z

Natürliche Entstehung

Schalen können auch auf natürlichem Weg entstehen, im Zuge der Verwitterung durch Vergrusung, Auswittern von inhomogenen Bereichen wie Einschlüssen oder Konkretionen, oder löslich als Napfkarren (Kamenitza) oder Tafoni.

Im weiteren Wegverlauf führt der Pfad vorbei an weiteren Schalensteinen bis zur Felsengruppe „Wolfskirche“.  Einige der Gesteinsblöcke weisen Abbruchspuren auf, weshalb das Areal als mittelalterlicher Steinbruch interpretiert wird.

Infomaterialien

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Dieffenthal

Faltblatt „Naturerbe – Der Felsenpfad Dieffenthal“

Textquellen

Keine Textquellen vorhanden.

Dimbach: Dimbacher Buntsandstein Höhenweg

Die Tour startet bei Dimbach und überschreitet drei Berge: den Dimberg, den Rötzenberg und den Immersberg.

Zahllose Aussichtspunkte auf die Landschaft bis teilweise weit in die Vorderpfalz hinein (vom Rötzenberg und Immersberg), die Reichsfeste Burg Trifels oder in den Tälern liegende Ortschaften lohnen immer wieder inne zu halten und die Aussicht zu geniessen.

Entlang der Wegstrecke befinden sich 12 geografisch-geologische Informationstafeln.

Die Tour erfordert eine gute Grundkondition und Trittsicherheit.

Infomaterialien

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Dimbach

Dimbacher Buntsandstein Höhenweg – keine Infomaterialien vorhanden!

Dobel: Felsenburgen und Blockmeere

Diese GeoTour macht mit ihren Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen das Thema „Steine und Geologie“ zum spannenden Outdoor-Erlebnis.

Hauptthemen:

Felsenburgen, Blockhalden, Blockmeere, Wanderblöcke, Geröllsandstein, Plattensandstein, Geologie und Landschaft

Weitere Themen:

Wassermangel, Grenz-, Hinweis, Gedenksteine, Mühlsteinhauerei, Klingen, Wüstung

Gesteins-/Mineralienarten:

Geröllsandstein mit Quarzgeröllen, Plattensandstein, Muschelkalk-Kalkstein (Wegschotter)

Es gibt keine Infotafeln im Gelände! Alle Texte und Bilder finden Sie in der Broschüre.

Infomaterialien

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Dobel

Broschüre „Felsenburgen und Blockmeere“

Dollnstein: Asteroiden-Archäopteryx-Tour

Beschreibung Radweg

Von Dollnstein aus geht es auf den Spuren der Flussgeschichte ins Urdonautal: Hier bahnten sich vor rund 200.000 Jahren die Wassermassen der Urdonau ihren Weg, bevor der Fluss seinen Lauf änderte und das Tal trocken fiel. Vorbei an den Kletterfelsen bei Konstein und Wellheim gelangt man an die Schutter, der man jedoch nur kurz folgt. Über Hütting und Rennertshofen führt die Tour, vorbei an den Schlössern Stepperg und Bertoldsheim, an die Donau. Zusammen mit dem Donau-Radweg radelt man weiter Richtung Donauwörth, wobei sich ein Zwischenstopp am prächtigen Barockschloss Leitheim lohnt.

In Donauwörth führt die Tour durch die Promenade, die grüne Lunge der Stadt. Wer möchte, biegt durch das Ochsentörl in die Altstadt ab. Zurück auf der Strecke geht es in nördlicher Richtung am Kaibach entlang aus der Stadt heraus und weiter nach Kaisheim mit der ehemaligen Zisterzienser-Abtei und ihrer stolzen Klosterkirche. Über die Dörfer Buchdorf und Itzing gelangt man ins Jurastädtchen Monheim. Hier ist der Rieskrater nicht weit: Geologische Besonderheiten zeugen von den Auswirkungen eines Asteroideneinschlags vor über 14 Millionen Jahren.

Auf dem folgenden Abschnitt entdecken die Radler die Karstlandschaft der Monheimer Alb und gelangen ins idyllische Gailachtal. Im Mörnsheimer Ortsteil Mühlheim bietet sich die Gelegenheit, im Besuchersteinbruch auf Fossiliensuche zu gehen. In dem Steinbruchgebiet bei Mörnsheim kamen schon bedeutende Funde wie der „Urvogel“ Archaeopteryx zutage. Im Tal radelt man zwischen Wacholderheiden über Mörnsheim und Altendorf zur Mündung der Gailach in die Altmühl. An deren Ufer geht es entspannt zusammen mit dem Altmühltal-Radweg nach Dollnstein, wo das Altmühlzentrum Burg Dollnstein zu einem Ausflug in die Burgen- und Flussgeschichte der Region einlädt.

Infomaterialien

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Dollnstein

Asteroiden-Archäopteryx-Tour – keine Infomaterialien vorhanden!

Dollnstein: Geoweg Urdonautal (Radtour)

Der Geoweg Urdonautal beginnt in Dollnstein und folgt ausgeschilderten Radwegen.

Von Dollnstein geht es ins Urdonautal in Richtung Wellheim. Bei Hütting geht es weiter auf dem Schuttertal-Radweg bis Nassenfels. Ab Nassenfels geht die Tour weiter auf dem Via-Raetica-Radweg. Hier ist ein kleiner Anstieg auf die auf die Albhochfläche zu bewältigen. Bei Pfünz geht es dann hinab ins Altmühltal und auf dem Altmühltal-Radweg zurück nach Dollnstein.

An interessanten Geländepunkten befinden sich kleine Nummerntafeln mit einer Kurzinfo.

Wandertour

Neben der ca. 60 km langen Radtour „Geoweg Urdonautal“ gibt es auch eine ca. 21 km lange Wandertour „Geoweg Urdonautal“. Beide Touren sind in der Begleitbroschüre beschrieben.

Leitgerölle

Wir starten mit unseren Erkundungen am Ortsrand von Dollnstein bei Puzzleteil 1…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Rundblick vom Stupberg

Nun geht es zunächst nach Osten über die Altmühlbrücke zum Stupberg. Vorsicht! Der Aufstieg zum Gipfel dauert zwar nur wenige Minuten, der Pfad ist jedoch steil. Tritt sicherheit sollte gewährleistet sein…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Prallhänge und Gleithänge - Das Urdonautal wurde geformt

Im Norden ist von unserer Position aus hinter Dollnstein ein steiler Hang zu erkennen. Die Talhänge in Richtung Nordosten und Westen sind ebenfalls sehr steil. Nur geringes Gefälle hingegen hat der Bergsporn, auf dem wir hier stehen…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Die Urdonau und der Einfluss der Kaltzeiten

Wir können hier wieder Gerölle der Urdonau finden, obwohl wir uns circa 60 m über dem Talgrund befinden. Diese zeigen deutlich, dass die Urdonau sich im Laufe der Zeit in die Hochfläche der Alb eingefräst hat…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Überhängende Felswände im Beixenhard

Der Beixenhard ist ein ca. 54 ha großes Naturwaldreservat. Herrliche Buchenbestände und stattliche Eichen prägen den Wald…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Seitliche Trockentäler

Auf unserem Weg kommen wir immer wieder an Seitentälern vorbei. Ihre Entstehung hängt einerseits wieder mit dem Karst, andererseits aber auch mit den Kaltzeiten zusammen: Vor dem Beginn der Kaltzeiten tieften sich die Flüsse, vor allem die Urdonau, in die Alb ein…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Dohlenfelsen bei Konstein

Der Dohlenfelsen ist weithin als Kletterfelsen bekannt. Er liegt im Bereich des Oberlandsteigs, einem Klettergebiet…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Die Quelle der Schutter - eine Karstquelle

Wir stehen hier vor dem Quelltopf der Schutter. Mehrere einzelne Quellen sind erkennbar. Im Hintergrund rechts ist der anstehende Jura-Kalk bei den Renaturierungsmaß nahmen im Jahr 2008 angeschnitten…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Der Galgenberg - ein Umlaufberg

Inmitten des Wellheimer Trockentales erhebt sich der Galgenberg als sogenannter Umlaufberg. Zunächst floss die Urdonau in einer weiten Schleife um den Berg herum…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Der Hangboden geriet während der Kaltzeiten in Bewegung

Frost – Tauwetter – Frost, über Jahrtausende hinweg und ohne schützende Vegetationsdecke. Das war während der Kaltzeiten die Basis dafür, dass der Boden im Hangbereich sich hier langsam in Bewegung setzte…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Ein schönes Beispiel für Verkarstung

Der Kalkfels zeigt deutlich, wie sich das Phänomen der Kalk lösung auf den Stein auswirkt…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Die Schutter zapft die Urdonau an

Hier sind wir nun an der Stelle angekommen, wo die Schutter die Urdonau während der Rißeiszeit angezapft hat…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Das Schuttertal wird riesig

An dieser Stelle befinden wir uns noch im Durchbruchstal. Nur noch etwa 100 Meter und das Tal weitet sich auf mehrere Hundert Meter Breite…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Almosmühle

Wir befinden uns am Fuß eines mächtigen Dolomitfelsens, der von der Urdonau ausgespült wurde. Solche Felsen sieht man vielfach im Altmühltal wie auch schon am Anfang der Radtour im Wellheimer Trockental. Die Felsen verdeutlichen die immense Kraft und damit die Größe der Urdonau…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Ein einmaliger Blick

Der geologische Aufbau der Umgebung um Eichstätt lässt sich vom Talgrund bis zur Hangkante gut erkennen…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Burgsteinfelsen

Die markante turmartige Felsbildung des Burgsteins ist ein Teil der Kalkplattform, die wir nun bereits kennen gelernt haben. Die Felsfreistellung am Burgstein ist nicht das Werk der jetzt im Tal fließenden Altmühl, sondern der eiszeitlichen Urdonau…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Infomaterialien

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Dollnstein

Begleitbroschüre „Geoweg Urdonautal“

Dollnstein: Geoweg Urdonautal

Die Tour beginnt in Dollnstein und führt teilweise auf der Hochfläche, teilweise aber auch im Tal bis nach Aicha bei Wellheim. Zurück zum Ausgangspunkt geht es auf direktem Weg über die Hochfläche auf einer alten Römerstraße.

An interessanten Geländepunkten befinden sich kleine Nummerntafeln mit einer Kurzinfo. Weitere Erläuterungen kann man der Broschüre „Geoweg Urdonautal“ bzw. aus der Karte entnehmen.

Der Geoweg Urdonautal folgt größtenteils der Route des Urdonautalwegs, der am Dollnsteiner Marktplatz beginnt (Schlaufe 11 des Altmühltal-Panoramawegs zwischen Dollnstein und Wellheim mit blau-gelber Markierung). An den Stellen, an denen die Route davon abweicht, sind gelb-grüne Wegweiser mit dem Geoweglogo angebracht.

Die Strecke geht teilweise durch steiles Gelände, deshalb ist unbedingt auf geeignetes festes Schuhwerk zu achten.

Radtour

Neben der ca. 21 km langen Wandertour „Geoweg Urdonautal“ gibt es auch eine ca. 60 km lange Radtour „Geoweg Urdonautal“. Beide Touren sind in der Begleitbroschüre beschrieben.

Leitgerölle

Wir starten mit unseren Erkundungen am Ortsrand von Dollnstein bei Puzzleteil 1…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Rundblick vom Stupberg

Nun geht es zunächst nach Osten über die Altmühlbrücke zum Stupberg. Vorsicht! Der Aufstieg zum Gipfel dauert zwar nur wenige Minuten, der Pfad ist jedoch steil. Tritt sicherheit sollte gewährleistet sein…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Karstformen

Hier stehen wir vor einer Doline, einem Erdfall, der durch die besonderen geologischen Bedingungen der Alb entstand. Wie wir schon erfahren haben, wurde im Jura-Meer Kalk abgelagert, der zuvor im Meereswasser gelöst war…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Magerrasen, Wacholderheiden und artenreiche Biotope

Eine landschaftliche Besonderheit dieser Gegend stellen die Trockenhänge mit Magerrasen und Wacholderheiden dar, denen die schroffen Felspartien ihren typischen Charakter verleihen…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Riffschutt

Was man an bzw. in den Felsen manchmal nur mit geübtem Auge erkennen kann, ist hier an dieser Stelle gut sichtbar…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Überhängende Felswände im Beixenhard

Der Beixenhard ist ein ca. 54 ha großes Naturwaldreservat. Herrliche Buchenbestände und stattliche Eichen prägen den Wald…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Seitliche Trockentäler

Auf unserem Weg kommen wir immer wieder an Seitentälern vorbei. Ihre Entstehung hängt einerseits wieder mit dem Karst, andererseits aber auch mit den Kaltzeiten zusammen: Vor dem Beginn der Kaltzeiten tieften sich die Flüsse, vor allem die Urdonau, in die Alb ein…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Dohlenfelsen bei Konstein

Der Dohlenfelsen ist weithin als Kletterfelsen bekannt. Er liegt im Bereich des Oberlandsteigs, einem Klettergebiet…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Die Quelle der Schutter - eine Karstquelle

Wir stehen hier vor dem Quelltopf der Schutter. Mehrere einzelne Quellen sind erkennbar. Im Hintergrund rechts ist der anstehende Jura-Kalk bei den Renaturierungsmaß nahmen im Jahr 2008 angeschnitten…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Der Galgenberg - ein Umlaufberg

Inmitten des Wellheimer Trockentales erhebt sich der Galgenberg als sogenannter Umlaufberg. Zunächst floss die Urdonau in einer weiten Schleife um den Berg herum…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Eine Sandgrube aus der Kreidezeit

Auf dem Weg zur Hochfläche kommen wir zu einer großen Sandgrube. Hier wurde früher am Hang Sand abgebaut. Sand ist in der geologischen Umgebung, die wir bisher hier kennengelernt haben, eher ungewöhnlich…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Die Urdonau und der Einfluss der Kaltzeiten

Wir können hier wieder Gerölle der Urdonau finden, obwohl wir uns circa 60 m über dem Talgrund befinden. Diese zeigen deutlich, dass die Urdonau sich im Laufe der Zeit in die Hochfläche der Alb eingefräst hat…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Prallhänge und Gleithänge - Das Urdonautal wurde geformt

Im Norden ist von unserer Position aus hinter Dollnstein ein steiler Hang zu erkennen. Die Talhänge in Richtung Nordosten und Westen sind ebenfalls sehr steil. Nur geringes Gefälle hingegen hat der Bergsporn, auf dem wir hier stehen…

(mehr siehe Begleitbroschüre)

Infomaterialien

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Dollnstein

Begleitbroschüre „Geoweg Urdonautal“

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Dollnstein

Tourenbeschreibung „Geoweg Urdonautal“ (Wanderstrecke)

Düppenweiler: Entdeckertour Düppenweiler

Entdeckertouren

„Auf den Spuren der Berg- und Hüttenleute in der Saarregion“

Die Entdeckertouren sind Wanderrouten in der Saarregion, die als Tages- oder Halbtagestouren flexibel gestaltet sind. Wegbetreiber ist der Saarländische Museumsverband e.V.

Mit den „Entdeckertouren“ begibt sich der Wanderer auf Spurensuche und verbindet diese mit Einblicken in die Vielfalt der Landschaft, Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen und Gastronomie. Damit werden nicht nur Relikte aus der Ära der Berg- und Hüttenleute präsentiert, sondern viele ehemalige Berg- und Hüttenleute kommen auf diesen Touren selbst zu Wort und erzählen die Geschichten und Erlebnisse, die ehemals von Generation zu Generation weiter geben wurden, damit diese nicht in Vergessenheit geraten.

TIPP:

Als digitaler Wegbegleiter steht eine App zur Verfügung, die man auf der eigens erstellten Webseite „Entdeckertouren Saarland“ herunterladen kann. Der installierte Routenplaner führt den Wanderer GPS-gestützt zu und durch die Touren oder zu einzelnen Punkten der Strecke.

Entdeckertour „Düppenweiler“

Die Tour startet an der historischen Kupferhütte, wo man direkt mit einer Führung ins Kupferbergwerk beginnen kann. Sie führt über den Weltersberg vorbei an der Kohlegrube und dem „alten Dorf“. Nachdem der Mühlenberg eine herrliche Aussicht in die Region bietet, geht es vorbei am keltischen Hügelgrab zum hinteren Wehlenberg, über den weithin sichtbaren Litermont, an mehreren Steinbrüchen vorbei zurück zum Ausgangspunkt. Hier bietet das Huthaus Gelegenheit zur Stärkung mit Speis und Trank.
Die Wegstationen
Historische Kupferhütte

2010 wurde die Historische Kupferhütte nach Vorbildern des 18. Jahrhunderts errichtet. Sie besteht aus dem Pochwerk und einer Schmelzhütte mit dazugehörigen Weiher.

Das Pochwerk ist eine Erzaufbereitungsanlage. Die im Bergwerk gewonnenen Kupfererze wurden hier über Wasserkraft angetriebene Pochstempel auf Sandkorngröße zerkleinert. Anschließend wurde in Waschherden durch Bewegung des Wassers das leichtere Gestein abgeschwemmt, während das schwere Erz sich auf dem Boden des Waschherdes absetzte.

Die Schmelzhütte besteht aus zwei Schmelzöfen und einem Garofen. Beim Schmelzvorgang müssen Temperaturen von über 1300° erreicht werden. Hierzu ist eine ausreichende Luftzufuhr der Öfen notwendig. Dies wird über vier Blasebälge bewirkt, die sich auf der Rückseite der Ofenmauern befinden und ebenfalls über Wasserkraft angetrieben werden.

Die Schmelzhütte dient heute auch als Standesamt der Gemeinde Beckingen.

Weidenschacht

Der Weidenschacht wurde bereits in der Anfangsphase des Bergwerksbetriebes errichtet. Im Gegensatz zu anderen Schächten, die als bloße Licht- oder Wetterschächte dienten, war der Weidenschacht auch als Fahrschacht ausgebaut, d.h. er diente den Bergleuten zur Ein- und Ausfahrt.

Entgegen allen bergbaulichen Regeln sitzt der Weidenschacht direkt über dem darunter führenden Stollen. Bei der Freilegung des Stollens 1992/1993 wurde der Schacht unterfahren und der noch bestehende Sicherungsausbau aus alten, schweren Eichenbalken durch neuen Ausbau ergänzt. Der Schacht selbst wurde von der Dillinger Hütte 1828 aus Sicherheitsgründen mit Gesteinsmassen verfüllt.

Historisches Kupferbergwerk

Wir stehen hier vor dem „Neuen Barbaraschacht“ des Historischen Kupferbergwerks Düppenweiler.
Bergbau auf Kupfererze ist in Düppenweiler gesichert ab 1723 nachgewiesen. Es gibt allerdings auch einige Anzeichen dafür, dass bereits wesentlich früher, insbesondere im 16. Jahrhundert in Düppenweiler Kupfererze abgebaut wurden.

Die erste und wohl auch ergiebigste und umfangreichste Abbauphase zwischen 1724 und etwa 1735 stand unter der Leitung des wallonischen Hüttenunternehmers Joseph Remacle Hauzeur. Da es in der Saargegend damals noch keine Bergleute gab, ließ er vorwiegend aus dem Erzgebirge rund 300 Bergleute nach Düppenweiler kommen. Unter seiner Regie wurde auch das erste Pochwerk errichtet. Die Kupfererzvorkommen in Düppenweiler waren sehr ergiebig. Der Kupfergehalt im Erz lag bei teilweise 60%.

Später waren es überwiegend französische Betreiber bis etwa 1786. In dieser Zeit sollte eine Feuermaschine – Vorläuferin der Dampfmaschine – errichtet werden. Die Fundamentanlage wurde fertiggestellt. Diese ist heute im Original noch weitgehend erhalten und teilrestauriert. Die Anlage ist von überregionaler Bedeutung, da sie die einzige dieser Art in ganz Deutschland ist. Obwohl auch Teile der in England gekauften Maschine angeliefert wurden, wurde die Maschine nie fertiggestellt, da die Betreibergesellschaft in Konkurs ging.

1987 begann der heutige Verein „Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und Kultur“ die Strecken teilweise wieder freizulegen. 1995 wurde das Bergwerk für den Besucherbetrieb zugelassen.

Weltersberg

Der südöstliche Bereich des Düppenweiler Bannes, die Umgebung um den Litermont und den Weltersberg, auf dem wir uns hier befinden, ist geprägt von Gesteinen vulkanischen Ursprungs und magmatischen Lagerstätten.

Litermont und Weltersberg wurden im Perm-Zeitalter durch vulkanische Tätigkeit geschoben und hochgedrückt. Vor dem Einsetzen des Vulkanismus war allerdings auch dieses Gebiet mit den Konglomeraten des Unterrotliegenden, eines Unterabschnitts des Perm-Zeitalters, bedeckt. Als Konglomerate bezeichnet man in der Geologie ein Sedimentgestein aus einem feineren Bindemittel und Kies oder Geröll. Bei den in diesem Bereich vorzufindenden Konglomeraten handelt es sich um Ausläufer der sogenannten Kuseler Schichten, die sich von der Waderner Gegend bis hierhin nach Südwesten erstrecken. Während des Perm gab es dann durch den Vulkanismus ganz enorme Verschiebungen der Schichten und so treten gerade hier auf dem Weltersberg an manchen Stellen Gesteine an der Oberfläche auf, die sonst nur in viel tieferen Schichten zu finden sind. Dies ist an einigen Stellen an den Einschnitten in den Hängen deutlich zu erkennen.

Von hier hat man auch einen sehr schönen Ausblick auf den oberen Ortsteil von Düppenweiler.

Alte Kohlengrube

Erstaunlicherweise gibt es auf dem Düppenweiler Bann auch Steinkohlevorkommen. Von der Stelle aus, an der wir uns befinden, kann nur die ungefähre Lage eingesehen werden. Diese befindet sich in dem Dickicht am Ende der hier liegenden Wiese in westlicher Richtung in der sogen. „Schäferei-Grät“. Von den Gruben ist heute kaum noch etwas erkennbar.

Die ersten schriftlichen Nachrichten über diese Kohlengruben, die nördlichsten im Saarland, stammen aus dem Jahre 1788. Es hieß damals, die Kohle sei „von sehr guter Qualität, gleich der festen Kohle aus dem Nassauischen“. Der Abbau erfolgte als Schachtabbau. Vor der Zeit Odelins wurden die Gruben offenbar als Bauerngruben betrieben.

1868 erhielt die Dillinger Hütte die Konzession auf das Kohlebergwerk „Gut Glück“. Sie ließ hier einen Schacht von etwa 70 m Tiefe errichten.

1869 erhielt Ferdinand Loesgen aus Riegelsberg die Konzession für das weiter westlich gelegene Bergwerk „Gute Hoffnung“.

Schon nach kurzer Zeit wurde keinen Abbau mehr betrieben, deswegen wurden beide Gruben über lange Jahre von den „ärmeren Leuten“ im Tagebau ausgebeutet.

Als Ende der 1970er Jahre ein Pferd in den Schacht der Grube „Gut Glück“ eingebrochen war, wurde der Schacht von der Gemeinde gesichert und eingeebnet.

Steinbruch

An dieser Stelle sehen wir rechts der Straße einen heute noch kaum mehr erkennbaren Steinbruch.
Der hier anstehende Quarzporphyr ist Bestandteil der Metzer Störung, die bis zum Rhein verläuft. Er enthält in den Klüften und Spalten auch Malachit. Dieses Kupfervorkommen entspricht eindeutig dem des Kupferbergwerks auf der gegenüberliegenden Seite des Berges.

Dieser Steinbruch wurde insbesondere von den Einwohnern von Düppenweiler als Steinbruch für Baumaterial benutzt.

Hier gab es allerdings keine Sandsteinbrüche wie im Haustadter Tal. Aufwendige und teure Fassadenbestandteile aus Sandstein waren deshalb in Düppenweiler eher die Ausnahme.

Altes Dorf

Wenn man sich rechts des Weges orientiert, kann man links am Waldrand vorbei im Talbereich gerade nach die frühere Lage des alten Dorfes Düppenweiler erkennen. Dieses Dorf wurde erstmals in einer Urkunde der Erzbischöfe von Trier von 1052 unter dem Namen „villaris“ erwähnt. Später wurde es dann „wilre“ genannt. Seinen Bestimmungsnamen „Düppen“ erhielt der Ort erst im 14. Jahrhundert. „Wilre“ war ein Töpferdorf. Eine alte Tongrube ist heute noch erkennbar. Ausgrabungen des früheren Kultur- und Heimatvereins Düppenweiler Anfang der 1980er Jahre erbrachten den Nachweis, dass hier bereits im 10. Jahrhundert eine Töpferei bestand. Der „Topf“ wird hier im Volksmund als „Deppen“ oder „Düppen“ bezeichnet. Düppenweiler hat also seinen Namen von dem alten Töpferdorf erhalten. Das alte Dorf, später in den Urkunden als Ober(düppen)weiler bezeichnet, wurde 1635 im 30jährigen Krieg von französischen und schwedischen Truppen zerstört.

Etwas weiter rechts und ganz im Hintergrund erkennt man den Melaphyrsteinbruch am Kahlenberg. Der Steinbruch liegt im Grenzbereich zwischen Düppenweiler und Reimsbach und ist nur von der Reimsbacher Seite erreichbar. Der Steinbruch gehört der Firma Arweiler und dort findet heute noch der einzige aktive Bergbau auf Düppenweiler Bann statt.

Mühlenberg: Geologie

Wir befinden uns hier an einer auf den ersten Blick unscheinbaren Stelle auf dem Mühlenberg. Auf der rechten Seite des Weges, ca. 10 m im Wald, sehen wir eine kleine Mulde. Hier wurden in den 1970er Jahren geologische Bohrungen durchgeführt.

Der Mühlenberg zog bereits seit der ersten Hälfte des 19. Jh. die Aufmerksamkeit von Generationen von Geologen auf sich und gibt auch heute noch Rätsel auf. Lange wurde eine hier zutage tretende Gesteinsserie als vordevonisch bezeichnet und damit als ältestes Vorkommen des Saarlandes betrachtet. Doch geht man heutzutage davon aus, dass am Mühlenberg kein Gestein vorhanden ist, das einem vordevonischen Zeitalter zuzurechnen ist.

Vielmehr sind die Phyllite (Tonglimmerschiefer) mit ihren Quarzlinsen dem Unterdevon zuzuordnen. Auch die Grauwacke und der ebenfalls auftretende Zellendolomit sind noch devonischen Ursprungs. Beim Zellendolomit handelt es sich um ein Gestein, das in der näheren und weiteren Region ansonsten nicht mehr aufzufinden ist. Sein Vorkommen in Düppenweiler gibt deshalb Rätsel auf.

Auch wenn die vorstehend aufgeführten Gesteine also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht, wie lange angenommen, vordevonisch sind, stellt ihr Vorkommen am Mühlenberg in Düppenweiler dennoch eine außergewöhnliche geologische Besonderheit dar, die europaweit nur noch an zwei anderen Stellen nachzuweisen ist. Bei der Tiefbohrung Saar 1 auf der Spieser Höhe konnten sie nämlich erst in 4.000 m Teufe angetroffen werden.

Mühlenberg: Aussicht

Von hier aus hat man nun einen herrlichen Ausblick über den unteren Ortsteil von Düppenweiler, aber auch in die weitere Ferne bis zum Saarfelser und Merchinger Plateau.

Erst im 14. Jahrhundert wird das heutige Dorf urkundlich erwähnt. Man unterschied in dieser Zeit zwischen Niederweiler, dem heutigen Dorf und Oberweiler, dem alten Dorf. In nördlicher Richtung, am Ortsrand, liegt das Wohngebiet „Im Junkerath“. Hier wurden 1984/1986 beim Aushub einer Baugrube acht keltische Eisenbarren gefunden, einem der größten Hortfunde in Südwestdeutschland.
In keltischer Zeit wurde Eisen im Rennverfahren hergestellt und zu Spitzbarren zusammengeschmiedet. Eisenbarren dieser Art wurden fast ausschließlich in keltischen Siedlungsräumen aufgefunden. Das Gewicht der Barren (2460 g) entspricht fast genau dem achtfachen des keltischen Grundgewichts (= 309 g).

Die Eisenbarren dürften am Fundort entweder gelagert oder weiterverarbeitet worden sein. Ebenso denkbar ist aber auch, dass sie eventuell beim Transport über die dort in der Nähe vorbeiführende alte Heerstraße verloren gegangen sein könnten. Eine Nachbildung dieser Barren kann im Huthaus des Kupferbergwerks besichtigt werden.

Nikolausbrunnen

Ursprünglich stand dieser „Nikolausbrunnen“ an der Hauptstraße in Düppenweiler. Er wurde in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut und trägt wohl den Namen des damaligen Bürgermeisters von Düppenweiler. Er bestand wie fast alle Brunnen aus dieser Zeit aus einer mittigen Säule mit zwei seitlichen Trögen und diente in erster Linie als Viehtränke. Eine zentrale Wasserversorgung gab es zu dieser Zeit noch nicht und die Trinkwasserversorgung geschah meist über hauseigene Brunnen (Pütze).

In den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde der Brunnen erneuert. Erst 1991 mit der Neugestaltung des Dorfplatzes verlegte man den Brunnen in den hinteren Teil des Platzes. Die Konstrukteure legten Wert darauf, den Brunnen wieder in seiner ursprünglichen Struktur (allerdings mit 4 Trögen wegen seiner zentralen Stellung) zu zeigen.

Der Nikolausbrunnen wurde so zum Erzählbrunnen seiner eigenen Geschichte und der Geschichte des Ortes Düppenweiler (auf acht gusseisernen Tafeln an den Trögen). In Sandstein gemeißelt sind außerdem die Wappen von Düppenweiler und seiner Partnerstadt Etain (Frankreich).

Pfarrkirche St. Leodegar

Die Valentinuskapelle im „Alten Dorf“ wurde immer schon von fleißigen Bürgerinnen und Bürgern gehütet und gepflegt, die jetzige Pfarrkirche im Laufe von rund 250 Jahren mehrmals renoviert, restauriert oder erweitert. 

Von der alten Kirche ist nur noch der untere Teil des Turmes erhalten (der denkmalgeschützte Teil der Kirche). Der barocke Bau wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch einen neogotischen ersetzt.
Das heutige Kirchengebäude, wurde in den Jahren 1897 bis 1900 erbaut.

Das Glockengehäuse aus den 50er Jahren und der nachkonziliare „Bildersturm“ in den 60er Jahren veränderten St. Leodegar nicht unbedingt zum Besseren. Die Verschlimmbesserung im Inneren wurde um die Jahrtausendwende mit viel Aufwand wieder rückgängig gemacht. Die Wiedereröffnung fand im Jahr 2000 statt.

Nachdem das Dach ebenso mit enormem finanziellem Aufwand erneuert wurde bleibt dann aber noch die Orgel, die auch einer dringenden Überholung bedarf. Dafür hat sich mittlerweile die Bürgerinitiative „Orgelpatenschaft“ gebildet, um zumindest mittelfristig durch kreative Aktionen das nötige Geld zu beschaffen. 

In der Kirche befindet sich auch eine größere Statue der heiligen Barbara, die stets besonders geschmückt ist, zur Erinnerung an die Bergleute und den Bergbau in Düppenweiler.

Selige Blandine Merten

Im Eingang der Kirche befindet sich rechts die Blandinen-Kapelle.

Die am 10. Juli 1883 in Düppenweiler geborene und am 18. Mai 1918 in Trier verstorbene Maria Magdalena Merten wurde an Allerheiligen im Jahr 1987 von Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen.

Der ehemaligen Ursulinenschwester zu Ehren hat ihre Heimatpfarrei Düppenweiler im Eingangsbereich der Pfarrkirche St. Leodegar eine Kapelle gewidmet. Hier befindet sich eine Knochenreliquie von ihr.

Vor der Kirche steht ein Kunstwerk, das die selige Schwester Blandine Merten als Stütze einer Himmelsleiter zeigt. Die Skulptur stammt von der einheimischen Künstlerin Margret Lafontaine.
In der alten Schule rechts vor der Kirche, heute ein soziales Zentrum des örtlichen DRK, besuchte Blandine Merten von 1889 bis 1897 die Volksschule und machte in den zwei Jahren danach ihre ersten Unterrichtsversuche als Lehrassistentin. Nachdem sie zunächst die  Lehrerinnenbildungsanstalt besucht hatte und einige Zeit in Oberthal, Morbach und Großrosseln als Volksschullehrerin unterrichtete, trat sie 1908 zusammen mit ihrer Schwester Elise in die Ursulinenkongregation Calvarienberg in Arweiler ein. Bis zu ihrem frühen Tod aufgrund einer Tuberkuloseerkrankung gehörte sie dem Orden an.

Bereits kurz nach ihrem Tod begann ihre Verehrung, da mehrere Menschen nach Gebeten zu ihr Heilung erfuhren. Die Schar ihrer Verehrer und Verehrerinnen wuchs ständig, vor allen Dingen nachdem 1985 die Heilung einer österreichischen Missionsschwester von einem schweren Melanom erfolgte, die 1986 von der Kirche als Wunder anerkannt wurde. Am Hochfest Allerheiligen 1987 sprach Papst Johannes Paul II. Sr. Blandine selig.

Geburtshaus Schwester Blandine

Blandine Merten wurde am 10.Juli 1883 als neuntes Kind in Düppenweiler geboren.
Das Geburtshaus steht in der heutigen Schlossbergstraße. Blandine war die Tochter von einfachen Bauersleuten. Insofern wohnte sie mit ihren Eltern und Geschwistern in einem sogenannten „Südwestdeutschen Quereinhaus“, das in einen Wohn- und in einen Scheunen- und Stallteil gegliedert war. Das Haus wechselte nach dem Krieg den Besitzer und wurde dann auch umfassend erneuert und den Erfordernissen eines Bäckereibetriebes angepasst. Das heutige Haus hat aber mit dem ursprünglichen Bauernhaus nur noch die äußeren Maße gemeinsam.

Bei der Seligsprechung überreichte der ehemalige Ortsvorsteher Papst Johannes Paul II. ein Gemälde von Blandines Geburtshaus. Der Bergmannsverein schenkte ihm eine Kupferskulptur des Bergbausymbols „Schlägel und Eisen“.

Fast ein Jahr nach der Seligsprechung besuchte schließlich der Trierer Bischof Hermann-Josef Spital anlässlich der Blandinenfeier das Geburtshaus der Seligen, um die dort angebrachte Tafel zu segnen.

Museumsbunker

Bereits im Jahr 1992 hatte der damalige Kultur- und Heimatverein Düppenweiler die Idee, den Westwallbunker in der Dieffler Straße zu restaurieren und für Besichtigungen zu öffnen.
Dieser Bunker ist als Regelwerk 10 a Teil des mächtigen Westwalls, der von der holländischen bis zur schweizerischen Grenze reichte. Rund 4000 Bunker mit unterschiedlicher Größe und Bedeutung wurden in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg in einem aberwitzigen Arbeitsbeschaffungsprogramm von den Nazis gebaut. Bedeutung erlangte das Bollwerk zu keiner Zeit des verheerenden Krieges zwischen 1939 und 1945.

Der Bunker in der Dieffler Straße besitzt zwei Mannschaftsräume und einen Geschützraum. Seine Besonderheit hat er in der östlichen Richtung mit einer mächtig überdeckten Hangsicherung, einem Flur, der dem Museumsbunker heute dazu dient, die leidvolle Geschichte bezogen auf Düppenweiler zu dokumentieren.

Steinbruch im Loch und Bendersche Schanz

Nach den ältesten Angaben wurde der Steinbruch schon im Jahr 1854 von einer Gehöferschaft betrieben. Gehöferschaften stellten eine Besonderheit des alten Trierischen Landes dar. Nach Auflösung dieser Wirtschaftsform ging der Steinbruch 1885 in den Besitz der Familie Schäfer aus Düppenweiler über.

Der Melaphyr wurde in mühseliger Arbeit im Sprengverfahren gewonnen, wobei die Bohrlöcher von Hand in das harte Gestein getrieben wurden. Nach der Sprengung verarbeitete man das Material in Handarbeit zu Kleinschlag und transportierte es mit Pferdefuhrwerken für den Straßenbau in die nähere und weitere Umgebung. Durch den Bau der Bunkeranlagen des Westwalls und der hierfür notwendigen Zufahrtsstraßen gewann der Steinbruch enorm an Bedeutung. Während die jährliche Ausbeute zuvor durchschnittlich etwa 1000 m³ betrug, erreichte sie im Jahr 1939 die fünfzehnfache Menge.

Aus dem Gelände des Steinbruchs stammt ein keltischer Armreif, ein Hinweis auf die schon frühe Besiedlung in dieser Gegend.

Hier befand sich auch die sogen. „Bendersche Schanz“. Es handelte sich hier um eine Stellung österreichischer Truppen unter dem Obristen Bender in den Revolutionskriegen um 1794. Diese Truppen lagen in einer ständigen Auseinandersetzung mit den französischen Revolutionstruppen im nahegelegenen Dillingen. Die Anlage wurde durch die Steinbrucharbeiten zerstört.

Keltisches Hügelgrab

Eine keltische Besiedlung lässt sich für diese Region mit Sicherheit ab dem 6. Jh. v. Chr. nachweisen.
Auch auf dem Litermont erkennt man noch heute eine Ringwallanlage. Ob diese Anlage keltischen oder römischen Ursprungs ist konnte bis heute nicht festgestellt werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dieser strategisch wichtige Punkt bereits von Römern und Kelten genutzt wurde. Die Existenz von Hügelgräbern (sog. Tumuli) ist auch für Düppenweiler bezeugt. Der von 1832 bis 1848 in Dillingen als Pfarrer wirkende Heimatforscher Philipp Schmitt berichtet in seinen Aufzeichnungen über zwei solcher Tumuli, die etwa 6 Fuß (ca. 1,88 m) hoch gewesen seien und sich von dieser Stelle aus ca. 100 m weit in südlicher Richtung befunden haben. Allerdings sind diese Grabhügel heute im Gelände nicht mehr zu erkennen. Nach einer von Pfarrer Schmitt gezeichneten Karte lag der eine Hügel jedenfalls noch auf der Gemarkung von Düppenweiler, der „andere dort, wo die Wälder von Düppenweiler und Diefflen zusammenstoßen“.

Welcher Zeit die Grabhügel zuzuordnen sind, kann nicht gesagt werden, da sie nie geöffnet wurden. Aufgrund der Beschreibung Pfarrer Schmitts und der Tatsache, dass in der Umgebung vielfach ähnliche Gräber geöffnet wurden, dürften die Düppenweiler Grabhügel in die La-Tène-Zeit einzuordnen sein.

Hinterer Wehlenberg

Von dieser Stelle auf dem 381 m hohen Hinteren Wehlenberg hat der Wanderer einen herrlichen Ausblick auf die Merchinger Muschelkalkplatte und in den Hochwald hinein.

Neben dem Kupferbergwerk hatte die Dillinger Hütte über kurze Zeit noch ein zweites Bergwerk in der Nähe des Ortes Düppenweiler in dem Distrikt „Faule Teilung” angelegt und baute dort noch bis in die 1850er Jahre hinein Eisenerze ab. Die Lage dieser Grube ist von dieser Stelle aus nicht zu erblicken, da sie in der Tallage in der Nähe des Haustadter Weihers liegt. Das geförderte Roherz kam zunächst auf die Schmelzhütte nach Bettingen und dann als gereinigtes Erz nach Dillingen. Nachdem sich der Betrieb allerdings als unrentabel erwiesen hatte, wurde er ebenso wie das Kupferbergwerk schließlich eingestellt. Kein geringerer als der später so berühmte und unglückliche Marschall Ney, der in Saarlouis als Sohn eines Böttchers geboren und aufgewachsen war, stand vor seiner militärischen Laufbahn als junger Mann in den Diensten der Dillinger Hütte und hatte auf den beiden Gruben in Düppenweiler eine Stelle als Schreiber oder Buchhalter inne.

In der Ferne erkennt man hier auch die sogen. Merchinger Platte. Entlang der gesamten Platte befanden sich in früheren Zeiten Steinbrüche, die heute noch zu sehen sind. Während in den unteren Lagen zahlreiche Sandsteinbrüche zu finden sind, wurde in den oberen Lagen dagegen früher in mühsamer Handarbeit auch der harte Kalkstein in Steinbrüchen gewonnen und in Schachtöfen gebrannt.

Auf Saarfelser Gebiet, also ganz am westlichen Ende der Muschelkalkplatte, wurde daneben schon ab der Mitte des 19. Jahrhunderts sogar Gips abgebaut. Von 1930 an bis 1962 erfolgte der Gipsabbau dann sogar im Untertagebetrieb.

Grauer Stein

Wir stehen hier vor einem Felsgebilde ganz besonderer Art, welches schon Ursache für viele Geschichte und Sagen war und im Volksmund teilweise als „Druiden – oder Keltenstein“ bezeichnet wird.

Auf dem Litermont befinden sich verstreut liegende große Gesteinsbrocken. Es sind Gerölle des Rotliegenden der Kuseler Schichten, die beim Aufbruch des Berges vor 220 bis 160 Millionen Jahren mit dem magmatischen Quarzporphyr fest verbacken wurden und hierhin gerollt sind.
Auch der „Graue Stein“ ist vulkanischen Ursprungs. Es handelt sich um Quarzporphyr, fast reinen Quarz mit etwas Eisenanteilen.

Die Gesteinsmassen wurden beim Ausbruch des Vulkans nicht hinausgeschleudert, sondern sind als zäh fließendes Magma an die Erdoberfläche gedrückt worden. Diese Fließstrukturen lassen sich noch heute an dem kleineren Gesteinsbrücken neben dem größeren „Grauen Stein“ besonders gut beobachten. Der „Graue Stein“ steht unter Naturschutz.

Litermont

Wir haben hier das Gipfelkreuz des 414m hohen Litermonts erreicht.

Der Litermont ist insbesondere im Saarland als „sagenumwobener“ Berg bekannt. In Tat ranken sich viele Sagen um diesen Berg. Die bekannteste unter ihnen ist die vom Ritter Maldix, der auf der Burg Litermont wohnte, den Karfreitag missachtete und bei der Jagd auf einen weißen Hirsch hinter der Nalbacher Kirche einen Felsen hinab stürzte. Anschließend soll sich der Teufel seiner bemächtigt haben und ihn in das Innere des Litermonts verbannt haben, wo er den Schatz des Teufels bewachen muss. Nur einmal im Jahr, an Karfreitag, darf er als wilder Jäger den Litermont unsicher machen. Als 414m hoher Berg ragt der Litermont aus dem Primstal hervor.

Vom Gipfelkreuz hat man bei gutem Wetter einen herrlichen Ausblick auf das halbe Saarland und insbesondere auf die ehemaligen Saarkohlengruben. Der Litermont selbst war Gegenstand eines vielfältigen Bergbaus. So tut sich unterhalb des Gipfelkreuzes ein riesiger alter Steinbruch auf. Auf der Nord – und Nordwestseite gab es weitere zahlreiche Steinbrüche auf Melaphyr, Kalk und Feldspat sowie im Kupferbergwerk Düppenweiler auf Kupfer, Blei und Brauneisenstein.
Im 12./13. Jahrhundert hat sich wohl auf dem Litermont eine kleinere Burg befunden. Hiervon sind heute nur noch spärliche Anzeichen zu finden.

Auf dem Bergplateau wurde vor einigen Jahren der Nachbau einer napoleonischen Signalstation errichtet.

Ebenso hat die Gemeinde Nalbach hier einen sogen. „Weidendom“ errichtet, der der Gemeinde auch als Standesamt dient.

Steinbruch im Gewann „Herchenbach“

Hier in der Gewann „Herchenbach“ hatte die Firma Villeroy & Boch in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts damit begonnen, Feldspat abzubauen und legte zu diesem Zweck einen Steinbruch an.
Den Feldspat verwendete Villeroy & Boch hauptsächlich zur Herstellung von Mosaikplatten und Steingut; letzteres in der Steingutfabrik, der Fayencerie, von Mettlach. Den durch Sprengung in großen Massen gelösten Feldspat bereitete man an Ort und Stelle auf und verlud ihn auf große Loren. 1912 stellte Villeroy & Boch den Grubenbetrieb in Düppenweiler wegen veränderter Produktion ein und veräußerte 1914 den etwa einen Hektar großen, damals noch keineswegs erschöpften Feldspatsteinbruch an die Gemeinde Düppenweiler.

In der Folgezeit wurde der Steinbruch in kleinerem Umfang weiter genutzt. Die gesprengten Steine dienten jedoch nicht mehr der Herstellung keramischer Erzeugnisse, sondern fanden hauptsächlich als Baumaterial Verwendung. Noch heute finden sich viele Häuser in Düppenweiler, die aus diesen Herchenbacher Steinen erbaut sind.

Steinbrüche in der Gemarkung „Steinunner“

Hier in der Gemarkung „Steinunner“ befinden sich mehrere sehr alte Steinbrüche; geologisch ähnlich den Steinbrüchen in der Herchenbach.

Die Steinbrüche in der „Steinunner“ wurden bereits im 16. Jahrhundert erwähnt und sind somit wohl die ältesten Steinbrüche in Düppenweiler.

Nachweislich diente der Steinbruch auch dem Aufbau der Fundamentanlage für die alte Feuermaschine (eine Vorläuferin der Dampfmaschine) am nahegelegenen Kupferbergwerk in den 1770er Jahren.

Barbarakapelle und Linsenbergstollen

Der wallonische Unternehmer Joseph Remacle Hauzeur hatte 1724 den Bergwerksbetrieb übernommen und an die 300 Bergleute aus dem Erzgebirge beschäftigt. Diese wohnten in Baracken auf dem Bergwerksgelände. Für seine Bergleute ließ Hauzeur auf dem Bergwerksgelände auch eine Kapelle errichten, die auf einem alten Grubenriss eingezeichnet und auch beschrieben ist. Nach dieser Beschreibung mussten die Bergleute morgens um fünf Uhr zum Gebet in der Kapelle erscheinen, bevor sie eine Stunde später zur Arbeit einfuhren. Die Bergleute waren damals auch aufgrund ihrer gefährlichen Arbeit gottesfürchtig. Sie werden gleichwohl keine ganze Stunde gebetet haben. Vielmehr diente diese Zeit vor der Einfahrt auch dazu, die Bergleute zur Arbeit einzuteilen und sie vor der gefährlichen Einfahrt über steile Leitern auch wach zu halten.

Der ursprüngliche Standort der Kapelle lag etwa 30 m unterhalb dem heutigen Standort. Dort befinden sich auch noch die Fundamente der alten Kapelle. Die neue Kapelle wurde 1995 errichtet. Jedes Jahr am 3. Adventssamstag findet hier unter großer Beteiligung der Bevölkerung die traditionelle Mettenschicht der Bergleute statt.

Neben der Bergwerkskapelle befindet sich der Linsenbergstollen. Im 19. Jahrhundert wurde dieser als Suchstollen der Dillinger Hütte angelegt. Er wurde 2007 wieder freigelegt und ist heute Teil des Litermont-Sagenweges. Er ist daher auch für jedermann frei zugänglich und mit Bewegungsmeldern ausgestattet.

Huthaus

Das Huthaus am Kupferbergwerk wurde 2003 als Info- und Aufenthaltsräumlichkeit zur Abwicklung des Besucherverkehrs im Besucherbergwerk errichtet. Heute befinden sich im Untergeschoss ein Infobüro, ein Raum zur Einkleidung der Besucher des Besucherbergwerkes sowie die Sanitärräume. Im Obergeschoss ist eine Gaststätte mit Restaurant eingerichtet zum Aufenthalt der Gäste, zur Rast für die vielen Wanderer, die den hier beginnenden Litermont-Sagenweg begehen, aber auch zur Durchführung vieler öffentlicher oder auch privater Festveranstaltungen.

Die Bezeichnung „Huthaus“ ist im Saarland im Zusammenhang mit Bergbau kaum oder gar nicht bekannt. Der Name rührt aber daher, dass in anderen bekannten Bergbaugebieten, wie z.B. in Tirol oder im Erzgebirge, der Leiter eines Bergwerks als „Hutmann“ bezeichnet wurde. Er hatte den gesamten Bergbaubetrieb zu leiten oder nach der alten Bezeichnung „zu behüten“. In seinem Haus, dem „Huthaus“, wurden alle Bergbaugerätschaften aufbewahrt und auch die gewonnenen Erze aufbewahrt. Das Gebäude war also nichts anderes, als das Verwaltungsgebäude eines Bergwerks. Im Hinblick darauf, dass die ersten Bergleute in Düppenweiler fast alle aus dem Erzgebirge kamen, wurde auch für unser Infogebäude der Name „Huthaus“ gewählt.

Über etwaige frühere Verwaltungsgebäude am Bergwerk ist nur wenig bekannt. Anfang des 18. Jahrhunderts befand sich ein solches wohl direkt auf dem Bergwerksgelände und am Ende des 18. Jahrhunderts im Dorf Düppenweiler.

Infomaterialien

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Düppenweiler

Entdeckertour – keine Infomaterialien vorhanden!

Textquellen

Mit freundlicher Genehmigung des „Saarländischen Museumsverbands e.V.“.

VIELEN DANK.

Ebermannsorf: Luxemburger Weg

Der ca. 5 km lange Wanderweg führt Wanderer durch das Dreieck zwischen Haidweiher, Penkhof und Ebermannsdorf.

Hier wurde von der Eisenzeit (ca. 500 v. Chr.) bis hin zu den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts immer wieder Erzabbau betrieben. Der Name des Weges wurde von der „Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- & Hütten-Aktiengesellschaft“ abgeleitet, die zu dieser Zeit und in dieser Region verstärkt die Ausbeutung der Eisenerzlagerstätten betrieb.

Entlang des Weges stehen Informationstafeln, die die Wanderer über den hiesigen Erzbergbau und die noch verbliebenen Zeugnisse wie die Pingenfelder oder den Abbau des Eisenerzes informieren.

Markierung: Gelbes Schild mit schwarzer Aufschrift “Lux”

Infomaterialien

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Ebermannsdorf

Luxemburger Weg – keine Infomaterialien vorhanden!

Ehingen: Eiszeitpfad Burgfelsenpfad

Qualitätswanderweg durch das Große Lautertal mit all seinen Naturschönheiten mitten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Alte Burgen und Ruinen lassen erahnen, wie es sich im Mittelalter gelebt hat. Schon damals wussten die Edelleute, wo die schönsten Plätze sind. Diese Tour ist von großem landschaftlichen Reiz, erfordert allerdings etwas Trittsicherheit und Kondition.

Die Strecke verläuft zunächst im Talboden der Lauter dem Fluss entlang. Ein steiler Pfad führt dann hinauf auf den Gemsfels und weiter zum Wartstein. Der alte Burgturm thront auf einer Felssporn.

Oben angekommen belohnt ein grandioser Blick ins Große Lautertal, eines der schönsten und burgenreichsten Täler im Land.

Der Weg führt weiter am oberen Talrand entlang zu weiteren ehemaligen Burgstellen, bevor es wieder hinunter ins Lautertal zurück zum Ausgangspunkt geht.

Sehenswürdigkeiten
Großes Lautertal

Eine außergewöhnlich schöne Tallandschaft mit Felsen und Wiesen, Teil des Biosphärengebiets.

Gemsfels

Eine imposante Felsengruppe an einem Steilhang des Lautertals.

Ruine Wartstein

Eine mittelalterl. Burgruine, 1495 niedergebrannt, ehemals eine der kühnsten Felsenburgen im Lautertal, Burgturm erhalten und begehbar.

Ruine Monsberg

1495 zerstört, nur noch spärliche Mauerreste vorhanden, dennoch besonders mystische Wirkung durch die mit Moos bewachsenen Steine.

Ruine St. Ruprecht

lag auf einem Bergsporn am Eingang des Marientals, die Burgstelle mit wunderschönen Buchen bewachsen.

Infomaterialien

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Ehingen

Wegbeschreibung Burgfelsenpfad

Ehrenkirchen-Ehrenstetten: Bergbaupfad Ehrenstetter Grund

Entdeckertour im mittelalterlichen Bergbaurevier

Vor 700 Jahren hörte man im Ehrenstetter Grund weniger die Vögel zwitschern als überall lautes Hämmern und Klopfen. An den Berghängen und im Ahbachtal rauchten Schmelzöfen, Kohlenmeiler und Schmiedeherde. Die Berghänge waren größtenteils abgeholzt und der Berg war durchlöchert wie ein Schweizer Käse.

Warum?

Die Bergleute aus nah und fern suchten hier im Mittelalter nach den begehrten Silbererzen. Das daraus gewonnene Silber wurde im Mittelalter in Münzprägestätten wie in Freiburg und Breisach zu Silbermünzen geprägt.

Auf dem Bergbaupfad im Ehrenstetter Grund kann man einzigartig gut erhaltene mittelalterliche Zeugnisse des Silberbergbaus entdecken. Dazu gehören die große Radstube, ein Staudamm, drei heute noch offene Bergbauschächte und zahlreiche Trichter von eingestürzten Erzstollen oder Stollenmundlöchern.

Die Wegstationen
Station 1: Das mittelalterliche Bergbaurevier

Das mittelalterliche Bergbaurevier

Kaiser, Könige, Fürsten und Bergleute

Über die Technik und Organisation des Bergbaus und das Leben und Arbeiten der Bergleute im Mittelalter ist einiges aus zeitgenössischen Urkunden zu erfahren. Der älteste schriftliche Hinweis auf den Bergbau im Südschwarzwald ist eine Urkunde von 1028. Dort verleiht Kaiser Konrad II. dem Baseler Bischof Rechte an den Silbergruben im Breisgau, wobei unter anderem die Gruben im Münstertal, im Sulzburger Tal und bei Badenweiler genannt werden.

Die älteste überlieferte Bergordnung ist aus dem Jahre 1208 und regelte die Organisation und die Arbeit im Bergbau. Sie gibt aber auch Auskunft über das Aufsuchen, Gewinnen und Aufbereiten der Bodenschätze.

Den Abbau und die Gewinnung von Silber betrieben im Mittelalter wirtschaftlich freie Bergleute im Auftrag eines Grundherren oder Fürsten, der seinerseits dieses Recht (Bergregal) vom Kaiser oder König verliehen bekam. Der Grundherr, Fürst oder Vogt musste für den Schutz und die Verteidigung der Bergleute und des Bergbaureviers sorgen.

Das Bergbaurevier im Ehrenstetter Grund

Im Bereich des Ehrenstetter Grundes queren zwei parallel streichende Blei-Silber-Erzgänge das Tal des Ahbachs. Der mittelalterliche Erzabbau auf diese Erzgänge hat an der Oberfläche markante Spuren im Gelände hinterlassen und der Berg ist durchzogen mit Stollen und Schächten wie ein Schweizer Käse. Heute nennt man diese noch offenen Löcher auch Lingelelöcher.

Eine mittelalterliche Überlieferung zu diesem Bergbaurevier gibt es bisher nicht. 1991 führte das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Uni Freiburg im Rahmen des Bergbauprojektes eine Prospektion und Dokumentation der noch erkennbaren Spuren des Bergbaureviers durch. Die dabei in den Schächten und auf den Abraumhalden gefundenen Keramikscherben datieren den Abbau der Silbererze ins 13./14. Jahrhundert.

Ausgrabungen fanden bisher aber nicht statt. Deshalb wissen wir hier auch nicht genau, wo die Erze aufbereitet und verhüttet wurden. Die Bergleute wohnten immer in der Nähe des Bergbaureviers, möglicherweise am Talausgang bei der Streicherkapelle, die bereits 1554 urkundlich erwähnt wird. In der Nähe beim Lehenhof wurden Steinkistengräber aus der Zeit um 800 nach Christus gefunden, die auf eine alte abgegangene Siedlung in unmittelbarer Nähe hinweisen.

Wie man das Silber aus dem Stein bekommt

Gesucht haben die Bergleute nach den begehrten Silbererzen, hier vor allem Bleiglanz, der überwiegend aus Blei und nur zu 0,1 bis 1 Prozent aus Silber bestand (1000 kg Bleiglanz = 1 bis 10 kg Silber). Gefunden haben sie die Silbererzgänge anhand von Geröllen in Bachläufen und anhand von Gangausbissen, dort wo die Erzgänge die Oberfläche erreichen. Im oberflächennahen Bereich wurden die Erzgänge zuerst im Tagebau durch Verhaue ausgebeutet. Später legten die Bergleute ein System aus horizontalen Stollen und vertikalen Schächten an, um die Erzgänge auch in größeren Tiefen abbauen zu können. Stollen und Schächte führten zunächst durch taubes Gestein, bis der Abbauort – der Erzgang – erreicht wurde.

Die Erzaufbereitung und Verhüttung fand in unmittelbarer Umgebung der Bergwerke statt. Bei der Erzaufbereitung wurde das geförderte Erz zerkleinert (gepocht), von tauben Begleitgesteinen wie Quarz und Gneis getrennt und dann sehr fein gemahlen. Danach wurde durch Auswaschen (von Gangmaterial) und Rösten (Schwefelanteile wurde durch Erhitzen verflüchtigt) ein Erzkonzentrat aus Silber und Blei hergestellt, das in der Schmelzhütte geschmolzen wurde. Die dazu benötigte Holzkohle wurde von Köhlern in der Nähe der Bergwerke hergestellt. Bei über 1200 °C entstand ein silberhaltiges Blei. Im Treibofen wurde dann das Silber vom Blei getrennt und als Barren an die Münzstätten im Breisgau nach Breisach und Freiburg geliefert.

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Station 2: Stollenmundloch

Stollenmundloch

Am Fuße des Berghanges befindet sich ein verschüttetes Mundloch (Eingang) eines Stollens mit großer vorgelagerter Halde. Die Größe der Halde gibt Auskunft über den Umfang der Arbeiten unter Tage. Auf der Halde wurde zerkleinertes Gangmaterial und Keramikfragmente des 13./14. Jahrhunderts gefunden.

Abgebaut wurden die Erze mit Schlägel (Hammer) und Bergeisen (meißelartiges Werkzeug), von denen die Bergleute pro Tagesschicht bis zu 30 Stück brauchten, da diese schnell Stumpf wurden. Deshalb gab es in den Bergbaurevieren immer auch eine Bergschmiede, in der der Schmied die Werkzeuge herstellte und nachschärfen konnte. Die Stollen hatten zumeist nur eine Firsthöhe von 90 bis 100 cm. Abhängig von der Härte des Gesteins lag der Vortrieb eines Bergmanns, der nur mit Schlägel und Eisen arbeitete, bei 10 bis 50 m im Jahr.

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Station 3: Die Radstube

Die Radstube

Der größte „Feind“ der Bergleute im Bergwerk ist das durch Klüfte eindringende Wasser. Es wurde zumeist durch einen Stollen auf der Höhe des Talgrundes (Erbstollen) ins Tal abgeleitet. Wo dies nicht möglich war oder das Bergwerk tiefer lag, wurden zur Entwässerung Pumpen im Bergwerk eingesetzt. Diese wurden mittels Tret- oder Wasserrädern angetrieben und förderten das Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche.

Eine solche Wasserhebemaschine befand sich im Ehrenstetter Grund in einer Felskammer, die im Volksmund Eselsbrunnen genannt wird. In dieser 40 m² großen und 11 m hohen sogenannten Radstube war ein ca. 8 m großes Wasserrad eingebaut, mit dessen Hilfe, das Wasser aus dem dahinter liegenden – heute verschütteten – Schacht gefördert wurde. Angetrieben wurde das Rad durch Wasser, das durch einen Hangkanal vom talaufwärts aufgestauten Ahbach auf das Wasserrad geleitet wurde. Das zum Antrieb des Rades notwendige Wasser sowie das aus dem Berg geförderte Wasser wurden durch einen kleinen Stollen aus der Radstube in den Ahbach abgeleitet.

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Station 4: Der Staudamm

Der Staudamm

Zur Förderung und Weiterverarbeitung der Erze wurden in einem mittelalterlichen Bergbaurevier auch Maschinen eingesetzt. Neben der Muskelkraft wurden sie auch durch Wasserkraft angetrieben. Hierzu war die Anlage eines Stausees mit einem ausgeklügelten System von Kanälen erforderlich. So konnten mithilfe der Wasserkraft Wasserhebe- und Fördermaschinen, Pochwerke, Erzmühlen und die Blasebälge der Schmelzhütten betrieben werden.

Der noch 12 m breite und 6 m hohe mittelalterliche Staudamm ist heute von einem modernen Forstweg durchschnitten. Der Staudamm riegelte das gesamte Tal ab und diente zum Aufstauen des Ahbaches. Der so entstandene Stausee war vermutlich 150 m lang und 50 m breit mit einem Volumen von rund 10000 m³ Wasser. Mit diesem Wasser wurde unter anderem mittels eines ca. 200 m langen, heute nur noch in Resten erhaltenen Hangkanals, das Wasserrad zur Entwässerung des Bergwerkes in der Radstube angetrieben.

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Station 5: Der Hangkanal zur Radstube

Der Hangkanal zur Radstube

Zwischen dem Radbrunnen und dem Staudamm ist noch heute im Wald ein ca. 50 m langer Abschnitt des ehemals ca. 200 m langen Hangkanals sichtbar. Er zeigt sich als etwa 1,5 m breite Rinne im Gelände. Staudamm, Hangkanal und Radstube sind ein einzigartig gut erhaltenes Ensemble mittelalterlicher Bergbautechnik. Die Errichtung einer solchen Anlage lässt sich kaum in der Regie von Einzelunternehmern oder Familienbetrieben vorstellen. Eher belegt diese Anlage, dass es in diesem Bergbaurevier vermutlich einen Zusammenschluss mehrerer Bergbauunternehmer, eine sogenannte Gewerkschaft, gegeben hat.

Bergleute, „Zipfelmützen“ und Zwerge

Einigen wird es schon aufgefallen sein, dass die Bergleute in den mittelalterlichen Darstellungen eigenartige „Zipfelmützen“ tragen. Dabei handelt es sich um Kapuzen, die den Bergmann vor Staub und Dreck schützten. Daneben konnte man die Zipfel der Kapuzen mit Schafwolle ausstopfen und schützte so den Kopf in den niedrigen Stollen im Berg. Da die Arbeit der Bergleute für die allgemeine Bevölkerung unverständlich und geheimnisvoll war, entstanden im Laufe der Zeit viele Sagen rund um den Bergbau. Diese mischten sich mit der Zeit mit den Geschichten von Zwergen, Kobolden und Heinzelmännchen, die dann auch mit der markanten „Zipfelmütze“ dargestellt wurden. So lebt diese Kopfbedeckung der mittelalterlichen Bergleute noch heute in der Darstellung der sieben Zwerge im Märchen Schneewittchen, bei den Mainzelmännchen, dem Sandmann, den Schlümpfen und unseren Gartenzwergen fort.

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Station 6: Hangkanal und Schacht 2

Hangkanal und Schacht 2

Oberhalb des Radbrunnens am Berghang ist ein weiterer Hangkanal im Gelände sichtbar, der auf den am Hang liegenden Bergbauschacht 2 zuführt. Solche senkrechten Schächte dienten zur Befahrung der waagerechten Stollen, die zu den Erzadern im anstehenden Gneis führten. Einige Schächte dienten zudem für die Luftzufuhr im Bergwerk oder als Förderschacht für die abgebauten Erze, wobei mittels einer Haspel die gefüllten Körbe an die Oberfläche gezogen wurden. Schacht 2 ist einer von drei heute noch offenen und senkrecht in den Fels gehauenen Bergbauschächten aus dem Mittelalter.

Der Schacht hat an der Oberfläche einen Querschnitt von 3,5 m x 3 m und verengt sich nach ca. 28 m Tiefe auf 1,4 x 1,6 m. In 42 m Tiefe endet der Schacht in einer 6 m x 6 m großen Kammer mit mehreren, in unterschiedliche Richtungen, zu den Abbauen führenden Strecken (Stollen ohne Tagesöffnung/Mundloch), die aber zum Teil verschüttet sind. Vermutlich diente die Kammer als Radstube für ein Wasserrad zur Entwässerung tiefer liegender Abbaue, die heute auch verschüttet sind. Der Hangkanal führte das Wasser zu den Schächten, um die Wasserräder im Berg anzutreiben.

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Station 7: Schacht 1

Schacht 1

Der Bergbauschacht „Lingeleloch“ 1 wurde 1991 vom Institut für Ur- und Frühgeschichte Freiburg untersucht. Der 48 m tiefe Schacht hat an der Oberfläche eine Öffnung von 4 x 4 m und verengt sich mit zunehmender Tiefe auf 1,5 x 2 m. An den Wänden zeigen sich deutliche Spuren des Abteufens durch Schlägel und Eisen. In regelmäßigen Abständen finden sich Vertiefungen an gegenüberliegenden Wänden als Spuren des ehemaligen Holzausbaus zur Sicherung des Schachtes. In 16 m Tiefe zweigt ein Stollen – 90 cm hoch und 45 cm breit – in NW-Richtung ab, der in einem verschütteten Stollenmundloch am Hang endet.

Auf dem Grund des Schachtes befindet sich ein kammerartiger Ausbau mit mehreren, in unterschiedliche Richtungen, zu den Abbauen führenden Strecken (Stollen ohne Tagesöffnung/Mundloch), die heute zum Teil verschüttet sind. Diese Abbauspuren zeigen, dass hier 48 m unter Tage Silbererz sowohl mit Schlägel und Eisen als auch durch Feuersetzen gewonnen worden ist.

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Station 8: Bergbaulandschaft

Bergbaulandschaft

Im Mittelalter war der heute dicht bewaldete Hang des Bergbaureviers kahl geschlagen. Das Holz wurde vor allem für die Köhlerei und für den Ausbau der Stollen gebraucht. Zwischen den zahlreichen Stolleneingängen und Schächten gehörten zu einem Bergbaurevier auch Werkstätten und Wohnhütten, die auf künstlichen Terrassen oder planierten ehemaligen Abraumhalden angesiedelt waren. Da im Bergbaurevier Ehrenstetter Grund bisher keine archäologischen Ausgrabungen stattgefunden haben, wissen wir nicht, wo genau die Wohnhütten und Werkstätten standen.

Im Gegensatz zu heute war das Tal im Mittelalter von Lärm erfüllt. Zu hören waren die Hammerschläge der Schmieden, die die stumpf geschlagenen Bergeisen der Bergleute wieder schärften. Zumeist waren die Schmieden in einfachen Holzhütten mit einer Schmiedeesse und einem Amboss. Daneben waren die Hammerschläge der „Scheider“ zu hören. Nachdem das erzhaltige Gestein zu Tage gefördert worden war, wurde es zuerst per Hand vom tauben Gestein getrennt. Dazu wurde es auf großen Steinklötzen mit dem Hammer zerkleinert und das Erz ausgelesen. Das Erz wurde dann zur Weiterverarbeitung ins Tal gebracht, das wertlose Gestein wurde vor Ort auf die Halde gekippt. Diese Scheidearbeit wurde in unmittelbarer Nähe der Stollen und Schächte ausgeführt.

Am Berghang liegt ein weiterer, dritter noch offener Schacht. Er ist nur 8 m tief und trifft dort direkt auf den Blei-Silber-Erzgang.

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Station 9: Pingen und Halden

Pingen und Halden

Im Wald sind außerdem zahlreiche, sogenannte Pingen (trichterförmige Vertiefungen) zu erkennen, die charakteristisch für aufgelassene alte Bergbaureviere sind. Die Entstehung von Pingen kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen entstehen sie durch den Einbruch des Deckgebirges von oberflächennahen Stollen, zum anderen handelt es sich um eingestürzte ehemalige Schächte (Schachtpingen) oder um tagebauartige Verhaue, die auf den oberflächennahen Erzgang zielten (Verhaupingen). Sie zeigen, dass es neben den drei, heute offenen Schächten noch weitere Schächte im Bergbaurevier „Lingelelöcher“ gegeben hat. Eingestürzte Schächte und tagebauartige Schürfe haben zumeist hangseitig oder um die Pingen herum eine Abraumhalde aus taubem Gestein und Gangmaterial. Die oft wie eine Perlenkette aneinander gereihten Pingen (Pingenzüge) zeigen indirekt den Verlauf der Erzgänge im Gelände an.

Da die Setzungserscheinungen im Zentrum der Pingen bis heute andauern ist das Betreten dieser trichterförmigen Vertiefungen lebensgefährlich!

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